Saab bald Tochter von Königsegg?

Saab

Interessanter Beitrag über Saab und einer möglichen Aufkaufaktion durch einen weiteren schwedischen Autobauer: Königsegg

http://www.reuters.com/article/GCA-autos/idUSTRE54R75520090528 (auf Englisch)

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Oberarzt


Die Königsegg-Geschichte dürfte für die meisten Beobachter (auch hier im Forum) vom ersten Tag an eine nicht ernst zu nehmende Pressemeldung gewesen sein.

Es gibt immer welche, die schon vorher alles gewusst haben. Blöd nur, wenn diejenigen ihr überlegenes Wissen für sich behalten haben und erstmal über 18 Seiten hinweg über eine Hochzeit im Himmel zwischen Koenigsegg und Saab und eine glänzende Zukunft als exquisiter Sportwagenhersteller fabuliert haben.

Und wie solide dieses bessere Wissen ist, wird dann noch unterstrichen, indem man Heuschmid und Hirsch ins Rennen schickt. Beides extrem kapitalkräftige professionelle Investoren. Beide haben goße Kompetenz in der Entwicklung kompletter Fahrzeuge und können auf langjährige Erfahrung im weltweiten Automobilbau und -vertrieb zurückblicken. Da horcht die Fachwelt sofort auf, nur der Laie wundert sich.

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Naja, das was Saab für GM war, ist ja Bugatti und Phaeton für VW. Die Millionenversluste dieser beiden Sparten werden halt noch nach wie vor durch das lukrative Stammgeschäft (Golfs usw.) "weggebucht", so wie GM die Saab-Miesen wegbuchte. Wie lange sich der Porsche-Enkel das noch leisten kann/darf, kommt vielleicht auch bald auf.
Eventuelle mögl. Synergieeffekte (Hebung des Firmenimages) sind vorgeschobene und nicht reelle Argumente, denn die Polo-/Golf-/Passat-Kundschaft weiß entweder gar nicht, dass bspw. Bugatti zu VW oder Audi gehört oder wenn sie es weiß, wünschte sie sich lieber einen 1000,- € günstigeren Golf ohne die geisteskranken Piech-Hobbys.

In der heutigen Zeit sind solche Großkotz-Spinnereien wie auch F1-Engagements u. ä. nicht mehr unbedingt gerne gesehen bei der treuen Markenkundschaft. Immer öfter sind Meinungen wie "ich zahl doch nicht den Hamilton" usw. zu hören.
Bugatti gehört zwar zu VW-Audi, doch nicht deswegen ist Audi dieses Jahr bezüglich des Absatzes an BMW und Mercedes vorbei gezogen. Audi kündigte vor 5 Jahren an, Marktführer im Premium-Segment werden zu wollen, hat es auch tatsächlich und in nur 4 Jahren geschafft und Stuttgart und München glotzt sich nun gegenseitig ratlos an.
Und das ohne das lt. BMW u. Mercedes "für Kunden wichtige" Formel 1-Engagement.

Das Kundengespür ist bei vielen Firmen in weite Ferne gerückt. Ein Hauptproblem bei Firmenchefs ist meiner Ansicht nach auch die nicht mehr vorhandene Verbundenheit zur Firma (Kleinfeld, Forster, alle Telekom-Chefs & Co.). Es ist nur noch ein Kommen und Gehen. Ein Kleinfeld produzierte bei Siemens innerhalb kürzester Zeit ein Trümmerfeld, ging wieder mitsamt seiner Geldkoffer und erhält nun bei der nächsten Firma noch mehr Asche.
Ein Demand bspw. wird von der Belegschaft als Chef mit Herzblut bestätigt. Er hat zwar als Entwicklungschef die Fa. Opel mit seinen Produktgesichtslähmungen ab Mitte der 90er mit in Trümmern gelegt, erfuhr jedoch mit Insignia und Astra "i" nun eine Sinneswandlung und scheint, aus seinen Fehlern lernen zu wollen.
Zumindest wird der Eindruck erweckt, dass er das Kind auch wieder aus dem Brunnen ziehen will - und das kommt bei der Belegschaft an. Und hoffentlich auch wieder bei der Kundschaft.

