Toyota Yaris Hybrid - zu hoher Spritverbrauch
Ich fahre seit etwas mehr als einem halben Jahr einen Toyota Yaris Hybrid. Fahrleistung liegt bis jetzt bei etwas über 5000 km. Die Fahrleistung (Beschleunigung, Bergauffahrt) ist schwach. Aber damit kann ich leben. Der Spritverbrauch geht praktisch nie unter 5 l/100 km. Selbst bei völlig gleichmäßiger Landstraßenfahrt und Tempo 100 rutscht der Verbrauch kaum darunter. Zum Vergleich: Mein 7 Jahre alter und 50% schwererer Volvo V50 Diesel braucht im Schnitt keine 5 l/100 km. Bei gleichmäßiger Landstraßenfahrt nur 4 l/100 km.
Hat jemand einen Rat, wie man den Verbrauch auf die versprochenen 3,3 l/100 km bekommt?
M.Boeckh
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@familienrebell schrieb am 22. März 2018 um 11:16:26 Uhr:
Wer Automatik-Antrieb als Nonplusultra braucht, ist nur zu faul zum Schalten.
Wer ein Auto hat, ist nur zu faul zum laufen.
326 Antworten
Zitat:
@broller schrieb am 3. März 2018 um 09:58:38 Uhr:
...in etwa auf eine Tankfüllung 3 Liter weniger benötigt. Zum normalen 100PS-Yaris könnte der Unterschied auf 700km etwas höher ausfallen. Faktisch kann ich mit dem XP9 eine Strecke von 700 bis 750km mit einer Tankfüllung durchfahren unter Ausnutzung der Reserve (Durchschnittsgeschwindigkeit ist da ca. 100km/h auf Gesamtstrecke), das habe ich ausprobiert. Dasselbe Ergebnis mit dem Yaris Hybrid. Der Hybrid fast 36l der XP9 39l Benzin.
...
Etwas umständlich die Betrachtungsweise mit Liter/Tankfüllung.
Lass es einfach rund 0,5 Liter/100 km sein, wenn du den 1.0er sparsam fährst. Der normale 1.5er wurde vom ADAC bei Autobahntempo übrigens sparsamer als der Hybrid gemessen. Die Abweichung dürfte in etwa auch bei rund 0,5 Liter/100 km liegen - sparsam gefahren, also gemächlich Langstrecke.
Je rasanter man fährt oder im Stau steht, desto mehr wird wohl der Hybrid seine Vorteile ausspielen können - wenn man jedoch schnell auf der Autobahn unterwegs ist der normale 1.5er wohl sogar sparsamer.
Auf 100.000 km sind´s dann 500 Liter, also 650 €.
Einen XP9 einfach weiterzufahren, kommt immer deutlich günstiger. Ein neuer 1.0 dürfte selbst auf 200.000 km noch günstiger kommen als der Hybrid (wenn man nicht ständig im Stau steht oder 130 km/h fährt). Ich wollte (bzw. brauchte) etwas neues, es musste nicht das günstigste Angebot sein, wollte mir etwas Luxus gönnen und dennoch mit der Zeit gehen - dann macht ein Yaris Hybrid wohl Sinn. Will man günstig(st) fahren, würde ich tatsächlich einfach zum Space Star rüberschielen.
Fährt genauso sparsam (wenn nicht sparsamer), da deutlich leichter und windschnittiger, kostet aber neu nur 2/3 vom Yaris Hybrid. Es fehlt das elektrische Fahren, er ist deutlich leichter, was bei einem Unfall gegen ein anderes Fahrzeug höhere Beschleunigungswerte zur Folge hat, es fehlt der Notbremsassistent, aber was die Karosseriesteifigkeit und Airbags angeht, ist er absolut auf der Höhe der Zeit, wenn nicht sogar dem Yaris überlegen. Reifen sind auch günstiger, Kundendienst wohl auch - Toyota ist leider eher "Premium". Es gibt außerdem Xenon-Licht, das heller sein könnte...
