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Steuerkette schon wieder gelängt?

Mercedes E-Klasse W211
Themenstarteram 17. Juli 2014 um 15:14

Bei meinem W211 wurde bei 120000km die Steuerkette sowie der Kettenspanner gewechselt da war mein Auto 8 Jahre alt die Kette hatte sich um ein Kettenglied umgelenkt er lief ruckig und die Motoranzeige hat aufgeleuchtet wir bekamen von der Werkstatt 50% Kulanz auf die Teile und 25%Nachlass auf den Einbau meine Rechnung war 1.200€ die Nockenwellenstellräder wurden nicht getauscht.Jetzt 4Jahre später und genau 65000km gefahren hat die Kette sich um 1 1/2 Glieder verlängert das Auto blieb genau an der Vertragswerkstatt stehn und erst dann leuchtete die Kontrollleuchte.Seit Anfang des Jahres machte mein Auto Geräusche wie das rasseln der Kette wurde aber von der Werkstatt als Kettengeräusch verneint.Die Rechnung beläuft sich dieses mal auf 2.600€.IST DAS NORMAL??????Hatte das schon jemand von euch?????Mercedes möchte jetzt keine Kulanz mehr geben weil mein Auto jetzt 12 Jahre alt ist aber bei 8 Jahren war das kein Thema da machten sie es von sich aus.Wären damals die Zahnräder mitgetauscht worden wäre das doch sicher nicht schon nach 65000km nochmal passiert was ich zur Antwort bekomme ist das die Zahnräder jetzt aber 185000km gelaufen sind und deshalb meine Kette sich verlängert hätte.Ich besitze das Auto 9Jahre und alle Kundendienste sowie Reparaturen wurden bei dieser Vertragswerkstatt durch geführt die Kosten waren nicht unerheblich bis jetzt!!!!!Wer weiß Rat?????

Beste Antwort im Thema

Was die Leute Dir so alles erzählen (Du arme Angeschmierte)...

Die Kette wird im Normalbetrieb länger, einfach, weil sie zu schwach ist.

Die Steuerzeiten haben da nichts wesentliches mit zu tun.

Und Fahrradketten: Was soll das für eine Erklärung sein "Das sind Fahrradketten, weil alle kleinen Motoren dieser Motorenbaureihe die haben." Aha: Die sind zu schwach, weil sie zu schwach sind.

 

Und rasiert haben die Dich ja auch ordentlich:

Niemals waren die Lambdasonden bei der geringen KM-Leistung defekt (MB-Preis für beide ca. 450 EUR + Steuer + Einbau).

Die zeigen z.B. ungewünschte Werte, wenn das typische Falschluftproblem (Kurbelgehäuseentlüftung) besteht. (Ggf. auch bei einigen Fehlfunktionen durch Öl im Motorkabelbaum.) Da muß man aber die Ursache beseitigen, nicht die Mess-Sonden. (Wird aber wohl häufig von inkompetenten Kfzlern gemacht, oder von dreisten. Oder der Wechsel gar nur behauptet - noch mehr Gewinn.)

Umluftklappe Kompressor: Ja genau...

(Kann man übrigens mid SD relativ einfach testen, sogar ohne.

- der Kompressor dreht immer mit, im LL ist aber die Umluftklappe in Nullstellung [also 90°, voll offen], also kein Kompressordruck im Ansaugkanal. An MAP [Mainifold Air Pressure] sogar per OBD-II zu erkennen.

Nach kaltem Motorstart wird sie für ca. 1 Min. geschlossen, um Kompressordruck für die Sekundärlufteinblasung in den Abgasstrang [und damit auch den Ansaugkanal] zu blasen. Am MAP-Wert zu sehen - oder Sekundärluftschlauch am Sekundärluft-Ventil abnehmen, da bläst es dann ordentlich raus. Nach der 1-Min.-Einblasphase geht der Druck wieder runter, weil die Umluftklappe wieder öffnet.

