Nachlackierungen beim neuen S212
Guten Morgen,
Ich habe ja vor ca. zwei Wochen meinen neuen Dicken abgeholt. Am rechten Kotflügel war eine ca. 5mm große Delle mit Lackschaden. In der Vertragsverhandlung wurde die Neulackierung und Ausbesserung der Delle vereinbart. Der Verkäufer schlug mir Die Neulackierung des gesamten Kotflügels vor. Nun habe ich aber 2 Wochen später (gestern Abend) bemerkt, dass ein deutlicher Farbunterschied zwischen rechtem Kotflügel und Tür besteht. Zum Vergleich habe ich ein Foto des linken 'originalen' Kotflügels hochgeladen.
Was meint ihr? Ist das normal? Reklamieren? Was soll ich tun. Ich bin absolut unglücklich über diesen Zustand. Dumm ist auch, dass der Händler 150km entfernt ist. Hat aber auch ne Niederlassung hier in der Stadt...
Ich brauch euren Rat. Soll ich das so akzeptieren?
Vielen Dank für eure Meinungen und Ratschläge
Beste Antwort im Thema
@mkjeans : Reklamieren! Auch wenn der Weg weit ist! Das war keine gute Arbeit des Lackierers. Bei diesem sensiblen Lack (Silber ist nun mal schwierig) müssen auch die umliegenden Teile beilackiert werden. Nur so krass wie der Unterschied ist dürfte auch der "falsche" Lack gewählt worden sein, da ist es mit Beilackieren auch nicht mehr getan.
53 Antworten
Mich wundert es überhaupt, dass Firmen nach Lackierungen die Fahrzeuge wieder an die Kunden ausgeben, bei denen der Farbton nicht einwandfrei passt. Scheinbar keine "Ehre im Leib". Ist ja nicht gerade ein "Aushängeschild" für die Firma, wenn man solch eine Arbeit abliefert, auch nicht geschäftsfördern (Heh, wo hast du den diese miese Lackierung machen lassen ---- na bei der Firma XY ---- na danke, dort lasse ich mit Sicherheit nichts lackieren).
Deshalb verstehe ich das überhaupt nicht.
Nach dem Bild ist der Farbton des Kotflügels deutlich dunkler als die angrenzenden Fahrzeugteile (Haube, Dachholm). M.W. müssen bei Nachlackierungen an der Seite auch die angrenzenden Seitenteile neu lackiert werden. Das war jedenfalls die Aussage meiner Werkstatt nach einem Schaden nur am Kotflügel und meiner Nachfrage, warum lt. Rechnung auch die Türe lackiert wurde. Das nannte sich dann - so weit ich mich erinnere - Neulackierung (am Kotflügel) bzw. Reparaturlack (an den benachbarten Teilen). So kenne ich das mittlerweile auch aus verschiedenen Sachverständigengutachten. Ein guter Lackierer weiß das sicher. Das hier ist eindeutig Pfusch.
Hallo ins Forum,
ich hab' auch einen Palladiumsilbernen, den der Lackierer leider schon drei Mal in den Fingern hatte. Beim ersten Unfall waren Motorhaube und Tür VL, beim zweiten Unfall waren Motorhaube, beide Kotflügel sowie die Tür VL dran und beim dritten Unfall dann noch die Tür HL. Dazu kam dann noch der obligatorische Tausch der Tankklappe. Alle Lackierungen (incl. den Beilackierungen) wurden so durchgeführt, dass auch Profis ohne Messgerät nichts von den Lackierungen erkennen können. So soll es ja auch sein. Einfache und schwierige Lacke gibt's heutzutage kaum mehr. Alle Lacke sind bei der Nachlackierung schwierig, so dass Beilackierungen erforderlich sind.
Beim TE scheint mir der Kotflügel VR (der m.E. (dank' Alu) getauscht wurde, wenn er wirklich eine Beule hatte) entweder zu satt oder mit einer leicht zu dunklen Färbung lackiert worden zu sein. Beilackierungen gab's keine. Vermutlich hat man den Kotflügel extern lackiert und dann im fertigen Zustand ans Fahrzeug geschraubt. Daher fehlen die (zwingend notwendigen) Beilackierungen. Aus meiner Sicht ist die Sache reklamationswürdig.