Ich finds langsam nur noch lustig, wie streng ihr die Werte der vergangenen Tage bewertet. Wie oft haben wir in Deutschland nochmal -10 Grad und kälter? Eine Woche im Jahr, heuer vielleicht zwei? Manche Autos springen da gar nicht mehr an, Diesel versulzt oder sonst was, und ihr regt euch über nen Liter Mehrverbrauch auf, als wäre der Yaris dann unfahrbar. 🙄
Zitat:
@einsdreivier schrieb am 3. März 2018 um 01:32:55 Uhr:
Ich kann´s eben nicht nachvollziehen wie die Leute den Hybrid über alles loben
Wer hat das wo getan?
Zitat:
Perfekt ist der Hybrid nunmal wirklich nicht,
Ist er nicht. Beschissenes Licht, beschissene Heizleistung, beschissene Dämmung, das waren meine Hauptkritikpunkte am Yaris Hybrid (VFL, BJ 2012), darum habe ich den nach nicht mal 3 Jahren gegen meinen Lexus CT getauscht. Tolles LED-Licht, gute Dämmung, dank des EHR-Systems (dass Toyota Deutschland leider allen Yaris- und Aurisfahrern verweigert) sehr gute Heizleistung.
Zitat:
Nichts anfassen und nichts kritisch hinterfragen
Im Gegenteil.
Zitat:
@einsdreivier schrieb am 3. März 2018 um 08:02:11 Uhr:
Gemessen an der Norm also eigentlich eine Unverschämtheit, nicht? 😉
Du NEFZ-Norm ist (war) eine Unverschämtheit, und wie jeder Autohersteller ist Toyota gezwungen, nach dieser Norm die Verbräuche anzugeben. Warte mal die nächsten Jahre ab, alle neuen Modelle müssen nun nach WLTP angegeben werden, das erste Hybridmodell sollte der Auris 3 sein.
Zitat:
aber viel vom Hybrid (elektrisch fahren, Motor abstellen) merkt man nicht,
Du hast das Prinzip Vollhybrid einfach immer noch nicht verstanden, das ist dein Problem. Rein elektrisch zu fahren ist ein reines Abfallprodukt, das trägt kaum zur Verbrauchsreduktion bei, weil fast jeder Meter rein elektrisch zurückgelegt wieder vom Benziner nachgeladen werden muss. Natürlich, ein paar Wattstunden rekuperiert man hier und da, aber das deckt nur einen Bruchteil des Bedafs, wenn man meint, kilometerlang rein elektrisch fahren zu müssen.
Ich denke, ich weiß, was Du meinst @einsdreivier
Das Problem sehe ich darin, dass man überall Toleranzen hat.
Um wirklich zu überprüfen, wie genau der Computer in einem Auto, mit bestimmten Reifen usw., den Durchschnittswert angibt, bleibt an sich nur die Möglichkeit, eine genau definierte Strecke zu fahren und mit einem Messzylinder an der Kraftstoffpumpe. Die Strecke muss dafür sehr genau gemessen werden, vermutlich würden es sehr genaue Geräte auf 1 oder 2 Prozent Genauigkeit bringen. Eventuell etwas genauer, aber so um 1 Prozent wäre für mich vorstellbar. Diese genau definierte Strecke kann man mit gleichbleibend niedriger Geschwindigkeit abfahren (Verluste hier und da, Reibung etc.). Dann weiß man, wie viel ist noch im Messzylinder an Benzin und welche Strecke wurde gefahren. Das kann man auf 100 km hochrechnen, wenn man nur eine Teilstrecke fuhr. So könnte man den Unterschied zum Bordcomputer ermitteln und den tatsächlichen Verbrauch.
Praktisch kennt man nie die genau gefahrene Strecke und kennt nie die genau verbrauchte Menge Benzin.
