OMXXX 2-Takt-ÖL + Dieselkraftstoff?

Wer gerne mehr über dieses Thema erfahren möchte und für sich vielleicht noch kein endgültiges Facit gezogen hat, kann leider bei MB nicht weiterdiskutieren, da hier nach 140 Beiträgen dieser Diskussionstrang für nicht weiterführungswürdig erachtet wurde.

Hier :

http://www.motor-talk.de/t424653/f67/s/thread.html

ist auch nach über 200 Beiträgen und 16.000 Hits hingegen noch nicht Schluß.

Allerdings begibt man sich mit diesem Link ins Opel-Forum.
Macht aber nix, oder? 😉

MfG.,
CAMLOT

Beste Antwort im Thema

Zusammenfassung 1. Entwurf 30.11.2012, überarbeitet 20.02.2013

Einleitung:
Empfehlung, Beurteilungen, Bewertungen und sonstiges stellen ausdrücklich meine persönliche Meinung dar. Sie beziehen sich ausschließlich auf die Anwendung im Dieselmotor. Sie stellen in kleinster Weise eine Bewertung der Produktqualität in Bezug auf deren Anwendungsgebiet nach Herstellerempfehlung (2T Motor) dar. Es werden ausschließlich Produkte genannt, welche ich selbst auf die Anwendung im Dieselmotor durch eigene Testreihen (nicht DIN, sondern nicht zertifizierte, eigene Methoden), sowie Laboruntersuchungen nach DIN und praktische Anwendung an mindestens zwei Dieselmotoren prüfte. Unberücksichtigt bleiben Produkte, welche lediglich durch “hören-sagen” bekannt sind. Für subjektive/ergänzende Eindrücke, werden ausschließlich eigene berücksichtigt, sowie Feedback aus erster Hand und direkt an mich. Behauptungen durch dritte bleiben unberücksichtigt.
Ich bin hauptberuflich kein Wissenschaftler, es ist mein jahrelanges Hobby.

Relevante Punkte und mögliche Beurteilungen:
1.) Eingangsprüfung bestanden, nicht bestanden
2.) Laufkultur Verbesserung……schlechter, keine, etwas, deutlich, sehr deutlich, benchmark
3.) reinigende Wirkung………….keine, etwas, deutlich, sehr deutlich, benchmark
4.) Erhöhung der Schmierreserve…gegeben, deutlich, sehr deutlich, benchmark
5.) rußmindernde Wirkung……….Verschlechterung, neutral, etwas, deutlich
6.) Mehrbelastung des OXI-KAT…keine, langfristig etwas, langfristig bedenklich
7.) Mehrbelastung offener DPF….. Entlastung, neutral, leichte Belastung, bedenklich
8.) Mehrbelastung geschlossener DPF…Entlastung, neutral, leichte Belastung
9.) Cetanwert-Senkung……………etwas, nahe Messbarkeitsgrenze, keine
10.) Dosierempfindlichkeit……. ausgeprägt, spürbar, geringfügig, vernachlässigbar

Erläuterungen zu den Punkten 1.) bis 10.)
Zu1.) Ergebnisse von Prüfungen zu Brenn und Siedeverhalten, früher in Auszügen hier im Thread als “Teil1” und “Teil2” veröffentlicht. Dabei festgestellte Abstufungen flossen in die anderen Unterpunkte mit ein.

Zu2.) Primär subjektiv, in Ergänzung von messbaren Werten wie Drehzahlschwankungen im LL über OBD-Schnittstelle.

Zu3.) geheime, eigene Methode (keine DIN praktikabel anwendbar), jedoch für alle jeweils identische Bedingungen. Mehrfachmethode zur Eingrenzung der Streubreite.

Zu4.) selbstentwickelter Kolben/Zylinder-Test. Details geheim, jedoch in Stichproben Abgleich mit HFRR-Messungen (DIN) zum Gegencheck der Übertragbarkeit.

Zu5.) Ableitung aus Test “Teil2 und “Teil2”, sowie AU-Messungen in Stichproben und visueller Eindruck.

Zu6.) Abgeleitet aus Labortests zu Schwefel-Gehalt, ferner Verhalten bei Eingangsprüfung.
Also ganz klar eine reine Prognose, da kaum jemand bereit sein wird, dafür sein Fahrzeug über mind. 30TKM zur Verfügung zu stellen.