Viele Grüße
Peter
PS: Die kaum zu sehenden extrem leichten Abweichungen bei den Anbauteilen (Front-/Heck-/Seitenschürzen, Spiegelkappen und Wasserabweiser) sind durch die unterschiedlichen Zulieferer begründet und mehr oder minder ausgeprägt bei allen 212ern vorhanden. Ein Teil geht auf die unterschiedliche Basis (Kunststoff gegenüber Metall (Stahl oder Alu)). Der andere Teil aber auf die abweichende Lackierrichtung und -technik (die gerade bei Metalliclacken interessant ist). In der Lackierei in Sifi werden diese Teile halt leider nicht in einem Zug mitlackiert.
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Peter hat wohl mal wieder ins Schwarze getroffen. Laut meinem Händler wurde sollte die Lackierung durch eine externe Lackiererei durchgeführt werden. Vielleicht hatten die gar nicht das gesamte Auto...
Die wenigsten Werkstätten haben eine eigene Lackiererei und lassen extern lackieren. Dabei wird aber normaler Weise das gesamte Auto in die Lackiererei verbracht.
Außerdem gibt es für die Farbe M-074.cx (nur als Beispiel) auch eine abrufbare Zusammensetzung. Wenn richtig zusammengemischt wird, kann es (oder sollte es zumindest) gar keine Farbunterschiede geben.
Hallo ins Forum,
Zitat:
@mkjeans schrieb am 31. Januar 2015 um 08:21:58 Uhr:
Laut meinem Händler wurde sollte die Lackierung durch eine externe Lackiererei durchgeführt werden. Vielleicht hatten die gar nicht das gesamte Auto...
dies ist zu vermuten, weil's einfacher ist einen lackierten Kotflügel zu transportieren als das ganze Fahrzeug zu bewegen.
Mein Freundlicher lackiert auch nicht selber, hat aber immer das ganze Fahrzeug zum Lackierer geschafft (gern auch mal mehrfach, wenn der Lack nicht 100% in Ordnung war und der Lackierer nacharbeiten musste; mein Freundlicher ist da sehr pingelig). Von daher habe ich keine Probleme.
Die genaue Farbmischung ist nicht das Problem. Du musst die Echtmischung immer anpassen, weil die Struktur eine per Hand aufgetragenen Reparaturlacks (allein von der Ausrichtung der Metallicpartikel) ganz anders als die elektrostatische Werksroboterlackierung ist. Von den unterschiedlichen Einbrenntemperaturen ganz zu schweigen. Daher braucht's auch die Beilackierungen, damit man hinterher keine Unterschiede direkt sehen kann.
Viele Grüße
Peter
Zitat:
@mkjeans schrieb am 31. Januar 2015 um 08:21:58 Uhr:
Peter hat wohl mal wieder ins Schwarze getroffen. Laut meinem Händler wurde sollte die Lackierung durch eine externe Lackiererei durchgeführt werden. Vielleicht hatten die gar nicht das gesamte Auto...
Wenn Du deinen Händler schon wegen der Lackierung gefragt hast, wie seid ihr denn verblieben? Reklamation anerkannt oder nicht? Kannst Du in der Nähe was machen lassen oder musst Du fahren? Kommt er holen und bringt einen Ersatz mit? Erzähl mal
Gruß Sascha
Ich hab den Händler telefonisch kontaktiert und ihm die Bilder zugemailt. Dieser wollte die Bilder an die Service-Abteilung weiterleiten. Ich denke ich werde nächste Woche dann Bescheid bekommen, was es für Lösungswege gibt. Selbstverständlich werde ich über das Endergebnis berichten!
Servus, ich wollte kurz mal ne Statusmeldung durchgeben. Mein freundlicher von dem ich das Auto gekauft habe, hat es nicht fertig gebracht innerhalb einer Woche die Sache zu regeln. Er wartet auf eine Rückmeldung vom Service und wollte sich gestern wieder melden. Hat er bis jetzt nicht getan.
Also, selbst ist der Mann. Bin zu der Filiale hier in der Stadt gegangen. Der Kollege meinte, dass das alles gar nicht so schlimm wäre, aber man hätte vielleicht, ein kleines bisschen 'Beilackieren' können. Das Konjunktiv war sein bester Freund. Nur keinem ans Bein pinkeln...er wollte sich dann nochmal mit meinem Verkäufer in Verbindung setzen und klären wie es weitergeht.
Das ist mein erster Benz. Seit ich denken kann wollte ich eine E-Klasse (damals noch W124 von meinem Vater). Das Marketing hat sehr gut funktioniert bei mir. Und jetzt?
Etliche gesparte und verbrannte Euro später -Servicewüste. Mein Geld haben sie ja schon..,
Hallo,
noch ein Tipp zur Nach-Lackierung.
Lege einen Zettel ins Auto und mache zusätzlich auf dem Auftrag einen Vermerk, dass das Auto nach der Lackierung nicht gewaschen werden darf.
