Tieferlegungsfedern für den Clubsport, ist es das wert?

VW Golf 8 (CD)

Hi,
ich hole in den nächsten Wochen meinen neuen Clubsport in Wolfsburg ab.
Würde ihn gerne satter auf der Straße haben und recherchiere schon länger nach den Federn mit dem besten Restkomfort.
Umso mehr ich lese, desto unsicherer werde ich. Ich will mir nicht das Auto verhunzen.

Sehe ich das richtig, dass man das Eibach Pro Kit gar nicht für den CS kriegt? Auf deren Homepage wird nur das Sportsline im Katalog und dem CS verknüpft. Im normalen GTI ist das Pro Kit drin.
Ich weiß nicht ob mir das Sportline nicht zu tief wäre und das ist zudem vorne tiefer als hinten?

Wobei ich auch nicht verstehe, wieso im angehängten Bild bei den 19" Felgen vorne von nur 10-15mm und hinten 5mm Tieferlegung gesprochen wird. Das kann man sich doch gleich sparen. Habe 19" und DCC.

Damit es vernünftig gemacht wurde, soll man sogar das DCC neu anlernen, weil es sonst zwar funktioniert, aber nicht richtig arbeitet / zu hart ist. Zudem arbeitet es selbst mit neu anlernen die ganze Zeit auch nicht mehr in dem Bereich für den es entwickelt / abgestimmt wurde.
Dann das resetten/neu anlernen lassen der ganzen Assistenzsysteme (die ja so schon gerne mal spinnen). Also eine Fehlerquelle mehr drin, und der freundliche wird bei Probleme sicher sagen, liegt an der Tieferlegung. Das Licht muss auch neu angelernt werden. Ohne ist das alles irgendwie Pfusch.

Wer kann sowas überhaupt im Raum NRW? Selbst VW ist da überfordert wie man liest.
Leider liest man immer wieder, gerade das H&R sei bretthart. Eibach sei wohl viel komfortabler. Das habe ich von jemandem der den direkten Vergleich bei einem Treffen hatte
Leider habe ich auch schon gelesen, dass bei H&R die Federn knarzen oder andere unschöne Geräusche machen sollen.
Ich hätte ihn wirklich wirklich gerne tiefer, aber die ganzen Nachteile damit er optisch ein wenig besser dasteht? Was meint ihr?
LG

Online Katalog Eibach für den CS
65 Antworten

naja, für die gusseisernen Rennstreckenprofis gilt es natürlich auch im öffentlichen Strassenverkehr alles raus zu holen😉

Scheint zudem echt schwierig zu sein, andere Meinungen ertragen zu können. Ich habe in der Vergangenheit auch immer auf Komplettfahrwerke oder gar Gewinde von z.B. Bilstein geschworen aber die letzten Erfahrungen mit reinen Federsätzen haben mich (wider Erwarten) voll überzeugt (bin aber auch nicht auf maximale Performance, sondern ausgewogenes Fahrverhalten und genug Restkomfort aus). Das mit den Federn harmoniert aber durchaus in der Tat längst nicht immer. Die Dämpfer sollten schon ab Werk sportlich straff sein. Kumpel fährt z.B. an einem 1.2 TSI Golf 7 Variant einen Federnsatz und das einfach nur hart und unharmonisch. Hätte sich das bei meinen Fahrzeugen auch so verhalten, dann wären die Federn wieder raus geflogen und ein Fahrwerk rein gekommen. Hatte aber sowohl beim Golf 7R DCC 19" als auch beim 1.2er 2016er Beetle (der 2016er 1.2er hatte bereits keine Verbundlenkerachse mehr) die Chance, die mal vorab fahren bzw. mitfahren zu können und wusste, dass das für meinen Anwendungsbereich passt bzw. ausreicht.

Zitat:

@i need nos schrieb am 24. Juli 2022 um 17:56:05 Uhr:


naja, für die gusseisernen Rennstreckenprofis gilt es natürlich auch im öffentlichen Strassenverkehr alles raus zu holen😉

Scheint zudem echt schwierig zu sein, andere Meinungen ertragen zu können. Ich habe in der Vergangenheit auch immer auf Komplettfahrwerke oder gar Gewinde von z.B. Bilstein geschworen aber die letzten Erfahrungen mit reinen Federsätzen haben mich (wider Erwarten) voll überzeugt (bin aber auch nicht auf maximale Performance, sondern ausgewogenes Fahrverhalten und genug Restkomfort aus). Das mit den Federn harmoniert aber durchaus in der Tat längst nicht immer. Die Dämpfer sollten schon ab Werk sportlich straff sein. Kumpel fährt z.B. an einem 1.2 TSI Golf 7 Variant einen Federnsatz und das einfach nur hart und unharmonisch. Hätte sich das bei meinen Fahrzeugen auch so verhalten, dann wären die Federn wieder raus geflogen und ein Fahrwerk rein gekommen. Hatte aber sowohl beim Golf 7R DCC 19" als auch beim 1.2er 2016er Beetle (der 2016er 1.2er hatte bereits keine Verbundlenkerachse mehr) die Chance, die mal vorab fahren bzw. mitfahren zu können und wusste, dass das für meinen Anwendungsbereich passt bzw. ausreicht.

