Was spricht für 220 CDI + was spricht für 200k?

Mercedes C-Klasse W204

Ich neugierig auf eure Meinungen. Ist der 220CDI der wirklich "bessere" Motor? Falls ja, wieso? Oder vllt doch der Kompressor, obwohl er mehr verbraucht?

54 Antworten

Ich würde den 200K nehmen, stünde ich vor dieser Entscheidung.

Warum?

Für seine Motorleistung ist er sehr sparsam (ca. 8 Liter/100km) - das war zumindest die 143- und 163PS-Version in C- und E-Klasse. Die Motorleistung reicht absolut aus.

Der C220 CDI ist für Diesel-Verhältnisse sehr durstig. Ein 320d oder A4 2.0 TDI lässt sich sparsamer bewegen. Der Unterschied zum C200K ist nicht gravierend.

Der C220 CDI klingt zudem sehr dieselig, nagelt unaufhörlich vor sich hin (zumindest von außen). Da tu ich mir lieber das Konzert des Kompressors an - die Passanten werden es mir danken...

Die 2142€ Preisdifferenz würde ich mir sparen und in Extras investieren. Der W204 ist sowieso schon zu teuer, von daher darf es ruhig das Einstiegsmodell sein.

der cdi 220 ist richtig flink, fuhr mal hinter ne neue C klasse, der hat beschleunigt, trotz 4 personen im auto sah es sehr flink aus, edel und schnell...

gruss

Wieviel km pro Jahr fähst du so und wie lange hast du vor das Auto zu behalten? Oft Kurzstreckenbetrieb?

Gruß

Preis und andere Faktoren

Nun in puncto Wirtschaftlichkeit, musst du es nunmal von deinem Fahrverhalten, Laufleistungen, Kaufmodalitäten usw. abhängig machen, aber dies wirst du sicherlich schon bedacht haben.

Benziner, auch wenn der Kompressor gewöhnungsbedürftig ist, wie ich finde, durchaus ansprechendes Auto. Der Verbrauch wäre mir zu hoch, wie bei den meisten Benzinern und es fehlt an NM. Wenn dir die Motorcharakteristik eines Benziners zusagt, dann für dich eine gute Wahl.

Allerdings was die Qualitäten (verschiedene Qualitätsdimensionen) der Motoren angeht, so muss ich dann doch eine Lanze für den 220 CDI brechen. (Erfahrungen ohne Automatik, mit besser den 320 CDI).
Er ist schnell, sparsam und beständig. NM Vorteil ist im Alltag für die meisten wichtiger als Prestige PS-Zahlen.
Und das schönste ist, u.a. von der ggf. anders aussehenden Wirtschaftlichkeit, freust du dich bei jedem Tanken über die Füllung, aufgrund der Menge und des Preises, wenn du dabei daran denkst was du für eine Füllung Benzin ausgegeben hättest. Über die Steuer ärgert man sich nur einmal im Jahr, oder auch nicht.

Die Tendenz am deutschen Automobilmarkt hin zum Diesel, weg von den Benzinern (siehe Zulassungszahlen) deute ich mal als zunehmende Vernunft der Käufer.
Es gibt immer noch Benziner-Fanatiker, klar dieser hat auch in bestimmten Teilen seine Daseinsberechtigung (Leistungsspitzen).
Aber für die Ansprüche des täglichen Fahrens erweist sich ein Diesel als besserer Begleiter, probierts mal aus.

P.S.:
Audi 2.0 TDI (125kw), ist aus eigener Erfahrung nur sparsamer, wenn man sich mit dem Gasfuß arg zurückhält und neue Mindestverbrauchsrekorde anstrebt.
Im Mix, Stadt, Land, Autobahn tun sie sich nicht viel.
BMW 320d nun ja, die neusten sollen da ja einen Richtwert für die Klasse angelegt haben.

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Dass Käuferverhalten in D hat doch eher was mit "Anpassen an die gesetzlichen Rahmenbedingungen" zu tun. Allerdings ist dies ja vernüftig.

