Rätsel: Zukunftsmobilität...?
Mit was werden wir in 10 Jahren fahren?
Benzin.....?
Diesel......?
Strom......?
Ich denke Wasserstoff wird sich durchsetzen!
Aus der Sicht vom Schwerverkehr her ist derzeit ein Leben ohne
dieselbetriebene Maschinen nicht vorstellbar!
Bestes Beispiel ist ein 7.5 Tonnen Bagger! Ein Mähdrescher!
Der Bauer mit seinem Trecker! Unzählige Beispiele....
Es gibt bereits wasserstoffbetriebene Schwermaschinen als Prototypen!
Hoffentlich setzen sie sich auch durch!
Wie denkt ihr darüber?
854 Antworten
Zitat:
@63er-joerg schrieb am 1. März 2021 um 08:32:09 Uhr:
Dazu kommt noch ein wichtiger Punkt.
Die Hersteller wollen nicht, das Produkte ewig halten.
Das kann sich keiner erlauben.
Dazu kommen aber noch zwei zu einem zusammengefassten viel wichtigeren Punkte, die auch schon mal angesprochen worden sind; sowohl Endlichkeit von Rohstoffen, bzw. ein größer werdender Aufwand, diese zu heben. Siehe Kupfer, ohne dem in der Elektrik fast nix geht, siehe Lithium etc.; siehe Trinkwasser bzw. Wasser im Binnenland, das für jeden bzw. fast jeden Produktionsschritt ebenfalls benötigt wird, aber eigentlich der Ernährung vorbehalten bleiben sollte.
Die Menschheit kann es sich nicht länger wirklich leisten, des Produzierens wegen zu produzieren oder für Halde zu produzieren, ohne nicht mehr verwendbare, reparable Produkte der verpflichtenden Wiederverwertung zuzuführen, egal ob Plastik, Metall oder Gummi.
Damit weniger in die Landschaft geworfen wird, wäre sogar das Preisgefüge für Bürger und Unternehmen auf kostenfrei umzustellen, wenn sie ihre "wertlosen" Produkte entweder bei Sekundärrohstoffannahmestellen abgegeben oder diese von denen abgeholt werden; diese Sekundärrohstoffannahmestellen haben dafür ihrerseits freilich das Recht, diese "wertlosen" Produkte der Wiederaufbereitungs- und Verwertungswirtschaft zu verkaufen.
Zitat:
@remix schrieb am 1. März 2021 um 11:20:59 Uhr:
wieso kann unser "Premium-Konzern" nicht auch so eine Garantie?! - weil er nicht will?! - weil Fehler dann teuer werden?! (von Betrug ganz zu schweigen)
Vielleicht darf er nicht? Vielleicht macht es einen Unterschied, ob Familienunternehmen oder reines Aktienunternehmen, wo es keinen an Produkt und Kundenwohl interessierten wie verantwortlichen Eigentümer hat?
Zitat:
@Wauhoo schrieb am 1. März 2021 um 13:33:57 Uhr:
Dazu kommen aber noch zwei zu einem zusammengefassten viel wichtigeren Punkte, die auch schon mal angesprochen worden sind; sowohl Endlichkeit von Rohstoffen, bzw. ein größer werdender Aufwand, diese zu heben. Siehe Kupfer, ohne dem in der Elektrik fast nix geht, siehe Lithium etc.; siehe Trinkwasser...Zitat:
@63er-joerg schrieb am 1. März 2021 um 08:32:09 Uhr:
Dazu kommt noch ein wichtiger Punkt.
Die Hersteller wollen nicht, das Produkte ewig halten.
Das kann sich keiner erlauben.
...und siehe Kobalt:
"Kobaltförderung im Kongo.
Hier sterben Menschen für unsere Akkus.
Kinder schleppen Erzkörbe, Bergleute schürfen unter lebensgefährlichen Bedingungen: Kobalt ist unerlässlich für die Produktion von Akkus, der Abbau hoch umstritten. Experten haben nun Minen im Kongo geprüft.
Wer Akkus für E-Autos bauen will, braucht Kobalt - zumindest beim heutigen Stand der Batterietechnologie. Gefördert wird der Rohstoff vor allem als Nebenprodukt beim Nickel- und Kupferabbau. Das Mineral ist äußerst ungleich auf der Erde verteilt: Die von Krisen geschüttelte Demokratische Republik (DR) Kongo, Australien und Kuba vereinen zusammen mehr als 70 Prozent der bekannten Reserven auf sich.
Um die Förderung in der DR Kongo hat es immer wieder Diskussionen gegeben. Von Kinderarbeit war die Rede, von katastrophalem Arbeitsschutz."
^^Gefunden im Spiegel.
