Max 180km/h ab nächstem Jahr
Volvo wird die Höchstgeschwindigkeit aller seiner Fahrzeuge ab dem nächsten Jahr ab Werk auf 180 km/h begrenzen. Dies hat das Unternehmen heute per Pressemeldung verkündet. Ziel sei es, dass weniger Menschen mit Volvo Fahrzeugen getötet oder schwer verletzt werden. Das ist aber nur eine Maßnahme von Volvo.
Neben der Begrenzung von Höchstgeschwindigkeiten untersucht das Unternehmen nämlich auch, wie eine Kombination aus intelligenter Geschwindigkeitsregelung und Geofencing-Technologie in Zukunft die Geschwindigkeiten vor Schulen und Krankenhäusern automatisch begrenzen „könnte“.
Beste Antwort im Thema
Egal ob Brennstoffzelle oder Batterie, ein Tempolimit wäre in Deutschland ein Baustein um den Elektroantrieb massentauglich zu machen. Angesichts von sehr guten Reichweiten eines Tesla Model 3 ist die massive Reichweitenreduzierung bei hohen Autobahngeschwindigkeiten die größte verbleibende Einschränkung. Ein Tempolimit würde dieses (subjektive) Defizit beseitigen.
Übrigens, ich fahre zwischen 35.000 und 55.000km pro Jahr, davon viel auf der Autobahn. Bis vor ein paar Jahren wenn möglich auch oft jenseits der 200km/h. Unfallfrei. Hatte aber dann einen Beinahe-Crash auf der A8 zwischen München und Stuttgart, ein 3er Cabrio fädelt auf die Autobahn ein und zieht in maßloser Selbstüberschätzung vom Beschleunigungsstreifen direkt auf die Linke von drei Spuren, auf der ich (damals im A6 3.0TDI) mit sehr hohem Tempo unterwegs war. Vollbremsung, schlingern, Aufprallwarnung, Gurte werden automatisch Stramm gezogen, Warnblinker schaltet sich ein, und gefühlt waren am Ende nur noch wenige cm Luft. Glücklicherweise war es ein später Sommerabend und kein anderes Fahrzeug hinter mir.
Seitdem hab ich von der Heizerei genug, komme nicht wirklich später an (oft macht ein eingesparter Tankstop mehr Zeitgewinn aus) und habe mit Tempo 130-160 auch noch nie einen Termin verpasst...
Die A8 zwischen München und Augsburg ist eine der bestausgebauten Strecken, extrem breite Spuren, sanfte Kurven. Trotzdem gibt es dort Unfallhäufungen, auch im Vergleich zur Situation vor dem Ausbau, wo das eine alte, enge, schlecht ausgebaute, zweispurige Strecke war, auf der es teilweise nichtmal einen Standstreifen gab. Und Tempolimit 120. Zufall?
Mir ist es also egal, ob Volvo das Tempo auf 180 begrenzt, würde mich nicht im Geringsten stören. Und ich hoffe, die Regierung setzt der unnötigen Resourcenverschwendung (weniger als 2% Beitrag zur CO2 Reduzierung sind absolut betrachtet immer noch viele Tonnen) und der unnötigen Gefährdung gewisse Grenzen...
So, und jetzt darf ich hier wohl besser nicht mehr vorbei schauen 🙂
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Zitat:
@B.Engel2013 schrieb am 12. November 2019 um 11:35:11 Uhr:
Ich meine weiterhin.....es bleibt im Kern unehrlich und Tempolimits sollte man dem Gesetzgeber überlassen. Das tut der jeden Tag mit der Installierung von entsprechenden Schildern.
Den Begriff "unehrlich" halte ich für moralisch überzogen. Was wäre denn "ehrlich"? Wa im Newsletter steht stimmt. Für wie viele Minuten des Volvofahrerlebens nun Tempo 250 das Maß der Dinge ist, mag man diskutieren. Auch bisher bestand ja keine Pflicht, mit einem Volvo schneller als 180 km/h zu fahren.
