Wartungsplan
Komme mir etwas blöd vor, aber ich kann nicht mehr diese Tabellen finden, wo es steht, was man bei 2500 km, 5000 km, 10000 km alles machen soll. Kann mir jemand mit einem Link helfen? Bei mir ist es gestern 2500 km auf dem Tacho geschlagen (bei der Vollresto wurde der Zähler genullt) und ich möchte meinem Käferchen die nötigen Streicheleinheiten spendieren. Ölwechsel habe icb gerade gemacht, aber da war sicherlich mehr drin. Wahrscheinlich kann ich nicht alles selber machen, aber was machbar ist, würde ich es sehr gerne selbst übernehmen. Für die Härtefälle habe ich meinen Käferguru da. Die Option ist also immer da.
Beste Antwort im Thema
Oder es war einfach Zufall, dass dort "erneuern" steht. Einfach so geschrieben, wie man es beim ersten mal formuliert hat. Jeder hat gewusst was gemeint war und keiner hat mehr tiefer drüber nachgedacht (bis jetzt) 😉
545 Antworten
Mach dir da keine zu großen Sorgen. Wenn er sich normal fährt, gut anhört, das gas gut annimmt etc, ist alles gut.
Wenn er frisch restauriert wurde, (meinst du damit auch den Motor? Mit spalten, neu lagern etc?) dann setzt sich alles noch etwas, die Teile arbeiten sich ein. Hier wäre ein "einfahrprogramm" mit verkürzten ölwechsel- und wartungsintervall anzuraten. Oder wäre gewesen.
Jedenfalls Glückwunsch, dass du es (endlich) doch mal geschafft hast, dich dran zu trauen. Das nächste mal wirds wieder leichter, usw.
Schön, dass du nun auch mal Hand anlegen konntest 🙂
Zum Video: ohne das haptische Feedback ist es leider schwer zu sagen, ob das Spiel passt oder **zu weit** ist. Die 0.15mm Blatt sollte sich "saugend" durch den Spalt bewegen. Das bedeutet, dass es mit **etwas** Widerstand durch den Spalt gezogen und geschoben werden kann. Zumindest hast du aber schon mal nicht zu wenig Spiel 😉
Zitat:
@schleich-kaefer schrieb am 7. September 2020 um 14:05:15 Uhr:
Aber das Wichtigste ist wohl das, dass so viele Ventile zu wenig Spiel hatten. Als ich mich in das Thema eingelesen habe, habe ich oft gelesen, dass zu wenig Spiel katastrophal ist. Das war hier definitiv zu wenig. Ich mache mir echt jetzt Sorgen. Ist der Motor jetzt geschrottet? Hat er einen Schaden? Wie kann man den Zustand überprüfen, ohne ihn auszubauen und zerlegen? Lieder weiß ich nicht, wie lange das schon so ist. Restauriert wurde er 2016, oder 2015. Da wurde das Spiel ganz sicher eingestellt. Ich frage mich nur, warum das jetzt so falsch ist. Seit dem ist das Auto nur 2700 km gefahren. Ventilspiel soll man laut VW alle 10000 km überprüen und ggf. einstellen.
Dass das Spiel über die Zeit abnimmt ist ganz normal. Weiter wird es eigentlich nur, wenn sich die Kontermutter von alleine lösen sollte 😁
Wenn der Motor neu aufgebaut wurde, sollte man das Spiel am Anfang häufiger kontrollieren (nach 50km, nach 500km, dann normale Intervalle). Falls das nicht gemacht wurde, ist klar, dass das deutlich zu klein ist. Das neue Material muss sich erst etwas "setzen".
Ob dein Motor nun davon Schaden genommen hat wird dir niemand auf die Ferne sagen können. War sicherlich nicht gut, mit zu geringem Spiel zu fahren, aber sooo viel scheinst du ja jetzt auch nicht gefahren zu sein. Ich würde mir da jetzt keinen zu großen Kopf machen. Jetzt ist es ja wieder korrekt eingestellt 🙂
Gratuliere. 🙂
Es ist normal, daß das Spiel mit der Zeit knapper wird - daher muß man es ja kontrollieren.