Gibt es aber noch zig andere Artikel.
Aber man hat es als Verbraucher auch nicht leicht, zB Wertstoffe, E-Artikel und Co. anständig, bzw RICHTIG zu entsorgen. Hier in M haben wir eine Wertstofftonne auf dem Betriebshof. Daheim gibt es sowas nicht. Auch nicht an Sammelstellen. Wenn der Fön oder gar die Waschmaschine im Eimer ist ? Hausmüll, Wertstoffhof oder Wald ?
War schon lange nicht mehr mit einem E-Gerät dort.
Kostet das eig. was, wenn man Waschmaschine und Co. entsorgen möchte ?
Viele wissen nicht mal was Wertstoff ist, warum man es von anderem Müll trennt. Warum es separat gesammelt wird, usw.. ..trauriges Bild. Da muss man sich teilweise echt an den Kopf fassen...
Gruß Jörg.
Dann sind da noch die Seltenerden (z. B. Neodym) die in den Motoren verbaut werden. Bei deren Gewinnung fallen als Abfallprodukt Uran und Thorium an, die in Indien einfach so in der Umwelt verklappt werden.
Im Moment weiss ich nicht, ob oder wann ich zukünftig eMobil sein kann, will oder muß.
Da ist die Verwertungsproblematik der Batterien derzeit zweitrangig. Zumal es ausser für Pilotanlagen kaum Alt-Akkus gibt, die man im größeren Stil verwerten könnte.
Ähnliche Themen
Zitat:
@Moewenmann schrieb am 1. März 2021 um 14:40:27 Uhr:
Dann sind da noch die Seltenerden (z. B. Neodym) die in den Motoren verbaut werden. Bei deren Gewinnung fallen als Abfallprodukt Uran und Thorium an, die in Indien einfach so in der Umwelt verklappt werden.
Seltene Erden gibt es mehr als Blei in der Erdkruste, trotzdem werden weltweit jährlich ca. 100 Mio. PKW mit 12 kg Blei in der Starterbatterie gebaut 😕 .
In einem Tesla sind weniger seltene Erden verbaut als in einem Verbrennungsmotor.
Der E-Motor in Model S und Model X ist eine Asynchronmaschine, die ohne Permanentmagnete auskommt, während die Lichtmaschine, die Zündkerzen und der Katalysator in Verbrennungsmotoren SE enthält 😉 .
Gruß,
SUV-Fahrer
Zitat:
@SUV-Fahrer schrieb am 1. März 2021 um 15:39:26 Uhr:
In einem Tesla sind weniger seltene Erden verbaut als in einem Verbrennungsmotor.
Du darfst hier gerne schreiben, wohin das Neodym und Prasodym geht, das in Entwicklungsländer/Schwellenländern, unter massiver Emission radioaktiver Abfälle, gewonnen wird.
Ob Tesla diese Quelle nutz, oder nicht, interessiert in dem Zusammenhang nicht. Irgendwer muss das Zeug ja kaufen.
Dass jetzt die Käufer von Verbrennungsmotoren auch noch für diese Umweltsauerei verantwortlich sein sollen, erscheint mir nicht glaubhaft.
Zitat:
@63er-joerg schrieb am 1. März 2021 um 14:06:37 Uhr:
...und siehe Kobalt:"Kobaltförderung im Kongo.
Hier sterben Menschen für unsere Akkus.
Kinder schleppen Erzkörbe, Bergleute schürfen unter lebensgefährlichen Bedingungen: Kobalt ist unerlässlich für die Produktion von Akkus, der Abbau hoch umstritten. Experten haben nun Minen im Kongo geprüft.Wer Akkus für E-Autos bauen will, braucht Kobalt - zumindest beim heutigen Stand der Batterietechnologie. Gefördert wird der Rohstoff vor allem als Nebenprodukt beim Nickel- und Kupferabbau. Das Mineral ist äußerst ungleich auf der Erde verteilt: Die von Krisen geschüttelte Demokratische Republik (DR) Kongo, Australien und Kuba vereinen zusammen mehr als 70 Prozent der bekannten Reserven auf sich.
Um die Förderung in der DR Kongo hat es immer wieder Diskussionen gegeben. Von Kinderarbeit war die Rede, von katastrophalem Arbeitsschutz."
Es könnte künftig Aufgabe der UNO sein, derartiges stärker in der Öffentlichkeit zu kommunizieren, aber nicht nur in Englisch, sondern in allen Sprachen jener Länder, die UN-Mitglied sind.