Jetzt könnte man GPS-Koordinaten nehmen und über den Kreisumfang die Teilstrecken zwischen den Koordinaten berechnen. Diese Methode liefert aber bis zu einigen Prozent Abweichung. Weil die Erde eben nicht rund ist. Um noch genauer zu werden, müsste man die Höhenmeter mit einbeziehen, weil umso mehr Höhe ich zu überwinden habe, entsprechend länger wird die Wegstrecke. Die Abweichung dürfte sich dann noch um einige wenige Prozent bewegen.
Deshalb würde ich das oben genannte Verfahren, mit dem genauen Abmessen, was manche auch irgendwie so versuchen hinzubekommen, favorisieren.
Um zu wissen, welchen Verbrauch in habe, denke ich mir, wird der BC schon genau genug sein. Genauer werde ich es nicht bekommen oder es ist mit zu viel Aufwand verbunden. Klar ist, dass es eine gewisse Abweichung gibt, die eben auch aus verschiedenen Gründen resultiert.
Ebenso schwer ist die Frage zu beantworten, wie viel Benzin man mit einem Hybrid einspart. Beim Händler konnte man das nicht sagen, da kursieren dieselben Schätzungen wie hier im Forum, bzw. Aussagen wie: manche Leute schaffen das, auf 3.6l/100km zu kommen. Also um das herauszufinden, haben wir einen Hybrid gekauft, weil ein neues Auto her musste. Nun kann man das aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Man könnte sagen: das Auto hat 100PS, wieviel verbraucht es gegenüber einem anderen 100PS-Fahrzeug das kein Hybrid ist? Da hat man schon das Problem, dass der Hybrid, bei Vollgas, gar nicht immer 100PS auf die Straße bringt, ein 100PS-Fahrzeug aber schon. Vergleichen könnte man das, indem man beide Fahrzeuge dieselbe Strecke hintereinander herfahren lässt und schaut, welches Fahrzeug zuerst stehen bleibt, wenn man zuvor dieselbe Menge Benzin getankt hat. Auch hier kann man aufgrund verschiedenster Faktoren nicht genau sagen, wie viel sparsamer ein Hybrid ist oder nicht ist. Jede Aussage zur Sparsamkeit ist immer in Relation zu betrachten. Wenn man nun verschiedene Fahrszenarien und -strategien ausprobiert, stellt man auch fest, dass viele Aussagen, die in Foren so getätigt werden, sehr relativ sind, man möchte sogar bald sagen, oft subjektives Empfinden. Was aber wiederum nicht heißt, dass jemand der sich so und so verhält mit dem Hybrid, nicht so und so sparsam fährt. Denn das wiederum ist eine Erfahrung, die man nicht in Abrede stellen kann. Aber hin oder her, es ist mühselig ... Ich geh diesbezüglich noch mal auf Spritmonitor und schau mal, was dort so an Werten angeboten wird, ob es dort noch zu einem Aha-Effekt kommt.
Schwerkraft des Mondes und dessen Position, Rotation der Erde so wie die Entfernung des Hybrid zum Erdmittelpunkt vermisse ich noch in dieser Diskussion!
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Oh je, Spritvebrauch.
Wir nehmen es so, 2 gleiche Fahrzeuge, okay, Yaris Hybrid, gleich beladen, gleiche Räder, Luftdruck...
fahren zusammen, egal wo, sie kammen mit 1sek Unterschied am Ziel. Die Erste - fährt "Digital" und hat 2 Liter mehr Verbrauch, als Zweite, welche fährt relax und vorausschauend.
Gruß
Die Zweite war auch im Windschatten vom Ersten, bei 1 sek. Zieleinfahrtunterschied....😛
Ich kann mich auch hinter einen Brummi auf der Autobahn hängen, dann schaff ich auch mit meinem 20 Jahre alten 6 Zylinder Benziner 6-7 Liter/100km😎
Ist diese extreme Verbrauchstdiskussion ein Toyota Hybrid Phänomen?😕😁
Ich würde sagen, einfach mal fahren und ob nun 5,5 oder 6 Liter ist doch letztendlich Rille, bei den ganzen Nebenkosten was ein Auto sonst so verursacht...😉
Zitat:
@der_hausmeister schrieb am 4. März 2018 um 11:03:20 Uhr:
Zitat:
...