- per SD kann man die Umluftklappe auch manuell betätigen, und die daruas folgenden Druckwerte ablesen)

1000 EUR für "Kompressorschlauch" - damit waren wohl die Kurbelgehäuseentlüftungsschläuche gemeint (Material <50 EUR). Um die zu wechseln, muß allerdings der Ladeluftkompressor raus, das ist teuer. Wechselt man nur den oberen (unausreichend), geht's deutlich einfacher.

Wechselt man alle, sollte sich das Laufverhalten aber bessern (wenn man eine SD hat, und die gelernte Gemischadaption zurückstellen kann, sofort, wenn nicht, muß man erst ca. 200Km fahren, bis neu angelernt)

 

Zu den Steuerzeiten:

Sorum klingt's plausibel: Einlaß wenig, Auslaß mehr, denn:

Einlaß 0,5cm sind knapp 5° an der Nockenwelle und knapp 10° an der Kurbelwelle. (Das ist schon ganz ordentlich.) 0,5cm sind dann auf ca. der halben Kette (ca. 45cm, von ziehendem KW-Zahnrad bis zur Einlaß-NW), der Rest der Kette ist ja auch länger: auf restlichen ca. 65cm nochmal ca. 0,7cm, ergibt zusammen 0,5+0,7cm = 1,2cm = 1,5 Kettenglieder (a 0,8cm).

Der Auslaß kann dann entweder 1 Zahn übersprungen sein (also er 0,8cm + 0,5cm von Einlaß aus = 1,3cm), oder er war, wie bei mir, nicht eingerastet, und könnte damit bis zu ca. 20° zusätzlich in Richtung spät verstellt sein, nur innere Federn halten ihn, gegen den Druck von den Ventilfedern, was dann wie mehr Versatz aussieht. Bei mir war es so, daß mein nicht arretierter Auslaß-Versteller noch ca. ein halbes Glied mehr verstellt war, als die Einlaß-NW.

Wichtig: Es gibt pro Nockenwelle 2 Markierungen, eine Breite am Nockenwellenversteller, und eine dünne am Bund der Nockenwelle. Am Versatz sieht man die momentane "betriebsmäßige" Verstellung. Für die Einstellung sind natürlich die an der Nockenwelle entscheidend und präziser. Wenn die Nockenwellenversteller ordentlich eingerastet sind (wenn also keine Verstellung stattfindet, normal bei abgestelltem Motor ohne Öldruck), müssen die jew. Markierungen von Versteller und NW-Bund fluchten.

 

Das mit den Sätze-Springen kurz vor der Werkstatt klingt dann so, als wäre die gelängte Kette dort dann "endlich" übergesprungen. (Glück gehabt, daß keine Ventile verbogen oder Kolben zerschlagen wurden. Bei einem Zahn passiert wohl mechanisch noch nichts.)

 

Wenn die Steuerzeiten nur ein bißchen verstellt sind, läuft der Motor noch, nur schlechter. Zudem kann auch noch die Motorelektronik bzw. die Gemischregelung mit Lambdasonden noch verstellten Steuerzeiten entgegenwirken, sodaß man die nicht so spürt.

Starke Verstellungen spürt man.

Übrigens: Die Nockenwellenversteller können die Steuerzeiten ja betriebsmäßig verstellen, so etwa um 20° (Einlaß nach früh, Auslaß nach spät), das sind an der Kurbelwelle 40° - da siehst Du, wie weit die Steuerzeiten abweichen können, und das macht den Motorlauf/Leistung/Verbrauch sogar noch besser - je nach Betriebssituation.

 

Harald

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Zitat:

Original geschrieben von Fretchen

Zitat:

Original geschrieben von mangafa2

Beim Nachfolger sind andere Ketten verbaut sieht tausendmal stabiler aus, bei meinem 211 schau ich jetzt alle 2 Service unter den Ventildeckel, nimmt mir 30-60min weg um die Steuerzeiten zu prüfen.