Zu7.) primär abgeleitet aus 6.), da ein solches System auf die Arbeit des OXI-KAT (zur Vorarbeit) angewiesen ist. In Ermangelung einer Erholung durch sehr hohe Abgastemperaturen (wie bei DPF-Regeneration eines geschlossenen Systems) theoretisch am empfindlichsten gegenüber Schwefelbelastung. Ferner Prognose nach Rückständen, je nach Ergebnis der Eingangsprüfung (s.o.)

Zu8.) Jahrelang völlig überbewertet. Ich achte auf Asche (primär durch bestimmte Additive möglich), quasi gegen zu rechnen ist aber eine rußminderne Wirkung, denn der dann geringere Rußeintrag hat wiederum bei einer späteren DPF-Regeneration weniger Restasche zur Folge. Ferner spielen Schwefel-Verbindungen im Öl dabei eine Rolle, welche durch unabhängige Laboranalysen gemessen wurden. Bis zu einem gewissen Grad besteht bei solchen Systemen jedoch “Erholung” für den auch hier Vorarbeit leistenden OxiKat, jeweils
im Zuge der hohen Temeraturen bei einer DPF-Regeneration, welche quasi nebenbei einer Schwefelvergiftung entgegen wirkt. Der Schwefelwert gewinnt in jedem Fall um so mehr an Bedeutung, je höher die mit dem Fahrzeug zu erfüllende Abgasnorm liegt.

Zu9.) Brennverhalten nach eigener Methode. Zum Abgleich der Übertragbarkeit in mehreren Cetanwert-Messungen (Labor) gegen gecheckt. D.h. das Brennverhalten prognostiziert nicht präzise einen Cetanwert, jedoch liegen Referenzwerte vor (in Auszügen im Thread veröffentlicht) , so dass es möglich ist zu sagen, das Produkt wird sich entsprechend auswirken. Es gibt einen direkten Zusammenhang vom Brennverhalten (im Thread war auch von Brennfreudigkeit die Rede) zur Auswirkung auf den Cetanwert. Der Cetanwert ist bei heutigem Dieselkraftstoff generell deutlich höher, als “früher”. Eine Erhöhung dessen, brächte folglich “heute” nicht mehr so viel wie “früher” einmal. Freilich ist dennoch eine Senkung unerwünscht.
WICHTIG: Für das Verhalten des Motors bezüglich Laufkultur/Laufruhe ist NICHT alleine der Cetanwert verantwortlich, sondern auch weitere Faktoren, wie das Siedeverhalten (und nochmals weitere, das Feld ist auch von “offizieller” Seite bis heute nicht zu ende erforscht). Daher wird unter 2.) die Laufkultur gesondert genannt.

Zu10.) An sich selbst erklärend. Steht sehr im Zusammenhang zu 9.) jedoch hier ausschließlich über das Verhalten in der Praxis bewertet. In wie weit reagiert der Motor
mit Leistungsverlust, trägerem Ansprechverhalten usw., Sofern mehr, als im Verhältnis
1:200 Öl bei gemischt wird. Im Extremfall wäre selbst bei 1:200 bereits ein geringfügiger Leistungsverlust zu verzeichnen. Dieser Punkt wirkt sich um so stärker aus, je niedriger der Motor verdichtet ist. Als Höchstdosierung wurde 1:100 gewählt. Als “vernachlässigbar” wird bezeichnet, welches selbst bei 1:100 dieses unerwünschte Verhalten nicht zeigt. Als “geringfügig”, welches bis 1:150 keine Nachteile aufzeigt. Als “spürbar”, welches bis 1:175
keine Nachteile aufzeigt. Als “ausgeprägt”, wenn bereits bei jeglicher, kleiner Überschreitung von 1:200 Leistungsverlust und/oder trägeres Ansprechverhalten auftreten.
Im Idealfall soll das Leistungs- und Ansprechverhalten mit Beimischung eher besser sein, als mit Dieselkraftstoff pur. Den in diesem Punkt “besten” gelingt das.

Méguin megol tu teilsynth. / LM 1052
Der Putzteufel, Tendenz zum Allrounder.

Zu1) bestanden
Zu2) deutlich
Zu3) benchmark
Zu4) gegeben
Zu5) deutlich
Zu6) langfristig etwas
Zu7) leichte Belastung (indirekt durch Belastung des OxiKat, welcher zwingende Vorarbeit leistet)
Zu8) Entlastung
Zu9) nahe Messbarkeitsgrenze
Zu10) geringfügig
………………………………......................................................................................................

