Spionage-Affäre und kein Ende...

Zitat:

Mosley bringt Spionage-Urteil vor Berufungsgericht

Nun soll die "Spionage-Affäre" doch noch vor das Berufungsgericht der FIA kommen - allerdings, um McLaren-Mercedes zu entlasten

(Motorsport-Total.com/sid) - FIA-Präsident Max Mosley will nach dem Freispruch für McLaren-Mercedes in der Spionage-Affäre den Fall noch einmal vor das Berufungsgericht des Automobilweltverbandes FIA bringen - allerdings um die Entscheidung bestätigen zu lassen und die "Silberpfeile" zu entlasten. Das teilte Mosley in einem Brief dem Präsidenten des italienischen Verbandes, Luigi Macaluso, mit, der vor allem im Sinne von Ferrari in einem Schreiben an Mosley das Urteil angezweifelt hatte.

"Wegen der Wichtigkeit und des öffentlichen Vertrauens in die Entscheidung werde ich die Angelegenheit an das FIA-Berufungsgericht weiterleiten mit der Bitte, dass das Gericht Ferrari und McLaren sowie jeden anderen Wettbewerber, der das wünscht, anhören soll", schrieb Mosley. Das Gericht solle herausfinden, "ob die Entscheidung des World Motor Sport Council angemessen war oder, wenn nicht, eine andere Entscheidung zu fällen sei".

Der Weltmotorsportrat der FIA hatte am 26. Juli in Paris McLaren-Mercedes nicht dafür bestraft, dass der inzwischen entlassene Chef-Designer Mike Coughlan im Besitz vertraulicher Ferrari-Daten war, weil der Rennstall diese Informationen nicht verwendet habe, um die WM zu beeinflussen.

"Wir schauen dem Verfahren vor dem FIA-Berufungsgericht mit Ruhe und im vollen Bewusstsein, kein Reglement gebrochen zu haben, entgegen. Wir führen die Formel-1-WM in Fahrer- und Konstrukteurswertung an, weil wir eigene Ideen in Leistung umgesetzt haben und nicht etwa, weil wir im Besitz fremder Unterlagen waren", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

"Wir konnten zu keinem Zeitpunkt Nutzen aus solchen Dokumenten ziehen, und exakt dies hat der World Motor Sport Council vor einer Woche bestätigt", so der Deutsche weiter. "Wir kennen diese Dokumente nicht und wollen deren Inhalt auch nicht kennenlernen." Laut eines FIA-Sprechers könnte das Berufungsverfahren Ende August erneut in Paris stattfinden.

Macaluso hatte das Unverständnis seines Verbandes darüber ausgedrückt, dass die FIA McLaren-Mercedes zwar des Bruches von Artikel 151c des Sporting Code für schuldig befunden, aber keine Strafe ausgesprochen habe. Macaluso behauptete nach Abstimmung mit Ferrari in seinem von der FIA veröffentlichen Schreiben an Mosley, dass hohe Vertreter von McLaren-Mercedes über mehrere Monate die Regeln gebrochen und dem direkten Konkurrenten geschadet hätten.

Der Italiener forderte Mosley auf, das Berufungsgericht anzurufen. Diesen Schritt geht der FIA-Präsident nun, aber offenbar eher aus dem Grund, um die Entscheidung seines Verbandes noch einmal bestätigen zu lassen. In seiner Antwort an Macaluso hatte der Brite ausführlich in mehreren Punkten erklärt, warum es keine Strafe gegen McLaren-Mercedes gegeben habe.

Abgesehen von einem Hinweis im März und einer kurzfristig gezeigten Zeichnung habe "niemand bei McLaren von den Informationen gewusst oder Zugang dazu gehabt", führte Mosley unter anderem aus.

McLaren habe dargelegt, dass diese Daten allein im Besitz eines unzufriedenen Mitarbeiters gewesen seien, der damit nicht McLaren helfen, sondern eine private Datenbank für einen möglichen Job als Technischer Direktor bei einem anderen Team aufbauen wollte.