Nachfolger = W212 E200 / E250 ?

Yes M271 EVO

Habe beide Motoren, M271 EVO Aggressiv sehr Gasfreudig und sehr gute Power.

M271 Autobahnfahrten super, aber Kraftvoll wie der EVO ist das nicht, für die Arbeit langt es :)

Was die Leute Dir so alles erzählen (Du arme Angeschmierte)...

Die Kette wird im Normalbetrieb länger, einfach, weil sie zu schwach ist.

Die Steuerzeiten haben da nichts wesentliches mit zu tun.

Und Fahrradketten: Was soll das für eine Erklärung sein "Das sind Fahrradketten, weil alle kleinen Motoren dieser Motorenbaureihe die haben." Aha: Die sind zu schwach, weil sie zu schwach sind.

 

Und rasiert haben die Dich ja auch ordentlich:

Niemals waren die Lambdasonden bei der geringen KM-Leistung defekt (MB-Preis für beide ca. 450 EUR + Steuer + Einbau).

Die zeigen z.B. ungewünschte Werte, wenn das typische Falschluftproblem (Kurbelgehäuseentlüftung) besteht. (Ggf. auch bei einigen Fehlfunktionen durch Öl im Motorkabelbaum.) Da muß man aber die Ursache beseitigen, nicht die Mess-Sonden. (Wird aber wohl häufig von inkompetenten Kfzlern gemacht, oder von dreisten. Oder der Wechsel gar nur behauptet - noch mehr Gewinn.)

Umluftklappe Kompressor: Ja genau...

(Kann man übrigens mid SD relativ einfach testen, sogar ohne.

- der Kompressor dreht immer mit, im LL ist aber die Umluftklappe in Nullstellung [also 90°, voll offen], also kein Kompressordruck im Ansaugkanal. An MAP [Mainifold Air Pressure] sogar per OBD-II zu erkennen.

Nach kaltem Motorstart wird sie für ca. 1 Min. geschlossen, um Kompressordruck für die Sekundärlufteinblasung in den Abgasstrang [und damit auch den Ansaugkanal] zu blasen. Am MAP-Wert zu sehen - oder Sekundärluftschlauch am Sekundärluft-Ventil abnehmen, da bläst es dann ordentlich raus. Nach der 1-Min.-Einblasphase geht der Druck wieder runter, weil die Umluftklappe wieder öffnet.

- per SD kann man die Umluftklappe auch manuell betätigen, und die daruas folgenden Druckwerte ablesen)

1000 EUR für "Kompressorschlauch" - damit waren wohl die Kurbelgehäuseentlüftungsschläuche gemeint (Material <50 EUR). Um die zu wechseln, muß allerdings der Ladeluftkompressor raus, das ist teuer. Wechselt man nur den oberen (unausreichend), geht's deutlich einfacher.

Wechselt man alle, sollte sich das Laufverhalten aber bessern (wenn man eine SD hat, und die gelernte Gemischadaption zurückstellen kann, sofort, wenn nicht, muß man erst ca. 200Km fahren, bis neu angelernt)

 

Zu den Steuerzeiten:

Sorum klingt's plausibel: Einlaß wenig, Auslaß mehr, denn:

Einlaß 0,5cm sind knapp 5° an der Nockenwelle und knapp 10° an der Kurbelwelle. (Das ist schon ganz ordentlich.) 0,5cm sind dann auf ca. der halben Kette (ca. 45cm, von ziehendem KW-Zahnrad bis zur Einlaß-NW), der Rest der Kette ist ja auch länger: auf restlichen ca. 65cm nochmal ca. 0,7cm, ergibt zusammen 0,5+0,7cm = 1,2cm = 1,5 Kettenglieder (a 0,8cm).

