Unfallstellen absichern
HAllo Leute,
in unserer heutigen Zeit passieren ja Unfälle wie am Fließband..vorallem auf der A2.
Nun wollte ich von euch einfach mal wissen, wie ihr einen unfall auf einer Autobahn OHNE Standstreifen absichert? Würdet ihr euch trauen die Autobahn selbst zu sperren?
Hoffe auf viele Anregungen!
Lg
Foefly
Beste Antwort im Thema
Du hast gar nichts zu sperren. Unfallstelle mit den üblichen Bordmitteln absichern, Hilfe anfordern und hinter der Leitplanke auf dieselbe warten. Verletzte möglichst aus dem Gefahrenbereich bringen, alles andere machen die Profis. Es gab genug, die bei solchen Aktionen selbst drauf gingen.
81 Antworten
und genau deswegen, weil die Deutschen sich an nichts halten, sind wir auch fast die schlechtesten Autofahrer...
Nee... schlechte Autofahrer sind wir wegen der unglücklichen Mischung: Auf unwichtige Regeln (wie Vorfahrt) pochen, aber gleichzeitig die sinnvollen Regeln (z.B. Reißverschluss) nicht kapieren. 🙂
Sind wir das?Zitat:
Original geschrieben von foefly
und genau deswegen, weil die Deutschen sich an nichts halten, sind wir auch fast die schlechtesten Autofahrer...
Zitat:
Original geschrieben von Hartz4Fahrer
Sind wir das?Zitat:
Original geschrieben von foefly
und genau deswegen, weil die Deutschen sich an nichts halten, sind wir auch fast die schlechtesten Autofahrer...
da kenn ich ne andere Studie...da sind wir auf Platz 4
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Wie stellst du dir das vor? Meinst du bei einem schweren Verkehrsunfall hat man die Zeit / Lust einem noch ne Anzeige aufzubrummen? Personalien aufnehmen, Belehren etc etc?
Das wichtigste ist Verletzten Hilfe zu leisten und schnellstmöglich zur Unfallstelle zu kommen. Da ist es mir herzlich egal ob da einer neben mir im Auto telefoniert oder sonstwie Mist baut im Auto.
Kennzeichen schön und gut. Zevis Abfrage Kennzeichen ergibt den Halter. Wer ist tasächlicher Fahrzeugführer? Kann nicht ermittelt werden. Verfahren eingestellt.
Grobe Skizze von der Realität. Aber das ist auch gar nicht Thema hier, bitte wieder auf die Unfallstelle konzentrieren 🙂
Zitat:
Original geschrieben von hardcoreaudi
Kennzeichen schön und gut. Zevis Abfrage Kennzeichen ergibt den Halter. Wer ist tasächlicher Fahrzeugführer? Kann nicht ermittelt werden. Verfahren eingestellt.
Grobe Skizze von der Realität. Aber das ist auch gar nicht Thema hier, bitte wieder auf die Unfallstelle konzentrieren 🙂
Gib es auf. Der Typ ist " beratungsresistent ".
Zitat:
Original geschrieben von foefly
Erstmal danke für deinen sehr ausführlichen Bericht, jedoch war nie die Rede die AB komplett zu sperren, sondern nur einen Fahrstreifen. Ich weiß nicht ob meine Theorie aufgeht, werde sie aber mal hier schildern...dafür habe ich das Thema ja erstellt.
Falls ich einen unfall bemerken sollte und als erstes (bzw. als einziger, wie oben absehbar) zum anhalten komme, würde ich mein Auto ca. 600 Meter vor der Unfallstelle platzieren (halb Seitenstreifen, halb rechte Fahrbahn, Warnblink + Stroboskob an). 200 Meter vor meinem Auto ein Warndreieck und 300 Meter vor dem Unfall ein 2. Warndreieck. Müsste erstmal reichen um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nebenbei den Notruf absetzen. Anschließend dem Opfer erste Hilfe leisten.
Ich weiß jetzt nicht ob das funktioniert, aber einer von euch (vllt auch jemand, der so etwas schon einmal gemacht hat) wird es mir hoffentlich sagen können. Wenn´s gehen würde auch ohne mich jetzt schon wieder dabei anzugreifen, was ich doch für ein Idiot sei!Danke
Wie bereits geschrieben, Dein Helfen in allen Ehren.
Aber das was Du Dir hier abverlangst ist, wie Du es schon selbst schreibst, reinste Theorie.
Der Unterschied zwischen Dir und einem ausgebildeten Feuerwehrmann/-frau ist, daß der Feuerwehrmann/-frau auf Grund der Ausbildung und Einsatzerfahrung die Gefahr nicht nur besser einschätzen kann sondern auch weiß was er leisten kann und was nicht.
Und hier muß man auch unterscheiden.
Denn ein Feuerwehrmann/-frau der noch nie Einsätze auf einer Autobahn hatte, muß sich die Arbeitsweise auch erst aneignen.
