Motoröl für den V6
Hallöle.
Der nächste Ölwechsel steht an. Zur Zeit habe ich ein SAE 10W-60 Öl drin. Von Castrol, natürlich vollsynthetisch.
Ist aber leider auch nicht unwesentlich teurer als die 'normalen' Öle, also als z.B. 10W-40 (teilsynthetisch).
Daher spiele ich mit dem Gedanken, auf das normale, einfache Öl umzusteigen.
Früher kursierten ja mal die Spukmeldungen, wenn man vollsynthetisches Öl gefahren ist, darf man nichts anderes mehr reinkippen (außer nach einer professionellen Reinigung des Innern des Aggregats). Das ist wohl aber erwiesenermaßen Quatsch, denn insbesondere die Mineralölbranche (z.B. die 'Aral-Forschung' oder 'Castrol'😉 haben mir auf Anfrage erklärt, ich könne da ohne weiteres das 'normale' Öl reinkippen. Ohne Probleme. Und das will schon etwas heißen, denn immerhin verdienen die ja Geld, wenn der Kunde möglichst teures Öl reingießt.
Meine Frage also an Euch Öl-erfahrene Kollegen:
Ist es absolut unproblematisch, auf das dreifach billigere Öl umzusteigen oder sollte ich mir doch das High-Tech-Öl leisten und mir somit die Mehrausgabe ans Bein binden...?
Wenn ja, warum ?
Gruß
vionville
21 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von c2w
die vorgabe im handbuch ist absolut empfehlenswert. wer sein auto nicht nur fährt sondern es wahnsinnig liebt wird unter umständen besseres öl nehmen als sein muss. 😉
Sorry, aber so ist das schlicht und einfach nicht korrekt!
Im Handbuch stehen die Vorgaben, die für den Motor mindestens erfüllt sein müssen. Das ist also die Ölqualität, die drin sein muss, damit der Motor die Jahre, für die sich Opel interessiert (Gewährleistungs bzw. Garantiezeit!), problemlos übersteht. Wie der Zustand des Motors bei so einem Öl nach 100Tkm bzw. >7 Jahren aussieht, interessiert diejenigen, die diese Vorgaben machen, nicht die Bohne. Mängel die dann auftreten (und durch besseres Öl vielleicht hätten vermieden werden können) sind dann eben "normaler Verschleiß". Man sollte nicht vergessen, dass die Automobilkonzerne auch ganz gut am Verkauf von Ersatzteilen verdienen. Am Verkauf von gutem Motoröl verdienen sie hingegen nix - wieso sollten sie das dann empfehlen?
Außerdem sollte man sich immer auch vor Augen führen, dass das Handbuch irgendwann einmal gedruckt wurde und dementsprechend nur die Empfehlungen der damaligen Zeit widerspiegelt. Opel hat selbst beim Vectra-B im Laufe der Jahre die Vorgaben verändert - je nach Baujahr werden unterschiedliche Qualitäten gefordert, mit der Tendenz zu besserem Öl wohlgemerkt.
Nur weil es früher kein so gutes Öl gab wie heute, heisst das noch lange nicht, dass das bessere Öl unnötig ist. Außerdem bekommt man gutes Öl auch für wenig Geld, insofern sehe ich da keinen Grund, nicht solches einzufüllen.