@einsdreivier schrieb am 3. März 2018 um 01:32:55 Uhr:
Ich kann´s eben nicht nachvollziehen wie die Leute den Hybrid über alles loben
Wer hat das wo getan?
Grundsätzlich diskutiere ich gerne mit dir, deine Beiträge haben auch einen gewissen Mehrwert, aber nimm doch nicht alles persönlich - auf dich war das nicht bezogen. Die Beiträge diesbezüglich findest du in diesem Thread aber auch in dem, der mich vor zwei oder drei Seiten hierher geführt hat. Da werden Vorteile eines Hybriden angeführt, die es so nicht gibt.
Nochmal:
- jeder Automatikwagen stellt beim Kickdown sofort eine hohe Leistung zur Verfügung, fährt davor oder danach im optimalen sparsamsten Gang, bei manchen Konzepten geht das sogar schneller als beim Yaris Hybrid, ein CVT gibt´s auch in anderen Autos
- jeder meiner Benziner fuhr auch bei -15 °C völlig problemlos; wenn ich nicht selbst schalten muss, also bei jedem Automatikwagen, fällt mir auch nicht auf, dass das Schalten schwerer fällt
- ein Hybrid fährt eben nicht immer lautlos und der 4-Zylinder dröhnt, wenn auch nicht stark; das wurde wohl zu Recht von der Presse bemängelt und beim Facelift angeblich extra die Dämmung verbessert - bin selbst nie einen Vorfacelift gefahren
- ein 3-Zylinder, insbesondere der 1KR-FE ist sehr gut fahrbar, mag mit dem Gewicht eines Yaris seine Probleme haben, aber schon im Sirion 1.0 fährt der sich butterweich und auch im Peugeot 108 mit Automatik gibt´s nichts zu beanstanden (Ist der Yaris als großer Bruder denn schlechter gedämmt und die Motorlager schlechter?)
Und letztlich wurde doch mir vorgeworfen, dass ich zu dumm zum Fahren sei, die Batterie absichtlich leerfahre und was nicht sonst, gar als Heizer wurde ich hingestellt. Meine aktuellen Erfahrungen und meine Meinung habe ich wohl ausreichend kund getan, dann kann´s hier also wirklich mit dem eigentlichen Thema weitergehen:
Zu hoher Spritverbrauch, also 5 bis 8 Liter/100 km, was für mich nicht nachvollziehbar ist, aber manche schaffen das wohl.
Zitat:
@tartra schrieb am 4. März 2018 um 12:36:05 Uhr:
Ist diese extreme Verbrauchstdiskussion ein Toyota Hybrid Phänomen?😕😁
Toyota dürfte das weitgehend selber ausgelöst haben. Die Anfänge, die ich damals wahrgenommen habe, kamen von einem Arbeitskollegen. Der meinte, der neue Yaris würde bis 800km (?) schaffen. Das war 2007/2008. Toyota hat damals Fernsehwerbung dazu geschaltet und das offensiv so beworben. So etwas bleibt hängen. Die "versprochene" Reichweite mit dem "nichts ist unmöglich", stellte sich beim Yaris 1.0l aber als ziemlich unmöglich heraus. Für mich hat sich dies Versprechen nie erfüllt.
Nun kommt massiv der Hybrid Yaris von Toyota, der wiederum extrem beworben/gelobt wird. Fast überall liest man: sparsamster Kleinwagen .... Verbrauch mit 3.6l angegeben. Wen wundert es, dass die Leute wissen wollen, wie man das dann erreicht, in den Genuss des sparsamsten Kleinwagens zu kommen eine nicht unerhebliche Menge Benzin zu sparen, weil das ist ja die Suggestion dabei.