Addinol MZ 406
Der Katalysatorfreund mit Starallüren

Zu1) bestanden
Zu2) etwas
Zu3) sehr deutlich
Zu4) sehr deutlich
Zu5) deutlich
Zu6) keine
Zu7) Entlastung
Zu8) Entlastung
Zu9) etwas
Zu10) ausgeprägt
………………………………......................................................................................................
Addinol MZ 407M
Der Aquarist
Zu1) nicht bestanden
………………………………......................................................................................................

Shell VSX 2T
Allrounder

Zu1) bestanden
Zu2) etwas
Zu3) sehr deutlich
Zu4) gegeben
Zu5) deutlich
Zu6) langfristig etwas
Zu7) leichte Belastung (indirekt durch Belastung des OxiKat, welcher zwingende Vorarbeit leistet)
Zu8) Entlastung
Zu9) etwas
Zu10) geringfügig
………………………………......................................................................................................

Shell Nautilus
Der Extremist

Zu1) bestanden
Zu2) sehr deutlich
Zu3) deutlich
Zu4) gegeben
Zu5) deutlich
Zu6) langfristig bedenklich
Zu7) bedenklich (indirekt durch Belastung des OxiKat, welcher zwingende Vorarbeit leistet)
Zu8) neutral (jedoch max. bis euro4)
Zu9) keine
Zu10) vernachlässigbar
………………………………......................................................................................................

Bitaktol KS teilsynth. (Wintershall)
Allrounder

Zu1) bestanden
Zu2) deutlich
Zu3) sehr deutlich
Zu4) deutlich
Zu5) deutlich
Zu6) keine
Zu7) Entlastung
Zu8) Entlastung
Zu9) nahe Messbarkeitsgrenze
Zu10) spürbar
………………………………......................................................................................................

Corona Racing Super TT (teilsynth.)
Der Schmierfähigkeitsspezi

Zu1) bestanden
Zu2) sehr deutlich
Zu3) etwas
Zu4) benchmark
Zu5) neutral
Zu6) keine
Zu7) neutral
Zu8) neutral
Zu9) keine
Zu10) vernachlässigbar
………………………………..........................................................................................

Fuchs teilsynth.
Schwefeliger fastallrounder

Zu1) bestanden
Zu2) deutlich
Zu3) sehr deutlich
Zu4) deutlich
Zu5) etwas
Zu6) langfristig bedenklich
Zu7) bedenklich (indirekt durch Belastung des OxiKat, welcher zwingende Vorarbeit leistet)
Zu8) neutral (jedoch max. bis euro4)
Zu9) nahe Messbarkeitsgrenze
Zu10) geringfügig
………………………………..........................................................................................

Fuchs Vollsynthetisch
Der schwefelarme, etwas höher legierte

Zu1) bestanden
Zu2) sehr deutlich
Zu3) sehr deutlich
Zu4) sehr deutlich
Zu5) deutlich
Zu6) keine
Zu7) Entlastung
Zu8) leichte Belastung ( bedingt durch die höhere Legierung)
Zu9) nahe Messbarkeitsgrenze
Zu10) geringfügig
………………………………..........................................................................................

monzol5c
Der spezialisierte

Zu1) bestanden
Zu2) benchmark
Zu3) sehr deutlich
Zu4) benchmark
Zu5) deutlich
Zu6) keine
Zu7) Entlastung
Zu8) Entlastung
Zu9) keine
Zu10) vernachlässigbar

………………………………..........................................................................................

Oregon teilsynth.
Durchsnittlicher Typ

Zu1) bestanden
Zu2 etwas
Zu3) deutlich
Zu4) gegeben
Zu5) etwas
Zu6) langfristig etwas
Zu7) leichte Belastung
Zu8) neutral
Zu9) nahe Messbarkeitshrenze
Zu10) geringfügig
………………………………..........................................................................................

SCT-Mannol 2-Takt Plus
Ordentlicher Vertreter

Zu1) bestanden
Zu2) sehr deutlich
Zu3) sehr deutlich
Zu4) deutlich
Zu5) etwas
Zu6) langfristig etwas
Zu7) leichte Belastung (indirekt durch Belastung des OxiKat, welcher zwingende Vorarbeit leistet)
Zu8) leichte Belastung
Zu9) nahe Messbarkeitsgrenze
Zu10) geringfügig
………………………………..........................................................................................

HighPerormer teilsynth. (alte, klare Version)
Der tragische Held

Zu1) bestanden
Zu2) sehr deutlich
Zu3) sehr deutlich
Zu4) sehr deutlich
Zu5) etwas
Zu6) keine
Zu7) neutral
Zu8) neutral
Zu9) keine
Zu10) vernachlässigbar
………………………………..........................................................................................

