Mercedes V Klasse ASU nicht bestanden
Meine V klasse hat mit nur 86000km die Asu nicht bestanden. Zu hohe Rußwerte bei der Partikelprüfung. Der freundliche- (original Werkstatt) ist erstmal 30 km mit dem Auto gefahren um zu bestätigen das er nicht regeneriert. Nun schlägt er den Austausch des DPF vor. Ist die von Werk vorgegebene Lösung. So seine Worte. Veranschlagten Kosten 1900 €.
Was meint Ihr dazu?
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Zitat:
@gardiner schrieb am 23. Juli 2023 um 10:39:05 Uhr:
Der eine hat bereits einen neuen DPF bekommen, Werte immer noch > 5 Mio, der zweite wurde nun bereits 3x (erfolglos) regeneriert, und ist immer noch weit weg vom zulässigen Grenzwert von 250.000. Nun geht die Suche los ...
Die Partikelzahl der Rohemissionen von Dieselmotoren liegt im Bereich von etwa 10.000.000 Partikeln/cm3.
Das klingt für mich als Amateur, als ob etwa 50 % der Abgase ungefiltert ausströmen, wie durch einen Bypass am DPF vorbei.
Sollte das bei mir auch der Fall sein, das ich die ASU aufgrund von neuen Messverfahren oder Grenzwerte (nicht wegen eines Material Fehlers oder defektes) nicht bestehen sollte, werde ich zum freundlichen Araber meines Vertrauens gehen und mir eine Plakette kaufen.
Ich werde den Schwachsinn nicht mitmachen.
Es ist doch immer wieder das gleiche, es wird ein neues Verfahren eingeführt, keiner kennt sich richtig aus aber muss es anwenden. Daraus resultieren dann die Fehler. Es wissen immer noch nicht alle Prüfstellen dass bestimmte NOx Fehler ignoriert werden dürfen (obwohl schon seit über 10 Jahren bekannt). Nun kommen nach gefühlten 100 Jahren Entwicklung die Partikel Messgeräte und je nach Hersteller wird drauf los gemessen. Grenzwerte wurden festgelegt und ob die den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen wird sich zeigen.
Spätestens dann wenn sich solche Fälle häufen.
@Grandel Na ja, so ganz neu ist die Technologie mit der Messerei ja nicht. Ich wundere mich immer, wie die Werkstätten aus dem Mustopf gucken, wenn was Neues kommt, egal was es ist, erstmal wird gebockt.
Ich habe unter meinen Kunden ne Menge Werken, die die "normale" AU selbst machen aber jetzt die neuen Counter nicht kaufen. Zu teuer, brauchen wir nicht, das macht ihr mal mit, so der einhellige Tenor. Nun nach nur wenigen Wochen denken sie schon langsam um. Na ja, vielleicht sollten wir ja doch, und es werden ja doch mehr Fahrzeuge, die das betrifft, usw..
Ich mein, Euro6 Diesel gibt es irgendwo seit 2014, und natürlich wird der Prozentsatz der Fahrzeuge am zu messenden Anteil immer größer. Mir ist es egal, ich halt den Rüssel vom Counter rein und kassiere für mein Unternehmen die Kohle, wegen mir brauchen die Werkstätten sich nix Neues anschaffen. Und in zwei Jahren kommt dann vielleicht noch die Partikelzählung bei den Benzinern, und dann mach ich mich vielleicht selbstständig und werde richtig reich ;-))
Ach nee, dann geh ich ja schon bald in Rente.
Tenor: Alles Neue ist erstmal blöd.
Schönes WE noch!
Gardiner
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Ich verstehe den Post von Gardiner nicht ganz. Die Werkstätten sind zu geizig das neue Messgerät zu kaufen und die offiziellen Prüfstellen sind zu blöd diese zu bedienen?
Was ist die Konsequenz für mich daraus?
Ich fahre so lange von Prüfstation zu Prüfstation bis ich einen Prüfer erwischt habe, der weiß wie man die Sonde korrekt hinten reinschiebt?
Was bin ich froh, dass mein Vito im Frühjahr ohne Beanstandung durch den TÜV ging. So habe ich jetzt 1 1/2 Jahre Zeit diesen Thread zu verfolgen. Bis dahin wird sich ja hoffentlich eine Lösung aufgetan haben. Schon alleine weil Mercedes bestimmt nicht möchte, dass deren Modelle beim Tüvreport als besonders unzuverlässig dastehen.
Wenn nicht, dann werde ich entweder den Lösungsansatz von Morpheus beherzigen, oder ich kaufe mir einen neuen Filter, der nur für die Untersuchung ein- und danach sofort wieder ausgebaut wird, bis zwei Jahre später wieder TÜV fällig ist.
Ich werde weder zu freundlichen Menschen welcher Herkunft auch immer gehen, nur für die Hauptuntersuchung einen Filter eingebaut haben noch sonstige illegale Machenschaften in Erwägung ziehen.
Hilft den aktuell Betroffenen nicht. Aber ich habe ein gutes Gefühl
(1) durch regelmässige Beendigung der Regenerationen des DPF, da ich eine LED verbaut habe, bei Interesse ab hier https://www.motor-talk.de/.../...-sich-das-bemerkbar-t7049119.html?... zu lesen, und
(2) zudem benutze ich seit kurzem Additive im Sprit, bei Interesse ab hier https://www.motor-talk.de/.../injektoren-verkokt-t7197518.html?... zu lesen.
