Neuwagen oder junger Gebrauchter mit guten Preis-Leistungs-Verhältnis, keine Mitfahrer
Ein Auto ist für mich ein Gebrauchsgegenstand, es zählt in erster Linie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, über die gesamte Lebensdauer des Kfz, also Kaufrpeis, laufende Kosten, zu erwartende Reparaturen, Wiederverkaufswert. Wobei ich diesen wie meinen letzten Wagen möglichst lange fahren werde (letzter 12 Jahre).
Mein Fahrprofil:
Durchschnittliche Jahreskm: 19.000
99% keine Mitfahrer --> die Rückbank wird quasi nie genutzt, ein großer Kofferraum wäre daher eher von Vorteil.
Mein Arbeitsweg führt 20km (einfacherweg) über die Schnellstraße mit 100km/h Geschwindigkeitsbegrenzung, ansonsten Landstraße und Stadtverkehr. Weit weniger auf Straßen wo man schneller als 100 km/h fahren darf, dann fahre ich am liebsten 130km/h.
Auto soll normale Handschaltung haben. 5 Gänge sind ausreichend.
Möglichst keine elektrische Handbremse.
Lege keinen Wert auf elektronische Spielereien, jedoch auf eine solide Verarbeitung, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Sicherheit.
Preis: Bei Neufahrzeug bis zu 30.000€, bin aber auch nicht böse wenn es nur 15.000 kostet... wie beschrieben sollte das Preis Leistugnsverhältnis stimmen. Wäre schon schön wenn ich lange mit dem Wagen ohne Reparaturen und Schrereien fahren kann ohne aber Geld für Schnickschnack auszugeben (Alufelgen, Zierleisten, Sitzheizung, elektrisch verstellbare Außenspiegel und son Gedöns brauche ich nicht).
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Ich habe zwar öfter ein Fahrrad im Auto als Fahrgäste auf der Rückbank, dennoch transportiere ich es nicht so häufig, dass ich mir gleich dafür einen Transporter kaufe.
Ein Kleinwagen-Kombi hätte da die größere Verwendungsbreite.
Zurzeit fahre ich auch einen Fabia combi.... und obwohl ich nichts schlechtes über den sagen kann, habe ich nach 12 Jahren Lust auf ein anderes Auto.
Was aber unverändert bei mir ist, ist der Wunsch einen jungen gebrauchten oder Neuwagen zu kaufen und den dann wieder sehr lange zu fahren. Daher frage ich mich halt ob teurere Marken auch länger leben oder länger reparaturfrei bleiben, oder ob der Aufpreis aussschließlich Komfort, Elektronische Spielereien und Statussymbol erkauft.
Zitat:
@cp03525 schrieb am 12. Dezember 2021 um 09:01:30 Uhr:
1. Daher frage ich mich halt ob teurere Marken auch länger leben oder länger reparaturfrei bleiben,
2. oder ob der Aufpreis aussschließlich Komfort, Elektronische Spielereien und Statussymbol erkauft.
1. Meine Erkenntnis: ein klares nein. Ich sehe das so, dass der Käufer der 40000€ A-Klasse mehr bereit und in der Lage ist an Pflege und Instandhaltung zu investieren als der Käufer des 10000€ Sandero. Während zB MB teils sehr schlimm war (Rost, Getriebeschaden, etc …) und die Audi auch immer wieder was brauchten, fuhren/fahren die Renault Dacia erstaunlich problemlos im Vergleich. Die meisten Liegenbleiber in unserer internen Statistik hat MB. Die wenigsten (= 0) Renault.
2. das geht etwas weiter. Die Gestaltung und die Materialien mag das noch verteuern, ganz sicher aber die Fülle an Optionen die man bei den teureren Marken idR hat - sei es nun Ausstattung oder Motorisierung. Da ist der Vergleich ganz gut zwischen dem Tiguan und dem CRV - den CRV gibts nur in einer Motorisierung, nur in vordefinierten Ausstattungen die du eben so akzeptieren musst. Da ist der Tiguan erheblich wandelbarer und individueller. Das macht ihn aber in der Herstellung teurer.
