Toyota Yaris Hybrid - zu hoher Spritverbrauch

Toyota Yaris XP13

Ich fahre seit etwas mehr als einem halben Jahr einen Toyota Yaris Hybrid. Fahrleistung liegt bis jetzt bei etwas über 5000 km. Die Fahrleistung (Beschleunigung, Bergauffahrt) ist schwach. Aber damit kann ich leben. Der Spritverbrauch geht praktisch nie unter 5 l/100 km. Selbst bei völlig gleichmäßiger Landstraßenfahrt und Tempo 100 rutscht der Verbrauch kaum darunter. Zum Vergleich: Mein 7 Jahre alter und 50% schwererer Volvo V50 Diesel braucht im Schnitt keine 5 l/100 km. Bei gleichmäßiger Landstraßenfahrt nur 4 l/100 km.
Hat jemand einen Rat, wie man den Verbrauch auf die versprochenen 3,3 l/100 km bekommt?
M.Boeckh

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Zitat:

@familienrebell schrieb am 22. März 2018 um 11:16:26 Uhr:


Wer Automatik-Antrieb als Nonplusultra braucht, ist nur zu faul zum Schalten.

Wer ein Auto hat, ist nur zu faul zum laufen.

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Zitat:

@36/7M schrieb am 2. März 2018 um 20:43:04 Uhr:


Hallo,
ich habe jetzt seit einer Woche auch einen neuen Yaris-Hybrid. Mein Durchschnittsverbrauch beträgt nach etwa 130 km gemäß Bordcomputer 6,1 l/100 km. Nach einer ersten moderaten Landstraßenüberführung (etwa 80 km) habe ich ihn nur im Stadtverkehr 4 x 11 km bewegt (also 4 x Kaltstart). Auf den Stadtfahren standen nach 11 km immer zwischen 7 und 8 l/100 km auf der Uhr - allerdings bei den strammen Minustemperaturen, die aktuell herrschen. Das ist noch weit von den versprochenen Verbräuchen unter 5 l/100 km entfernt - an unter 4 l/100 kann ich ohnehin nicht glauben.
Mal sehen, wie er sich verhält, wenns wärmer ist.
Gruß
Bernd

Wenn ich so was lese... dann brauche ich keine (Yaris) Hybrid. Ich fahre 140PS Benziner mit 6 Liter Winterferbrauch.

Gruß. I.

Wir kennen deine Einstellung und ob sich ein Kleinwagen für 18.000 € (als Jahreswagen in einer "besseren" Ausstattungslinie für 16.000 €) jemals lohnt, das sei einmal dahingestellt.

Ich muss (wenn ich darf) auch klarstellen, dass der Hybrid sicherlich sparsamer ist als ein vergleichbarer Benziner, es aber nunmal auch Grenzen gibt und die Grenzen der Physik sich nicht überlisten lassen.

Zwischen 7 und 8 Liter/100 km auf 11 km finde ich etwas viel - ich liege da eher bei 5 bis 6 Liter/100 km - aber wer es warm haben möchte im Auto, bei den Temperaturen, der muss das eben hinnehmen. Ich fahre nur Eco und eher sparsam(st), auch nicht Stadt.

Was den Verbrauch - wie bei jedem Wagen - ebenso sehr stark beeinflusst, ist die gefahrene Geschwindigkeit. Fahre ich nach der Arbeit die 5 km zur Autobahn mit 80 km/h, stehen derzeit 5,5 bis 6,0 Liter/100 km auf der Anzeige, bei 100 km/h sind´s dagegen 6,0 bis 6,5 Liter/100 km (der Kaltstart schlägt natürlich voll durch), Fahrwiderstände lassen sich nicht wegzaubern.

Insofern wird die 3 vor dem Komma eigentlich nur der regelmäßig sehen, der sich auf "Schleichfahrt" (jeder, der auf der Landstraße nicht mindestens 10 über Limit fährt, ist doch ein Schleicher) einlässt, im Winter ohnehin nicht und wenn ich bei 30 °C die Klimaanlage ackern lasse, habe ich da auch meine Zweifel. Die knapp 5 Liter/100 km im Jahresschnitt sind ein sehr guter Wert über alle Fahrer gemessen, aber 4,8 Liter/100 km sind tatsächlich 33 % über den 3,6 Liter/100 km nach Norm (schon 45 % über den 3,3 Liter/100 km nach Norm).

