Warum Bremsentausch hinten - aber vorn noch top?

VW Golf 6 (1KA/B/C)

Hallo in die Runde,

im Rahmen einer 180.000km-Inspektion (140PS TDI) mussten meine hinteren Bremsklötze und (angeblich) auch Scheiben getauscht werden. Allerdings wurden die vorderen (ebenfalls ersten) Bremsen als noch ausreichend betrachtet. (Beides hatte ich nach dem Winterreifentausch bereits "geahnt"😉.
Allerdings - wie kann es sein, dass die hinteren Bremsen sich derart schnell verabschieden bzw. woran liegt das?

Danke!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Nix-WA schrieb am 3. Dezember 2016 um 10:05:09 Uhr:


Klar, aber warum sind dann die Klötze hinten runter? Und, es ist mir klar, wenn die Bremsleistung zum größten Teil nach vorn geht, warum ist dann dort noch alles ok?

Gruss

Weil die Belagfläche u. Belagstärke wesentlich größer ausgelegt ist.

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Zitat:

@Jubi TDI/GTI schrieb am 3. Dezember 2016 um 13:06:49 Uhr:



@lwinni

Zitat:

@Jubi TDI/GTI schrieb am 3. Dezember 2016 um 13:06:49 Uhr:



Zitat:

War schon immer so, speziell bei Vorausschauendfahrenden, die gelegentlich gerne scharf in die Kurve gehen!

Warum sollte speziell bei vorausschauender Fahrweise die hinteren Bremsen stärker verschleißen, am gelegentlichen ESP Eingriff kann das wohl auch kaum liegen.

Ist im Kontext zu sehen.

Vorausschauendes fahren sorgt für geringen Verschleiß.

Gelegentliches Kurvenräubern oder ähnliches für den deutlich höheren ESP-Eingriff hinten.

Ich hatte mal eine Autobahnauffahrt etwas schneller genommen, da hat das ESP schon zügig fast ausschließlich hinten gegriffen.

Wenn man sehr oft mit der Motorbremse in Kurven unterwegs ist, dann wird das ESP hinten auch mehr ausgenutzt.

Nur so kann ich mir bei meinem Fahrstil den deutlich höheren Verschleiß hinten erklären.
Bei aktuell knapp 297 TKm ist vorne noch alles original und hinten bei ca. 240 TKm wurde die Bremse komplett gewechselt, wobei dies Bremsscheiben noch OK waren, aber die Kosten im Verhältnis ja nichts...

Sorry, aber deine Fahrweise hört sich eher so an, als wärst du auf der Nordschleife zu Hause. 😁

Außer bei provozierten Tests im Schnee um einmal die Wirkungsweise von ESP auszuloten, wüsste ich nicht, dass ich die letzten 95.000km auch nur ein einziges mal im Grenzbereich gefahren bin, wo das ESP mich einbremsen musste und dennoch waren meine hinteren Bremsbeläge 22.000km eher fällig als die vorderen.

EDIT: Und nicht weil die Scheiben verrostet waren, oder ein schlechtes Tragbild hatten, wie einige User hier berichtet haben. Nur die Klötze waren runter.

Die Scheibe auf dem Bild im Anhang ist die erste nach 95.000km, aufgenommen letzten Monat beim Räderwechsel.

2016-11-04-09-48-26

Zitat:

@Jubi TDI/GTI schrieb am 3. Dezember 2016 um 13:06:49 Uhr:



Zitat:

@Golfschlosser schrieb am 3. Dezember 2016 um 10:23:23 Uhr:


[.....]
Weil die Belagfläche u. Belagstärke wesentlich größer ausgelegt ist.

Naja, sooo "wesentlich" ist der Unterschied auch wieder nicht, dass wie bei mir, die vorderen 2 Jahre/22.000km (!) länger gehalten haben als die hinteren!

Das läppert sich aber schnell zusammen. Die Bremsbeläge der Vorderachse sind ja schon 3 mm stärker und macht prozentual schon über 15 % aus. Dann sind an der Vorderachse größere Scheiben verbaut, dadurch wächst der Belag um 17 mm radial nach außen, die Länge des Belages ist auch wesentlich größer, so dass mAn hier mehr Belagmasse als Bremsleistung eingespart wurde. Die Bremsleistungsverteilung liegt ja bei etwa 2/1 (v/h).

Bei meinem Rentnergolf war der Unterschied noch großer. 110 tkm auf der HA u. 145 tkm auf der VA. Die Beläge der Hinterachse könnten durchaus noch paar Km mehr leisten, wenn diese nicht vorzeitig in den Belagführungen festgammeln würden.