Marco
mein motor fährt seit fast 200'000km mit diesem standartöl. ich ich wette meine durchschnittsdrehzahl ist doppelt so hoch wie deine. auch meine vergangenen autos haben nie was andres bekommen und haben geschnurrt wie ein kätzchen im vortgeschrittenen alter.wen intressiert schon öl ausser den leuten die sich damit auskennen.da müsste ja jeder motor platzen so wie du es grad darstellst
Ach c2w, das haben wir doch schon so oft durchgekaut... 🙄
Zu einen hängt der tatsächliche Verschleiß nicht nur, sondern u.a. auch an der Qualität vom Motoröl. Fahrweise, Fahrprofil und Wartung andere Bauteile im/am Motor tun da ihr übriges. Und mal im Ernst: Wenn beim Vectra mit 150Tkm z.B. die Ventilschaftdichtungen gewechselt werden müssen, dann wird das jeder hier im Forum als normalen Verschleiß hinstellen. Selbst Ölverbräuche von knapp unter 1L pro 1000km werden ja als "normal" hingenommen, weil Opel bzw. der FOH das so sagen. Dass diese Alterserscheinungen z.T. auch auf auf suboptimale Pflege mit Motoröl zurückzuführen sein könnten, fällt dabei den allerwenigsten ein. Und wenn ein solcher Motor wirklich mal platzt, sind dann eher die Motorenentwickler von Opel dran schuld als man selber, weil man vielleicht das (qualitativ) billigste Öl reingekippt hat...
Dass Dein Motor so gut läuft freut mich für Dich, ehrlich. Aber habe ich jemals gesagt, dass Du schlechtes Öl nimmst? Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht einmal, was für ein Öl Du nimmst. Was bezeichnest Du denn als Standardöl? Die Vorgaben von Opel sind mehr als schwammig, in ein und dieselbe ACEA-Spezifikation (A3/B3) fällt mein Mobil1 ebenso wie ganz einfaches Baumarktöl. Differenziert wird da nicht wirklich, es geht einzig um das minmal nötige, nicht das optimal mögliche.
Auch habe ich schon verdammt oft darauf hingewiesen, dass der Preis bei Motoröl nicht immer ein Garant für Qualität ist. Cocker fährt beispielsweise ein Baumarktöl, das um die 15EUR pro 5 Liter kostet und doch die Mercedes Freigabe MB229.3 erfüllt - also ein Öl, was eine erhöhte Motorensauberkeit im Vergleich zu Standardölen nach ACEA-A3/B3 erreicht. Da kommen so einige "Markenöle" qualitativ nicht heran,obwohl sie locker das Doppelte kosten.
Lies Dir mal meinen Beitrag in den FAQ in aller Ruhe durch. Absichtlich habe ich dort nicht ein bestimmtes Öl als die goldene Lösung hervogehoben. Je nach Fahrprofil sind die Anforderungen an die Qualität sehr unterschiedlich. So nutze ich das 0W40 nicht, weil ich mein Auto "wahnsinnig liebe", sondern weil ich im Winter nach dem Kaltstart direkt sehr hügeliges Gelände ohne jegliche Warmlaufphase durchfahre und der Wagen im Kurzstreckenbetrieb eigentlich nie wirklich auf Beriebstemperatur kommt. Unter den Bedingungen ist so ein Spitzenöl einfach ein Muss, da ich damit sicher sein kann, dass der Motor von Anfang an optimal geschützt ist. Jemand, der seinen Wagen auf gerader Strecke erstmal schonend warmfahren kann und fast nur Langstrecke fährt - ich habe vor ein paar Jahren in der Magdeburger Börde gewohnt, Flachland pur - braucht so ein Öl dann schon weniger, da reicht was durchschnittliches wahrscheinlich auch.
Und was Deine "doppelt so hohe" Drehzahl angeht, so ist das wohl normal, ich fahre nunmal Diesel. Die Frage ist nur, ob Motorverschleiß nur von der Drehzahl abhängt, Drehmoment spielt da sicher auch eine Rolle 😉
Hi,
ich bin mit meinem V6 insgesamt 200.000km gefahren und hatte weiß Gott genug Probleme mit ihm.
Allerdings nie mit dem Motor. Beim ersten Ölwechsel nach 15.000km füllte der FOH damals unbezahlbares 5W50 von Opel ein. Lag meine ich bei gut 25 DM den Liter.
Daraufhin hab ich ihm klar gemacht, dass ich künftig nur noch das halb so teure 10W40 haben möchte. Damit ist der gute Vectra bis zum letzten FOH Service bei 120.000 prima gelaufen.
