Warum funktioniert ein Tempomat erst ab ca. 30 KM/H?
Hallo,
ich fahre in geschwindigkeitsbegrenzten Straßen gerne mit dem Tempomat und konzentriere mich dadurch auf das Fahren und nicht auf den Tacho.
Leider ging das bei allen Autos bislang erst ab etwa 30 KM/H.
In anderen Foren habe ich alte Beiträge gelesen, dass die "Gebersignale" darunter zu ungenau seien.
Aber in GPS- Zeiten müsste es doch inzwischen auch darunter machbar sein.
Gerne würde ich die Funktion auch in 20`er und besonders 7' er- Tempo-Bereichen nutzen.
Gibt das auch heute noch die Technik wirklich nicht her?
Gruß vom
Golfkäfer
Beste Antwort im Thema
Um zu vermeiden dass jemand das hier nachmacht? 😉
132 Antworten
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 22. März 2024 um 08:49:29 Uhr:
Schon auf der Seite wurde der Grund genannt, gesetzlich festgelegt (ECE-Regelung 89). Warum das aber für notwendig erachtet wurde, konnte keiner erklären.Gruß
Uwe
Ja, eben🙂 - trotzdem danke.
Zitat:
@autobilder schrieb am 21. März 2024 um 07:04:18 Uhr:
Darf man auf einen 5 Jahre alten Beitrag nicht antworten?
Wenn man die selben Sätze sagt, wie vor 5 Jahren, macht es keinen Sinn. Nutzt man aber die Diskussion für ein Update, weil neue Assistenzsysteme auf den Markt gekommen sind, macht es sinn. Die Frage, warum ein Tempomat erst ab 30KMH greift, ist veraltet. Jetzt muss es heißen, warum es bei einigen Fahrzeugen unter 30KMH funktioniert.
Damals hat man sich wohl gedacht, dass die Autofahrer nicht so aufmerksam sind, wenn die mit Tempomat fahren. 30er Bereiche wurden eingerichtet, damit auf einer kürzeren Strecke reagieren kann. Also hat man das so einprogramiert. Heute bremsen Fahrzeuge automatisch, oder der Tempomat hällt den Abstand, wenn man dieses Assistenzsystem verbaut hat.
Zitat:
@MvM schrieb am 22. März 2024 um 09:00:00 Uhr:
Damals hat man sich wohl gedacht, dass die Autofahrer nicht so aufmerksam sind, wenn die mit Tempomat fahren.
Heute weiß man, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Aufmerksamkeit, die man sonst für die Beachtung der Geschwindigkeit braucht, steht nun anderweitig zur Verfügung und man braucht auch nicht mehr den rechten Fuß für das Gaspedal. Stattdessen hat man ihn an Stellen, an denen man Überraschungen erwarten kann, bereits über dem Bremspedal und kann sofort zutreten ohne erst noch umsetzen zu müssen.
Deinen letzten Satz würde ich nicht so allgemein stehen lassen.
Das trifft eher auf erfahrene Verkehrsteilnehmer zu oder jene mit der nötigen Empathie.
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Zu dem Thema noch ein interessanter Aspekt, wenn das Fahrzeug über einen Abstandstempomaten (ACC) verfügt.
Etwas Off Topic, passt aber dennoch zum Thema:
Bei meinem Skoda Octavia IV kann ich den adaptiven Tempomaten nicht auf einen nicht-adaptiven umschalten. Wenn ich dann bei 30km/h den Tempomaten eischalte, ist die Gefahr riesig, dass er völlig plötzlich stark bremst, weil er irgendeinen Mist erkennt. Dabei muss man auch damit rechnen, dass er sich abwürgt. Das habe ich vielleicht 5 Mal gemacht und 3 mal hat er völlig unsinnig stark gebremst. Von daher ist für mich klar, dass ich ACC nicht mehr in der Stadt nutze (ausgenommen natürlich gut ausgebaute Straßen ohne Fußgänger etc).
Schade, dass man dem Fahrer hier nicht (mehr) die Möglichkeit gibt, selbst zu entscheiden, ob der Tempomat in dem Moment adaptiv sein soll oder nicht.
Hat der SportsVan auch gemacht mitten in Berlin. Ich wollte rechts an einem linksabieger vorbei und an der Seite parkten Autos.
Der SportVan war der Meinung das passt nicht und hat mal den Anker geworfen. Mein Hintermann hing mir fast im Kofferraum.
Die Bremsung war völlig unnötig,denn durch die Lücke wäre ich mit meinem eigenen durchgekommen und auch für einen 3.5Tonner war noch Platz.
Und ob ein ACC Fahrer die Straße aufmerksamer beobachtet als einer ohne, vage ich zu bezweifeln.
Zitat:
@MvM schrieb am 22. März 2024 um 09:00:00 Uhr:
Wenn man die selben Sätze sagt, wie vor 5 Jahren, macht es keinen Sinn. Nutzt man aber die Diskussion für ein Update, weil neue Assistenzsysteme auf den Markt gekommen sind, macht es sinn. Die Frage, warum ein Tempomat erst ab 30KMH greift, ist veraltet. Jetzt muss es heißen, warum es bei einigen Fahrzeugen unter 30KMH funktioniert.Damals hat man sich wohl gedacht, dass die Autofahrer nicht so aufmerksam sind, wenn die mit Tempomat fahren. 30er Bereiche wurden eingerichtet, damit auf einer kürzeren Strecke reagieren kann. Also hat man das so einprogramiert. Heute bremsen Fahrzeuge automatisch, oder der Tempomat hällt den Abstand, wenn man dieses Assistenzsystem verbaut hat.
