Ordentliche Werkzeuge für Reifenwechsel gesucht
Hallo,
der Fuhrpark erweitert sich, mittlerweile stehen 3 Autos auf dem Hof die 2x jährlich einen Reifenwechsel brauchen. Bisher hatte ich dafür Werkzeug aus "gesammelten Werken" benutzt, inklusive irgendwelcher Rohre zur Verlängerung und Hebelwirkung mit gelegentlichem Fußeinsatz. Jetzt muss endlich etwas Ordentliches her. Nur was?
Habe mich bereits bei Hazet, Makita, Bosc&Co. umgeguckt, bin aber unsicher was ich wirklich brauche bzw. was sinnvoll und was überdimensioniert ist.
Soweit ich recherchiert habe ist ein Druckluftschlagbohrer zwar toll, aber eher was für die Werkstatt plus man braucht einen ordentlichen Kompressor (meiner ist ein HC25o scheppach Kesselgröße 24 L, Max. Arbeitsdruck 8 Bar), das wird nicht reichen vom Kessel her denke ich.
Was würdet ihr empfehlen? Radkreuz plus Drehmomentschlüssel? Akku Schlagschrauber plus Drehmomentschlüssel? Oder einen Druckluftschrauber plus...?
Soweit ich weiß, soll man einen Drehmomentschlüssel nicht zum Lösen der Schrauben nutzen, ich brauche also in jedem Fall 2 Werkzeuge, oder?
Vielen Dank für eure Tipps und Erfahrungen :-)
79 Antworten
Zitat:
@Schubbie schrieb am 26. Juni 2025 um 21:12:05 Uhr:
Ich weiß noch immer nicht, wofür die Teleskopratsche sein soll, wenn das Fahrzeug nicht in eine Werkstatt geht. Man selbst hält sich an das Drehmoment und dann bekommt man die Rausschrauben auch relativ leicht wieder raus.
Der gemeine Schrauber wird zum Reifenwechsel dann doch in die Werkstatt gehen (Montier- u. Wuchtmaschine rentieren sich eher selten).
Gruß Metalhead
Jepp und dann ist bei meiner 1180.30 Slim auch noch die Elektronik defekt. Da muss ich auch mal bei...
Man kann sich auch entspannt mit einem Fuß auf die Knarre stellen. Geht schneller als nochmals in den Keller zu laufen. Mit meinen Drehmomentschlüsseln darf ich allerdings auch lösen und habe dadurch einen längeren Hebel und mein Makita DTW701 tut auch seinen Dienst, auch beim Ansetzen mit Torsionsstab. Nur noch leicht mit Drehmoment nachziehen, fertig.
reifenkreide (ölhaltig) hatte ich auch vergessen zu erwähnen.
mit einem „fuß auf die knarre stellen“ würde ich auch nicht unbedingt empfehlen; wozu gibt es denn verlängerungen?
entscheidend ist aber wohl der ort des wechselns generell. in der eigenen garage hat man ja alles zur hand; auf der straße vor dem mietshaus muss man ja alles hinschleppen, dann würden einige tipps auch anders aussehen.
wo wechselt @Enf ?
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Was die Teleskopratsche betrifft, nun ja, da drehen wir uns im Kreis. Warum auf die Knarre steigen, wenn was Längeres gerade im Koffer(-raum) zur Hand hat?
Wie schon geschrieben, jeder so wie er will.
Torsionsstab würde mich in der Tat mal reizen auszuprobieren.
Macht für mich aber auch nur eingeschränkt Sinn, da ich die Radbolzen nicht mit dem Schlagschrauber, sondern manuell bzw. mit der Zyklop Speed reindrehe und dann gleichmäßig erstmal bei ungefähr halbem Drehmoment anziehe.
Meinen Stahlwille 150Nm dürfte ich theoretisch auch zum Lösen verwenden, ich glaube im Heft steht was von max. Drehmoment +30% zum Lösen, wären dann bei mir 195Nm.
Mach ich einfach nicht, bzw. würde ich nur im Notfall machen.