Zitat:
@cp03525 schrieb am 12. Dezember 2021 um 09:01:30 Uhr:
Was aber unverändert bei mir ist, ist der Wunsch einen jungen gebrauchten oder Neuwagen zu kaufen und den dann wieder sehr lange zu fahren. Daher frage ich mich halt ob teurere Marken auch länger leben oder länger reparaturfrei bleiben, oder ob der Aufpreis aussschließlich Komfort, Elektronische Spielereien und Statussymbol erkauft.
Eine Frage zu der es unendlich viele verschiedene Meinungen gibt. Die Antwort auf die Frage ist tendenziell "ja", aber mit ganz vielen Einschränkungen. Die erste große Einschränkungen sind Konstruktions- und Serienfehler. Ein beispielsweise fehlerhaft konstruiertes Getriebe kann bei jedem Hersteller vorkommen und ist bei praktisch jeder Marke in jedem Preissegment zu finden. Das trifft dann natürlich immer nur einzelne Bauteile - die dann aber dennoch ein großes Ärgernis sein können. Serienfehler sind meist fehlerhafte Chargen eines Zulieferers - passiert ebenfalls allen.
Der große Unterschied liegt in der Konzeption und den Details. Dazu gehört hinsichtlich des Komforts auch oft das basteln an guten durchdachten Lösungen. Das sind dann gern mal etwas aufwendigere Wege die aber einfach besser sind. Wie lang feilt der Hersteller an einer besseren Akustik im Innenraum oder lässt er es recht früh einfach gut sein. Die Konzeption ist die Antwort auf die Frage mit wie spitzem Stift kalkuliert wurde. Das fällt die ersten Jahre nicht auf, aber irgendwann jenseits der 100tkm und erst recht jenseits der 200tkm werden die Unterschiede deutlich. Wenn der Hersteller überall nochmal einen Cent sparen wollte, fallen einige Bauteile früher aus.
Grundsätzlich sind die teureren Hersteller hier häufiger besser. Aber auch die haben und hatten immer wieder Sparphasen in denen man zwar die Preise erhöhte aber meinte doch billiger produzieren zu wollen. Über Jahre rosteten Mercedes schneller als vermeintliche Billigautos. Das hat man schon lang behoben - aber du weißt immer erst hinterher ob nicht doch wieder einer zu sehr spart.
Im Alltag kommen natürlich die Unterschiede in der Pflege durch die Halter hinzu.
Man kann schon sagen, dass ein Mercedes oder BMW in aller Regel haltbarer als ein Dacia ist. Wenn du aber abseits der Extreme schaust, wird der Unterschied geringer. Und manchmal kostet das schlechtere Auto mehr. Das beste Beispiel ist VW. Über viele Jahre konnten die die höheren Preise nicht mit höherer Qualität rechtfertigen.
Und dann kommt das Hauptproblem: Wie viel mehr ist die höhere Haltbarkeit wert? Mein Kia Ceed ist ein eher günstiger Kompakter. Damals hätte ein vergleichbarer (etwas schlechter ausgestatteter) Golf 5000€ mehr gekostet. Eine A-Klasse wäre ca. 10.000€ teurer gewesen. Selbst wenn die A-Klasse langlebiger sein sollte, kann sie kaum so langlebig sein um jemals den Preisunterschied wieder reinzufahren. Wenn mein Ceed ein wertloser Schrotthaufen ist, müsste die A-Klasse noch 10.000€ wert sein - das ist völlig unrealistisch. Deshalb würde ich nie wegen der Langlebigkeit nach Premiumfahrzeugen schauen. Wenn es um Komfort und Technik geht ist das gut begründbar. Aber selbst günstige Autos haben heute meist eine so gute Qualität, dass der Aufpreis zu Premium nie verhältnismäßig ist.
Zitat:
@Abkueko schrieb am 12. Dezember 2021 um 14:54:01 Uhr:
Zitat:
@cp03525 schrieb am 12. Dezember 2021 um 09:01:30 Uhr:
Was aber unverändert bei mir ist, ist der Wunsch einen jungen gebrauchten oder Neuwagen zu kaufen und den dann wieder sehr lange zu fahren. Daher frage ich mich halt ob teurere Marken auch länger leben oder länger reparaturfrei bleiben, oder ob der Aufpreis aussschließlich Komfort, Elektronische Spielereien und Statussymbol erkauft.Eine Frage zu der es unendlich viele verschiedene Meinungen gibt. .......
