Wegen Kratzer lackieren vom Händler als Unfallwagen deklariert ?!
Hallo,
also ich werde mir einen Gebrauchten 335 Cabrio in einer BMW Niederlassung zu legen.
Das Auto ist jetzt knapp 1 1/2 jahre alt und hat 17.000km runter.
Der Händler sagt zu mir es sei kein Unfall Wagen er müsse aber weil der Vorbesitzer sehr unachtsam
war 3 Teile neu lackieren und BMW habe festgehalten, das alles was bei lackierarbeiten den wert von 700 Euro übersteigt, als Unfallwagen deklariert werden muss... ist das so richtig oder will der mich für dumm verkaufen und mir ein Unfallauto andrehen?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von uhren_alex
Kurze Anmerkung zum ursprünglichen Thema (ich wurde als Audi-Fahrer schon gewarnt, dass es im 3er-Forum schon mal etwas "anders" zugeht als bei Audi oder Mercedes - hüstel - ):Die sogenannte "Bagatellgrenze" bei PKW-Unfällen, die hier irgendwer mit 50,- falsch zitiert hat, wurde vom BGH auf über 700,- Euro (genau 715,81 Euro) festgelegt.
Zitat:
Original geschrieben von uhren_alex
Quelle: BGH, VI ZR 365-03, 30.11.2004Zitat:
... weil der Schaden im Streitfall mehr als 1.400 DM (715,81 €) betragen habe und es sich deshalb nicht um einen Bagatellschaden gehandelt habe,
PDF vom Urteil häng ich mal an; Hinweis auf Bagatellgrenze findet sich auf Seite 12 von 13.
Gruß vom 50. Breitengrad,
Alexander
Hallo,
Ich bin sprachlos über soviel Unbelehrbarkeit und Beratungsresistenz.
ES GIBT KEINE BAGATELLGRENZE MEHR - da hilft es auch nicht, ein Urteil von 2004 zu zitieren, dass noch auf DM Zeiten basiert. Damals gab es so etwas, aber diese Zeiten sind vorbei.
Desweiteren ist es ein Unterschied, ob ich von unfallfrei oder Unfallwagen spreche. Eine Nachlackierung bedeutet NICHT, dass es es sich um einen Unfallwagen handelt, dennoch ist der Wagen NICHT unfallfrei.
Also unfallfrei ungleich Unfallwagen (oder juristisch korrekt: ein nicht unfallfreier Wagen muss nicht unbedingt ein Unfallwagen sein...).
Jeder, der im Jahre 2012 an das Märchen vom Bagatellschden glaubt, zaht vor Gericht Lehrgeld.
Es gibt nur eine korrekte Vorgehensweise, die hier schon mehrmals zitiert wurde:
Den Schaden ganz genau beschreiben (zum Beispiel "Nachlackierung Stossstange, keine sonstigen Schäden, optimal mit Belegen).
Gruss,
Frank
PS: Eigentlich wollte ich nichts mehr zu dem Thema schreiben, aber mir würde es Leid um jeden tun, der in dies Falle tappt und dann Lehrgeld vor Gericht zahlt.
63 Antworten
Zitat:
@Chris-M3 schrieb am 13. März 2012 um 20:02:49 Uhr:
Hallo,also ich werde mir einen Gebrauchten 335 Cabrio in einer BMW Niederlassung zu legen.
Das Auto ist jetzt knapp 1 1/2 jahre alt und hat 17000km runter.
Der Händler sagt zu mir es sei kein Unfall Wagen er müsse aber weil der Vorbesitzer sehr unachtsam
war 3 Teile neulakieren und BMW habe festgehalten das alles was bei lackierarbeiten den wert von 700 Euro übersteigt als Unfallwagen deklariert werden muss... ist das so richtig oder will der mich für dumm verkaufen und mir ein Unfallauto andrehen????
wenn dir das nicht passt dann kauf den nicht
Zitat:
@Coolschnut schrieb am 6. Dezember 2015 um 12:09:45 Uhr:
Nein ich möchte einfach nur ein gutes sauberes günstiges Auto haben ohne Blechschäden
Sagen wir es so: Wenn der Händler dir bestätigt, dass nur der Schweller lackiert wurde und drunter ein sauberer Schaden ist, dann ist das mit das beste Geschäft, dass man machen kann...ein Jahr fahren und dann dem Händler wieder hinstellen.
Ansonsten verstehe ich die Haarspalterei nicht und warum es angesichts der aktuellen Rechtssprechung überhaupt noch diese dummen Verträge mit "Unfallfrei ja/nein" gibt. Der ADAC hat das seit Jahren sauber in seinen Verträgen dargestellt, da kreuzt man entweder an, dass nichts war oder beschreibt, was war. So ist rechts sicher angegeben, was mit dem Auto los ist.