Das World Council habe wegen fehlender eindeutiger Beweise, dass McLaren die Daten bekommen und genutzt habe, das Team nicht mit einer schweren Strafe wie dem WM-Ausschluss belegen können.

Es sei allein die Verantwortung für seine Teammitglieder geblieben, meinte Mosley: "Ein Ausschluss oder ein Punktabzug schien nicht angemessen zu sein, wenn es wirklich nur um den Fall eines skrupellosen Mitarbeiters ging, der sich illegal für eigene Zwecke verbotenes Material beschafft hatte."

http://www.motorsport-total.com/.../..._Berufungsgericht_07073116.html

Es geht also weiter und es darf weiter debattiert werden 🙄

760 Antworten

Hi,

wenn Stepney und Coughlan zu Honda wechseln wollten, kommt doch einem der Gedanke, dass McLaren wirklich nicht mit den Dokumenten zu tun haben wollte. Wenn McLaren aktiv eingegriffen hätte, wieso sollte dann Coughlan die Spionagedokumente in einem Copy-Shop kopieren und nicht im Hause McLaren? Nur deshalb ist die Sache doch aufgeflogen. Und wenn McLaren wirklich interessiert an diesen Dokumenten wäre, so würden sie eigenlich nur Stepney transferieren, wäre am einfachsten, oder?

So langsam aber sicher kommt mir der Gedanke, dass Ferrari erkannt hat, dass sie Mclaren auf der Strecke nicht schlgaen können, also versuchen sie die WM so für sich zu entscheiden. Und Coughlan hat zwar noch einpaar Kolegen von den Dokumeten erzählt, die haben ihm jedoch geraten, diese Dokumente zu vernichten und diese Aussage hat Ferrari sogar schwarz auf weiß, da sie ja mit Coughlan außergerichtlich geeinigt haben.

Gruß

fpstern

Zitat:

Original geschrieben von lostmydream


"""von einigen hier gebetsmühlenartig in der Hoffnung wiederholt werden, dass sie dadurch wahrer werden"""

Aha....Ich denke nicht, dass diese Aussag grad so günstig war, denn die ist wie ein Abziehbild auf Deine Schreiberei übertragbar.... aber macht nur, dass interesse an diesem Thread, sprengt ja eh alle Demensionen... 🙄

Nein, das hat mit meinen Beiträgen nichts zu tun. Aber da du keine Argumente hast, ein netter Versuch 😉

Hier noch mal die Fakten zur Spionage-Affäre:

Zitat:

Die Chronologie der Spionageaffäre:

Ende Oktober 2006:
Stepney erklärt nach dem Saisonfinale in Brasilien, dass er definitiv weiterhin bei Ferrari bleiben möchte. Man habe sich bereits über seine neue Position innerhalb des Teams unterhalten. Insgeheim spekuliert der Chefmechaniker mit der Nachfolge von Ross Brawn als Chefstratege am Kommandostand - und teilt dem Team auch mit, dass er ansonsten nicht mehr in Maranello bleiben möchte. Gleichzeitig liebäugelt Coughlan trotz seines eben unterschriebenen Vertrags bis 2009 damit, McLaren in Richtung Ferrari zu verlassen.

Ende Januar 2007:
Stepney gibt dem britischen Fachmagazin 'Autosport' ein aufsehenerregendes Interview, nachdem ihm von Ferrari mitgeteilt wurde, dass er doch nicht Brawns Nachfolge antreten darf. Der Brite erklärt, er sei enttäuscht von der Teamführung, werde 2007 eine Auszeit nehmen und sich dann einen neuen Arbeitgeber suchen.

23. Februar 2007:
Ferrari - nach dem Verdauen des ersten Ärgers über das 'Autosport'-Interview, über das Stepney die Presseabteilung des Teams nicht informiert hatte, wie es sonst in der Formel 1 Usus ist - versöhnt sich mit Stepney und schafft für ihn eine neue Position innerhalb des Teams, nämlich die des Leistungsentwicklungschefs. Vorteil: Weniger Präsenz bei den Rennen und damit weniger Reisestress.