Yup, so ist es und meine Meinung dazu hatte ich hier vor kurzem verfasst:
https://www.motor-talk.de/.../...-am-tag-sucht-kombi-t7203865.html?...
Ähnliche Themen
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 12. Dezember 2021 um 16:35:14 Uhr:
Yup, so ist es und meine Meinung dazu hatte ich hier vor kurzem verfasst:https://www.motor-talk.de/.../...-am-tag-sucht-kombi-t7203865.html?...
Wobei man die einschränken muss: Die frühere Qualität ist in keinem Fall mit der heutigen vergleichbar. Deine schlechten Erfahrungen basieren oft auf uralten Modellen und dann stellenweise einzelnen Modellen. Ein wegrosten in den 70er Jahren war auch bei vielen teuren Herstellern keineswegs unüblich. Im Gegenzug gehen auch die günstigeren Modelle heute nicht mehr so schnell kaputt. Kannst du ja am TE sehen. Skoda gilt/galt auch als günstiger Einstieg in den VW-Konzern mit der man der billigen Konkurrenz begegnen will. Sein Fabia fährt seit 12 Jahren ohne große Probleme.
Und zu den Langstreckenfahrzeugen gemäß des verlinkten Artikels: Das ist unfug. So viel Laufleistung bekommen nur Vielfahrer drauf - die fahren allein schon aus Komfortgründen vornehmlich Mittelklasse und häufig Premium. Noch dazu kommt der Kostenfaktor. Ein sehr teures Auto hat auch in höherem Alter mit vielen Kilometern noch einen ordentlichen Restwert. Ein 10 Jähriger Dacia mit 250.000km hat einen Restwert nahe 0 - da steckt keiner mehr nennenswert Geld in eine Reparatur. Bei einer S-Klasse ist das was anderes.
Zitat:
@Abkueko schrieb am 12. Dezember 2021 um 16:47:08 Uhr:
.....Und zu den Langstreckenfahrzeugen gemäß des verlinkten Artikels: Das ist unfug. So viel Laufleistung bekommen nur Vielfahrer drauf - die fahren allein schon aus Komfortgründen vornehmlich Mittelklasse und häufig Premium. ....
Die Realität sieht wohl etwas anders aus, denn im Ranking 2020 der Top 10 Dienstwagen in D befinden sich auch 5 sog. nicht Premium-Fahrzeuge:
https://www.autobild.de/artikel/dienstwagen-kaufberatung-11044013.html
Die beiden beliebtesten Dienstwagen-/Flottenfahrzeuge der Mittelklasse waren in 2020 mit VW Passat (55.118) und Skoda Octavia (41.949) auch KEINE sog. Premium-Fahrzeuge:
https://www.auto-motor-und-sport.de/.../
Die oben von mir verlinkte Langläufertabelle sieht hingegen bei den "Alteisen" - mit einer Ausnahme (Toyota) - nur ABM- und Volvo-Fahrzeuge vorne.
Woran das wohl liegt??? Wohl kaum nur an der Pflege, denn da sollte dann auch ein Ford Mondeo, VW Passat, Opel Insignia oder Skoda Octavia bei den Langläufern auftauchen.
Im Übrigen pflegte ich meinen Opel Kadett 1.6 und meinen Ford Sierra 2.3 in den 90gern nicht weniger als den Audi 100 von 1988. Dennoch überlebte der Audi den parallel gefahrenen Ford und den Opel um etliche Jahre.
Der 2004 neu angeschaffte Mazda 3 rostet ebenfalls etwa doppelt so schnell wie der als JW 2001 angeschaffte Golf IV, der mit 24tkm in etwa soviel gebraucht, wie der Mazda 2 Jahre später mich neu kostete. Der Mazda 3 brachte beim Wiederverkauf nach 8 Jahren mit ca. 150tkm noch knapp 1300 €. Der Golf schaffte in 18 Jahre Haltedauer, bis er nicht mehr die HU schaffte, ca. 230tkm und ging dann für knapp 500 € in den Export. Da wundert es nicht, dass insbesondere wegen des deutlich geringeren Wertverlustes des Golf IV - den ich noch nicht einmal als Premium-Produkt ansah -, dessen Betriebskosten um ca. 1/3 unter denen des Mazda 3 lagen.