Richtig. Am Ende muss es jeder selber wissen. Alles hat seine Vor und Nachteile.

Genau, bewusste Entscheidung, Vor- und Nachteile kennen. Das ist genau der Unterschied zum undifferenzierten Schönreden.
Jeder kann und soll machen was er will, aber es ist kein Nachteil, wenn man sich vorher informiert hat.

Das Rennstreckenargument finde ich übrigens mehr als überflüssig. Auf der Rennstrecke würde ich gewisse Schwächen eher aushalten, als auf der Landstraße, so lange die Fahrdynamik passt.
Ob das Auto gut anspricht, linear reagiert, Reserven hat, nicht versetzt, weil es auf den Puffern aufsetzt, das merke ich alles auch auf der Landstraße und ohne dass ich den Grenzbereich strapaziere. Vielleicht nicht für jeden relevant, aber der eine oder andere merkt es eben doch, oder legt wert auf ein sauberes Fahrverhalten.

Mag sein, aber auch ein Gewindefahrwerk arbeitet nicht über dem gesamten Verstellbereich optimal (gleiche Argumentation wie bei kürzeren Federn mit Seriendämpfern).
Das Bilstein B14 damals für meinen Scirocco 2.0 TSI war laut Gutachten mit einer Tieferlegung von 20 bis 40 mm einstellbar. Die Dämpfer haben sich natürlich nicht mitverstellt.
Auch wenn das B14 mir ein mega Fahrverhalten bei - 40 mm beschert hat: das lag an der Gesamtabstsimmung, hatte aber nichts mit dem Wert der Tieferlegung zu tun und letztenendes machen Tieferlegungsfedern nichts.anderes, sofern sie im Rahmen der Möglichkeiten sauber abgestimmt sind und einem die Abstimmung zusagt.

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Zitat:

@MacV8 schrieb am 24. Juli 2022 um 19:09:57 Uhr:


Ob das Auto gut anspricht, linear reagiert, Reserven hat, nicht versetzt, weil es auf den Puffern aufsetzt, das merke ich alles auch auf der Landstraße und ohne dass ich den Grenzbereich strapaziere. Vielleicht nicht für jeden relevant, aber der eine oder andere merkt es eben doch, oder legt wert auf ein sauberes Fahrverhalten.

völlig korrekt, bin ich dabei. Das klingt ja jetzt auch schon etwas anders als dieses eingangs sehr pauschale "Federnsätze können pauschal nix". Testen und entscheiden. Alles andere ist reine Theorie (die unnötig teuer werden kann oder zu Unzufriedenheit führt).

Die Federnsätze haben eben einige physikalische Nachteile, die umso mehr zum Tragen kommen, je tiefer man geht. Das ist erstmal objektiv Fakt.
Geringe Tieferlegungen sehe ich da auch eher unkritisch an, aber die findet man am Markt kaum.
Das Problem ist ja auch, dass der fehlende Restfederweg in der Regel durch höhere Federsteifigkeiten kompensiert werden muss, womit dann auch das Zusammenspiel Feder/Seriendämpfer schlechter wird.
Wenn der eine oder andere für sich entscheidet, dass Fahrdynamik nicht der Hauptanspruch an das Auto ist, dann kann er natürlich auch mit so einem Kompromiss glücklich werden.

Zitat:

@i need nos schrieb am 25. Juli 2022 um 00:03:23 Uhr:


Mag sein, aber auch ein Gewindefahrwerk arbeitet nicht über dem gesamten Verstellbereich optimal (gleiche Argumentation wie bei kürzeren Federn mit Seriendämpfern).

Das kommt stark auf das Konzept an. Gewindefahrwerke mit Fusspunktverstellung arbeiten in jeder Stellung optimal, weil sie immer den gleichen Federweg und die gleiche Abstimmung bieten. Dafür ist der Verstellbereich in der Regel eingeschränkter.
Fahrwerke, bei denen die Höhe über die Federvorspannung eingestellt wird, arbeiten so lange optimal, wie der Weg nur von der Hilfsfeder aufgenommen wird. Wenn ich die Betriebsfeder mit vorspanne, dann haben sie im Prinzip dieselben Nachteile wie Tieferlegungsfedern.