Gefährlich wird es eigentlich primär am Auslaßventil, da dort ja die heißen Auspuffgase vorbeiströmen und das Ventil, das in geöffnetem Zustand ja mitten im Heißgasstrom "schwebt", kann die Hitze, die es aufgenommen hat, nur dadurch wieder (an den Ventilsitz bzw. Zylinderkopf) abgeben, daß es dort satt aufliegt, nachdem es vollständig geschlossen hat. Wenn im Zündungs-OT-Bereich Spiel gegeben ist, kann man sicher davon ausgehen, daß es das auch tut.
Kritisch wird es somit nur dann, wenn Du an Deinem Motor schon unrunden Lauf und Leistungsverlust bemerkst, daraufhin (endlich einmal) das Ventilspiel prüfst und dann womöglich am einen oder anderen Auslaßventil Null Spiel bemerkst. Dann ist ziemlich sicher schon der Ventilteller angebrutzelt und das Ventil dichtet nicht mehr. Vielleicht noch rettbar durch neues Ventil und Einschleifen des Sitzes. "Fährt" man so weiter, bricht irgendwann ein Teil des Tellers ab, hat ein Rendezvous mit Kolben und / oder Zylinder und der ganze Motor ist Schrott.
Du hattest überall Spiel, wenn auch tw. recht wenig - sollte eigentlich alles noch gut sein.
Prüfen könntest Du, wenn Du unbedingt willst, die Kompression an den einzelnen Zylindern - wenn sie sich im Toleranzbereich bewegt und die Werte voneinander nicht zu sehr abweichen, ist alles gut. Siehe Literatur...
Woher hast Du das Ventilspiel-Prüfintervall von 10.000 km??? Angesagt wären 5.000...
Zitat:
@Beetle1960 schrieb am 7. September 2020 um 14:21:44 Uhr:
Mach dir da keine zu großen Sorgen. Wenn er sich normal fährt, gut anhört, das gas gut annimmt etc, ist alles gut.Wenn er frisch restauriert wurde, (meinst du damit auch den Motor? Mit spalten, neu lagern etc?) dann setzt sich alles noch etwas, die Teile arbeiten sich ein. Hier wäre ein "einfahrprogramm" mit verkürzten ölwechsel- und wartungsintervall anzuraten. Oder wäre gewesen.
Jedenfalls Glückwunsch, dass du es (endlich) doch mal geschafft hast, dich dran zu trauen. Das nächste mal wirds wieder leichter, usw.
Danke Dir Beetle für emuternde Worte! Das tut gut in solchen Momenten. Und danke für die Glüclwünsche. Ja, der Anfag ist schwer. Und ich weiß, dass ich mir manchmal auch selber die Sachen verkompliziere ;-)
Was ganz genau am Motor gemacht wurde, weiß ich leider nicht. Auf jeden Fall wurde er aufgemacht und.. ja.. revidiert - was auch immer das heißt. Auf jeden Fall wurde nach 200 km, oder so, nach der Restaurierung das Öl nochmal gewechselt - habe mal im Gesprech erfahren, als ich über das Öl mit denen geredet habe. Da es ganz fite Leute sind, denke ich auch, dass das Öl nicht das einzige war, was sie nach diesem 200-km-Einfahren gemacht haben. Aber ob das Ventilspiel geprüft wurde, sorry, keine Ahnung.
Von den gleichen Leuten wollte ich mir gerade einen Alltagskäfer kaufen (habe hier berichtet). Eine Sache hat dem Typ Bauchschmerzen bereitet: nämlich dass er einen frisch restaurierten Käfer direkt an mich verkauft. Er meinte, es kommt immer etwas raus, so dass er nach 200..500 km gerne alles nochmal checken wollte. Dann gehe ich davon aus, dass er vor vier Jahren mit meinem Käfer auch so gemacht hat.