Anfang März 2007:
Nach dem Sieg von Kimi Räikkönen beim Grand Prix von Australien weist Stepney Coughlan auf angebliche Irregularitäten am Ferrari F2007 hin. Coughlan informiert sein Team darüber, McLaren-Mercedes wiederum informiert die FIA. Diese befindet einen Heckflügelseparator am F2007 für legal, den flexiblen Unterboden, der daraufhin verboten wird, aber nicht.

März 2007:
Von den Kontakten zwischen Stepney und Coughlan beunruhigt bittet McLaren-Teammanager Jonathan Neale Coughlan, den Kontakt zu Stepney abzubrechen. In der McLaren-Fabrik in Woking wird eine Firewall installiert, damit keine E-Mails von Stepney mehr zu Coughlan gelangen können. Privat können Stepney und Coughlan aber weiterhin miteinander kommunizieren.

28. April 2007:
Coughlan kommt der Bitte von Neale nach, Stepney im persönlichen Gespräch am Rande von Testfahrten in Barcelona mitzuteilen, er habe jedwede Kontaktaufnahme zu unterlassen. Coughlan informiert Neale anschließend, dies sei erledigt. Tatsächlich bricht der Kontakt aber offenbar nicht ab. Stepney übergibt Coughlan bei dem Treffen stattdessen ein 780 Seiten starkes Dossier mit Informationen und Skizzen über den F2007, das Setup, die Rennstrategie, die Organisation in Maranello und vieles mehr.

Anfang Mai 2007:
Stepney gibt Gerüchten zufolge geheime Handynummern von Ferrari-Kollegen an einen Honda-Headhunter weiter.

2. Mai 2007:
Stepney und Coughlan treffen sich am Londoner Flughafen Heathrow mit Honda-Teamchef Nick Fry - in der Hoffnung auf einen Job bei den Japanern. Fry lehnt jedoch ab. Die Ferrari-Dokumente sollen dabei laut Honda-Aussage nicht im Spiel gewesen sein.

21. Mai 2007:
Sechs Tage vor dem Grand Prix von Monaco wird in den Ferrari-Tanks ein halbes Kilogramm von einem mysteriösen weißes Pulver, wahrscheinlich Düngemittel, gefunden. Verdacht: Sabotage!

25. Mai 2007:
Coughlan bittet Neale bei einem Abendessen in einem Golfclub um die Freigabe für einen Wechsel zu einem anderen Team und zeigt Neale dabei zwei Bilder, ohne deren Ursprung zu nennen. Neale rät Coughlan, diese sofort zu vernichten. Auch McLaren-Ingenieur Graham Taylor wird eine Seite der Dokumente gezeigt - ebenfalls ohne dass dabei der Ursprung der Dokumente von Coughlan verraten wird.

Mitte Juni 2007:
Coughlans Ehefrau Trudy kopiert die Ferrari-Dokumente in einem Copyshop in der Nähe der McLaren-Fabrik in Woking auf zwei CD-Roms. Der Verkäufer wird wegen der Geheimvermerke und wegen des Ferrari-Logos stutzig. Auf diese Weise erfährt Ferrari erstmals von der Spionageachse zwischen Stepney und Coughlan. Die Coughlans vernichten die ausgedruckten Dokumente anschließend in einem Schredder und verbrennen die Überreste in ihrem Garten.

18. Juni 2007:
Ferrari erstattet bei der Staatsanwaltschaft in Modena Anzeige gegen Stepney.

22. Juni 2007
Stepneys Haus in Serramazzoni wird von den italienischen Behörden durchsucht. Dabei wird belastendes Material sichergestellt - unbestätigten Gerüchten zufolge auch einige Ferrari-Lenkräder, die er eigentlich nicht hätte aufbewahren dürfen.

23. Juni 2007:
Stepney lässt aus dem Urlaub auf den Philippinen verkünden, er sei sich keiner Schuld bewusst: "Das ist eine Verleumdungskampagne!"

