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Tausch der Fahrzeugflüssigkeiten

BMW 3er F31
Themenstarteram 16. Dezember 2019 um 9:17

Hallo Forum,

Ich habe einen F31 320d xDrive mit 160.000km Laufleistung und in meinem Umfeld habe ich des Öfteren mitbekommen, dass das VGT Probleme macht - bevor es nun soweit kommt wurde mir ein gut gemeinter Rat gegeben, und zwar das VGT-Öl vorbeugend zu wechseln, um den Verschleiß zu mindern - macht das Sinn?Kann man da auch spülen, wie beim Automatikgetriebe? Wenn ja, welches Öl empfiehlt sich da und was brauche ich für Teile?

Das wäre gleich meine nächste Frage - ich habe bei meinem alten E91 auch schonmal eine Automatikgetriebeölspülung gemacht und würde jetzt gerne wissen, ob denn die zu tauschenden Komponenten (Öl, Ölwanne, Dichtungen, Schrauben & Ölfilter) noch die selben sind, oder ob was dazugekommen ist? Ich habe ein 8HP45Z, wieviel Liter Öl brauche ich denn da für eine Spülung - er schaltet nämlich etwas hart und das würde ich gerne beseitigen.

Dann noch zum Motoröl, ich würde beim nächsten Wechsel gerne das Motul X-Clean 5W40 einfüllen lassen. Wohne in Tirol, hier ist es im Winter kalt und im Sommer heiß und ich denke mit den 5W40 fährt er sich im kalten Zustand besser und das Öl ist auch schneller auf Betriebstemperatur als ein 5W30, oder ist der Unterschied kaum zu merken?

Danke euch schonmal! :)

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9 Antworten

Die Zahl vor dem W ist , wie dick das Öl bei kalten Temperaturen ist 5w dicker wie 0w somit braucht es länger als das 0w um auf Betriebstemperatur zu kommen

Die Zahl nach dem W bedeutet , wie hoch die Viskosität bei Heißen Temperaturen sind ( w40 ist vollkommend ausreichend ).

Beim Tune nehmen leute gerne dickeres Öl damit der Ölfilm nicht reist ( 0/5w50 z.b )

VTG öl wechseln macht definitiv Sinn. Du brauchst nen ordentlich großen 6-Kant um die Nachfüllschraube zu öffnen, einen Getriebebock zum Abfangen des Getriebes weil die hintere Getriebehalterung weg muss.

Eine große Spritze mit dünnem PE oder starrem Silikonschlach zum Abziehen des Öls aus der Nachfüllöffnung.

Chinesische Winkelpfoten...um den Schlauch am Lamellenpaket vorbeizufädeln und im Sumpf des Gehäuses zu kommen. Dann brauchst du ne neue Verschlussschraube...Im ETK leicht zu finden.

Und etwa 700ml Öl mit der Freigabe DTF1.

Ich nehme Ravenol TF 0870. Einfüllen bis es aus der Verschraubung läuft.

Ich würde 1mal wechseln, ein paar km fahren und dann nochmal wechseln damit du einen Verdünnungseffekt des Altöls im VTG erreichst denn komplett leer bekommst du es definitiv nicht es sei denn du treibst den Aufwand und baust es komplett aus (Um Gottes Willen)

Die restlichen "lifetime"-Öle im Vorderachsdifferential und im Hinterachsdiff nicht vergessen. Dort ist es vergleichsweise simpel dank Ablassschraube. MERKE: Immer erst Nachfüllschraube öffnen und dann die Ablassschrauben. Wenn die Nachfüllschraube festgegammelt ist und die Ablasssxhraube ist schon offen wird es stressig ;)

Tip fürs Vorderachs-und Hinterachsgetriebe: Nicht das Serienöl nehmen sondern ///M Hinterachsdifföl 75W140 GL5. Wesentlich temperaturstabiler. Wenn keine mechanische Sperre verbaut ist kann gern 6 Vol% keramischer Verschleißschutz dazu. Ich nehme Liqi Moly 75W140 mit 6% LiquiMoly Ceratec

Prozedur alle 100tkm wiederholen.

Beim Motoröl ist meine Philosophie 5W30 LL04 rein und dafür aber alle 15tkm neu...fertig. Bin damit immer gut gefahren sowohl bei N47 im 125d als auch jetzt beim N57

Themenstarteram 19. Dezember 2019 um 8:39

Zitat:

@Dieselmeister86 schrieb am 18. Dezember 2019 um 21:06:31 Uhr:

VTG öl wechseln macht definitiv Sinn. Du brauchst nen ordentlich großen 6-Kant um die Nachfüllschraube zu öffnen, einen Getriebebock zum Abfangen des Getriebes weil die hintere Getriebehalterung weg muss.

Eine große Spritze mit dünnem PE oder starrem Silikonschlach zum Abziehen des Öls aus der Nachfüllöffnung.

Chinesische Winkelpfoten...um den Schlauch am Lamellenpaket vorbeizufädeln und im Sumpf des Gehäuses zu kommen. Dann brauchst du ne neue Verschlussschraube...Im ETK leicht zu finden.

Und etwa 700ml Öl mit der Freigabe DTF1.

Ich nehme Ravenol TF 0870. Einfüllen bis es aus der Verschraubung läuft.

