w124 - Welcher ist auf lange Sicht der Klassiker?

Mercedes E-Klasse W124

Ich lese hier schon lange mit und möchte mir nun den Traum vom W124 erfüllen.
Es soll ein Daily Driver sein. Vernünftiges Budget ist vorhanden - aber welchen kaufen?

Es soll auf alle Fälle ein Vormopf werden, denn der gefällt mir am besten (Purist...).

200 Vergaser?

230E?

260E?

300E?

200D?

250D?

300D?

4-G? 5-G? Automatik?

Er soll zuverlässig sein, komfortabel auch zum Reisen und mir nicht die Haare vom Kopf fressen. Ein alltagstauglicher Cruiser der Kategorie "Freund auf 4 Rädern". ein Auto, dass durch die Zuverlässigkeit ans Herz wächst und mich zuverlässig überall hinbringt!

Was ich so lese sind alle zuverlässig. Gefahren bin ich alle außer 200 Vergaser und 200d schon einmal, allerdings in verschiedenen Zuständen. Früher hatten wir mehrere 124er in der Familie und ein Freund fährt 230E.

Bei den Benzinern find ich den 230er etwas bieder bei dennoch hohem Verbrauch. 260 ist toll, gefällt mir fast besser als 300er, weil noch seidiger. Leistung brauch ich nicht zwingend - schön was zum cruisen...

Bei den Dieseln find ich den Klang vom 5-Zylinder spitze, den täte ich sogar dem 300D vorziehen.
200D wäre für Reisen nix? Oder doch? Im 190d fuhr ich den mal, da war er recht rummelig (laut ab 80).

Klar - der Zustand entscheidet... Aber ich will gezielt gucken, habe Zeit und auch ein ganz ordentliches Budget.

ICH BITTE UM EURE ERFAHRUNGEN IM ALLTAG!

Gruß, Holger

Beste Antwort im Thema

Das stimmt schlicht nicht.

Rendite heißt, dass Du durch das Fahrzeug realen Gewinn erzeugst. Und das heißt Verkaufserlös abzüglich aller auf das Fahrzeug entfallenden Kosten und unter Berücksichtigung der Inflation.

Ein Stellplatz in Hamburg kostet - selbst wenn er etwas weiter draussen ist - im Monat mindestens 50 Euro. Son Auto muss regelmäßig gefahren werden und entsprechend zumindest saisonal angemeldet sein, um sich nicht kaputt zu stehen. Das heißt Steuer, Versicherung Tankfüllung usw im Jahr. Kannste mit minimum 500 Euro ansetzen. Dann bist Du mit Stellplatz ratzfatz über nem Tausender pro Jahr nur dafür, dass der Wagen trocken steht und ab und zu bewegt wird.
Dann kannst Du noch Reparaturen, Wartung, Wäsche, den ganzen Kleinkram rechnen. Das ist nochmal ein Tausender übern Daumen.

Jetzt hast Du für nen 124er im Jahr gute 2.000 Euro Sockelkosten, nur dafür dass der seinen Zustand X beibehält.

Soviel Wertzuwachs hat nicht mal ein 124er Cabriolet....

Diese ganzen Autos, Porsche 911, Mercedes R107, VW T3, das taugt alles nix für Leute, die eine Geldsumme parken wollen und hoffen, dass die nach ein paar Jahren effektiven Wertzuwachs hat.

Dazu gehört ja nicht nur, dass die Fahrzeuge ihren Zustand mindestens halten, sondern auch, dass die Nachfrage nach sowas besteht.

Ich habe im Bekanntenkreis einige, deren Eltern in der Vorkriegsszene im Bereich Horch/Hanomag aktiv sind. Deren Umfeld auch im Bereich Mercedes etc.

Wenn Du da mit Wertanlage anfängst, erzählen die dir, dass das ganz große Problem ist, überhaupt Nachfolger zu finden, die Interesse an den Fahrzeugen haben und das nötige Kleingeld, um den Kram am Laufen zu halten.

