Mehrverbrauch durch Schmutzfänger an den Kotflügeln?
Guten Morgen,
wieviel Mehrverbrauch werden Schmutzfänger an den Kotflügeln auf der Autobahn verursachen?
Im Internet findet man alle möglichen Meinungen aber kaum konkrete Aussagen.
Kann man den Einfluß der Schmutzfänger mit dem Mehrverbrauch von Dachgepäckträgerstangen vergleichen?
Gruß und Danke schonmal
Stefan
93 Antworten
Na von meinen Golf 1,5l TSI Bluemotion. TSI. Mit Schriftzug, blauem Emblem und geschlossenem Kühlergrill.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 15. Februar 2021 um 16:47:39 Uhr:
Na von meinen Golf 1,5l TSI Bluemotion. TSI. Mit Schriftzug, blauem Emblem und geschlossenem Kühlergrill.
OK, hatte ich nicht mehr dran gedacht, dass der ja auch mit BlueMotion betitelt ist.....welches Auto du fährst, kann man ja normal nicht feststellen
Ist nicht nur ein Titel, scheint ja auch zu funktionieren. Ohne Zauberkraft, keine traumhafte Erwartung. Passt.
Vieles durch Aerodynamik und andere Optimierung erfüllt.
Aber einen Schmutzfänger zum Vorteil hat er nicht 😉 Eher anderes.
Ganz schöner Aufwand für knapp 0,3L/100km geringeren Verbrauch gem. spritmoniotor, gegenüber dem am ehesten vergleichbaren Benziner Golf mit 125/122PS.
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Ich komme auf 0,4l für den kleinen Aufwand (bei SM) und merke an, der Variant als nicht BM verschlechtert die Werte des 130PS.
Auch persönlich habe ich ja eher 0,5l Unterschied zum 140PS und merke an, die Mehrleistung des 140PS wurde im Alltag kaum genutzt. Daher passt das und führte ja zur Entscheidung zum sparsamen Modell.
Zitat:
@navec schrieb am 15. Februar 2021 um 11:10:57 Uhr:
Zitat:
@Brot-Herr schrieb am 15. Februar 2021 um 07:56:29 Uhr:
Bei der Reifenauswahl habe ich auf einiges geachtet, aber nicht auf die Energieeffizienz. Grip und geringe Geräuschentwicklung sind weitaus wichtiger. Die Größe ist die gleiche wie ich sie vorher am Renault Laguna hatte.
Normal soll der Prius mit "Leichtlaufreifen" ausgestattet sein und sie sind eben zudem relativ schmal, was den Spritverbrauch nochmals begünstigt. Mit 195er-Reifen fährt heutzutage kaum ein Fahrzeug vergleichbarer Größe. Um wenig Energie zu verbrauchen, ist der CW-Wert des Prius insgesamt sehr gering.
Ohne das Schiebedach hätte er ich glaube 215er auf 17 Zoll. Ich habe es nicht selbst probiert, aber ich habe scho vielfach gelesen und gehört, daß damit der Komfort deutlich leidet. Auch meine Schwester hat mal sowas gesagt. Sie hat auch einen Prius 3 und hatte da beim Kauf die größeren Felgen drauf.
Die 195/65R15 91H ist eine Standardgröße u.A. für Golf 4, Renault Laguna 1, Volvo S40 1/V40 1 und viele mehr. Ich weiß nicht, mit welchem Reifentyp der ausgeliefert wurde. Bei mir hat er jetzt mindestens seinen dritten Satz Sommerreifen. Bei den Winterreifen weiß ich nicht, ob es die ersten oder die zweiten sind. Das Auto ist jetzt 11 Jahre alt.
Zitat:
@navec schrieb am 15. Februar 2021 um 11:10:57 Uhr:
Deswegen können die Reifenluftdruckempfehlungen von Toyota, gerade bei so einem Hybrid-Fz besonders auf geringen Spritverbrauch getrimmt sein.
Leergewicht und zul Gesamtgewicht des Prius sind ja nun für diese Fz-Klasse nicht als übermässig hoch zu nennen und 195/65-15 haben ein relativ großes Innenvolumen.mein Yeti ist definitiv schwerer und braucht laut Empfehlung bei einigermaßen vergleichbaren Reifendimensionen weniger Luftdruck.
Der Yeti ist aber auch garantiert nicht aufs Spritsparen ausgelegt....
Bei meinem Prius steht in den Papieren was von 1440 bis 1495 kg Leermasse, je nach Ausstattung. Meiner dürfte mit dem ganzen Kladderadatsch eher am oberen Ende liegen. Das sind etwa 150 kg mehr als mein voriger Renault Laguna auf die Waage gebracht hat.
Über die Schmutzfänger habe ich schon ernsthaft nachgedacht. Hauptsächlich vorn fände ich die sinnvoll. Wenn der Untergrund etwas weniger sauber ist, landet schon mal Dreck an den hinteren Seitenscheiben.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 15. Februar 2021 um 17:44:49 Uhr:
Ich komme auf 0,4l für den kleinen Aufwand (bei SM) und merke an, der Variant als nicht BM verschlechtert die Werte des 130PS.