Inzwischen hat Dein Motor ja sicherlich die Einfahrphase hinter sich und alles hat sich eingespielt. Ich rate Dir nun, nach ca. 1000 km das Ventilspiel aus Sicherheitsgründen noch einmal zu kontrollieren und mit dem zu vergleichen, was Du nun eingestellt hast. Das Spiel sollte bis dahin nur minimal kleiner geworden sein, wenn überhaupt. Es sollte aber gleichmäßig kleiner werden. Wichtig ist, dass da nicht ein Ausreißer dabei ist, also ein Ventil dessen Spiel deutlich schneller kleiner wird als das der anderen Ventile. Das wäre ein Alarmsignal, dem man dann nachgehen sollte. Ist das aber alles in Ordnung kannst Du dann zum üblichen Kontroll-/Einstellintervall von 5000 km übergehen.
Viele Grüße,
Peter
Zitat:
@Naxel63 schrieb am 7. September 2020 um 15:04:25 Uhr:
Gratuliere. 🙂
Danke! 🙂
Zitat:
Es ist normal, daß das Spiel mit der Zeit knapper wird - daher muß man es ja kontrollieren.
Gefährlich wird es eigentlich primär am Auslaßventil, da dort ja die heißen Auspuffgase vorbeiströmen und das Ventil, das in geöffnetem Zustand ja mitten im Heißgasstrom "schwebt", kann die Hitze, die es aufgenommen hat, nur dadurch wieder (an den Ventilsitz bzw. Zylinderkopf) abgeben, daß es dort satt aufliegt, nachdem es vollständig geschlossen hat. Wenn im Zündungs-OT-Bereich Spiel gegeben ist, kann man sicher davon ausgehen, daß es das auch tut.
Kritisch wird es somit nur dann, wenn Du an Deinem Motor schon unrunden Lauf und Leistungsverlust bemerkst, daraufhin (endlich einmal) das Ventilspiel prüfst und dann womöglich am einen oder anderen Auslaßventil Null Spiel bemerkst. Dann ist ziemlich sicher schon der Ventilteller angebrutzelt und das Ventil dichtet nicht mehr. Vielleicht noch rettbar durch neues Ventil und Einschleifen des Sitzes. "Fährt" man so weiter, bricht irgendwann ein Teil des Tellers ab, hat ein Rendezvous mit Kolben und / oder Zylinder und der ganze Motor ist Schrott.
Du hattest überall Spiel, wenn auch tw. recht wenig - sollte eigentlich alles noch gut sein.
Etwas war es tatsächlich, wenn auch manchmal nicht viel (3 und 4). Ich habe als Erstes immer an den Kipphebeln gewackelt. Als ich dann an dem dritten war höre und spürte ich sofort, dass hier was nicht stimmt. Es war einfach anders als beim ersten. Die Fühlerlehre hat es bestätigt. Und noch war es anders. Als ich den Ventildecken angenommen habe, kam ein Benzingeruf. Auf der linken Seiten habe ich das nicht festgestellt.
Zum Thema Leistungverlust. Ich habe leider nicht wirklich einen Vergleich, weil es mein erster Käfer ist und 40 PS reisen ja den Asphalt nicht ab, aber ich hatte zwei oder drei Mal die Gelegenheit einen 34 PS Käfer zu fahren und mir ist aufgefallen, dass die vielleicht besser beschleunigt haben. Nachdem ich in letzter Zeit so viel gelesen habe fügt sich das Puzzle zusammen. Zu wenig Ventilspiel = weniger Leistung. Ich tröste mich etwas damit, dass ich meinen Käfer nie getreten habe, immer schön langsam ohne Beschleunigungsorgien. Kann das wirklich was ganz Schlimmes verhindert haben?
Zitat:
Prüfen könntest Du, wenn Du unbedingt willst, die Kompression an den einzelnen Zylindern - wenn sie sich im Toleranzbereich bewegt und die Werte voneinander nicht zu sehr abweichen, ist alles gut. Siehe Literatur...