Kannst du das belegen? Ich habe ja in meiner Antwort geschrieben, dass es da bspw. bei Audi damals einen technischen Grund gab.
https://www.motor-talk.de/.../...-erst-ab-ca-30-km-h-t6562343.html?...
BTW: Wurde damals schon bei meinem Model geplant, dass es bis Stop and Go kann. DAs wäre dann vor weit als 5 Jahren so gewesen. Das zweite Radar-Modul hat es am Ende einfach nicht mehr geschafft, so dass ein Blatt Papier in die ersten Bordhefte der B8s gelegt wurde wo drin steht, dass er eben nicht bis StopAndGo unterstützt sondern nur bis 30kmh. Im B9 danach war es danach gleich integriert. Im A6-Modell was kurz nach dem B8 auf dem Markt kam war es dann auch drin.
Zitat:
@TechnikSpezi schrieb am 22. März 2024 um 09:38:16 Uhr:
Dabei muss man auch damit rechnen, dass er sich abwürgt.
ACC macht meiner Meinung nach nur in Verbindung mit Automatik oder im BEV Sinn.
Ich nutze meinen intensiv, auch in Tempo 30-Bereichen. Überraschende Notbremsungen kenne ich so nicht, meiner verzögert erst einmal langsam und zeigt im Display, was er meint zu erkennen. Dann kann man ihn auch einfach durch sanftes Treten aufs Fahrbedal (Gas passt beim BEV nicht) überstimmen.
Für Vollbremsungen ist der FrontAssist (Notfallassistent) zuständig, der ist aber auch bei abgeschaltetem ACC aktiv. Aber auch der warnt i.d.R. vorher und gibt einem die Möglichkeit, zu reagieren.
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 22. März 2024 um 15:34:04 Uhr:
ACC macht meiner Meinung nach nur in Verbindung mit Automatik oder im BEV Sinn.
Wieso das? Auf der Landstraße z.B. fahre ich z.B. hinter einem Fahrzeug hinterher und nutze immer den selben Gang, auch wenn das vorherfahrende Fahrzeug seine Geschwindigkeit etwas variiert. Da ist ACC ganz praktisch. Klar in Verbindung mit einer Automatik ist der Nutzungsumfang größer, aber dass ACC ohne Automatik keinen Sinn macht, stimmt aus meiner Sicht und auch Erfahrungen einfach nicht.
Gruß
Uwe
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 22. März 2024 um 15:43:19 Uhr:
Klar in Verbindung mit einer Automatik ist der Nutzungsumfang größer, aber dass ACC ohne Automatik keinen Sinn macht, stimmt aus meiner Sicht und auch Erfahrungen einfach nicht.
Das hatte ich im Sharan. So richtig Freude hatte ich damit nicht...
Ohne Einschränkungen in der Bedienung/ Nutzung ist ACC nur mit Automatik nutzbar.
Beim manuellen Getriebe kann ACC z.B. nicht unbegrenzt wieder beschleunigen, wenn dadurch ein Gangwechsel nötig ist.
Ist doch logisch, dass ACC über den Gangwechsel nicht funktioniert, braucht man aber häufig auch nicht. Ich nutze ACC eher auf Strecken die ich annähernd mit konstanter Geschwindigkeit fahren und somit also ohne Gangwechsel. Dafür ist es auch beim Schalter geeignet und somit macht es im Gegensatz zu der Aussage weiter vorne auch Sinn.
Gruß
Uwe
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 22. März 2024 um 15:56:43 Uhr:
Ich nutze ACC eher auf Strecken die ich annähernd mit konstanter Geschwindigkeit fahren und somit also ohne Gangwechsel. Dafür ist es auch beim Schalter geeignet und somit macht es im Gegensatz zu der Aussage weiter vorne auch Sinn.
Dafür ja. Mit Automatik / BEV erweitert sich das ganze noch auf den Stopp & Go-Verkehr: automatisches Anhalten und Nachfahren, wenn der Vordermann wieder losfährt. Mit dem Sharan musste ich regelmäßig in Richtung Stuttgart, durch den ewigen Stau bei Pforzheim. Wie hat mich die Pumperei mit dem linken Bein genervt...
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 22. März 2024 um 15:56:43 Uhr:
...
Ja, es ist für den Schalter geeignet, allerdings mit Einschränkungen im Nutzungsumfang.
Ich kann die Formulierung gerne ändern in
"So richtig Sinn ergibt ACC erst mit Automatik, da es dann alle Stärken ausspielen kann." BEV sind da mit eingeschlossen.
Das dürfte eigentlich aus den vorangegangen Kommentaren ersichtlich gewesen sein.
Zitat:
@Rockville schrieb am 21. März 2024 um 21:06:13 Uhr:
Ja, schon klar. Während ich aber sonst einfach rechtzeitig vom Gas gehe und rollen lasse und nur bei Bedarf bremse, muss ich hier zwingend an jeder Einmündung bremsen und dann die Geschwindigkeit über die resume-Taste wieder aufnehmen. Da erscheint es mir doch logischer, das ganze per Pedal zu machen.
Öhm, ist doch egal ob du mit dem rechten zeh drückst oder mit dem linken Daumen. Der Punkt ist aber das du beim Daumenmodus auch nicht mehr drauf achten muß ob Du zu schnell oder zu langsam wirst. Das Auto fährt einfach seine vorherige Geschwindigkeit. Und nicht nur das, ich kann auch - mini-joy-stickgleich - mit dem Daumen Gasgeben/verzögern.
Wer 20 Jahre hardcore-Tempomat gefahren ist ärgert sich über jedes bewegen des rechten Fußes 😁