Auch persönlich habe ich ja eher 0,5l Unterschied zum 140PS und merke an, die Mehrleistung des 140PS wurde im Alltag kaum genutzt. Daher passt das und führte ja zur Entscheidung zum sparsamen Modell.
Na ja 140PS gibt es beim Golf TSI schon länger nicht mehr.
Der 1,5TSI im BlueMotion hat aber lediglich den maximalen Drehmomentverlauf des schwächeren 1,4 bzw. 1,5TSI mit 122/125PS und hat damit im gesamten mittleren Drehzahlbereich nicht mehr Leistung zur Verfügung als dieser.
Die Spitzen-Mehrleistung von ganzen 5PS ist lediglich bei relativ hoher Drehzahl abrufbar und spielt daher, gerade bei einem Fz welches spritsparend bewegt wird, eine eher untergeordnete Rolle.
Die 140 oder 150PS-TSI haben dagegen immer 25% mehr potentielles Drehmomentmaximum als dein Motor und von daher kann man die schlechter mit deinem Motor vergleichen.
Die können im gesamten mittleren Drehzahlbereich, also hauptsächlich bei den Drehzahlen, mit denen man häufiger beschleunigt, bis zu 25% mehr Leistung abgeben, als dein Motor und dann wird das auch öfters mal passieren.
Mehr abgeforderte Leistung kostet halt grundsätzlich mehr Sprit.
Wenn nur weniger potentielle Leistung vorhanden ist, stellt sich diese Frage gar nicht....
Wie ich sagte, mein Alltagsfahrprofil ist gleich.
Der 140PS war wohl oversized.
Aber deinen Kommentar habe ich erwartet.
Grundsatzdiskussionen sind mir da eher zuwider.
Wie ich sagte, bei dem Alltagsprofil, bei einer Leistungsnutzung ,die selbst dem 130PS nicht entsprechen ist dieser sparsamer. Daher die Wahl neben anderen Faktoren.
Kreide mich dafür an, aber nicht in der Sache der Leistung Und für ersteres gibt es Argumente, Kosten wie vermeintliche Reserven.
Ich habe da eigentlich über die Zeit mehr als alte Kamellen erwartet.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 15. Februar 2021 um 20:25:26 Uhr:
Wie ich sagte, mein Alltagsfahrprofil ist gleich.
Der 140PS war wohl oversized.
Aber deinen Kommentar habe ich erwartet.
Grundsatzdiskussionen sind mir da eher zuwider.
Wie ich sagte, bei dem Alltagsprofil, bei einer Leistungsnutzung ,die selbst dem 130PS nicht entsprechen ist dieser sparsamer. Daher die Wahl neben anderen Faktoren.
Kreide mich dafür an, aber nicht in der Sache der Leistung Und für ersteres gibt es Argumente, Kosten wie vermeintliche Reserven.
Ich habe da eigentlich über die Zeit mehr als alte Kamellen erwartet.
Wenn du vorher schon ein Auto gefahren wärst, was deinem Fahrprofil eher entspricht (z-.B. der 12X PS Golf), wäre der Verbrauchsunterschied zum BM Golf auch für dich geringer ausgefallen.
Wenn du früher von vornherein, sinnvoller Weise auf den 1,2TSI gesetzt hättest, wäre vermutlich gar kein Unterschied zu vermelden gewesen...
Die ollen Kamellen sind nun mal immer noch Tatsachen (du hast ja auch immer noch den gleichen Wagen...und schwärmst immer noch für dessen geringen Verbrauch usw.) und die reale, durchschnittliche Verbrauchsminderung gegenüber dem normalen Golf vergleichbarer Leistung, ist immer noch recht bescheiden.
Zitat:
@navec schrieb am 15. Februar 2021 um 17:14:36 Uhr:
OK, hatte ich nicht mehr dran gedacht, dass der ja auch mit BlueMotion betitelt ist.....welches Auto du fährst, kann man ja normal nicht feststellen
Das ist IMHO der erste, der das "Bluemotion" tatsächlich verdient hat. Weil nur die 130PS Variante den Atkinson/Miller Zyklus mit etwas höherer geometrischer Verdichtung fährt. Dazu eben dynamische Zylinderabschaltung in Teillast (steigert den mittleten Kolbendruck der verbleibenden Brennräume) und eben die eher auf Sparsamkeit als Sportlichkeit optimierte Getriebetechnik mit "wenig Drehzahl, aber viel Last".
Jedenfalls sind solche Kniffe tatsächlich Spritsparoptionen. Ob da nun SChmutzfänger sind oder nicht stört keine Sau mehr.
Wer rechnen mag, ich hatte es schon angekündigt: 100 km/h, ein normales Auto hat etwa 2.2m² und Cw 0.28 oder sowas. Manche etwas mehr, manche etwas weniger. Also Fw = 1/2 Rho Cw A v^2 und damit 250 Newton alleine als Windwiderstand. Wenn du den verdoppeln wollen würdest - das wären 0.4 m² einer senkrecht stehenden Platte im Wind. Ein 20 x 20 cm Schmutzfänger hätte komplett freistehend(!) 400 cm² bzw. 0.04 m². In bereits dreckiger (verwirbelter) Luft und zudem zu guten teilen strömungstechnisch verdeckt ist das übersichtlich.