Dass dazu meine 3 neu in Folge gekauften Volvo (850/V70-I/V70-II) absolut problemlose Fahrzeuge ohne jedes Motor- oder Rostproblem waren, halte ich, wenn man den oben verlinkten WiWo-Bericht liest, wo der Volvo 850 als "Sieger" hervorgehoben wird, denn auch nicht nur für einen bloßen Zufall.
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 12. Dezember 2021 um 17:27:22 Uhr:
Die oben von mir verlinkte Langläufertabelle sieht hingegen bei den "Alteisen" - mit einer Ausnahme (Toyota) - nur ABM- und Volvo-Fahrzeuge vorne.Woran das wohl liegt??? Wohl kaum nur an der Pflege, denn da sollte dann auch ein Ford Mondeo, VW Passat, Opel Insignia oder Skoda Octavia bei den Langläufern auftauchen.
Das ist recht einfach erklärt. Wer einen günstigen Neuwagen sucht, der hat oft weniger Geld zur Verfügung. Der durchschnittliche Daciakäufer wird ein Preisfuchs sein. Dann wird der heilige Neuwagen oft auch mit minimalster Wartung x Jahre gefahren. Die Mehrzahl der Premiumfahrzeuge wandert neu eben ins Leasinggeschäft oder zu gut betuchten Personen. Diese Gruppen geben oft deutlich mehr als der Durchschnitt für die Fahrzeugwartung aus bzw. lassen die Fahrzeugwartung überhaupt nach Herstellervorgabe durchführen. Das preiswerte Fahrzeug sieht wegen der Garantie x Jahre oft nur 3 Jahre die Markenwerkstatt und danach wird rigeros gespart und der Ölwechsel nach Intervall wird in der freien Werkstatt oder bei Pitstop durchgeführt. Die sonstigen Fehler merkt man schon, wenns nicht mehr fährt oder der HU-Mensch meckert. Kein Wunder das Dacia schon bei der HU nach 5 Jahren mit defekten Bremsen, Abgasanlagen und Leuchtmitteln auffällt, während der Firmenwagen zur HU direkt in die Werkstatt geht und da auch neue Wische für 50 € der Satz kein Beinbruch sind. Zahlt ja eh die Firma oder jemand, dem das Geld eher zu den Ohren rausquillt.
Der aktuelle VW Polo kostet bald das doppelte des aktuellen Sandero (natürlich noch nicht komplett ausstattungsbereinigt). Selbst Ausstattungsbereinigt liegt der VW locker bei 150 % des Wertes vom Dacia. Die Gewissheit, das das Fahrzeug auch eine 1/3 längere Nutzzeit hat, ist mehr Wunschdenken als Realität. Zumindest dann, wenn beide Fahrzeuge die identische Pflege erhalten. Nichtpflege gegen regelmäßige Wartung verliert logischerweise ...
Übrigens will der TE sein Geld wegen der Inflation in einem Neuwagen anlegen (schrieb er in nem anderen Thread). Ich glaube so verliert es in 5 Jahren deutlich mehr an Wert als es das Geld in der gleichen Zeit selbst auf dem Girokonto tun würde.
Zitat:
@Knergy schrieb am 13. Dezember 2021 um 18:41:37 Uhr:
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 12. Dezember 2021 um 17:27:22 Uhr:
Die oben von mir verlinkte Langläufertabelle sieht hingegen bei den "Alteisen" - mit einer Ausnahme (Toyota) - nur ABM- und Volvo-Fahrzeuge vorne.Woran das wohl liegt??? Wohl kaum nur an der Pflege, denn da sollte dann auch ein Ford Mondeo, VW Passat, Opel Insignia oder Skoda Octavia bei den Langläufern auftauchen.
Das ist recht einfach erklärt. Wer einen günstigen Neuwagen sucht, der hat oft weniger Geld zur Verfügung. Der durchschnittliche Daciakäufer wird ein Preisfuchs sein. Dann wird der heilige Neuwagen oft auch mit minimalster Wartung x Jahre gefahren. Die Mehrzahl der Premiumfahrzeuge wandert neu eben ins Leasinggeschäft oder zu gut betuchten Personen. Diese Gruppen geben oft deutlich mehr als der Durchschnitt für die Fahrzeugwartung aus bzw. lassen die Fahrzeugwartung überhaupt nach Herstellervorgabe durchführen. Das preiswerte Fahrzeug sieht wegen der Garantie x Jahre oft nur 3 Jahre die Markenwerkstatt und danach wird rigeros gespart und der Ölwechsel nach Intervall wird in der freien Werkstatt oder bei Pitstop durchgeführt. Die sonstigen Fehler merkt man schon, wenns nicht mehr fährt oder der HU-Mensch meckert. Kein Wunder das Dacia schon bei der HU nach 5 Jahren mit defekten Bremsen, Abgasanlagen und Leuchtmitteln auffällt, während der Firmenwagen zur HU direkt in die Werkstatt geht und da auch neue Wische für 50 € der Satz kein Beinbruch sind. Zahlt ja eh die Firma oder jemand, dem das Geld eher zu den Ohren rausquillt.
