Stickoxyd bei Volvo Diesel - glaubt ihr, wir fahren in 6 Jahren noch in Städte-Umweltzonen?

Volvo XC70 2 (B/P24)

Eine erkennbare Linie im Abgas-Pfuscherei heisst doch: je kleiner die Dieselmotoren, desto grösser das Problem, resp. die Abweichung von Prüfstandtheorie und Praxis.

Volvo geht nach Spanien, um die Modelle in Europa zuzulassen. (Honi soit qui mal y pense). Vielleicht gibt es ja in Schweden keine Messgerät?

CO2 Werte: da ist ja eh blind, wer den Volvo Werksangaben glaubt. Ein 181 PS 4x4 XC70 soll mit 5.2 Gesamtverbrauch fahrbar sein? Bla Bla. OK, es scheint bis jetzt nicht Betrug, sondern nur Trickserei, die alle Firmen drauf haben.

Nein, ernster - ernst ist das Stickoxidthema und nicht das CO2. Die Fragestellung ist doch so:
Die Fahrzeuge sind in der Theorie immer sauberer, aber die Messstellen in den Innenstädten messen seit Jahren die ca. gleichen Werte an Stickoxiden. Das ist die schlichte Umweltwahrheit. Und das nicht, weil einfach mehr Autos fahren würden. Sondern zum grössten Teil deswegen, weil die Messstellen sehr «praktisch» messen und die Autos «theoretisch» zugelassen werden.

Da kann ich einer Stadtregierung sogar noch nachfühlen, dass sie härtere Massnahmen ins Auge fasst. Alle unter Euro 6 Diesel aus den Zentren vertreiben - mich würden solche Forderungen in den nächsten zwei Jahren nicht erstaunen.

Jedenfalls: Die Werte, die da in praxisnäheren Messungen nicht überschritten werden sollen ab 2017 - ich weiss - noch ist alles (Presse)Gerede und nichts beschlossen - da habe ich schwer den Eindruck, die Euro 5 - Diesel von Volvo könnten da alt aussehen, wenn es auf wirkliche Praxismessung hinausläuft.

Für alle wie mich, die noch viele Jahre XC70 fahren wollen, nicht sehr erfreuliche Perspektive. Wir haben keine Benzin-Alternative. (Und ich mag den Tucker-D5 von Volvo mit der rabiaten Art und Kraft).
Konkreter: kann man überhaupt einen 2012er XC70 D5 (vor der für mich eher leidigen Downsizerei) überhaupt noch kaufen und denken, man könne in 6 oder 8 Jahren noch überall damit fahren?

Wer weiss da mehr, was Volvo- D5 - Euro 5 - Stickoxid angeht?

Beste Antwort im Thema

Was soll diese Kaffeesatzleserei bringen? Habt ihr nichts zu tun? Mit den Kindern spielen oder den Hund gassie führen? Solche "Sorgen" möcht ich mal Sonntags haben.
Und zur Frage: Ich glaube, in 6 Jahren brausen wir alle in rose Teekannen durch die Welt. Natürlich mit grüner Plakete.

54 weitere Antworten
54 Antworten

Zitat:

@Hobbes schrieb am 12. November 2015 um 17:05:20 Uhr:


übrigens ist nicht sicher, ob in 6 Jahren im Stadtgebiet Kohle- oder Gasgrill noch erlaubt sind. Der Umwelt zuliebe dürfen evtl. nur noch gedeckte Elektrogrill verwendet werden.

Und anstatt eines Steaks gibt's Soja Würstchen....

