Psychologisch bewiesen: Fahrer teurer Autos oft Rüpel!

https://www.sueddeutsche.de/.../...gie-statussymbol-auto-1.4712813!amp

Der Artikel ist sehr interessant und deckt sich grössenteils mit meinen Erfahrungen.
Fahrer grosser Wagen sind auch oft übermässig aggressiv und Rücksichtnahme kennen sie nicht.
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Beste Antwort im Thema

Du tust mir sehr leid gast356. Fährst wohl nur ein altes Fahrrad.

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Zitat:

@gast356 schrieb am 8. Dezember 2019 um 10:22:41 Uhr:


...meine Vermutung geht eher dahin, dass sich die meisten dieser problematischen Personengruppe diese Fahrzeuge eben nicht leisten können - das sind in der Regel hochmotorisierte Firmenwägen auf 1%-Regelung, die von der Allgemeinheit subventioniert werden... also hautpsächlich dieses neureiche Gesocks.

Die Leute, die sich solche Fahrzeuge wirklich leisten können fahren meinen Erfahungen nach eher defensiv / übervorsichtig damit... solche Leute genießen für sich und haben es nicht nötig, sich in der Öffentlichkeit wie ne Wildsau zu benehmen.

Schöne Rechnung hast Du gerade aufgemacht. Nur bist Du die Erklärung schuldig geblieben, warum die Allgemeinheit Deiner Meinung nach die Firmenwagen subventioniert.

Tatsächlich trägt der Arbeitgeber die Kosten und nicht die Allgemeinheit.

Zitat:

@gast356 schrieb am 8. Dezember 2019 um 12:14:15 Uhr:


@Holgernilsson ...mit der 1% Regelung, das muß man nur einmal durchrechnen.

Z.B. mal ein Einblick für die bei uns in der Firma als "Brot & Butter" Firmenwagen eingesetzten VW Golf 7 1,6 Ltr. oder 2.0Ltr.... Listenpreis ca. 25 - 30.000,- €... mit 1% Regelung kommen zum Bruttoeinkommen 250,- bis 300,- EUR drauf, die zu versteuern sind.

Nach Abzug von Steuern & Sozialversicheurngen, usw. gehen vom Netto erstmal die zuvor aufgeschlagenen 250 bis 300,- EUR wieder ab und bei einem Einkommen von 3-4.000,- EUR bleiben durch die höhere Steuer + Versicherungen ca. 250-300,- EUR weniger übrig... als wenn das Ganze ohne Firmenwagen berechnet würde.

Für 250 bis 300,- € fährt dieser Mitarbeiter also einen Golf 7 sowohl geschäftlich als auch privat
inklusive
sämtlicher Werkstattkosten
sämtlicher Kraftstoffkosten ("Diesel - Flatrate"😉
sämtlicher Versicheurngskosten - auch wenn er die Karre zigmal im Jahr "in den Graben schmeißt"
sämtlicher Reinigungskosten
sämtlicher Aufwendungen vom Wischwasser, Frostschutz fürs Wischwasser
sämtlicher Absicherung im Pannenfall

...ich denke mal so, da hat jeder der sich das Fahrzeug privat kauft und unterhalten muß schon mächtig das Nachsehen... für 250-300,-€ bekommste keinen Golf 7 inklu. all dieser zusätzlichen Aufwändungen finanziert.

Zumal, wenn beim Firmenwagen so Sachen, wie die "Diesel-Flatrate" ausgiebig genutzt werden... gibt schon welche die an Wochenenden mal eben 1000km runterreißen.
Oder auch die "Crash-Unfall-Flatrate"...da gibts z.B. schon Kandidaten... das ist inzwischen schon ein Insiderwitz bei uns in der Firma... und dabei gehts nicht um einen Golf hmhmhm😁

Bei den dickeren Schiffen mit erheblich höheren Listenpreisen bewegt sich das halt nur auf einem anderen Niveau mit größeren Zahlen... kann man sich das ja mal durchrechnen.

Was heißt inklusive? Das zahlt ja nicht der Staat, sondern der Arbeitgeber. Gut, der Staat verdient an den so entstehenden Kosten keine USt. Nur Kfz-, Energie- und Versicherungssteuer. Aber dafür wird ja auch ein gewisser Teil monatlich abgedrückt. Und gar nicht mal so wenig, wenn man noch die Entfernungskosten hinzurechnet und die entfallender Pendlerpauschale berücksichtigt. Und den Umstand, dass tatsächliche Dienstfahrten völlig zu recht steuerlich abzusetzen wären. Wem privat ein älteres und sparsames Auto reicht, kommt manchmal besser weg, wenn er keinen Firmenwagen nimmt.

Ein Witz ist dagegen die Sache mit den Plugin-Hybriden mit E-Kennzeichen. Man versteuert nur noch 0,5% und kein Arbeitnehmer wird den an die heimische Steckdose auf eigene Kosten hängen, sondern fleißig mit der Tankkarte Benzin oder Diesel tanken.