Zitat:
Aber man hat es als Verbraucher auch nicht leicht, zB Wertstoffe, E-Artikel und Co. anständig, bzw RICHTIG zu entsorgen. Hier in M haben wir eine Wertstofftonne auf dem Betriebshof. Daheim gibt es sowas nicht. Auch nicht an Sammelstellen. Wenn der Fön oder gar die Waschmaschine im Eimer ist ? Hausmüll, Wertstoffhof oder Wald ?
War schon lange nicht mehr mit einem E-Gerät dort.
Kostet das eig. was, wenn man Waschmaschine und Co. entsorgen möchte ?Viele wissen nicht mal was Wertstoff ist, warum man es von anderem Müll trennt. Warum es separat gesammelt wird, usw.. ..trauriges Bild. Da muss man sich teilweise echt an den Kopf fassen...
Dann wäre hier zu erkennen, daß sich Eure zuständigen staatlichen Stellen wohl gar keine Gedanken darum machen, denn es ist auch deren Aufgabe, jenen Bürgern und Unternehmen, die sich in ihrem Verantwortungsbereich befinden, derartiges nahezubringen.
Zitat:
@Moewenmann schrieb am 1. März 2021 um 18:05:05 Uhr:
Du darfst hier gerne schreiben, wohin das Neodym und Prasodym geht, das in Entwicklungsländer/Schwellenländern, unter massiver Emission radioaktiver Abfälle, gewonnen wird.
“Of the two most widespread designs, only the nickel metal-hydride (NiMH) battery contains rare earths; its negative electrode is made of hydrogen absorbed in a metal alloy of the type Mm(Ni,Co,Al,Mn)5. Such batteries contain up to 10% mischmetal (Mm) made up primarily of lanthanum and, to a lesser extent, cerium, neodymium, and praseodymium, as well as metallic impurities (Constantinides, 2013; Kopera, 2004; Lichtenberg et al., 1997; Ovshinsky et al., 1993; Shukla et al., 2001). Estimates on rare earth content range from 2.17 to 2.45 kg in Prius II batteries (Bauer et al., 2011; Schuler et al., 2011)” 1
Tesla nutzt 18650- und 2170-Zellen von Panasonic, LG Chem und CATL.
Zitat:
@Moewenmann schrieb am 1. März 2021 um 18:05:05 Uhr:
Dass jetzt die Käufer von Verbrennungsmotoren auch noch für diese Umweltsauerei verantwortlich sein sollen, erscheint mir nicht glaubhaft.
Es ist für dich nicht glaubhaft, dass Metalle der Seltenen Erden in konventionellen PKWs genutzt werden? Hierzu ist aus der Literatur jedoch anderes zu entnehmen:
„Weiterhin wird Cer in nahezu allen Autokatalysatoren zur Leistungssteigerung der verbauten Platinmetalle, sowohl bei Ottomotoren, als auch für eine vollständige Verbrennung in Dieselkatalysatoren (Diesel Oxidation Catalytic Converter DOC) eingesetzt (Roskill, 2011).“ 2
Auch Praseodym, Dysprosium und Holmium sind Bestandteile von Fahrzeugkatalysatoren 😉.
Zudem werden etwa 25 % des weltweiten Bedarfs an seltenen Erden als Katalysatoren (Mischoxide) zur Raffination von Rohöl eingesetzt. 3
Das magnetostriktive Element im Einspritzventil einer Common Rail Hochdruckeinspritzung enthält z.B. Terbium und Dysprosium und in den Anlassern für Verbrennungsmotoren werden Neodym-Eisen-Bor-Magnete verwendet.
Gruß,
SUV-Fahrer
Quellen:
1 Ismar Borges De Lima, Walter Leal Filho, Rare Earths Industry Technological, Economic, and Environmental Implications, 1. Aufl., Elsevier, 2015, Page 160
2 Simon GLÖSER-CHAHOUD, André KÜHN Luis TERCERO ESPINOZA, Globale Verwendungsstrukturen der Magnetwerkstoffe Neodym und Dysprosium, Fraunhofer ISI, Working Paper Sustainability and Innovation No. S 05/2016, S. 53
3 Prof. Dr. T. Jüstel, Münster University of Applied Sciences, Seltene Erden - Vorkommen und Anwendungen
Vielen Dank für die Aufklärung. Eigentlich bezog ich mich auf die Motoren (indirekt auf Generatoren), denen steigender Bedarf an seltenen Erden zugeordnet wird.
Als Randbemerkung sei gesagt, dass es nicht leicht ist, im Netz an ungefärbte Informationen zum Themenkomplex Wind-Energie-eAuto-Umwelt zu kommen. Selbst e.on würde ich dabei Populismus vorwerfen.
https://www.eon.com/.../5-mythen-der-windenergie.htmlDarin werden übrigens die Vorteile von Neodym-Magneten zur CO2-Minderung hervorgehoben. Aber das ist jetzt OT.
