Unfall durch plötzliches Bremsen, durch Fehleinschätzung des Vorausfahrenden.
Guten Tag,
es geht mir um die Frage wer hier Schuld hat, bzw. wie die Schuld verteilt ist.
Folgender Fall:
Auto1 und Auto2 fahren auf eine T-Kreuzung(voll einsehbar) zu um Rechts abzubiegen. Es ist wenig Verkehr.
Es ist Rot und ein Grünes-pfeil-Schild. Beide AUtos halten vorschriftsgemäß an der Linie bei der Ampel.
Dann fährt Auto1 zügig los um rechts abzubiegen, Auto2 fährt auch zügig los.
Allerdings bremst AUto1 dann plötzlich während der Einfahrt in die Kreuzung ab, obwohl ein kreuzendes Auto noch sehr weit entfernt ist (50kmh Gebiet) ,so dass Auto 2 nun auffährt. -> Der Fahrer hat nach links geschaut um den QUerverkehr zu beobachten.
So. Wie seht ihr das?
Ich habe neulich gelesen, dass nach dem abrupten Abremsen nach dem Anfahren an einer grünen Ampel, der Abremsende Schuld sein kann(ist ja immer eine Einzelfallbetrachtung).
In diesem Fall würde ich auf 50;50 tippen.
Beste Antwort im Thema
Ich vermute dem TE ist es selbst passiert und nun darf es nicht sein das er als guter Fahrer der Schuldige ist. Hier muss unbedingt etwas her damit der andere auch was ab bekommt. Keine Chance! Fahrzeug 1 macht alles richtig. Fahrzeug 2 hatte die Augen sonst wo
76 Antworten
Zitat:
Trotzdem steht der Depp dann vorne, was für Gründe könnte es denn geben die KANN-Bestimmung nicht zu nutzen (und damit den Verkehrsfluß zu verbessern)?
Vielleicht hat er ja beim zügigen Losfahren, das von links kommende Auto noch im Augenwinkel wahrgenommen, konnte in dem Moment aber nicht einschätzen wie weit es weg ist und zack, sicherheitshalber abrupt gebremst.
Fahrer Nr.2 wollte nach linksschauend die Lücke ausnutzend, ohne nochmals anzuhalten, genauso zügig hinterherstiefeln und da hat's BUMM gemacht.
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 16. Dezember 2016 um 13:31:37 Uhr:
Warum ich den generell nicht nutze erklärt das aber nicht.Gruß Metalhead
Da sind wir unter uns, wenn es nicht geht, juckt der mich auch nicht. Es wird niemand gezwungen da abzubiegen. Bei einem grünen "Ampelpfeil" sieht das schon anders aus.
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 16. Dezember 2016 um 13:12:05 Uhr:
Zitat:
@Zahn schrieb am 16. Dezember 2016 um 10:35:06 Uhr:
Der Grund liegt darin, dass diese beiden dann Macht demonstrieren können.
Hää??
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 16. Dezember 2016 um 13:12:05 Uhr:
Zitat:
Ich glaube, dass manche VT den im Dunkeln einfach wirklich nicht sehen/erkennen. Bei auswärtigen VT ist er manchmal auch völlig unbekannt.
Das ist nachvollziehbar, aber hier hat ja jemand geschrieben daß er an grünen Blechpfeilen anhält und dann die, die dahinter hupen, die Idioten sind. Das erschließt sich mir nicht.Gruß Metalhead
Der Kern des Idiotismus ist vermutlich der, dass ein Idiot alle anderen für die Idioten hält. 😁 Nicht fahren zu müssen, das ist das Eine. Anderen ein (vermeidbares) Hindernis zu sein, das ist das Andere. Wer sich nicht traut, der kann ja in angemessenem Abstand zur Ampel am Straßenrand anhalten und sich dieser erst dann annähern, wenn die "Gefahr" vorbei ist oder jemand zusteigt, der im Verkehr ein Fahrzeug sicher zu führen weiß. Als Modell für die Realität wird sich das aber kaum durchsetzen.
Zitat:
@Zahn schrieb am 16. Dezember 2016 um 10:35:06 Uhr:
Zitat:
@azrazr schrieb am 16. Dezember 2016 um 07:39:27 Uhr:
Sagen wir mal so... Die Feststellung der Tatsache, dass man bei Grünpfeil nicht fahren MUSS, löst bei Dir Hektik aus. Das ist Dein persönliches Problem.