Volvo hätte ja auch eine "freiwillige Selbstbeschränkung" aller sicherheitsbewussten Volvofahrer als Kampagne starten können. Dann wäre wahrscheinlich das Argument der Scheinheiligkeit gekommen, weil Volvo dann doch gleich selbst bei 180 km/h abregeln könnte. Jetzt kommt schon das Argument, wenn es um Sicherheit ginge müsste doch schon bei 130 km/h Schluss sein. Nehmen wir die 180 km/h doch einfach als aller äußerste Grenze, die nach dem Sicherheitskonzept von Volvo gerade noch hingenommen wird. Wer dieses Konzept nich tmittragen will, kann sich in Zukunft ein anderes Auto kaufen. Insbesondere ABM können sich derzeit in der Präsentation von Kraftprotzen mit Verbrennern gar nicht schnell genug überbieten.
Grüße vom Ostelch
Du musst schon das mitlesen, worauf ich geantwortet habe.
Ich bin auch "Neuvolvoist" und vielleicht reife ich auch zum Alt-Volvisten. Ohne dieses freiwillige Hersteller-Limit wäre diese Entscheidung vielleicht noch etwas leichter gefallen, so habe ich zumindest noch ein gutes Jahr, mir zu überlegen, wie wichtig mir was ist.
Wie hättest Du mich also enttäuschen können? Worauf beziehst Du Dich damit? Den von mir karikierten Alt-Volvisten stören nicht die Markenwechsler, den stören die Widersprecher, die Nicht-Versteher, die Querulanten - um die RUHE ging es hier.
Zitat:
@Joerg-xc40 schrieb am 11. November 2019 um 20:20:05 Uhr:
Zitat:
@Joerg-xc40 schrieb am 11. November 2019 um 20:20:05 Uhr:
Zitat:
Ah, herrlich, da ist es wieder, dieses charmant-Elitäre - ich hatte es schon fast vermisst. Da wurden die Kreise der Alt-Volvisti ja auch wirklich schon lange gestört, von all den Fremden (Markenwechslern), alles nur wegen Ingenlath und dem krampfhaften Versuch über die Leasingraten Marktanteile zu erhöhen.
Bald kehrt hier wieder Ruhe ein.
*G*Da muss ich dich leider enttäuschen. Ich bin ein absoluter Neuvolvoist und werde, so wie es momentan läuft,
der Marke auch weiterhin treu bleiben.
Mit so einer lächerlichen Kampagne, den Wagen auf eine Geschwindigkeit zu drosseln, die oberhalb meiner gemütlichen Reisegeschwindigkeit liegt, lasse ich mich nicht vertreiben. Da muss Volvo sich schon etwas mehr einfallen lassen. 😉
Zumal meine Fahrzeuge bereits wesentlich früher durch nervöse Beifahrer gedrosselt werden. 😛
Zitat:
@Ostelch schrieb am 11. November 2019 um 17:13:13 Uhr:
Zitat:
@Noch ein Stefan schrieb am 11. November 2019 um 16:00:49 Uhr:
Ah, herrlich, da ist es wieder, dieses charmant-Elitäre - ich hatte es schon fast vermisst. Da wurden die Kreise der Alt-Volvisti ja auch wirklich schon lange gestört, von all den Fremden (Markenwechslern), alles nur wegen Ingenlath und dem krampfhaften Versuch über die Leasingraten Marktanteile zu erhöhen.
Bald kehrt hier wieder Ruhe ein.
*G*Was treibt dich eigentlich an? Was ist daran "elitär", wenn jemand vermutet, dass auch nach 2020 Volvos in Deutschland verkauft werden, trotz "Vmax 180"? Ich glaube nicht, dass sich auch nur ein "Alt-Volvisti" (wie viele Volvos in wie vielen Jahren muss man gefahren haben, um diesen Ehrentitel tragen zu dürfen?) von Markenwechselrn gestört fühlte. Die meisten dürften sich gefreut haben über den neuen Zuspruch zur Marke. Ja, alles nur wegen Ingenlath. Das Design ist einfach gut und findet auch Anklang bei "Markenwechslern". Mit dem krampfhaften (?) Versuch, über gute Leasingsraten Marktanteile zu gewinnen, ist Volvo ja in guter Gesellschaft mit dem Wettbewerb.
