Reparaturen - ist das noch normal?
Hallo,
so langsam werde ich etwas mißtrauisch.
Im Juli 05 S Klasse gekauft (BJ12/02 Modelljahr 2003/ 42tsd; 320 CDI).
Beim Durchschecken vom Fachmann entdeckte der 2 ausgeleierte Traggelenke - Rep. hätte Verkäufer (offizielle Benz Niederlassung) noch bezahlt, ging aber voll auf Kulanz.
Ein paar Wochen später Ölverlust? Nein, war Diesel, die Benzinschläuche seien porös. Ging viel auf Kulanz, ich musste noch 100 aus eigener Tasche zuzahlen.
Weihnachten in Frankfurt: Batterie schwächelt. Ich neue gekauft, selbes Theater: die Lichtmaschine war kaputt.
Nach 2 1/2 Wochen Wartezeit dann der Ersatz (ca. 930 Euro, bezahlt voll die Garantie).
EPC leuchtet auf, immer öfter, heute in Werkstatt Diagnose machen lassen: Gaspedal arbeitet nicht richtig mit Elektrik zusammen. (früher ging das per Seilzug, schöne alte Zeit!).
Kosten ca. 300, aber zahlt auch ganz die Garantie.
Ist so eine Anhäufung noch normal, oder hat der Vorbesitzer geschludert oder ist es ein Montagswagen, der mir nach der Garantie finanziell noch viel Freude machen wird? Oder kommt es durch den Fahrerwechsel und die vielleicht verschiedene Fahrweise (ich nehme den "Kleinen" manchmal ganz schön hart ran und fahre ihn wie einen Sportwagen).
******Was meint ihr?******
Ansonsten bin ich voll zufrieden und glaube nicht, dass ich jemals mit einem "Normalwagen" glücklich werden kann.
MFG
Pluto
40 Antworten
Negatives Denken ist aber typisch deutsch 😉.....(siehe Fußballspiel von gestern Abend Deutschland/Italien). Folglich ist die WM schon verloren! 😁 Sorry für OT
Gruß Bert
Zitat:
Original geschrieben von Pluto24Reisen
Der Vorbesitzer war ein mir namentlich bekannter Arzt aus Bad O. (ich weiss immer noch nicht, wie man das schreibt).
Oeynhausen
Und so geht positives Schwarzsehen, auch Zweckpessimismus genannt 🙂
Mein Reden seit anno dunnemals: (allerdings zuletzt noch deutlich vor Pluto, daher gerne nochmal)
Beim Kauf eines solchen Wagens immer 5.000,- EUR weniger bezahlen als möglich wäre und die gesparten 5.000,- für Reparaturen zurücklegen.
Dann steht dem Fahrvergnügen nichts im Wege.
Andernfalls kommt ganz schnell Frust auf.
Dieselschraube und Camlot haben´s schon gesagt:
Das ist Normalmaß.
Wer so ein Auto für 80.000,- EUR kauft, zuckt nicht über gelegentliche Reparatürchen von 1500,- EUR.
Die Autos werden mit der Zeit billiger, die Reparatürchen keinesfalls.
Ich kann Dir nur den Tip geben, die Flinte nicht ins Korn zu werfen.
Jedes Auto hat irgendwo seine Schwachstellen, da muß Besitzer durch.
Irgendwann sind sie aber auch alle behandelt. Stichwort: Durchrepariert.
Ärgerlich ist es nur, wenn die Werkstatt mehrere Anläufe braucht, um für eine Sache auf den Punkt zu kommen.
Aber diesbezüglich scheinst Du ja gut versorgt zu sein.
Ansonsten kann man sich noch damit trösten, daß die anderen Sachen, die vielleicht nur auf Verdacht erneuert wurden, dann erst mal garantiert *) nicht mehr aufgeben.
*) Zwei Jahre lang
Herzlich 🙂
ZBb5e8
Lima spricht für wer hat an der Uhr gedreht...
Hallo,
Die Lima in S320CDI und S400CDI halten in der Regel mindestens 100.000km oder mehr, den Rest kannst du dir denken......