HighPerformer teilsynth. (neue, rote Version)
Die Ablösung

Zu1) nicht bestanden

………………………………..........................................................................................
RAVENOL SCOOTER 2-Takt Teilsynth.
Allrounder

Zu1) bestanden
Zu2) etwas
Zu3) deutlich
Zu4) gegeben
Zu5) etwas
Zu6) langfristig etwas
Zu7) leichte Belastung (indirekt durch Belastung des OxiKat, welcher zwingende Vorarbeit leistet)
Zu8) Entlastung
Zu9) nahe Messbarkeitsgrenze
Zu10) geringfügig

………………………………..........................................................................................

SWD Rheinol / norma carfit / toom concept tec Teilsynth. (hellgrün)
Allrounder

Zu1) bestanden
Zu2) sehr deutlich
Zu3) sehr deutlich
Zu4) deutlich
Zu5) deutlich
Zu6) keine
Zu7) Entlastung
Zu8) leichte Belastung ( bedingt durch die höhere Legierung)
Zu9) nahe Messbarkeitsgrenze
Zu10) geringfügig
………………………………..........................................................................................

Elf moto 2 hp eco teilsynth.
Der Rußkiller

Zu1) bestanden
Zu2) sehr deutlich
Zu3) sehr deutlich
Zu4) deutlich
Zu5) deutlich
Zu6) langfristig etwas
Zu7) leichte Belastung (indirekt durch Belastung des OxiKat, welcher zwingende Vorarbeit leistet)
Zu8) Entlastung
Zu9) keine
Zu10) vernachlässigbar

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Zitat:

Original geschrieben von he2lmuth


Gratulation,

damit bist Du auf der preisgünstigeren Seite 😉

Stimmt, wenns Auto dumm macht kann man es einfach verkaufen.......bei ner Frau wirds schwierig....... 😁

??? Was hat das mit 2-Takt-Öl ...

Zitat:

Original geschrieben von aurian


Es tut sich was in Sachen Schmierstoffadditivierung beim Dieselöl von Seiten Hersteller:

Klick mich

Dürfte den ewigen Zweiflern, auch wenn sie sich mittlerweile zurückhalten, etwas den Wind aus den Segeln nehmen. 😉

Moin aurian,

was hat der Beitrag mit 2-Takt-Öl als Dieselzusatz zu tun ? Aral stellt schon seit längerem ein "SuperDiesel" her.

Bis Du der Meinung, das Total jetzt 2-Takt-Öl als Geheimwaffe in den Dieselkraftstoff mixt und Euch das Mischen abnimmt, oder was willst Du mit Deinem Beitrag bezwecken?????????

Gruß Pp

Was hat dein Beitrag mit 2-Takt-Öl als Dieselzusatz zu tun?

Ich fand die Info von Aurian interessant und passend. Geh woanders stänkern.

Re: ??? Was hat das mit 2-Takt-Öl ...

Zitat:

Original geschrieben von Polymerpower


Moin aurian,

was hat der Beitrag mit 2-Takt-Öl als Dieselzusatz zu tun ? Aral stellt schon seit längerem ein "SuperDiesel" her.

Bis Du der Meinung, das Total jetzt 2-Takt-Öl als Geheimwaffe in den Dieselkraftstoff mixt und Euch das Mischen abnimmt, oder was willst Du mit Deinem Beitrag bezwecken?????????

Gruß Pp

WEIL:

Der erwähnte neue Kraftstoff hat nichts mit dem bestehenden Superdiesel mit GTL Zusatz zu tun. Er geht zumindest Marketingtechnisch neue Wege.

Ein Hauptargument der Kritiker ist ja dass wenn tatsächlich die aktuelle Norm von Dieselöl keine ausreichende Schmierung aller betroffenen Bauteile sicherstellen würde die Grossen Ölkonzerne von sich aus eine Lösung vermarkten würden. Gemäss diesen Kritikern existiere diese Thematik für die Konzerne aber gar nicht. Nun, bis Heute nicht....

