ForumBMW
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. BMW
  5. Welche Erfahrungen habt Ihr mit Vollintegralem ABS gemacht?

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Vollintegralem ABS gemacht?

Moin zusammen,

derzeit plane ich, meine mittlerweile 25 Jahre alte R1100RS gegen eine deutlich jüngere BMW "einzutauschen". (Derzeit mein Favorit: eine 1150RT, Bj 2003) Ich habe jetzt erfahren, dass dieses Modell nur mit einem vollintegralen ABS ausgeliefert wurde. (Nur 2004 gab es ein Sondermodell mit teileintegralem ABS)

Ich kenne mich nicht so gut mit den Wirkunsunterschieden aus. Deshalb meine Frage: Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem vollintegralen ABS im Alltag gemacht? Wie verhält sich das Motorrad z.B. in Kurven? Beim teilintegralem ABS kann ich in Kurven kurz die Fußbremse betätigen, aber beim vollintegralen ABS?

Ich hoffe, dass Ihr mir mit ein paar Erfahrungen die Kaufentscheidung erleichtern könnt. (Alternativ zur RT habe ich auch eine 1150 RS mit teilintegralem ABS in die nähere Auswahl genommen.)

LHzG

Hagber

Beste Antwort im Thema

Ich habe diese teil- bzw. vollintegrale System mit BKV in verschiedenen Maschinen gefahren: R1200ST, K1200RS, K1200GT(K41)!!!, R1150R bzw. Rockster .... was besseres ist mir an Bremsleistung und Handling beim Bremsen in Schräglage noch nicht untergekommen! Ab und zu mal ins ABS bremsen, regelmässige Wartung und alles ist gut!!!

21 weitere Antworten
Ähnliche Themen
21 Antworten

Du meinst das mit dem BKV?

[die 1150er hat immer Vollintergal, in Verbindung mit dem BKV (elektr.Bremskraftverstärker) Wenn man peinlich darauf achtet, daß am besten jedes Jahr die Bremsflüssigkeit aller 5 Bremskreise ersetzt wird, und ebenfalls immer mit einer top Batterie unterwegs ist, und ab und an mal zB. bei nasser Strasse ne Testbremsung im Regelbereich macht, passt das. Wenn der Bremsmodulator verreckt, liegt das meist an festgegammelten Plungerkolben. Leider sind die Lohnkosten sofern man es nicht selbst machen kann für den Bremsflüssigkeitswechsel mit ca. 140-170 Teu nicht ganz ohne! (Tank muß ab, dann braucht man ein speziellen Trichter aus Acryl mit einem Rohr und Gewinde, was in den Bremsmodulator passt, dann geht der Wechsel selbst in 10min.) Leider hat auch die 12er der ersten Bj. 2005 bis 2007 den BKV. Allerdings ist dort die Elektronik weniger mimosenhaft, was niedrige Spannungen angeht! Von der Warte her und auch was Dynamik und Durchzug angeht, würde ich eher die 12er nehmen, welche aus den ersten Bj mittlerweile auch ab ca. 5tsd zu bekommen ist! Ich hab das 2005er Modell 11 Jahre und 90tsd gefahren, ohne einen einzigen extra Wekstattbesuch, nach 5 J hab ich auch die Wartung kompl. selbst gemacht. Ich habe derzeit ne 16erGT, auch da mache ich alles selbst, allerdings hab ich einen guten Lehrer, mein Nachbar is Werkstattleiter beim :-)

@Oetteken. Vielen Dank! Das liest sich eher so, als sollte man die Finger von diesen Modellen lassen, wenn es keine 100%tige Dokumentation über die Wartung gibt. Und sich dann auch noch überlegen, ob man jedes Jahr allein für die Bremsen so viel Geld an die Werkstatt "weiterleiten" will. Die Modelle ab 2006 kann ich mir nicht leisten. Vielleicht bleibe ich dann doch lieber bei meiner alten, treuen 1100RS mit dem "einfachen" ABS...

