Scheinwerferwaschanlage Spritzdüse Ersatzteil / Teilenummer

Audi A8 D2/4D

Hallo zusammen,

mir ist jemand an den vorderen Stoßfänger gefahren, hat mir die Scheinwerferwaschanlage beschädigt und hat sich anschließend aus dem Staub gemacht 😠

Habe den Stoßfänger heute abgenommen und das defekte Bauteil ausgebaut (siehe Bild). Leider finde ich nirgends eine Teilenummer.

Hat mir jemand die Teilenummer(n) oder sogar ein Ersatzteil?
Gibt es das Teil nur Original oder auch am Drittmarkt?

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Beste Antwort im Thema

Genau die. Und ja - so steht's geschrieben. "Schraube ersetzen"...

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Es geht nicht ums Vergammeln, sondern um die elektrochemische Reaktion mit dem Aluminium

Wird durch Fett auch wirksam unterbunden.

Bei mir wird alles mit Affenscheiße bestrichen

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Mal wieder zur Info:

Es geht bei der Sache mit dem Fett auf der Schraube nicht darum dass sie locker werden (jedenfalls langsam...) sondern dass sich durch das Fett die Bedingungen beim Anziehen total verändert.

Bei einer typischen M12 im nicht fettigen Zustand hab wir im ersten Semester Konstruktionslehre ausgerechnet dass so um die 85% des Anzugdrehmoments in die Reibung geht. Klingt komisch, ist aber so.

Also spannen nur 15% die Schraube vor und sorgen so für die immens wichtige Vorspannung. Darauf ist so eine Schraube ausgelegt.

Mit Fett geht der Anteil der Reibung in den Keller. Man spannt die Schraube jetzt mal so richtig an da viel mehr der Kraft in die Vorspannung geht. Das hält die nicht aus und wird länger.... dehnt sich dauerhaft. Dabei verjüngt sie sich... und wird schwach. Wenn dann weitere Belastung im Betriebe dazukommt kanns schnell mal sehr schnell sehr locker werden.... also Schraube abreissen.

Ich hab sowas schon öfter gesehen. Radschrauben die aussehen wie eine Cola-Flasche wenn man sie gegens Licht hält. Vollprofis am Werk.
Da gilt auch nicht dass der Altmeister sowas seit 75 Jahren macht oder einer der hier mitschreibenden dass bei seinen Autos seit seinem ersten Auto Baujahr 1921 so macht und (anscheinend) nie was passiert. Kein Fett an bestimmte Schrauben wie z.b. am Rad wenn es nicht vorgeschrieben ist (Gibt Ausnahmen da sind die anderen Randbedingungen aber in der Rechnung zum Drehmoment mit drin, Kopfschrauben z.b.)

Ist einfach ein konstruktives Prinzip.

Jetzt mal zum A8:
Ich habe früher jahrelang an einem Wasserflugzeug gearbeitet und liebe deswegen Edelstahlschrauben.

Da gibts aber 2 Probleme:

- Eine Edelstahlschraube ist von der Festigkeit und Dauerfestigkeit her NICHT mit einer normalen Stahlschraube zu vergleichen, auch nicht A4-80 markierte.

- Edelstahl, jedenfalls der Wald und Wiesen Edelstahl (1.4301 und ähnliche) verträgt sich bei Wassereinwirkung nicht mit Alu. Sollte also wie schon gesagt am A8 nicht verwendet werden.

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Bei den Radschrauben liegt das wahrscheinlich am Schlagschraubereinsatz unter Zeitdruck in den Angebots- und Radwechselwochen. Da sind dann die Schrauben aber auch das kleinere Problem verglichen mit dem Schaden, den Nabe und Bremsscheiben dabei nehmen.

Mit dem Fett muss man natürlich sparsam sein und ist auch sicher nicht überall angebracht, lohnt sich aber schon. Eben wegen der galvanischen Korrosion und der Korrosion überhaupt. Beim Losdrehen wird es gedankt. Besonders die dem Wasser ausgesetzten Blechschrauben am Unterboden, z.B. womit die Verkleidungen festgemacht sind sollte man immer mit Fett einsetzen.

Vielleicht hab ich irgendwo einen Denkknoten. Aber was hat das Gewinde mit dem Wasser zu tun? Wenn in einem M8-Gewinde eine M8-Schraube drinsitzt, welche ordnungsgemäß befestigt ist, dann kommt doch da gar kein Wasser dran, oder?
Fett sparsam einsetzen ist Fett einsetzen. Und das ist Pfusch, wenn es nicht so vorgegeben ist. Das ist, als ob im Schwimmbad steht "Bitte hier nur ein ganz kleines Bisschen ins Wasser pinkeln".