Gerd (S400CDI L mit Austauschmotor bei 133tkm und Austauschgetriebe bei 100tkm)
Soviel zu dem Thema ist das normal....
Gut für den Motor: alle 15.000km MOBIL 1 0W-40 und bei
150.000 eine neue Steuerkette. Warmfahren min 10km (bis 2000U/Min.) im Winter besser 15km schließlich sind es satte 10 Liter ÖL (S400CDI)
Gut für das Getriebe: alle 60.000 Öl und Filterwechsel und nicht mit Vollgas anfahren (bis 2000 U/Min) übrigens ein Hinweis der technischen Hotline von MB gilt ganz besonders für S400CDI
MfG
Gerd
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Ja gerade beim S400CDI versagt das getriebe schnell. Mir hat damals ein Meister von Mercedes geraten das ich mit dem Wagen nie mit viel gas bzw. vollgas anfahren soll da die Maschiene einfach zuviel Karft hat.... Schon traurig oder? da kostet der Wagen 100.000 EUR Neu und man kann noch net mal aufs Gaspedal drücken....
Zum vergleich der S 400 CDI hat satte 570NM ein S 55 AMG 530NM......
Zitat:
und nicht mit Vollgas anfahren (bis 2000 U/Min)
also doch ein rasenmäher...
aber der läuft ja schon mit 3000umdrehungen aus dem stand raus...
Zitat:
Gerd (S400CDI L mit Austauschmotor bei 133tkm und Austauschgetriebe bei 100tkm)
das ist nicht traurig- sowas ist einfach nur noch peinlich!
aber noch ein ernster tip von mir bzw meinem automatic-mechaniker:
IMMER !!! bei jedem Kundendienst, oder neudeutsch: Service auf einem extra zettel schriftlich von der werkstatt bestätigen lassen das der ölstand im automaticgetriebe korrekt kontrolliert und korrigiert wurde!
der meint nämlich das 90% der MB automaten wegen schlampigen service den geist aufgeben!
Kann man das Öl im Getriebe eigentlich auch selbst wechseln, bzw. gibt es eine ablass schraube oder wird es irgendwie rausgesaugt?
Zitat:
Original geschrieben von Nikola220
Kann man das Öl im Getriebe eigentlich auch selbst wechseln, bzw. gibt es eine ablass schraube oder wird es irgendwie rausgesaugt?
Laß lieber die Finger davon, ist eine heikle Sache... Schnell ist das Getriebe zerstört...
Wieso denn was kann da schon schief gehen? ich mein Firmen nehmen dafür 200 - 300 EUR, dafür tun die sicherlich nicht das Getriebe ein und aus bauen.... muss doch einfach sein. Hat das schon mal jemand gemacht?
Zitat:
Original geschrieben von Nikola220
Wieso denn was kann da schon schief gehen? ich mein Firmen nehmen dafür 200 - 300 EUR, dafür tun die sicherlich nicht das Getriebe ein und aus bauen.... muss doch einfach sein. Hat das schon mal jemand gemacht?
Das Problem ist, dass das Öl beim Automaten nicht einfach abläuft und dann füllt man neues ein und fertig.
Ein Teil bleibt immer drin, das Ganze ist sehr komplex, von da her wird da von Privathänden meist mehr kaputt gemacht als verbessert.
Gerade, was die korrekte Menge und ihre Messung angeht gibt es von Hersteller zu Hersteller Unterschiede, teils muss Stück für Stück nachgefüllt werden, teils warm, teils wird bei laufendem Motor gemessen, teils muss das Sieb mit gereinigt / getauscht werden und und und
=> lass es lieber...
Zitat:
Original geschrieben von Nikola220
[...]ich mein Firmen nehmen dafür 200 - 300 EUR[...]
Bei mir kostet´s immer 130,-.
Da die Getriebe eine zeitlang als wartungsfrei galten, hat man sich alle Ablaßschrauben gespart.
Es wird die Ölwanne (über einer viel größeren Ölwanne) abgeschraubt und das Getriebe darf austropfen.
Dann wird die Ölwanne gereinigt, bekommt eine neue Dichtung und wird wieder angeschraubt.