Zitat:

Normal ist das definitiv nicht, ansonsten hätte VW die Verschleißwarnung nicht ausschließlich an der Vorderachse. Hatte es durch Zufall beim Wechsel auf die Winterräder gesehen, ein paar Wochen später wären auch meine Scheiben hinüber gewesen.

Warum sollen deswegen die Scheiben hinüber gehen? Wenn man beim bemerken des Schrabbelns von Metall auf Metall nicht noch tausende km abspult, passiert den Scheiben nix, wobei es fraglich ist, diese aus Kostengründen an der Hinterachse nicht zu tauschen.

Interessant was da so alles kaputt gefr

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Zitat:

@Golfschlosser schrieb am 4. Dezember 2016 um 11:33:05 Uhr:


[.....]
Warum sollen deswegen die Scheiben hinüber gehen? Wenn man beim bemerken des Schrabbelns von Metall auf Metall nicht noch tausende km abspult, passiert den Scheiben nix, wobei es fraglich ist, diese aus Kostengründen an der Hinterachse nicht zu tauschen.

Naja, bezüglich der Haltbarkeit der Scheiben bei Eisen auf Eisen bin ich anderer Meinung, die sollten in dem Fall sehr schnell hinüber sein.

Die hinteren Scheiben wurden auch nicht aus Kostengründen nicht getauscht, sondern weil die Materialstärke noch locker für den 2. Satz Bremsbeläge ausgereicht hatte. Wieso sollte man also die Scheibe wechseln, wenn es definitiv nicht nötig ist?

Auch hier noch einmal das Bild mit der 1. Scheibe, 34.000km nach dem Wechsel der Beläge.

2016-11-04-09-48-26

Zitat:

@Jubi TDI/GTI schrieb am 4. Dezember 2016 um 11:52:46 Uhr:



Naja, bezüglich der Haltbarkeit der Scheiben bei Eisen auf Eisen bin ich anderer Meinung, die sollten in dem Fall sehr schnell hinüber sein.

Mal überlegen. Wo schrabbelt es zuerst?
Da der Belag nicht ganz bis zum Rand der Scheibe reicht, bleibt ja außen der berüchtigte Grat stehen. Da die Rückenplatte des Belages eben ist, sollte genau dieser Bereich als erstes abgetragen werden und dies macht ja nun wirklich nichts aus. An der Vorderachse habe ich den auch mit der Hexe weggeschliffen sodass der Prüffuzzi nix zu meckern hat.

Zitat:

Die hinteren Scheiben wurden auch nicht aus Kostengründen nicht getauscht, sondern weil die Materialstärke noch locker für den 2. Satz Bremsbeläge ausgereicht hatte. Wieso sollte man also die Scheibe wechseln, wenn es definitiv nicht nötig ist?

Nötig wäre es an meinem auch nicht gewesen. Da ich die Scheiben, zwecks besserer Reinigungsmöglichkeit an den Belagführungen, abnehmen wollte und diese mit der Radnabe verwachsen war, wollte ich nach dem Gebrauch des Abziehers diese nicht mehr remontieren. So teuer sind diese ja nun wieder nicht.

Ich verbaue grundsätzlich neue Scheiben bei jedem Belagwechsel. Nur dann ist die Bremse wie beim Neuwagen

Zitat:

@robero schrieb am 4. Dezember 2016 um 13:43:17 Uhr:


Ich verbaue grundsätzlich neue Scheiben bei jedem Belagwechsel. Nur dann ist die Bremse wie beim Neuwagen

Das war mir dann auch wichtiger, nach guten 200 Tkm braucht man nicht unbedingt an den paar € zu sparen.

Eventuell hilft ja das Codieren des Regenwischens.
Bei mir sind die Scheiben immer sauber.

Mit freundlichen Grüßen

Rotkehle

p.s.

(03) Bremsenelektronik
(10) Anpassen
(Kanal 55) auf 1 setzen

Bremsenscheibenwischer BSW

Diese Funktion hat die Aufgabe die Bremsscheiben bei Regen zu trocknen und zu säubern.
Die Funktion wird aktiviert wenn die Scheibenwischer für länger als 5 Sekunden eingeschaltet werden (manuel oder automatisch).
Dabei werden die Bremsbeläge mit minimalen Bremsdruck angelegt und der Vorgang wird regelmäßig wiederholt solange die Scheibenwischer eingeschaltet bleiben.

0 = Bremsscheibenwischer inaktiv
1 = Bremsscheibenwischer aktiv

@Iwinni
Das war mir dann auch wichtiger, nach guten 200 Tkm braucht man nicht unbedingt an den paar € zu sparen.

Na ja Iwinni, mit mehr als 200€ brutto würde ich aber schon rechnen!

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