Überholprestige 3er BMW
Hallo Zusammen,
ich fahre jetzt seit ca. 2 Monaten einen 330d F31. Vorstellung im Forum vorhanden.
Ich bin jetzt öfter auch auf der AB unterwegs gewesen. Der Wagen ist ja durchaus potent und einer der schnelleren fahrbaren Untersätze.
Kann es sein, dass der Dreier in irgendeiner Art und Weise Ignoranz steigert, oder Aggressionen anderer Verkehrsteilnehmer hervorruft?
Ich war vorher in einem F11 520d unterwegs. Der hatte mehr Überholprestige, als Leistung. Im A6 hatte man auch eine gewisse Präsenz.
Nun ist der 3er das potenteste Fahrzeug der letzten 6 Jahre und ich hatte mehrfach brenzlige Situationen, ohne selbst aggressiv zu agieren. Ausbremsen, reinziehen, "ignorieren". Ich hab den Eindruck, dass das Auto gar nicht richtig ernst genommen wird.
Im F11 hatte ich das Problem, dass andere Fahrzeuge rechts rüber gingen, aber ich kaum vorbei kam. Jetzt könnte ich locker vorbei - aber eben nur rechts 🙂
Wie sind eure Erfahrungen? Freue mich auf den Austausch.
Joe
Beste Antwort im Thema
"Überholprestige" setzt voraus, dass vorausfahrende Fahrzeuge überhaupt einen Blick in den Rückspiegel riskieren.
353 Antworten
Das Problem ist, dass nur wenige Fahrzeuge in der Lage sind, bei 180 zügig vorbeizuziehen, und der 180-Fahrer Gefahr läuft sich hinter einen LKW "einbremsen" zu müssen. Wenn jemand eh schon 180 fährt, dann bin ich nicht so streng, er tut eh was er kann.
Zitat:
@Berba11 schrieb am 19. Juli 2017 um 13:20:15 Uhr:
Zitat:
@MartinBru schrieb am 19. Juli 2017 um 13:01:46 Uhr:
Am liebsten sind mir die Spezialisten, die gerade so lange links bleiben, bis man die eigene Geschwindigkeit auf ihre reduzieren musste und dann, wenn sie ihr Ziel erreicht haben, Platz machen.Wenn sie gleich rüber fahren würden, wäre man längst vorbei, bis die rechte Lücke aus ist und sie könnten dann wieder auf die linke Spur. Viele haben aber Angst, dass sie nie wieder rauskommen und hinter einem LKW gefangen sind, wenn sie jemals rüberfahren.
Touché!! Genauso erlebe ich das auch immerwieder!! Das ist für mich auch eine Form von Nötigung! Andere zwingen, auf ihre Geschwindigkeit runterzubremsen, ob es die sind, die mit 110 einfach mal eben nach links ziehen und 5 min mit Tempomat drei 107,5 fahrende überholen, oder die , die Links zB mit 120 fahren und gefühlt 10 kosmosgrosse Lücken rechts "übersehen", um dann irgendwann von der Autobahn abzufahren.
Genau so ist es,und komischerweise sind es meistens die kleinen Fahrzeuge die lange hinter einen LKW fahren und wenn ich mit meinem BMW rankomme sie komischerweise ausscheren dann vor deiner Nase sich nisten und dann knappe 110kmh fahren und wenn ich mit dem Golf unterwegs bin schert keiner aus wenn ich auf der linken spur fahre.So frei nach dem moto,das Premium Fahrzeug lasse ich nicht vorbei.Aber gut,da ich ein entspannter fahrer bin und die unterschiede sehe zwischen den BMW und den Golf wie andere sich dementsprechend sich verhalten lässt mich das kalt 😉
Zitat:
@Dr_Kourani schrieb am 19. Juli 2017 um 14:18:18 Uhr:
Mal eine Frage am Rande:
Wie lange braucht man bis man jemanden überholt und wieder rechts/ auf mittelspur einsetzt?
Wenn die Antwort lange ist dann hätte man gar nicht überholen sollen/müssen.
Wenn die Antwort nicht lange lautet, dann werden die Kollegen mit >180 km/h nicht ausgebremst weil man sie angeflogen sieht und man überholt wenn die linke Spur frei ist.
Wenn jemand so viel schneller ist, dann kann ich auch mal rüberziehen und meine Geschwindigkeit kurzzeitig reduzieren. Meine Gründe:
1. Ich gönne dem anderen seinen Spaß
2. Es ist viel sichere für alle Anwesenden
3. Ich vermeide unnötige Aggressionen und Wut über zu dichtes Auffahren des Hintermanns und vermeintliches Schleichen meinerseits.