Selbst wenn wie von SD erwähnt dieser Neue Treibstoff das Problem technisch nicht perfekt löst, Marketingtechnisch zumindest wird auf die Schmierproblematik explizit eingegangen und auch deren Lösung suggeriert.. Und ich pers. zweifle daran dass nur dieser Thread hier, sei er auch noch so interessant, dies bewirkt hat. 😉

Die Wirtschaftlichen Zusammenhänge wieso es möglich sein könnte das eine solche Problematik von der Industrie so konsequent ignoriert wird wurde hier ja sehr ausführlich erläutert. Ob man diesen Argumenten Glauben schenkt sei jedem selbst überlassen

Ich hoffe Deine Frage damit beantwortet zu haben. Wenn nicht stehe ich selbstverstädlich gerne weiter zur Verfügung..😉

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Hier ist was faul

Hey Leute, was ist los? Das kann nicht sein, dass dieser Thread so nen Rattenschwanz innerhalb eines Tages gekriegt hat. So interessant is des Thema nu wirklich net. Wahrscheinlich hab ich jetzt nen Virus aufm PC.

Re: Hier ist was faul

Zitat:

Original geschrieben von hoinz69


So interessant is des Thema nu wirklich net. Wahrscheinlich hab ich jetzt nen Virus aufm PC.

Wenn ich diesen Satz so lese, bin ich davon überzeugt 😁 🙂

Re: Re: Hier ist was faul

Zitat:

Original geschrieben von hoinz69


Hey Leute, was ist los? Das kann nicht sein, dass dieser Thread so nen Rattenschwanz innerhalb eines Tages gekriegt hat. So interessant is des Thema nu wirklich net. Wahrscheinlich hab ich jetzt nen Virus aufm PC.

Wenn ich diesen Satz so lese, macht sich bei mir vor allem Konfusion breit 😉

Ich habe mir neulich auch mal ein 2-Takt Öl zu panschen besorgt, es ist teilsysthetisch und erfüllt die Normen JASO FC und ISO L-EGC.

Leider habe ich übersehen, dass es ein "vorgemischtes" Scooter Öl ist. Es gibt wohl auch "nicht vorgemischtes" 2-Takt Öl.

Ist da jetzt zuviel Benzin für den Diesel-Motor drin, oder ist das vorgemischte Öl auch OK?

"Vorgemischt" ist genau richtig. Alle für Gemischschmierung vorgesehenen 2-Takt-Öle sind vorgemischt.

@Sterndocktor: Total Excellium Diesel ?

Hallo Sterndocktor,

wollte mal fragen, ob du schon irgendwelche Informationen zur konkreten Zusammensetzung des Total Excellium Diesels hast, den die Ende dieses Monats an den Tankstellen einführen.
Leider sind die im Internet dazu auffindbaren Pressemitteilungen irgendwie ziemlich durchgängig durch totale Inkompetenz gekennzeichnet - einfach mal googeln, dann siehst du schon was ich meine - aber eine Sache hat mich hellhörig gemacht.
Angeblich ist da ein neuentwickeltes (!) Additiv drin, dass explizit die Schmierfähigkeit des Treibstoffs verbessert! Was danach auf der Total-Website kommt rutscht aber gleich schon wieder in den inhaltlich fragwürdigen Bereich ab "Verringerung der maschinellen Verluste durch Reibung im Motor". Mechanische Verluste könnten da ja wohl höchstens in der Hochdruckpumpe reduziert werden.
Wie auch immer, Werbetexte, aber das mit dem neuen (?) Schmieradditiv finde ich interessant.

Gruss und Dank im voraus

Zu diesem "neuen" Total-Dieselsprit hatte ich doch erst kürzlich (auf Seite 90) etwas geschrieben. Wenn die da eine etwas andere Zusammensetzung machen wollen, dann können die das nur in der Mitteldeutschland-Raff. in Spergau machen, weil das die einzige deutsche Raff ist, welche Total gehört.

Das ist zwar die neuste der deutschen Raff (ging erst Ende 1997 in Betrieb) u. auch keine kleine (produziert jährl. rund 5 Mio Tonnen Diesel (inkl Heizöl) u. rund 3 Mio. t Ottosprit), da die rund 1.300 Tanken in Sachsen, Sachsen-Anhalt u. Thüringen versorgen muß.

Diese Raff hat da aber auch keine anderen Möglichkeiten, als z. B. die BP-Raff. in Gelsenkirchen u. Lingen. Erst dachte ich, dass die wohl genau wie ARAL/BP beim "Ultimate Diesel" ebenfalls das obere Siedeende noch etwas weiter reduzieren werden, was für die Zusammensetzung entsprechend weniger n-paraffinische u. dafür mehr iso-paraffinische aber auch mehr naphtenische Komponenten bedeutet.

Mittlerweile weiß ich aber, dass das nicht so ist, sondern dieses sog. "Excellium" lediglich ein anderes Additiv erhält, der eigentliche Sprit aber genau der gleiche wie bisher auch ist.