Ich habe diese teil- bzw. vollintegrale System mit BKV in verschiedenen Maschinen gefahren: R1200ST, K1200RS, K1200GT(K41)!!!, R1150R bzw. Rockster .... was besseres ist mir an Bremsleistung und Handling beim Bremsen in Schräglage noch nicht untergekommen! Ab und zu mal ins ABS bremsen, regelmässige Wartung und alles ist gut!!!

Mein (Ex-) Schwager hatte mal eine sehr schlechte Erfahrung mit dem BKV:

Der Handschutz (R1200GS) hat ganz sanft gegen den Bremshebel gedrückt - dadurch wurde der Hebel minimal Betätigt.

Dies Führte dazu, dsas das System keine Diagnose mehr fahren konnte und auf AUS bzw Notlaufgeschaltet hat.

War die Bremse zuerst eine KleinerFingerStoppyBremse konnte danach nur noch mit einer Schmiedemeisterhand zur Arbeit aufgefordert werden....

Wer jetzt sagt ist ja keine GS - hat ja keinen Handschutz- spielt keine Rolle warum der Hebel nicht ganz zurückgeht- dann ist es vorbei mit der Herrlichkeit.

Was bringt uns jetzt ein falsch montierter Handschutz? Was kann der BKV dafür?

Die Wartung / Bremsflüssigkeitswechsel wird von BMW (wie eigentlich auch bei jedem anderen Motorrad und PKW) alle 2 Jahre vorgeschrieben, nicht jährlich. Dies sollte man dann eben durchführen lassen was leider nicht ganz billig ist und es gibt auch freie Werkstätten die dieses nicht machen und einen zu BMW schicken weil sie das benötigte Werkzeug nicht haben oder sagen das sie sich damit nicht auskennen und einen lieber zu geschultem Personal schicken (besser als wenn sie halt mal machen aber keine Ahnung haben was sie machen).

Ansonsten war ich anfangs auch skeptisch, mittlerweile mag ich die Bremse aber wirklich, ist komfortabel und bremst wie blöd. Einzig stört mich etwas das beim langsamen ausrollen und "leichten Klötze anlegen" die etwas zu kräftig zupacken und einen kleinen rucker geben. Kaputt gehen kann natürlich auch immer etwas, das ist dann halt Pech, aber wenn man den BKV z.B. von RH Electronics reparieren lässt ist das auch noch bezahlbar...

Wenn man Angst vor teuren Reparaturen hat sollte man sich eben ein Moped mit lückenlosem Scheckheft suchen (findet sich auch ziemlich häufig), dann kann man die Gefahr des BKV minimieren und in meinen Augen sollte man dann mehr Angst vor der Kupplung haben, die ist vermutlich sogar teurer...

Ich hatte das Glück eine 2006er GS zu finden die ein lückenloses Scheckheft hat und die Kupplung auch schon vor einem Jahr gemacht wurde, und die war gar nicht mal so viel teurer als die angesprochenen 5000 teuro

Wegen dem Handschutz gab es eine Rückrufaktion bei der GS und passiert nur in den ersten Baujahren. Aber ganz ehrlich, der Rückruf ist lächerlich (es wird nur ein Aufkleber angebracht) und das Thema selber ist eigentlich auch lächerlich. Das Problem ist das wenn der Handschutz nicht richtig festgeschraubt ist und sich verstellt (z.B. nach einem Unfall oder Umfaller) kann dieser den Bremshebel blockieren was zu diversen Problemen (wie geschildert oder auch zu unbeabsichtigten Bremsungen) führen kann. Und wenn das ABS bzw der BKV aussteigt dann bremst sich das Moped wie ein normales Moped auch. BMW garantierte damals trotzdem eine Verzögerung von 7,5m/s² (ein Wert den die meisten Fahrer unter realen Bedingungen sowieso nie erreichen werden), nur die Handkraft dabei ist halt deutlich größer als mit BKV (aber nicht viel mehr als bei einem konventionellen Motorrad). Wenn dies plötzlich kommt mag das zwar einen Schreck bedeuten das man mehr zulangen muss, technisch stellt das allerdings kein Problem dar...

Dann kommt das Herz eher zum Stillstand als das Mopped.