...und ide Kosten all der Aufwändungen inkl. Anschaffung gehen vom zu versteuernden Gewinn ab.

Zitat:

@gast356 schrieb am 8. Dezember 2019 um 13:52:13 Uhr:


...und ide Kosten all der Aufwändungen inkl. Anschaffung gehen vom zu versteuernden Gewinn ab.

Ah. Du willst also erreichen, dass keine Kosten mehr von den Einnahmen absetzbar sind?

Es ist nun einmal ein grundlegendes Prinzip, dass man nur Steuern auf den Gewinn bezahlt. Und das ist der Betrag der von den Einnahmen nach Abzug der Ausgaben übrig bleibt.

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Zitat:

@Beisszange schrieb am 8. Dezember 2019 um 11:25:50 Uhr:



Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 8. Dezember 2019 um 10:40:43 Uhr:


Wie immer bei solchen Klischee-Themen, mich interrssiert es nicht, was da für ein Fahrzeug fährt, wer, oder was da hinterm Steuer sitzt. Mich intessiert nur, wie es sich, welches Fahrzeug auch immer, durch den Straßenverkehr bewegt.

Einzig damit muss ich umgehen.

Wie der Psychologe mit seinen Studien bewies handelt es sich mitnichten um ein Klischee sondern eine Tendenz.

Ändert aber nix daran, das ich mit dem Umgehen muss, wie sich andere Fahrzeuge durch den Straßenverkehr bewegen und nicht damit, in welches Klischee sie zu passen scheinen.

...genau genommen sind die 1% für einen Großteil der Einzelfälle erheblich zu niedrig angesetzt.

Durch diese Pauschalregelung werden geschäftliche und private Aufwändungen in einem Topf vermischt und vom Gewinn abgezogen.

Bei dem der den Firmenwagen nur gerinfügig privat und hauptsächlich geschäftliche nutzt mag es noch gerechtfertigt sein.
Aber es gibt auch Firmenwägen, teilweise / oft massiv überdimensioniert, die nur minimal geschäftlich aber hauptsächlich privat genutzt werden... und das sind die Fälle, welche das das Ganze zumindest unappetitlich / unanständig gegenüber denen werden läßt, die ihr Auto privat finanzieren und brav ihre Steuern zahlen.

Ich selbst wäre z.B. so ein Fall gewesen... Bürojob, täglicher Arbeitsweg ca. 30km einfach und vielleicht alle 1-2 Monate mal zur örtlichen Zulassungsstelle oder rüber zur örtlichen LKW-Werkstatt... alles zusammen vielleicht 10km. Zurückgegeben hab ich den Firmenwagen allerdings aus Gründen, welche @Taxidiesel schon angedeutet hat... hab selbst ein eigenes älteres Fahrzeug, Wartung / Reparaturen mache ich als Hobby selbst außerdem läuft das Auto auf SF-35 (18%) und ein Zweitfahrzeug brauche ich nicht.

Das geleaste oder gekaufte betrieblich genutzte Fahrzeug verursacht nicht nur Kosten im Betrieb, sondern auch Einnahmen beim Hersteller und dessen Vertrieb.

Bei Anschaffung des Touaregs habe ich mir die Vor- und Nachteile mal gegenüber gestellt. Ergebnis: das ist rein mein privates Vergnügen. Und als "Rüpel" finde ich ein leeres Punktekonto sowie in den letzten 20 Jahren an fünf Fingern abzuzählende Knöllchen nicht unbedingt für einen Psychologen interessant.

Zitat:

@gast356 schrieb am 8. Dezember 2019 um 14:06:04 Uhr:


...genau genommen sind die 1% für einen GRoßteil der Einzelfälle erheblich zu niedrig angesetzt.

Durch diese Pauschalregelung werden geschäftliche und private Aufwändungen in einem Topf vermischt und vom Gewinn abgezogen.

Bei dem der den Firmenwagen nur gerinfügig privat und hauptsächlich gesdchäftliche nutzt mag es noch gerechtfertigt sein.
Aber es gibt auch Firmenwägen die nur minimal geschäftlich aber hauptsächlich privat genutzt werden... und das sind die Fälle, welche das das Ganze zumindest unappetitlich / unanständig gegenüber denen werden läßt, die ihr Auto privat finanzieren und brav ihre Steuern zahlen.

Das sind doch einfach nur dumpfe Parolen aus denen der Neid spricht, keinen Dienstwagen zu haben.

Leute, die besonders viel geschäftlich fahren, werden ein Fahrtenbuch führen und keine 1 Prozentregelung anwenden. Das muss für Dich ja noch viel schlimmer sein.

Na ja. Offenbar ist der SZ Redakteur eigenen Klischees erlegen und interpretiert die Aussage des Papers im International Journal of Psychology, auf das er sich bezieht, ganz individuell.