Schon geil, die Jungs von GM:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631921,00.html

Gibt’s bei Saab eine ähnliche Klausel?

Zitat:

Original geschrieben von Exschwede


Schon geil, die Jungs von GM:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631921,00.html

Gibt’s bei Saab eine ähnliche Klausel?

Die Befürchtung hab ich bald.

Ich stell mir aber auch noch'ne andere Frage. Wieviel Macht hat GM noch so'ne Klausel zu fordern und woher? M.E. geht das nur wenn ich weiß wo die Vertragspartner nen paar Leichen versteckt haben.

Zitat:

Original geschrieben von Wickinger40



Zitat:

Original geschrieben von Exschwede


Schon geil, die Jungs von GM:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631921,00.html

Gibt’s bei Saab eine ähnliche Klausel?

Die Befürchtung hab ich bald.

Ich stell mir aber auch noch'ne andere Frage. Wieviel Macht hat GM noch so'ne Klausel zu fordern und woher? M.E. geht das nur wenn ich weiß wo die Vertragspartner nen paar Leichen versteckt haben.

Da Opel nicht in Insolvenz ging, war GM weiterhin der rechtmäßige Eigentümer mit allen Rechten und Vertragsmöglichkeiten. Aus irgendeinem Grund wollte die deutsche Politik Opel ja nicht in Insolvenz gehen lassen. Und dann kommt sowas raus.

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Zitat:

Original geschrieben von Saab-Frischling



Zitat:

Da Opel nicht in Insolvenz ging, war GM weiterhin der rechtmäßige Eigentümer mit allen Rechten und Vertragsmöglichkeiten. Aus irgendeinem Grund wollte die deutsche Politik Opel ja nicht in Insolvenz gehen lassen. Und dann kommt sowas raus.

Ich hab zwar von Vertragsrecht keine Ahnung. Und schon gar keine von internationalem Recht.

Aber ich denke wenn Opel in die Insolvenz gegangen wäre, dann wär immer noch GM Eigentümer von Opel. Deutschland müßte dann aber Insolvenzgeld zahlen. Es gäb dann zwar einen Insolvenzverwalter, aber GM hätte die Rechte an den Patenten gefordert, nach dem Motto, das das mit Verbindlichkeiten von Opel an GM zu verrechnen sei. GM hätte den Laden 3 Monate mit Insolvenzgeld laufen lassen, dann hätten sie von irgendwoher noch nen bischen Geld zusammengekratzt um Opel wieder gerade so solvent zu machen und hätten das Ding dann dicht gemacht oder irgendwie "verramscht".

Mit der Klausel glaube ich verfolgen sie den selben Trick nur ohne Insolvenz. So eine Klausel stellt man m.E. nur um Magna zu einem höheren Angebot zu drängen oder Magna zum Aufgeben zu zwingen.
Wenn der Deal dann platzt war es eben Magna. Der Haken ist ja Opel ist im Moment wieder solvent. Wenn GM sein eigenes Insolvensverfahren schnell eingermaßen übersteht dann fällt denen ein, dass man Opel doch nicht verkaufen will, falls abzusehen ist, dass Opel wenigstens kein Minus mehr macht. So ist man dann an deutsche "Staatsknete" durch die Hintertür gekommen. Und die deutschen Politiker gratulieren sich zur Opelrettung. GM ist dann glücklich. Die Politiker sind glücklich. Die Rechnung kriegt der Steuerzahler.

Ich glaube der deutsche Steuerzahler ist dabei so oder so der "angeschmierte".