Der Auslaß kann dann entweder 1 Zahn übersprungen sein (also er 0,8cm + 0,5cm von Einlaß aus = 1,3cm), oder er war, wie bei mir, nicht eingerastet, und könnte damit bis zu ca. 20° zusätzlich in Richtung spät verstellt sein, nur innere Federn halten ihn, gegen den Druck von den Ventilfedern, was dann wie mehr Versatz aussieht. Bei mir war es so, daß mein nicht arretierter Auslaß-Versteller noch ca. ein halbes Glied mehr verstellt war, als die Einlaß-NW.

Wichtig: Es gibt pro Nockenwelle 2 Markierungen, eine Breite am Nockenwellenversteller, und eine dünne am Bund der Nockenwelle. Am Versatz sieht man die momentane "betriebsmäßige" Verstellung. Für die Einstellung sind natürlich die an der Nockenwelle entscheidend und präziser. Wenn die Nockenwellenversteller ordentlich eingerastet sind (wenn also keine Verstellung stattfindet, normal bei abgestelltem Motor ohne Öldruck), müssen die jew. Markierungen von Versteller und NW-Bund fluchten.

 

Das mit den Sätze-Springen kurz vor der Werkstatt klingt dann so, als wäre die gelängte Kette dort dann "endlich" übergesprungen. (Glück gehabt, daß keine Ventile verbogen oder Kolben zerschlagen wurden. Bei einem Zahn passiert wohl mechanisch noch nichts.)

 

Wenn die Steuerzeiten nur ein bißchen verstellt sind, läuft der Motor noch, nur schlechter. Zudem kann auch noch die Motorelektronik bzw. die Gemischregelung mit Lambdasonden noch verstellten Steuerzeiten entgegenwirken, sodaß man die nicht so spürt.

Starke Verstellungen spürt man.

Übrigens: Die Nockenwellenversteller können die Steuerzeiten ja betriebsmäßig verstellen, so etwa um 20° (Einlaß nach früh, Auslaß nach spät), das sind an der Kurbelwelle 40° - da siehst Du, wie weit die Steuerzeiten abweichen können, und das macht den Motorlauf/Leistung/Verbrauch sogar noch besser - je nach Betriebssituation.

 

Harald

hab jetzt den verlauf nicht mit gelesen.

aber um dazu auch noch was zu sagen:

meine Kette (E400CDI) wurde vor 30tkm auf Kulanz gewechselt (ohne Zahnräder) und nun muss ich auch wieder ran. Fährt schon nur noch 220 statt 245. Scheint also höchste zeit zu sein.

diesmal werde ich aber die zahnräder mit wechseln, kein bock das bei 195.000 wieder zu machen.

OM628 8-Zylinder V-Motor?

OMG: Und da bei den Duplex-Steuerketten und Kettenrädern auch Probleme!?

Da ist das ja richtig Arbeit! (Und ich fand meine Arbeiten schon umfangreich...)

Sieht es da auch so aus: Link

Oder wie bei den M272/M273: Link

 

...das Beste oder nichts.

(Hahaha war wohl anders gemeint: Link)

 

Harald

Themenstarteram 22. Juli 2014 um 1:35

Zitat:

Original geschrieben von harryW211

Was die Leute Dir so alles erzählen (Du arme Angeschmierte)...

Die Kette wird im Normalbetrieb länger, einfach, weil sie zu schwach ist.

Die Steuerzeiten haben da nichts wesentliches mit zu tun.

Und Fahrradketten: Was soll das für eine Erklärung sein "Das sind Fahrradketten, weil alle kleinen Motoren dieser Motorenbaureihe die haben." Aha: Die sind zu schwach, weil sie zu schwach sind.

 

Und rasiert haben die Dich ja auch ordentlich:

Niemals waren die Lambdasonden bei der geringen KM-Leistung defekt (MB-Preis für beide ca. 450 EUR + Steuer + Einbau).

Die zeigen z.B. ungewünschte Werte, wenn das typische Falschluftproblem (Kurbelgehäuseentlüftung) besteht. (Ggf. auch bei einigen Fehlfunktionen durch Öl im Motorkabelbaum.) Da muß man aber die Ursache beseitigen, nicht die Mess-Sonden. (Wird aber wohl häufig von inkompetenten Kfzlern gemacht, oder von dreisten. Oder der Wechsel gar nur behauptet - noch mehr Gewinn.)