Dannach habe ich bist zum Km Stand 180.000 noch genau 2x das Öl gewechselt und jeweils Castrol GTX 5-w50 eingefüllt. Gabs für ca. 35€ den Kanister im Baumarkt. Das eigenmächtig auf 30.000km ausgeweitete Intervall hat ihm genausowenig geschadet wie das ach so schlechte Mineralöl.
Ölverbrauch bis zu letzt: <0,5l auf 15.000km, im Klartext: ich habe nie einen Tropfen nachgefüllt.
Leider ist der Vectra im Februar 07 von einem RangeRover bei 197.000km kaltverformt worden. Bis zum Schluß keine Motorprobleme.
Was ich damit sagen möchte: Die Herstellerangabe genügt IMHO völlig. Mein jetziger BMW 320d bekommt Mobil1 0W40 von ebay. Aus Solidarität kippe ich das Zeug jetzt halt auch in meinen Corsa, aber nur aus Bequemlichkeit und weils billig ist.
Gruß
Softi
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Zitat:
Original geschrieben von softi
Was ich damit sagen möchte: Die Herstellerangabe genügt IMHO völlig. Mein jetziger BMW 320d bekommt Mobil1 0W40 von ebay. Aus Solidarität kippe ich das Zeug jetzt halt auch in meinen Corsa, aber nur aus Bequemlichkeit und weils billig ist.
Bitte noch einmal meinen letzten Beitrag lesen und sich selbst die Frage stellen, WAS den die Herstellervorgabe ist. Du scheinst anzunehmen, dass Dein Öl, nur weil 10W40 draufsteht, automatisch schon die unterste Qualitätsstufe darstellt, die Opel vorgibt. Das ist ein Trugschluß, 10W40 sagt NICHTS über die Qualität des Öls aus, nichts darüber, wie gut das Additivpaket ist... Opel verkauft als Vertragswerkstatt natürlich Markenöl, auch wenn das 10W40 nichts zum jubeln ist, es sollte dennoch recht ordentlich gewesen sein und bei normaler Belastung seinen Dienst problemlos verrichtet haben. Unter die "Herstellervorgabe" fallen aber auch noch billigste Baumarktöle, bei denen an der einen anderen Stelle teils kräftig an Additiven gespart wurde (kann sein, muss aber nicht - bitte nicht als allgemeines Schlechtmachen von Baumarktölen interpretieren).
Zweite Frage: wie sieht/sah Dein Fahrprofil aus? 30Tkm Wechselintervall sehen nach Langstreckenfahrzeug aus. Kannst Du nach Deinen Erfahrungen behaupten, dass Dein Motor auch so gut gehalten hätte, wenn Du wie ich im Winter tagtäglich 4km Kurzstrecke ohne jegliche Warmlaufphase gleich den ersten steilen Berg hochgefahren wärst? Die Verschleißanfälligkeit eines Motors hängt schliesslich entscheidend vom Fahrprofil ab...
ich denke eben das du weil du dich so gut mit öl auskennst auch wert darauf legst welches in dein auto kommt.
mir selber ist das wurst.ich nehme einfach 10w40.nicht das billigste aber auch nicht das teuerste.im corsa ist schon immer 15w40 ausm baumarkt drin wo 5 liter 10€ kosten 😁
mein fahrprofil ist in der regel 5-10km... berghoch bergrunter. sowas wie ne ebne gibts hier nicht
dein tolles erwähntes öl kommt bei mir nicht in frage da ich mit meinem fahrstil ca 4 liter auf 10'000 verbrenne.
fahre ich normal brauche ich 10'000 nichts nachfüllen. aber normal macht mir eben keinen spass
Leute, Ihr habt einen 5 (!!) Jahre alten Thread ausgegraben 😰
... was beweist, dass die Suchfunktion so gut wie alles findet ...