Ich gebe zu dass ich es nicht immer schaffe mit dieser Einstellung Auto zu fahren.
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In Zeiten als man den Fahrzeugen an der Front schon eine gewisse Leistungsfähigkeit ansah, hat das Thema Überholprestige noch eine größere Rolle gespielt, finde ich. Heutzutage sieht doch der kleine 18d mit M-Paket vorn "gefährliches" aus als ein 340i in Luxury. Da geht man dann mal nach rechts in eine rel. kleine Lücke und dann braucht das vermeindliche PS-Monster links ne halbe Stunde um an einem vorbei zu fahren. Das macht man dann zwei - drei mal und dann ist das durch. Leider haben wohl deshalb viele Autofahrer eher nachteilig dazu gelernt.
Ich bin auf freigegebenen und freien Autobahnen selten unter 200km/h unterwegs und es gibt wirklich noch ne ganze Reihe Fahrzeuge, die dann noch vorbei wollen. Natürlich mache ich dafür Platz, wenn es geht.
Zitat:
@gogobln schrieb am 19. Juli 2017 um 15:47:33 Uhr:
In Zeiten als man den Fahrzeugen an der Front schon eine gewisse Leistungsfähigkeit ansah, hat das Thema Überholprestige noch eine größere Rolle gespielt, finde ich. Heutzutage sieht doch der kleine 18d mit M-Paket vorn "gefährliches" aus als ein 340i in Luxury.
Genau,und mein 320i F30 ist ja auch keine rakete,und vorallem auch nicht seit meiner die Performance Nieren gekriegt hat,verstehe ich nicht 😁😁😁
Zitat:
@147m.k schrieb am 19. Juli 2017 um 11:41:14 Uhr:
Überholprestige ist was für den Stammtisch😉
Leider nicht. Die Frage ist, ob man das ganze "Überholprestige" nennen sollte, aber Autofahren ist Psychologie und die Wahl des Fahrzeuges hat definitiv eine Wechselwirkung im Straßenverkehr.
Die Anzahl der Nötigungen, die man ertragen muss ist mit meinem aktuellen 125d signifikant höher als sie mit meinem 420d zuvor war.
Zitat:
@khuber schrieb am 19. Juli 2017 um 14:54:54 Uhr:
Das Problem ist, dass nur wenige Fahrzeuge in der Lage sind, bei 180 zügig vorbeizuziehen, und der 180-Fahrer Gefahr läuft sich hinter einen LKW "einbremsen" zu müssen. Wenn jemand eh schon 180 fährt, dann bin ich nicht so streng, er tut eh was er kann.
Das gilt aber nur, wenn der Überholer nicht fahren kann. Denn wer zügig überholen will, der baut rechtzeitig Überschussgeschwindigkeit auf! Wenn ich natürlich erst beschleunige, wenn jemand vor mir in eine eher enge Lücke fährt, dann ist's zu spät.
Oder aber das Auto muss leistungsstark genug sein 😉
Zitat:
@gogobln schrieb am 19. Juli 2017 um 15:47:33 Uhr:
In Zeiten als man den Fahrzeugen an der Front schon eine gewisse Leistungsfähigkeit ansah, hat das Thema Überholprestige noch eine größere Rolle gespielt, finde ich. Heutzutage sieht doch der kleine 18d mit M-Paket vorn "gefährliches" aus als ein 340i in Luxury. Da geht man dann mal nach rechts in eine rel. kleine Lücke und dann braucht das vermeindliche PS-Monster links ne halbe Stunde um an einem vorbei zu fahren. Das macht man dann zwei - drei mal und dann ist das durch. Leider haben wohl deshalb viele Autofahrer eher nachteilig dazu gelernt.Ich bin auf freigegebenen und freien Autobahnen selten unter 200km/h unterwegs und es gibt wirklich noch ne ganze Reihe Fahrzeuge, die dann noch vorbei wollen. Natürlich mache ich dafür Platz, wenn es geht.
Das stimmt wohl beides (Aussehen und Fahrzeuge über 200kmh).
Dass es mal so etwas wie Überholprestige wirklich gab, habe ich nur in der Zeit gemerkt, wo Oberklasse- und obere Mittelklasse Fahrzeuge Xenon bekamen. Wenn man da in so einem Fahrzeug saß, konnte man wunderbar beobachten, wie die Straße frei gemacht wurde.