Umluftklappe Kompressor: Ja genau...

(Kann man übrigens mid SD relativ einfach testen, sogar ohne.

- der Kompressor dreht immer mit, im LL ist aber die Umluftklappe in Nullstellung [also 90°, voll offen], also kein Kompressordruck im Ansaugkanal. An MAP [Mainifold Air Pressure] sogar per OBD-II zu erkennen.

Nach kaltem Motorstart wird sie für ca. 1 Min. geschlossen, um Kompressordruck für die Sekundärlufteinblasung in den Abgasstrang [und damit auch den Ansaugkanal] zu blasen. Am MAP-Wert zu sehen - oder Sekundärluftschlauch am Sekundärluft-Ventil abnehmen, da bläst es dann ordentlich raus. Nach der 1-Min.-Einblasphase geht der Druck wieder runter, weil die Umluftklappe wieder öffnet.

- per SD kann man die Umluftklappe auch manuell betätigen, und die daruas folgenden Druckwerte ablesen)

1000 EUR für "Kompressorschlauch" - damit waren wohl die Kurbelgehäuseentlüftungsschläuche gemeint (Material <50 EUR). Um die zu wechseln, muß allerdings der Ladeluftkompressor raus, das ist teuer. Wechselt man nur den oberen (unausreichend), geht's deutlich einfacher.

Wechselt man alle, sollte sich das Laufverhalten aber bessern (wenn man eine SD hat, und die gelernte Gemischadaption zurückstellen kann, sofort, wenn nicht, muß man erst ca. 200Km fahren, bis neu angelernt)

 

Zu den Steuerzeiten:

Sorum klingt's plausibel: Einlaß wenig, Auslaß mehr, denn:

Einlaß 0,5cm sind knapp 5° an der Nockenwelle und knapp 10° an der Kurbelwelle. (Das ist schon ganz ordentlich.) 0,5cm sind dann auf ca. der halben Kette (ca. 45cm, von ziehendem KW-Zahnrad bis zur Einlaß-NW), der Rest der Kette ist ja auch länger: auf restlichen ca. 65cm nochmal ca. 0,7cm, ergibt zusammen 0,5+0,7cm = 1,2cm = 1,5 Kettenglieder (a 0,8cm).

Der Auslaß kann dann entweder 1 Zahn übersprungen sein (also er 0,8cm + 0,5cm von Einlaß aus = 1,3cm), oder er war, wie bei mir, nicht eingerastet, und könnte damit bis zu ca. 20° zusätzlich in Richtung spät verstellt sein, nur innere Federn halten ihn, gegen den Druck von den Ventilfedern, was dann wie mehr Versatz aussieht. Bei mir war es so, daß mein nicht arretierter Auslaß-Versteller noch ca. ein halbes Glied mehr verstellt war, als die Einlaß-NW.

Wichtig: Es gibt pro Nockenwelle 2 Markierungen, eine Breite am Nockenwellenversteller, und eine dünne am Bund der Nockenwelle. Am Versatz sieht man die momentane "betriebsmäßige" Verstellung. Für die Einstellung sind natürlich die an der Nockenwelle entscheidend und präziser. Wenn die Nockenwellenversteller ordentlich eingerastet sind (wenn also keine Verstellung stattfindet, normal bei abgestelltem Motor ohne Öldruck), müssen die jew. Markierungen von Versteller und NW-Bund fluchten.

 

Das mit den Sätze-Springen kurz vor der Werkstatt klingt dann so, als wäre die gelängte Kette dort dann "endlich" übergesprungen. (Glück gehabt, daß keine Ventile verbogen oder Kolben zerschlagen wurden. Bei einem Zahn passiert wohl mechanisch noch nichts.)