Zitat:
@broller schrieb am 4. März 2018 um 12:52:19 Uhr:
Zitat:
@tartra schrieb am 4. März 2018 um 12:36:05 Uhr:
Ist diese extreme Verbrauchstdiskussion ein Toyota Hybrid Phänomen?😕😁Toyota dürfte das weitgehend selber ausgelöst haben. Die Anfänge, die ich damals wahrgenommen habe, kamen von einem Arbeitskollegen. Der meinte, der neue Yaris würde bis 800km (?) schaffen.
...
Warum hängst du eigentlich dermaßen an der Reichweite? Tanken ist ein notwendiges Übel, das durchaus nerven kann (bin selbst über 1.000 km in der Woche gependelt), aber ob der Wagen 600 km oder 800 km schafft, ist doch einerlei. Das ändert an den Betriebskosten nichts, dann tankt man eben je Woche 5 Minuten länger.
Mit meinen beiden 3-Zylinder Benzinern mit 40 Liter Tank bin ich jeweils einmal über 1.000 km mit einer Tankfüllung gefahren. Der User 25Plus fährt im Sommer über 1.000 km/Tankfüllung mit dem Space Star, tankt dann weniger als 32 Liter nach. Das bedeutet eben eine Geschwindigkeit von 60 bis 80 km/h außerorts und 80 km/h oder LKW-Tempo (man passt sich schließlich an und fährt nicht mit Tachop 80, wenn LKW mit Tacho 90 unterwegs sind, zwingt diese zum Überholen) auf der Autobahn (ich pendelte vor-/vorletzten Sommer die A92, die war wegen Blowups den kompletten Juli auf 80 km/h begrenzt) und das ohne Klimaanlage.
Das wird mit dem Yaris Hybrid eher schwierig - da habe ich bisher maximal etwas über 28 Liter reingetankt (bei einem User auf Sprimonitor habe ich aber auch schon knapp 34 Liter gesehen). Das heißt natürlich, dass ich die Reserve noch nicht so genutzt hatte wie bei meinen anderen Autos, aber selbst mit 32 oder 34 Liter Nachtankmenge (also auf 2 bis 4 Liter "trockenfahren" bei 36 Liter Tankinhalt) werden die 1.000 km eher schwer zu erreichen sein. Noch 100 km zu fahren, obwohl der Bordcomputer Restreichweite "0" anzeigt, wird auch eher unentspannt sein.
Es ging um 800 km... nun gut, das wären bei 32 Litern Nachtankmenge doch nur 4 Liter im Schnitt. Das ist doch gar kein Problem, egal ob Hybrid oder 1.0 Liter 3-Zylinder. Aktuelle Temperaturen, Tacho 100 und ggf. Klimaanlage schließen das jedoch fast schon aus.
PS:
Kann man mit dem Hybrid, wenn der Sprit ausgeht, wenigstens noch elektrisch zur Seite fahren oder auf dem Standstreifen die nächsten 500 m oder 2 km zur nächsten Parkbucht/Ausfahrt/Parkplatz? (ja, kann auch mal 5 oder 10 km entfernt sein, daher keinesfalls zu empfehlen, ist gefährlich und kostet auch ein Bußgeld)
Oder geht der dann in Notlauf und nimmt auch keinen Strom mehr an?
@einsdreivier
Ich glaube das liegt daran, wie wir erzogen wurden. Seit der Unterstufe hatten wir einen sehr naturbewussten Klassenlehrer, später auch in Biologie eine solche Lehrerin (war seine Frau). Gerade hier bein den Fahrzeugen stört mich, dass es keinen realistischen Verbrauchswert als Angabe gibt. Jetzt im Handbuch stehen bis 1000km Reichweite, mein ich. Klar logisch: 3.6l/100km x 10 = 36l/1000km. Realität: von Singen (Hohentwiel) nach Kiel sind es ca. 918km. Normalerweise sollte man das in 9 eventuell 10 Stunden schaffen. Google sagt 8 Stunden. Könnte man diese Strecke mit ca. 77km/h durchfahren, könnte es sein, dass man dafür gerade so 38l Benzin benötigt. Dann wäre man 12 Stunden unterwegs, ohne anzuhalten (Zwischenstops würden den Verbauch nach oben treiben). Inklusive Reserve passen aber nur 36l in den Tank. Dabei sind wir aber erst bei 918 km, von 1000 km ist das noch weit entfernt. Aber interessant ist es allenthalben ob man mit einer Tankfüllung auf diese Strecke auskäme. Für Spritmangel habe ich nichts im Handbuch gelesen. Wahrscheinlich wäre, dass er nicht mehr weiterfährt. Vielleicht fährt er elektrisch noch ein oder zwei Kilometer, aber wenn die Batterie fast leer ist (1 , 2 grüne Balken) springt der Verbrenner wieder an, um nachzuladen. Ich denke nicht, dass die Batterie tiefentladen wird, eher müsste die Stromzufuhr zum Antrieb abschalten. Oder der Antrieb wird gleich nicht mehr bedient, nachdem der Sprit alle ist, Akku hin oder her. Dann kann man ihn noch ausrollen lassen.