Additivierung hat Schmierfähigkeits-verbessernde, Cetanzahl-erhöhende, reinigende, Korrosions-schützende, Geruchs-verbessernde u. schaumhemende Wirkung.

Also insges. eigentlich nichts besonderes, sondern ganz normal wie schon lange in D üblich!

Beim Excelium wird dem bisherigen Paket aber zusätzl. noch ein anderer (etwas besserer) Schmierfähigkeitsverb. u. noch mehr von den Cetanzahl-erhöhenden Substanzen zugegeben. Cetanzahl erhöht sich dadurch um rund 4 Punkte auf dann insges. rund 57 - 59 (normal = 53 -55; VP-D hat 57 u. Ultimate D hat 60).

Den "Wirbel" den da Total deshalb macht, kann man aber mehr als reinen Marketing-Gag a la Shell einordnen. Vor allem Shell macht ja den anderen schon länger vor, wie man die Leute veralbert. Z. B. mit ihrem "V-Power 100" u. "Super 95", welche angeblich den Spritverbrauch reduzieren würden, weil die auch einen Reibwertverm. enthalten, (was beim deutschen Ottosprit längst Standard ist)

Und die Shell-Motorenöle "erfrischen" sogar den Motor, weil da Reinigungs- u. Reinhalte additive enthalten sind (ist ebenfalls seit vielen Jahren Standard u. würde ein Motoröl wo das nicht enthalten ist, von uns nicht mal eine 229.1-Freig. erhalten).

Noch kurz etwas zu dem "vorgemischt" bei 2T-Ölen:

Dabei handelt es sich nicht um ein "vorgemischt", sondern um ein vorgelöst! Wie Jan schon geschr. hat, sind die meisten 2T-Öle vorgelöst, damit sie sich eben bei Gemisch-Schmierung möglichst gut u. schnell im Sprit auflösen.

Ob oder nicht, kann man auch schon alleine am Flammpunkt in den Datenblättern erkennen. Bei vorgelösten (i. d. R. durch Kerosin bzw. Petroleum) liegt der Flammpunkt immer um die 100°C (meistens irgendwo zw. 85 - 110). Bei NICHT vorgelösten dagegen bei gut 200°C (ähnlich wie bei 4T-Motorölen).

Grüße

@Sterndocktor
Danke für die Antwort. Ich hatte das auf Seite 90 gelesen.
Mein Interesse bezog sich konkret auf das angeblich neue Reibwertvermindungs-/Schmieradditiv, was sich da konkret hinter verbirgt.

Das mit der Reduzierung der Motorinnenreibung meinen die aber doch wohl hoffentlich nicht ernst, oder?! Was soll denn das für einen Additiv sein, was da bei einem Diesel noch irgendeine Wirkung erzielen sollte?
Bei einem Ottomotor könnte man ja noch von wegen Niederschlagung an den Zylinderwänden etc hypothetisieren, aber beim Diesel gehen einem da doch sogar die theoretischen Ideen aus. Oder überseh ich was?

Gruss

Zitat:

Original geschrieben von martins42


Oder überseh ich was?

Nein, das siehst Du genau richtig!

Ein im Ottosprit enthaltener Reibwertverminderer schmiert auch in erster Linie mal das Einspritz-System, was vor allem bei unseren neuen "CGIs", also den neuen DI-Ottos auch nicht ganz unwichtig ist (welche ähnlich wie die Diesel mit einem CR-System arbeiten, nur dass diese halt "nur" mit 200bar und statt mit Mehrlochdüsen mit nach außen öffnenden arbeiten, mit denen wir einen rotations-symmetrischen Schirmstrahl im Brennraum erzeugen).

Dann hilft der beim Otto auch noch im Brennraum etwas mit u. unterstützt da das Motoröl. Vor allem der Verschleiß vom ersten (obersten) Gasring wird dadurch nochmal etwas reduziert (wo sich das Motoröl konstruktionsbedingt etwas schwer tut).

Aber selbst hier ist das nicht so wie Shell das den Leuten verspricht, dass sich dadurch sogar der Spritverbrauch verringern würde. Der Reibungsverm. Effekt ist nämlich so gering, dass ich das auf den Prüfständen noch nicht einmal messen kann! Den mit Abstand größten Anteil an der inneren Reibung des gesamten Motors hat nämlich nach wie vor der Ventiltrieb. Und da kann etwas was im Sprit enthalten ist, schon gleich überhaupt nichts bewirken!

