Sporadische Zündaussetzer nach Zahnriemenwechel
Hallo liebe Community,
seit dem Zahnriemen wechseln kommt es bei meinem Astra immer wieder zu Aussetzern. Es handelt sich um einen Z18XE mit 125 PS und 180tkm.
Unmittelbar nach dem ersten starten kam die Motorkontrolllampe. Es wurde Nockenwellensensor-Fehler ausgelesen. Sensor war auch defekt ( Stecker und Sensorseitige Kabelbrüche). Neuer Delphi Sensor half nur kurzzeitig. Manchmal leichtes ruckeln beim beschleunigen. Dann dreht er auch nur bis 4000 U/min. Läuft dann als wäre er im Drehzahlbegrenzer. Stellt man den Motor ab und startet unmittelbar danach den Motor erneut ist der Fehler weg. MKL brennt auch nicht immer. Geht dann von selbst aus,was aber nicht bedeutet das der Fehler nicht auftritt. Das Zündmodul wurde auch ausgetauscht, da die Feder,die den Kontakt zur Zündkerze herstellt am 3 Zylinder mir rausgegangen ist. Auch nach dem Wechsel des Sensors war dieser wieder im Fehlerspeicher.
Hat wer eine Idee,wie ich den Fehler erfolgreich aufspühren kann?
Vielen Dank für eure Unterstützung.
21 Antworten
Wurde der Zahnriemenwechsel korrekt gewechselt? Nicht dass eine Nockenwelle um einen Zahn verstellt ist.
Ja,wurde auch nochmals überprüft. Kurbelwelle steht auf Markierung,die Nockenwellen ebenso. Habe mir auch das Werkzeug zum arretieren der Nockenwellen besorgt. Das lässt sich ganz leicht aufstecken ohne nochmal was an der Position der NW zu ändern.
Ist der Fehlerspeicher denn jetzt leer??
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Stell ihn mal auf OT und mach ein Bild von den Nockenwellen. Dann kann man mehr sagen.
Wäre nicht das erste mal, dass die Nockenwellen falsch stehen und man es nicht direkt sieht.
Die Bilder habe ich bei der letzten Kontrolle gemacht. Wie auch schon am 12.9.geschrieben passt das Werkzeug tadellos zwischen die Nockenwellen. Seit heute Nachmittag leuchtet auch die MKL wieder. Fehlerspeicher werde ich wohl morgen mal auslesen lassen. Bin seit sie das letzte Mal von selbst wieder ausging ca 1tkm gefahren. Ab und zu das Geruckel, aber wenn ich den Motor ausmache und direkt wieder neu starte läuft wieder alles wie es soll.
Weil die Zündleiste hier schon öfters mit sehr komischen Fehlern aufgefallen ist... Hast du eine Originalzündleiste eingebaut oder einen Nachbau?
Gruß Dirk
Die Steuerzeiten stimmen auf den Bildern.
Wie sieht die Riemenspannung aus? Ist die Nase der Spannrolle in der Aussparung der Ölpumpe drin?
Ist der Nockenwellensensor ein Markenteil?
@ Springerlein: Verbaut war Original eine Zündleiste von Delphi. Kurzfristig besorgen ließ sich leider nur eine von HÜCO. Der Fehler ist mit alter und neuer Zündleiste identisch.
@ BNHV: Riemenspannung ist ok. Nockenwellensensor ist Delphi. Mit der Aussparung bin ich überfragt. Denke aber das das so okay ist. Zahnriemen ließ sich vernünftig spannen.
Ich war bei dem Riemenwechel mehr oder weniger Helfer. Hat ein Bekannter gemacht, der schon drei Jahrzehnte Schraubererfahrung hat.Trotzdem denke ich im nachhinein hätte ich das selber gewissenhafter durchgeführt. 🙁
Ich muß aus aktuellem Anlass meinen Tread nochmal ausgraben. Das Eingangs beschriebene Problem besteht leider noch immer. Der KWS wurde inzwischen auch auf Verdacht durch ein Markenteil ersetzt, natürlich ohne dadurch den Fehler zu beseitigen. Vor einigen Monaten dann,genau wie auch gestern ging während der Fahrt die Kontrolllampe der Traktionskontrolle an,die MKL fing kurz an zu flackern. Der Motor ging aus, die MKL leuchtete nun dauerhaft. Zusätzlich brannte die Leuchte der WFS. Ich habe in der dreiviertel Stunde bis mein Kumpel mit Laptop kam immerwieder erfolglos versucht zu starten. Als er vor Ort war,Zündung an und wie beim letzten Mal auch waren alle Lampen aus und der Astra startete. Kein FC im Speicher. Nach erneutem Start wieder MKL. Wollte es fotografieren,da hatte mein Kumpel es schon gelöscht. Er meinte P0603, was auf ein defektes Steuergerät hindeutet. Im Bild festhalten konnte ich nur : Nockenwellen-Positions-Sensor Schaltkreis Fehlfunktion Bank 1 oder einzelner Sensor.Passt das zusammen?
Ich fürche ja auch,das es das Steuergerät dahingerafft hat. Ist das entheiraten auch notwendig wenn ich es ausbaue und zur Reparatur verschicke? Ich werde es Dank intensiver Forensuche wohl nach www.sender.de schicken,oder hat wer nen besseren Plan?
Vielen Dank für eure Anregungen...
Gruß
Dirk
Nein, wenn du das Steuergerät zur Reparatur schickst, muss es nicht entheiratet werden. Es soll ja vermutlich danach wieder eingebaut werden.
Vorher würde ich aber sämtliche Steckverbindungen und den gesamten Motorkabelbaum auf Korrosion und Brüche kontrollieren.
@Flausi75
Danke dir für die Info. Ja,das Steuergerät soll weiterhin seinen Dienst in meinem Auto verrichten. Ich werde morgen mal die Kabelage kontrollieren, parallel dazu schon mal die Fa. Sender kontaktieren.
Ich werde weiter berichten.
So,will ich abschließend die Leiche nochmal ausgraben. Nachdem im laufe der Zeit alles mögliche getauscht und probiert wurde, ist der Fehler endlich behoben. Am Steuergerät, an dem zuletzt der Defekt vermutet wurde lag es nicht.
Mein Ex- Kollege der mir den Zahnriemen seinerzeit gewechselt hatte, hat nicht ordentlich gearbeitet. An der Kurbelwelle war der Zahnriemen ca. 3- 4 mm neben der Markierung.
Der Motor hat wieder deutlich mehr Leistung, ist viel durchzugsstärker und das wichtigste ist, er dreht ohne Aussetzer auch über 4000 U/min. Der Motor springt deutlich besser an und es bedarf auch keiner mehrfachen Neustarts mehr damit er sauber läuft.
Hätte ich es damals bloß direkt selber gemacht...
Hat der Kollege damals mit der Lehre für die NW und Arretierung an der Schwungscheibe gearbeitet??
Wenn nicht, kein Wunder.
Und ja, ein Zahn Versatz reicht, um den ganzen Motorlauf zu versauen.
Bei mir hat es der Mechatroniker beim FOH geschafft, 6 Auslassventile zu schrotten am Grandland X 1.2 Motor.
Es sollte nur der Zahnriemen erneuert werden, eine Arbeit laut Vorgabe von nur 4 Stunden.
Danach dauerte es 5 Tage.
Wollte es zuerst selbst machen, aber wegen der Rückruf Aktion habe ich es machen lassen.
Aber Hauptsache dein Motor läuft jetzt wieder rund.