Im direkten Vergleich sind unsere Autos - so sehr ich sie auch liebe - schlicht alte Gebrauchsgegenstände.

In Autos sollte man nur investieren, wenn man da Spaß dran hat und den Kram nutzt. Und dann kann man sich daran erfreuen, dass die Materie selber keinen Wertverlust mehr hat. Aber zu glauben, dass da irgendjemand - und sei es auch nur wenig - Geld mit verdienen kann, ist schlicht Unsinn.

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Vormopf Coupes (ja die gibt es , 87ger und 88ger BJ )werden nur noch selten angeboten, den als 300er,
natürlich nur, wenn noch die originalen Stoßstangen und Sakkobretter ohne Chrom verbaut sind , und die Türgriffe keine Chromleiste haben!!!

Hallo

Mir ist nicht klar, was du willst, resp. mein Verständnis des Wortes "Klassiker" ist ein anderes.

Wenn du damit im Alltag fahren willst und einen günstiges alltagestaugliches Fahrzeug suchst, teste die verschiedenen Motoren aus und nimm was dir am besten gefällt.

Ein Klasser ist klassischen Sinne wird in aller Regel nicht mehr als Alltagesfahrzeug gefahren, sodass hier der Verbrauch weniger wichtig ist als beim Alltagesfahrzeug. Auch wird man damit nicht maximal beladen in die Sommerferien fahren wollen.

Klassiker ggf. mit langfristig steigendem Wert werden erfahrungsgemäss nur wenige. Das sind meist die Cabrios und die Topmotorisierungen der Limos. Beim W124 wäre das der A124 sowie 400E, 500E und vielleicht die 300er und 320er. Von deiner Auswahl wäre das bestenfalls der 300er. Beim Rest würde ich keinen Gedanken an "Klassiker" verschwenden wollen.

Wie kommst du denn darauf? Gerade die T-Modelle liegen preislich viel höher als die Limousinen. Und ein Coupé ist bei MB immer ein Garant für nen Klassiker. Auch die Turbodiesel zum Beispiel sind oftmals höher im Preis angesiedelt, wohlgemerkt im gleichen Zustand wie der gleiche Benziner. Und selbst das kann sich noch zig mal ändern. Allein die Tatsache das ein altes Fahrzeug gehegt und gepflegt wird, prädestiniert ihn schon zum Klassiker.

Zitat:

@MB-S124 schrieb am 23. April 2020 um 14:33:48 Uhr:


Wie kommst du denn darauf? Gerade die T-Modelle liegen preislich viel höher als die Limousinen. Und ein Coupé ist bei MB immer ein Garant für nen Klassiker.

Wenn man den Flügeltürer als Coupé rechnet, dann ja. Ansonsten vergleiche die Preise Cabrio SL R107 vs. Coupé SLC R107, oder Limo W109 vs. Cabrio W111.

Ich halte die Sammerlpreise für Ente, Käfer etc. für total überrissen. Aber das ist wohl die Konsequenz, weil die "echten" Oldtimer zu teuer geworden sind, dass man einfach allem was alt ist und man dafür nostalgische Gefühle hat, einen (objektiven) Sammlerwert attestiert.

Darum schrieb ich ja, dass seine und meine Definition von "Klassiker" wohl unterschiedlich seien.

Zitat:

@MB-S124 schrieb am 23. April 2020 um 14:33:48 Uhr:


Allein die Tatsache das ein altes Fahrzeug gehegt und gepflegt wird, prädestiniert ihn schon zum Klassiker.

Das Spannbreite zwischen 30 Jahre geschundene Altagskarre, schönes alte Auto Oldtimer Zustand 1 ist ziemlich gross.

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Stimme @Primotenente da völlig zu

Alles im Bereich W123, W124, W126 usw ist völlig überhyped. Das gilt auch für Käfer, Ente und den ganzen Kram. Das gilt übrigens auch für Porsche 911. Die sind vor einigen Jahren völlig durch die Decke gegangen, die Zeiten sind auch lange wieder vorbei.