Zwischen Dichtung (der "Marketing-Heinis"😉 u. Wahrheit (welche technisch tatsächlich der Fall ist) klaffen da halt immer Welten.

Und beim Diesel sind die einzigen Kolben welche der Sprit schmieren kann u. muss, die in z. B. einer Radial-KOLBEN-Pumpe, also der CR-Hochdruckpumpe.

Auch noch ganz oben im Brennraum könnte beim Diesel nur funktionieren, wenn sich der Reibwertverminderer während des Einspritz- u. Verbrennungsvorgangs so schnell vom Sprit trennen könnte, dass er bevor er mitverbrennt sich an den Zylinderwänden niederschlagen könnte. Das geht aber leider nicht, weil dazu beim Diesel einfach keine Zeit ist! Sprit zündet u. verbrennt hier ja schon, WÄHREND eingespritzt wird. Gesamte Gemischbildung u. der Verbrennungsablauf finden hier WÄHREND eingespritzt wird statt.

Beginnt hier immer außen herum bei jedem Einspritzstrahl, wo die Spritmoleküle als erstes ihren Reaktionspartner (= Sauerstoff) finden u. endet immer mit dem Spritmolekülen im "Kern" eines jeden Strahls.

Hier beginne ich mit dem Einspritzvorgang ja erst am Ende des Verdichtungstakts, genau dann, wenn der Sprit auch zünden u. der Verbrennungvorgang beginnen soll. Sprit wird erst am Ende des Verdichtungstakts in die stark verdichtete, sehr heiße aber praktisch ruhende Luft eingespritzt.

Deshalb hat hier eine reibungs- u. verschleißmindernde Substanz keine Zeit u. Gelegenheit, sich vom Sprit zu trennen u. sich irgendwo anzulagern. Außerdem ist der Kolben zu dem Zeitpunkt auch ganz oben u. könnte sich der Reibwertverm. höchstens am Zylinderkopf u. Kolbenboden anlagern. Da braucht aber nichts geschmiert werden. 😉

Selbst die besten auf Carbonsäurebasis von BASF können das nicht. Also die hier: http://worldaccount.basf.com/.../oil_petrochemicals_energy

Außerdem wird davon auch nur eine minimale Menge dazu gegeben. Nur 50 - max.200ppm, je nach Grundsprit, um die von der DIN geforderte MIN-Schmierfähigkeit zu erreichen.

OB beim "Excellium" wirklich der gute u. teure noch extra dazu kommt, u. ob das auch in einer Größenordnung ist, die nennenswert sein wird, so dass der tatschächlich eine bessere Schmierfähigkeit als der normale u. der aus anderen deutschen Raff haben wird, muß ich aber erst noch untersuchen u. testen.

Glaube das aber nicht, solange ich es selbst untersuchen konnte. Weil, wenn ich eins gelernt habe, dann ist es das, dass eine Mineralölkonzern von sich aus überhaupt nichts macht, wozu ich ihn nicht gezwungen habe! Außer eben solchen Marketing-Geschichten, welche den Konzern nichts kosten u. nichts bringen - außer dem Konzern mehr Geld in die Kasse!

Gruß

P. S. Kleine Zusatzinfo betr. Dieselverbrennung:

Um beim Diesel eine einigermaßen homogene Verbrennung hinzubekommen (also ähnlich wie beim Otto), bräuchte ich Düsen mit gut 40 Düsenlöchern (die aktuellen haben aber nur 8), welche auch noch so klein sein müßten, dass die mit dem herkömmlichen Verfahren gar nicht mehr gebohrt werden können u. dann eben auch nochmal deutlich höhere Drücke.

Rest der Zusatzinfo (konnte das leider nicht mehr in den vorangegangen Beitrag einfügen):

Und der andere Weg wäre eben der, auch beim Diesel nicht erst dann einzuspritzen, wenn er auch gleich zünden soll, sondern auch hier schon früher - also mehr so wie beim Otto.

Da hätte dann ein guter Schmierfähigkeits-Verb. auch eine Chance, sich vom Sprit zu trennen u. sich anzulagern, bevor er mitverbrannt wird, bzw. sich anzulagern, da er eben nicht gleich mitverbrannt wird.

Solche Motoren laufen bei uns auch schon eine ganze Weile im Versuch. Die haben wir aber natürlich nicht deshalb entwickelt, damit auch hier die Zyl. zusätzl. noch ein bisschen über den Sprit mitgeschmiert werden können, sondern um die eben innermotorisch noch sauberer zu machen - besonders was die Stickoxide betrifft.