Gemessen an der Norm also eigentlich eine Unverschämtheit, nicht? 😉

Alle Meckerer wie mich würde ich aber wirklich auf den Sommer vertrösten. Wenn der Hybridstrang von 0 °C auf 20 °C einen ähnlichen Sprung macht wie von -5 °C auf 0°C, dann dürfte der sich tatsächlich super fahren. Schon bei 5 bis 8 °C, wärmer war´s bei mir nie, fährt er sehr anständig.

PS:

Sehr anständig fährt er eigentlich auch bei -10 °C, also flüssig, ohne Probleme (kein Stottern, kein Rumpeln, kein Murren beim Anlassen), aber viel vom Hybrid (elektrisch fahren, Motor abstellen) merkt man nicht, was wie schon geschrieben doch aber in Ordnung ist, wenn er sich damit schützt. Andere Motoren veranstalten zum "Motorschutz" ganz andere Spielchen (Volllastanfettung, Abgasreinigung deaktivieren). Letztlich fahre ich auch deswegen den Hybrid, weil der wenigstens "sauber" ist.

Ach, unter -5 °C braucht auch mein Space Star deutlich mehr Benzin. Unter 3 °C stellt der nichtmal den Motor ab. Aber mit diesen kritischen Ergebnissen, die man sonst eben nicht zu lesen bekommt, obwohl sie mich genauso interessieren und stören würden, war meine Entscheidung doch genau richtig.

Schon bei den Testfahrten konnte der Yaris Hybrid mich nicht mit besonders niedrigem Verbrauch überzeugen, der Space Star aber eben schon. Bei -5 °C und Wind 3,8 l/100 km auf Langstrecken, nach 5 km schon deutlich unter 6 l/100 km und nach 10-15 km schon bei 4-4,5 l/100 km, das kann auch der Hybrid nicht besser.

Das macht einfach das Gewicht und die schlechtere Aerodynamik und das 4-Zylinder-Dröhnen war der Komfortkiller überhaupt.

Zitat:

@25plus schrieb am 3. März 2018 um 08:21:48 Uhr:


... das 4-Zylinder-Dröhnen war der Komfortkiller überhaupt.

Da gewöhnt man sich letztlich dran. Nur kann ich´s eben auch nicht haben und auch nicht verstehen, wie die Leute dann schreiben, dass die 3-Zylinder geradezu Rappelkisten und unfahrbar wären. Das ist in den allermeisten Situationen nicht der Fall und wenn man auf die 5 Situationen während einer halbstündigen Fahrt anspielt, in denen es auffällt (bestimmte Drehzahlbereiche können auffällig sein), finde ich diese beim Hybrid genauso.

Den Unterschied macht für mich eben auch die absolute Stille und Sanftheit im einen Moment und im nächsten springt der Verbrenner an (nicht im Leerlauf, sondern knallhart als Generator, weil der Akku "plötzlich" leer ist) und es ist damit vorbei...

Beruflich durfte ich mittlerweile mit A8 L, 7er L und S-Klasse (L?) mitfahren, jeweils "mittlere" Diesel (6-Zylinder eben) mit "Vollausstattung" (Sitzbelüftung und -verstellung hinten, 2-Zonen Klimaautomatik, el. Vorhänge). Bei allen außer der neuen S-Klasse hat man das Nageln rausgespürt. Gestern war´s dann "nur" eine runtergerittene Standard-S-Klasse - das war beim Losfahren an der Ampel wie mit einem Traktor. Natürlich fahren die bei 130 km/h allesamt sehr komfortabel, wenn auch straff gefedert, aber wenn ich bei 130 km/h absolute Stille habe, dann ist´s eben reichlich doof, wenn ich an der Ampel das Nageln höre und spüre. Die Chauffeure fahren natürlich ohne Radio, was die Konzentration weiter auf den Antrieb lenkt.

Jammern auf hohem Niveau oder einfach nur die Verdeutlichung der fühlbaren Unterschiede. Wer sich da nicht drauf einlässt... muss doch keiner.