Das sieht auch nach schlechtem Verhandeln der deutschen Regierung aus. Weil die jetzige geplante Klausel muß ja der amerikanische Insolvenzverwalter "decken". Vielleicht hat der soviel Macht wie ein deutscher Insolvenzverwalter und kann die gesamten "Vorverträge" mit Magna und der deutschen Regierung als hinfällig erklären.

Aber ich würd gerne von einem, der von der "Materie" Ahnung hat, wissen wie das wirklich aussieht. Welche Rechtskonstellation eine Insolvenz und welche die jetzige Lösung hat.

M.E. wird die Opelrettung nicht viel bringen. Es sind einfach gewaltige Überkapazitäten im Markt.

Dann wird es früher oder später eine andere Firma treffen. Will man die dann auch retten und wenn nicht wie erklärt man denen das man damals Opel gerettet und die jetzt nicht?

Aber die deutschen Politiker spekulieren bestimmt darauf, dass die nächste Autofirma außerhalb Deutschlands pleite geht. 🙂

Sorry!!!! vorher falsche Formatierung:

Original geschrieben von Saab-Frischling

Zitat:

Da Opel nicht in Insolvenz ging, war GM weiterhin der rechtmäßige Eigentümer mit allen Rechten und Vertragsmöglichkeiten. Aus irgendeinem Grund wollte die deutsche Politik Opel ja nicht in Insolvenz gehen lassen. Und dann kommt sowas raus.

Ich hab zwar von Vertragsrecht keine Ahnung. Und schon gar keine von internationalem Recht.

Aber ich denke wenn Opel in die Insolvenz gegangen wäre, dann wär immer noch GM Eigentümer von Opel. Deutschland müßte dann aber Insolvenzgeld zahlen. Es gäb dann zwar einen Insolvenzverwalter, aber GM hätte die Rechte an den Patenten gefordert, nach dem Motto, das das mit Verbindlichkeiten von Opel an GM zu verrechnen sei. GM hätte den Laden 3 Monate mit Insolvenzgeld laufen lassen, dann hätten sie von irgendwoher noch nen bischen Geld zusammengekratzt um Opel wieder gerade so solvent zu machen und hätten das Ding dann dicht gemacht oder irgendwie "verramscht".

Mit der Klausel glaube ich verfolgen sie den selben Trick nur ohne Insolvenz. So eine Klausel stellt man m.E. nur um Magna zu einem höheren Angebot zu drängen oder Magna zum Aufgeben zu zwingen.
Wenn der Deal dann platzt war es eben Magna. Der Haken ist ja Opel ist im Moment wieder solvent. Wenn GM sein eigenes Insolvensverfahren schnell eingermaßen übersteht dann fällt denen ein, dass man Opel doch nicht verkaufen will, falls abzusehen ist, dass Opel wenigstens kein Minus mehr macht. So ist man dann an deutsche "Staatsknete" durch die Hintertür gekommen. Und die deutschen Politiker gratulieren sich zur Opelrettung. GM ist dann glücklich. Die Politiker sind glücklich. Die Rechnung kriegt der Steuerzahler.

Ich glaube der deutsche Steuerzahler ist dabei so oder so der "angeschmierte".

Das sieht auch nach schlechtem Verhandeln der deutschen Regierung aus. Weil die jetzige geplante Klausel muß ja der amerikanische Insolvenzverwalter "decken". Vielleicht hat der soviel Macht wie ein deutscher Insolvenzverwalter und kann die gesamten "Vorverträge" mit Magna und der deutschen Regierung als hinfällig erklären.

Aber ich würd gerne von einem, der von der "Materie" Ahnung hat, wissen wie das wirklich aussieht. Welche Rechtskonstellation eine Insolvenz und welche die jetzige Lösung hat.

M.E. wird die Opelrettung nicht viel bringen. Es sind einfach gewaltige Überkapazitäten im Markt.

Dann wird es früher oder später eine andere Firma treffen. Will man die dann auch retten und wenn nicht wie erklärt man denen das man damals Opel gerettet und die jetzt nicht?

