Verbrauch bei den "neuen" Diesel Besitzern

Ford Galaxy Mk3 (WA6)

Hallo zusammen,
Da ja jetzt doch einige der lange Wartenden ihre S-Max und Galaxy Diesel bekommen haben hier mal die Frage in die Runde.
Ich habe jetzt mit meinem 2wd 150ps automatik die ersten 1000 km hinter mir und bin vom bisherigen Verbrauch doch sehr enttäuscht. Unter 8,5 l nach BC bin ich bisher nicht gekommen. ( Zudem hatte ich bei 900 km das erste mal die Motorkontrollleuchte an, Toll! ) Ich habe das allerdings beim Tanken nicht verifiziert.
Wie sieht das bei Euch aus?
Habt ihr ähnliche Erfahrungen?

98 Antworten

Ich kann zu diesem Thema sehr die youtube-Videos vom "Ecofahrer" empfehlen. Bei fast allen Fahrzeugen ist der herausgefahrene Verbrauch auf den ersten Streckenteilen (bergauf, Hügel, bergab) nahezu exakt so hoch wie der spätere Gesamtdurchschnitt, was zeigt, dass Fahrten im bergigen Gelände nicht zwingend mit Mehrverbrauch gegenüber dem Flachland verbunden sein müssen.

Da gebe ich klebi recht, die Angabe zu Real ist schwankend. Mal habe ich nur 0,2 Liter, mal auch 0,5 Liter Differenz. Daher nutze ich Spritmonitor für diese Aufzeichnungen und freue mich, wenn ich genauer am BC dran bin :-)

Zitat:

Du meinst, du hättest endlich eine Lösung für die Konstruktion eines perpetuum mobiles gefunden? 🙂

Spaß beiseite, die tatsächlicher Erklärung ist eher in der Langstrecke und der langsameren Fahrweise auf kleinen bergigen Straßen zu suchen.

So unlogisch erscheint mir das nicht: Angenommen ich brauche beim (leichten) Bergauffahren 2 Liter mehr als im Durchschnitt und beim Runterfahren der selben Strecke 3 Liter weniger als im Durchschnitt. Dann ist mein Durchschnittsverbrauch um einen Liter geringer als in der Ebene.

Zitat:

Dann vergiss deine Angaben mal schnell wieder. Die Abweichungen des Bordcomputers zum realen Verbrauch unterliegen bei Ford leider recht großen Schwankungen. Mal trifft der Bordcomputer den tatsächlichen Verbrauch fast auf das Zehntel genau, mal (meist) liegt der tatsächliche Verbrauch deutlich (0,5-0,7 l) über der Anzeige im Kombiinstrument.

Danke für den Hinweis! Das ist ein guter Anlass, das wieder mal mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu überprüfen. Wie gesagt, ich hab das am Anfang überprüft und die Differenz war vielleicht 0,1 Liter. Ich fahre mit einer Tankfüllung um die 900 Kilometer (mehr oder weniger). Also erscheint mir die Abweichung nicht allzu groß zu sein.

Zitat:

@jotwe99 schrieb am 12. August 2022 um 10:07:22 Uhr:



Zitat:


So unlogisch erscheint mir das nicht: Angenommen ich brauche beim (leichten) Bergauffahren 2 Liter mehr als im Durchschnitt und beim Runterfahren der selben Strecke 3 Liter weniger als im Durchschnitt. Dann ist mein Durchschnittsverbrauch um einen Liter geringer als in der Ebene.

Deine Annahme widerspricht aber nun den physikalischen Gegebenheiten. Und die Physik lässt sich nicht überlisten (der Bordcomputer evtl. schon).

Um bei einer Bergauffahrt die Höhenmeter zu überwinden (das Fahrzeug also z.B. von 0 m.ü.M. auf 500 m.ü.M. zu bringen), muss eine Hubarbeit verrichtet werden. Die hierfür erforderliche zusätzliche Energie (zusätzlich gegenüber der Fahrt in der Ebene) stammt aus dem Kraftstofftank.

Falls du Zweifel hast, mach einfach mal 50-100 Kniebeugen (geht auch nur immer rauf und runter) und frag danach mal deine Oberschenkel.

Ein paar gegenläufige Aspekte gibt natürlich auch. zumindest bei Verbrennern:
Der Wirkungsgrad des Verbrenner-Motors kann unter Last evtl. höher sein, als im Teillastbereich beim Fahren in der Ebene.
In den Bergen ist es meist kühler. Das erhöht ebenfalls den Wirkungsgrad des Motors.

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Zitat:

Um bei einer Bergauffahrt die Höhenmeter zu überwinden (das Fahrzeug also z.B. von 0 m.ü.M. auf 500 m.ü.M. zu bringen), muss eine Hubarbeit verrichtet werden. Die hierfür erforderliche zusätzliche Energie (zusätzlich gegenüber der Fahrt in der Ebene) stammt aus dem Kraftstofftank.
In den Bergen ist es meist kühler. Das erhöht ebenfalls den Wirkungsgrad des Motors.

Interessanter Aspekt! Mal angenommen. ich habe in der Ebene 7 Liter Durchschnittsverbrauch. Nun ein Extrembeispiel: Ich fahre eine bestimmte Strecke gleichmäßig bergauf und brauche dafür 10 Liter/100 km. Beim Retourfahren schiebt das Eigengewicht des Autos und ich brauch gar kein Gas (also 0 Liter/100 km). Ergibt einen Durchschnittsverbrauch von 5 Liter/100 km. Oder übersehe ich da was?