Dieses Untergangszenario wegen der 180er Vmax erinnert mich an die Lamentos als Volvo entschied, nur noch 4-Zylinder-Motoren einzubauen. Damit war ja auch angeblich das Schicksal der Marke entscheiden, weil niemand diese Vierzylinder kaufen würde. Genau das Gegenteil ist eingetreten. Volvo verkauft so viele Autos wie noch nie, auch wenn der eine oder andere sich deswegen sicherlich gegen Volvo entschieden hat.Grüße vom Ostelch
@Ostelch: was mich antreibt? Das Posting, auf das ich direkt geantwortet hatte, das ich deshalb zitiert hatte. Und DIR traue ich die erforderliche Sprachbeherrschung zu, das von mir kritisierte zu erkennen.
Mit dem Rest unterstellst Du Dinge, die ich nirgendwo so geschrieben habe.
Wo habe ich geschrieben, dass nach 2020 in Deutschland keine Volvos mehr verkauft werden? Ich hatte VERMUTET, dass ohne Entgegenkommen beim Preis (siehe Leasingraten-Glaskugel), die Verkäufe zurückgehen werden.
WAS ich mit der polemisch-überspitzt dargestellten und unterstellten Denke (unerwünschter Zulauf von Leuten, die Volvo nicht leben/verstehen und kritisieren, und die nur von Ingenlath und Leasing-Raten angelockt wurden) der Alt-Volvisti meinte, sollte auch im Zusammenhang dieser beiden Beiträge gelesen werden: dieser Denke kann man auch mit dem Besitz des ersten Volvo, gar schon davor verfallen - die Geisteshaltung hat nichts mit der Anzahl der gekauften Fahrzeuge zu tun. Wenn ich hier unsauber/unverständlich formuliert haben sollte und damit manch einem, der gar nicht gemeint war, auf den Schlips getreten bin, täte mir das leid.
Selbst für mich kann ich noch nicht entschieden sagen, dass ich wegen der Limitierung mit der Marke abgeschlossen habe. Klar wäre es mir lieber ohne, da folge ich vollkommen Deiner Argumentation. Ich finde es allerdings schade, dass ich diese Limitierung in meine Überlegungen mit einbeziehen muss.
Rational betrachtet fahre ich jährlich keine 2.500 km auf der Autobahn. Davon ist (gefühlt) nicht einmal die Hälfte unlimitiert und gefühlt lassen auf der Hälfte dieser Strecke die Verkehrsverhältnisse keine Fahrten über 180 zu. Bleiben (bei mir) keine 500km Strecke im Jahr, die Vollgas erlauben würden.
Das ruiniert (bei einem Mehrverbrauch von vielleicht 5 Litern/100km) die Umwelt vermutlich nicht dauerhaft und ist andererseits relativ wenig "erhöhte Lebensqualität durch Selbstbestimmung und Freude am Rasen".
Rational macht Volvo somit wenig falsch. Subjektiv applaudiere ich noch nicht, habe ja aber auch noch über ein Jahr Zeit zum Kartenmischen und Reifen.
Ich hoffe noch immer auf einen Ausweg, halte die Argumentation angesichts der unlimitierten Polestars für holprig, werde mich aber damit arrangieren können, wie auch immer das ausgeht.
Ich habe heute den Newsletter von Volvo gekündigt und dazu noch etwas geschrieben:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe nach dem letzten Volvo Newsletter und dessen Lektüre (Hauptthema: Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h ab MJ 2020 ) diesen Newsletter abbestellt. Ich persönlich sitze seit über 40 Jahren in Volvos - demnächst leider nicht mehr in einem aktuellen; diese Planung möchte ich nicht mehr weiterverfolgen. Nach allem, was Sie den Kunden zumuten (nur noch Vierzylinder, keine Diesel mehr, kein familientauglicher Kombi mehr, vergleoichen Sie den Gepäckraum des V90 doch mal mit einem Skoda Octavia...) , nun noch diese letzte unsinnige Verbeugung vor dem Zeitgeist. Aus einem individuellen Vordenken ist ein speichelleckerisches Nachbeten der tagesaktuellen Agenda geworden. Dem Kunden wird technische Banalisierung zu nach wie vor stattlichen Preisen als Fortschritt eingeredet. Einen xc90 für 35.000,- € und nicht für das Dreifache, was per Aufpreisliste locker und schnell geht, wird es sicher nicht geben. Den Sicherheitsaspekt in dieser Art zu vergewaltigen, ist vielleicht in der PR-Abteilung claquierbar - wenn man schlecht beraten ist oder in der falschen Filterblase hocken möchte. "Wegweisend und wegbereitend" in unser digital überregulierten und überwachten Welt ist die Möglichkeit zur freien Entscheidung des Individuums und nicht seine allumfassende, überwachende Bevormundung. Es ist sehr, sehr schade. Unsere nächsten Wagen werden keine Volvos mehr sein.