Dann muß das getriebe entlüftet und der Ölfüllstand penibel kontrolliert werden, wobei die Lage des Fahrzeigs absolut eben und die Temperatur des Öls gemessen werden muß, um den korrekten Füllstand hinzubekommen.
Soweit ich weiß, wird das mit dem Diagnosegerät gemacht, weil man da einerseits die temperatur im getriebe angezeigt bekommt und andererseits evtl. auch noch ein spezielles Programm zum Entlüften aktiviert werden kann. (Spekulation, meine aber, da war was.)
Fazit: Für 130,- EUR incl. neuem Öl möchte ich es nicht selbst machen. 200,- sind ok, wenn dabei alle 8 Liter rauskommen.
Da das bei den meisten Automaten (und bei meinem auch) nicht der Fall ist, lasse ich es bei jeder Inspektion machen und man merkt´s hinterher jedesmal deutlich, wenn man etwas Gespür für die Technik hat.
(Was ich mir durchaus anmaße. 🙂)
MfG ZBb5e8
Ist normal, ein Traggelenk hält selten länger als 80.000 und wenn einer hier schreibt, dass am Tacho gedreht wurde weil bei seinem alten E-Klasse Kombi, oder ein 190er Fahrer schreibt dass das nicht sein kann, dann kann man darauf im Vergleich zu deinem Auto nix geben.
Auch den W140 Fahrer kann man rausfallen lassen.
Das waren alles noch Autos.
Und wie schon geschrieben wurde, wenn einer 80.000€ oder 100.000€ für son Auto ausgibt, dann stören ihn weder die Wartungskosten noch eine Rechnung über 500 oder 1.000€.
Wenn dann der 2. kommt und hat blosnoch 35.000€ für den Wagen bezahlt und zu jeder Inspektion kommen dann mal 500-1.000€ zs. Repkosten, sieht es halt oft knatschig aus und wenn der Wagen dann für 10.000€ in 3. Hand geht, ist er idr. bei einem Besitzer, der sich dieses Fahrzeug im Unterhalt überhaupt nicht leisten kann...
Mfg, Mark
Dazu ein Gedanke:
In der Tat mag es sein, dass es den Puls des Erstbesitzers einer hochpreisigen Limousine kaum interessiert, wenn das eine oder andere Sümmchen für Reparaturen hinzublättern ist.
Aber:
Es mag ihn schon interessieren, dass das Fahrzeug, welches er käuflich erwarb und zu den teuersten seiner Art zählt, weitaus öfter als jeder Toyota in der Werkstatt anzutreffen ist, weil der Wagen entweder nicht ausgereift erscheint oder Teile zu schnell verschleißen.
Gruß
manfredman
Zitat:
Original geschrieben von manfredman
Dazu ein Gedanke:
Aber:
Es mag ihn schon interessieren, dass das Fahrzeug, welches er käuflich erwarb und zu den teuersten seiner Art zählt, weitaus öfter als jeder Toyota in der Werkstatt anzutreffen ist, weil der Wagen entweder nicht ausgereift erscheint oder Teile zu schnell verschleißen.Gruß
manfredman
Hallo Manfredman,
genau das denke ich auch die ganze Zeit!
Bist mir nur zuvor gekommen.
Da bei mir momentan ja auch fast alles auf Garantie und Kulanz geht, ist es auch das, was mich nervt.
Die Taxikosten zahlt die Werstatt, jedesmal wird der Wagen kostenlos innen und außen gewaschen, insofern kann ich mich nicht beschweren. Ersatzwagen brauche ich keinen, habe noch meinen treuen Japaner.
Im Vergleich zum Mercedes scheint der einfach super verarbeitet 🙂
Mir ist es ansonsten lieber jetzt, als nach dem Verfall der Garantie. Ich hoffe aber, dass ich jetzt Ruhe habe.
Ansonsten mache ich es wie ein Freund von mir: nie wieder ein deutsches Auto kaufen! (der hat den Vaneo und flucht nur).
MFG
Pluto
@ Pluto
🙂 Der Vaneo ist auch jenseits von gut und böse. Es ist wahrscheinlich der schlechtest verarbeitete Mercedes überhaupt. 😉
Gruß Bert