Und man komme mir nicht mit "aber kleine Störungen haben hohe Auswirkungen". Ja, in Flugzeugen. Nicht im Auto. Nur als Vergleichswert: Ein typisches Segelflugzeug aus der 15m Klasse hat bei 100 km/h etwa 60-70 Newton Windwiderstand. DA kann man gerade an Tragflächen über "laminare vs. turbulente Strömung und eine vorzeitige Verwirbelung reden. Nicht am Radkasten eines Autos. Außer es ist ein F1 Wagen, der quasi nur aus Aerodynamik mit Spoilern sowie Unterboden nebst mit "freistehenden" Rädern besteht.
Übrigens brauchts bei 70N und 100km/h (27 m/s) gerade mal hätte so ein Segelfligzeug mit gerade 2kW aerodynamisch (P = F * v) bzw. rund 4kW Elektrisch um mit 100 Sachen ohne Höhenverlust durch die Gegend zu eiern.... Die Aerodynamik hat bei Autos durchaus noch Potenzial. Aber hauptsache alle haben so praktische SUVs, wo der Einstieg etwa auf der bequemen Arschhöhe ist und man so gut übersichtlich unterwegs ist. Achja, und so viel Auto, was mit "sicher" assoziiert wird.
Zitat:
@GaryK schrieb am 16. Februar 2021 um 10:33:41 Uhr:
Zitat:
@navec schrieb am 15. Februar 2021 um 17:14:36 Uhr:
OK, hatte ich nicht mehr dran gedacht, dass der ja auch mit BlueMotion betitelt ist.....welches Auto du fährst, kann man ja normal nicht feststellenDas ist IMHO der erste, der das "Bluemotion" tatsächlich verdient hat. Weil nur die 130PS Variante den Atkinson/Miller Zyklus mit etwas höherer geometrischer Verdichtung fährt. Dazu eben dynamische Zylinderabschaltung in Teillast (steigert den mittleten Kolbendruck der verbleibenden Brennräume) und eben die eher auf Sparsamkeit als Sportlichkeit optimierte Getriebetechnik mit "wenig Drehzahl, aber viel Last".
Jedenfalls sind solche Kniffe tatsächlich Spritsparoptionen. Ob da nun SChmutzfänger sind oder nicht stört keine Sau mehr.
Wer rechnen mag, ich hatte es schon angekündigt: 100 km/h, ein normales Auto hat etwa 2.2m² und Cw 0.28 oder sowas. Manche etwas mehr, manche etwas weniger. Also Fw = 1/2 Rho Cw A v^2 und damit 250 Newton alleine als Windwiderstand.
...und wenn kein Wind weht, kommt noch der Luftwiderstand hinzu.....
Im Ernst:
Wenn "Kleinigkeiten" beim Luftwiderstand so unwichtig wären, warum macht dann z.B. so einen Aufstand mit den abgedeckten Kühleröffnungen und glatten Unterböden?
In beiden Fällen wird die Querschnittsfläche des Autos zudem nicht vergrößert.
Richtig. Und wenn der mal glatt ist, dann will man den nicht stören. Siehste an Tragflächen ganz gut. Du willst die Strömung laminar am Bauteil anliegen haben, dann funktioniert das aerodynamisch. Wenn du diesen Zustand störst, dann haste ein Problem. In Radkästen ist dieser Zustand eher nicht vorhanden.
Siehe als Beispiel für den Umschlag "laminar zu turbulent" das Video unter https://youtu.be/WFcW5-1NP60?t=14
In jedem Fall würden Schmutzfänger den Luftstrom bei Autos mit einem CW-Wert unter 0,3 stören und somit den Luftwiderstand real erhöhen.
Das sollte eigentlich unstrittig sein.
Selbst werkseitig ausgestattete Autos, die lediglich andere Motorisierungen haben, können durchaus bereits relativ unterschiedliche CW-Werte besitzen.
Da geht es halt wirklich nur um Kleinigkeiten und daher würden bei solchen Fz auch zusätzliche Schmutzfänger entsprechende Wirkung haben.
Z.B. gibt Skoda gerne genaue CW-Werte an.
Beispiel Skoda Octavia Limousine. Angaben Broschüre von 2017:
Motorisierung
1,0L-TSI: CW: 0,280
1,8L-TSI: CW: 0,302
Bei den Dieselmodellen sind die Unterschiede sogar noch minimal größer.
Wohlgemerkt, es handelt sich dabei um ansonsten völlig identische Ausstattungen, mit gleicher Bodenfreiheit und Frontantrieb und trotzdem ist der Luftwiderstand bestimmter Modelle immerhin um knapp 8% größer als von anderen Modellen diesen Typs.
In dem Fall davon aus zu gehen, dass die Montage von Schmutzfängern bezüglich des Luftwiderstandes nahezu keinen Einfluss haben wird, halte ich für unbegründet.