verschobene Brensflüssigkeitserneuerung beim Golf 4?
Hallo,
bitte entschuldigt vorab, daß ich mal wieder keine Ahnung habe, aber ich hätte gerne zu folgenden Fall eine Info von Euch Expertden:
Meine Mutter war gestern mit Ihrem Golf 4 zur Inspektion in der Werkstatt. Da die Werkstatt derzeit sehr viel zu tun hat, haben sie die Bremsflüssigkeitserneuerung (die Flüssigkeit ist schon 2 Jahre alt), die dieses Jahr sein mußte, einfach auf 2009 verschoben. Den Aufkleber haben sie dazu einfach angeändert.
Nun machen wir uns etwas Sorgen, ob das korrekt ist. Was meint Ihr dazu? Kann man die ohne weiteres noch ein Jahr länger fahren? Schadet das dem Auto- oder hat man selber Nachteile?
Lieben Dank wie immer für Eure Tipps!
Liebe Grüße
Wencke
23 Antworten
Lass den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit doch einfach mal in einer anderen Werke messen.Dauert keine 5 Minuten und du hast Gewissheit.
das mit der Bremsflüssigkeit ist unterdessen in vielen Werkstätten ein gutes Zusatzgeschäft geworden, leider!
Es stimmt, das diese hygroskopisch ist, also Wasser aufnimmt, wodurch nach und nach deren Siedepunkt sinkt und bei starker Belastung der Bremsanlage, z.B. bei Passfahrt in den Alpen, es zu Dampfblasenbildung und somit zum Ausfall der Bremsanlage kommen kann,
es stimmt aber auch, dass VW den 2-jährigen Wechsel empfiehlt, der ADAC hingegen (meiner Erinnerung nach), den 3-jährigen für ausreichend erachtet.
Es stimmt auch, dass ich schon einen LKW (7,5t) unter der Fuchtel hatte, wo man auch die Bremsflüssigkeit mit Wasser nachgefüllt hatte..., dennoch sind die heile in die Werkstatt gekommen...
Es stimmt auch, dass ein guter Freund an seinem Passat mit meiner Hilfe die Bremsflüssigkeit gewechselt hatte und ziemlich genau nach 3 Monaten wg. einer Thermostatsache bei ATU in HH war und man ihn dort auf der Rg. darauf hinwies, dass die BF einen niedrigen Siedepunkt habe und dringend gewechselt werden müsse (neben zahlreichen weiteren, angebl. ganz dringenden Dingen wie z.B. den Bremsbelägen und Bremsscheiben, die nach unserer Begutachtung aber noch locker 60- 80tkm halten würden, wir haben sie dann nach etwas mehr als 60tkm gewechselt, höhö...)
Ergo: 1 Jahr Verlängerung ist sicher kein Problem.
Du kannst die BF aber gern auch irgendwo wechseln lassen, wenn Du diesbezgl. Bedenken hast, die bei dem diskutierten Zeitraum (2 Jahre vs. 3 Jahre) aber völlig unbegründet sind.
Mir hat ein VW - Mechaniker gesagt, die kann locker länger als 2 Jahre drinnenbleiben. Habe sie dann gemeinsam mit einem Service nach ca. 2,5 Jahren gemacht.
Aha, vielen Dank für die Infos!
Dann müssen wir uns ja wohl nicht all zu große Sorgen machen! Aber komisch war schon, daß der Aufkleber mit dem Austauschjahr verändert wurde. Ist ja logisch, damit sie das dann auch wissen, aber das kam uns so ein bißchen seltsam vor!
Die Werkstatt hat sehr nachgelassen - aber leider sind die anderen hier in der Gegend auch nicht viel besser. Da ist Vertrauen gut - aber Kontrolle besser!
Den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit kann ja dann wohl auch die Tanke in unserer Wohngegend messen. Da ist ein Mechaniker, der auch Autos repariert + Reifen wechselt. Der müßte das ja draufhaben. Den werden wir mal fragen.
Vielen Dank + liebe Grüße
Wencke
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Zitat:
Original geschrieben von Taubitz
der ADAC hingegen (meiner Erinnerung nach), den 3-jährigen für ausreichend erachtet.