Funktioniert aber nur innerhalb eines eingeschränkten Drehzahl-/Last-Bereichs befriedigend, weil man es darunter mit einer verschleppten Zündung u. in Vollastnähe mit Frühzündungen zu tun bekommt. Und selbst dafür muß ich den gesamten Motor auf den Sprit u. den Sprit auch noch auf dieses Brennverfahren abstimmen. Diese Motoren haben zwar auch keine Zündkerze, sind aber trotzdem keine richtigen Diesel mehr (VW arbeit da ebenfalls daran u. hat erst kürzlich einige Presse-Leute mit so einem fahren lassen).

Mir erscheint da aber unsere aufwendige Abgas-Nachbehandlung namens "Bluetec" 1. als die bessere u. sinnvollere Lösung u. 2. im Vergleich dann auch nicht mehr so aufwendig. Wir haben da übrigens zwei versch. Systeme entwickelt. Und eins der beiden Systeme benötigt KEINEN Adblue (Harnstoff-Wasser-Lösung) -Tank, der immer wieder aufgefüllt werden muß, weil dieses den benötigten Ammoniak onbord SELBER produziert (für Europa werden wir wohl generell dieses verwenden)!

Wenn europaweit (nicht nur in D) eine flächendeckende Versorgung mit sehr schwefelarmen Dieselsprit sichergestellt ist (wir hoffen, dass das 2009 der Fall sein wird), werden wir das dann auch hierzulande anbieten.

Noch eine Zusatzinfo betr. Schmierung der Zylinder zusätzl. durch den Sprit (hatte ich gestern vergessen gleich noch zu erwähnen).

So wie ich das erklärt habe, könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Diesel da benachteiligt wären, weil bei denen ein im Sprit enthaltener Schmierfähigkeitsverb. bzw. Reibwertverm im Motor selber (in den Zyl.) nicht funktioniert.

Bei einem normalen Otto ist das in den Zyl. eigentlich auch nur beim Kalltstart (vor allem im Winter) u. noch ein Weilchen während der Warmlaufphase nötig, bzw. sinnvoll. Und zwar deshalb, weil hier ja ordentlich angefettet werden muß, um im kalten Zustand überhaupt ein zündfähiges Gemisch in die Brennräume zu bekommen.

Und genau deshalb kann es hier dann sein, dass der Schmierfilm an den Zyl.-Wänden etwas zuviel durch unverbrannten Sprit verdünnt wird. Besonders deshalb u. während das so ist, hilft dann der Reibwert-Verm. in den Zylindern mit. Spätestens ab Betriebstemp. ist das dann aber auch beim Otto nicht mehr nötig u. reicht es auch hier, dass der Sprit nur noch das Einspritzsystem etwas schmiert.

Bei den neuen MB-DI-Ottos (= neue CGIs, welche demnächst auf den Markt kommen u. ich schon erwähnt hatte), ist das aber nicht einmal beim winterlichen Kaltstart nötig. Das deshalb, weil sich bei denen selbst beim Kaltstart kein unverbrannter Sprit an den Zylinderwändern niederschlagen kann.

Das deshalb, weil ich bei denen mit diesem System so einspritzen kann, dass in Verbindung mit den Muldenkolben die Gemischwolke so zusammengehalten wird, dass eben so gut wie überhaupt kein unverbrannter Sprit die Zyl-Wände berührt.

Genau deshalb funktioniert der Reibwertverm. im Sprit bei denen an den Zyl-Wänden, ähnlich wie bei einem Diesel, ebenfalls nicht u. ist das hier auch nicht erforderlich. Nur das Einspritzsystem von denen ist auf eine gewisse Schmierung angewiesen. Eben mehr so wie das bei einem Diesel der Fall ist.

Bei einem Diesel brauche ich selbst beim Kaltstart nicht anfetten u. gelangt da selbst dann kein unverbrannter Sprit an die Zylinderwände u. wird deshalb auch der Schmierfilm nicht verdünnt.

Nur wenns im Winter wirklich sehr kalt ist, kann es sein, dass eine winzige Menge unverbrannter Sprit die Zyl-Wände trifft. Ist aber selbst dann nur bei den allerersten Zündungen der Fall u. nicht der Rede wert. Deshalb ist das hier im Gegensatz zu einem normalen Saugrohreinspritzer-Otto auch nicht nötig, dass die Zyl. zusätzl. noch ein bisschen über den Sprit geschmiert werden - u. genau deshalb eben auch gar nicht möglich!

Grüße

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