Zitat:
@einsdreivier schrieb am 4. März 2018 um 12:37:19 Uhr:
Grundsätzlich diskutiere ich gerne mit dir, deine Beiträge haben auch einen gewissen Mehrwert, aber nimm doch nicht alles persönlich - auf dich war das nicht bezogen.
Ich hab nichts persönlich genommen, ich wollte nur wissen, wer hier den Hybrid über alles gelobt haben soll. Ich bin 2-3 Seiten zurück, und konnte keine solche Aussage finden.
Zitat:
Und letztlich wurde doch mir vorgeworfen, dass ich zu dumm zum Fahren sei, die Batterie absichtlich leerfahre
Ich nehme an, du beziehst dich auf meine Aussage in einem Newsthread, in der ich dich aufgefordert habe, den Hybrid richtig fahren zu lernen. Du bist dir hoffentlich bewusst, dass deine Erklärung mit der elend langen 30er Zone erst in diesem Thread folgte. Im Newsthread konnte ich das nicht wissen, und dein Posting konnte ich nur so verstehen, dass du absichtlich lange rein elektrisch fahren würdest.
Zitat:
@broller schrieb am 4. März 2018 um 12:52:19 Uhr:
Toyota dürfte das weitgehend selber ausgelöst haben. Die Anfänge, die ich damals wahrgenommen habe, kamen von einem Arbeitskollegen. Der meinte, der neue Yaris würde bis 800km (?) schaffen. Das war 2007/2008. Toyota hat damals Fernsehwerbung dazu geschaltet und das offensiv so beworben. So etwas bleibt hängen. Die "versprochene" Reichweite mit dem "nichts ist unmöglich", stellte sich beim Yaris 1.0l aber als ziemlich unmöglich heraus. Für mich hat sich dies Versprechen nie erfüllt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass du eine Fernsehwerbung für den Yaris Diesel meinst, der mit 1.000km Reichweite pro Tank beworben wurde. Das war allerdings wesentlich früher, denn die Werbung galt damals dem Yaris P1.
Zitat:
Nun kommt massiv der Hybrid Yaris von Toyota, der wiederum extrem beworben/gelobt wird. Fast überall liest man: sparsamster Kleinwagen .... Verbrauch mit 3.6l angegeben.
Nochmal für dich: 3,6l NORMverbrauch. Toyota kann und darf keinen anderen Verbrauch angeben, als den vom NEFZ-Prüfstand.
Außerdem IST der Yaris Hybrid der sparsamste Kleinwagen mit Benziner, zumindest auf
Spritmonitor.de. Ein besseres Vergleichsportal wirst du nicht finden.
Zitat:
@broller schrieb am 4. März 2018 um 12:00:39 Uhr:
Da hat man schon das Problem, dass der Hybrid, bei Vollgas, gar nicht immer 100PS auf die Straße bringt, ein 100PS-Fahrzeug aber schon.
Ein normaler Benziner oder Diesel hat z.B. 100PS bei einer bestimmten Nenndrehzahl, also bei genau einem Punkt, den man bei Vollgas für eine Sekunde streift. Dann schaltet man in den nächsten Gang, und hat vielleicht 70 PS, bis zu dem Punkt, an dem die Nenndrehzahl wieder erreicht wird.
