Rückruf: Hochspannungsbatteriemodul(e) 93U9 – USA
Anfang dieser Woche hat Audi durch die American Traffic Safety Administration einen Rückruf für das Hochspannungsbatteriemodul des Audi e-tron (sieht aus wie MY19-22) herausgegeben. Audi Kampagnen-Nr. 93U9, NHTSA-Rückruf-Nr. 23V867.
Zusammenfassung
Bei bestimmten Hochspannungsbatteriemodulen liegt ein potenziell kritischer Selbstentladungszustand vor, der in manchen Fällen zu einer thermischen Überlastung führen kann, was möglicherweise zu Rauchentwicklung oder einem Brand führen kann. Eine Überhitzung der Hochvoltbatterie erhöht die Brandgefahr. Bei betroffenen Hochvoltbatterien kann es als Frühindikator zu einem Reichweiten- und/oder Leistungsverlust kommen.
Abhilfe
REPARATUR NOCH NICHT VERFÜGBAR Audi arbeitet an einer vorläufigen Maßnahme, um die von diesem Rückruf betroffenen Fahrzeuge zu unterstützen, bis die Abhilfe verfügbar ist.
Hat jemand in Deutschland/Europa davon gehört?
474 Antworten
Zitat:
@san4ok schrieb am 14. Juli 2024 um 13:13:43 Uhr:
Hallo zusammen,habe meinen E-Tron vergangenen Freitag beim Händler abgeholt.
Nun der Schock, ich darf nur bis 80% laden.
Mittlerweile mein viertes E-Auto, aber sowas hab ich noch nicht erlebt.
Ich brauche mindestens 300km Reichweite, damit ich zu Hause laden kann.
Aber mit Max. 80% wird das nichts.
Als ich das Auto besichtigt habe und den Kaufvertrag unterschrieben habe, wusste ich davon noch nichts.
Bei Abholung waren dann aber Aufkleber an den Ladebuchsen sowie im Innenraum mit den besagten Max. 80% Laden.
Der Verkäufer teilte mir dann mit, dass bei der Inspektion (war fällig und wurde vor der Übergabe durchgeführt) aufgefallen ist, dass mein Auto von dieser 93U9 Feldmaßnahme betroffen ist.
Er will sich in kommenden Tagen bei mir zurück melden, wie es damit weitergeht.
Hinzu kommt, dass der zuständige Verkäufer im Urlaub war und sein Kollege mir das Fahrzeug übergeben hat, der wusste natürlich nichts davon.Wer hat die Feldmaßnahme 93U9 schon durchlaufen?
Wird ein Softwareupdate aufgespielt?
Werden anschließend Module getauscht?
Wann wird die 80% Ladegrenze aufgehoben?
Ich überlege tatsächlich vom Kauf zurück zu treten bzw. rechtliche Schritte einzuleiten, da ich bisher keine Konkrete Dauer der 80% Beschränkung lesen konnte. Mit 1-2 Monaten könnte ich leben, alles darüber ist für mein Fahrstreckenprofil unmöglich bzw. nicht hinnehmbar.Freundliche Grüße
Da würde ich überhaupt nicht diskutieren sondern das Fahrzeug sofort zurückgeben. Da kommst Du bei absolut jedem Gericht mit durch. Wenn es nicht arglistig und vorsätzlich verschwiegen wurde, dann wurde der Wagen zumindest grob fahrlässig nicht geprüft, bevor er gekauft wurde. Also Rücktritt. Viel Glück dabei.
Zitat:
@RoadsTTerchen schrieb am 14. Juli 2024 um 19:01:35 Uhr:
Du darfst doch auf 100 laden wenn du die Fahrt dementsprechend antrittst, oder nicht?
Leider nicht.
100% sind nicht erlaubt, weil die Gefahr besteht, dass der Akku sich entzündet.
Komischerweise hab ich gestern das auf der Audi-HP gelesen. Ich muss gestehen, ich hab heute das Lademanagement auch auf 80% reduziert.
Blöd
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Gib ihn zurück und hole Dir einen mit Samsung-Zellen, der sollte nicht betroffen sein. Bei den aktuellen Preisentwicklungen könntest Du sogar einen neueren fürs gleiche Geld bekommen.
Zitat:
@san4ok schrieb am 14. Juli 2024 um 13:13:43 Uhr:
Hallo zusammen,habe meinen E-Tron vergangenen Freitag beim Händler abgeholt.
Welchen denn? Modell, Baujahr?
Zitat:
@arnolde schrieb am 15. Juli 2024 um 08:26:50 Uhr:
Zitat:
@san4ok schrieb am 14. Juli 2024 um 13:13:43 Uhr:
Hallo zusammen,habe meinen E-Tron vergangenen Freitag beim Händler abgeholt.
Welchen denn? Modell, Baujahr?
E-Tron 55
EZ: 12.2019
Meiner ist 07/19. Als ich den gekauft hatte, war das mit dem Rückruf noch nicht bekannt.
Ich habe auch von niemanden einen Hinweis bekommen, dass ich nur bis 80% laden soll und auch die App bringt keine Warnmeldungen, bei Car Care gibt es keine Warnungen.
Komisch das Ganze. Die einen bekommen den 80% Hinweis, die anderen nichts 😕
Zitat:
Komisch das Ganze. Die einen bekommen den 80% Hinweis, die anderen nichts 😕
Es gibt eine logik. Der Einsatz von 93U9-Fahrzeugen ist aufgrund fehlender Echtzeitüberwachung auf 80 % begrenzt.