Die einzigen W124, die im Preis mal nennenswert über 25.000 Euro steigen werden, sind T Modelle und V8.

Selbst eine tiptop Sechszylinderlimousine wird in der Regel nie die 20.000 Euro Marke knacken.

Das sind Massenautos von der Stange und auf Lange Sicht als "Oldtimer" total uninteressant.

Ist ja im W123 und Strichachter das selbe.

Preis ist das Ergebnis aus Angebot und Nachfrage. Und das Interesse am Auto als Objekt der Nostalgie sinkt die letzten Jahre rapide.

Die einzigen Autos, die langfristig richtig teuer bleiben werden sind die, die eher wie ein Kunstgemälde gehandelt werden. Das ist so die Fraktion Mercedes 300 SL Flügeltüren, W108 Cabrio, Bugatti, Ferrari aus der alten Zeit.

Für mich persönlich ist der W124 das beste Alltagsauto, was es jemals gab. Ich liebe die Autos, fahre sie extrem gerne und kann sicherlich nicht alles davon rational begründen. Das hat aber nichts mit der Werthaltigkeit zu tun.

Als "Wertanlage" taugt das jedenfalls alles nichts.

Wertanlage ist relativ bei den momentanen Zinsen.
Kann schon gut sein das der ein oder andere 124er Eigentümer mit seinem Verkauf mehr Rendite macht als bei der Sparkasse, mit dem selben Kapital und Zeit.
Aber Reich werden sicherlich nur die wenigsten und die die damit Reich werden könnten, sind bestimmt keine User hier.

Das stimmt schlicht nicht.

Rendite heißt, dass Du durch das Fahrzeug realen Gewinn erzeugst. Und das heißt Verkaufserlös abzüglich aller auf das Fahrzeug entfallenden Kosten und unter Berücksichtigung der Inflation.

Ein Stellplatz in Hamburg kostet - selbst wenn er etwas weiter draussen ist - im Monat mindestens 50 Euro. Son Auto muss regelmäßig gefahren werden und entsprechend zumindest saisonal angemeldet sein, um sich nicht kaputt zu stehen. Das heißt Steuer, Versicherung Tankfüllung usw im Jahr. Kannste mit minimum 500 Euro ansetzen. Dann bist Du mit Stellplatz ratzfatz über nem Tausender pro Jahr nur dafür, dass der Wagen trocken steht und ab und zu bewegt wird.
Dann kannst Du noch Reparaturen, Wartung, Wäsche, den ganzen Kleinkram rechnen. Das ist nochmal ein Tausender übern Daumen.

Jetzt hast Du für nen 124er im Jahr gute 2.000 Euro Sockelkosten, nur dafür dass der seinen Zustand X beibehält.

Soviel Wertzuwachs hat nicht mal ein 124er Cabriolet....

Diese ganzen Autos, Porsche 911, Mercedes R107, VW T3, das taugt alles nix für Leute, die eine Geldsumme parken wollen und hoffen, dass die nach ein paar Jahren effektiven Wertzuwachs hat.

Dazu gehört ja nicht nur, dass die Fahrzeuge ihren Zustand mindestens halten, sondern auch, dass die Nachfrage nach sowas besteht.

Ich habe im Bekanntenkreis einige, deren Eltern in der Vorkriegsszene im Bereich Horch/Hanomag aktiv sind. Deren Umfeld auch im Bereich Mercedes etc.

Wenn Du da mit Wertanlage anfängst, erzählen die dir, dass das ganz große Problem ist, überhaupt Nachfolger zu finden, die Interesse an den Fahrzeugen haben und das nötige Kleingeld, um den Kram am Laufen zu halten.

Im direkten Vergleich sind unsere Autos - so sehr ich sie auch liebe - schlicht alte Gebrauchsgegenstände.