Größer 50 % der Bevölkerung hatten bis vor kurzem noch Diesel gekauft. Wie soll einem solchen Banausen auch auffallen, ob beim Yaris Hybrid der Motor läuft oder nicht. Dürfte für 95 % der Fahrer in 99 % der Fälle unmerklich sein.

Ob meine Wortwahl immer passend ist... am heiligen Blechle darf man eben nicht zweifeln.

Muss ich noch etwas zum Verbrauch schreiben?

Jeweils 26 km, davon ca. 12 km Autobahn (LKW-Tempo), 5 km Landstraße, 5 km Schnellstraße (80 km/h) und 3 km innerorts (1,5 km 30-Zone):

gemessen:
-10 °C -> 5,0 Liter/100 km
-5 °C -> 4,7 Liter/100 km
0 °C -> 4,3 Liter/100 km
5 °C -> 4,0 Liter/100 km
prognostiziert:
10 °C -> 3,8 Liter/100 km (?)
15 °C -> 3,6 Liter/100 km (?)
20 °C -> 3,4 Liter/100 km (?)

Ist für mich gemessen am Komfort völlig in Ordnung. Jammern auf hohem Niveau eben. 😰

PS:

50 km sparsame "Spaßfahrt" bei 5 °C -> 3,8 Liter/100 km
140 km Autobahn bei LKW-Tempo und 0 °C -> 4,0 Liter/100 km

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Die Verbrauchsdiskussion gerade beim Yaris-Hybrid kommt mir immer so vor, als ob man den doch recht hohen Anschaffungspreis in irgendeiner Form relativieren müsste!

Viel zu selten wird übrigens der "Schwachbenziner" mit 69 PS zum Vergleich herangezogen. Mein Freund hat sich vor zwei Jahren einen Yaris Hybrid zugelegt. Wir haben ähnliche Fahrprofile (ca. 15 % Stadtverkehr, ca. 60 % Überland, ca. 25 % Autobahn). Unter 5 Liter schafft er es de facto nie. Und mehr verbraucht mein Yaris 1.0 bei meiner Fahrweise auch nicht (im Sommer nie über dieser Grenze, im Winter vielleicht um einen halben Liter).

Preislich ist der Unterschied schon gravierend. Ich habe mir vor einem halben Monat gerade wieder einen neuen Yaris gekauft (den sechsten in den letzten fünf Jahren). Momentan ist das Comfort- oder Designmodell mit abgedunkelten Scheiben, Alufelgen und LED-Ausstattung in der Slowakei am billigsten (knapp € 11.000,--). Bisher war ich bei einem tschechischen Toyota-Händler Konsument. Aber da hat der Umrechnungskurs stark angezogen.

Unter 15.000 Euronen ist ein Yaris Hybrid in der Style-Bitone-Variante NEU auch bei slowakischen Toyota-Händlern nicht zu bekommen. Und das sind € 4.000,-- Preisunterschied. Da muss man schon heftig argumentieren, um den ökologischen Antrieb zu vertreten.

Der Hybrid-Antrieb ist bei einem Kleinwagen wirklich nur für reinen Stadtfahrteneinsatz wirklich profitabel.

@einsdreivier

Wen ich Deine Erfahrungswerte anschaue und mit meinen vergleiche und auf 700km hochrechne, komme ich zu dem Schluss, dass der Hybrid gegenüber dem normalen Yaris XP9 (einen andern Vergleich habe ich nicht) in etwa auf eine Tankfüllung 3 Liter weniger benötigt. Zum normalen 100PS-Yaris könnte der Unterschied auf 700km etwas höher ausfallen. Faktisch kann ich mit dem XP9 eine Strecke von 700 bis 750km mit einer Tankfüllung durchfahren unter Ausnutzung der Reserve (Durchschnittsgeschwindigkeit ist da ca. 100km/h auf Gesamtstrecke), das habe ich ausprobiert. Dasselbe Ergebnis mit dem Yaris Hybrid. Der Hybrid fast 36l der XP9 39l Benzin. Fährt man nur Kurzstrecken und vergleicht den Durchschnittsverbrauch, stellt man bis 50km nicht so viel Unterschied fest. Wenn der Unterschied auf 1000 km ca. 4L beträgt, spart man bei 200.000 km ca. 800l Benzin. Mal 1.3,- EUR = 1040 EUR. Zugute halten kann man noch, dass der Hybrid gegenüber dem XP9 mit 1.0l-Maschine, etwas mehr Leistung bringt.