Zitat:
@SUV-Fahrer schrieb am 1. März 2021 um 15:39:26 Uhr:
In einem Tesla sind weniger seltene Erden verbaut als in einem Verbrennungsmotor.Der E-Motor in Model S und Model X ist eine Asynchronmaschine, die ohne Permanentmagnete auskommt, während die Lichtmaschine, die Zündkerzen und der Katalysator in Verbrennungsmotoren SE enthält 😉 .
Interessant ist, dass ich diesen Post von Dir nahezu wortgleich in einem TeslaForum gefunden habe. Auch da fehlen Belege.
Zur Ergänzung sei gesagt, dass Tesla Model 3 mit Synchronmaschine ausgestattet sind und die Modell S und X offenbar seit 2019 auf der Vorderachse ebenfalls mit Synchronmotoren angetrieben sind.
https://www.auto-motor-und-sport.de/.../Zitat:
@Moewenmann schrieb am 2. März 2021 um 11:18:49 Uhr:
Vielen Dank für die Aufklärung. Eigentlich bezog ich mich auf die Motoren (indirekt auf Generatoren), denen steigender Bedarf an seltenen Erden zugeordnet wird.
Es kann nicht abgestritten werden, dass Synchronmotoren Permanentmagneten nutzen 😉 .
Bezugnehmend auf den steigenden Bedarf sind wir, bei geschätzten Ressourcen von ca. 120 Mio. t1, anders, als der Name es vermuten lässt, relativ weit von einem „Peak SE“ entfernt, die Rohstoffsituation ist, anders als bei der konventionellen Ölförderung (Peak Crude Oil, wo seit Anfang der 1980er Jahre mehr Öl gefördert als neues gefunden wird2), verhältnismäßig entspannt, nachdem lediglich zwischen 120.000 u. 200.000 Tonnen pro Jahr verarbeitet werden.
Gruß,
SUV-Fahrer
Quellen:
1 U.S. Geological Survey, Mineral Commodity Summaries, January 2021
2 The End of Cheap Oil, Colin J. Campbell and Jean H. Laherrère, Scientific American, March 1998, P. 78
Zitat:
@SUV-Fahrer schrieb am 2. März 2021 um 15:53:44 Uhr:
Bezugnehmend auf den steigenden Bedarf sind wir, bei geschätzten Ressourcen von ca. 120 Mio. t1, anders, als der Name es vermuten lässt, relativ weit von einem „Peak SE“ entfernt, [...] verhältnismäßig entspannt, nachdem lediglich zwischen 120.000 u. 200.000 Tonnen pro Jahr verarbeitet werden.
Aber so "unendlich verfügbar" ist es dennoch nicht, als daß man es sich in heutigen moderen Zeiten, wo man aus der Historie gelernt haben sollte, leisten sollte, verschwenderisch damit umzugehen.
Man kann Beispiele wählen, wie man will, auch die Überfischung der Meere zählt dazu, wenn durch den Mensch mehr entnommen wird, als die Natur nachproduzieren kann, fällt das System irgendwann in sich zusammen.
Zitat:
@Wauhoo schrieb am 2. März 2021 um 18:36:09 Uhr:
Man kann Beispiele wählen, wie man will, auch die Überfischung der Meere zählt dazu, wenn durch den Mensch mehr entnommen wird, als die Natur nachproduzieren kann, fällt das System irgendwann in sich zusammen.
Schlechtes Beispiel. Gebrauchte Fische kannst du nicht wiederverwenden. Eisen, Nickel, Blei usw. hingegen sehr wohl. Es ist praktisch unmöglich, außer vielleicht in Kernreaktoren, Materie zu vernichten. Somit bleiben sämtliche Mineral-Atome ewig erhalten und können nicht verbraucht werden.
Das Thema Inhaltsstoffe von Akkumulatoren ist damit wohl gänzlich abgefischt.
Moorteufelchen/Moderation
Hahaha, gut geschossen Cowboy. 🙂
Wobei ich mich hier dann aber doch frage, ob das nicht zur Zukunftsmobilität dazu gehört. Denn wenn wir schon einen Wechsel auf Elektro wollen, muss die Frage erlaubt sein, ob man nicht vom Regen in die Traufe kommt und egal welche Form der Fortbewegung es geben wird, alles letztendlich die Umwelt zerstört.
Somit bleibt dann nämlich nur dieses ewige Gejammer der grünen Fraktion, dass doch bitte auch an Hauptverkehrsachsen endlich reine Luft Marke Kurort geatmet werden muss. Und dafür sollen wir dann erhebliche Einschränkungen in unserer individuellen Mobilität hinnehmen.