T8 und elektronisches Fahrtenbuch
Ich nutze im D6 das gute alte Triplog und will dies aus 100 Gründen loswerden:
1-99: Es läuft nur unter Windows auf dem Mac und ist ....etwas altbacken. Also Betriebssystem und Software.
2. Da nachträglich jederzeit und ohne Protokollierung der Fahrtzweck änderbar ist, entspricht es NICHT den Vorgaben des Finanzamtes. Eine neuere Version behebt das wohl, ließ sich aber nicht installieren.
Alle billigen Lösungen sind nur computerbasierende Lösungen, wo man alles am Rechner zusammentragen muss. Das kann man sich also sparen. Um sich von der Plattform zu lösen, sollte es eine Webbasierende Lösung mit App fürs iphone sein, die allen strengen Vorgaben entspricht.
So bin ich auf Vimcar - ein Startup aus Berlin - gestoßen. 899€ brutto ohne Folgekosten.
Eine andere Welt, keine Einbaukosten, einfach Dongel in OBD- Buchse, registrieren und ab geht es.
Super!
Dann die große Enttäuschung: Es funktioniert offenbar nur im Modus HYBRID.
Fahrten, die ich in PURE starte, werden komplett kilometermäßig nicht erfasst, ob nun dabei der Verbrenner mal läuft oder nicht. Hybridfahrten werden voll erfasst.....,ob der Verbrenner nun läuft oder nicht!?!?
Einen Plug In hatte man auf sofortige Rückmeldung des Supportes noch nicht in der Flotte und nun sucht man nach einer Lösung. Habe die natürlich mit Triplog heiß gemacht, denn da ist man ja auch in der Lage ALLE Fahrten zu scannen.
Von diesen Problemen steht somit nix in der gelungenen Präsentation im Web.
Für alle normalen D5-Stinker 😉 ist vimcar.com echt ein ganz heißer Tipp von mir.
Dies zum einen als Info an die, die den astronomischen LP vom T8 nicht mit 1% versteuern wollen.
Dann die Frage, ob ein Plugger hier im Forum eine Alternative weiß, die ein Apple-Jünger auch bedienen will?
Beste Antwort im Thema
Richtig, wollte nur Bescheid geben. Hatte ich ja versprochen.
141 Antworten
Die Aussage von meinem StB tendiert eher dahin, dass teilweise lieber die kleineren geprüft werden. Zum einen geht das schneller und der Prüfer findet auch mehr, weil die KMUs weniger professionelle Fibu haben. Die müssen ja auch Quoten erfüllen.
Ich hatte in 20 Jahren nur 2 Steuerprüfungen (Lohn mal ausgenommen), die letzte ging nur um Umsatzsteuer bzw. Umsätze in nicht steuerbaren Staaten.
Wie gesagt, bei mir wird es wahrscheinlich ohnehin auf die 1% Regelung rauslaufen. Aber das Fahrtenbuch ist trotzdem ganz interessant zu führen da es ja on call auch recht einfach ist so hat man mal einen Überblick über die Fahrten.
Ich bin gut mit einem Richter am Finanzgericht eines Nachbarbundeslandes befreundet und kann Euch allen nur raten, sich nicht jeden Mist der Betriebsprüfer oder des Viehamtes gefallen zu lassen.
Immer mehr verlieren die Ämter aus den Augen, dass die auch unsere Dienstleister sind und nicht Fangquoten verpflichtet sind. Entsprechend hoch ist die Quote, dass solche Radikalmaßnahmen wie ein Fahrtenbuch komplett in die Tonne zu donnern, weil Einzeleinträge falsch sind, vor Gericht scheitern.
Extra Postfach einrichten, jede Woche die PDF dahinmailen lassen von VOC und dann am Jahresende die Exceltapeten aus den max. 100 Einträgen, also vier Stück, zusammenfügen und auswerten.
Dann kann man dem Prüfer noch gerne per Webmail das Fach aus der warmen Amtsstube aus einsehen lassen und so sollte es auch gut sein.
Gegenüber der 1% Methode spare ich so ein paar 1.000 Euro für wenig Arbeit, netto!
Kommt endlich ein XC 40 mit großem Akkupak und die Freibeträge je KWh-Kapazität bleiben, werde ich wohl zur 1% Regel wechseln, weil dann unterm Strich keine 500 Euro zu versteuren sein dürften.
Bei LP an die 100.000 Euronen sieht das schon anders aus.
Hallo,
ich reaktiviere das Thema mal.
Bei meinem XC60 T8 läuft Vimcar nach anfänglichen Problemen. Der Support von Vimcar ist erstklassig. Zuerst lief es nicht, nach einigem Hin und Her und Telefonaten (der Support hat irgendwas auf den Stecker remote aufgespielt) lief es. ich teste noch, aber bislang alles problemlos.
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Das ist ja super. Schweren Herzens musste ich Vimcar vor 3 Jahren zurückgeben, weil die PIH nicht korrekt unterstützt wurden (Die Stromfahrten wurden nicht gezählt).
Schön, dass es jetzt klappt.
Kommt für mich aber wohl doch nicht mehr in Frage, da es bald (schätze halbes Jahr) Ablösung gibt und ich dann die 0,5% nehme.
Es gibt noch eine weitere Variante des elektronischen Fahrtenbuchs von tomtom telematics. Der zeitliche Aufwand ist hier auf das meiner Meinung nach absolute Minimum reduziert.