3. Juli 2007:
Ferrari entlässt den bisher nur beurlaubten Stepney. Fast gleichzeitig erklärt McLaren via Presseaussendung, man habe davon erfahren, dass ein "hochrangiger Mitarbeiter des technischen Stabs" Ferrari-Informationen erhalten hat. Dieser wird sofort beurlaubt. Wenig später stellt sich heraus, dass damit Coughlan gemeint ist, bei dem daraufhin ebenfalls eine Hausdurchsuchung durchgeführt wird. Dabei werden belastende Unterlagen und Computerdaten auf zwei CD-Roms sichergestellt. McLaren erklärt "volle Kooperationsbereitschaft" mit den Ermittlern, der FIA und Ferrari und betont, Coughlan habe auf eigene Faust gehandelt. Eine Hausdurchsuchung bei McLaren in Woking verläuft ergebnislos.

4. Juli 2007:
Bei Stepney, der inzwischen aus dem Urlaub zurückgekehrt ist und von den italienischen Behörden drei Stunden lang vernommen wird, wird eine zweite Hausdurchsuchung durchgeführt. Wieder stellen die Behörden belastendes Material sicher, diesmal Dokumentenordner und Computerdaten. Am Nachmittag erklärt McLaren-Teamchef Ron Dennis bei der Einweihung seines neuen Motorhomes in Silverstone, den Tränen nahe: "Meine Integrität ist mir wichtig - und die des Teams noch wichtiger!" Es habe sich nie geistiges Ferrari-Eigentum auf einem Silberpfeil befunden.

5. Juli 2007:
Stepney lässt via 'ANSA' ausrichten, er sei "überrascht" über die Anschuldigungen gegen ihn, pocht weiterhin auf seine Unschuld.

6. Juli 2007:
Honda teilt in einer Pressemitteilung mit, dass Stepney und Coughlan für ein Bewerbungsgespräch auf das Team zugegangen sind. Informationen seien jedoch in keiner Weise geflossen oder angeboten worden.

7. Juli 2007:
Nach einem Meeting aller Teamchefs am Rande des Rennwochenendes in Silverstone treffen sich Jean Todt (Ferrari), Ron Dennis (McLaren) und Fry, um ihre Informationen auszutauschen. Sie versichern sich gegenseitig volle Kooperationsbereitschaft. Todt stellt dabei gegenüber Dennis klar, dass er keine Zweifel an der Integrität von McLaren habe.

8. Juli 2007
Stepney bringt via 'Times' seine Sicht der Dinge an die Öffentlichkeit. Er beteuert neuerlich seine Unschuld, behauptet unter anderem, Ferrari habe ihm brisante Dokumente und das mysteriöse weiße Pulver beim Duschen untergejubelt. Außerdem sei er sogar einmal verfolgt und bedroht worden. Todt kann über diese Gegenvorwürfe nur lachen: "Die Situation ist leider ganz eindeutig."

10. Juli 2007:
Vor dem Obersten Gericht in London findet in Saal 59 die erste Anhörung zur Spionageaffäre statt. Diese wird jedoch schon nach wenigen Aussagen von Richter John Briggs auf den 11. Juli vertagt, weil Coughlan, der durch Rechtsanwalt Martin Palmer vertreten wird und in der letzten Reihe sitzt, sich erst über den Stand eines möglichen Verfahrens in Italien beraten lassen möchte, bevor er eine eidesstattliche Erklärung abgibt. Ferrari wird in London übrigens durch Rechtsanwalt Nigel Tozzi repräsentiert, der am ersten Verhandlungstag unter anderem erreicht, dass Coughlan einen Teil der Kosten der bei ihm durchgeführten Hausdurchsuchung (umgerechnet rund 74.000 Euro) selbst übernehmen muss. Um das Verfahren in Italien kümmert sich Staatsanwalt Giuseppe Tibis, Stepney wird in Modena durch seine Rechtsanwältin Barbara Pini vertreten. Allerdings wird Ferrari vom Richter klargemacht, dass keinerlei Informationen des Londoner Verfahrens für strafrechtliche Prozesse in einem anderen Land verwendet werden dürfen.