Mit freundlichen aber dennoch unfrohen Grüßen nach langen Jahrzehnten"
Das mag jeder sicher und gerne anders sehen, ein Plebiszit war aber bei der Kaufentscheidung gerade für einen Volvo noch nie Maßstab. Meine große Frage ist vielmehr: Was anstatt? Da bin ich erstmal echt ratlos.
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Zitat:
Zitat:
Den Begriff "unehrlich" halte ich für moralisch überzogen
Mag sein, ich nicht.
Zitat:
Was wäre denn "ehrlich"?
Im Grunde eine damit einhergehende Kosteneinsparung durch eine globale Betrachtung der Produktion und Vereinfachung von Serieneffekten, von der ich überzeugt bin, auch und gerade wenn für den Halter nicht sichtbar ist, welche Teile temporelevant sind, anzumerken. Da sind die Bremsen noch das Augenscheinlichste obwohl sie vielleicht gar nicht durch betroffen sein werden.
Zitat:
Was im Newsletter steht stimmt. Für wie viele Minuten des Volvofahrerlebens nun Tempo 250 das Maß der Dinge ist, mag man diskutieren.
Was soll man bei diesem ebenso gewaltigen wie praktisch irrelevantem Argument noch diskutieren?
Die Heranziehung DIESES Tempos empfand ich eher billig als überzeugend. Ich bin selbst mit Audi und BMW niemals so schnell gefahren.
Zitat:
Auch bisher bestand ja keine Pflicht, mit einem Volvo schneller als 180 km/h zu fahren.
Wo wurde jemals von Pflicht gesprochen?
Zitat:
Volvo hätte ja auch eine "freiwillige Selbstbeschränkung" aller sicherheitsbewussten Volvofahrer als Kampagne starten können. Dann wäre wahrscheinlich das Argument der Scheinheiligkeit gekommen, weil Volvo dann doch gleich selbst bei 180 km/h abregeln könnte. Jetzt kommt schon das Argument, wenn es um Sicherheit ginge müsste doch schon bei 130 km/h Schluss sein.
Wenn es Volvo tatsächlich und ausschließlich NUR um die Sicherheit gehen würde, dann hätte man das tun können, ja. Mein Ansatz ist aber bekanntlich ein anderer, nämlich dass Volvo den eigenen, wahrscheinlich hohen Kostenvorteil in eine Tugend verwandelt, damit beim Nutzer ein gutes Gefühl übrigbleibt.
Zitat:
Nehmen wir die 180 km/h doch einfach als aller äußerste Grenze, die nach dem Sicherheitskonzept von Volvo gerade noch hingenommen wird.
Warum sollte man das tun? Und wenn, warum argumentiert Volvo nicht selbst auf diese Weise? Nein, ich bin da nicht so gutgläubig wie Du, dass ich mir das jetzt noch selbst zurechtbiegen muss.
Zitat:
Wer dieses Konzept nicht mittragen will, kann sich in Zukunft ein anderes Auto kaufen.
Volvo hat doch überhaupt kein Interesse Kunden zu verlieren, die sehen das bestimmt nicht so locker - außer eben: Es lohnt sich. Und das ist nach meinem Dafürhalten nun mal der Plan.
Wie bekannt betrifft es mich mit einigem Abstand noch nicht einmal, aber die Frage, die sich die Verantwortlichen nach meiner Überzeugung bereits ganz am Anfang gestellt haben, ist die nach der Höhe des deutschen Kollateralschadens in Bezug auf die Verluste von Kunden. Diese wurde offenkundig positiv beantwortet.
Bei Polestar hat man sich erstaunlicher Weise anders entschieden und gibt nach meiner Kenntnis und mit einem auf Tesla schielenden Auge Feuer frei. Inkonsequent? Nein: Einfach nur marktadäquates und erfolgsorientiertes Verhalten. Schon wieder unehrlich.