Zitat:

@micha204 schrieb am 21. Oktober 2017 um 20:40:46 Uhr:


Vielleicht hab ich irgendwo einen Denkknoten. Aber was hat das Gewinde mit dem Wasser zu tun? Wenn in einem M8-Gewinde eine M8-Schraube drinsitzt, welche ordnungsgemäß befestigt ist, dann kommt doch da gar kein Wasser dran, oder?

Es wäre schön wenn dem so wäre, dann hätte man nahezu keine gammelige Schraube mehr am Fahrzeug. Eine Schraube füllt ein Gewinde nicht annähernd aus - das muss auch so sein, denn sonst könntest Du sie gar nicht erst ohne extremen Kraftaufwand reindrehen.

Auch dichtet die Fläche am Schraubenkopf nicht ab. Wenn dem so wäre, würde bspw. die Ölablassschraube ohne Dichtring auskommen.

Leider ist sogar das Gegenteil der Fall: Wasser wird regelrecht ins Gewinde gesogen (Kapillareffekt).

Zitat:

Fett sparsam einsetzen ist Fett einsetzen. Und das ist Pfusch, wenn es nicht so vorgegeben ist. Das ist, als ob im Schwimmbad steht "Bitte hier nur ein ganz kleines Bisschen ins Wasser pinkeln".

An Gewinden hat es nichts verloren, wie schon von @Haegar geschrieben.

Davon einmal abgesehen ist immer die Frage, was denn als "vorgegeben" anzusehen ist. Wenn man sich dabei auf die offiziellen Reparaturleitfäden bezieht: dort ist oftmals nur vermerkt, wenn man etwas (ein Element, eine Anlagefläche etc.) in keinem Fall fetten sollte.

Zitat:

@Haegar schrieb am 21. Oktober 2017 um 19:19:24 Uhr:


- Edelstahl, jedenfalls der Wald und Wiesen Edelstahl (1.4301 und ähnliche) verträgt sich bei Wassereinwirkung nicht mit Alu. Sollte also wie schon gesagt am A8 nicht verwendet werden.

Interessant, das wusste ich noch nicht. Gibt es eine Edelstahlart, auf die das nicht zutrifft?

Das mit dem RLF ist so nicht richtig. Das Gegenteil ist der Fall. Hier und da steht, wenn eine Schraube vor dem Einsetzen gefettet oder mit Öl benetzt werden soll (Nockenwellenrad, zum Beispiel). Und ganz allgemein steht da im "Allgemeinteil", dass alle Gewinde und Anlageflächen möglichst fettfrei sein sollen.

Aus der Sicht eines Konstrukteurs und der einer Werkstatt, die überwiegand an jungen Fahrzeugen arbeitet, ist das sicher nachvollziehbar. Aber ich gehöre zu den Leuten, die es mit Altfahrzeugen zu tun haben. Habe schon zu oft erlebt, dass 90% der Arbeitszeit für festgerostete Schrauben draufgingen. Deshalb gehe ich anders vor. Sehe mir die Gewinde an und entscheide dann nach Gefühl, ob Fett drauf kommt oder nicht und ziehe dann auch mit Gefühl die Schraube an.

Schrauben, die nur durch Rostlöser, Ausbohren oder ähnliche Maßnahmen heraus gingen, bekommen nachher generell Fett und alle am Unterboden, die von Wasser erreicht werden und nicht größerer Hitze ausgesetzt sind, auch. Auch habe ich mir angewöhnt, nicht mehr erst zu warten, bis Schrauben festgegammelt sind. Was leicht erreichbar ist, drehe ich gelegentlich los, sprühe einen Stoß Rostlöser in den Ritz und ziehe sie dann wieder an.

..jetzt generell überall Schrauben und Gewinde mit Fett etc. einzusprühen wie auch immer kann auch Dreck und Schmutz anziehen.
Zündkerzengewinde
Zylinderkopfschrauben
Zentralschraube Kurbelwelle...aber ein muss
aber jeder wie er mag..

Da natürlich nicht.

😁

Die Unterscheidung ist schon gut, dagegen ist nix zu sagen.

Ich habe ja gesagt Schrauben mit Drehmomentvorschrift. Da läufts dann schief.

Alles was mit der Hand festgeknallt wird egal. Da gerne Fett rein. Dann vielleicht den Drehmomentellenbogen etwas früher knacken lassen.....

Und ich arbeite auch an fast nur an alten Autos, jedenfalls Hobby. Sonst was anderes ;-)

Micha204 hat genau recht. Bei Schrauben mit Drehmomentvorgabe ist dann allgemein das ausgerufene Fettfrei oder eben eine Angabe leicht ölig oder ähnlich (Wie ich auch schon schrieb bei den Kopfschrauben)

Nun sind Hersteller mit ihren Vorgaben und Konstruktionen ja auch nicht ganz vor Fehlern sicher. Man denke nur mal an die obere Achsschenkelschraube, speziell bei den älteren Ausführungen, wo die beiden Schlitze noch auf der selben Seite waren. Wer da gemäß Hersteller vorgeht, den bestraft das Leben.

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