Gibt es denn wenigstens vorher eine ordentlich helle Warnleuchte?

Kann man das abschalten, um mal zu schauen, wie das System ohne BKV bremst, um zumindest vorbereitet zu sein?

Wenn ich bremsen muss, dann kommt nix und ich muss reinlagen wie blöd, habe aber kein ABS...stelle ich mir unangenehm vor. Die vollintegralen BKV Systeme, die ich mal ausprobieren durfte, haben zum Glück prima funktioniert.

Edith: Die Elfer Boxer will heute keiner mehr, die bekommst Du nachgeworfen. Morgen wird das ganz anders aussehen. Spitzenqualität, schon ganz gute Leistung, primitive Elektronik, ABS ohne Firlefanz, Telelever, Paralever...ich würde einfach bei den 11ern bleiben. Ich schätze, die haben bereits die Talsohle erreicht und steigen schon wieder im Preis.

Zitat:

@MZ-ES-Freak schrieb am 13. November 2018 um 17:20:39 Uhr:

Was bringt uns jetzt ein falsch montierter Handschutz? Was kann der BKV dafür?

hast du es gelesen - und wenn ja - hast du es verstanden?

Es geht darum, dass auch durch verschiedene Gründe die Handbremse gedrückt ist oder eben nicht ganz zurückgegangen ist.

Dann kann der BKV die Diagnose nicht fahren und schwups.. - ist Schluss mit Unterstützung

 

@Tdi es gibt einen richtig schöne Anzeige - da ist nix mit übersehen!

Die Handkraft muss aber brutal höher sein!

Da aber bis dato nur mit den kleinen Finger gebremst werden konnte ist natürlich der Fahrer mehr als verängstigt!

und nochmal das ist dem BKV egal warum die Bremse betätigt ist- sie kann dann keinen Selbsttest durchführen.

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 13. November 2018 um 17:41:11 Uhr:

Dann kommt das Herz eher zum Stillstand als das Mopped.

Gibt es denn wenigstens vorher eine ordentlich helle Warnleuchte?

Ja, natürlich gibt es eine ABS Warnlampe wie bei jedem anderen Motorrad auch. Wenn der Fehler allerdings erst bei der Bremsung selber auftritt kommt es natürlich trotzdem überraschend, ist aber bei jedem anderen Motorrad auch nicht anders (und natürlich "riesen Pech" wenn es gerade bei der einen Bremsung auftritt bei der man es zum ersten und einzigen mal bräuchte).

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 13. November 2018 um 17:41:11 Uhr:

Kann man das abschalten, um mal zu schauen, wie das System ohne BKV bremst, um zumindest vorbereitet zu sein?

Klar, wie bei jedem anderen ABS Motorrad auch: Fehler "provozieren", Sicherung ziehen falls vorhanden, Zündung aus während der Fahrt

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 13. November 2018 um 17:41:11 Uhr:

Wenn ich bremsen muss, dann kommt nix und ich muss reinlagen wie blöd, habe aber kein ABS...stelle ich mir unangenehm vor. Die vollintegralen BKV Systeme, die ich mal ausprobieren durfte, haben zum Glück prima funktioniert.

Das ist das "unangenehmste", habe ich mit "Schreckmoment" gemeint. Man erschrickt aufgund einer Gefahr, langt dann in bremse um eine Schreckbremsung zu machen und dann ist die Handkraft deutlich höher als gewohnt und ABS ist auch nicht vorhanden. Bei den BKV Modellen hat man halt zusätzlich zu den "normalen Einschränkungen" (wie bei jedem ABS Motorrad) das das ABS nicht funktioniert noch eine ungewöhnlich hohe Handkraft, diese ist größer als bei einem Vergleichbaren Motorrad aber ähnlich einem "Budgetmotorrad" um mal vergleiche ziehen zu wollen und die Bremse fühlt sich halt auch anders an als gewohnt (die BKV langen schon ganz gewaltig zu, bremsen wie die Hölle)

Zitat:

@TDIBIKER schrieb am 13. November 2018 um 17:41:11 Uhr:

Edith: Die Elfer Boxer will heute keiner mehr, die bekommst Du nachgeworfen. Morgen wird das ganz anders aussehen. Spitzenqualität, schon ganz gute Leistung, primitive Elektronik, ABS ohne Firlefanz, Telelever, Paralever...ich würde einfach bei den 11ern bleiben. Ich schätze, die haben bereits die Talsohle erreicht und steigen schon wieder im Preis.