Automatik mit der Leistung und dem Verbrauch bei dem gebotenen Fahrkomfort muss man erstmal finden!
Der 3Zylinder hat uns im Aygo keine Freude gemacht, passt auch meiner Meinung nach nicht zum Yaris, weder der Sound noch die „Laufruhe“ oder die Leistung...

Das meine ich auch, der große Pluspunkt ist die "Automatik" in dieser Fahrzeugklasse, kostet halt immer Aufschlag und um welten besser als so ein automatisiertes Schaltgetriebe...

Ich denke rein wegen dem Verbrauch lohnt sich ein Yaris HSD kaum, oder wie geschrieben man muss viele...viele km in der Stadt runterreißen ...

Man kann mit dem Hybrid etwas besser reisen, als mit dem Yaris XP9. Allerdings ist der Motor bei höheren Drehzahlen auf der Autobahn im Hybrid auch nicht flüsterleise. Im Endbereich ist die Geräuschkulisse ähnlich laut wie bei dem Yaris 111 PS Benziner. Man neigt dazu, die hohen Drehzahlen irgendwann gar nicht mehr zu fahren, weil die nerven.
Ich finde den Sparzwang in der Ausstattung des Yaris etwas daneben. Die Federung lässt etwas mehr Komfort zu und auch die Automatik, sowie die Assistenten für Fernlicht usw. Und dann spart man an einem ordentlichen Sitz - Lordosenstütze und einer ordentlichen Mittelkonsole mit bequemer Armauflage. Auch das nervt mich mittlerweile etwas. Habe schon überlegt, den Yaris gegen einen Auris zu tauschen, aber da verliert man nach 3 Jahren ca. 4600 Euro, bei diesem Umtauschgeschäft. Mit Garage ist es dann auch schwierig, da passt der Yaris gerade gut rein, dass man noch etwas Platz hat.

Zitat:

...Zwischen 7 und 8 Liter/100 km auf 11 km finde ich etwas viel - ich liege da eher bei 5 bis 6 Liter/100 km - aber wer es warm haben möchte im Auto, bei den Temperaturen, der muss das eben hinnehmen. Ich fahre nur Eco und eher sparsam(st), auch nicht Stadt.

Was den Verbrauch - wie bei jedem Wagen - ebenso sehr stark beeinflusst, ist die gefahrene Geschwindigkeit. Fahre ich nach der Arbeit die 5 km zur Autobahn mit 80 km/h, stehen derzeit 5,5 bis 6,0 Liter/100 km auf der Anzeige, bei 100 km/h sind´s dagegen 6,0 bis 6,5 Liter/100 km (der Kaltstart schlägt natürlich voll durch), Fahrwiderstände lassen sich nicht wegzaubern.
..

Hallo,
meinen neuen Yaris Hybrid habe ich nur bzw. ausschließlich für den täglichen Stadtverkehr. Auf meinen 11 km (2 x täglich jeweils mit Kaltstart) im innerstädtischen Berufsverkehr mit 14! Ampeln (wobei geschätzt immer 7 auf rot stehen) und einem strammen Berg sind 7 Liter vermutlich im Winter bei den derzeitigen Temperaturen kaum nenneswert zu unterbieten. Zumal man bei dem Yaris ja kaum was falsch machen kann - sofern man durchweg in "D" bleibt. Mit meinem alten Peugeot 107 (im Grunde ein Aygo) brauche ich auf der Strecke unter den gleichen Bedingungen etwa das Gleiche. Im übrigen stehen bei meinem "M"-BMW nach dieser Strecke unter gleichen Bedingungen etwa 11 Liter auf der Uhr - und der hat mehr als die vierfache Leistung des Yaris (des Verbrenners) und ist eine halbe Tonne schwerer!
Ich warte jetzt mal auf den ersten Tankvorgang. Mal sehen, wie genaue der Bordcomputer überhaupt geht.
Gruß

Für den Verbrauch und auch das Verhalten heute muss ich ihn sehr loben:

Bei 2 °C kalt gestartet, ohne Lüftung die 4 km Kurzstrecke ins nächste Dorf gefahren (davon 1 km Bundesstraße mit 80 km/h) und letztlich mit 5,9 Liter/100 km am Ziel abgestellt. Geht doch, er fuhr auch bereitwillig elektrisch.

