Mein "neuer" 325d im Vergleich zum 320d
Seit wenigen Tagen ist es so weit, ein weiterer 6Zylinder ist Teil der Familie😁
Eine 325d Limo aus 2010, also einer der ersten mit dem 204PS-Motor, 45.000km und einen guten Durchschnittsausstattung. Ich bin sehr begeistert! Wo liegen nun die Unterschiede zum 320d mit 177PS?
Auf dem Papier sind die Leistungsunterschiede nur gering und sicher auch in der Praxis, wenn man hintereinander herjagen würde. Die Akustik vermittelt aber, dass da ein wirklich großer "erwachsener" Motor unter der Haube ist, dem wirklich fast kaum noch anzuhören ist, dass es ein Diesel ist. Man hält es eher für einen Turbobenziner, der leider schon bei 5000U/min abgeregelt ist😠😉
Der Motor ist super drehfreudig und er reagiert spontaner auf Gasbefehle, als der 4Zylinder. Ist ja auch logisch. Ein kleines Rechenbeispiel:
Der 325d hat mit 3l-Hubraum 50% mehr Luft in den Brennkammern, als ein 2l-Motor bei Normaldruck. Der 320d muss erst mit dem Turbolader für 0,5Bar Überdruck sorgen, damit gleich viel Luft in den Brennkammern ist. Wo der kleine also noch dabei ist Luft zu holen, beschleunigt der große bereits. In dem Punkt ist auch kaum ein Unterschied zum 330d, also wenn wir über kleine Gaspedalstellungsänderungen reden. Der 330d kann eben bei Bedarf noch mehr Druck machen, aber eigentlich gibt es keine Notwendigkeit oder einen Leidensdruck😁 unbedingt 41PS mehr haben zu wollen. Spaß macht es sicherlich, aber der 325d ist etwas günstiger und bei jemanden wir mir, der große Strecken mit schwerem Gasfuß zurücklegt, ist die eh schon vorhandene Standfestigkeit noch größer. Ich quetsche meine Autos nach der Warmfahrphase gern aus, egal wieviel Leistung da ist.
Wer einfach nur ein wirtschaftliches Arbeitstier sucht und relativ "nüchtern und emotionslos" an die Sache rangeht ist wohl mit einem 320d besser beraten. Auch wenn die Anschaffung nicht dramatisch günstiger ist, der Verbrauch kann es wohl sein. Steuer- und Versicherungsunterschied ist da schon kleiner. Und auch die Reifen in 225/45R17 sind nur rund 100€ pro Satz teurer (500 vs. 400) als einer in 205/55R16 und 1x pro Jahr Reifen kaufen (Sommer oder Winter) ist bei mir normal.
Das Steuerkettenproblem des N47 ist wohl weit weniger wirklich ein Problem, als es das Forum vermittelt, aber es hat mich trotzdem vom 120d abgehalten. Eigentlich sollte es ja ein 1er sein, weil der noch agiler und handlicher ist, aber den N57 gibt es da nicht.
Der 325d kann gegenüber dem 1er seinen Speckgürtel nicht ganz verbergen, die Leistung hilft aber ungemein😁 Immerhin sind es 1,6Tonnen und damit auch 100kg mehr als ein 320d.
Der 325d ist das richtige Auto für Leute wie mich, denen der Gänsehaut erzeugende Klang wichtig ist, der 130i/330i aber bei 35.000km im Jahr zu teuer ist. Dass nun endlich hinter mir (ich bin 190cm) jemand sitzen kann ist in einer 4 köpfigen Familie ein netter Nebeneffekt, auch wenn die eigentlich Familienkutsche ein Sharan ist.
Der Verbrauch beim 320d mit 177PS und Handschaltung liegt nach spritmonitor zwischen 4,8 - 8,1l/100km, beim 325d mit 204PS und Handschaltung sind es von 6,3 - 8,9. D.h. wenn man beide Autos sparsam bewegt, keine zu kurzen Strecken fährt und gefühlvoll Gas gibt, dann spart der 320d rund 1,5Liter auf 100km. Wenn man allerdings dazu neigt viel Gas zu geben, dann ist der Unterschied gar nicht mehr so groß. Nur noch 0,8Liter. Fährt man zügiges Reisetempo von z.B. 160, dann ist der Unterschied evtl. noch nen Tick kleiner, weil der 325d das noch lockerer macht, als der 320d.
Vernüftige Fahrweise und Langstrecke bringen die Autos beim Verbrauch einander näher, Raserei und Langstrecke machen auch nichtmal 1Liter aus. Kurzstrecke bringen eher den Unterschied. Ich hab den 325d noch nichtmal 1000km und hab aktuell 8,5 im Display stehen. Damit kann ich leben, hoffe aber, wenn ich wieder weitere Strecken fahre, auf rund 8,0 zu kommen. Beim 118d und 122PS hatte ich immerhin auch 7,3, aber der musste oft 200 auf der AB durchziehen. Gedankt hat er es mit mit einem Turboladerschaden bei 164.000km. Die Hoffnung, dass dieser Schaden beim 325d erst 100.000km später kommt, lässt für mich den Kostenunterschied weiter schrumpfen.
Verglichen habe ich mit dem 320d eines Freundes. Auch wenn ich nicht der erste bin, der etwas zu 320d vs. 325d schreibt, so konnte ich vielleicht dem ein oder anderen bei der Entscheidungsfindung helfen.