Im Prinzip muss ich @Schubbie zustimmen, wenn er sagt:
Hält man sich ans Drehmoment, haben Schlagschrauber (auch die billigen) i.d.R. kein Problem mit dem Lösen. Mit etwas Kraftaufwand kriegt man das auch mit der normalen 1/2" Ratsche hin oder steigt halt drauf.
Hat man keinen Schlagschrauber oder keinen zur Hand, dann macht die Teleskopratsche besonders im Werkzeugkoffer neben dem DMS oder im Kofferraum sowas von viel Sinn.
Auch bei sperrigen oder festgegerosteten Schrauben.
habe schon festsitzende schrauben nach werkstattbesuch erlebt … und bei 160 nm im winterbetrieb kann es auch schon mal schwieriger werden. 😉
dafür halt die verlängerung, hat bisher immer gereicht. und nicht alle nüsse passen auch in alle felgen. siehe foto.
Bei meinen 4 Stahlwille Drehmomentschlüsseln wird der Auslösemechanismus beim Lösen nicht belastet und ich glaube, dass ich auch in Auslöserichtung weiterdrehen dürfte, da der Mechanismus danach nicht mehr belastet wird.
Teleskopratsche und 3/4" Werkzeug liegt halt im Keller, damit es aufgrund möglicher kondensierender Feuchtigkeit in der Garage nicht rostet.
Wenn man eine Teleskopratsche braucht, dann bekommt man die Schrauben meist auch nicht gut per Hand am der Verlängerung rausgedreht, mit dem kürzeren Griff kann ich direkt schnell die Knarre im Kreis drehen, mit einer Teleskopratsche nicht so handlich. Aber der Schlagschrauber dreht die Schrauben nach dem Lösen eh automatisch langsam raus.
Stelle ich nicht in Abrede.
Der TE sucht Werkzeug zum Einstieg und hat keinen Schlagschrauber. Daher hat er m.E. mit dem Stier Set eine gute und preiswerte Wahl mit sinnvollem Werkzeug und Zubehör getroffen. Ev. fehlende Sachen wie Nüsse, Wagenheber etc. können nachgekauft werden, wie er schreibt.
Zitat:
@Schubbie schrieb am 27. Juni 2025 um 07:38:55 Uhr:
Aber der Schlagschrauber dreht die Schrauben nach dem Lösen eh automatisch langsam raus.
.....mein Schlagschrauber dreht die Schrauben, nachdem sie gelöst sind, sehr schnell heraus.....
Zitat:
@black_saabath schrieb am 27. Juni 2025 um 08:24:52 Uhr:
Stelle ich nicht in Abrede.
Der TE sucht Werkzeug zum Einstieg und hat keinen Schlagschrauber. Daher hat er m.E. mit dem Stier Set eine gute und preiswerte Wahl mit sinnvollem Werkzeug und Zubehör getroffen. Ev. fehlende Sachen wie Nüsse, Wagenheber etc. können nachgekauft werden, wie er schreibt.
Der Te schrieb einen Kompressor zu haben, ich hätte da bei mehreren Autos wo Saisonradwechsel vollzogen werden eher in einen Schlagschrauber + Nüsse + DrehMo investiert ..als das Stier -Set ..
Dafür das er hier mit uns Brainstorming betreiben wollte, war seine Entscheidungsfindung auch relativ (zu?) schnell ... wenn ich den Threatverlauf am Anfang richtig verfolge.. 10 Stunden ... bleibe dabei ist eher ein unüberlegter Schnellschuss ...
Ein Schlagschrauber hat großen Vorteil, man löst die Radmutter/bolzen easy wenn das Rad bereits in der Luft hängt ..
Wir wechseln hier im Team meisten 4-5 Autos hintereinander der Family und Nachbar ..
Zitat:
@tartra schrieb am 27. Juni 2025 um 12:01:30 Uhr:
... bleibe dabei ist eher ein unüberlegter Schnellschuss ...
Da würde mich interessieren, was Du genau als Schnellschuss siehst.