Nö, ich hab doch geschriebe, dass ich nicht hupe.
Missempfindungen hätte ich nur, wenn ich den Grund kennen würde.
Das ist jetzt bei dir der Fall. Aber da ich ja nicht weiß, wer du im RL bist, kann ich mich über dich auch nicht aufregen.
Zitat:
@Zahn schrieb am 16. Dezember 2016 um 10:35:06 Uhr:
Zitat:
@metalhead79 schrieb am 16. Dezember 2016 um 09:29:52 Uhr:
Trotzdem steht der Depp dann vorne, was für Gründe könnte es denn geben die KANN-Bestimmung nicht zu nutzen (und damit den Verkehrsfluß zu verbessern)?Gruß Metalhead
Der Grund liegt darin, dass diese beiden dann Macht demonstrieren können.
Nochmal zur Klarstellung!
Wir reden hier vom Schild, nicht von der Ampel! Aus welchen Gründen ich nicht Abbiegen, ist dem Hintermann doch gar nicht bekannt. Schild nicht gesehen, Ortsfremd, unübersichtliche Situation und was weiß ich noch alles könnten Gründe sein.
Sollte von hinten jetzt das Hupkonzert los gehen, habe ich dafür kein Verständnis. Das hat nichts mit Machtdemonstration zu tun.
Gerade im Westen ist der Pfeil eher selten an zutreffen und für Fahranfänger eine echte Herausforderung.
Und mal ehrlich, von was für einem Zeitraum reden wir hier denn? Bestimmt nicht von Minuten, sondern eher von Sekunden.
Anders sieht es bei der Ampel mit Abbiegepfeil aus. Aber darum geht es hier ja nicht.
Gruß,
der_Nordmann
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Zitat:
@der_Nordmann schrieb am 16. Dezember 2016 um 14:32:57 Uhr:
Aus welchen Gründen ich nicht Abbiegen, ist dem Hintermann doch gar nicht bekannt. Schild nicht gesehen, Ortsfremd, unübersichtliche Situation und was weiß ich noch alles könnten Gründe sein.
Sollte von hinten jetzt das Hupkonzert los gehen, habe ich dafür kein Verständnis.
Wieso? Man darf den dann doch aufwecken. Schild nicht gesehen, kann ja passieren, dann hupt man kurz (nicht auf dem Hupenknopf einschlafen) und schon geht's weiter.
Ortsfremde können da auch abbiegen (übersehen das evlt., wo wir wieder bei übersehen wären).
Unübersichtliche Situation? Naja, für gewöhnlich sind die Pfeile ja schon an ehr unkomplizierten Stellen.
Wenn sich da irgendein Knäul gebildet hat und man erst mal abwartet wird vermutlich auch keiner Hupen.
Ich habe nur auf die Aussage "ich muß da nicht abbiegen, also tue ich es nicht und alle hinter mir die sich darüber aufregen sind Idioten", geantwortet daß in dem Fall der Idiot vorne steht.
Zu dieser Meinung stehe ich weiterhin.
Gruß Metalhead
Wenn einer bei rot über die Ampel rast, muß ich auch bei grün scharf bremsen. Damit muß jeder, der hinter mir fährt, rechnen.
Äh nein, damit muss ein Hintermann nicht rechnen. Dazu gab es erst kuerzlich ein Urteil, weil jemand nach dem Gasgeben bei gruen ploetzlich scharf bremste, warum auch immer ist erstmal zweitrangig.
Zitat:
@Bahnfrei schrieb am 21. Dezember 2016 um 22:41:48 Uhr:
Äh nein, damit muss ein Hintermann nicht rechnen. Dazu gab es erst kuerzlich ein Urteil, weil jemand nach dem Gasgeben bei gruen ploetzlich scharf bremste, warum auch immer ist erstmal zweitrangig.
Wenn der vorder Mann scharf bremsen musste u. der hinterher Fahrende, fährt auf hat der Auffahrende gepennt, zu langsam reagiert oder hatte ZUWENIG abstand, denn auch der vorrausfahrende hat einen entsprechenden Bremsweg!
Heutzutage würde ich davon ausgehen, das der Abstand zugering gewesen ist gepaart mit langsamen Reaktionen!
MfG Günter
Der Auffahrende muss darlegen und beweisen, dass der Bremser keinen Grund für das Bremsen hatte. Viel Spaß bei der Beweisführung. (das ist übrigens nicht neu, sondern ein alter Hut)
Nein. Den Beweis muss er fuehren wenn die Haftung zu 100% auf den Bremser uebergehen soll, anstatt zu "nur" 2/3!