Zurück, nach 4 h Standzeit bei 1 °C, dann nach 3,5 km beim Discounter halt gemacht, bis hier noch leicht über 6 Liter/100 km, er fuhr da auch schon elektrisch. Nach 20 Minuten Einkauf, die letzten 500 m fuhr er dann zunächst elektrisch, bis mehr Leistung benötigt wurde - dann ging für 300 m der Verbrenner an und auch wieder aus - und bis zum Parkplatz inkl. Einparken (rund 200 m) fuhr er dann wieder elektrisch. Verbrauch ab Discounter 5,7 Liter/100 km.

So ungefähr stelle ich mir das vor, dann gibt´s auch nichts zu bemängeln. 😉

PS:

Eigentlich war vorgesehen die 3,5 km zu Fuß zu gehen, aber wenn man spät dran ist...

Zitat:

@36/7M schrieb am 3. März 2018 um 15:45:06 Uhr:



...
Ich warte jetzt mal auf den ersten Tankvorgang. Mal sehen, wie genaue der Bordcomputer überhaupt geht.
Gruß

Nur im Hinterkopf behalten, dass Zapfsäulen auch eine zugelassene Differenz haben, die in die Überprüfung einfließt. EU-weit soll die ± 0,5 % betragen. Manipulieren lassen sich Zapfsäulen offenbar auch, da hat man ja schon mal was gehört oder gelesen. Tankt man an verschiedenen Zapfsäulen kann also eine Differenz von bis zu 1 % entstehen, wenn man davon ausgeht, dass die korrekt zählen. Es könnte auch eine Differenz zwischen Teilkilometerzähler (Zähler A und B) und Gesamtkilometerzähler (Odo) geben. Außerdem geht die Reserveleuchte nicht immer genau ab einer bestimmten Menge an, sondern geschätzt irgendwo zwischen 32 und 40 Restkilometern (verbrauchsabhängig). Ebenso dürfte es sich verhalten, wenn die Anzeige auf "------" springt. Man weiß nicht genau, wie viel Benzin dann noch im Tank ist.

Noch was interessantes dazu auf Wikipedia:

"Die folgenden Größen können Einfluss auf die Genauigkeit der Positionsmessung haben.

- Radgeometrie (Unrundheit, Verschleiß, fehlerhafte Messung des Durchmessers)
- Bodenbeschaffenheit (Unebenheit, Schlupf)
- Fahrgestellgeometrie (Spiel, fehlerhafte Messung der Radabstände und Lenkeinrichtungen)
- Fahrzeuggewicht (ungleiche Verteilung: stärkere Belastung und Verformung einzelner Räder)
- Wind

Alle Fehler fließen in die Positionsdifferenz ein, die zur letzten bekannten Position hinzuaddiert wird. Somit addieren sich die Fehler mit jedem Messschritt, und mit länger dauernder Messung entsteht eine immer größere Abweichung. Diese Regeldifferenz (Schleppfehler) in der odometrischen Positionsberechnung ist praktisch nicht zu vermeiden, auch wenn alle Fehlereinflüsse minimiert werden."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Odometrie#Fehlerbetrachtung

Dass man tatsächlich vielleicht gar nicht 600 km zurückgelegt hat, sondern nur 576 oder 624 (4 % Abweichung sind erlaubt*), kann sein, diese Fehlmessung betrifft allerdings die Berechnung des Bordcomputers genau wie die per Hand, weil sich beide auf die vom Fahrzeug gemessene Strecke beziehen. Mag also sein, dass das Auto "in Wahrheit" mehr oder weniger verbraucht als berechnet, aber eine Abweichung zwischen Bordcomputer und Berechnung per Hand über die nachgefüllte Menge hat dies nicht zur Folge.
Wenn man 100 % genau wäre, müsste man die wirklich gefahrene Strecke z. B. per GPS nachmessen (in der Hoffnung, dass dies wirklich genauer ist), dann den getankten Sprit gegenrechnen und das mit den Fahrzeugwerten (vom Fahrzeug gemessene Strecke und Verbrauch) abgleichen. Das macht jedoch kein Mensch.