Einen einigermaßen guten DMS braucht man, passende Nüsse und ggf. Verlängerungen auch, die Teleskopratsche (für einige hier anscheinend als sinnlos bewertet, ich sehs anders) und ein paar kleine Gimmicks, das alles im Koffer.
Das Ganze für gute 100€...
Klar, man kann das alles einzeln im Discounter kaufen, man wird bestimmt auch ein paar brauchbare Sachen bekommen, die DMS dort for 20-30€ können gut sein, können schlecht sein...
Werbegeschenke kann man auch irgendwo abstauben. Kind oder Enkel mopst ein Stück Kreide in der Schule.
Oder man bestellts beim nächsten Mal im Online Handel für ein paar Euro oder Cent mit.
Als Behälter nimmt man eine alte Kiste oder sonst was.
Ne normale 1/2" Ratsche hat man, falls nicht, bestellt man sie für ein paar EUR irgendwo. Genauso eine Verlängerung. Oder auch nicht.
Dann kommt man vielleicht so auf 40€. Im Extremfall vielleicht auf 50€.
Mein Ding wärs nicht.
Oder was wäre kein Schnellschuss?
"Schnellschuss" bedeutet aus meiner Sicht, Dinge zum stark überteuerten Preis zu kaufen, die man hinterher mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht benötigen wird.
Zitat:
@tartra schrieb am 27. Juni 2025 um 12:01:30 Uhr:
Ein Schlagschrauber hat großen Vorteil, man löst die Radmutter/bolzen easy wenn das Rad bereits in der Luft hängt ..
Volle Zustimmung von meiner Seite.
Aber das Stier-Set schließt ja nicht aus, dass er sich einen Schlagschrauber dann noch besorgen kann.
Habe ich zumindest so gehandhabt.
Erstmal Handwerkzeug besorgen, das unabhängig von Kompressor oder Strom ist. Das ist aus meiner Sicht am Wichtigsten.
Dann kam der Schlagschrauber irgendwann mal.
10h Zeit zum Überlegen, das ist für mich eine Nacht drüber geschlafen. Man könnte auch ein Beschaffungsprojekt draus machen, muss man halt selbst abwägen. 😀
@Enf ,
manche brauchen für einen Räderwechsel fast schon eine Werkstattausrüstung.
Wichtig ist für mich, es soll gutes Werkzeug sein und das ich es auch für andere Arbeiten am Fahrzeug nutzen kann.
Zum jährlichen Reifenwechsel:
Hierzu wird nicht viel benötigt. Ein standsicherer Wagenheben ist zum Vorteil. Es reicht meistens auch ein einfacher vom Discounter, diese haben leider nur eine sehr kleine Tellergröße. Auch die Anfangshöhe ist entscheidend bei tiefergelegten Fahrzeugen. Eine weiche Zwischenlager zwischen Wagenheber und Fahrzeug. Werkzeug zum Entfernen der Radkappen oder Kunststoffkappen der unterschiedlichen Fahrzeughersteller. Eine längere stabile Gelenkknarre, eine einfache Knarre, kurze Verlängerung und eine entsprechende 17er oder 19er Langnuss zum lösen der Radschrauben oder -bolzen. Hier habe eine Langnuss mit weichem Kunststoff ummantelt, dies ist weicher und noch schonender, wie die normalen Nüsse mit Kunststoffummantelung. Eine kleine Auffangschale für die Radbolzen, damit diese nicht im Schmutz liegen. Wachskreide zum kenntlich machen, wo welcher Reifen gesessen hat. Ein Schaumstoffunterlage für die Knie.
Zur Montage ist ein Drehmomentschlüssel zum Vorteil. Es reicht hier auch ein günstiger vom Discounter, ist aber von der Einstellskala nicht so einfach einzustellen.
Einen Schlagschrauber brauche nicht für den jährlichen Radwechsel. Die Radbolzen werden per Hand ins Gewinde gedreht und mit der Knarre überkreuz angezogen. Später werden diese mit dem vorgeschriebenen Drehmoment des Fahrzeugherstellers festgezogen.