Das sind eben so Unterschiede, mit denen sich keiner beschäftigt und daher kann man pauschal erstmal nur daneben liegen ;-) .

Mit testen und entscheiden wäre ich übrigens eher vorsichtig. Ich beschäftige mich beruflich und privat mit dem Thema und habe in meinem Stammforum schon viele Autos gegen gefahren und geholfen, die Einstellungen zu optimieren.
Da war einiges dabei, was der Fahrer nicht aufgelöst hat und dennoch extrem schlecht funktioniert hat. Klar kann man dann sagen „es hat ihn nicht gestört“ bzw. „hat er doch nicht gemerkt“, aber das Ziel ist ja bei den meisten nicht, dass das Auot einfach irgendwie, schlecht fährt.
Die zweite Gruppe merkt, dass irgend etwas nicht optimal ist, denkt aber das muss so sein, oder das geht schon.
Die dritte Gruppe, die die Nachteile bemerkt und auf den Punkt bringt, beschränkt sich bei uns auf eine handvoll Leute und die haben alle von sich aus gute Lösungen gewählt.
Was ich sagen will - ich glaube die meisten brauchen da Hilfe, oder leben mit z.T. sehr schlechten Lösungen, sei es weil das Fahrwerk technisch schlecht gewählt ist, oder sei es weil es einfach schlecht eingestellt wurde.
Da ist selbst ein sehr angesehener Tuner dabei, der gute Fahrwerke liefert, die aber ab Werk, wohl um den Mainstream zu befriedigen, sehr weich eingestellt sind und dadurch fahrdynamisch überhaupt nicht funktionieren (Stempeln, Versetzen, Nichtlinearität).
Wie gesagt kann man alles machen, wenn einem Optik und Komfort wichtiger sind. Ich finde das auch vollkommen legitim. Wo ich persönlich ein Problem mit habe ist, wenn die gleichen Leute ohne Beurteilungsfähigkeit mir verkaufen wollen, dass das fahrdynamisch alles optimal ist und keinerlei Nachteile hat. Das ist dann einfach nur Dunning Kruger, weil man es nicht besser weiß.

Zitat:

@MacV8 schrieb am 25. Juli 2022 um 10:33:05 Uhr:


Wo ich persönlich ein Problem mit habe ist, wenn die gleichen Leute ohne Beurteilungsfähigkeit mir verkaufen wollen, dass das fahrdynamisch alles optimal ist und keinerlei Nachteile hat. Das ist dann einfach nur Dunning Kruger, weil man es nicht besser weiß.

Das +1

Viele sind ja nicht mal soweit gekommen und kennen nur die „Federn“ OEM Dämpfer Variante und haben nie einen Vergleich gehabt.

Mal gespannt für was sich der OT am Ende entscheidet.

JP ist Federn im R8 gefahren:

https://www.youtube.com/watch?v=ilqdVA56XKM

Also meinen Anwendungsbereich übersteigt das bei weitem und er selbst meint das wäre ok und würde passen zum Dämpfer. Er selbst verbaut öfter Federn bei seinen Autos. Wenn ein JP schon sagt das sei ok so.
Er selbst sagt, so ein FW ist eher was für die Rennstrecke. Und ich fahr mit dem Ding sowieso nur gemütlich bzw. meine Frau. Ihr dürft hier einfach nicht vergessen, dass mit dem Auto oft einfach nur einkaufen gefahren wird oder sowas.
Muss aber sagen, habe gestern einen Clubsport live gesehen und fand den gar nicht so hoch. Hatte ihn vorher nie gesehen (blind bestellt). Das Auto wirkt in natura ganz anders als auf Bildern, bin total überrascht. Abholung nächste Woche. =)

Klar ist das o.k. Geht es besser? Ja.

Alles eine Frage der persönlichen Ansprüche und des Erfahrungshorizonts.

P.S.: Leute die den Kram verkaufen betrachte ich per se als voreingenommen ;-) .

Er verkauft auch Fahrwerke. 😉
Und nichts für ungut, aber wer sich schon für einen ID3 entscheidet, kann ja wohl keine allzu hohen Ansprüche (bez. Performance) haben. Ist ja auch nicht schlimm, aber ausgerechnet die zwei die hier auf maximale Performance schwören, fahren ein nicht darauf optimiertes KFZ. Ein Golf ist auch kein Sportwagen, den will ich daraus auch gar nicht machen...

