Waum Verschulden sich viele für ein Auto??
Ich mache hier mal einen Extra Fred auf um mal Eure Meinungen bezüglich Finanzierung Leasing oder Barzahlung zu erfragen
Wie lange laufen Eure Finanzierungen oder Leasingverträge und was macht ihr im Anschluß wenn das Auto in den Besitz übergegangen ist?
Wie lange fahrt ihr dann das Auto noch?
Wer hat schlechte oder Gute Erfahrungen mit Leasing oder Finanzierung gemacht ?
Beste Antwort im Thema
das einzige, wofür ich Schulden machen würde, wäre ein Haus/Grundstück.
Auto/Motorrad wird bar bezahlt oder nicht gekauft. Muss man es über mehrere Jahre finanzieren, sollte man sich überlegen, ob das Auto nicht ne Nummer zu groß ist...
Ausnahme könnte nur sein, dass die Kreditzinsen vom Hersteller deutlich unterhalb der Anlagezinsen liegen und man somit sein Geld lieber als Tagesgeld anlegt etc. Gilt aber nur, wenn Kaufpreise bei Finanzierung und Barzahlung nahezu identisch sind.
Grüße,
Eric
545 Antworten
Nun entschuldige wenn ich diese Lösung respektiere aber nicht teilen kann. Ein Auto für 1000€ ist schon ein recht altes Auto, alte Autos haben die dumme Angewohnheit in immer kürzeren Abständen in die Werkstaat gehen zu müssen. Die dabei entstehenden Kosten gehen dabei aber auch nicht runter sondern sind gleichbleibend (je Schwere des Schadens). Erschwerend kommt hinzu das ein Auto welches heute nur 1000€ kostet mit Sicherheit nicht über die aktuelle Abgasnorm verfügt um dort nicht noch mehr Geld loszuwerden sollte man nachrüsten. Bei einem 1000€ Auto übersteigt mitunter der Nachrüstsatz den Wert des Autos um einiges, wo liegt da bitte der Kosten/Nutzen Faktor? Da finanziere ich lieber in ein Auto bei dem ich noch am Ende etwas herausbekomme statt in ein Auto Geld zu stecken ( notwendige Reparaturen ) und wenn ich es dann loswerden möchte muss ich noch Geld dafür bezahlen (Sinnbildlich gesehen). Auch ich wollte früher so vorgehen und habe für 800 € ein altes Auto gefahren und dachte mir "komm das fährst du jetzt bis du das Geld zusammen hast für ein richtiges Auto. Doch dann ging dies kaputt und jenes am Ende stand das Auto nur noch in der Werkstatt und das was es dann gekostet hat überstieg immer mehr den Wert dessen was das Auto überhaupt wert war.
Nicht zu vergessen, das viele Leute gar nicht in der Lage sind ein Auto bar zu kaufen. Das war vor 10 Jahren noch drin, heute nicht mehr.
Die Fragestellung kommt in regelmäßigen Abständen hoch. Ich glaube, das es auch weniger um das "Verschulden" an sich geht, sondern eher darum, dass derjenige der die Finanzierung (Leasing, etc.) eingeht, sich der wirklichen Kosten und der damit verbundenen Verpflichtungen bewusst ist. Meiner Meinung nach ist das leider in vielen Fällen nicht der Fall, was häufig dazu führt das die Leute sich Autos finanzieren die eigentlich für sie zu teuer sind, siehe z.B. den aktuell diskutierten Fall von Eyes-Killer.
-Mousi
Ja das ist die Kunst dabei Maß zu halten, wenn ich im Monat 1600 - 1800€ netto hab und vllt noch Familie (m.Kind), kann ich mir kein Auto leisten was 40k-50k kostet. Aber bei vielen setzt glaube ich wirklich das Hirn aus. Ich hatte genau so einen beim Bund, der hat alles gekauft was er kaufen konnte, heute ist er hochverschuldet.
Zitat:
Original geschrieben von xxxGolferIVxxx
...am Ende stand das Auto nur noch in der Werkstatt und das was es dann gekostet hat überstieg immer mehr den Wert dessen was das Auto überhaupt wert war.
Das ist zwar richtig, aber das ist eigentlich ein eher psychologisches Problem. Denn für das Geld, das man bei einem Neuwagenkauf verbrennt, da kann man ein altes Teil aber oft reparieren lassen.
Hätte ich wirklich wirtschaftlich gedacht, dann würde ich meinen alten Fiat immer noch fahren (sofern er noch nicht auseinander gefallen wäre...) und der Alfa stünde jetzt bei jemand anderem vorm Haus. Aber...
Viele Grüße,
Cephalotus
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Hi,
Schulden für ein Auto? Nee, da bin ich wohl zu konservativ (zumindest in dem Punkt). Schulden machen kann man meines Erachtens für eine Immobilie, oder für die Ausbildung, Stichwort BaFöG, aber für ein Auto, oder gar einen Urlaub?