Hast du dazu eine Quelle?
fragt mal ältere Monteure, die so knappe 50-60 Jahre alt sind, die erzählen euch gerne wann früher die BF gewechselt wurde. Erst wenn sie schwarz war^^ Also und heute sollte die Flüssigkeit deutlich besser sein als früher, also alles halb so wild! Und BF wechseln sollte jede Tanke mit Reifenservice und Werkstatt schaffen, dafür braucht man kein VW, kann man eigentlich auch zuHause mit ner Luftpumpe^^
@ Wencke,
hier im PDF eine Produktinfo der Firma ATE.
Da hast Du eine Übersicht über die Wechselintervalle der jeweiligen Bremsflüssigkeiten.
ciao
Mensch das ist ja klasse!
Das its genau das Richtige für uns Autolaien!
Herzlichen Dank dafür!
Liebe Grüße
Wencke
Ich will garnicht wissen, bei wievielen Fahrzeugen die BF schon mehr als nur 3-5 Jahre drin ist.
Überlegt doch wieviele TÜV-Fähige alte Fiestas, Golfs usw rumfahren welche sonst keinerlei Wartung bekommen.
Und beim TÜV wird sowas auchnicht unbedingt überprüft..daher sollte eine Verschiebung des Intervalls wirklich unkritisch sein.
....klar kann man schieben, aber wenn nach 5-7 Jahren die Schläuche quillen
und die Bremszangen/Kupplungszylinder festgehen braucht man sich nicht
über die hohen Folgekosten wundern.
Zitat:
Original geschrieben von rolo1
....klar kann man schieben, aber wenn nach 5-7 Jahren die Schläuche quillen
und die Bremszangen/Kupplungszylinder festgehen braucht man sich nicht
über die hohen Folgekosten wundern.
Warum? Wieso?
Die Bremzylinder und Kolben setzen sich mit Dreck zu weil geringe Anteile durch die Dichtungen kommen bzw. Sich das Metall ja auch abreibt.
Beim wechseln sieht man ja das die Bremsflüssigkeit schon dunkler bzw schwärzer wie die neue ist.
Ich wechsele meine alle 2 Jahre weil wie schon öfters gesagt fahre ich dementsprechend die km.
Hatte zuletzt immer das Problem das nach einer längeren Bremsung das Pedal langsam durchging.
Nach dem Wechsel selbst bei längeren Bremsungen kein durchgehen und man konnte danach die Bremse wieder so genau betätigen also ob man die Bremsklötzer mit den Fingern auf die Scheiben drückt.
Zitat:
Original geschrieben von TheAsa
Ich will garnicht wissen, bei wievielen Fahrzeugen die BF schon mehr als nur 3-5 Jahre drin ist.
Überlegt doch wieviele TÜV-Fähige alte Fiestas, Golfs usw rumfahren welche sonst keinerlei Wartung bekommen.
Zuviele. Die Kostensteigen immer mehr, das liebe Geld wieder immer mehr belastet, immer mehr Billiglohn ect. , die Autos werden unverschähmt teuer, da ist doch klar das immer mehralte Autos fahren. Von der Wartung her wird ein Neuwagen bestimmt kaum mehr gewartet wie ein altes Auto, wenn man malsieht was so in die Werkstatt kommt, erschreckend. Wobei ältere Fahrzeuge meist immer nurnoh von HU zuHU gebrügelt werden und sonst am besten nix ausgeben, naja. An die Sicherheit denkt hier keiner.
Man muss aber im Hinterkopf behalten daß Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist,
d.h. diese zieht Wasser an.
Bremsflüssigkeit mit mehr als 5% Wasseranteil hat ein gravierendes Problem:
Es können sich unter ungünstigen Umständen (in heissen Bremszylindern!!!)
Dampfblasen bilden. Solange das gesamte System weit unter 100 Grad bleibt,
ist Wasser da drin nicht weiter schlimm - und deswegen fuhr man früher damit
bis wer weiss wann herum. Nur heute - bei modernen Schreibenbremsanlagen
und Bremskraftverstärkern welche die Bremsbeläge und Scheiben wie auch die
Bremszylinder schnell heiss werden lassen vor allem - gibts das mit der Tem-
peraturstabilität und diese sinkt mit steigendem Wasseranteil.
Diese führen dazu daß die Bremse (Blasen im System) "schwammig" wird
wenn man sie am nötigsten braucht, die Wirkung ist dann nicht mehr direkt,
man hat das Gefühl "wie auf Gummi" beim Druck auf das Bremspedal.
Das ist das Problem bei Bremsflüssigkeit heutzutage.