VW Golf nach 9.000 km Kupplung kaputt

VW Golf 6 Plus (1KP)

Hallo,

für einen Freund möchte ich folgenden Fall zur Diskussion stellen:

VW Golf Plus TDI, EZ 03/11, 9.000 km: Beim Üben auf dem Verkehrsübungsplatz mit seinem Sohn qualmte es nach 4 Anfahrversuchen aus dem Motorraum, Wagen wurde in die VW-Vertragswerkstatt abgeschleppt, Diagnose Kupplungsbelag völlig runter, Kostenvoranschlag € 1.700.-. Die Werkstatt behauptet, der Eigentümer habe die Kupplung mutwillig zerstört und lehnt Garantie/Kulanz rundweg ab.

Was meint ihr dazu?

Grüße

Michael

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von chappy086


Kann nicht sein nach 9000km.
Ich würde das nicht so hinnehmen!

..... sondern für die eigene Dummheit einen anderen schuldigen suchen, der für den Schaden aufkommt? 🙄

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Zitat:

Original geschrieben von flieger65


Schon mal was von den Synchronringen im Getriebe gehört?
Gasgeben vor dem runterschalten macht nur bei einem unsynchronisierten Getriebe einen Sinn

Nicht wirklich, die Synchronringe verschleißen bei höheren Drehzahlunterschieden zwischen den Getriebewellen schneller.

Zitat:

Original geschrieben von flieger65



Zitat:

Original geschrieben von fehlzündung


Ausserdem ist es besser, etwas Gas zu geben beim Einkuppeln, dann ist der Drehzahlunterschied nicht so groß und es ruckt auch nicht beim Einkuppeln.
Schon mal was von den Synchronringen im Getriebe gehört?
Gasgeben vor dem runterschalten macht nur bei einem unsynchronisierten Getriebe einen Sinn.

Nee, das meint er nicht, Gasgeben um den Drehzahlunterschied auszugleichen, somit entsteht weniger Reibung für die Kupplung.

Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk



Zitat:

Original geschrieben von flieger65


Schon mal was von den Synchronringen im Getriebe gehört?
Gasgeben vor dem runterschalten macht nur bei einem unsynchronisierten Getriebe einen Sinn.

Nee, das meint er nicht, Gasgeben um den Drehzahlunterschied auszugleichen, somit entsteht weniger Reibung für die Kupplung.

Was meist du wofür die Synchronringe da sind?!

Zitat:

Original geschrieben von flieger65



Schon mal was von den Synchronringen im Getriebe gehört?
Gasgeben (Zwischengas) vor dem runterschalten macht nur bei einem unsynchronisierten Getriebe einen Sinn.

Mit Syncronringen hat das überhaupt nichts zu tun. Oder erhöhen deine Syncronringe die Motordrehzahl nach dem Runterschalten? Meine nicht. Es geht hier auch nicht um das sog. Zwischengas. Es geht hier um die Angleichung der Motordrehzahl an die Getriebedrehzahl. Mit Syncronringen hat das nicht szu tun.

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Zitat:

Original geschrieben von flieger65



Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk


Nee, das meint er nicht, Gasgeben um den Drehzahlunterschied auszugleichen, somit entsteht weniger Reibung für die Kupplung.

Was meist du wofür die Synchronringe da sind?!

Anpassung der Zahnräder

Zitat:

Original geschrieben von fehlzündung



Zitat:

Original geschrieben von flieger65



Schon mal was von den Synchronringen im Getriebe gehört?
Gasgeben (Zwischengas) vor dem runterschalten macht nur bei einem unsynchronisierten Getriebe einen Sinn.
Mit Syncronringen hat das überhaupt nichts zu tun. Oder erhöhen deine Syncronringe die Motordrehzahl nach dem Runterschalten? Meine nicht. Es geht hier auch nicht um das sog. Zwischengas. Es geht hier um die Angleichung der Motordrehzahl an die Getriebedrehzahl. Mit Syncronringen hat das nicht szu tun.