Generell sind die Rindviecher für das Steak ja schon extreme Schadstoffausstoßer - aber zumindest nicht in den Innenstädten ;-)

Hey, lasst die Rindviecher auf der Weide. Es genügt, wenn sie dort Methan ausstossen. 😉

Zurück zum eigentlichen Thema: Alle Fahrzeughersteller wissen, dass ihre Test-Zyklen problematisch sind. So wurde vor einiger Zeit Mercedes in den USA verdonnert, einem Kunden die Verbrauchsdifferenz zwischen Test- und praktischem Zyklus zu zahlen. Es trifft eigentlich alle Hersteller. Beim Diesel ist die grösste Drecksschleuder bzl. Stickoxiden der Jeep - also ein Ami. Volvo hat bei der Statistik zumindest für den V40 gut abgeschnitten.
Ob Benzinmotoren schmutziger sein, bezweifle ich. Wegen ihrer geringeren Effizienz im Vergleich zum Diesel brauchen sie aber mehr Treibstoff (15% sind der höheren Energie-Dichte des Diesels geschuldet, und erst darüber ist es tatsächlich ein Mehrverbrauch).
Eine weitere Sache ist die geringere Elastizität der Diesel im Vergleich zum Benziner. Die Benzinmotoren vertragen extrem niedertouriges Fahren, wohingegen die modernen Diesel sich zwischen 1500 und 3500 Umdrehungen am wohlsten fühlen. Beim Schalt- und neuerdings beim Automatik-Getriebe verbauen die Hersteller Getriebe mit immer mehr Gängen. Das mag beim Diesel sinnvoll sein. Beim Benziner könnte man sich den Aufwand sparen, aber das X-te Getriebe wird halt als "sportlich" verkauft. *seufz*

Beim Automatik-Getriebe? Bei Porsche gibt es längst das manuelle 7-Gang-Getriebe, und das ist nicht für Diesel.

Ähnliche Themen

Zitat:

@biboca schrieb am 12. November 2015 um 16:41:46 Uhr:


Es ist Konsenz, dass Zigaretten schädlich sind. Trotzdem gibt es sie und der Staat verdient daran. Mithin ist Deine These Humbuck.

Dann darfst du ja nichtmal mehr den toaster benutzen. Dass Zigaretten grossflächig die Luft verpesten, ist blödsinn. Die allergrößten Verpester sind mit sehr viel Abstand die Flugzeuge.Das wird totgeschwiegen.

Zitat:

@teddy1x schrieb am 13. November 2015 um 20:16:05 Uhr:


Dass Zigaretten grossflächig die Luft verpesten, ist blödsinn.

Hat auch niemand behauptet. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Wer mehr raus bläst ist immer umstritten. Habe das die Tage gelesen: Doch die Vielzahl der Kamine und Kaminöfen hat das Problem neu angeheizt. Inzwischen kommt aus den rund 15 Millionen Kaminöfen in deutschen Wohnungen mehr Feinstaub als der gesamte Autoverkehr erzeugt.

Eventuell auch nicht das wer ist schlimmer sondern was. Was ( co2, co, Feinstaub...) für die Umwelt am schlimmsten ist ändert sich ja aber auch des öfteren. Dann gibt es ja noch die Industrie, Schwerlastfahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge, das Furzen der Landwirtschaft und eventuell die Abgase/Verwesung der normalen Tiere und Pflanzen. Aber so schlimm kann es ja nicht sein denn wir leben ja mind. 40 jahre länger als noch vor 500 Jahren.

Schönes WE

Liebe Leute, ihr argumentiert fast alle viel zu nahe an der Sache. Es geht nicht um die Umwelt, es geht um Politik.
Habt Ihr denn nicht gesehen, dass sich die Umweltpolititk je länger je mehr von der Umwelt abkoppelt? Dass es wenig bis nicht um reale Messwerte an Luftreinhaltung geht, nicht um die Frage, wie man real und sinnvoll die Kinderlungen vor zuviel Feinstaub schützt (was ja nötig wäre in manchen Städten).

Es scheint mir eben, die das sich die Umweltpolitik (auch andere Politikbereiche) abkoppeln, es mehr und mehr nicht um die Sache, sondern nur um die Frage geht: Auf welcher Seite des Shitstorms stehst Du? Bin ich, ist der der Politiker bei «den Guten» in der Empörungswelle am TV? Oder bei den Bösen, die der gelernte Journalist eben demontieren muss, weil der Interviewte und seine Haltung moralisch minderwertig sei – real aber bloss billige moralisierend-rhetorische Fangfragen mit «investigativem Journalismus» verwechselt.