Andere Hersteller von E-Autos reduzieren teilweise auch die Vmax. Keiner argumentiert aber mit Sicherheit, sondern systembedingt gerade noch so vermittelbar mit technischen Aspekten, wie Reichweitenausbeute, auch wenn dort dadurch mit Sicherheit ein Einspareffekt am Konstruktionsdesign mitgenommen werden kann.
Die Argumente "dann solle man doch eben was anderes kaufen" und es "sei ja nur ein deutsches Problem" kann ich schon gar nicht mehr hören, weil es von einer differenziert zu betrachtenden Diskussion ablenkt, sie geradezu beenden will und es hier nun mal ein Forum mit über 95% Deutschen ist. Außerdem wird es fast immer nur von denen angeführt, die nie 180 und mehr fahren. Noch nie gefahren sind.
Ah, Werbefuzzis. "Indem wir bei 180 absichern". Abregeln hätte wohl zu übergriffig geklungen.
Das Haltbarkeitsargument ist auch an den Haaren herbeigezogen. Wer 250 fährt, weiß, dass das auf Reifen, Bremsen und Verbrauch geht. Der Großteil der Nutzer merkt davon gar nichts, der fährt eh keine 180.
Naja, mir kann's egal sein. Ich kaufe keinen Volvo mehr. Ich hatte noch nie ein Auto, das in der Haltezeit dermaßen oft huckepack gefahren ist und so viel Geld für außerplanmäßige Reparaturen gefressen hat wie unser C30. Dieses Jahr schon 4000 Tacken wegen Elektronikgremlins, die keiner findet. Hätte ich besser in Zahlung gegeben und wäre ihn losgeworden.
Zitat:
@Ironmark schrieb am 12. November 2019 um 13:36:15 Uhr:
Ich habe heute den Newsletter von Volvo gekündigt und dazu noch etwas geschrieben:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe nach dem letzten Volvo Newsletter und dessen Lektüre (Hauptthema: Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h ab MJ 2020 ) diesen Newsletter abbestellt. Ich persönlich sitze seit über 40 Jahren in Volvos - demnächst leider nicht mehr in einem aktuellen; diese Planung möchte ich nicht mehr weiterverfolgen. Nach allem, was Sie den Kunden zumuten (nur noch Vierzylinder, keine Diesel mehr, kein familientauglicher Kombi mehr, vergleoichen Sie den Gepäckraum des V90 doch mal mit einem Skoda Octavia...) , nun noch diese letzte unsinnige Verbeugung vor dem Zeitgeist. Aus einem individuellen Vordenken ist ein speichelleckerisches Nachbeten der tagesaktuellen Agenda geworden. Dem Kunden wird technische Banalisierung zu nach wie vor stattlichen Preisen als Fortschritt eingeredet. Einen xc90 für 35.000,- € und nicht für das Dreifache, was per Aufpreisliste locker und schnell geht, wird es sicher nicht geben. Den Sicherheitsaspekt in dieser Art zu vergewaltigen, ist vielleicht in der PR-Abteilung claquierbar - wenn man schlecht beraten ist oder in der falschen Filterblase hocken möchte. "Wegweisend und wegbereitend" in unser digital überregulierten und überwachten Welt ist die Möglichkeit zur freien Entscheidung des Individuums und nicht seine allumfassende, überwachende Bevormundung. Es ist sehr, sehr schade. Unsere nächsten Wagen werden keine Volvos mehr sein.
Mit freundlichen aber dennoch unfrohen Grüßen nach langen Jahrzehnten"
Das mag jeder sicher und gerne anders sehen, ein Plebiszit war aber bei der Kaufentscheidung gerade für einen Volvo noch nie Maßstab. Meine große Frage ist vielmehr: Was anstatt? Da bin ich erstmal echt ratlos.
Diese Antwort dürfte wohl ungelesen in den Papierkorb verschoben werden. Zumal VCG ja letztlich keine Handhabe gegen Entscheidungen hat, die in Göteborg getroffen werden.
Nicht wenn sie nicht pro aktiv, sondern auf eine systematische Rückfrage nach der Begründung für die Abostornierung gesendet wurde.