Zitat:
@Guest77 schrieb am 6. Dezember 2015 um 18:12:06 Uhr:
wenn dir das nicht passt dann kauf den nichtZitat:
@Chris-M3 schrieb am 13. März 2012 um 20:02:49 Uhr:
Hallo,also ich werde mir einen Gebrauchten 335 Cabrio in einer BMW Niederlassung zu legen.
Das Auto ist jetzt knapp 1 1/2 jahre alt und hat 17000km runter.
Der Händler sagt zu mir es sei kein Unfall Wagen er müsse aber weil der Vorbesitzer sehr unachtsam
war 3 Teile neulakieren und BMW habe festgehalten das alles was bei lackierarbeiten den wert von 700 Euro übersteigt als Unfallwagen deklariert werden muss... ist das so richtig oder will der mich für dumm verkaufen und mir ein Unfallauto andrehen????
Ei Ei Ei
Ich sage nur 2012
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Für mich eher das übliche Händler-BlaBla... Da wird ein kleiner Lackschaden als Unfallschaden deklariert, damit ein eventuell größerer Schaden juristisch abgedeckt bleibt. Dumm nur, wenn er dann detailliert zusichert, was in welchem Umfang lackiert wurde und warum...
Oder eben doch Tatsache und Wahrheit, dann ist's ja okay... 😉
Zitat:
@George 73 schrieb am 7. Dezember 2015 um 11:49:22 Uhr:
Und deswegen direkt zum Händler und nach der Historie fragen.
Das ist doch die BMW Niederlassung Dreieich wissen die nichts über die Historie des KFZ.Hatte ja den Link von Mobile.de am Anfang hinzugefügt.
@Zeiti Natürlich war damit gemeint wenn ich das Auto am Dienstag kaufe werde ich es trotzdem erst am 1 März anmelden.
Also wenn zweifel da sind gibt es nur 2 mögligkeiten:
1.Ihn nicht kaufen
2.Zur DEKRA fahren und ihn auf unfallschäden checken lassen,so würde ich vorgehen,alles andere ist reine spekulation 😉
Aso: In meinem Kaufvertrag steht (handschriftlich vom Verkäufer, BMW-Haus) "Das Frzg. ist unfallfrei" und "Stoßstange vorne komlett neu lackieren". Wegen Steinschlagschäden. Handschriftlich. Hatte vor knapp 2 Jahren gekauft. Könnte ich denn noch, ggf. über Anwalt, Ansprüche geltend machen.
Zitat:
@Kapers schrieb am 7. Dezember 2015 um 19:22:19 Uhr:
Aso: In meinem Kaufvertrag steht (handschriftlich vom Verkäufer, BMW-Haus) "Das Frzg. ist unfallfrei" und "Stoßstange vorne komlett neu lackieren". Wegen Steinschlagschäden. Handschriftlich. Hatte vor knapp 2 Jahren gekauft. Könnte ich denn noch, ggf. über Anwalt, Ansprüche geltend machen.
Man sollte die Verträge richtig durchlesen und bei zweifel es sein lassen und nicht nach jahren versuchen Ansprüche geltend zu machen.Ich verstehe euch nicht!
Also ich mache immer vor dem Kauf ne probefahrt und lasse denn Verkäufer schonmal den Vertrag schreiben.Und ich unterschreibe erst wenn ich mit der probefahrt fertig bin,denn auch während der Probefahrt können schäden,sei es optisch oder akustisch oder wer weiß noch auftretten!Und wenn alles i.o. ist dann wird erst Unterschrieben,vorher nicht.
Zitat:
@Coolschnut schrieb am 7. Dezember 2015 um 19:42:56 Uhr:
Ich fahre mit dem Teil zur Dekra oder GTÜ und lass in checken.Dann bin ich auf der sicheren Seite.
Genau so,das ist der richtige weg 😉
So, es hat sich alles geklärt.Es waren tatsächlich nur Lackierarbeiten.Rechnung über 760 Euro liegt vor.Habe das Auto gekauft.Allerdings haben sie nach dem lackieren die Stoßstange blöd drangefummelt so dass die Spaltmaße nicht gepaßt haben.Bedingung ist nun dass dies in Ordnung gebracht wird.Habe auch mit dem Voreigentümer telefoniert der mir garantierte dass er keinen Unfall damit hatte.Es war ein älterer Herr.
Gruß Uwe "der jetzt ein 3er Cabrio" hat