Sofern man des wissenschaftlichen Englisch mächtig ist, lässt sich dem Abstract nämlich entnehmen, dass die statistische Untersuchung der Originalpublikation lediglich das Vorurteil entkräftet, rüpelhaftes Fahren von 'high-status cars' koreliere mit dem Einkommen. Stattdessen sei es eher auf negativ bewertete Charaktereigenschaften der Fahrer zurückzuführen.

Wie wahr. Und diese Erkenntnis lässt sich gewiss auch auf die Fahrer von 'low-status cars' ausweiten.

Cheers,
DrHephaistos

@Holgernilsson... das sind ganz einfach Tatsachen, die von den Profiteuren gerne verschwiegen werden.

Einzig richtige Lösung wäre die 1% Regelung ersatzlos abzuschaffen... mit den heutigen modernen Mitteln ist es auch kein Problem mehr bzw. bedeutet es auch keinen großen Aufwand mehr z.B. ein elektronisches Fahrtenbuch zu führen und sauber abzurechnen.

In der heutigen Zeit von FFF, Öko-Wahn, usw. ist eine Auto-Flatrate / Kraftstoff-Flatrate nicht mehr vertretbar.

Na klar gibt es auch Firmenwagen, die überwiegend, ja, teilweise sogar zu 100% privat genutzt werden. Der typische Zweitwagen, genutzt von der Ehefrau. So wie es auch Firmenwagen gibt, die überwiegend, ja zu 100% betrieblich genutzt werden, aber mangels korrekten Fahrtenbuch trotzdem privat mit versteuert werden dürfen.

Und nur nebenbei, so manch ein privat genutzter Firmenwagen wirkt sich auch auf das Gehalt aus, allerdings negativ. Kein Firmenwagen = höheres Gehalt = höhere Betriebsausgaben.

Zitat:

@gast356 schrieb am 8. Dezember 2019 um 12:14:15 Uhr:


@Holgernilsson ...mit der 1% Regelung, das muß man nur einmal durchrechnen.

Schön. Alles Kosten, die die Firma trägt, nicht die Allgemeinheit. Aber Hauptsache mal wieder.mit den üblichen populistischen Thesen Stimmung machen.

Von den Firmenwagen die zum Großteil dienstlich genutzt werden, profitiert sogar die Umwelt. Der Arbeitgeber muss mir für meine Dienstfshrten sowieso ein Fahrzeug, minimum Golf Variant, zur Verfügung stellen. Könnte ich das nicht auch privat nutzen, müsste ich mir privat ein weiteres Fahrzeug beschaffen. Ökologisch und ökonomisch ist es sicher sinnvoller, wenn nur 1 statt 2 Fahrzeuge hergestellt werden.

Drehst dir die Argumente auch so hin, wie du se grad brauchst... wer seinen privat verbratenen Sprit selbst bezahlt, wird auch einen sparsameres Fahrstil an den Tag legen... und ein Firmenwagen der binnen kurzer Zeit runtergeritten wird, weil gehört mir ja nicht zahlt ja jemand anderes muß auch durch ein weiteres Fahrzeug ersetzt werden.

Zitat:

@gast356 schrieb am 8. Dezember 2019 um 14:16:53 Uhr:


@Holgernilsson... das sind ganz einfach Tatsachen, die von den Profiteuren gerne verschwiegen werden.

Einzig richtige Lösung wäre die 1% Regelung ersatzlos abzuschaffen... mit den heutigen modernen Mitteln ist es auch kein Problem mehr bzw. bedeutet es auch keinen großen Aufwand mehr z.B. ein elektronisches Fahrtenbuch zu führen und sauber abzurechnen.

In der heutigen Zeit von FFF, Öko-Wahn, usw. ist eine Auto-Flatrate / Kraftstoff-Flatrate nicht mehr vertretbar.

Und ich sage Dir, dass das zu Mindereinnahmen für den Staat führen würde, weil meiner Erfahrung nach die 1 Prozentregelung von sehr vielen Leuten angewendet wird, obwohl der Nachweis der tatsächlichen Verhältnisse günstiger ist. Sie sind nur zu faul, ein Fahrtenbuch zu führen.

Zitat:

@gast356 schrieb am 8. Dezember 2019 um 14:25:10 Uhr:


Drehst dir die Argumente auch so hin, wie du se grad brauchst... wer seinen privat verbratenen Sprit selbst bezahlt, wird auch einen sparsameres Fahrstil an den Tag legen... und ein Firmenwagen der binnen kurzer Zeit runtergeritten wird, weil gehört mir ja nicht zahlt ja jemand anderes muß auch durch ein weiteres Fahrzeug ersetzt werden.

Und Du stellst unhaltbare Behauptungen auf. Nicht jeder geht sorglos mit fremdem Eigentum um.

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