Zitat:

@jotwe99 schrieb am 12. August 2022 um 10:52:37 Uhr:



Zitat:

Oder übersehe ich da was?

Ja, du übersiehst die Physik. Dein Auto hat immer Fahrwiderstände (Reibungsverluste) zu überwinden. Es ist bei identischer Fahrgeschwindigkeit schlicht unmöglich, dass du die zusätzliche potentielle kinetische Energie vollständig zurückgewinnst bzw. einsparst.

Und solang das nicht möglich ist, ist verursacht jede Bergaufstrecke einen zusätzlichen Energiebedarf, der Bergab eben NICHT wieder zurückgewonnen werden kann.

Elektroautos mit ihrem hohen Wirkungsgrad merken die Unterschiede übrigens besonders heftig. Trotz ihrer Möglichkeit der Rekuperation.

Also ich habe jetzt die ersten 2000km hinter mir. Aber 8,5 Liter drunter geht's beim besten Willen nicht.
Fahre jetzt demnächst nach Spanien. Langstrecke mit Tempomat. Bin gespannt was da rauskommt

Zitat:

@luifranken schrieb am 5. August 2022 um 09:17:39 Uhr:


Also ich habe keine Lust mich weiter mit irgendwelchen Besserwissern auseinander zusetzen. Kollege, auch wenn du googlen kannst bist du meilenweit von der echten Welt entfernt.
Trailer gibts für 1200 und 1500 . 1200 war eben zu wenig.
So, und wars das für hier....

Ohne die Diskussion nochmal groß aufwärmen zu wollen: im Endeffekt kommt es auf die Kilos eh nicht so dramatisch an. Ich hab 2019 vom kleinen 900kg-Wohnwagen auf den jetzigen mit 1700kg gewechselt, und beim Verbrauch hat sich da eher nur ein halber Liter getan. Ist auch irgendwie logisch, da beide die identische Breite und Höhe hatten, und zusätzliche Länge wirkt in Bezug auf die Luftverwirbelungen tendenziell eher beruhigend. Das Mehrgewicht merkt man hauptsächlich beim Beschleunigen und am Berg, aber bei Konstantfahrt nimmt sich das recht wenig.

Warum also die Bootsfahrt mit dem Galaxy so sparam war, lag meines Erachtens weniger am geringen Gewicht des Boots, sondern an dessen niedrigen Profil, wodurch ein Großteil des Anhängers noch im Windschatten rollt (also nicht den vollen Fahrtwind abbekommt, sondern zu einem großen Teil in mitgezogener Luft hinterm Auto mitfährt, was den Widerstand ziemlich senkt). Anders als bei flachen, stromlinienförmigen Limousinen sind höhere Fahrzeuge nämlich meist gewollt so gestaltet, dass die "zerschnittene" Luft nicht sofort am Heck des Fahrzeugs wieder zusammenfließt (dazu müsste die Strömung zu stark umgelenkt werden, was den cw-Wert hochtreibt, wenn es denn überhaupt gelingt), sondern erst nach einigen Metern mitgeschleppter, möglichst wenig verwirbelter Luft. Wenn der Anhänger da halbwegs reinpasst, dann ist es ideal für den Verbrauch.

Genau den gegenteiligen Effekt hat man mit einer flachen Limousine und einem kastenförmigen Anhänger, da ist dann so gut wie gar nichts von Windschatten zu merken und der Mehrverbrauch fällt umso garstiger aus.

Zitat:

@tg1970 schrieb am 12. August 2022 um 20:43:08 Uhr:


Also ich habe jetzt die ersten 2000km hinter mir. Aber 8,5 Liter drunter geht's beim besten Willen nicht.
Fahre jetzt demnächst nach Spanien. Langstrecke mit Tempomat. Bin gespannt was da rauskommt

Definitiv wirst du mit Tempomat mehr Verbrauchen als ohne.

Also nach meiner ersten Langstrecke bin ich doch weiterhin ziemlich vom Verbrauch enttäuscht. Spanien hin und zurück waren am Ende 7,5 Liter. Zwischenzeitlich hab ich es mal auf 6.9 geschafft . Und das ganze bei max 135km/h.
Ohne Stau oder dichten Verkehr. Einziger Lichtblick war das ich in Spanien für 1,50€ pro Liter getankt habe.

Hast du den AWD? Das macht ein Liter fast mehr. Aber da scheinen sich alte und neue Diesel sich nichts zu nehmen.

Bin letztes WE 450 km an die Nordsee gefahren, ca 800 kg im Anhänger der hinter dem Galaxy schön im Windschatten bleibt. Verbrauch - von Bottrop bis nach Leer konstant 97 km/h mit Tempomat 6,9 l /100 km.

Man muss halt wissen, dass BC immer etwas weniger anzeigt als Real, um die 0,2 bis 0,5 Liter. Da ist bei @tg1970 die Frage was er angibt... nicht das da noch was drauf kommt an tatsächlichen Werten. Denk aber dran, Du fährst immer noch ne dreiviertel Schrankwand durch die Gegend mit hohen Eigengewicht.

Ich habe deswegen bei Spritmonitor ein Account und bin bei über knapp 17tkm in einem Jahr nun bei 7,8 Liter im Durchschnitt mit dem 2016er TDCI AWD.

Das mache ich genauso 🙂 BC weicht knapp 0,2 l ab zu Spritmonitor

So sieht's bei mir nach über 50.000 km aus.

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