Ohne die Aussage der Zeugin, die gleichzeitig mutmaßlicher Grund für die unfallursächliche Bremsung war, hätte das Urteil ganz anders aussehen. Ob sie wohl auch eingeräumt hätte, sie habe nur mit Mühe noch vor der Kreuzung halten können, wenn sie selbst unachtsam gewesen oder zu schnell gefahren wäre?
So eine Personalunion vor Gericht ist heikel. 2 gegen 1.
Zitat:
@Bahnfrei schrieb am 23. Dezember 2016 um 20:45:49 Uhr:
Nein. Den Beweis muss er fuehren wenn die Haftung zu 100% auf den Bremser uebergehen soll, anstatt zu "nur" 2/3!
Das wertest Du nicht ganz richtig. In deinem Fall war der Grund des Bremsens als Beweismittel verfügbar - was ein enormer Zufalll ist - und hat zur Überzeugung des Gerichts das eigene Verhalten als wahrnehmbar gefahrlos als Zeuge bekundet. Der entweder zu geringe Abstand und/oder die zu hohe Geschwindigkeit des Auffahrenden, führten dann zur dortigen Haftungsverteilung. Das ist nicht neu, sondern nur extrem selten der Fall.
Versteht mich nicht falsch. Ich kann dichtes Auffahren nicht ausstehen. Ich wollte lediglich HairyOtters Aussage relativieren, dass man nicht grundsaetzlich mit einem scharfen Bremsmanoever an der gruenen Ampel rechnen muss. Wer bei einem Unfall Schuld hat entscheiden im Einzelfall die Gerichte.
Zitat:
@Bahnfrei schrieb am 23. Dezember 2016 um 20:35:30 Uhr:
http://www.verkehrsunfallsiegen.de/.../
Jetzt stell dir vor die Radfahrerin, wäre nicht zum stehen gekommen u. die Beklagte wäre OHNE zubremsen in die Radfahrerin hineingefahren, weil sich auf diese Regelung vertraut hat: (Sinngemäß stark vereinfacht formuliert) "eine Lichtzeichenanlage dazu dient die Verkehrsteilnehmer "auseinder zuhalten" u. jeder hat sich daran zuhalten!".
Ob dann auch auf "draufhalten" weil jeder hat sich an die Regeln zuhalten argumentiert worden wäre oder hätte man der Beklagten dann vorgeworfen NICHT rechtzeitig gebremst zu haben!?
Das Urteil mag Juristisch i.O. sein, Menschlich halte ich es eher für bedenklich!
PKW gegen PKW, das sind zwei "gleichwertige Gegner" aber PKW gegen Radfahrer/ Fußgänger da "zieht" der Rad/ Rußgänger ganz schnell den kürzeren! Permanent wird einem als Motoresiertem VT nahegelegt rücksicht auf die schwächeren VT zunehmen. Da entscheidet frühzeitiges ENERGISCHES Bremsen darüber ob ich bestenfalls noch vor der Person zum stehen komme oder die Person nur noch mit einpaar km/h "anfahre" falls Sie doch auf meine Fahrspur gelangen sollte. Später oder "weicher" bremsen u. ich "erwische" die Person mit etlichen km/h mehr u. das endet dann schnell mit deutlich schlimmeren folgen für die Person!
Es obligt meiner Einschätzung als Fahrzeugführer wie ich eine Situation einschätze, bei entsprechender "Beobachtung" des "Umfeldes" kann aber auch der nachfolgende Verkehr erkennen, das sich eine Situation "anbannt" die mich zum handeln zwingen könnte...!
Von mir als VT wird ja auch erwartet das ich auf das verhalten von anderen VT´s achte! Wenn z.B. ein VT vor mir sein schon "niedriges" Landstrassentempo trotz bester Wetter/ Sichtverhältnisse vor einer Kurve, die selbst von vollbeladenen 40t LKW mit 80km/h durchfahren wird, auf 50km/h reduziert, dann kann ich dem doch nicht ins Heck fahren nur weil sein bremsen für mich vollkommen unlogisch ist u. jeglicher vernünftigen Grundlage (ausser seiner unfähigkeit ein FHz. zuführen) entbehrt!
Einerseits stetige Rücksichtnahme und mit den Fehlern anderer rechnen fordern u. dann solche Urteile!
MfG Günter