Der aktuelle VW Polo kostet bald das doppelte des aktuellen Sandero (natürlich noch nicht komplett ausstattungsbereinigt). Selbst Ausstattungsbereinigt liegt der VW locker bei 150 % des Wertes vom Dacia. Die Gewissheit, das das Fahrzeug auch eine 1/3 längere Nutzzeit hat, ist mehr Wunschdenken als Realität. Zumindest dann, wenn beide Fahrzeuge die identische Pflege erhalten. Nichtpflege gegen regelmäßige Wartung verliert logischerweise ...
Übrigens will der TE sein Geld wegen der Inflation in einem Neuwagen anlegen (schrieb er in nem anderen Thread). Ich glaube so verliert es in 5 Jahren deutlich mehr an Wert als es das Geld in der gleichen Zeit selbst auf dem Girokonto tun würde.
Also wenn die schlechte Tüv-Bilanz bei Dacia daran hängt, dass ein Ölwechsel in ner freien gemacht wurde, dann sind die Dinger wohl auch wirklich nix.
Ohnehin ist das alles pure Spekulation.
Meine Erfahrung mit Dacia ist eher negativ. Klapperkarren bei denen man ab Tempo 80 am besten Gehörschutz in der Hosentasche haben sollte.
Aus meiner Sicht keine Fahrzeuge um damit die nächsten 10,12 Jahre sorglos zu fahren.
Das einzige Argument ist und bleibt das Preis/-Leistungsverhältnis.
Wie mein geiziger Arbeitskollege immer argumentiert:“Wenn ich anstatt einer S-Klasse 10 Dacia kaufen, womit fahre ich wohl länger?“
Kann man natürlich so sehen, jedoch ist solch eine Argumentation nur für lebende Zombies^^
Das ist falsch. Dacia-Fahrer*innen fahren halt meist selber zum TÜV ohne das Auto vorher bei einer Werkstatt durchsehen zu lassen und dann scheitern sie eben schon an einer defekten Birne.
Ich kenne Flottenmanager für Mietwagen aus Südeuropa und die alle sagen, dass die Dacia weder besser noch schlechter als die anderen Flottenautos laufen.
Das kann ich bestätigen, wenn auch eben nur eng begrenzt auf unseren Betrieb. Wir haben immer noch einen der ersten Dokker aus 2013 oder 14 in Nutzung. Der hatte genau nix außer Inspektionen. Klar - der sieht jetzt nicht mehr schön aus, wo die Materialien der hochwertigeren Fahrzeuge (zumindest teilweise) nach 100000km besser aussehen. Aber was die technische Zuverlässigkeit anbelangt überrascht der, während namhafte Premiummodelle bisher fast immer mindestens 1x pA außer Plan zur Werkstatt mussten. Ich würde aus unserer Erfahrung heraus immer wieder einen Dacia wählen wenn er passt. Die letzten richtig guten Premiumfahrzeuge bei uns waren Volvo C70, BMW E39 und Audi A8 D3. Danach haben die ihren Vorteil in Sachen Qualität stark abgebaut. So hat unser Fiat Doblo weniger (nämlich gar nicht) gerostet als der MB B (der war unterirdisch). Trotzdem der MB B in der TÜV-Statistik weit vor dem Doblo liegt.
Ein sehr gutes Preis Leistungs Verhältnis bietet momentan der Opel Astra K. Gerade mit wenig Ausstattung gibt es ihn durchaus für 16000 Euro neu. Am wenigsten Kopfschmerzen über die Jahre werden dir aber wohl Kia und Toyota machen. Kia bietet 7 Jahre Garantie und Toyota bis zu 10 Jahre wenn die Inspektion bei denen durchgeführt wird. Müsste man sich mal die Garantie Bedingungen durchlesen was darin enthalten ist.