Kompression messen bedeutet Zündkerze rausschrauben. Davor habe ich keine Angst, aber man muss sie wieder reinschrauben. Und davor habe ich Angst. Ich habe hier und a gelesen bzw. gehört, dass wenn man das falsch macht und nichts bemerkt, dass dann das Gewinde am Arsch ist. Wenn aber die Kompressionmessung die Auskunft über den Zustand des Motors gibt, würde ich es vielleicht probieren. Jetzt wäre es super einen Motor zum üben zu haben 🙂
Zitat:
Woher hast Du das Ventilspiel-Prüfintervall von 10.000 km??? Angesagt wären 5.000...
In diesem Thread in dem 2. und 3. Post gibt es Links. Im einem steht alle 5000 in dem anderen alle 10000 km. Aber Du hast Recht - habe jetzt genauer nageschaut und es sind tatsächlich 5000 km.
Und wieder einmal ziehst Du völlig falsche Schlüsse.
"Zu wenig Ventilspiel = weniger Leistung. " - da besteht im Prinzip keinerlei Zusammenhang! Eher sogar ein gegenteiliger!
Zu wenig Ventilspiel bedeutet, einmal ganz kurz gesagt, Risiko für Motorschaden (Letzterer bedeutet natürlich Leistungsverlust bis hin zum Exitus.)
Leistungsverlust in Zusammenhang mit dem Ventilspiel entsteht durch zu großes Spiel am Einlaß! Das Ventil öffnet nicht maximal => die Zylinderfüllung ist schlechter => Leistungsverlust...
Diesen Schluss habe ich nicht gewagt selbst zu ziehen, sondern meinte, es wiedergegeben zu haben. Momentchen.. muss meine schlaue Bücher anwerfen... 😉
So... Korp, S. 60: "Ventilspiel zu klein: Verbrennen der Ventile und der Ventilsitze, Veränderung der Steuerzeiten, schlechte Leistung durch verminderte Kompression; Verziehen der Ventile; ungleichmäßiger Motorlauf."
Oder kaefer63.de (die Seite gibt es leider nicht mehr, aber hier liegt es konserviert: http://web.archive.org/.../arbeit34.html)
"Werden die Ventile aufgrund von keinem oder zu geringem Spiel nicht mehr geschlossen, verbrennen sie. Neben einem starken Leistungsverlust kommt es dann meist zu schweren Motorschäden. Bei zu geringem Ventilspiel ist der Käfer-Motor auffällig leise. Das Tickern der Ventile fehlt teilweise oder ganz."
@Naxel63: Ich glaube, ich weiß schon, was Du sagen wolltest. Das zu kleine Ventilspiel ist nicht die direkte Ursache von zu wenig Leistung, sondern Ursache für oben genannte Schäden, die wiederum zu weniger Leistung führen. So, oder?
Kommt in etwa hin. "Weniger Leistung" ist in diesem Fall dann aber schon eher das Anzeichen für Motorschaden...
Du brauchst keine Angst davor zu haben, eine Zündkerze rein zu Schrauben. Das merkst du. Das ist wie eine schraube irgendwo rein drehen.
Erst mit der Hand soweit rein drehen wie es geht. Wenn du nur eine halbe Umdrehung weit kommst, ist was verkehrt, dann hast du evtl etwas verkantet. Wenn du mehrere Umdrehungen mit der Hand drehen kannst, ist alles super. Dann reindrehen bis zum Schluss und nochmal kurz mit der passenden zündkerzennuss oder solche zündkerzenstecker fest drehen.
Sehe das als eine gute Übung 😉
Neben dem kompressionsmessen kannst du gleichzeitig deine Zündkerzen begutachten und den elektrodenabstand prüfen. Ich brauche dir sicher nicht sagen, dass du Fotos machen kannst, und diese her zeigen, das würdest du bestimmt ohnehin machen... 😉
... Jetzt hat er doch wieder Albträume, weil er ja nen F Motor hat 😁
(ich übrigens auch, ist mir noch nicht passiert)
Zitat:
@Beetle1960 schrieb am 7. September 2020 um 19:37:25 Uhr:
... Jetzt hat er doch wieder Albträume, weil er ja nen F Motor hat 😁
(ich übrigens auch, ist mir noch nicht passiert)
https://www.youtube.com/watch?v=hQ8tY0c-s04
😁