11. Juli 2007:
Die erwartete eidesstattliche Erklärung von Coughlan vor dem Obersten Gericht in London fällt aus, weil sich der Brite am Vorabend außergerichtlich mit Ferrari darauf geeinigt hat, dem Team aus Maranello gemeinsam mit Ehefrau Trudy unter Eid all seine relevanten Informationen in der Spionageaffäre offen zu legen. Ferrari verzichtet im Gegenzug auf eine Anzeige in Italien. Gleichzeitig berichtet die Staatsanwaltschaft von Modena, die gegen Stepney ermittelt, nach einer weiteren Hausdurchsuchung, bei der ein Computer beschlagnahmt wird, von "guten Fortschritten" in den Ermittlungen um das mysteriöse weiße Pulver in den Ferrari-Tanks. Die Schlinge um Stepney wird immer enger.

12. Juli 2007:
Die FIA kündigt für den 26. Juli eine Anhörung von Vertretern von McLaren-Mercedes und Ferrari vor dem World Council in Paris an. Es habe Verstöße gegen Artikel 151c des International Sporting Codes gegeben, die man aufklären müsse. Durch die Intervention des Automobilweltverbandes stehen plötzlich auch mögliche Konsequenzen für die Silberpfeile im Raum - bis hin zum Ausschluss aus der Weltmeisterschaft.

14. Juli 2007:
Erste Details von Coughlans vereidigter Erklärung dringen über eine italienische Zeitung an die Öffentlichkeit. Der Brite behauptet, bei McLaren hätten nicht nur Neale, sondern auch andere hochrangige Mitarbeiter von den Ferrari-Dokumenten gewusst, ihm sei aber von allen geraten worden, diese zu vernichten.

16. Juli 2007:
Stepney kündigt an, rechtliche Schritte gegen Ferrari einzuleiten, falls sich sein Verdacht bestätigen sollte, dass er vom Team beschattet und sogar im Auto verfolgt wurde. Gleichzeitig zeigt sich McLaren-Mercedes in einer Aussendung "besorgt" über Medienberichte, wonach Mitarbeiter des Teams über Coughlans Aktivitäten Bescheid gewusst haben sollen. Man habe erst am 3. Juli 2007 von der Angelegenheit erfahren und es habe sich nie geistiges Ferrari-Eigentum im Besitz von anderen McLaren-Mitarbeitern als Coughlan befunden.

18. Juli 2007:
Stepney kündigt über seine Rechtsanwältin an, dass er selbst Verdächtige nennen werde, die die Dokumente an Coughlan übergeben haben soll. Zudem habe er Beweise, die seine Unschuld erklären. Diese möchte er Todt bei einem persönlichen Treffen vorlegen.

20. Juli 2007:
McLaren-Mercedes übermittelt vor der Anhörung vor dem World Council ein Dossier an die FIA.

25. Juli 2007:
Ferrari verpflichtet den früheren Londoner Polizeikommissar Lord Stevens aus Kirkwhelpington, der untersuchen soll, wie Ferrari-Interna an Coughlan gelangen konnten.

26. Juli 2007:
Die Sondersitzung des World Councils der FIA findet in Paris statt. McLaren-Mercedes wird vom Verdacht freigesprochen, vertrauliche Ferrari-Informationen zum eigenen Vorteil verwendet zu haben. Dass das Team jedoch diese Informationen besessen habe, wird eindeutig festgehalten. Sollte sich diesbezüglich doch noch ein Verstoß feststellen lassen, droht den Silberpfeilen sogar die Disqualifikation von der Weltmeisterschaft 2007 und ein Ausschluss für 2008.