Zitat:
@seahawk schrieb am 15. Dezember 2021 um 07:26:01 Uhr:
Das ist falsch. Dacia-Fahrer*innen fahren halt meist selber zum TÜV ohne das Auto vorher bei einer Werkstatt durchsehen zu lassen und dann scheitern sie eben schon an einer defekten Birne.Ich kenne Flottenmanager für Mietwagen aus Südeuropa und die alle sagen, dass die Dacia weder besser noch schlechter als die anderen Flottenautos laufen.
Ich kann dieser Argumentation nicht ganz folgen.
Schön wenn Flottenkunden sowas bestätigen, aber was nützt es wenn man als Privatperson
- mangelnde Materialanmutung
- katastrophale Geräuschkulisse
- bereits als Neuwagen, kaum akzeptable Fahrwerte
- Spaßfaktor 0,0%
- polternde Fahrwerke
- selten schlechtere Sitze erlebt
Letztendlich bleibt nur ein einziges Argument: der Preis! Billig, billig, billig... Wie das Nackensteak bei Aldi.
Wenn man keinerlei Ansprüche an ein Automobil stellt, so kann man Dacia sicherlich in Erwägung. Allerdings, findet man sicherlich auch Gebrauchtwagen welche die Hälfte eines Dacia NW kosten und auch jahrelang fahren. Man muss die Messlatte nur niedrig genug setzen.
Die Aussage "Das ist falsch. Dacia-Fahrer*innen fahren halt meist selber zum TÜV ohne das Auto vorher bei einer Werkstatt durchsehen zu lassen und dann scheitern sie eben schon an einer defekten Birne" ist doch reines Wunschdenken.
Wieso sollte der Dacia-Fahrer anders mit seinem Fahrzeug umgehen als ein Fiat/Opel/Skoda-Fahrer mit teilweise identischen Anschaffungskosten?
Ja, wenn man beim Auto die Optik und den "Eindruck" als sehr wichtig bewertet, verliert Dacia durchaus. Wem sowas aber egal ist, der hat nichts von einem aufgeschäumten Armaturenbrett oder einem Lederschaltsack, der bei 200.000 km noch wie neu aussieht. Bei dem tut es auch ein Hartplastikarmaturenbrett und ein etwas ausgfranster Schaltsack.
Vergleichen wir mal den Dacia Sandero mit dem VW Polo:
- Dacia Sandero II Baujahr 2016 mit 75 PS, Beschleunigung auf 100 km/h in 14,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 164 km/h, Verbrauch 6,0 Liter angegeben (bei Spritmonitor etwa bei 6,3 Liter)
- VW Polo V Baujahr 2016 mit 75 PS, Beschleunigung auf 100 km/h in 14,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 173 km/h, Verbrauch 6,0 Liter angegeben (bei Spritmonitor etwa bei 6,0 Liter)
Also weder von den Fahrdaten noch vom Verbrauch sehe ich da wirklich größere Vorteile beim VW Polo. Wer ein Auto also nur braucht, um von A nach B zu kommen, war mit den etwa 40 % Aufpreis vom VW eher schlecht bedient. Zumal die angesprochenen Dinge wie schlechte Sitze insbesondere in den einfachen Ausstattungen bei VW 1:1 stimmen. Gutes Gestühl bekommt man da nur, wenn man da tiefer in die Tasche greift.
Und den Vergleich zu älteren Fahrzeugen gewinnt das ältere Fahrzeug auch nur, wenn es früher entsprechend teurer war. Denn lauter als ein Seriengolf 4 kann der Sandero auch nicht sein, auch schlechtere Sitze als bspw. beim G4 geht fast nicht. Denn auch die alten Autos sind nur "besser", wenn sie früher mal ein vielfaches mehr gekostet haben. Der Vergleich ist also echt unfair ...
Mag sein das der aktuelle Polo für 20.000 € durchaus NOCH leiser und angenehmer zu fahren ist, als ein 10.000 € Sandero. Der Sandero ist aber keinesfalls mit 20 Jahre alten Klein- und Kompaktklassewagen zu vergleichen. Denn deutlich besser als die ist er immer noch. Und die restlichen 20 % über dem Sandero kosten eben auch massiv Geld.