Aber die deutschen Politiker spekulieren bestimmt darauf, dass die nächste Autofirma außerhalb Deutschlands pleite geht. 🙂

Zitat:

Original geschrieben von Wickinger40



Zitat:

Ich hab zwar von Vertragsrecht keine Ahnung. Und schon gar keine von internationalem Recht.

Aber ich denke wenn Opel in die Insolvenz gegangen wäre, dann wär immer noch GM Eigentümer von Opel. Deutschland müßte dann aber Insolvenzgeld zahlen. Es gäb dann zwar einen Insolvenzverwalter, aber GM hätte die Rechte an den Patenten gefordert, nach dem Motto, das das mit Verbindlichkeiten von Opel an GM zu verrechnen sei. GM hätte den Laden 3 Monate mit Insolvenzgeld laufen lassen, dann hätten sie von irgendwoher noch nen bischen Geld zusammengekratzt um Opel wieder gerade so solvent zu machen und hätten das Ding dann dicht gemacht oder irgendwie "verramscht".

Totaler Unsinn. (Sorry!) Insolvenz ist faktisch Enteignung, da die Insolvenzmasse zur Befriedigung der Gläubiger dient. Etwaige von GM an Opel gewärte Darlehen wären wohl Eigenkapital-ersetzend und daher nachrangig. Es kann ja wirklich nicht sein, dass ein Gesellschafter, der kein Kapital bereitstellt (vgl. Bankhaus Oppenheim bei Arcandor) nachher noch profitiert. Die Welt mag ungerecht sein, hier aber nicht.

Zitat:

Original geschrieben von Saab-Frischling


Totaler Unsinn. (Sorry!) Insolvenz ist faktisch Enteignung, da die Insolvenzmasse zur Befriedigung der Gläubiger dient. Etwaige von GM an Opel gewärte Darlehen wären wohl Eigenkapital-ersetzend und daher nachrangig. Es kann ja wirklich nicht sein, dass ein Gesellschafter, der kein Kapital bereitstellt (vgl. Bankhaus Oppenheim bei Arcandor) nachher noch profitiert. Die Welt mag ungerecht sein, hier aber nicht.

Ja aber findet die totale Enteignung nicht erst dann statt wenn das Unterhnehmen nicht mehr zu retten ist und die Insolvenzmasse tatsächlich verteilt werden muß? Gewünscht ist m.E hier eine Forführung des Unternehmens in dem GM sicherlich hätte "Federn" lassen müssen, aber wahrscheinlich als Eigentümer hätte drin bleiben können. Allein die Lohnfortzahlungen durch den Staat hätte erstmal wieder die Insolvenz behoben, da das gesparte Geld dann hätte für die Zulieferer verwendet werden können. GM hätte dann auch noch ein "paar" Dollar gefunden. Mitarbeiter hätte man dann auch problemlos Kündigen können. Kommen dann genügend Einnahmen, dass keine laufenden Verluste mehr da sind, und alle laufenden Forderungen beglichen werden können ist die Insolvenz faktisch beendet. Die Banken haben ja scheinbar nicht den "Hahn" zugedreht.

Ich weiß zwar nicht viel. Aber auch in Deutschland kann ein Insolvenzverwalter nicht gleich die Insolvenzmasse verteilen. Er muß erstmal prüfen ob mit allen Gläubigern eine Einigung gefunden werden kann mit der der Betrieb weiter geführt werden kann. Ich möchte nicht wissen was die Anwälte von GM lostreten wenn ein Insolvenzverwalter fahrlässig Opel liquidiert, ohne eine Einigung mit den Gläubigern zu prüfen. Die Hauptschulden dürfte Opel bei GM haben. Ich vermute alles andere ist "laufender Betrieb".

Insolvenzverwalter bei Opel dürfte ein heißer Job sein. Die Medien, die Politiker und die Anwälte von GM im Rücken.