Das wird bei den (ersten) 1200ern nicht viel anders sein, ich vermute mal das die Preise jetzt auch nicht mehr viel fallen werden, einstiegspreise liegen um die 5000 und ich denke nennenswert unter 4000 werden die nicht fallen (für gepflegte Fahrzeuge).

Ich weiß dazu nur, dass mein Bruder Ende 2006 eine neue R 1200 RT gekauft hat.

Die wurde immer nach Vorschrift bei dem BMW-Händler gewartet sowie pfleglich behandelt und trotzdem musste er voriges Jahr, bei ca. 70.000 km, über 1.500 € in die Bremsanlage investieren, weil der Druckmodulator defekt war.

Vermutliche Ursache, dass die Bremsflüssigkeit nicht jährlich erneuert wurde und/oder, dass nicht regelmäßig in den Regelbereich gebremst wurde.

Bei Teilintegral kannst Du in der Kurve nachjustieren. Du drückst auf die Fußbremse und die Maschine streckt sich, ohne sich großartig aufzustellen.

 

Das kannst Du beim Vollintegral nicht. Die Maschine neigt schon dazu, sich aufzustellen. Am Anfang braucht´s auch ein wenig Übung, die Bremse richtig zu dosieren. Immerhin kann man die Maschine dank dem BKV ja mit dem kleinen Finger zum stehen bringen.

 

Ansonsten ist die Wartung der Bremse recht teuer. Der BKV muss regelmäßig entlüftet werden. Das Teil liegt ziemlich gut versteckt unter dem Tank. Das kostet Arbeitszeit.

 

Mein Tipp: Noch ein wenig sparen und dann eine R1200GS ohne BKV kaufen. Die ist auch ein wenig handlicher. Dürfte Dir als RS-Fahrer zugute kommen. Ich kann mir auch vorstellen, dass dank der neuen 1250GS, die Preise für die ersten R1200GS auch noch etwas fallen werden.

Teilintegral bedeutet, dass bei der Vorderradbremse hinten mitgebremst wird, bei der Hinterradbremse jedoch vorne nicht. Insofern wäre die Aussage in deinem ersten Absatz ebenso für nichtintegrale Bremssysteme gültig. Mit einer von meinen K1200RS mit ABS2 kann ich in der Kurve genauso nachjustieren.

 

Ich habe mal mit einer 2003er K1200RS, die ich zur ABS-/BKV-Reparatur bei mir hatte, auf einer längeren Probefahrt mal ganz bewusst herzhaft in mehreren Kurven in die Vorderradbremse gegriffen .... und war extrem positiv beeindruckt von der recht geringen Aufstellneigung und der guten Beherrschbarkeit im Vergleich zu meiner eigenen K1200RS mit "nur" ABS2. Das war schon ein deutlicher Unterschied! Würde ich mir nochmal eine K12RS zulegen (Ich hab schon 2), wäre es definitiv eine ab 2001 mit Teilintegral-ABS und BKV!!!

 

Ach ja ... meine K12RS und die 2003er K12RS hatten den gleichen Reifentyp mit ähnlich gutem Profil beide habe ich ohne Koffer gefahren ... kleine Unterschiede waren lediglich höhere Rasten und ne Lenkererhöhung bei meiner ...

 

Vollintegral gab es zuerst bei der R1150RT und der K1200LT ... dort wird dann beim Betätigen der Hinterradbremse automatisch vorne mitgebremst ...beide habe ich bisher nicht gefahren, wie dort das Verhalten beim Bremsen in Kurven ist, weiss ich nicht ....

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. BMW
  5. Welche Erfahrungen habt Ihr mit Vollintegralem ABS gemacht?