 

Wenn die Steuerzeiten nur ein bißchen verstellt sind, läuft der Motor noch, nur schlechter. Zudem kann auch noch die Motorelektronik bzw. die Gemischregelung mit Lambdasonden noch verstellten Steuerzeiten entgegenwirken, sodaß man die nicht so spürt.

Starke Verstellungen spürt man.

Übrigens: Die Nockenwellenversteller können die Steuerzeiten ja betriebsmäßig verstellen, so etwa um 20° (Einlaß nach früh, Auslaß nach spät), das sind an der Kurbelwelle 40° - da siehst Du, wie weit die Steuerzeiten abweichen können, und das macht den Motorlauf/Leistung/Verbrauch sogar noch besser - je nach Betriebssituation.

 

Harald

Danke für dein Mitgefühl....lach...

Noch kurz angemerkt nach allen Reparaturen eigentlich nicht wirklich einen Unterschied im Fahrverhalten gemerkt außer erhöhter Verbrauch nicht mehr unter 11 Liter seit 2013 sowie unruhiger Leerlauf und natürlich das Kettenrasseln das ja angeblich keines war.

Lieben Dank nochmal für deine ausführlichen Erklärungen habe mich sehr gefreut Danke Danke Danke.

Ach übrigens noch einen Satz vom Kundendienstleiter der Werkstatt was in den Foren im Internet geschrieben wird ist sowieso alles erfunden und erlogen er sei ja auch dort angemeldet und sieht täglich die Übertreibungen also nix glauben schreiben kann man viel!!!!!

grüßle Uta

Hallo Uta!

(Bitte kein Full-Quote. Man zitiert eigentlich nur, wenn es für den Lesefluß vom Inhalt notwendig ist, und dann auch nur relevante Teile.)

Verbesserungen im Spritverbrauch konnte ich durch meine Reparaturen noch kaum feststellen, bin aber auch noch nicht so viel gefahren. In der Stadt vielleicht 0,5l weniger (so im Bereich 12,2 statt 12,7), manchmal scheinbar gar kein Unterschied, bei "gemütlichen" Probefahrten außerorts scheint es öfter unter 10l zu gehen, als früher.

Diese Kommentare von Werkstatt-Mitarbeitern kenne ich, nennt sich Borniertheit. Habe ich auch schon öfter gehört.

Was aber natürlich stimmt, ist, daß auch viel Unsinn geschrieben wird.

Religiösen Wahn gibt's auch oft, schönes Beispiel sind immer die Diskussionen um das Fetten von Radbolzen. (Ich mache es, natürlich nur ganz wenig, und hatte seit 30 Jahren noch nicht einmal Probleme mit Lockerungen. Dafür nie Probleme mit festgegammelten Bolzen. Natürlich sollte man das Drehmoment anpassen.) Einen Fett-Gegner wird man nicht davon überzeugen können, daß seine Sichtweise nicht unbedingt die bessere / richtigere ist - insbesondere, wenn er sein "Wissen" nur von seinem heiligen Meister (ggf. ebenfalls nur mit schmaler Bildung / Kompetenz) gehört hat, oder von einem Berufsschul-Theoretiker. (Interessanterweise kennen die religiössen Fett-Gegner meist nicht mal, daß es unterschiedliche vorgegebene Drehmomente für unterschiedliche Materialien/Konstruktionen gibt. Viele argumentieren auch mit Regeln, die in den 1970ern vielleicht gängig waren.)

 

Ist denn Dein Wagen jetzt schon fertig repariert?

Und hast Du jetzt auch noch "unruhigen Leerlauf"? Was meinst Du mit "unruhig"? Sägen (= Drehzahlschwankungen) oder Vibrationen? Oder was?

(Drehzahlschwankungen haben i.d.R. wohl oft ziemlich eindeutige Ursachen.)