Hallöchen....

da komme ich aus dem Winterurlaub wieder und was für eine Nachricht. Koenigsegg übernimmt SAAB.
Bevor man sich hier noch mehr über irgendwelche Vertragsrechte von Opel unterhält ( kannman das nicht im Opel Forum ? ) , wollte ich mal wieder zum Ursprungsthema zurückfinden......auch wenn sich ja schon sehr viele Leute darüber ausgelassen haben.

Nun....ich war überrascht, erfreut und doch ein wenig besorgt.
Auf der einen Seite kann SAAB nun evtl. wieder zu alten Stärken zurückfinden aber andererseits kann es auch nach hinten losgehen.

Es waren zum Glück nicht die Chinesen oder Russen oder Inder , die SAAB bekommen haben und die Werkstore müssen auch nicht für immer geschlossen werden.

Allerdings tun sich nun folgende Fragen auf :

1. Wie soll das künftige globale Vertriebsnetz aussehen, wenn Autos nicht mehr im Verbund mit Opel , GM oder Holden verkauft werden?

2. Wie will man zukünftig die enormen Entwicklungskosten stemmen, um auch wie die Hauptkonkurrenten von SAAB ( Audi, BMW, Mercedes , Volvo, Lexus  u.a. ) alle 4-5 Jahre komplett neue Autos in der Mittelklasse und oberen Mittelklasse auf den Markt zu bringen ?

3. Vor 20 Jahren war das u.a. der Grund, warum SAAB von GM übernommen wurde ( zu hohe Entwicklungskosten um die veraltete Modellpalette zu erneuern ...obwohl der 900er eigentlich nie wirklich alt wird ..er ist halt zeitlos )

4. Alle Konkurrenten von SAAB gehören entweder zu einem Großkonzern ( Audi zu VW , Volvo zu Ford ) oder stellen selbst einen Großkonzern dar ( BMW , Daimler , Lexus als Marke von Toyota )....wie will sich SAAB nun positionieren ??

5. Sollte man sich nicht langsam die Frage stellen, ob SAAB mit dem Angebot von Fahrzeugen in der Mittel-u. oberen Mittelklasse falsch positioniert ist ? Auch wenn es Segmente sind, die im Gegensatz zur Kleinwagenklasse und Kompaktwagenklasse eventuell noch ein paar Geldscheine an Profit abwerfen, wird der Preisdruck in den beiden Hauptsegmenten wo SAAB mit fast allen Automobilkonzernen der Welt konkurriert immer größer !

Meiner Meinung nach ist es jetzt komplett falsch, einen SAAB 9-1 auf den Markt zu bringen, wenn man nicht mehr auf das globale Potential von GM zurückgreifen kann. So eine Entwicklung muss man sich leisten können.
Und so ein Produkt auf den Markt zu bringen, was auf Grund des enormen Konkurrenzaufkomen mit enormen künftigen Preiskämpfen konfrontiert wird, darf man sicher sein, dass so ein Produkt gar kein Geld in die Kasse spült. Ich frage mich immer warum viele Leute behaupten, dass man mit kleinen Autos Gewinnmacht ?! Dem ist nicht so.
Gewinn wird mit teuren Autos gemacht. Kleinwagen und Kompaktwagen sind so knallhart kalkuliert, damit sie als "Preisbrecher" in den Markt gedrückt werden können, um vielleicht ein paar Dollar oder Euro in die Taschen zu füllen. Mit teuren Fahrzeugen, die man mit einem unterstützenden Image auch teuer an den Mann bringen kann verdient man Geld. Man braucht ein paar mehr Komponenten und höherwertige Materialien , aber der Fertigungsprozess ist in der Regel nicht viel teurer als bei einem Kompaktfahrzeug.

