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Maserati V8 Ohne Turbos

Maserati GranCabrio
Themenstarteram 5. November 2013 um 0:20

Ich war sehr verwundert als ich über diesen Artikel gestoßen bin.

Es wird erwähnt das der v8 Motor vom Grancabrio keine turboaufladung hat, ich dachte bisher das alle "PS Starken" autos mindestens einen Turbo haben.

Nirgend sonst konnte ich etwas dergleichen nachlesen, gibt es dafür ein anderes Fachwort ?

Wie wirkt sich ein motor ohne Turboaufladung auf die Lebensdauer aus, ist dadurch ein Motor langlebiger ?

Ich vermute das durch den fehlenden Turbo auch deswegen ein so hoher Kraftstoff verbraucht ergibt.

 

EDIT: Hier ist die rede von defekten Turoboladern, was jedoch seltsam klingt "Turbodiesel".

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80 Antworten

Dass alle PS-starken Autos mindestens einen Turbolader haben, ist der grösste Unsinn aller Zeiten. Die PS-starken Autos haben oft keinen Turbolader. Ferrari FXX K (900PS V12 + 163PS Elektro) z.B. hat keinen einzigen Turbolader. Auch der Aston Martin Valkyrie hat einen V12 mit 1.000PS und keinen Turbo. Leistung (PS) holen diese Motoren aus der Drehzahl (9.000 bis 11.000 U/min) und dem Hubraum (über 6 Liter). Turbolader sind nur ein Ersatz für zu wenig Hubraum, zu wenige Zylinder und zu wenig Drehzahl.

Ein Dieselmotoren würde ohne Turbolader nicht vom Fleck kommen....und Wie Razzemati schon erwähnt hat, gibt Boliden wie den den Porsche GT3 OHNE Turbo und GT2 immer MIT Turbo(mit ein paar Ausnahmen natürlich)

Dass allle Sportwagen Turbos haben müssen , stimmt ned !! Die besten Beispiele sind Porsche GT3 ( RS ) , Lamborghini Avenatdor / Huracán , Audi R8 , BMW M5 E60 ( auch wenn es kein richtiger Sportwagen ist , sondern eher eine Sportlimousine )

Und wie gut "kleine" Turbos Arbeiten hat BMW mit dem N54 Motor wie im x35i gezeigt. Eher Sauger als Turbocharakter. Aber trotzdem mit gut Druck aus dem Keller.

Der Valkyrie würde IMHO ohne den E-Motor nicht wirklich gut fahren, so kurzhubig ist da unten nicht allzu viel los. Strömungstechnisch ist das ne Katastrophe. Beim Motorrad mangels Masse noch an der Grenze zu egal, aber bei Sportwagen mit dem relativ hohen Gewicht eben nicht mehr.

Zitat:

@B4byf4ce schrieb am 5. November 2013 um 00:20:01 Uhr:

ich dachte bisher das alle "PS Starken" autos mindestens einen Turbo haben.

Nirgend sonst konnte ich etwas dergleichen nachlesen, gibt es dafür ein anderes Fachwort ?

Welches Fachwort suchst du? Motor ohne Turboaufladung? Das wäre dann ein Saugmotor oder kurz: Sauger.

Ein Turbolader holt aus einem Motor mit einem bestimmten Hubraum mehr Leistung heraus, indem er vereinfacht gesagt zusätzliche Luft 'reinpustet, wodurch mehr Kraftstoff verbrannt werden kann.

Dieses Plus erkämpft man sich aber mit einigen Nachteilen, die unter umständen in einem Sportwagen unerwünscht sind:

  • Höhere Komplexität - ein Turbolader dreht gerne mal mit mehreren hunderttausend Umdrehungen die Minute. Vom konstruktiven Aufwand mal ganz abgesehen, entsteht hier mitunter auch eine ganz ordentliche Abwärme (wir reden hier von rotglühendem Metall ;)).
  • Schlechterer Sound - da der Turbolader im Abgasstrang sitzt und quasi die Wucht der Abgase 'rausnimmt, klingen Turbomotoren in der Regel etwas weniger kernig. Dafür gibt's beim Turbo dann andere Geräusche, die je nach Modell auch geil klingen können.
  • Geändertes Ansprechverhalten - da ein Turbo erst mal "Druck aufbauen" muss und dafür ein bisschen braucht, drehen Turbmotoren im Allgemeinen nicht schön linear hoch, sondern brauchen untenrum eine kleine Gedenksekunde und schieben dann umso mehr. Diese Charakteristik macht das Fahrzeug ein bisschen unberechnbarer. Bei aktuellen Motoren mit variabler Turbinengeometrie und Registeraufladung und pipapo ist das Thema nicht mehr so dramatisch wie früher, aber am schönsten fährt sich (meiner Meinung nach) immer noch ein linear hochdrehender Sauger.

