Qualitätsunterschiede beim Benzin

Guten Abend liebe Community,

mal eine kleine Frage zu dem Benzin.
Ich tanke eigentlich immer bei den Großen Marken wie Schell, Aral, Jet etc. und hab mich mal so gefragt ob es eigentlich Qualitätsunterschiede beim Benzin gibt.
Ich habe irgendwie "angst" bei einer kleinen Dorf Tankstelle zu tanken, da ich schon öfters gehört habe dass das Benzin dort nicht so gut sein soll und auf langer zeit den Motor schaden kann.

Stimmt das, oder kauft die kleine Dorf Tankstelle auch ihr Benzin auch bei den Großen marken, und ich kann dort problemlos Tanken und ein paar Cent pro liter sparen

Beste Antwort im Thema

Vielleicht solltest du mal selbst lesen was du geschrieben hast. @OHCTUNER

Das was da jetzt in merkwürdigster Grammatik steht sagt aus, dass Ultimate günstiger ist als anderer Sprit.
Wir sind hier aber nicht in einem Interpretationsforum für philosophische Satzkonstruktionen sondern in einem Technikforum.
Da kann man sich zumindest mal Mühe geben den Satz so zu schreiben, dass ihn überhaupt irgendwer versteht.

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Zitat:

@Bert B. schrieb am 27. April 2021 um 10:36:22 Uhr:


...und mal zur Ergänzung: E5 hat nur 95 Oktan, so wie E10 auch.

E10 hat bissl mehr Oktan.
Das Foto war hier im Forum schon mal irgendwo zu sehen.

die Angabe nach DIN EN 228 ist halt 95 ROZ. Ob es dann ein wenig mehr ist, mag sein. Trotzdem isses Unsinn, ein Auto mit teurem 98er zu betanken, wenn es anscheinend auch mit E5 läuft.

ROZ ist in der DIN eine Mindestangabe, kein Fixwert.
Interessant wäre wenn E20 kommt wie das gelistet wird, es müsste ja ROZ98 erfüllen.

Möglich wäre aber auch Benzin mit niedriger Oktanzahl als Basis zu nehmen und dann mit dem jeweiligen Ethanolanteil auf ROZ 95 zu bringen.

Leider findet man nicht wirklich aussagekräftige Tests zu dieser Frage.

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Um das zu klären, wäre eher die Frage, wo gibt es überhaupt noch Benzin mit unter 95 Oktan der in Europa auch beliefert?

Weil extra schlechteres Benzin produzieren wäre auch Unsinn.

Ich gehe eher sehr stark davon aus, dass eben das Benzin als solches gleich bleibt und eben nur auf E20 später umgestellt wird. Dann hat man denke ich bald 98 Oktan im Super und 100 Oktan vielleicht im Plus.

Finde gerade den Link nicht, aber ich habe mal gelesen, dass in Österreich bald Super 98 Oktan haben soll und Super Plus 100. Ob da was wahres dran ist, kann ich leider nicht sagen. Den Bericht dazu finde ich auch gerade nicht.

das ergibt aber auch wenig Sinn - die meisten Autos von heute sind auf 95 ROZ ausgelegt. Einen Kraftstoff anzubieten, der unnötig mehr ROZ hat kostet nur und schmälert den Gewinn.

Auf der anderen Seite stimme ich zu, dass in Europa der "schlechteste" Kraftstoff 95 ROZ haben muß, sprich der "Basis" E5 Stoff muß die 95 ROZ bringen. Wenn man daraus E10 macht, steigt das ROZ an.
In einem 10 Jahre alten Artikel sind 97 ROZ für E10 angeführt.
Nachdem heute Ethanol aber teuer geworden ist und E10 BIS ZU 10% Ethanol enthalten darf ist es NICHT fix, dass E10 mehr Ethanol als E5 enthält und damit sind wir wieder bei 95 ROZ.

Mich betrifft das deshalb, weil meine 8-Zylinder auf 98 ROZ ausgelegt sind. SHELL 98 war im Prüffeld der Applikationskraftstoff. Am Rande wurde damals auch E10 gefahren, jedoch nur für die Absicherung. Avaudi fühlt sich mit dem ARAL E10 wohl.

Übrigens war für die Abgastypprüfung ein extrem teurer Sonderkraftstoff vorgeschrieben, weil der Sprit an der Tanke Schwankungen unterliegt. Wenn vor 10 Jahren E10 97,3 ROZ hatte, kann es heute schon wieder anders aussehen.
Wir sind wieder bei der DIN / EN: 95ROZ sind gewährleistet, mehr nicht.

Wann und ob in DE mal irgendwann E20 auf dem Markt erscheint, weiß derzeit niemand. Ich fände es auch gut.

Aktuell hat E10 irgendwas zwischen 5 und 10% Ethanol bzw. ETBE drin, E5 eben nur bis zu 5%. Ich tanke daher immer E10 und hoffe einfach mal, das da idealerweise 10% drin sind.

Man muss bei E10 schon den vollen Ethanolanteil ausschöpfen, sonst wird die Bioquote nicht erfüllt.

E10 hat laut meinen Kenntnisse einen Ethanolanteil von 6-7%, während E5 auch keine 5% enthält...

Die DIN schreibt ja auch den Siedeverlauf und Dampfdruck ( neben weiteren Kriterien ) vor. Ich denke, es ist ein schmaler Grat mit den billigsten Komponenten einen DIN konformen Kraftstoff herzustellen.

Ich glaube zu viele Nutzer hier verwechseln die Klopffestigkeit mit dem Brennwert...

Die Oktanzahl, welche etwas zur Klopffestigkeit (=Willigkeit des "Sprits" zur Selbstentzündung) sagt, sagt aber nichts über die Leistungsfähigkeit bzw. die theoretisch gelieferte Leistung des Kraftstoffs.