Aber während z. B. ein Feuerwehrmann/-frau den Rückzug antritt und sich nicht um die Verletzten kümmert, weil er einen LKW mit orangener Warntafel und den Kennziffern X886 in der oberen Reihe sieht, rennst Du ohne es zu wissen in eine Gefahrenzone.
Das nächste Problem taucht auf wenn Du Erster an der Unfallstelle sein solltest und mehrere Verletzte versorgt werden müssen.
Den Erste-Hilfe-Kasten in die Hand genommen und den verarzten der Dir gerade über den Weg läuft ?
Falsch. Du mußt Dir einen Gesamteindruck über die Lage machen. Völlig egal, ob jemand auf Dich zukommt und sagt, daß seine schwangere Frau eingeklemmt ist.
Du mußt dir die Verletzungsmuster einprägen und danach entscheiden und vor allem mit der getroffenen Entscheidung leben, falls sie sich später als falsch rausstellen sollten.
Du wirst deswegen zwar nicht in den Knast einrücken müssen. Aber bist Du bereit und in der Lage solche Entscheidungen zu treffen ?
Und dann kommt das Entscheidende, wenn Du wirklich eine Hilfe sein willst:
Treffen die Einsatzkräfte ein, benötigt der Gruppenführer (Feuerwehr) jede Menge Informationen wie z. B. Anzahl der Verletzten, Personen eingeklemmt ?, werden Personen vermißt ?, Gefahrgut ?, Falls ja wäre es sinnvoll die Frachtpapiere zu übergeben usw.
Kurz gesagt: Übermitteln eines Lagebildes, was er im günstigsten Fall sofort an die Leitstelle weitergeben kann, die dann ggf. weitere Einsatzkräfte alarmieren kann.
Den Notarzt interessieren die Verletzungsmuster wie z. B. nicht ansprechbare Person, im PKW xy keine Maßnahmen nötig, da Personen offensichtlich verstorben, etc.
Solche Fähigkeiten entsprechen der Qualifikation eines Gruppen- bzw. Zugführers. Und das wird man auch nicht von heute auf morgen.
Ich finde es gut, daß Du Dir Gedanken machst wie, wann und wo Du helfen kannst.
Aber mit der Absicherung allein ist es nicht getan; wozu der der normale Verkehrsteilnehmer auf Grund der mitgeführten Bordmittel sowieso nicht in der Lage ist auf Autobahnen.
Wenn Du also weiterhin das Bedürnis hast Mitmenschen zu helfen, dann engagiere Dich doch bei der Feuerwehr, Rettungsdienst oder THW.
Dort wird immer Personal benötigt.
Sodele. Ich denke, mehr gibt es nicht zu sagen. Von daher melde ich mich aus dem Kreis.
Zumal seine Absicherung als einziges Folgendes Auto auf einer AB wirklich nahe an Selbstmord geht. Da weisst du wie die Nachfolgenden angesegelt kommen. Wie gesagt, bei hohem Verkehrsaufkommen Regelt sich das mit Stau ganz schnell.
wir reden hier ja nur erstmal vom absichern....und nicht welche infos ich beim notruf absetzen geben muss...des weiß ich selber...und bei nem tanklastzug mit orangen tafeln..da weiß ich selbst dass des gefahj heißt...
und um auf deine beispiele zurückzukommen....ich war schon einmal bei einem unfall dabei...nicht gerade schöner anblick...mehrere pkw mit lkw hatten nen unfall...eine frau als beifahrerin war nicht angeschnallt..und lag 50m hinter der unfallstelle...benzin/diesel leicht unten aus dem tank getropft, Fahrer nicht ansprechbar...
Zitat:
Original geschrieben von foefly
Wer behauptet denn, dass ich nicht die nötigen Mittel dazu habe? ich hab n Auto! Nen Stroboskob-Blitzer und vllt n paar Hütchen (braucht man ja nicht unbedingt)...hätte mich, wenn´s ne 2 spurige AB is, auf den Mittelstreifen gestellt....
und hoffentlich noch das vorgeschriebene Warndreieck.
Deine Bemühungen und Gedanken in allen Ehren, aber mehr als die Absicherung mit Warndreieck, Warnblinkanlage und evtl. mit Warnweste weit vor der Unfallstelle noch den herannahenden Verkehr warnen, solltest Du nicht.
Gruß
Achim H.
Nur um es noch mal klarzustellen: Selbst ICH würde privat auf einer schwach befahrenen AB bei einem Unfall auf der linken Spur SEHR vorsichtig sein! Unüberlegtes hinlaufen ist quasi Selbstmord!
OK, was genau ich in so einer Situation machen würde, weiß ich nicht. Helfen wollen und auch können ist eine Sache, sich selbst in Lebensgefahr zu bringen eine ganz andere!
Du schreibst, Du würdest 600m vor der Unfallstelle anhalten. OK, sehr schön. Schau mal auf der BAB, wenn die Hinweistafel "Ausfahrt in 500m" kommt, ob Du den blauen "AUSFAHRT"-Pfeil erkennen kannst und ob damit alles in Ordnung ist. Das mag im Stand vielleicht klappen, aber um 600m vorher anhalten zu können, musst Du ja auch noch bremsen. Also nimm Dir die 1000m Tafel. Jetzt wird eine Lageeinschätzung schon schwierig, oder? Genau!