Die beiden Dinge sind hoffentlich genug der Vorsorge, um nicht bei der Abgasuntersuchung zu scheitern.
Wir z. B. haben bereits Ende 2022 die AU Berechtigung mit allen Vor- und Nachteilen bei der Handwerkskammer abgemeldet. Keine Abgastestgeräte mehr vorhalten, neu kaufen, prüfen müssen; keine AU Plaketten Vorhalten und zählen; keine Mitarbeiter zum Lehrgang schicken müssen…. Und der Ertrag für den Aufwand an Zeit steht auch in keinem Verhältnis.
Bei einem Betrieb ist die Dekra Prüfstelle einen Zaun weiter… im anderen Betrieb kommt der TÜV Nord täglich ins Haus und im nächsten Betrieb kommt die Dekra vor Ort.
Na ja, ich hab auch nicht wirklich Bock auf den Scheiß. Noch im Juni hätten alle die Fahrzeuge, die jetzt aufgrund der Partikelanzahl nun durch die HU fallen, anstandslos die Plakette bekommen. Aber ich hab die geltenden Rechtsnormen halt umzusetzen, das gehört zu meinem Job.
Es macht keinen Spaß und verursacht keine Glücksgefühle, wenn ich wegen einer Karre das ganze Equipment aufbauen muss, dann warten, bis Gerät alle Tests durchlaufen hat, das Fahrzeug konditionieren und dann den Rüssel reinstecken, es gibt Dinge, die mehr Spaß machen.
Die Werkstätten kann ich teilweise verstehen, aber sie nehmen sich auch mögliche Einnahmequellen weg. Aber jeder muss wissen, was er tut.
Aber die Anzahl der Euro6-Diesel steigt ja ständig an, habe ich also mehr Arbeit und verdiene mehr Geld. Alles wird gut.
Gardiner
Zitat:
@HHH1961 schrieb am 23. Juli 2023 um 17:59:08 Uhr:
Ich werde weder zu freundlichen Menschen welcher Herkunft auch immer gehen, nur für die Hauptuntersuchung einen Filter eingebaut haben noch sonstige illegale Machenschaften in Erwägung ziehen.Hilft den aktuell Betroffenen nicht. Aber ich habe ein gutes Gefühl
(1) durch regelmässige Beendigung der Regenerationen des DPF, da ich eine LED verbaut habe, bei Interesse ab hier https://www.motor-talk.de/.../...-sich-das-bemerkbar-t7049119.html?... zu lesen, und
(2) zudem benutze ich seit kurzem Additive im Sprit, bei Interesse ab hier https://www.motor-talk.de/.../injektoren-verkokt-t7197518.html?... zu lesen.
Die beiden Dinge sind hoffentlich genug der Vorsorge, um nicht bei der Abgasuntersuchung zu scheitern.
Ich weiß schon, warum ich kein Auto länger als 2,5 Jahre fahre :-)
Von dem Wertverlust / den Leasingraten über 2,5 Jahre kannst du dir mehrere neue DPFs kaufen. Zumindest für privat gehaltene Fahrzeuge nicht gerade die günstigste Variante.
Ich mache mir auch mal gedanken über einen irgendwann anstehenden vollen Rußpartikelfilter. es gibt ja mal mehrere Dinge die man vielleicht im Vorfeld machen könnte. Systemreiniger verwenden, hoffe es macht das Zeugs, was auf der Verpackung steht.
Wenn dann der Filter voll ist, hat man 2 Möglichkeiten. Entweder ausbauen und den DPF zum reinigen bringen oder einen neuen einbauen.
Meine Überlegungen, zum reinigen muß ich den DPF ausbauen und zu einer Werkstatt bringen die sich auf das reinigen spezialisiert hat. ( In der Fachwelt scheint aber das reinigen umstritten und man hat anscheinend keine Erfahrungen darüber, laut ADAC). Das reinigen kostet um die 500€.
Wenn ich schon 500€ für das reinigen zahle, warum nicht etwas drauflegen und gleich neuen einbauen?
Die Gedanken mache ich mir, wenn es so weit ist. Und das dauert.
In 2014 hatte ich mir einen W639 Vito Kombi von 2009 mit knapp 150.000 km auf der Uhr gekauft. Vorsorglich wollte ich seinerzeit den DPF auslesen lassen. Der MB-Serviceberater riet davon ab. Bei 180.000 km wäre nach Serviceplan erstmaliges Auslesen des Aschestandes vorgesehen gewesen, gemacht wurde es nach meiner Erinnerung aber nicht. Bis über 300.000 km bin ich das Fahrzeug gefahren, ohne Probleme hinsichtlich DPF, verstarb dann in 2018 aber an Motortod.
Beim aktuellen W447 habe ich eine ähnlich Erwartungshaltung. Allerdings achte ich penibel auf Beendigung einer laufenden Regeneration und verwende ein Sprit-Additiv.
Ich habe mich jetzt richtig gefreut, wie ich bei meiner letzten Kroatienfahrt, wie ich an dem Tag 500km hinter mir hatte und die Regeneration auf der Autobahn begonnen hat. Ab Wochenende die nächste lange Fahrt. Da kommt dann Systemreiniger rein.
Trotz langer Fahrt unterbricht bei mir die Regeneration 3-4 mal kurz. Also die LED geht nach einiger Zeit aus und dann wieder an. Ist das normal?