Informationen und Feedbacks dieser Art sind sehr wichtig für jedes Unternehmen. Ob und welche Schlüsse daraus gezogen werden ist eine andere Frage.
Zitat:
Diese Antwort dürfte wohl ungelesen in den Papierkorb verschoben werden. Zumal VCG ja letztlich keine Handhabe gegen Entscheidungen hat, die in Göteborg getroffen werden.
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Ich hab das an alle Kontakmöglichkeiten geschickt und ich glaube auch eher, die ziehen sich das tatsächlich durch´s Brötchen. Aber wenn dem so ist, wozu diese Kohorten von Dummsprechproduzenten, Marktbeobachtern, Forschen, PR-Heinis? Viellieicht doch nur, weil da eine Kaste zur Befriedigung einer anderen rumschwadroniert.
Jeder Werkstattmeister, der alle auf der Latte hat, macht dem Kunden auch klar, daß er bei der Zufriedenheitsumfrage nach Werkstattbesuch da bitte die vollen Punkte geben möge, die Unzufriedenheiten regele man, sofern vorhanden, vor Ort und gerne auch kulant. Wer von den PR- und Ranking-Vögeln weiß das denn nicht? Wer also von denen glaubt tatsächlich, daß der Kunde diese Schwallerei tatsächlich frißt? Und so wird es sich auch mit den Lippenbekenntnissen zur "Sicherheit" verhalten
Zitat:
@Ironmark schrieb am 12. November 2019 um 14:47:09 Uhr:
Zitat:
Diese Antwort dürfte wohl ungelesen in den Papierkorb verschoben werden. Zumal VCG ja letztlich keine Handhabe gegen Entscheidungen hat, die in Göteborg getroffen werden.
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Ich hab das an alle Kontakmöglichkeiten geschickt und ich glaube auch eher, die ziehen sich das tatsächlich durch´s Brötchen. Aber wenn dem so ist, wozu diese Kohorten von Dummsprechproduzenten, Marktbeobachtern, Forschen, PR-Heinis? Viellieicht doch nur, weil da eine Kaste zur Befriedigung einer anderen rumschwadroniert.
Jeder Werkstattmeister, der alle auf der Latte hat, macht dem Kunden auch klar, daß er bei der Zufriedenheitsumfrage nach Werkstattbesuch da bitte die vollen Punkte geben möge, die Unzufriedenheiten regele man, sofern vorhanden, vor Ort und gerne auch kulant. Wer von den PR- und Ranking-Vögeln weiß das denn nicht? Wer also von denen glaubt tatsächlich, daß der Kunde diese Schwallerei tatsächlich frißt? Und so wird es sich auch mit den Lippenbekenntnissen zur "Sicherheit" verhalten
Dieser unsachlich-herablassende Ton deiner E-Mail wird die Bereitschaft, sich damit inhaltlich zu befassen sicher nicht gerade erhöhen.
Die von dir für solche Entscheidungen bei Volvo gründlich herabgewürdigten Verantwortlichen haben wohl kaum so gehandelt, wie du es ihnen unterstellst. Aber vielleicht erhöht Volvo ab 2022 das Vmax-Limit vor lauter Schreck auf 300 km/h. 😉
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 12. November 2019 um 15:36:34 Uhr:
Zitat:
@Ironmark schrieb am 12. November 2019 um 14:47:09 Uhr:
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Ich hab das an alle Kontakmöglichkeiten geschickt und ich glaube auch eher, die ziehen sich das tatsächlich durch´s Brötchen. Aber wenn dem so ist, wozu diese Kohorten von Dummsprechproduzenten, Marktbeobachtern, Forschen, PR-Heinis? Viellieicht doch nur, weil da eine Kaste zur Befriedigung einer anderen rumschwadroniert.
Jeder Werkstattmeister, der alle auf der Latte hat, macht dem Kunden auch klar, daß er bei der Zufriedenheitsumfrage nach Werkstattbesuch da bitte die vollen Punkte geben möge, die Unzufriedenheiten regele man, sofern vorhanden, vor Ort und gerne auch kulant. Wer von den PR- und Ranking-Vögeln weiß das denn nicht? Wer also von denen glaubt tatsächlich, daß der Kunde diese Schwallerei tatsächlich frißt? Und so wird es sich auch mit den Lippenbekenntnissen zur "Sicherheit" verhalten
Dieser unsachlich-herablassende Ton deiner E-Mail wird die Bereitschaft, sich damit inhaltlich zu befassen sicher nicht gerade erhöhen.