27. Juli 2007:
Ferrari kündigt einen Einspruch gegen die Entscheidung des World Councils an.

31. Juli 2007:
Der Präsident des italienischen Automobilverbandes ACI-CSAI, Luigi Macaluso, wendet sich brieflich an FIA-Präsident Max Mosley und fordert eine Strafe für McLaren-Mercedes sowie ein Hearing in zweiter Instanz vor dem internationalen Berufungsgericht der FIA. Mosley kommt Macalusos Bitte nach und stimmt einem Hearing vor dem Berufungsgericht zu. McLaren-Mercedes reagiert daraufhin in einer Presseaussendung mit Entrüstung.

1. August 2007:
In einem offenen Brief an Macaluso stellt Dennis die Sicht der Dinge aus McLaren-Mercedes-Perspektive dar und kritisiert Ferraris "ungerechtfertigte" Anschuldigungen in der Öffentlichkeit. Ferrari habe über die italienischen Medien eine geplante Schmutzkübelkampagne angezettelt. Dem Hearing vor dem Berufungsgericht blickt er zuversichtlich entgegen: "Die Gerechtigkeit wird sich durchsetzen!"

Quelle:

http://www.motorsport-total.com/.../...as_bisher_geschah_07080203.html

Zitat:

Original geschrieben von boofoode



Zitat:

Original geschrieben von lostmydream


Ich finde dies langsam äußerst lächerlich !!
Ich finde die an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfe absolut lächerllich, für die es nicht den geringsten Beweis gibt und die trotzdem von einigen hier gebetsmühlenartig in der Hoffnung wiederholt werden, dass sie dadurch wahrer werden. Bleibt doch mal bei den Fakten.

Ok Fakt ist Mercedes ist schuldig nach § 151c. Und wo ist jetzt das Problem sie zu bestrafen???

Man sollte sich mal fragen warum ein Team schuldig ist und dann doch nicht bestraft wrd. Wie die Bestrafung dann aussieht steht auf ein anderes Papier, aber sie sind eben schuldig. Und Dennis haftet für seine Mitarbeiter. Denn sollte ein Mitarbeiter etwas nicht richtig zusammen bauen und dadurch passiert ein Unfall muss ja der Mitarbeiter ja auch nicht das Auto das dadurch Schaden genommen hat genommen hat bezahlen. Sollte dies denn mehrmals vorkommen kann man den Mitarbeiter entlassen, aber dies ist dann was anderes.

Zitat:

Original geschrieben von dirk73f


Ok Fakt ist Mercedes ist schuldig nach § 151c. Und wo ist jetzt das Problem sie zu bestrafen???

Ich lese hier von einigen immer, dass McLaren bestraft werden soll. Was stellt ihr euch denn als angemessene Strafe für McLaren dafür vor, dass sich ein Mitarbeiter privat Ferrari-Dokumente beschaft hat, während McLaren davon a) nichts wußte und damit b) auch keinen Vorteil zur Verbesserung des eigenen Fahrzeugs daraus ziehen konnte?

Ich bin mal auf die Antworten gespannt 🙄

Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von dirk73f


Ok Fakt ist Mercedes ist schuldig nach § 151c. Und wo ist jetzt das Problem sie zu bestrafen???

nein, der einzige fakt ist, dass das WMSC

ÜBERZEUGT

, aber beweisen konnten sie auch das nicht einwandfrei. eben weil es eine trennung zwischen mitarbeiter im privaten wie auch im beruflichen umfeld gibt. daher hinkt dein "mechaniker und auto kaputt"-vergleich ziemlich.

Noch mal das Urteil der FIA:

Zitat:

An extraordinary meeting of the World Motor Sport Council was held in Paris on 26 July, 2007. The following decision was taken:
“The WMSC is satisfied that Vodafone McLaren Mercedes was in possession of confidential Ferrari information and is therefore in breach of article 151c of the International Sporting Code. However, there is insufficient evidence that this information was used in such a way as to interfere improperly with the FIA Formula One World Championship. We therefore impose no penalty.

“But if it is found in the future that the Ferrari information has been used to the detriment of the championship, we reserve the right to invite Vodafone McLaren Mercedes back in front of the WMSC where it will face the possibility of exclusion from not only the 2007 championship but also the 2008 championship. “The WMSC will also invite Mr Stepney and Mr Coughlan to show reason why they should not be banned from international motor sport for a lengthy period and the WMSC has delegated authority to deal with this matter to the legal department of the FIA.”