Wenn ich also einen Sportwagen baue und Kosten sowie Abgasemissionen nicht unbedingt im Vordergrund stehen, muss ich mir überlegen, wo meine Leistung herkommen soll:

  • Viel Hubraum
  • Hohe Drehzahl
  • Dicker Turbo
  • (zusätzlicher E-Motor)

Keins der Rezepte ist richtiger als die anderen. Für alle Fälle gibt es Beispiele von sehr guten Sportwagen - nur die Charakteristik ist eine komplett andere.

Zitat:

Wie wirkt sich ein motor ohne Turboaufladung auf die Lebensdauer aus, ist dadurch ein Motor langlebiger?

In der Regel: ja, weil simpler. Aber in die Lebensdauer eines Motors spielen so viele Faktoren 'rein, dass sich da eigentlich keine präzise Aussage treffen lässt.

Zitat:

Ich vermute das durch den fehlenden Turbo auch deswegen ein so hoher Kraftstoff verbraucht ergibt.

Jaein... dazu gibt es wildeste Diskussionen - da ich aber kein Profi bin, halte ich mich da etwas zurück. So wie ich GaryK kenne, sitzt er schon am entsprechenden Beitrag für dich ;)

Hrmpf. Komplex. Weil der Kraftstoffverbrauch an vielen Variablen hängt. Mit einem Turbo und vollvariablen Nockenwellen hast du jedenfalls mehr Freiheitsgrade den Brennstoffverbrauch zu senken. Der hängt ziemlich an der Kolbengeschwindigkeit, Füllgrad, Betriebsweise und gerade die Kolbengeschwindigkeit korreliert erst über den Hub mit der Drehzahl. Ein Kurzhuber muss auch bei substanziell Drehzahl nicht zwingend saufen, während ein ausgedrehter Langhuber bei gerade mal 6000 RPM durchaus zum Schluckspecht mutieren kann. Siehe als konstruktiv beschissenes Beispiel die Audi/Lamborghini Motoren mit 92.8 mm VAG Einheitshub. Ich hatte den Einstiegsmotor dieser Baureihe, den 3.0i V6. Keine echte Leistung und zugleich getreten Durst wie die Sau, dabei drehunwillig. Beamtenmotor. Sehr teuer und das ohne Leistungsreserven.

Du willst übrigens einen effizient arbeitenden Motor, da hohe Effizienz deine Abgastemperaturen senkt und diese über die Materialien wiederum durchaus eine Leistungsgrenze darstellen. Wer effizient verbrennt, der hat richtig Druck aufm Kessel, passable Abgaswerte und trotzdem Spass.

Thema Verbrauch: Was mir übrigens scheissegal ist angesichts der Preise. Wenn ein 200k€++ Auto 10l/100km mehr säuft sowie insgesamt 200.000 km fahren würde (was die meisten nicht tun) - sind 27.000€ mehr für Sprit. NA UND? Wir driften ab. Ich bin aktuell sowohl ein Fan der BMW Softturbos als auch des Valkyrie-Konzepts aus einem an die Kurbelwelle geflanschen E-Antriebs. Beides geil. Valkyrie gefällt mir persönlich besser.

Ich liebe Saugmotoren. Habe zwar parallel noch einen BMW mit dem 4.4L V8 Twinturbo aber richtige Begeisterung löst der 4.7 V8 Sauger in meinem aktuellen Fahrzeug aus. 94mm Bohrung, 84,5mm Hub, eine Verdichtung von knapp 12:1 und maximale Drehzahl von 7.500U/min sind schon mal angetan, zu begeistern. Bei oberhalb von 4.500U/min geht erst richtig was los. Dagegen sind die modernen 4 L Biturbo der deutschen Hersteller (BMW, Mercedes, Audi) doch eher langweilig. Vor allem im Sound.

Maximal 7500 RPM (wahrscheinlich 6800-7000 Max Leistung) sind 21 m/s mittlere Kolbengeschwindigkeit. 24 m/s ist Formel-1 Niveau, mein damaliger 92.8 mm ASN Motor hatte bei 6500 RPM (Top Speed) 20.1 m/s. Gruselige Ventil- und Schaltsaugrohrsteuerung. Übrigens das selbe Niveau, was meine GSXR 750 hat - nur bei 45 mm Hub und entsprechend fünfstelligen Drehzahlen.

Als Vergleich der 510PS V6T Motor aus der Giulia QV: 6500 RPM bei Nennleistung, 82 mm Hub. 17.7 m/s, also noch Luft nach oben. Was übrigens die Abgastemperaturen trotz des Staudrucks am Turbi leidlich "unten" hält.

Nebenbei, quasi alle neuen Benzmotoren haben eher weniger Hub. Was mehr Zeit für die Gemischbildung (weniger Partikel) und einen etwas höheren Kolbenmitteldruck (Wirkungsgrad) gestattet. Witzigerweise war ein Bluetech Sparmotor der erste dieser Reihe. Benz setzt seit längerem auf eher "langsame" Kolben und dafür Ladedruck. Egal ob Turbo oder Kompressor. Ziel sind Verbrauchseinsparungen. Bei Alfa wars nicht ganz so, die nutzen eher die Leistungsreserven wenn man den Kolbenspeed halbwegs im Rahmen hält.