Beim Yaris Hybrid kann man ab einer gewissen Geschwindigkeit (ca. 70-80 km/h) die Nennleistung des Benziners dauerhaft abrufen. Also 74 PS, konstant, von 70 bis VMAX. Die 26 PS der Batterie sind allerdings nicht dauerhaft, sodass man nicht sagen kann, man hätte dauerhaft 100 PS. Aber, wie gesagt, auch bei einem herkömmlichen Benziner nicht.
Zitat:
@broller schrieb am 4. März 2018 um 15:39:04 Uhr:
Dann wäre man 12 Stunden unterwegs, ohne anzuhalten
Das meinst du hoffentlich nicht ernst.
Zitat:
@der_hausmeister schrieb am 4. März 2018 um 16:25:38 Uhr:
...
Ein normaler Benziner oder Diesel hat z.B. 100PS bei einer bestimmten Nenndrehzahl, also bei genau einem Punkt, den man bei Vollgas für eine Sekunde streift. Dann schaltet man in den nächsten Gang, und hat vielleicht 70 PS, bis zu dem Punkt, an dem die Nenndrehzahl wieder erreicht wird.Beim Yaris Hybrid kann man ab einer gewissen Geschwindigkeit (ca. 70-80 km/h) die Nennleistung des Benziners dauerhaft abrufen. Also 74 PS, konstant, von 70 bis VMAX. Die 26 PS der Batterie sind allerdings nicht dauerhaft, sodass man nicht sagen kann, man hätte dauerhaft 100 PS. Aber, wie gesagt, auch bei einem herkömmlichen Benziner nicht.
...
Die meisten herkömmlichen Benziner in dieser Leistungsklasse sind heute Turbobenziner mit Leistungsplateaus.
Beim 1.0 EDIT im Corsa sind´s 90 PS von 3.700 bis 6.000 U/min.
Ein Polo 1.0 TSI bietet schon 87 PS bei 3.500 U/min und dann 95 PS von 5.000 bis 5.500 U/min. Es ist anzunehmen, dass hier von 3.700 bis 6.000 U/min dauerhaft über 90 PS abrufbar sind.
Sehr ähnliches Spiel beim Fiesta 1.0 EcoBoost, Hyundai i20 1.0 T-GDI...
Also bei allen Fahrzeugen ab 20 bis 30 km/h bis Vollgas dauerhaft 90 PS oder sogar etwas mehr, weil die Anschlussdrehzahl in jedem Gang über 3.700 U/min liegt.
Die Beschleunigung aller Vergleichsfahrzeuge von 0-100 km/h ist auch besser. Was hinten aus dem Auspuff kommt, aus Gründen u. a. des Motorschutzes bei Volllastanreicherung möchte ich allerdings nicht wissen.
Der Hybrid ist bezüglich der Leistungsentfaltung den Turbobenzinern unterlegen. 😉
Es gibt natürlich noch andere, kleinere Turbobenziner in der Klasse, die nicht ganz mithalten können, z. B. von Fiat, Nissan/Renault, außerdem die Saugbenziner, für die deine Annahme stimmt... aber eigentlich sind die 1.0 Turbos die Referenz.
PS:
70 PS von der Anschlussdrehzahl bis zur Nenndrehzahl ist selbst beim Saugbenziner so nicht richtig. Wenn er bei der Anschlussdrehzahl von 4.000 U/min rund 70 PS hat und maximal 100 PS, dann hat er bei 4.500 U/min schon wieder knapp 80 PS, bei 5.000 U/min rund 90 PS, bei 5.500 U/min 95 PS...
"Die 26 PS der Batterie sind allerdings nicht dauerhaft, sodass man nicht sagen kann, man hätte dauerhaft 100 PS. Aber, wie gesagt, auch bei einem herkömmlichen Benziner nicht."