LG
ronmann
Beste Antwort im Thema
Seit wenigen Tagen ist es so weit, ein weiterer 6Zylinder ist Teil der Familie😁
Eine 325d Limo aus 2010, also einer der ersten mit dem 204PS-Motor, 45.000km und einen guten Durchschnittsausstattung. Ich bin sehr begeistert! Wo liegen nun die Unterschiede zum 320d mit 177PS?
Auf dem Papier sind die Leistungsunterschiede nur gering und sicher auch in der Praxis, wenn man hintereinander herjagen würde. Die Akustik vermittelt aber, dass da ein wirklich großer "erwachsener" Motor unter der Haube ist, dem wirklich fast kaum noch anzuhören ist, dass es ein Diesel ist. Man hält es eher für einen Turbobenziner, der leider schon bei 5000U/min abgeregelt ist😠😉
Der Motor ist super drehfreudig und er reagiert spontaner auf Gasbefehle, als der 4Zylinder. Ist ja auch logisch. Ein kleines Rechenbeispiel:
Der 325d hat mit 3l-Hubraum 50% mehr Luft in den Brennkammern, als ein 2l-Motor bei Normaldruck. Der 320d muss erst mit dem Turbolader für 0,5Bar Überdruck sorgen, damit gleich viel Luft in den Brennkammern ist. Wo der kleine also noch dabei ist Luft zu holen, beschleunigt der große bereits. In dem Punkt ist auch kaum ein Unterschied zum 330d, also wenn wir über kleine Gaspedalstellungsänderungen reden. Der 330d kann eben bei Bedarf noch mehr Druck machen, aber eigentlich gibt es keine Notwendigkeit oder einen Leidensdruck😁 unbedingt 41PS mehr haben zu wollen. Spaß macht es sicherlich, aber der 325d ist etwas günstiger und bei jemanden wir mir, der große Strecken mit schwerem Gasfuß zurücklegt, ist die eh schon vorhandene Standfestigkeit noch größer. Ich quetsche meine Autos nach der Warmfahrphase gern aus, egal wieviel Leistung da ist.
Wer einfach nur ein wirtschaftliches Arbeitstier sucht und relativ "nüchtern und emotionslos" an die Sache rangeht ist wohl mit einem 320d besser beraten. Auch wenn die Anschaffung nicht dramatisch günstiger ist, der Verbrauch kann es wohl sein. Steuer- und Versicherungsunterschied ist da schon kleiner. Und auch die Reifen in 225/45R17 sind nur rund 100€ pro Satz teurer (500 vs. 400) als einer in 205/55R16 und 1x pro Jahr Reifen kaufen (Sommer oder Winter) ist bei mir normal.
Das Steuerkettenproblem des N47 ist wohl weit weniger wirklich ein Problem, als es das Forum vermittelt, aber es hat mich trotzdem vom 120d abgehalten. Eigentlich sollte es ja ein 1er sein, weil der noch agiler und handlicher ist, aber den N57 gibt es da nicht.
Der 325d kann gegenüber dem 1er seinen Speckgürtel nicht ganz verbergen, die Leistung hilft aber ungemein😁 Immerhin sind es 1,6Tonnen und damit auch 100kg mehr als ein 320d.
Der 325d ist das richtige Auto für Leute wie mich, denen der Gänsehaut erzeugende Klang wichtig ist, der 130i/330i aber bei 35.000km im Jahr zu teuer ist. Dass nun endlich hinter mir (ich bin 190cm) jemand sitzen kann ist in einer 4 köpfigen Familie ein netter Nebeneffekt, auch wenn die eigentlich Familienkutsche ein Sharan ist.
Der Verbrauch beim 320d mit 177PS und Handschaltung liegt nach spritmonitor zwischen 4,8 - 8,1l/100km, beim 325d mit 204PS und Handschaltung sind es von 6,3 - 8,9. D.h. wenn man beide Autos sparsam bewegt, keine zu kurzen Strecken fährt und gefühlvoll Gas gibt, dann spart der 320d rund 1,5Liter auf 100km. Wenn man allerdings dazu neigt viel Gas zu geben, dann ist der Unterschied gar nicht mehr so groß. Nur noch 0,8Liter. Fährt man zügiges Reisetempo von z.B. 160, dann ist der Unterschied evtl. noch nen Tick kleiner, weil der 325d das noch lockerer macht, als der 320d.
Vernüftige Fahrweise und Langstrecke bringen die Autos beim Verbrauch einander näher, Raserei und Langstrecke machen auch nichtmal 1Liter aus. Kurzstrecke bringen eher den Unterschied. Ich hab den 325d noch nichtmal 1000km und hab aktuell 8,5 im Display stehen. Damit kann ich leben, hoffe aber, wenn ich wieder weitere Strecken fahre, auf rund 8,0 zu kommen. Beim 118d und 122PS hatte ich immerhin auch 7,3, aber der musste oft 200 auf der AB durchziehen. Gedankt hat er es mit mit einem Turboladerschaden bei 164.000km. Die Hoffnung, dass dieser Schaden beim 325d erst 100.000km später kommt, lässt für mich den Kostenunterschied weiter schrumpfen.
Verglichen habe ich mit dem 320d eines Freundes. Auch wenn ich nicht der erste bin, der etwas zu 320d vs. 325d schreibt, so konnte ich vielleicht dem ein oder anderen bei der Entscheidungsfindung helfen.
LG
ronmann
45 Antworten
Hat dein Endtopf wohl den Bohrer schon gesehen? Wie hört sich das denn an? Würde mich echt mal interessieren 🙂