Die Synchronringe bringen aber die Zahnradpaarung im Getriebe auf die gleiche Drehzahl ,wäre das nicht so könnte man nicht ohne Kratzgeräusch schalten.

Aus diesem Grund mußte man früher beim unsynchronisierten Getriebe mit Zwischengas arbeiten!

Das hat auch keiner bestritten, aber darum geht es hier ja nicht.

Zitat:

Original geschrieben von flieger65



Zitat:

Original geschrieben von fehlzündung


Mit Syncronringen hat das überhaupt nichts zu tun. Oder erhöhen deine Syncronringe die Motordrehzahl nach dem Runterschalten? Meine nicht. Es geht hier auch nicht um das sog. Zwischengas. Es geht hier um die Angleichung der Motordrehzahl an die Getriebedrehzahl. Mit Syncronringen hat das nicht szu tun.

Die Synchronringe bringen aber die Getriebewelle auf die Drehzahl des Motors,wäre das nicht so könnte man nicht ohne Kratzgeräusch schalten.

Davon ist ja garnicht die Rede, die Rede ist von der Angleichung der Drehzahl beider Kupplungsscheibenhälften!

Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk



Zitat:

Original geschrieben von flieger65


Die Synchronringe bringen aber die Getriebewelle auf die Drehzahl des Motors,wäre das nicht so könnte man nicht ohne Kratzgeräusch schalten.

Davon ist ja garnicht die Rede, die Rede ist von der Angleichung der Drehzahl beider Kupplungsscheibenhälften!

Welche zwei Hälften?

Die Kupplungsscheibe sitzt auf der Verzahnung der Getriebewelle welche mit dem Motor verbunden ist.

Der Kupplungsautomat ist am Motor fest verschraubt!

Zitat:

Original geschrieben von flieger65



Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk


Davon ist ja garnicht die Rede, die Rede ist von der Angleichung der Drehzahl beider Kupplungsscheibenhälften!

hää?
Welche zwei Hälften?
Die Kupplungsscheibe sitzt auf der Verzahnung der Getriebewelle welche mit dem Motor verbunden ist.
Der Kupplungsautomat ist am Motor fest verschraubt!

Kupplung = trennen und schließen, setzt 2 Hälften vorraus, die über Reibung ihre Drehzahl angleichen

Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk



Zitat:

Original geschrieben von flieger65


hää?
Welche zwei Hälften?
Die Kupplungsscheibe sitzt auf der Verzahnung der Getriebewelle welche mit dem Motor verbunden ist.
Der Kupplungsautomat ist am Motor fest verschraubt!

Kupplung = trennen und schließen, setzt 2 Hälften vorraus, die über Reibung ihre Drehzahl angleichen

Nochmal!

Der Kupplungsautomat ist fest mit der Schwungscheibe des Motors verschraubt.

Die Reibfläche des Automaten hat somit immer die gleiche Drehzahl des Motors!

Die Kupplungsscheibe sitzt beweglich auf der Verzahnung der Getriebewelle welche auch immer die gleiche Drehzahl des Motors hat.

Also bringt das Gas geben hier überhaupt nichts!

Ja eben. Eine Seite hat immer die gleiche Drehzahl wie der Motor, die andere Seite die Drehzahl des Getriebes.

Fahrer schaltet bei 60km/h vom 5. in den 3. Gang. Mit Einlegen des 3. Ganges dreht das Getriebe 3000rpm. Der Motor, während des Schaltens in den Leerlauf gefallen, mit 1000rpm. Drehzahldifferenz: 2000rpm. Kuppelt man ohne Gas ein, muss die Kupplung den Drehzahlunterschied ausgleichen und den Motor auf 3000rpm bringen. Das kostet Belag und ruckt. Gibt der Fahrer vor dem Einkuppeln Gas und bringt den Motor auf idealerweise 3000rpm und kuppelt dann ein, schließt die Kupplung ohne Reibung, ergo ohne Verschleiss und der Einkuppelvorgang läuft butterweich ab.