Zitat:
@Nororbit schrieb am 26. Februar 2024 um 15:26:36 Uhr:
Auf der Website der NHTSA gibt es nun einige weitere Informationen, die erklären, warum es zwei unterschiedliche Rückrufe gibt:
- 93U9: Autos, bei denen Audi keinen Online-Status hat. Dies kann auf eine fehlende Verbindung zurückzuführen sein (z. B. ein Auto ohne SIM-Karte oder wenn die Verbindung mit der integrierten eSIM des Autos nicht mehr bezahlt wird; oder ein Auto, das sich im Privatmodus befindet). Diese Autos werden für eine erste Kontrollrunde in die Werkstatt gebracht, dann alle vier Monate für Nachkontrollen (in den USA).
- 93V2 grüne Gruppe: Fahrzeuge mit Online-Status, bei denen bisher kein Grund zur Annahme eines Fehlers besteht. Dabei werden bis zur Fertigstellung des BMS-Updates im dritten Quartal 2024 keine Änderungen am Auto vorgenommen.
- 93V2 rote Gruppe: Fahrzeuge mit Online-Status, bei denen bereits eine Fehleranzeige vorliegt. Diese werden umgehend zur Austasch geplannt.
Dann gibt es das neue Update, das die 4-Monats-Inspektionen für 93U9 aufhebt, aber nicht die 80 %-Begrenzung.
Zitat:
@anemeth schrieb am 9. Juli 2024 um 16:53:24 Uhr:
Zurück zum ursprünglichen Thema (93U9-Rückruf). Es gibt ein vorläufiges Software-Update dazu, das Audi am 3. Juli in den USA veröffentlicht hat.„Ein vorläufiges Software-Update wurde hinzugefügt. Nach der Durchführung des vorläufigen Software-Updates muss das Fahrzeug im Rahmen dieses Rückrufs nicht mehr für einen zukünftigen Kontrollbesuch beim Händler zurückkommen.
Kunden müssen weiterhin für das ENDGÜLTIGE Software-Update zurückkommen. Alle Kunden, auch diejenigen, die bereits einen Kontrollbesuch hatten, werden per Post benachrichtigt und zum ENDGÜLTIGEN Software-Update eingeladen.
Die ENDGÜLTIGE Software wird voraussichtlich im ersten Quartal des Kalenderjahrs 2025 verfügbar sein.“
Dann muss es doch bedeuten, dass sobald der Kunde den Wagen kauft und mit der Audi App verbindet, diese 80% Regel nichtig sei. Dann kann nämlich der Wagen "überwacht" werden 😕
Dies scheint aber nicht der Fall zu sein und die 80% Regel bleibt bestehen.
Hallo zusammen!
Ich interessiere mich für ein e-tron 55 mit 1. Inverkehrsetzung 12.2022.
Gibt es beim Händler einen Weg herauszufinden, ob da bereits die Samsung Batterie verbaut ist? Sieht man das via OBD?
Ich habe keine entsprechende Angabe gefunden. Ob man über bestimmte technische Werte einen Rückschluss auf die verbaute Batterie ziehen kann, weiß ich nicht.
Aber sollte es nicht eine Modelljahresgrenze geben ab der man sicher sein kann keinen betroffenen Akku bekommen zu haben?
Leider sieht man nicht ob das Auto in der o.g. „grünen“ Gruppe ist. Mein e-tron 55 MJ21 ist unauffällig und beim Service letzte Woche war da auch kein Hinweis zu finden auf diese Maßnahme.
Das ist eben das Komische. Manche e-trons bekommen sofort diesen 80% Hinweis, andere nicht. Ich glaube nicht, dass es lediglich daran liegt, ob das Fahrzeug online ist und überwacht werden kann. Siehe meinen Hinweis paar Posts oberhalb.
Auffällig ist auch, dass es alleine in Deutschland zwischen 2018 und 2022, laut Wikipedia, 33567 e-trons neu zugelassen worden sind. Es wird ja nachgesagt, dass anscheinend nur der 55er die LG Zellen bekommen hat und der 50er schon immer mit Panasonic lief.
Selbst wenn der Anteil der 50er e-trons bei 60% läge, sind es trotzdem noch 13427 e-trons 55.
Man spricht aber von knapp 1500 Fahrzeugen in Deutschland, die in die Werkstätten müssen, Baujahr 2018 bis 2022.
Da passt vieles nicht zusammen. Entweder sind die Angaben zu der Anzahl an betroffenen Fahrzeugen falsch oder es sind tatsächlich bei Weitem nicht alle 55er e-trons betroffen (dann wundert es mich auch nicht, dass nicht alle e-trons die 80% Begrenzung bekommen).
Vielleicht ist es ja innerhalb eines Akkutyp und -serie nur eine bestimmte Charge, die Abweichungen in Material oder Herstellung hatte.
Ich finde bei solchen sicherheitsrelevanten Mängelnl und Funktionseinschränkungen müssten die genauen technischen Hintergründe und Maßnahmen über den Hersteller oder das KBA öffentlich zugänglich gemacht werden.
Zitat:
@Alprausch schrieb am 21. Juli 2024 um 11:24:01 Uhr:
Hallo zusammen!Ich interessiere mich für ein e-tron 55 mit 1. Inverkehrsetzung 12.2022.
Gibt es beim Händler einen Weg herauszufinden, ob da bereits die Samsung Batterie verbaut ist? Sieht man das via OBD?
Wenn Samsung Batterien verbaut sind lädt er bis 70% SoC mit 140-150 kW und beginnt dann zu reduzieren. Mit den zu Beginn des e-tron verbauten LG Zellen gehts bis 80% bevor die Ladeleistung reduziert wird.