Bei Automatik-Benziner: Drehzahl in P/N ist um 750Upm, bei D/R niedriger (um den Anfahrdrang zu reduzieren): 650Upm. (Evtl. Fehler [z.B. Vibrationen] können natürlich bei niedrigerer Drehzahl mehr zur Geltung kommen.)

 

Gruß, Harald

Themenstarteram 22. Juli 2014 um 4:18

Hey Harald mein Wagen wurde innerhalb von 2Tagen gleich repariert was sollte ich sonst machen er lief ja nicht mehr habe meine Rechnung von 2600€ erst jetzt nach meinem Beschwerdebrief bezahlt!Das Umfragekärtchen mit meiner Rechnungsnummer und den 3 Fragen wie zufrieden waren sie und würden sie uns weiter empfehlen (Unverschämt)natürlich ausgefüllt zurück geschickt!

Jetzt zu meinem Spritverbrauch ich lag vorher immer bei 10 oder 10,5 Liter der ist jetzt höher keine Ahnung warum????

Drehzahlschwankungen bei P zwischen 800 und 900 Upm aber mahlen und sägen habe ich nicht

Moment mal: War's jetzt überhaupt ein M271-Motor? Also E200 Kompressor?

User corrosion hatte dieses Jahr für Kette, Spanner, 2 NW-Versteller und Einbau 1.800 incl. Steuer bezahlt, so schrieb er. (Kam mir aber etwas billig vor [für MB], weil ja schon die Teile gut 1.400 EUR incl. Steuer kosten.)

"Sägen" sind Drehzahlschwankungen.

800-900Upm im Leerlauf? Das wäre zu hoch, müßten 750Upm sein.

(Aufpassen: Während ca. 1 Min. nach Kaltstart bläst ja der Kompressor Sekundärluft ein, da ist die Drehzahl höher.)

Wenn Du das jetzt noch hast, dann stimmt noch was nicht.

 

Edit:

Hatte ich schon gefragt? -> Hast Du Öl in den Nockenwellenversteller-Magnet-Steckern?

(Schon Öl-Stop-Kabel zur Vorbeugung verbaut? Oder schon fett Öl im Motorkabelbaum?)

 

Harald

Hier nochmal corrosions Rechnung: Link -> 1.772,41 EUR

 

Unglaublich (niedrig): 266,50 EUR + USt. für die Lohnarbeiten...

(Ich finde, die Hälfte davon müßte schon alleine Aus- und Einbau der LiMa kosten + Vorbau [Resonanzrohr, Riemen], die weggebaut werden muß, um den Kettenspanner zu ersetzen.)

Die hatten sich bestimmt vertan.

 

Und die Zylinderkopfhauben-Dichtungen fehlen, aber vielleicht waren die schon relativ neu.

 

Harry

Themenstarteram 24. Juli 2014 um 4:17

Das mit dem Öl an den Magnetsteckern hab ich überhaupt noch nicht gehört haben die in der Werkstatt auch nicht gesagt.Wenn ich mit dem Auto gefahren bin also wenn er warm ist hat er Leelaufdrehzahlen zwischen 800 und 900.Ich habe den E-200 K mit 163 Ps

gruß Uta

Guten Morgen Uta!

Ich bin jetzt nicht sicher, wie genau man die Drehzahl am Instrument ablesen kann, aber + 150 sollte man schon sehen können

Da ich das mit einem OBD-II-Schanner beobachtet habe, der zeigt die Drehzahl digital sehr genau:

Wie gesagt 750Upm in P oder N, und um 650Upm in D oder R. (Und nach Motorstart für ca. 1 Min. etwas höher [noch unter 1000Upm, nicht genau geschaut], wegen der Sekundärlufteinblasung in den Abgasstrang zur schnelleren Erreichung der Kat-Arbeitstemperatur.

Ich habe ebenfalls die Maschine mit 163PS.

Da die Drehzahl elektronisch stabil gehalten wird, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, daß die auf 800-900 gehalten wird.