Ein Ausi A3 ist zu mehr als 50 % ein billiger Golf, kann aber teurer angeboten werden. Nur deshalb verkauft Audi noch einen A3. Mercedes macht mit der A-u. B-Klasse so gut wie gar kein Gewinn und BMW muss seinen Kompakten auch über das Image teuer an den Mann bringen. Geld verdient BMW damit trotzdem nicht sehr viel.
Um einen SAAB 9-1 einigermaßen gewinnbringend auf den Markt zu bringen, braucht man eine Basis ( Opel Astra ? ) ...ansonsten vergesst es....gerade jetzt wäre es unbezahlbar und ein Grab.......auch wenn "jeder" ( ich im übrigen auch ) gerne einen kompakten SAAB hätten. Aber eine komplette Eigenentwicklung ist unbezahlbar.

Ich denke SAAB sollte sich auch den Stress nicht mehr antun zu versuchen, eine Produktionsgrenze oder break - even point zu erreichen. Massenhersteller wird man eh nie...

Also lieber exklusive Autos anbieten in neuen Nieschen....vielleicht den Aero X...aber mit der Kuppel...
oder ein neues Fahrzeugkonzept.....
aber doch keine Autos, die in dem riesigen Haifischbecken der Überkapazitäten untergehen würden...auch wenn es erstklassige Produkte sind...

Im Prinzip habe ich ein Deja-vu.......1989......als ich mir Sorgen machte um SAAB's Zukunft und der SAAB 900 Turbo 16s in schwarz mit dem Aero-Kit mein Traumwagen war.

Nun hoffe ich, dass SAAB mit den neuen Eignern frische Ideen entfalten kann.....und ich hoffe auf den neuen 9-5.....wenn er gut ist.....kaufe ich....als Rechtslenker für Down Under

In diesem Sinne...

Grüße

The Moose

Saab hat offensichtlich ernsthafte Liquiditätsprobleme. Man plant, die Produktion nach den Werksferien erst einmal für eine Woche völlig zu stoppen. Dies trotz steigender Nachfrage.

Die EIB will über einen Kredit über ca. 400 Mio. EUR erst Ende September entscheiden. Für die letzte Sitzung vor den Sommerferien (22.07.) kommt man nicht mehr dazu, obwohl Saab einen Dringlichkeitsantrag gestellt hat.

Die Regierung bleibt weiterhin hart - keine Krone Steuergeld für Saab.

Bleibt zu hoffen, dass die neuen Eigner irgendwo Kohle auftreiben...

Zitat:

Original geschrieben von europäer


Saab hat offensichtlich ernsthafte Liquiditätsprobleme. Man plant, die Produktion nach den Werksferien erst einmal für eine Woche völlig zu stoppen. Dies trotz steigender Nachfrage.

Die EIB will über einen Kredit über ca. 400 Mio. EUR erst Ende September entscheiden. Für die letzte Sitzung vor den Sommerferien (22.07.) kommt man nicht mehr dazu, obwohl Saab einen Dringlichkeitsantrag gestellt hat.

Die Regierung bleibt weiterhin hart - keine Krone Steuergeld für Saab.

Bleibt zu hoffen, dass die neuen Eigner irgendwo Kohle auftreiben...

Ej mach mir keine Angst

Wem gefällt dieses Auto NICHT?:

www.autobild.de/artikel/saab-9-x-biohybrid-concept-in-genf_591613.html

www.saab.ch/.../?...

Das ist Design.

Im Prinzip war das Auto fest im Portfolio als Golf-Antwort verankert. Sie warteten nur noch auf die neue Astra-Platte doch leider schepperte es ja letzes Jahr im Gebälk.

Für einen merkwürdig aussehenden Volvo C30 kann sich die Bevölkerung nicht begeistern.

Wie man profitabel Kompaktautos baut, demonstrieren die Japsen seit Jahrzehnten. Antike und extrem billige Techniken wie Starrachsen bis zur heutigen Zeit und unterdurchschnittliche Motoren in ihren Hyundais, Kias, Aras oder weiß der Kuckuck wie die alle heißen aber schmucke Schale darüber und fertig ist das Gericht, welches die Kassen brummen lässt.
Das erwartet man zwar sicher nicht von einem Saab, doch eine Kundschaft für Overtechnik- oder Luxus-Kompaktwagen gibt es auch nicht.