In Autos sollte man nur investieren, wenn man da Spaß dran hat und den Kram nutzt. Und dann kann man sich daran erfreuen, dass die Materie selber keinen Wertverlust mehr hat. Aber zu glauben, dass da irgendjemand - und sei es auch nur wenig - Geld mit verdienen kann, ist schlicht Unsinn.

Mein 280E ist 3 Monate angemeldet, steht in der eigenen Garage und fährt 300km. Und nein, nix Standschäden und so.... Batterieladeerhaltungsgerät ist immer dran und gut ist. Sprint zu Anfang der Saison tadellos an. Also Kosten minimal. Gewinn wird natürlich erstmal bei Verkauf eher nicht zu machen sein, aber weniger wert wird er jetzt auch nicht mehr und meine Kosten um ihn zu behalten sind keine 300€ im Jahr.

Solche und ähnliche Beispiele meine ich.....bei 0% Zinsen bei der Sparkasse geht schon was....manchmal :-)

Mein 280E kostet nur....macht mir Spass und ist mein Hobby.

Als ich vor der Frage stand verkaufen oder behalten, bin ich zu 2 Kiesplatzverkäufern gefahren. Einer wollte den gar nicht, der andere meinte 500€ und Afrika. Und dabei hat der in der Draufsicht keinen Rost. Wurde mal komplett neu mit Originallack lackiert. Dann war klar, ich geb den nicht für 500€ her. Den Fehler hab ich schon mit einem 123 hinter mir und bereue es bis heute.

Zitat:

@petaxl schrieb am 5. Mai 2020 um 18:44:47 Uhr:


Mein 280E ist 3 Monate angemeldet, steht in der eigenen Garage und fährt 300km. Und nein, nix Standschäden und so.... Batterieladeerhaltungsgerät ist immer dran und gut ist. Sprint zu Anfang der Saison tadellos an. Also Kosten minimal. Gewinn wird natürlich erstmal bei Verkauf eher nicht zu machen sein, aber weniger wert wird er jetzt auch nicht mehr und meine Kosten um ihn zu behalten sind keine 300€ im Jahr.

Ich sag ja, betriebswirtschaftlich rechnen.

Garage kostet Geld, Batterieladeerhaltungsgerät kostet Geld. Wenn da so Begriffe wie Rendite vorkommen, dann muss man das auch betriebswirtschaftlich rechnen.

Und da steht beim W124 NIE ein "+" vor.

Zitat:

@S Klasse Fan schrieb am 5. Mai 2020 um 18:31:19 Uhr:



Aber zu glauben, dass da irgendjemand - und sei es auch nur wenig - Geld mit verdienen kann, ist schlicht Unsinn.

Das gibt es schon ,aber in Sphären in denen wir uns alle nicht bewegen.

Unsere Brot und Butter Autos natürlich nicht.

Zitat:

@Andre4068 schrieb am 5. Mai 2020 um 19:20:22 Uhr:



Zitat:

@S Klasse Fan schrieb am 5. Mai 2020 um 18:31:19 Uhr:



Aber zu glauben, dass da irgendjemand - und sei es auch nur wenig - Geld mit verdienen kann, ist schlicht Unsinn.

Das gibt es schon ,aber in Sphären in denen wir uns alle nicht bewegen.

Mit W124? Sicher nicht....

Rendite = Gewinn....oder nicht?
Du willst uns hier als davon überzeugen das man mit keinem 124er Gewinn machen kann?

Ich muss niemanden davon überzeugen.

Mit einem W124 macht niemand Gewinn. Ende des Themas.

Diese Storys mit ich hab einen Sechszylinder und mit ein bisschen Pflege ist das eine Wertanlage und irgendwann hab ich die Kosten wieder rein sind so alt wie das Forum selber.

Jeder, der sich mal ernsthaft mit dem Thema Finanzanlage beschäftigt und Ahnung von Autos hat weiß, dass damit niemand damit Gewinn erwirtschaftet.

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