Ich würde 1mal wechseln, ein paar km fahren und dann nochmal wechseln damit du einen Verdünnungseffekt des Altöls im VTG erreichst denn komplett leer bekommst du es definitiv nicht es sei denn du treibst den Aufwand und baust es komplett aus (Um Gottes Willen)

Die restlichen "lifetime"-Öle im Vorderachsdifferential und im Hinterachsdiff nicht vergessen. Dort ist es vergleichsweise simpel dank Ablassschraube. MERKE: Immer erst Nachfüllschraube öffnen und dann die Ablassschrauben. Wenn die Nachfüllschraube festgegammelt ist und die Ablasssxhraube ist schon offen wird es stressig ;)

Tip fürs Vorderachs-und Hinterachsgetriebe: Nicht das Serienöl nehmen sondern ///M Hinterachsdifföl 75W140 GL5. Wesentlich temperaturstabiler. Wenn keine mechanische Sperre verbaut ist kann gern 6 Vol% keramischer Verschleißschutz dazu. Ich nehme Liqi Moly 75W140 mit 6% LiquiMoly Ceratec

Prozedur alle 100tkm wiederholen.

Beim Motoröl ist meine Philosophie 5W30 LL04 rein und dafür aber alle 15tkm neu...fertig. Bin damit immer gut gefahren sowohl bei N47 im 125d als auch jetzt beim N57

Wow, danke vielmals - so einen ausführlichen Beitrag habe ich nicht erwartet. Jetzt bin ich im Bilde und werde es so machen wie von dir beschrieben! :)

Viel Spaß beim Schrauben. Wär gut wenn du Rückmeldung gibst wie es gelaufen ist.

Zum 8hp45 kann ich dir leider nicht viel sagen aber vllt findet sich da noch jemand

@Dieselmeister86

Ich meine, dass ab Werk 75w90 in den Differentialen drin ist.

75w140 ist wahrscheinlich bei hohen Temperaturen besser. Ob es notwendig ist weiß ich nicht.

Es ist jedoch so, dass die meisten 75W140 LS (Limits Slip) haben. Weißt du wie sich das in den normalen Differentialen verhält?

Meines Wissens nach haben unsere Autos auch eher selten eine Differentialsperre. Woran erkennt man das eigentlich. Ist dann da im Armaturenbrett ein Schalter vorhanden?

Zitat:

@Dr.Bart schrieb am 20. Dezember 2019 um 11:09:10 Uhr:

@Dieselmeister86

Ich meine, dass ab Werk 75w90 in den Differentialen drin ist.

75w140 ist wahrscheinlich bei hohen Temperaturen besser. Ob es notwendig ist weiß ich nicht.

Es ist jedoch so, dass die meisten 75W140 LS (Limits Slip) haben. Weißt du wie sich das in den normalen Differentialen verhält?

Meines Wissens nach haben unsere Autos auch eher selten eine Differentialsperre. Woran erkennt man das eigentlich. Ist dann da im Armaturenbrett ein Schalter vorhanden?

75W85 im Vorderachsgetriebe...absolut unzureichend. Das Ding ist so heiß verbaut(direkt am Block ohne Luftzug ringsrum weil Unterbodenverkleidung) da brauchts war vernünftiges. Der Zusatz LS beim 75W140 gibt nur an dass das Öl für die Lamellenkupplungsbeläge einer Differentialsperre verträglich ist und somit in gesperrten Diffs eingesetzt werden kann. Bei Diffs ohne Sperre braucht es diese Eigenschaft halt einfach nicht. Daher kann man hier auch keramische Verschleißhemmer zusetzen, die widerum unverträglich mit Lamellenkupplungen sind und zum Verglasen der Beläge führen können.

Die wenigsten Fahrzeuge haben Sperren verbaut. Bei M-Fahrzeugen ist sie Serie. In der G2X Baureihe gibt es jetzt eine mechanische Sperre als Sonderausstattung. Noch weniger sind direkt schaltbar (eher bei Geländefahrzeugen üblich). Auf der Bühne lässt sich testen ob eine Sperre im Diff verbaut ist. Fahrzeug auf P sodass die Kardanwelle blockiert ist. Dreht man ein Hinterrad von Hand durch und das Rad auf der anderen Fahrzeugseite dreht mit wenig Kraftaufwand in die Gegenrichtung ist keine Sperre verbaut. Dreht das Rad auf der gegenüber liegenden Seite kurz in die gleiche Richtung wie das Rad an dem man dreht und danach wird es schwergängig...Sperre

@Dieselmeister86

Vielen Dank für deine Ausführungen.

Wäre denn ein 75w140 LS für ein Differential ohne Sperre schädlich?

Zitat:

@Dr.Bart schrieb am 20. Dezember 2019 um 13:34:02 Uhr:

@Dieselmeister86

Vielen Dank für deine Ausführungen.

Wäre denn ein 75w140 LS für ein Differential ohne Sperre schädlich?

Nein. Das Öl kann einfach nur mehr als man an der Stelle braucht. Schaden kann im Wesentlichen nur andersherum entstehen wenn keramische Zusätze mit Kupplungskomponenten in Berührung kommen. Probleme mit Dichtungskomponenten beim Einsatz des abweichenden Schmierstoffs sind auch sehr selten da die meisten Hersteller das Rad nicht neu erfinden und NBR oder Viton-Dichtungen einsetzen die quasi alle gängigen Öle verkraften.

Ängstliche Menschen achten auf die Freigaben und Vertriebsinfos laut dieser Tabelle:

https://www.newtis.info/.../1VnczONFlo

Ich fahre seit Jahren mit dem LiquiMoly sehr gut und hab es schon bei mehreren Freunden verwendet. Alles ohne Beschwerden.

Danke für deine ausführliche Erläuterung.

Werde im Frühjahr die Öle tauschen.

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