Treibstoffverbrauch Werksangaben / Realität zum Modell C200 7G Tronic Plus

Mercedes C-Klasse W205

Hallo C200 Fahrer,

ich besitze den C200 W205 AMG Line und bin jetzt um die 4.000km unterwegs, davon die meisten km Autobahn, 80% im Eco Mode. Aircon meistens aus. Mein Verbrauch liegt jetzt bei 7,9 L Benzin/100 km (E10)

Ich finde das immer noch ein Wahnsinnswert und komme nicht mal nahe an die Werksangaben ran.

Wie geht es Euch dabei? Könnten die Conti Sport Reifen schuld daran sein? Lt Conti selbst ist der Reifen nicht verbrauchsoptimiert ausgelegt.

Werksangaben Mercedes Benz C200:

Treibstoffverbrauch städtisch (l/100 km)
7,3–6,8 (7,2–6,8)
Treibstoffverbrauch ausserstädtisch (l/100 km)
4,7–4,4 (4,7–4,4)
Treibstoffverbrauch gesamt (l/100 km)
5,7–5,3 (5,6–5,3)

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von sekpol


ich besitze den C200 W205 AMG Line und bin jetzt um die 4.000km unterwegs, davon die meisten km Autobahn, 80% im Eco Mode. Aircon meistens aus. Mein Verbrauch liegt jetzt bei 7,9 L Benzin/100 km (E10)

Ich finde das immer noch ein Wahnsinnswert und komme nicht mal nahe an die Werksangaben ran.

Wie geht es Euch dabei? Könnten die Conti Sport Reifen schuld daran sein? Lt Conti selbst ist der Reifen nicht verbrauchsoptimiert ausgelegt.

Der Kraftstoffverbrauch wird von Mercedes nach einem vorgeschriebenen Zyklus ermittelt. Dieser ist für viele Fahrer/Fahrprofile realitätsfern. Beispielsweise wird weder innerstädtischer Stop-and-Go-Verkehr berücksichtigt, noch wird zügig beschleunigt. Auch eine typische Fahrt auf deutschen Autobahnen wird nicht abgebildet, da die Spitzengeschwindigkeit im Normzyklus nur 120 km/h beträgt (und diese Geschwindigkeit wird auch nicht lange gehalten). Daher ist es völlig normal, dass der Praxisverbrauch in den meisten Fällen nach oben abweicht, gerade, wenn das Fahrprofil viele Autobahnkilometer mit Geschwindigkeiten von mehr als 120 km/h beinhaltet (was ich hier vermute). Umgekehrt ist es aber bei sanftem Fahren unterhalb des Zyklus-Geschwindigkeitslimits von 120 km/h ohne starkes Beschleunigen, ohne Stop-and-Go-Verkehr usw. durchaus möglich, die angegebenen Kraftstoffverbräuche zu erreichen.

Und bevor auf Mercedes geschimpft wird: Die haben den Zyklus nicht festgelegt, müssen sich aber nach ihm richten und tun gut daran, ihre Autos entsprechend zu optimieren, da die Zykluswerte vielfach relevant sind.
Außerdem wird bspw. in der Preisliste explizit darauf hingewiesen, dass sich die Verbrauchsangaben "nicht auf ein einzelnes Fahrzeug" beziehen und "nicht Bestandteil des Angebotes" sind, sondern "allein Vergleichszwecken zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen" dienen (Preisliste C-Klasse W205, Stand 07.04.2014, S.46).

Weiterhin sei angemerkt, dass Mercedes die Zyklusfahrten mit einem serienmäßigen Fahrzeug (ohne jegliche Sonderausstattung mit einem Fahrer von 68 Kg Gewicht und einem zu 90% gefüllten Kraftstofftank (im Fall des W205 90% von 44l)) durchführt. Das heißt, dass ein C200 Automatik mit AMG Line, breiteren Reifen und ein paar Extras locker mal 100 Kilo mehr auf die Waage bringen kann als das nackte Serienauto. Auch das wirkt sich bei jeder Beschleunigung auf den Verbrauch aus.

Davon mal abgesehen: Ein Verbrauch um 8l/100 Kilometer für eine C-Klasse mit üppiger Ausstattung und 184 PS ist, fernab der Zykluswerte betrachtet, durchaus in Ordnung.

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Zitat:

@Kimi140 schrieb am 2. Mai 2014 um 17:31:26 Uhr:


Dann mach du das so. Du glaubst ja sowieso nur deine eigene Meinung.