Die teilweise hier vertretene Meinung, Ratenkauf beim Auto wäre nichts anderes als ein Immobilienkredit teile ich nicht, in der Immobilie wohne ich halt, und bezahle halt meine Miete in Form von Zinsen an die Bank, mit dem Vorteil daß sich die Eigentumsverhältnisse von Monat zu Monat ändern, und dadurch bekommt die Bank irgendwann gar nix mehr.
Und zu der Sache mit den Altautos: Ich habe noch nie einen Autowagen gekauft, der jünger als 10 Jahre war. Bei solchen Fahrzeugen ist der Wertverlust sehr überschaubar. Meine aktuelle Alltagsschleuder ist 13, und wird von mir seit knapp 3 Jahren in der Gegend herumgescheucht. Kosten für Wartung und Reparaturen in dem Zeitraum: ca. 500 Taler, und das hätte ich bei einem Neuwagen mit Sicherheit auch, allein für den Service, der für den Erhalt der Garantie notwendig wäre, verbraten.
Schöne Grüße
elcoupe
Ein Neuwagen käme für mich auch nicht in Frage, meine Autos sind in der Regel 2-4 Jahre alt und 4 Jahre fahre ich sie meist auch. Der Grund hierfür liegt für mich in den von Cephalotus angesprochenem Wertverlust der bei Neuwagen mitunter 25% ausmachen kann.
Zitat:
Original geschrieben von xxxGolferIVxxx
Bei einem 1000€ Auto übersteigt mitunter der Nachrüstsatz den Wert des Autos um einiges, wo liegt da bitte der Kosten/Nutzen Faktor?
Wo liegt das Problem, wenn der Nachrüstsatz den Wert des Wagens übersteigt?
Wer so rechnet, beginnt IMHO mit dem falschen Denkansatz. Man sollte die Reparaturkosten eher in Bezug zu den monatlichen/jährlichen Kosten des Wertverlustes eines vergleichbaren Neuwagens setzen. Denn hier liegt die Alternative, welche viele Zeitgenossen wählen, weil sie glauben, damit günstiger zu fahren.
Zitat:
Original geschrieben von michael60
.. ich denke auch, dass in dieser Beziehung besonders kleine oder mittelständische Unternehmen am seidenen Faden hängen. Elektronische Geräte, Autos die Büroräume .. alles kein Eigentum und wenn dann mal ein paar Monate kein Geld nachkommt hat die Firma soviel Miese auf dem Konto, dass das Atmen schwerfällt. Die Selbstverständlichkeit, mit der hier immer auf die steuerlichen Vorteile von Firmenleasing hingewiesen wird, kann sich als schlechter Tipp erweisen.
So ist es.
Leasing als Alternative zum Kauf ist für kleine und mittlere Unternehmen nur dann wirklich sinnvoll, wenn sie die freiwerden Mittel dazu nutzen, die Eigenkapitalquote zu erhöhen.
Was habe ich denn gewonnen in ein fast schrottreifes Auto noch Geld für einen Nachrüstsatz zu investieren? Der Denkfehler liegt darin das man denkt mit dem Nachrüstsatz sei alles erledigt und hätte nie wieder Kosten zu erwarten.
Zitat:
Original geschrieben von xxxGolferIVxxx
Der Denkfehler liegt darin das man denkt mit dem Nachrüstsatz sei alles erledigt und hätte nie wieder Kosten zu erwarten.
Das wäre dann in der Tat auch ein Denkfehler.
Natürlich erfordert die Instandhaltung über die Zeit gesehen noch weitere Mittel. Es muß gewährleistet werden, daß die Schrottreife nicht eintritt, d.h., es darf kein Instandhaltungsstau entstehen. Das ein Fahrzeug mit gerade mal 15-20 Jahren nicht zwangsläufig schrottreif wird, beweisen schließlich zahllose Oldtimer auf unseren Straßen.
Zitat:
Original geschrieben von xxxGolferIVxxx
Nun entschuldige wenn ich diese Lösung respektiere aber nicht teilen kann. Ein Auto für 1000€ ist schon ein recht altes Auto, alte Autos haben die dumme Angewohnheit in immer kürzeren Abständen in die Werkstaat gehen zu müssen. Die dabei entstehenden Kosten gehen dabei aber auch nicht runter sondern sind gleichbleibend (je Schwere des Schadens). Erschwerend kommt hinzu das ein Auto welches heute nur 1000€ kostet mit Sicherheit nicht über die aktuelle Abgasnorm verfügt um dort nicht noch mehr Geld loszuwerden sollte man nachrüsten. Bei einem 1000€ Auto übersteigt mitunter der Nachrüstsatz den Wert des Autos um einiges, wo liegt da bitte der Kosten/Nutzen Faktor?