Der Drehmomentvorteil des Diesel ist dann schnell hin, wenn man ihn mit einem aufgeladenen Benziner - wie der 200K auch einer ist - vergleicht. Allerdings muss man dazu sagen, dass - warum auch immer? - die Benziner anders ausgelegt werden. Dem Diesel gesteht man eine krasse Drehmomentenüberhöhung zu, dem Benziner nicht. Er soll sich klassicher, saugmotorähnlicher fahren, eben obenraus nicht an Kraft verlieren...

Und wenn die Nachfolger der derzeitigen K-Motoren mal anstehen und die Diesel aber mit Abgasnachbehandlung gequält werden, sieht die Welt sowieso wieder anders aus!

Viele Ingenieure sprechen angesichts von TSI, TFSI und Otto-Mager-DE schon von einer Renaissance des Ottomotors!

Fakt ist aber auch: Wenn man nicht viel im Jahr fährt, ist der Benziner einfach billiger! Und abgesehen vom reinen CO2-Hype auch noch umweltfreundlicher... (EU4 ist beim Benziner jetzt schon strenger, weniger CO2 in Produktion, einfacher zu recyclen, Stichwort DPF, weniger NOx und v.a. PAKs, die ja beide sehr giftig sind.)

Gruß

Der C200K (ca. 9-9,5) braucht vielleicht 2 bis 2,5 Liter mehr Super als der C220 CDI Diesel (ca. 7) benötigt. Bei 15.000km im Jahr liegt die reine Spritersparnis bei rund 880€. Steuer und vor allem Versicherung fallen dagegen höher aus als beim Benziner. Bei 20.000km könnte es sich daher eher lohnen.

Der Mehrpreis wird vermutlich vom höheren Wiederverkaufswert aufgehoben. Dennoch wäre ich vorsichtig: ab 2008 folgt der saubere C220 Bluetec, der bedeutend fortschrittlicher ist als der C220 CDI. Das kann dem Wiederverkaufswert bitter ansetzen.

Drehmoment ist nicht gleich Drehmoment. Im Alltag zählt das, was am Rad ankommt. Aufgrund des geringeren Drehzahlbandes des Diesels ist dieser länger übersetzt - es kommt weniger Drehmoment am Rad an. Im Alltag sind die Fahrleistungsunterschiede zwischen C200K und C220CDI eher zu vernachlässigen. Mit beiden schwimmt man sehr gut im Verkehr mit. Die Kompressormotoren bieten für ihren Hubraum (1,8 Liter) sehr viel Kraft im unteren/mittleren Drehzahlbereich und lässt auch bei hohen Drehzahlen weniger nach als der Diesel.

Aber vor einer ausführlichen Probefahrt würde ich nie entscheiden. Im theoretischen Ansatz liegt der Kompressor noch gut im Rennen. Problematisch könnte die Haltbarkeit sein, die in modernen Dieseln sehr eingeschränkt ist (Injektoren, Einspritzpumpe, hochbelastete Turbolader, LMM, usw.). Ein Dauerläufer wie der 200 Diesel wird der 220 CDI nicht (spezifische Leistung = 79,1 statt 36,0/37,5 PS).

Gerade bei den Vierzylindern bekommt man den Mehrpreis aber nicht 1:1 am Gebrauchtwagenmarkt wieder, weil die Einstiegsmotoren einfach prinzipiell am wertstabilsten sind... Und das mit dem C220 Bluetec ist auch richtig, sollte der wirklich schnell nachfolgen bzw. prinzipiell der neue OM651 schon nächstes Jahr kommen, dürfte das sehr auf den Wiederverkaufswert der derzeitigen C220 CDI drücken.

Und was die meisten neben Steuern und Versicherung noch gerne vergessen: Der Diesel hat auch die höheren Wartungskosten, u.a. durch eine größere Ölfüllmenge. Oft auch kürzere Intervalle, etc...