Ich habe gerade vor wenigen Tagen innerhalb der Familie erleben müssen, dass die Neulackierung (Mercedes-Werkstatt) von den Waschbürsten recht übel zugerichtet wurde. Der Wagen musste nochmal in die Werkstatt zur Aufbereitung der neu lackierten Teile. Leider sind nicht alle Kratzer weggegangen. Damit der Wagen nicht noch mehr verkratzt wird, wurde auf eine erneute Neulackierung/Reklamation verzichtet. In dieser Mercedes-Vertrags-Werkstatt (mehrere Niederlassungen) werden wir keinen Wagen mehr lackieren lassen.
Ein unabhängiger Lackier-Fachbetrieb kann das besser Abwickeln, wie meine Erfahrung zeigt und der Farbton wird sogar einwandfrei getroffen.
MFG
eventuell wurde die Motorhaube auch etwas mitlackiert?
Wenn da schon einige Male was ausgebessert wurde, dann ist es trotz vieler Anstrengung nicht mehr auf neuwertigen Fabrikzustand hin zu bekommen, bzw. der Aufwand wäre dann unverhältnismäßig hoch.
Es ist eben kein Neuwagen! Bei gutem Preis sollte es jedoch zu ertragen sein.
Mir ist der optische Zustand auch sehr wichtig und Schäden müssen bei mir auch immer so gut als möglich beseitigt werden, jedoch neu wird er nie mehr!
Viel wichtiger ist der technische Zustand eines Fahrzeuges!
Einfach reinsetzen und das gute Fahrgefühl genießen, und ich bin sicher, nach dem nächsten "Kratzer" verschwinden die letzten "Schmerzen".
Zitat:
@mkjeans schrieb am 6. Februar 2015 um 18:18:52 Uhr:
Das ist mein erster Benz. Seit ich denken kann wollte ich eine E-Klasse (damals noch W124 von meinem Vater). Das Marketing hat sehr gut funktioniert bei mir. Und jetzt?
Etliche gesparte und verbrannte Euro später -Servicewüste. Mein Geld haben sie ja schon..,
Naja gleich von Service-Wüste bei Mercedes zu sprechen finde ich etwas übertrieben.
Vielleicht ist auch einfach der Händler nicht gerade besonders auf Zack.
Ich habe bisher Mercedes als relativ kulant in Erinnerung wenn es um Rost und sonstige bekannte Probleme geht. Bei 8 Daimlern bisher keinerlei Probleme was Kulanz angeht.
Mein Schwager ist Karosseriebaumeister und Lackierer und der hat mir bestätigt, dass nur ganz ganz wenige Werkstätten über eine Lackierkabine und das entsprechende Personal verfügen. Solche Aufträge werden an externe Betriebe vergeben und dort wird bei solchen kleinen Schäden oftmals nur das defekte bzw. neue Teil zum Lackieren gegeben, so dass der Lackierer selbst keine Möglichkeit hat, die Farbtöne zu vergleichen. Den Lackierer trifft wahrscheinlich hier keine Schuld.
Minimale farbliche Abweichungen sind auf Grund der Verwitterung des rechstlichen Lacks möglich, besonders bei Silber und Metallic ist es nicht einfach den genauen Ton zu treffen. Die Abweichungen sind aber minimalst und werden durch beilackieren der angrenzenden Teile für den "normalen" Betrachter danach kaum sichtbar.
In Deinem Fall sieht man es natürlich deutlich, deshalb sollte es natürlich selbstverständlich sein, dass dieser Mangel zu Deiner Zufriedenheit behoben wird.
Nochmal kleines Update.
Hab den Wagen jetzt in der Niederlassung in meiner Stadt abgegeben. Somit bleibt mir die Fahrt zu meinem Verkäufer erspart. Die erneute Lackierung übernimmt die Lackiererei in einer anderen Stadt welche anscheinend damals nur den Kotflügel bekommen hat. Dort wird der Wagen hintransportiert.
Gleichzeitig habe ich die Chance wahrgenommen und noch ein paar Kleinigkeiten reklamiert, wie z.B.: ein nerviges Pfeifen zwischen 80-120km/h, Schrammen die ich beim Autokauf übersehen hab ( ob die wohl übernommen werden? Mein Ansprechpartner wollte sich nochmal mit dem Verkäufer in Verbindung setzen) sowie am Lederlebkrad Farbablösungen.
Bin mal gespannt was noch gemacht wird und was nicht und ob ich jetzt wirklich nichts mehr erkennen werde....