Als Beispiel fallen mir Lancia-Produkte (Ypsilon, Delta) oder manche Alfas (147, Brera) ein. Die können sich bei ihrem Sortiment dank Sponsor Fiat nach wie vor austoben, wären alleine jedoch innerhalb von 40 Sekunden weg vom Fenster.

Saabs Kassen würden mit einem tollen Kompaktauto mit preiswerter Astra-Großserientechnik (kein umgelabelter Subaru Impreza o. ä. glorreiche Ideen) zu sprudeln anfangen. Das ist kein Hexenwerk.
Doch davon haben sie sich mit ihrer aktuellen Situation sehr sehr weit weggeboxt. Anstatt hier energisch weiterzumachen, furzten sie mit geistesfremden Studien umher und bissen sich mit der Idee eines Mammut SUV 9-4X á la BMW X5 fest.
Mit Standardstufenheck- u. -Kombi-Autos kann man sich zwar einreden, eine Nischenmarke zu sein, ist tatsächlich aber bei Stückzahlen unter 100.000/Jahr nur ein Außenseiter und wird ein ewiges Spendengrab sein.

Sie wollen es nun mit einem dicken 9-5er und dessen winzigen Zielgruppe probieren. Und das mit nur noch 1/4 Saab-Händlern.
Vielleicht haben sie ja einen Taschenrechner, welchen ich schon lange suche...

Hallo zusammen,

also ich freue mich das Saab zurück in skandinavische Hände kommt. Wer sich schon einmal mit Bart Eker beschäftigt hat, wird merken das dieser es "Ernst mit Saab meint". Bisher sind die Dinge die er angepackt immer gut gelungen, bzw. das wo er sein Geld hineinsteckt hat. Das scheinen auch einige bisher nicht genannte Investoren zu Wissen, die er im Hintergrund hat.
Vom Typ scheint er mir eher ein zurückhaltender Typ zu sein, der voher überlegt was er eigentlich tut. Er ist nicht auf Show und Selbstdastellung aus,..........
Das beste Beispiel ist wohl Koenigsegg selber (hat dort einen Anteil von 49%). Einfach aus dem nichts ein Sportwagen zu bauen finde ich beeindruckend. Auch hier gab es durststrecken, aber diese wurden überwunden. Natürlich wird man sich in naher Zukunft die Plattformen noch mit GM (Opel) teilen müssen. Na und? Macht VW und Audi, und Skoda und Seat auch! Die Zukunft wird es zeigen, ich selber rechne nicht damit das Saab schnellstens fette Gewinne schreiben wird. Somit wird Saab einen langen Atem haben müssen und die Geldgeber.
Dazu können wir alle beitragen, in dem wir uns einen Saab kaufen. Freuen wir uns doch, das der neue 9-5 in Schweden wieder gebaut wird. Im Forum hier gingen damals die Wogen sehr hoch, ein 9-5 aus Rüsselheim, unvorstellbar,das Ende........,
Ich mag nicht mehr über Saab orakeln......., denn alles was wir Wissen, haben wir aus der Presse. Und die schreibt nur, wenns gelesen wird und Geld ein bringt.

Bis die Tage,

Bertil der jetzt seinen letzten Arbeitstag vor dem Urlaub abgeht, 😁

Zitat:

Original geschrieben von Wickinger40


Ich hab zwar von Vertragsrecht keine Ahnung. Und schon gar keine von internationalem Recht.

Aber ich denke....

Sind natürlich Idealvoraussetzungen für ellenlange Abhandlungen über die Rechtsbeziehungen zwischen GM, Opel und Saab.

Interview mit Saab-Chef Jan-Åke Jonsson in der MoPo:
http://www.morgenpost.de/.../Worauf_Saab_bei_Koenigsegg_abfaehrt.html

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