Quelle:

http://www.fia.com/.../260707-01.html

Hi,
 
 
und jetzt tritt MCL zurück und beschwert sich über Ferrari:
 
www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,497786,00.html
 
 
Ich finde, dass es einen faden Beigeschmack hat. Angeblich will man nichts an Unterlagen gehabt haben, aber dann diese Beschwerde.
 
Ich weiß ja nicht😉
 
 
Grüße
 
globalwalker

Ich würd sagen , da hat McLaren einfach mal Pech....wer sich erwischen lässt , muss mit den Konsequenzen fertig werden...

Hier glaubt doch kein Mensch im Forum , das ein Mensch wie Ron Dennis , der vor Ehrgeiz und Neid siebenundzwanzig Magengeschwüre hat , NICHT in die geheimsten der geheimsten Ferrari Unterlagen "gezwinkert" hätte . Der Mann hat vergessen , das das eigendlich Sport sein soll , was da in der F1 betrieben wird , für ihn ist das jedoch seit Jahren (der Erfolgslosigkeit) KRIEG !!Er hat nur soviele Mitarbeiter , damit er die "Drecksarbeit" nicht persönlich machen muss.....

Der " Uli Höness der Formel 1 " würde für 5 Euro seine eigene Uroma vergewaltigen lassen , um einen winzigen Punkt im Krieg gegen Ferrari mehr zu bekommen....

Lest doch mal in den Gesichtern der Akteure, wenn die Interviews geben...

Wir sind weit weg vom Sport , Freunde..... da wird einfach zuviel Geld umgesetzt , als dass man moralisch sauber erfolgreich handeln könnte ( würde ich mich nicht mal von aussehmen ) aber was hier passiert ist , ist eine neue Größenordnung.

Für mich gehören BEIDE Teams für dieses Jahr DISQUALIFIZIERT. Nur dann sind wir sicher , das keiner profitert hat und der 3.te ein reeller Sieger ist und sich Moral wenigestens ein bischen auszeichnet.

Meine Meinung.

dsu

Zitat:

Original geschrieben von globalwalker


und jetzt tritt MCL zurück und beschwert sich über Ferrari

Hier ist das McLaren-Statement ausführlich:

http://www.motor-talk.de/.../...ffaere-und-kein-ende-t1535542.html?...

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von boofoode



Zitat:

Original geschrieben von dirk73f


Ok Fakt ist Mercedes ist schuldig nach § 151c. Und wo ist jetzt das Problem sie zu bestrafen???
Ich lese hier von einigen immer, dass McLaren bestraft werden soll. Was stellt ihr euch denn als angemessene Strafe für McLaren dafür vor, dass sich ein Mitarbeiter privat Ferrari-Dokumente beschaft hat, während McLaren davon a) nichts wußte und damit b) auch keinen Vorteil zur Verbesserung des eigenen Fahrzeugs daraus ziehen konnte?

Ich bin mal auf die Antworten gespannt 🙄

Punkt A und B ist zuerstmal sekundär. Denn nach §151c ist McL schuldig. So das ist Fakt und da kann keiner dran rütteln. Jetzt frage ich mich wenn man nach einem Paragraphen schuldig ist und keine Strafe erhält was denn das ganze noch für eine Rolle spielt. Dann braucht die F1 keine FIA mehr, keine Regeln mehr und jeder kann machen was er will. Dann kann man auch die Spionage erlauben und dann schauen wir mal weiter. Sicher ist dies alles überspitzt, aber es gibt Regeln und wenn die verletzt werden muss man auch bestrafen. Man sollte auch beachten das wenn man nicht in diesem Fall bestraft die anderen Teams dann denken, ja das können wir doch auch was McL kann. Und da haben sie auch Recht. Denn man sollte denken das alle Teams das gleiche Recht haben, was aber zur Zeit meilenweit davon entfernt ist.

