Schadensfall Tankstelle / falsch getankt / VW Golf 7 Diesel
Schönen guten Abend meine Damen und Herren,
folgendes ist mir am Wochenende an meine Golf VII (BJ 2013) passiert:
Ich war am frühen Morgen (Samstag) an der Tankstelle und habe mit Auto voll mit Diesel getankt, 2 KM gefahren (dort bereits ein Ruckeln bemerkt) , abgestellt und arbeiten gegangen. Als ich Abends nach Hause fahren wollte, stieg ich in den Wagen, Motor an und bin ca 10m gefahren als mein Auto plötzlich aus ging und ich ihn nicht mehr starten konnte. Daraufhin habe ich das Auto stehen gelassen und wurde abgeholt, da am Wochenende keine Werkstatt geöffnet hat.
Ich bin daraufhin am Montagmorgen direkt zu meinem Auto gefahren, habe ADAC angerufen und diese haben es zur VW Vertragswerkstatt abgeschleppt. Der Herr von der ADAC meinte, dass mein Auto das dritte Fahrzeug wäre welches er, im Bezug mit der Tanktstelle, abschleppen musste. Mittlerweile ist bekannt, dass die Tanktstelle bzw. der Dieselzapfen falsche ,,Flüssigkeit'' ausgeschüttet hat und auch die Werkstatt hat diese Flüssigkeit ( schmutziges Wasser oder ähnliches) im Tank meines Autos gefunden.
Die Werkstatt hat den Tank geleert, mit den richtigen Kraftstoff nachgespült, Filter gewechselt und neu betankt. Die Kosten für die Werkstatt liegen bei ca. 270 Euro, Auto sprang sofort wieder an.
Nun mache ich mir trozdem noch einige Gedanken und Sorgen über mein erstes eigenes Auto bezüglich auf Folgeschäden, da ich bereits mit den falschen Kraftstoff oder anderes 2 bis 3 km gefahren bin und dadurch eventuell andere Teile beschädigt wurden sind.
Mich interressiert Eure Meinung oder Ratschlag zu diesen Vorfall, da ich nicht so viel Ahnung von Autos habe und mich die Situation doch ein biscchen beunruhigt.
Mit freundlich Grüßen
Beste Antwort im Thema
Und auch wenn der Wagen jetzt erstmal wieder läuft, wer sagt denn dass die Hochdruckpumpe nicht schon gefressen hat und bald der Totalausfall kommt. Sowas mögen die HD-Pumpen vom Diesel übhaupt nicht.
24 Antworten
Vielen Dank für die ganzen Antworten.
Müsste nicht die Versicherung der Tankstelle die Kosten für den Gutachter übernehmen ?
Ich werde mal morgen nach einen KFZ Gutachter schauen und fragen wie das ganze abläuft, da ich selber noch nie eine Gutachter in Anspruch genommen habe.
Wer den Gutachter beauftragt, der zahlt auch erstmal. Sollte die gegnerische Seite die Kosten zu 100% tragen (müssen), so wird dir auch das Geld für den Gutachter erstattet.
Die Sache ist, dass mein Auton schon repariert ist und ich mir dennoch Sorgen machen ob Folgeschäden entstehen könnten da nur der Tank entleert , ausgespült und Filter gewechselt wurden sind.
Kann ich trotzdem danach noch einen Gutachter beauftragen der sich das nochmal anschaut ?
Zitat:
@frankygirl schrieb am 8. August 2018 um 10:55:04 Uhr:
Die Sache ist, dass mein Auton schon repariert ist und ich mir dennoch Sorgen machen ob Folgeschäden entstehen könnten da nur der Tank entleert , ausgespült und Filter gewechselt wurden sind.
Kann ich trotzdem danach noch einen Gutachter beauftragen der sich das nochmal anschaut ?
Alles, was du (selbst) in Auftrag gibst, zahlst du -erst mal- selbst. Und so ein -im Zweifelsfall auch gerichtlich anerkannter- Gutachter kommt nicht mal eben für 2,50 EUR um die Ecke.
Aber, wenn ich den Sachverhalt hier mal so "quer" nachlese:
Falschbetankung schon länger her, Tankquittung auch keine mehr vorhanden, Schaden schon längst repariert, nach all der Zeit gewisse wichtige Details auch nicht mehr zweifelsfrei nachweisbar, nur reine Verdachtsmomente, usw. ... ich würde [wenn ich konkret davon betroffen wäre] das Auto verkaufen, allein schon um dann beruhigt sein zu können - und auf jeden Fall keine Gelder in etwas investieren, was nicht erwiesen ist, sondern nur reine Verdachtsmomente sind.
Denn: Solange du dieses Auto weiterfährst (auch wenn nichts passiert) fährt -bei dir- doch immer diese Verunsicherung weiter mit ...
Eine Schadensbeweislast (wenn wirklich ein Folgeschaden eintreten sollte), dass der Schaden auch tatsächlich von dieser Falschbetankung zusammenhängt läge dann erst mal einzig bei dir - nicht bei der Tankstelle. Und ohne Beweise/Belege eher aussichtslos.
Weg damit - und Ruhe im Karton!
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Moin, du einen Gutachter einschalten ist dir unbenommen. Kostet aber Geld, und zwar erst mal deine Euronen! Steht bei dir evtl. noch eine längere Fahrt in den Urlaub an oder wolltest du schon seit einiger Zeit deine Erbtante (die mehrere 100 Km entfernt wohnt) besuchen?