Schau Dir mal die Entfernungen von Warndreiecken auf dem Pannenstreifen bis zum Pannenfahrzeug an. Was fällt Dir auf? Richtig, sie stehen viel zu dicht am Auto. Hast Du schon mal ein Warndreieck aufgestellt? Weisst Du, wie weit 500m sind und wie klein Dein Auto zu Fuß auf einmal wirkt? Da verschätzen sich manchmal sogar alte Hasen!
Ich kann Dir nur eines Raten: Bleibe bei Deinem Hilfsgedanken! Das ist sehr lobenswert! Aber setze es korrekt um! Eigensicherung geht vor! Immer! Halte HINTER der Unfallstelle an. So hälst Du Platz für die Rettungskräfte und Du kannst Dir im Vorbeifahren ein erstes Bild schaffen. Bevor Du aussteigst, setze den Notruf ab (Nur wenn Du einen Standstreifen hast, sonst erst mal raus aus dem Auto, oder weiter bis zur nächsten Rettungsbucht, das ist situationsbedingt) Gib eine erste Lage durch: Anzahl der Autos, sichtbare Verletzte/Eingeklemmte usw.
Der Vorteil vom Telefonat IM Auto ist unter Umständen die geringere Geräuschkulisse. Stell Dich mal auf den Standstreifen hinter die Leitplanke und versuche zu telefonieren. Eine befahrene BAB ist LAUT...
Als nächstes aussteigen, Warnweste an und mit dem Warndreieck entgegen der Fahrtrichtung laufen. Auf höhe der Unfallstelle kannst Du noch mal peilen was los ist. Wenn jemand ansprechbar ist, dann sage ihm, dass Hilfe unterwegs ist. Das ganze machst Du vom Seitenstreifen aus durch zurufen. Bleibe rechts! Es ist Dein Leben!
Wenn das Warndreieck aufgestellt ist (500m hin und wieder zurück ergeben 1000m Laufweg, das wird kein Sprint...) dann kannst Du überlegen was Du tust. Wenn Du der einzigste Helfer bist (und das ist leider sehr wahrscheinlich) dann überlege Dein weiteres Vorgehen.
Wie sieht der Mittelstreifen aus? Breite Doppelplanke und Platz dazwischen? Bist Du Mutig? Dann warte eine SEHR große Verkehrslücke ab und wechsele auf die Mitte. VORSICHT! Alles was jetzt kommt musst Du nicht machen, das Risiko ist sehr hoch! Aber wenn, dann achte immer auf Deine Eigensicherung. Also, Du willst mehr machen und bist immer noch alleine. Also wechsele auf den Mittelstreifen (hinter der Unfallstelle) und nähere Dich der Unfallstelle. Schaffe Dir einen weiteren Überblick und hoffe, dass die Rettungskräfte bald da sind. Wenn Du mehr Details zum Unfall/Verletzten usw. erkennst, gib dies der Einsatzleitstelle durch. Eventuell werden aufgrund Deiner Beobachtungen weitere Rettungskräfte alarmiert. Hubschrauber, zusätzliche Rettungswagen, Feuerwehr, Notarzt usw...
Spätestens jetzt sollte die Autobahnpolizei da sein, wahrscheinlich aber schon, während Du noch mit dem Dreieck beschäftigt bist...
Also: Achte auf Eigensicherung! Setze den Notruf so früh wie möglich ab! Begib Dich nicht auf die Fahrbahn, wenn es sich vermeiden lässt!
Aber vorallem: Bleibe bei Deiner Haltung, anderen helfen zu wollen. Aber pass dabei auf DICH auf! Nur dann kommt Hilfe an!
Vielen Dank für die "Anleitung". Da war einiges dabei, was ich wahrscheinlich mit 17 Jahren Führerschein falsch gemacht hätte.
Weil es grundsätzlich zum Thema passt und auch (zur Abwechslung mal 😉) etwas positives ist:
Ich fuhr am Sonnabendmorgen auf der gut ausgebauten aber kurvenreichen B 51, als mich kurz vor Prüm ein Fahrzeug von der Gegenfahrbahn heftig anblinkte. Andere, entgegenkommende Wagen hatten das nicht getan.
Erster Gedanke: Geschwindigkeitskontrolle, vielleicht Tempo 70 statt 100 und Du hast es übersehen ? Ich habe auf auf jeden Fall erst einmal das Tempo deutlich verringert, alle Wagen auf meiner Spur taten das.
Und dann sah ich am Straßenrand einen Polizisten, der dabei war, eine Unfallstelle abzusichern: Ein Wohnwagengespann war verunglückt. Wenig später kam die Warnung vor dem Unfall an der unübersichtlichen, abschüssigen Stelle auch auf RPR1.
Danke an den unbekannten Autofahrer, der im Gegensatz zu den anderen nicht nur gegafft sondern mitgedacht hat !