Über Strafen kann man nun diskutieren. Man kann Punkte dem Team nehmen, sowie der Fahrer. Dem Team die Punkte weg zunehmen ist ja noch OK, aber den Fahrern sollte man sie lassen, denn keiner will das am grünen Tisch entschieden wird, zumindest nicht die Fahrer. Was auf jedenfall in meinen Augen drin sein sollte ist ein saftige Geldstrafe in Höhe von mehreren Millionen von €. Denn das tut auch das Team weh. Und das Geld sollte nicht irgdenwem zu Gute kommen, sondern sollte McL dann für einen wohltätigen Zweck bezahlen wie zb. SOS Kinderdörfer, denn dann würde damit noch was Gutes getan werden. Also ich finde wenn man sich über Gesetze und Regeln hinweg setzt und es klar ist dann muss man bestraft werden. Wenn man über Rot fährt und von der Polizei erwischt wird kann man sich auch nicht ausreden. Aber wie heißt es so schön Recht haben und Recht bekommen ist was ganz anderes, leider wird Justicia oft mit den Füßen getreten.

Zitat:

Original geschrieben von dickschiffuser


Der " Uli Höness der Formel 1 " würde für 5 Euro seine eigene Uroma vergewaltigen lassen , um einen winzigen Punkt im Krieg gegen Ferrari mehr zu bekommen....

😁 😁

Grüße an den Meister der Herzen 😉

Zitat:

Original geschrieben von dirk73f


Punkt A und B ist zuerstmal sekundär. Denn nach §151c ist McL schuldig. So das ist Fakt und da kann keiner dran rütteln.

unglaublich, gibt immer noch leute, die das urteil nichtmal ansatzweise verstanden haben 🙄

Zitat:

Original geschrieben von Bucklew2



Zitat:

Original geschrieben von dirk73f


Punkt A und B ist zuerstmal sekundär. Denn nach §151c ist McL schuldig. So das ist Fakt und da kann keiner dran rütteln.
unglaublich, gibt immer noch leute, die das urteil nichtmal ansatzweise verstanden haben 🙄

Zustimmung. Die Frage ist auch, was anhand der vorliegenden Fakten das "richtige" Verhalten von McLaren gewesen sein sollte, um der einer hier geforderten Bestrafung aus dem Weg zu gehen. Ein Mitarbeiter hat Ferrari-Dokumente angenommen, McLaren wußte davon nichts und kannte die Dokumente nicht. Was hätten sie also tun sollen? Ergo gab es auch keine Strafe von der FIA.

Diese Affäre bietet bei einem Schuldspruch doch ganz neue Perspektiven, um die Konkurrenz zu schwächen, da hätten eigentlich die obersten Verschwörungstheoretiker hier im Forum schon längst drauf kommen müssen: Man sucht sich bei der Konkurrenz einen unzufriedenen Mitarbeiter, die es schließlich in jeder Firme gibt, gibt ihm irgendwelche Dokumente mit der Aussicht auf einen besseren Arbeitsplatz oder mehr Geld. Dann wird die Affäre publik, das Konkurrenz-Team kräftig dafür bestraft, da ist ja völlig egal ist, dass dieses Team überhaupt nichts von wußte. Und schon ist die schon fast verlorene Weltmeisterschaft doch noch in trockenen Tüchern 🙄

Das macht irgendwie keinen Sinn. Da McLaren keinen Vorteil und Ferrari keinen Schaden hatte, ist das FIA-Urteil der einzig richtige Weg.

Hallo

@all

Detektiv Boofoode und Bucklew haben den Fall ermittelt!!!
Also seid mal endlich ruhig hier, in Ihrem Forum!!!

MFG Payne

Zitat:

Original geschrieben von PAYNE1982


Detektiv Boofoode und Bucklew haben den Fall ermittelt!!!
Also seid mal endlich ruhig hier, in Ihrem Forum!!!

Welch geistreicher Beitrag für eine sinnvolle themenbezogene Diskussion. Das Forum wird dir ewig danken.

🙄

Deine Antwort
Ähnliche Themen