Gruß

Bei den Wiederverkaufsprognosen wäre ich auch vorsichtig. Bei kleinerem Mehrpreis (2000€ sind noch recht wenig) kann man ruhigen Gewissens dafür den u.U. höheren Gebrauchtwagenpreis vernachlässigen. Es kommt auch immer sehr darauf an, wann (nach welchem Alter/Laufleistung) man den Wagen verkauft. Die höheren Wartungskosten müsste man auch mit ins Kalkül ziehen. Dies vergisst man aber immer wieder gern, vor allem auch, weil die Kostenbilanz wenig transperent erscheint. Im Zweifelsfall würde ich also immer den Benziner bevorzugen. Sollte es rein rechnerisch zu einem Grenzfall kommen (keiner von beiden ist wesentlich günstiger), dann lasse ich meinen Bauch entscheiden.

Einstiegsmotoren mit moderater Ausstattung sind am wertstabilsten (aktuell sind das ja noch C200K und C220CDI so wie damals beim W203). Doch beim W203 waren der C200K und der C220 CDI auch schon am Empfehlenswertesten. Die minimal schwächeren C180K und C200CDI (folgen noch) könnten die Beliebtheit der stärkeren R4-Vertreter schmälern. Doch die C-Klasse ist kein Leichtgewicht. Für souveräne Fahrleistungen dürfen es heute gerne 170-Diesel-PS sein...

Zitat:

Original geschrieben von 3Xodus


Drehmoment ist nicht gleich Drehmoment. Im Alltag zählt das, was am Rad ankommt. Aufgrund des geringeren Drehzahlbandes des Diesels ist dieser länger übersetzt - es kommt weniger Drehmoment am Rad an. Im Alltag sind die Fahrleistungsunterschiede zwischen C200K und C220CDI eher zu vernachlässigen. Mit beiden schwimmt man sehr gut im Verkehr mit. Die Kompressormotoren bieten für ihren Hubraum (1,8 Liter) sehr viel Kraft im unteren/mittleren Drehzahlbereich und lässt auch bei hohen Drehzahlen weniger nach als der Diesel.

Übersetzung hin oder her, aber von den 400Nm bleiben beim 220CDI noch genug am Rad übrig, um den 200K diesbzgl. zum "hektischen Schalter" zu machen.

und was meint ihr? macht sich der 200k mit der automatik gut?

Automatik ist immer gut... 😁

Nein, im Ernst: Die Automatik am 200K ist immernoch top. Und als Benziner mit kürzerer Übersetzung und mehr Spontandrehmoment fährt er auch deutlich agiler als ein Diesel an, wobei ich den W204 220CDI noch nicht gefahren bin. Aber bisher hatten ALLE Diesel, die ich mit Automatik gefahren bin, eine gewisse Anfahrschwäche. (Immer in Relation zur absoluten Motorleistung)

Aber wie viele km im Jahr fährst du nun eigentlich?

Gruß

Also nochmal danke an alle für die schnellen Antworten, ihr habt mir weitergeholfen!
Hallo theStig, alles top gear bei dir?
also im jahre fahre ich so ca. 15t km.

Gruß

Alan

Also bei nur 15tkm würde ich den Benziner nehmen...

Gruß

um nochmal auf den Wiederverkaufswert zu kommen: natürlich verliert der 220 cdi an wert wenn der "neue" Motor kommt, aber es kommt ja auch sicherlich ein neuer Vierzylinder Benziner Motor. Dh da wird dann der 200 Kompressor auch an Wert verlieren. Ausserdem hört man ja immer wieder das der 220 cdi auf dem Gebrauchtwagenmarkt die grösste Nachfrage hat. Also ich bin mit unserem neuem 220 cdi sehr zufreiden, obwohl ich nicht sagen kann wie sich der 200 kompressor fährt. Mehr Leistung braucht man eigentlich nicht und unser Verbrauch hat sich nach 1300 km bis jetzt auf 7,3 Liter eingependelt, Denk das geht in Ordnung. Würde mir aber auch den 200 Kompreessor mit Automatik holen, bin mir sicher das die nämlich auch da ihren Dienst ganz Ordentlich erfüllt.

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