Diese Art der Politik zeigt manchmal sehr quere Ergebnisse in der Realität. An dieser Ecke könnte es durchaus passieren, dass, befeuert durch die VW-Sache, die Diesel zum «neuen Fleisch der Autobranche» werden, wo jede Einschränkung oder Verbot eben gut tönt und «moralisch» dringend und notwendig wird. Dafür eignet sich der Kaminofen zum Beispiel einfach nicht so gut.

Oder einfach ausgedrückt....wenn kein Diesel mehr verkauft wird, wird es politisch schon gelenkt. Denn der Diesel muss ja weg 🙂

Jetzt ist der neue Espace von Renault dran

http://www.duh.de

http://www.duh.de/uploads/media/B434_DUH_Bericht_Renault_Espace.pdf

uiuiuiui! 😰
Und was mache ich jetzt bloss mit meinem Volvo-Diesel?

Es handelt sich um eine Messung an einem Einzelfahrzeug, welche mit anderen Modellen bestätigt werden muss. Was Du da postest wissen wohl alle die Zeitung lesen, die interessanteste Info ist aber nicht dabei:

Der Wagen verhielt sich bezüglich Emissionen massiv anders, wenn er nicht am Vortag genau Vorkonditioniert wurde. Das ist das spannende und vor allem verdächtige an dieser Geschichte.

Gruss Hobbes
D

Zitat:

@maurocarlo schrieb am 24. November 2015 um 22:37:10 Uhr:


Jetzt ist der neue Espace von Renault dran

http://www.duh.de

http://www.duh.de/uploads/media/B434_DUH_Bericht_Renault_Espace.pdf

Das sind doch die welche auch ein Opel getestet haben dort habe sie angeblich auch ein zu hohen Ausstoss gemessen.

Als aber nachgefragt wurde um die Test zu verifizieren haben sie dann die Daten nicht bekannt gegeben.

Hat da jemand interveniert oder sie die Resultate nicht nachvollziehbar?

Thomas

Die Werte sind einfach unlogisch, weil der kalte Motor die wenigsten Schadstoffe ausgestoßen hat, als der NoX-Kat noch kalt war...

Zitat:

@XC70D5 schrieb am 25. November 2015 um 13:27:38 Uhr:


Die Werte sind einfach unlogisch, weil der kalte Motor die wenigsten Schadstoffe ausgestoßen hat, als der NoX-Kat noch kalt war...

Nö,

Stickoxide entstehen bei hohen Verbrennungstemperaturen. Bei kaltem Motor sind auch die Brennraumtemperaturen geringer, insofern passt das schon.

Zitat:

Jetzt ist der neue Espace von Renault dran

Bemerkenswert daran finde ich, dass sich das Bild bestätigt: wieder hat ein relativ schweres, grosses Auto mit einem (mindestens bis vor wenigen Jahren gültigen Einschätzung) zu kleinen Motor (1600 ccm) ein gröberes Nox-Problem.

Das stimmt mich nicht allzu zuversichtlich für Volvo, die doch das gleiche tun und erst noch versuchen, sich um die wirksame AdBlue SCR- Technologie herumzuziehen. Nur bei den Lastwagen sieht das anders aus. Selbstverständlich wird es dort eingebaut.

Die vielen Meldungen setzen sich bei mir ein bisschen zu einem Bild zusammen, dass genügend grosse, mit aufwändiger AdBlue SCR Technik betriebene Motoren am besten durch reale Nox Tests von Euro 6 kommen. Bezeichnenderweise haben doch viele BMWs und Mercedes Modelle mit AdBlue-zeugs recht gut abgeschnitten bei den ADAC-Tests.

Es wäre doch Null Problem, bei jedem 2. oder 3. oder 4. Mal tanken an einem gut konstruierten Stutzen ein bisschen AdBlue nachzufüllen? Wird da rein wegen ein bisschen Mehr-Autopreis nicht eingebaut? Und wenn manche es einbauen: Warum haben die Autofirmen Angst davor und richten die Software so ein, dass zulasten des realen Abgasverhaltes sowenig AdBlue verbraucht wird, dass es bis zum Service reicht?

Für mich bleibt da vieles ein bisschen unklar.

Deine Antwort
Ähnliche Themen