Die Abweichung der Zapfsäulen (wirklich nur 0,5 %?) kann man vernachlässigen. Der Abschaltzeitpunkt bzw. wie viel man noch drauffüllt, nachdem der Zapfhahn abgeschaltet hat, ist viel wichtiger. Meist geht dann noch ein halber Liter bis Liter (bei meinen bisherigen Fahrzeugen gerne auch 2 Liter) hinein, aber das kann natürlich auch von Zapfhahn zu Zapfhahn unterschiedlich sein. Auf 500 km wären dies 0,1 bis 0,2 Liter/100 km Abweichung. Auch die Parkposition (Fahrzeug geneigt) kann Einfluss darauf haben wie viel in den Tank passt.

Wann die Reserveleuchte angeht, ist völlig irrelevant - was soll das am Ergebnis ändern?

Irgendwie schon sehr seltsam was du hier alles anführst. Nimm´s doch einfach wie es ist:

Der Bordcomputer geht in aller Regel +/- 0,2 Liter/100 km "falsch", wie man z. B. auf Sprimonitor herauslesen kann oder andere Fahrer berichten.

*allein Reifen haben jedoch - produktionsbedingt und abhängig vom Reifendruck schon größere Abweichungen, weshalb das eher theoretisch ist.

@einsdreivier ich finde das nicht seltsam, versuche ich doch nur auf verschiedene Fehlerquellen hinzuweisen. Ohne jemanden maßregeln zu wollen. Das soll einfach eine Hilfestellung sein, da ich jetzt nicht wissen kann, wie die Genauigkeit überprüft werden soll. Dies hat nichts mit einer Inakzeptanz meinerseits zu tun. Gewisse Toleranzen gibt es überall.

Ob der Bordcomputer falsch geht und mit welcher Toleranz er das tut, müsste man tatsächlich mal herausfinden, das wäre gut zu wissen.

Entschuldige bitte, dass ich noch selber entscheiden möchte, was ich als richtig oder falsch gegeben anerkennen soll! Daten zu etwas kann man nur dann richtig einordnen, wenn man die Grundlagen für etwas richtig verstanden hat. Spritmonitor rechnet selbst nicht aus, wie groß die Toleranz des Bordcomputers ist, dazu werden keine Daten erfasst (vielleicht irre ich mich da auch).

Ich akzeptiere selbstverständlich, wenn Fahrzeugführer gewisse Eindrücke schildern oder Beobachtungen machen, manchmal rechnen sie auch nach und kommen zu einem Ergebnis. Ich stelle das nicht infrage. Ich könnte mir das schon vorstellen, dass man auf Spritmonitor hier etwas berechnen könnte, da ja alle User denselben Fehlerquellen unterliegen. Somit hätten wir im Durchschnittswert für die Abweichung eines Bordcomputers dann auch alle Fehlerquellen gemittelt.

Entschuldige die "Maßregelung", aber der Bordcomputer greift nunmal auf dieselbe gefahrene Strecke zurück wie die, die du vom Kilometerzähler abliest. Daher gibt´s hier keine Abweichung.

Ob und wie stark der Kilometerzähler falsch geht, ist sicherlich relevant, aber eben nur, wenn du die tatsächlich gefahrene Strecke nachmisst und als Vergleich heranziehst.
Auf der Autobahn kannst du gerne mal 10 oder 20 km fahren, denn dort ist die Kilometrierung öffentlich einsehbar und sehr genau. Du siehst dann wie viel dein km-Zähler gemessen hat. Es werden wohl zwischen 9,6 und 10,4 km sein (oder 19,2 und 20,8 km). Woher die Abweichung stammt... Reifen, Fahrwerksgeometrie... es ist nunmal irrelevant, aber du kannst dann tatsächlich abschätzen wie viel dein Auto mehr/weniger verbraucht, aufgrund der Tatsache, dass es zu viele/zu wenige km zählt.

Man kann bei Spritmonitor den vom Bordcomputer abgelesen Verbrauch eintragen, steht rechts neben dem Verbrauchswert im Kästchen "BC". Der weicht nunmal meist um 0,1 bis 0,2 Liter/100 km ab, ist also sehr genau.

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