Die normalen Fahrzeuge wie D5 verwenden hier einen OBD Dongle. Den hatte ich schon vorher an meinem Benz im Einsatz. Beim T8 ist ein spezielles Modul notwendig, das mir ein Fachmann der mit tomtom zusammenarbeitet hier vor Ort für ca. 50,-€ eingebaut hat.
Im Handy (Android) habe ich ein Widget (siehe Bild 1). Ich kann hier die drei grundlegenden Arten der Fahrten voreinstellen. Fahre ich z.B. in den Urlaub tippe ich auf „Privat“, und alle folgenden Fahrten sind automatisch als privat abgespeichert. Da pflege ich dann nichts mehr nach.
Komme ich vom Urlaub zurück tippe ich auf „Arbeitsweg“ und die folgenden Fahrten sind alle als Arbeitsweg entsprechend vorsortiert.
Gehe ich auf Geschäftsreise tippe ich da einmal drauf und die ganzen Fahrten der nächsten Tage sind geschäftlich gebucht. Hier muss ich natürlich später Fahrt-Zweck und Ansprechpartner noch hinzufügen.
Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist ein Großteil schonmal richtig vorsortiert. Manchmal tippe ich noch schnell auf dem Weg zum Auto drauf, weil es mir da halt gerade noch einfällt.
Nun zu den Änderungen der Einträge:
Ich habe z.B. vergessen von Arbeitsweg auf Privat umzustellen. Das kann ich nun entweder in der Logbook App machen oder am PC.
In der Logbook App (Bild 2) sehe ich untereinander die letzten Fahrten. Aufgrund der schon vielzähligen Einträge erkennt die App den Arbeitsweg anhand von Start und Ziel und schlägt mir die Bestätigung vor. Siehe oberer Eintrag im Bild.
Bei der darunterliegenden Privatfahrt hatte ich vergessen zuvor im Widget umzuschalten. Diesen Eintrag erkennt er aber aufgrund der Geographiedaten als „Nicht-Arbeitsweg“ und schlägt deshalb eine Änderung auf „Privat“ vor.
Ich muss nun auch nur auf das Häkchen tippen und es ist umgebucht.
Das geht wirklich ratzfatz, und ich kann das immer und überall machen wo ich gerade nichts zu tun habe. Z.B. am Flughafen wenn ich wartend am Gate sitze und die vergangene Woche einfach ändere oder abhake.
Kunden die ich ein zweites Mal besuche erkennt er am Ort und schlägt automatisch dessen Namen zur Übernahme vor. Die "neuen" geschäftlichen Fahrten kann ich auch in der Logbook App ergänzen, ist mir aber auf dem Handy manchmal zu mühsam.
Alternativ ruf´ ich dann die Homepage mit Login auf dem PC auf und tippe das Ganze dann mit der normalen Tastatur rein.
Alle Bewegungsdaten, km-Stände, Adressen usw., sowie auch alle Änderungen in der App oder am PC werden an den Server von tomtom übermittelt. Es besteht also keine Manipulationsmöglichkeit der Orte und der Entfernungen.
Den km-Stand hatte ich beim vorigen Benz einmal korrigiert, weil er eine Fährüberfahrt irgendwie mitberechnete. Diese km Korrektur wird ebenso mit Datum, Uhrzeit etc. protokolliert, sodass der Änderungsgrund nachvollziehbar ist.
Ich kann dann den Monat abschließen und erhalte per Download ein PDF Fahrtenbuch in dem alle Daten und auch Änderungen festgehalten sind. Ich speichere diese ab, drucke Sie aus….
Selbstverständlich könnte man das PDF manipulieren, aber dann würde ich im Zweifelsfall im Beisein des Betriebsprüfers die Daten erneut herunterladen und ihm beweisen, dass meine Ausdrucke nicht manipuliert sind. An die Rohdaten komme ich ja nicht ran, es sei denn ich hätte Hackerqualitäten und verschaffe mir Zugang zum tomtom-Server.
Ich mache das nun das 3.Jahr, und hatte eine Betriebsprüfung ohne Beanstandung damit. Ist sicherlich kein Freibrief, aber der Prozess ist aus meiner und Steuerberater-Sicht ziemlich prüffest.
Das Ganze ist natürlich nicht umsonst und kostet ca. 20,-€ netto monatlich (hängt von der Fuhrparkgrösse ab). Bei mir lohnt sich das jedenfalls und wie @hoberger schon mal schrieb ist der Stundenlohn für die wenige Arbeit OK, und zumindest bei mir erheblich höher als ich mit „ehrlicher“ Arbeit verdienen kann.
Ausserdem hat mir mein Steuerberater bestätigt, dass die 0,5% Regel auch bei Fahrtenbuchnutzern zur Anwendung kommt!
Originalzitat: „Die Absenkung betrifft sowohl die 1% Regelung (dann 0,5% Regelung) als auch die Fahrtenbuchmethode. Führt der Steuerpflichtige ein Fahrtenbuch, werden die Aufwendungen, die auf die Anschaffung entfallen (z.B. Abschreibungen oder Leasingraten) bei der Ermittlung der Gesamtkosten nur zur Hälfte berücksichtigt.“
Ich werde nun also Ende des Jahres meinen T8 durch etwas neues ersetzen und weiterhin Fahrtenbuch, aber dann mit 0,5% machen.
Danke für die ausführliche Beschreibung, klingt gut!
Schön auch deine Screenshots, die eindrucksvoll beweisen, dass Apple einem guten Weg beschreitet, dem User keine Schriftauswahl zu ermöglichen. 😁😁😁