Zitat:

Original geschrieben von fehlzündung


Ja eben. Eine Seite hat immer die gleiche Drehzahl wie der Motor, die andere Seite die Drehzahl des Getriebes.

Fahrer schaltet bei 60km/h vom 5. in den 3. Gang. Mit Einlegen des 3. Ganges dreht das Getriebe 3000rpm. Der Motor, während des Schaltens in den Leerlauf gefallen, mit 1000rpm. Drehzahldifferenz: 2000rpm. Kuppelt man ohne Gas ein, muss die Kupplung den Drehzahlunterschied ausgleichen und den Motor auf 3000rpm bringen. Das kostet Belag und ruckt. Gibt der Fahrer vor dem Einkuppeln Gas und bringt den Motor auf idealerweise 3000rpm und kuppelt dann ein, schließt die Kupplung ohne Reibung, ergo ohne Verschleiss und der Einkuppelvorgang läuft butterweich ab.

http://youtu.be/XunM7yUC06M

http://youtu.be/A6XO3YkmFSw

Zitat:

Der Kupplungsautomat ist fest mit der Schwungscheibe des Motors verschraubt.
Die Reibfläche des Automaten hat somit immer die gleiche Drehzahl des Motors!
Die Kupplungsscheibe sitzt beweglich auf der Verzahnung der Getriebewelle welche auch immer die gleiche Drehzahl des Motors hat.
Also bringt das Gas geben hier überhaupt nichts!

Die Getriebeeingangswelle, auf der die eine Kupplungshälfte sitzt, hat definitiv

nicht immer

die gleiche Drehzahl, wie der Motor!

Dafür ist es ja nun mal eine Reibkupplung, die diese beiden, manchmal durchaus sehr unterschiedlichen Drehzahlen, angleichen soll (Drehzahlwandler).

Wie sollte ein sanfter Anfahrvorgang, bei dem die Getriebeeingangswelle die Drehzahl Null hat und der Motor in jedem Fall mindestens Leerlaufdrehzahl, sonst wohl funktionieren?

Gas geben bringt definitiv etwas, wenn zurück geschaltet wird, denn je geringer die Drehzahldifferenzen beider Kupplungshälften, desto geringer ist i.d.R. die Kupplungsleistung.
Die Kupplungsleistung, also eine Funktion aus Drehmoment und Drehzahldifferenz, zerstört, wenn sie zu groß wird und oder zu lange wirkt, die Reibbeläge durch zu große Hitze.

Ob das bei einem Standardauto, womöglich mit kleinem Benzinmotor, überhaupt jemals eine messbare Auswirkung auf die Lebensdauer der Kupplung hat, ist natürlich eine ganz andere Sache. Wahrscheinlich nicht.

Beim Anfahren ist eine möglichst kleine Drehzahldifferenz dagegen, für die Kupplungslebensdauer, sehr wichtig.

Zitat:

Original geschrieben von navec


Beim Anfahren ist eine möglichst kleine Drehzahldifferenz dagegen, für die Kupplungslebensdauer, sehr wichtig.

Ob sich selbst das bei einem kleinen Benziner übermäßig auswirkt, bezweifel ich auch noch. Klar, wer ständig mit 4000rpm losfährt, raspelt den Belag schnell weg, aber ob man nun mit 1000 oder 2000rpm einkuppelt (in dem Bereich werden wohl 95% der Autofahrer anfahren) dürfte sich nicht allzu stark auswirken.

Viel mehr kommt es darauf an, wie lange die Kupplung schleift. Wenig Drehzahl und langes Schleifenlassen (damit der Motor nicht abwürgt) ist auch nicht so gut für die Lebensdauer. Etwas mehr Drehzahl und zügiges Einkuppeln ist da unter Umständen besser (und man kommt schneller vom Fleck).

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