Nun kann man an jedem Opel Corsa Xenon bekommen, und da ein Audi A1 bald wie ein A8 aussieht, ist es damit auch nicht mehr weit her. Niemals vorher und danach ist mir so etwas wie Überholprestige wirklich aufgefallen. Was da wirklich noch "Eindruck" macht, sind die BMW Ringe, wenn kein Abblendlicht an ist. Alle anderen Tagfahrlichter unterscheiden sich kaum mehr.
Zitat:
@afis schrieb am 19. Juli 2017 um 16:18:54 Uhr:
Denn wer zügig überholen will, der baut rechtzeitig Überschussgeschwindigkeit auf! Wenn ich natürlich erst beschleunige, wenn jemand vor mir in eine eher enge Lücke fährt, dann ist's zu spät.
Mit der Technik wäre ich schon fast ein paarmal dem Vordermann draufgeknallt. Drum habe ich mir jetzt angewöhnt erst Gas zu geben, wenn die Spur wirklich frei ist.
Zitat:
@MajoOPC schrieb am 19. Juli 2017 um 11:18:20 Uhr:
Nur wenn man mit 180 auf der linken Spur fährt, heißt es ja nicht das man keinen Platz macht. Abgesehen davon kommt sehr sehr selten überhaupt jemand. Ich sehe es jedenfalls nicht ein für 500m auf die rechte Spur zu Wechsel und anschließend wieder nach links. Bedeutet wenn rechts langsamer Verkehr herrscht dann bleibe ich, außer bei großen Lücken, natürlich auch links. Jetzt könnt ihr zwar mit Rechtsfahrgebot kommen, das interpretiere ich jedoch etwas anders. Ein Gesetz wird mir nie empfehlen auf der Autobahn Slalom zu fahren.
Ich sage es mal so, es ist inzwischen lästig geworden, mit den 180 km/h Linksschleichern auf der linken Spur, die annehmen, dass von hinten nichts mehr kommt und auch keinen Platz machen, wenn man schneller von hinten ankommt (das ist jetzt nicht auf dich bezogen, sondern solche Autofahrer ärgern mich halt). Klar, man darf es nicht sklavisch sehen, ständig nach rechts zu wechseln, aber man sollte schon regelmäßig in den Rückspiegel schauen.
Andererseits, wer von hinten schnell ankommt, kann natürlich auch seine Überholabsicht rechtzeitig kundtun (Lichthupe). Dennoch gibt es immer noch die, die mit ihren Spurwechsel solange warten, bis man auf deren Geschwindigkeit abgebremst hat. 🙁
Gruß
Uwe
Ich finde die Unterhaltung grade echt interessant. Vor allem die doch sehr unterschiedlichen Argumente und geschilderten Situationen welche ich alle nachvollziehen kann.
Und das man hier grad schön diskutieren kann ohne das es ins persönliche geht... Dafür ein Daumen hoch🙂
Ich muss halt auch sagen, das ich nicht immer gleich die Fahrbahn räume, wenn ich mit >180 eine Kolonne überhole und dann die vermeintliche Lücke, in die ich meinem auffahrendem Hintermann zufolge hätte vielleicht nutzen sollen ausgelassen habe. Das passiert dann aber auch nur wenn ich dann beim rechts rüber ziehen stark in die Eisen stapfen müsste um nicht aufzufahren. Wenn rechts frei ist mach ich natürlich sofort Platz. Versteht mich nicht falsch. Oftmals wird dicht aufgefahren und Lichthupe gegeben und man hat objektiv gar nicht die Möglichkeit Platz zu machen.
Komischerweise fällt mir das eigentlich nur in der Passat, C Klasse, A4 und 3er Fahrergemeinschaft auf😕
Viele Grüße
Zitat:
@khuber schrieb am 19. Juli 2017 um 14:54:54 Uhr:
Das Problem ist, dass nur wenige Fahrzeuge in der Lage sind, bei 180 zügig vorbeizuziehen, und der 180-Fahrer Gefahr läuft sich hinter einen LKW "einbremsen" zu müssen. Wenn jemand eh schon 180 fährt, dann bin ich nicht so streng, er tut eh was er kann.
Ja, das kommt vor, aber man braucht sich nicht einbremsen zu lassen, denn wenn der auf der linken Seite nicht schnell genug beschleunigen kann, geht man selber kurz vom Gas und schwups, schon ist der links vorbei.
Ich halte es inzwischen so, und dies hat sich gut bewährt. Es ist nun mal so, dass nicht alle Fahrzeuge von 180 km/h aus gut beschleunigen können und warum sollte man denen nicht etwas helfen, indem man selber kurz etwas vom Gas geht?
Gruß
Uwe