Das sehe ich anders. Bei einem 10 Jahre alten Auto für 1000 EUR spielt der Fahrzeugwert bei Reparaturen eigentlich keine Rolle, er ist in der Regel wesentlich geringer als der Wertverlust und die Wartungskosten (Garantieerhalt) eines Neufahrzeugs. Im Zweifelsfall fahre ich das 1000 EUR Auto nur 1 Jahre, repariere nichts und verkaufe es dann für 500 EUR weiter. Günstiger kann man eigentlich bald nicht Auto fahren - nur das Prestige fehlt. Der Preis eines Nachrüstsatzes ist wirtschaftlich auch nur insofern interessant, dass das Auto eben eine entsprechende Restnutzungsdauer bis zur Amortisation - bei mir 1 Jahr - haben muss.
Ich habe mein derzeitiges etwa 20 Jahre altes Auto für deutlich weniger als 1000 EUR gekauft. Der Wagen hat Euro 2 (grüne Plakette!) und obwohl in den letzten 2 Jahren Reparaturkosten in höhe von etwa des 3 fachen des "Fahrzeugwertes" angefallen sind, fahre ich trotzdem mit Kilometerkosten (Wartung, Sprit, Reparaturen, Wertverlust *ggg*, Steuern, der Umrüstsatz) von 10 ct.
Welcher Neuwagen kann das? Da mein Auto nicht unzuverlässig ist und alle Reparaturen während der Serviceintervalle erledigt wurden - es also keine ausserplanmässigen Werkstattbesuche gab - sehe ich auch keinen Grund mir ein neues zu kaufen. Ich könnte mir zwar mitlerweile jederzeit ein größeres, neues Auto leisten, aber ich sehe es einfach nicht ein mein hart erarbeitetes Geld so zu verbrennen.
Selbst wenn ein Finanzierungsangebot so günstig ist, dass es dem Barkauf eindeutig vorzuziehen ist, so bleibt immer noch der immense Wertverlust.
Allein wenn man den jährlichen Wertverlust eines vergleichbaren Neuwagens gegenrechnet, kann man eine Menge Geld für Reparaturen ausgeben, bevor man mit dem Altwagen unwirtschaftlich(er) unterwegs ist.
Also manche Leute (so wie ich) fahren mit dem Auto auch in die Arbeit und zwar nicht nur 10km sondern deutlich mehr und mit einem alten Auto fährt man vielleicht günstig das stimmt, aber man ist bei weitem nicht so sicher und komfortabel unterwegs wie mit einem neuern. Stichwort Crashsicherheit, ABS,Airbag,ESP und auch die Klimaanlage im Sommer trägt zur Sicherheit bei und natürlich zum Komfort. Wie gesagt bei Kurzstrecken mag das alles verschmerzbar sein, nicht aber bei mehr wie 100 km täglich.
Der nächste Punkt ist, dass man mit einem alten Wagen natürlich viel eher mal liegen bleiben kann und dass nicht angenehm wenn man in die nächste fremde Werkstatt abgeschleppt werden muss.
Zum Thema Barkauf muss ich sagen, dass ich bei den aktuellen Leasingangeboten eigentlich nie Barkaufen würde sondern mein Geld dafür lieber auf ein schönes Tagesgeldkonto lege und mich über die Zinsen freue.
Zum Thema welche Leute Autos finanzieren/leasen:
Klar ist beides ein Kauf auf Pump in gewisser Weise aber manche Leute sind immer noch der Meinung dass ja jeder jedes Auto leasen könnte, aber die Raten wollen auch erstmal bezahlt werden und bei Autos von 40k und mehr kann ja nicht jeder mit seiner Lohnabrechnung von 1200 Netto wedeln und die Autohändler schreien sofort hier. Sicher gibt es viele Zeitgenossen, die über ihre Verhältnisse leben und dann bei RTL und der Schuldenfalle anrufen müssen, aber deswegen sollte man finanzieren/leasen nicht von vorneherein als Teufelzeug darstellen, denn nicht jeder der finanziert/least hat seine Finanzen nicht im Griff.
Gruß
DarkLoG
Zitat:
Original geschrieben von Dark LoG
...mit einem alten Auto fährt man vielleicht günstig das stimmt, aber man ist bei weitem nicht so sicher und komfortabel unterwegs wie mit einem neuern. Stichwort Crashsicherheit, ABS,Airbag,ESP und auch die Klimaanlage im Sommer trägt zur Sicherheit bei und natürlich zum Komfort.
Solche Sicherheits- und Ausstattungsfeatures kann man auch bei alten Fahrzeugen bekommen. Man muß nur entsprechend suchen.
Zitat:
Original geschrieben von marc-haertel
Ich bin absoluter leasing-befürworter.Ich habe mein Fahrzeug natürlich geleast, da es als Firmenwagen läuft. Aber auch als Privatperson würde ich zum Leasing raten, da man hier wirklich fest kalkulierbare Kosten hat. Finanziert man einnen Wagen oder kauft ein Fahrzeug, trägt man immer das Restwertrisiko.
Laufen hier nicht gerade junge Menschen Gefahr nur eben die Anzahlung zu sehen und die monatlichen Kosten vieleicht noch berechneen, aber die Restsumme wird meistens totgeschwiegen. Viele müssen nach Ablauf des Vertrages einen Ratenkredit aufnehmen um Mobil zu bleiben.