Es ist tatsächlich so, dass sich manche Motoren besonders gut zum Erreichen von möglichst günstigen EU - Verbrauchswerten eignen. Schlag mal die aktuelle Auto, Motor & Sport auf und sieh Dir den Extremvergleich zwischen dem Ford Mondeo 1.0 (Downsizing in Maximalform) und dem Ford Mustang 5.0 (Hubraum in Maximalform) an. Während der der Mustang seine Angabe von 13,6 Litern selbst bei konstant 170 km/h noch deutlich unterbot, konsumierte der Mondeo mal eben das Doppelte von dem, was laut Werk angegeben war. Letzterer erreichte diesen Wert (5,1 Liter auf 100 km) nicht einmal bei Schleichfahrt auf der Landstraße, während der Mustang hier 40 % weniger als das, womit er angegeben war, konsumierte. Von daher: Downsizing bringt in erster Linie etwas im Prospekt, auf der Straße jedoch nicht. Das muss man im Hinterkopf behalten, um nicht enttäuscht zu werden.

Zitat:

@Joolo schrieb am 10. Januar 2015 um 01:54:14 Uhr:


Zudem sind große Räder doppelt spritfressend, zum einen wegen des direkten Mehrverbrauchs (Aerodynamik, Rollwiderstand) und zum anderen aufgrund des indirekten bedingt durch die längeren Gesamtübersetzung, die dazu verleitet das Gaspedal entsprechend intensiver zu streicheln so dass die gleiche Fahrdynamik entsteht.

Es ist egal, welches Reifenformat verbaut wird, der Abrollumfang ist immer identisch, plus / minus kleine Toleranz. Ansonsten würde der Tachometer nicht mehr stimmen. Und abgesehen davon: Eine längere Gesamtübersetzung spart Sprit ein, nicht andersherum.

Der Abrollumfang mag zwar identisch bleiben, jedoch sind meist größere Reifen auch breiter, daher mehr Rollwiderstand und daher steigt der Spritverbrauch. Zudem sind größere Räder meist schwerer, auch das trägt zur Verbrauchserhöhung bei.

Zitat:

@stilo1985 schrieb am 23. Juli 2016 um 14:32:19 Uhr:


Der Abrollumfang mag zwar identisch bleiben, jedoch sind meist größere Reifen auch breiter, daher mehr Rollwiderstand und daher steigt der Spritverbrauch. Zudem sind größere Räder meist schwerer, auch das trägt zur Verbrauchserhöhung bei.

Dass mehr Reifenbreite den Abrollwiderstand erhöht, welcher sich wiederum benachteiligend auf den Verbrauch auswirkt, hat ja keiner bestritten. Mir ging es lediglich um den Punkt mit dem Abrollumfang, welcher sich in zweierlei Hinsicht nicht auf den Verbrauch auswirken kann:

1. Er steigt im Regelfall nicht nennenswert an
2. Wenn er es doch täte, wäre der Verbrauch danach nicht höher

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Zitat:

@CrankshaftRotator schrieb am 23. Juli 2016 um 16:57:27 Uhr:



Zitat:

@stilo1985 schrieb am 23. Juli 2016 um 14:32:19 Uhr:


Der Abrollumfang mag zwar identisch bleiben, jedoch sind meist größere Reifen auch breiter, daher mehr Rollwiderstand und daher steigt der Spritverbrauch. Zudem sind größere Räder meist schwerer, auch das trägt zur Verbrauchserhöhung bei.
Dass mehr Reifenbreite den Abrollwiderstand erhöht, welcher sich wiederum benachteiligend auf den Verbrauch auswirkt, hat ja keiner bestritten. Mir ging es lediglich um den Punkt mit dem Abrollumfang, welcher sich in zweierlei Hinsicht nicht auf den Verbrauch auswirken kann:

1. Er steigt im Regelfall nicht nennenswert an
2. Wenn er es doch täte, wäre der Verbrauch danach nicht höher

Das stimmt. Wenn der Abrollumfang höher wäre, dann müsste der Verbrauch doch eher sinken !?
Bei meinem 204er war es eher so, dass geringfügig der Abrollumfang etwas kleiner war, wenn ich diesen mit den 245 40 17 ausrechne, anstatt mit den 205 55 16. Aber natürlich alles noch im Rahmen der Toleranz.

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