Die von dir für solche Entscheidungen bei Volvo gründlich herabgewürdigten Verantwortlichen haben wohl kaum so gehandelt, wie du es ihnen unterstellst. Aber vielleicht erhöht Volvo ab 2022 das Vmax-Limit vor lauter Schreck auf 300 km/h. 😉
Grüße vom Ostelch
Um das mal klarzustellen: Das mögen die von Volvo so sehen und mir ggf. auch so schreiben. Du solltest Dich hier allerdings nicht als Bliockwart und als Zensor meiner Äußerungen Dritten gegenüber aufspielen.
Zitat:
@Ironmark schrieb am 12. November 2019 um 15:55:20 Uhr:
Um das mal klarzustellen: Das mögen die von Volvo so sehen und mir ggf. auch so schreiben. Du solltest Dich hier allerdings nicht als Bliockwart und als Zensor meiner Äußerungen Dritten gegenüber aufspielen.
Um das mal klarzustellen: Du kannst deinen Ton und deine Wortwahl mal mäßigen. Auch wenn dir offenbar weder die Bedeutung des Wortes "Blockwart" noch die des Wortes "Zensor" klar ist. Wenn du hier was zum Besten gibst, darfst du auch die Reaktionen lesen. Sonst lass es einfach.
Grüße vom Ostelch
Was mich aufregt sind diese, teils an den Haaren herbeigezogenen Argumente in idesem "Newsletter".
Nüchtern sehe ich folgendes: Deutschland ist das einzige Land für das diese 180 km/h Sperre relevant ist,
Z.B. Schweizer oder NL Kunden ist es (solange sie im Inland fahren) völlig Wurst ob der Wagen 160, 180 oder 250 fährt. Genau so wie allen anderen Kunden in Europa.
Also geht das ganze ja zu 100 % auf Deutschland und mich als deutschen Kunden. Volvo maßt sich hier an in politische Prozesse einzugreifen und will mir (als Kunde, also bitte nicht wieder sagen ich soll was anderes kaufen) vorschreiben, wie schnell ich zu fahren haben. Ein Unding.
Für alle anderen Länder bringt diese 180km/h Begrenzung rein gar nichts, da könnte der Volvo 300 fahren es würde nichts ändern.
Sollte der nächste Wagen wider Erwarten doch ein Volvo sein, dann gehen Volvo aber min. 20 k € Umssatz verloren, denn die Topmotorisierung werde ich bestimmt nicht mehr kaufen. Da reicht auch der billigste. Gleichgeschaltete 180 fahren die ja alle.
Zitat:
@zettzett schrieb am 12. November 2019 um 16:01:38 Uhr:
(...)
Sollte der nächste Wagen wider Erwarten doch ein Volvo sein, dann gehen Volvo aber min. 20 k € Umssatz verloren, denn die Topmotorisierung werde ich bestimmt nicht mehr kaufen. Da reicht auch der billigste. Gleichgeschaltete 180 fahren die ja alle.
Aber damit wärst Du SCHNELLER auf 180...
(Doppeldeutigkeit bemerkt und beabsichtigt ;-))
Die Theorie der Sparmassnahmen wird noch einige Male rezykliert werden.
Geht das Argument auch auf, wenn die Kosten trotz Beschränkung steigen?
Die Ausgaben für R&D werden seit Jahren kontinuierlich und im zweistelligen Prozentbereich erhöht. 2019 YTD im Vergleich zur Vorjahresperiode auch schon um 13.2%.
Im Gegenzug für die Beschränkung erhält der Kunde ein 48V Mildhybrid System, ein brandneues und mächtiges ADAS/PA System und Android Automotive. Vielleicht nicht in allen Modellen ab Mai 2020, aber sicher bis der XC90III 2021 präsentiert wird.
Der Kunde wird im Bereich 0-180km/h schlicht ein besseres Auto erhalten als bisher. Und dieser Bereich ist für die überwältigende Mehrheit nun mal relevant.