Zitat:

@TCR_Michi schrieb am 26. Juli 2022 um 13:09:29 Uhr:


Er verkauft auch Fahrwerke. 😉
Und nichts für ungut, aber wer sich schon für einen ID3 entscheidet, kann ja wohl keine allzu hohen Ansprüche (bez. Performance) haben. Ist ja auch nicht schlimm, aber ausgerechnet die zwei die hier auf maximale Performance schwören, fahren ein nicht darauf optimiertes KFZ. Ein Golf ist auch kein Sportwagen, den will ich daraus auch gar nicht machen...

Siehst Du und genau dabei liegt Dein Denkfehler bzw. Du verstehst oder willst es nicht verstehen.
Ein FW hat doch null mit PS Performance oder Rennstrecke zu tun? Wie kommst Du auf den Vergleich?

Mein Freundin hat sich so einen neuen Dacia gekauft, Ihre Entscheidung. Das Ding hat 68 PS, FW auf maximalen Wank Komfort ausgelegt. So schlimm das Sie es selber merkt und meint Sie traut sich nicht mehr „schnell“ in eine Kurve zu fahren. Ich hatte letztens so einen T Roc als LFZ, schrecklich, wenn nicht sogar Katastrophe.

Bestellt nur Deine 200 Euro Federn für Dein 70k Auto. Du brauchst Dich auch nicht rechtfertigen mit Deinen kleinen Stadt Einkaufstouren mit 320 PS weil Du den ja sowieso nicht sportlich fährst sondern ganz gemütlich :-) Ich find es nur amüsant.

Kollege hat einen RS3 gebraucht gekauft wo der Vorbesitzer Bockharte H&R rein gebaut hat. Der Waagen ist maximal
tief. Ich zieh Ihn immer auf wann er sich endlich mal ein gescheites Auto mit ordentlichen FW kauft.

Hätte sich dein Kollege mal lieber einen Polo mit KW SuperSport Rennfahrwerk 48x verstellbar gekauft. =)

Zitat:

@TCR_Michi schrieb am 26. Juli 2022 um 13:09:29 Uhr:


Er verkauft auch Fahrwerke. 😉
Und nichts für ungut, aber wer sich schon für einen ID3 entscheidet, kann ja wohl keine allzu hohen Ansprüche (bez. Performance) haben. Ist ja auch nicht schlimm, aber ausgerechnet die zwei die hier auf maximale Performance schwören, fahren ein nicht darauf optimiertes KFZ. Ein Golf ist auch kein Sportwagen, den will ich daraus auch gar nicht machen...

Sehr schön, aber leider komplett daneben. Ich habe beruflich mit dem Thema zu tun, fahre aktuell nach diversen IDs, GTIs u.a. ein R-Modell aus dem Hause VW mit 300 PS und geregeltem Fahrwerk.
Zusätzlich steht ein leichter Hinterradantriebs-Sportwagen, mit selbst optimierten Öhlins Road&Track vor der Tür.

Wenn ich als ID Fahrer nichts sagen darf, dann bin ich doch mit dem Fuhrpark eine Konifäre, oder ;-) ?

Schau mal, das schöne ist, die Leute mit Ahnung verstehen was ich schreibe und die, die es nicht verstehen wollen, bleiben halt weiter ohne Wissen. Ich kann da sehr gut mit leben ;-) .

P.S.: Der ID.3 mit geregeltem Fahrwerk ab Werk geht übrigens sehr ordentlich um den Rundkurs, wenn man es mal darauf anlegt. Schön tiefer Schwerpunkt und gut Drehmoment.

Deswegen hat man auch nen ID3 als Avatar und redet hier davon, aber dann steht da plötzlich doch der vergessene GT3 RS in der (imaginären) Garage. 😁 Ja ne is kla...
Wie dem auch sei, wegen mir kann der Thread gerne geschlossen werden. Außer OT Meinung aufzwingen kommt hier leider sowieso nichts.

Soll ich Dich melden, oder findest du alleine zum guten Ton zurück?
Vor dem T-Roc R habe ich zwei ID.3 gefahren. Ich mag das Auto, also ist der Avatar geblieben. Aber was soll ich mich vor Dir rechtfertigen, wo Du Dich mit dem Ton schon selber disqualifizierst ;-) .

Du hattest nach nach dem „wert“ von Tieferlegungsfedern gefragt. Du hast, nicht nur von mir, sehr differenzierte und fundierte Antworten bekommen.
Was Du damit machst und ob Du sie einfach ignorierst, weil sie nicht das gewünschte Ergebnis ergeben haben, ist jetzt ganz alleine Deine Sache.

P.S.: Nein, kein GT3 RS, sondern ein MX-5 ND.

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