Anders ausgedrückt:
Der Yaris Hybrid schafft bei voller Batterie sozusagen volle Leistung. Diese volle Leistung, ich sag mal einfach so 100PS, bringt er, solange der Akku noch ausreichend voll ist. Ab ca. 2 grünen Ladebalken auf der Anzeige (bei 8 Balken ab ca. 20% also), spätestens jedoch ab ca. 10% Restladung wird der Hybridantrieb elektronisch anders geregelt. Die Anzeige geht von Ende-PWR-Bereich (Nadel Anschlag auf dem ECO-Meter) auf Ende-ECO-Bereich, die Drehzahl des Verbrenners nimmt ab, die zu dem Zeitpunkt anliegende Geschwindigkeit (z.B. 155km/h) wird nahezu konstant gehalten, der Akku wird geladen - bei diesem Vorgang ist das Gaspedal noch immer voll durchgetreten. Wie viel Leistung jetzt noch vom Hybrid an den Rädern ankommt, kann man spekulieren (oder weiß man das?), auf jeden Fall nicht mehr die volle Leistung.
Anders dagegen wäre das bei einem normalen Benziner. Solange das Gaspedal voll durchgetreten bleibt, bringt er volle Leistung an den Antrieb. Oder anders rum: Man würde mit einem reinen Benziner maximal und subjektiv empfunden ca. 1 Minute Vollgas fahren und dann die nach der Zeit erreichte Geschwindigkeit nur noch halten, indem man Gas am Pedal zurücknimmt - damit fordert man nicht mehr die volle Leistung ab, die er zu dem Zeitpunkt bringen könnte.
Deshalb: man könnte einen reinen 100PS-Benziner mit dem Yaris Hybrid im Verbrauch vergleichen, aber dann am realistischsten, wenn der Nicht-Hybrid mit Abstand (außerhalb des Windschattens) hinterherfahren würde und den Abstand zum Hybrid nahezu konstant hält.
Zwecks Verständnis von Spritmonitor:
Ich hatte nochmal auf Spritmonitor geschaut. Ich habe mir den Durchschnittsverbrauch angesehen, bei Fahrzeugen von VW , Hyundai und Toyota, die zwischen 98 und 103 PS Leistung haben.
Bei VW sind es 1626 Benziner mit einem Durchschnitt von 8,21l.
Bei Toyota sind es 2088 Benziner mit einem Durchschnitt von 5,34l.
Bei Hyundai sind es 340 Benziner mit einem Durchschnitt von 7,27l.
Toyota Voll-Hybride kann man nicht abfragen. Brauch ich für diese Betrachtung jetzt auch nicht, da die Voll-Hybriden von Toyota besser abschneiden sollten, als die Benziner. Mich interessierte, wieviel Mehrverbrauch andere Benziner, gegenüber Toyota-Benzinern im Schnitt haben. Daher rechne ich vereinfacht mit den beiden Nicht-Toyota-Marken und einem Durchschnitt von 7,47l. Der Unterschied sind 2,13l, die ein Toyota Benziner weniger benötigt. Ein Hybrid also auch und erst recht. 2,13l / 100 km = 21,3l / 1000 km. So viel weniger müsste demnach ein Yaris Hybrid (min.) verbrauchen, ungeachtet dessen, wo die Voll-Hybriden bei Spritmonitor zugeordnet werden. Weil: Sind sie den Plug-In-Hybriden zugeordnet, sind in den Zahlen keine Hybriden vorhanden. Sind sie den Benzinern zugeordnet, so dürften bei Spritmonitor mehr Hybrid-Toyotas, als Hybrid-VWs und Hybrid-Hyundais zusammen geführt werden.
Also müsste ein Toyota Yaris Hybrid 21,3l / 1000 km weniger verbrauchen, wie Benziner vergleichbarer Leistung. Auf 500 km wären das noch 10,65l weniger. Sind EUR 27690,- auf 200000 km (bei EUR 1,30 / Liter) Kann das sein?
Vielleicht kann jemand die Zahlen zurecht rücken.