Ursache weiß ich nicht, würde an diese beiden Möglichkeiten denken:

- MSG wurde per StarDiagnose auf höhere LL-Drehzahl umprogrammiert (z.B. um andere Fehler zu überdecken)

- Irgendwas funktioniert so schlecht, daß das MSG denkt, es müßte so hochdrehen

Letzteres, könnte ich mir vorstellen, ist gar nicht so unwahrscheinlich, da Du ja schreibst, daß er sägt (also Mühe hat, die gewollte Drehzahl überhaupt zu halten).

 

Harald

Themenstarteram 25. Juli 2014 um 1:46

Hey Harald veruche mal meine Rechnung hoch zuladen

Rechnung-steuerkette
Steuerkette-2
Steuerkette3

Danke Uta!

Mir tränen die Augen! - Hoffentlich mußt Du nicht so lange dafür arbeiten...

 

414 EUR USt., sehr lobenswert, daß Du notleidende ÖD-Mitarbeiter alimentierst. Ein Abgeordneter kommt damit wieder 2 Tage (ggf. nur einen) über die Runden.

(Ein schuldlos Hilfsbedürftiger muß [kann?] davon immerhin 1 Monat überleben [ohne Miete + KV].)

Aber auch sehr nett, daß Du für die Mitarbeiter des Glaspalastes großzügig sorgst:

Die teuren Teile sind 7-8% teurer, als bei mir im Mai/Juni (Preise in Niederlassung).

 

Dreist ist ja das - aber gut, man kann es als Mischkalkulation betrachten:

Prüfung der Bordnetzspannung: Multimeter anstöpseln, schauen, Motor anlassen, Drehzhl geben, schauen: 22,23 EUR incl. (< 5 Min.)

Massekabel der Bordnetzbatterie ab-/anbauen: 33,34 EUR incl. = eine Schraube lösen / festziehen

Verdichtungsdruck prüfen: 141,07 EUR incl. = Motorverkleidung abheben, 8 Schrauben Zündspulen raus, 4 Zümdkerzen raus, 4 Manometer einschrauben, Motor drehen lassen, alles wieder zurück (wenn zügig, in 20 Min. machbar)

 

Was mir fehlt:

Motorhaube öffnen: 33,34 EUR

Guten Tag sagen: 17,24 EUR

 

Gut, das teure sind vor allem die NW-Versteller. Insofern kommt's auf 200-300 EUR auch nicht mehr an.

 

Harry

Themenstarteram 25. Juli 2014 um 18:01

Hey Harry stimmt die 2 Posten fehlen auf der Rechnung!!!!!!!

Heute habe ich eine Bestätigung meines Beschwerdebriefes erhalten es wird alles nochmals neu geprüft und ich würde sofort einen Preisnachlaß von 1300 € bekommen wenn ich einen Mercedes kaufen würde das mal vorab bevor weitere Entscheidungen fallen würden.Und natürlich ne dicke Entschuldigung ich weiß nicht ob mich das davon abhält vielleicht einen Audi zu kaufen!!!!Nun heißt es weiter warten was passiert.Mein Brief ist jetzt in der Vorstandschaft in Stuttgart angekommen

lieber Gruß Uta

Zitat:

Original geschrieben von Nervtod

Hey Harry stimmt die 2 Posten fehlen auf der Rechnung!!!!!!!

Heute habe ich eine Bestätigung meines Beschwerdebriefes erhalten es wird alles nochmals neu geprüft und ich würde sofort einen Preisnachlaß von 1300 € bekommen wenn ich einen Mercedes kaufen würde das mal vorab bevor weitere Entscheidungen fallen würden.Und natürlich ne dicke Entschuldigung ich weiß nicht ob mich das davon abhält vielleicht einen Audi zu kaufen!!!!Nun heißt es weiter warten was passiert.Mein Brief ist jetzt in der Vorstandschaft in Stuttgart angekommen

lieber Gruß Uta

Ja genau, da kannst dann beim Audi Vertragspartner direkt ein Zelt in der Werkstatt aufbauen. :D

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