Ich hab beim 500PS Alfa jedenfalls ein besseres Gefühl was die Haltbarkeit der Motoren (selbst "forsch gefahren") angeht als bei allen Lambo- und R8 Motoren mit mehr Hubraum, aber eben ohne Aufladung.

7.200U/min max P, ist der gleiche Motor, wie im Ferrari F430 (f136 Motorenfamilie), nur mit größerer Bohrung und mehr Hub und Crossplane, statt Flatplane Kurbelwelle. Im F430 dreht er dank nur 81mm Hub bis 8.500U/min max P.

Ein v12 selbst mit Turbo ist heute überholt. Theoretisch kannst du immer einen V8 bauen der mehr Hubraum und mehr Leistung hat als ein V12 Turbo und dabei um einiges Leichter ist. Ich verstehe nicht warum Ferrari so am V12 fest hält?

McLaren macht es ja vor.

Ich denke nicht dass sich das so pauschal sagen lässt. Außerdem ist es auch eine Geschmacksfrage und in manchen Gegenden einfach nur Prestige.

 

In meinen Ohren klingen zwar manche V8 besser als manche V12 aber insgesamt gefällt mir der Klang eines V12 besser (Aventador!)

Zitat:

@GaryK schrieb am 25. Januar 2019 um 19:20:26 Uhr:

Hrmpf. Komplex. Weil der Kraftstoffverbrauch an vielen Variablen hängt. Mit einem Turbo und vollvariablen Nockenwellen hast du jedenfalls mehr Freiheitsgrade den Brennstoffverbrauch zu senken. Der hängt ziemlich an der Kolbengeschwindigkeit, Füllgrad, Betriebsweise und gerade die Kolbengeschwindigkeit korreliert erst über den Hub mit der Drehzahl. Ein Kurzhuber muss auch bei substanziell Drehzahl nicht zwingend saufen, während ein ausgedrehter Langhuber bei gerade mal 6000 RPM durchaus zum Schluckspecht mutieren kann. Siehe als konstruktiv beschissenes Beispiel die Audi/Lamborghini Motoren mit 92.8 mm VAG Einheitshub. Ich hatte den Einstiegsmotor dieser Baureihe, den 3.0i V6. Keine echte Leistung und zugleich getreten Durst wie die Sau, dabei drehunwillig. Beamtenmotor. Sehr teuer und das ohne Leistungsreserven.

Du willst übrigens einen effizient arbeitenden Motor, da hohe Effizienz deine Abgastemperaturen senkt und diese über die Materialien wiederum durchaus eine Leistungsgrenze darstellen. Wer effizient verbrennt, der hat richtig Druck aufm Kessel, passable Abgaswerte und trotzdem Spass.

Thema Verbrauch: Was mir übrigens scheissegal ist angesichts der Preise. Wenn ein 200k€++ Auto 10l/100km mehr säuft sowie insgesamt 200.000 km fahren würde (was die meisten nicht tun) - sind 27.000€ mehr für Sprit. NA UND? Wir driften ab. Ich bin aktuell sowohl ein Fan der BMW Softturbos als auch des Valkyrie-Konzepts aus einem an die Kurbelwelle geflanschen E-Antriebs. Beides geil. Valkyrie gefällt mir persönlich besser.

Was sagst du denn zu dem Konzept vom Koenigsegg Regera?

Zitat:

@Leatherfaze schrieb am 28. Januar 2019 um 00:14:05 Uhr:

Ich denke nicht dass sich das so pauschal sagen lässt. Außerdem ist es auch eine Geschmacksfrage und in manchen Gegenden einfach nur Prestige.

In meinen Ohren klingen zwar manche V8 besser als manche V12 aber insgesamt gefällt mir der Klang eines V12 besser (Aventador!)

Rein physikalisch ist das aber richtig. v12 Sauger gab es damals deshalb weil sich große Zylinder bei Sauger schlecht belüften Liesen. Deshalb hat man mehr Zylinder mit kleinerem Volumen genommen. Dank Turbo bekommst du alles in die Brennkammer rein was du willst. Auf die Lange eines 6l V12 bekommst du locker einen 10l V8 und sparst noch Gewicht dabei.

Das beste Beispiel ist der Mercedes One mit 1,6l Hubraum und einen ETurbo mit 100Ps wenn ich das richtig in Erinnerung hab. Das Teil hat Leistung wie die großen sollte aber super leicht sein.

Ok superleicht ist er nicht aber mit 1200kg gut 100kg leichter als der Ferrari.

Das ist physikalisch unsinnig. Ein V12 hat 4 Brennkammern mehr, als ein V8 und damit bei gleicher thermischer Belastung jedes Zylinders mehr Leistung. Das Spiel mit den Turbos hat seine Grenzen. Das Kühlsystem wird immer größer und braucht immer mehr Platz, je höher die Aufladung wird und dann macht es irgend wann einfach keinen Sinn mehr.

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