Dann fahr los, entweder hält der Golf oder eben nicht. Wenn nicht kannst du Maßnahmen einleiten.
Auto verkaufen und ein anderes anschaffen ist auch nur eine Lösung bei genügend € zwischen Daumen und Zeigefinger.
Ohoh ich lese gerade bei P2Welt du hast keine Rechnung von der Betankung!?
Evtl. kannst du ja Tag und Stunde präzisieren und bist von der Überwachungskamera gefilmt worden, aber ob man dir davon eine Kopie macht...
Zitat:
@tundrabaer schrieb am 8. August 2018 um 11:22:26 Uhr:
Auto verkaufen und ein anderes anschaffen ist auch nur eine Lösung bei genügend € zwischen Daumen und Zeigefinger.
Etwas zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen muss man immer, wenn man ein Auto verkauft (und ein anderes wieder kauft), egal ob jetzt oder erst in 4 Jahren, dann natürlich etwas weniger. ^^
Aber solange nichts passiert oder doch passiert, man aber in der Beweislast ist und es nicht eindeutig und zweifelsfrei beweisen kann, fährt für die "Restlaufzeit" immer das ungute Gefühl auf dem Beifahrersitz (weiter) mit. Und das scheint ja wohl da zu sein - nicht gerade wenig - sonst hätte die @TEin nicht gefragt oder Gedanken an einen Gutachter in den Raum gestellt.
Wenn ich ganz beruhigt Auto fahren will, muss ich mich auf mein Auto schon voll und ganz verlassen können. Und bei einem zurückliegenden Schaden, der aber für die Zukunft noch jede Menge Fragen aufwirft (die weder beantwortet noch eindeutig geklärt/bewiesen werden können, noch bisher zu Tage getreten sind), kann die Ungewissheit und Beunruhigung schon für das eigene Nervenkostüm auch anhaltend belastend sein.
Das eine will man - und das andere muss man.
So und mehr kann man dazu auch wirklich nicht sagen bzw. Schreiben.
Ich würde ihn weiterfahren...selbst wenn ein Schaden der Aufgrund deiner Geschichte auftreten sollte musst du es beweisen können. Und das kostet erstmal dich etwas ....
Wie alt ist das Fahrzeug? evtl. Über Garantieverlängerung Nachdenken.
Da dein Schaden ja bei VW dokumentiert ist wird es interesant zu sehen wie es in einem schadensfall aussieht der durch die betankung entstehen kann.
VW sagt übernehmen wir nicht da durch Betankung verursacht und Ölkonzern sagt Garantiefall. Und jeder muss seinen Standpunkt beweisen....und du mittendrin als Kunde.
Da hole ich mit jetzt schon mal Popcorn und Cola und Lehne mich zurück. Aber Gutachter kosten hast du dann wohl nicht....
Hallo,
Nicht unnötig kompliziert denken.
Wenn der Schaden dokumentiert wurde, und ggf. auch die erste Reparatur/ Wiederinbetriebnahme bei der Tankstelle eingereicht wurde, dann sollte mittlerweile auch eine Schadensnummer vergeben worden sein.
Der "vorsichtige Werkstattmeister" muss nun bei dem Verursacher und dessen Versicherung eine Begutachtung durch einen unabhängigen Gutachter beantragen, wie auch die Kostenübernahme für die notwendige komplette und tiefer gehende Schadensbehebung einfordern.
Der Ablauf ist identisch mit dem Prozedere eines Kaskoschadens. Nur in diesem Fall hat der TE versucht das Fahrzeug wieder fahrbereit zu bekommen, wobei er ja auch noch seiner Schadensminderungspflicht nachgekommen ist.
Und noch etwas zur Versicherung; Die Tankstellenbetreiber sind über die Ölgesellschaften gegen Umweltschäden versichert. Wenn Wasser in einen defekten Dieseltank eindringt, dann wird eine Reparatur in Höhe von 6000,- € für die Gesellschaft das absolut kleinste Problem sein!
Da wo Wasser eindringt wird auch Diesel auslaufen ....
Wichtig ist jedoch der Nachweis über Belege, Video, Kartenabrechnung usw. . Einer Anerkennung des Schadens sollte auch eine Schadensnummer und die Versicherungsdaten beinhalten. Sonst bitte nachfragen!
Doch den Tankbeleg habe ich noch und die Tankstelle hat mir ebenfalls die Schadensmeldung per Email bestätigt und ich soll denen dir Quittung und Kostenvoranschlag einreichen.
Kosten für Reperatur ca 270 Euro habe ich erdtmal übernommen. Mir geht es jetzt ums Gutachten, da ich mir jetzt einen Gutachter beauftragen möchte ( nach Reperatur) bezüglich Folgeschäden. Wie sieht ihr die Chancen dass die Tankstelle die Kosten des Gutachtens übernhemen wird ?
Dann beauftrage ihn doch (den Gutachter), wie sich das hier so liest, lässt dich das nicht in Ruhe.
Also beauftragen. Aber dann auch erst mal selbst bezahlen (seine Dienstleistung) - und drauf hoffen, dass vielleicht irgendwer anders (der konkret damit zu tun hat) sich für "zuständig" erklärt, für diese Kosten aufzukommen. Die Tankstelle wohl nur dann, wenn ihr ein Verschulden auch nachzuweisen ist. Es wäre unwahrscheinlich, wenn die nur "einfach so" das bezahlen würde, denn das käme ja einem Schuldanerkenntnis gleich. Oder einfach die Tanke mal fragen, was sie dazu meint.
Grundsätzlich gilt: "Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen!"