Zitat:
@Knergy schrieb am 15. Dezember 2021 um 19:55:24 Uhr:
Ja, wenn man beim Auto die Optik und den "Eindruck" als sehr wichtig bewertet, verliert Dacia durchaus. Wem sowas aber egal ist, der hat nichts von einem aufgeschäumten Armaturenbrett oder einem Lederschaltsack, der bei 200.000 km noch wie neu aussieht. Bei dem tut es auch ein Hartplastikarmaturenbrett und ein etwas ausgfranster Schaltsack.Vergleichen wir mal den Dacia Sandero mit dem VW Polo:
- Dacia Sandero II Baujahr 2016 mit 75 PS, Beschleunigung auf 100 km/h in 14,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 164 km/h, Verbrauch 6,0 Liter angegeben (bei Spritmonitor etwa bei 6,3 Liter)
- VW Polo V Baujahr 2016 mit 75 PS, Beschleunigung auf 100 km/h in 14,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 173 km/h, Verbrauch 6,0 Liter angegeben (bei Spritmonitor etwa bei 6,0 Liter)
Also weder von den Fahrdaten noch vom Verbrauch sehe ich da wirklich größere Vorteile beim VW Polo. Wer ein Auto also nur braucht, um von A nach B zu kommen, war mit den etwa 40 % Aufpreis vom VW eher schlecht bedient. Zumal die angesprochenen Dinge wie schlechte Sitze insbesondere in den einfachen Ausstattungen bei VW 1:1 stimmen. Gutes Gestühl bekommt man da nur, wenn man da tiefer in die Tasche greift.
Und den Vergleich zu älteren Fahrzeugen gewinnt das ältere Fahrzeug auch nur, wenn es früher entsprechend teurer war. Denn lauter als ein Seriengolf 4 kann der Sandero auch nicht sein, auch schlechtere Sitze als bspw. beim G4 geht fast nicht. Denn auch die alten Autos sind nur "besser", wenn sie früher mal ein vielfaches mehr gekostet haben. Der Vergleich ist also echt unfair ...
Mag sein das der aktuelle Polo für 20.000 € durchaus NOCH leiser und angenehmer zu fahren ist, als ein 10.000 € Sandero. Der Sandero ist aber keinesfalls mit 20 Jahre alten Klein- und Kompaktklassewagen zu vergleichen. Denn deutlich besser als die ist er immer noch. Und die restlichen 20 % über dem Sandero kosten eben auch massiv Geld.
Um in den Sandero wenigstens eine Klimaanlage reinzubekommen, muss man mit Überführung/Zulassung mindestens 12T€ auf den Tisch legen und bekommt dann mit 67 PS ein Fahrzeug, welches im Straßenverkehr jeden LKW auf der Beschleunigungsspur behindert;-)
Übrigens, hast du den Sandero mit einem Golf 4 verglichen, welcher 1997 sein Debüt feierte… Das sagt doch schon alles.
Wie gesagt, für den Dacia spricht maximal der Preis.
In diesem inkludiert ist dann gemäß mehreren Forenteilnehmern das Image, des verblödeten Autofahrers der nicht einmal in der Lage ist vor dem Tüv die Lichtanlage zu prüfen, geizig ist bei Service/Wartung und ohnehin wie der letzte Trampel mit seinem Auto umgeht.
Das wars dann aber auch schon.
Zitat:
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Die Aussage "Das ist falsch. Dacia-Fahrer*innen fahren halt meist selber zum TÜV ohne das Auto vorher bei einer Werkstatt durchsehen zu lassen und dann scheitern sie eben schon an einer defekten Birne" ist doch reines Wunschdenken.
Wieso sollte der Dacia-Fahrer anders mit seinem Fahrzeug umgehen als ein Fiat/Opel/Skoda-Fahrer mit teilweise identischen Anschaffungskosten?
Diese Aussage wird von den Dacia Fans gebietsmühlenartig immer wieder vorgebracht. Bisher wurde aber m. W. nie eine seriöse Quelle für diese These genannt. Mir erscheint das auch, wenn überhaupt, nur vordergründig plausibel: 1. Wer Geld sparen will oder muss kauft tendenziell keinen Neuwagen. 2. Wer langfristig sparen möchte, lässt sein Fahrzeg warten.