Folgende Angaben werden gezielt in [kWh/kg], anstatt in [KJ/kg] gelistet,
da diese für Verbrennungen im Automobil greifbarer sind:

Reines Benzin (ohne Beimischung von "E"😉 hat:
Einen Brennwert von etwa 12 kWh/kg.

Ethanol (- was das "E" beim Sprit ist) hat einen Brennwert:
Ethanol liegt etwa bei: 7,5 kWh/kg.

---> eine Beimischung von "E" senkt den Brennwert.

Umgerechnet auf E10 (10%-iger Anteil von Ethanol) heißt das:
2% weniger Brennwert oder im Umkehrschluss etwa 3,5% mehr Verbrauch zum erreichen der gleichen Leistung.

Die Kalkulation kann nun jeder für sich selbst anstellen, in wie weit sich der (eventuell) günstigere Spritpreis lokal im Verhältnis zum Verbrauch und Leistung auswirkt.

Man sollte nicht davon ausgehen, dass Benzin einfach so mal eben 95 Oktan hat und dann gibt man halt noch Ethanol dazu.
Benzin auf ROZ 95 zu bekommen, erfordert auch schon einige Schritte.
Daher finde ich die Annahme, dass für E10 ein Basisbenzin mit geringerer Oktanzahl Verwendung findet als bei E5, grundsätzlich plausibel.
Wichtig ist doch letztlich nur, dass das Endprodukt ROZ 95 hat.

Und warum lässt Du die Verbrennungseffizienz außen vor?
Da E10 vollständiger verbrennt wird mehr Energie herausgeholt. Also höher Wirkungsgrad.

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 28. April 2021 um 10:01:51 Uhr:


Und warum lässt Du die Verbrennungseffizienz außen vor?
Da E10 vollständiger verbrennt wird mehr Energie herausgeholt. Also höher Wirkungsgrad.

Wenn Du von Begriffen, wie "Verbrennungseffizienz" schreibst, bitte ich Dich damit auseinander zu setzen.

Behauptest Du jetzt ernsthaft, dass Ethanol einen höheren Brennwert, als Benzin hat, weil es "sauberer" verbrennt?!

Zitat:

@Slash_182 schrieb am 28. April 2021 um 09:14:52 Uhr:


Ich glaube zu viele Nutzer hier verwechseln die Klopffestigkeit mit dem Brennwert...

Die Oktanzahl, welche etwas zur Klopffestigkeit (=Willigkeit des "Sprits" zur Selbstentzündung) sagt, sagt aber nichts über die Leistungsfähigkeit bzw. die theoretisch gelieferte Leistung des Kraftstoffs.

Reines Benzin (ohne Beimischung von "E"😉 hat:
Einen Brennwert von etwa 12 kWh/kg.

Ethanol (- was das "E" beim Sprit ist) hat einen Brennwert:
Ethanol liegt etwa bei: 7,5 kWh/kg.

---> eine Beimischung von "E" senkt den Brennwert.

Umgerechnet auf E10 (10%-iger Anteil von Ethanol) heißt das:
2% weniger Brennwert oder im Umkehrschluss etwa 3,5% mehr Verbrauch zum erreichen der gleichen Leistung.

Blöderweise korreliert Mehrverbrauch nicht 1 zu 1 mit Brennwert.
Laut deiner Kalkulation hat E85 etwa 36% weniger Brennwert.
Und wie viel Mehrverbrauch dann laut deiner Rechnung? 55%?
Oder was rechnest du da?

Mein Mehrverbrauch auf E85 liegt bei um die 25% obwohl ich Closed Loop nichtmal andere Zündwinkel fahre.
Und dieser Verbrauchsbereich ist hundertfach, eigentlich Tausendfach auf Spritmonitor belegbar. Praxiswerte. Prüfstandswerte, Erfahrungswerte aller Leute die Erfahrung mit den Kraftstoffen haben

Zitat:

@Leon596 schrieb am 28. April 2021 um 10:22:32 Uhr:



Blöderweise korreliert Mehrverbrauch nicht 1 zu 1 mit Brennwert.
Laut deiner Kalkulation hat E85 etwa 36% weniger Brennwert.
Und wie viel Mehrverbrauch dann laut deiner Rechnung? 55%?
Oder was rechnest du da?

Mein Mehrverbrauch auf E85 liegt bei um die 25% obwohl ich Closed Loop nichtmal andere Zündwinkel fahre.
Und dieser Verbrauchsbereich ist hundertfach, eigentlich Tausendfach auf Spritmonitor belegbar. Praxiswerte. Prüfstandswerte, Erfahrungswerte aller Leute die Erfahrung mit den Kraftstoffen haben

1.) Die Brennwerte habe ich mir nicht ausgedacht, sondern sie wurden chemisch allgemeingültig ermittelt. Du kannst sie mit ein paar Schwankungen im hinteren Dezimalbereich selbst aus vielen Quellen raus lesen.

Aber ich verlinke Dir mal eine typische Tabelle:

Klick hier, diese stammt aus dem Energie-Lexikon von Gammel

2.) Und die Rechnung ist ganz einfach: Du nimmst die Unterschiede beim Brennwert (anteilig) und bekommst so die theoretisch maximal gelieferte Leistung. -dass es andere Faktoren, wie: Verdichtung, Last-Betrieb usw. selbstverständlich auch eine Rolle spielen, muss nicht extra erwähnt werden.
Wenn Du es aber schaffst, dass Du aus einem Brennwert von 7,5kWh/kg mehr Leistung heraus zu bekommen, als bei 12kWh/kg, besonders im gleichen Verbrennungsprozess! -dann hast Du definitiv einen Nobelpreis in der Chemie verdient!

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