Mängelliste 118i BJ2012 nach bisher 52.000km
Hallo,
ich wollte hier gerne über einige Qualitätsmängel berichten die ich an meinem BMW F20 118i BJ2012 nach
52.000km habe/hatte. Grund dafür ist, ob ihr ähnliche Probleme, evtl. auch mit anderen Motoren etc. habt? Würde mich über Erfahrungen freuen. Zusätzlich dient die Sache als Information falls jemand eine Kaufentscheidung für solch ein Fahrzeug treffen möchte.
Außerdem möchte ich aufschlüsseln wie die Probleme behoben wurden und mit welchen Kosten zu rechnen ist.
Ich habe das Fahrzeug mit 25.000km vor 1 1/2 Jahren von einem Privatmann gekauft.
Mängelliste und Lösung seitdem:
1. Schaltknauf war etwas locker.
Ursache: BMW hat einen kleinen Plastikpin zur Fixierung genutzt der die täglichen Strapazen eines Schaltknauf´s aushalten soll. Der Pin ist natürlich gebrochen und somit musste ich einen neuen Knauf kaufen.
Fehler Verursacher: BMW
Kostenpunkt: Neupreis: 115,- Euro, ich habe einen gebrauchten bei eBay für 40,- Euro gekauft.
2. Felgenschloss sitzt fest und hält die Kräfte fürs lösen nicht annähernd aus.
Der Vorbesitzer hat die Felgenschlösser zu fest angedreht, leider hatten dieses Problem sehr viele BMW-Fahrer laut BMW-Niederlassung. BMW hat hier später ein neues Felgenschloss konzipiert was höhere Kräfte für´s lösen aushält.
Fehler Verursacher: Besitzer für´s zu feste anziehen / BMW für´s schlecht konsturierte Schloss.
50/50 also.
Kostenpunkt: ca. 70 Euro (Lösen mit Spezialwerkzeug + neue Radbolzen)
3. Kofferraumschloss defekt, schließt nicht mehr.
Ursache: Ein kleiner Metallpin im Schloss ist bei starken Minusgraden im Winter gebrochen. Dieses Problem hatten ebenfalls sehr viele BMW Fahrer laut meiner Recherche & die BMW Niederlassung hat auch hier schon häufiger Kundenfahrzeuge in der Werkstatt gehabt.
Fehler Verursacher: BMW
Kostenpunkt: Neupreis: 125,- Euro, ich habe bei eBay ein gebrauchtes für 25,- Euro gekauft.
4. Knarzen und quietschen beim fahren.
Ursache: Türdichtungen, die Dichtungen verursachen beim fahren in manchen Situation einen knarzen und quietschen.
Lösung: einschmieren mit Gummipflege, hält leider immer nur ein paar Wochen an die Ruhe. 😉
Fehler Verursacher: BMW
5. Lüftung macht laute Geräusche bei höheren Drehzahlen.
Ursache: Laub kann wegen eines falsch konstruierten Schutzgitters in die Lüftung kommen und sich festsetzen, dadurch entstehen die Geräusche.
Lösung: BMW hat ein neues Schutzgitter konzipiert und verbaut.
Ich habe das bisher nicht machen lassen, daher keine Ahnung was das kostet.
Fehler Verursacher: BMW
Größter Punkt bisher:
6. leichter Kühlwasserverlust.
Ursache: Falsch konstruierter Kühlwasserstutzen, dieses Problem haben sehr viele F20 Fahrer! Der Stutzen hat einen kleinen Riss, dadurch verliert man ganz wenig Kühlwasser. Leider ist dies meist nicht unterm Auto zu sehen, da das Kühlwasser sehr nah am warmen Motor austritt und somit trocknet und keinen Fleck am Boden hinterlässt.
Leider ist dieser Fehler sehr teuer, da der Arbeitsaufwand um den Stutzen zu wechseln sehr hoch ist.
BMW ist hier allerdings recht kulant.
Heißt in meinem Fall: Gesamtkosten: 550,- Euro, ich musste davon 250,- Euro selbst bezahlen.
(Lag wohl daran das mein Fahrzeug schon 6 Jahre alt ist)
Fazit und meine Meinung:
BMW hat leider gerade bei den jungen Baujahren der F20-Serie viele kleinere Fehler gemacht. Schade finde ich, dass diese Fehler zwar viele Besitzer betreffen & es somit meiner Meinung nach eindeutig das Problem von BMW ist. Leider ist mein Fahrzeug recht alt (Hat zwar erst 52.000km gelaufen, aber das interessiert BMW eher weniger), somit blieb ich auf fast allen Problemen selbst sitzen. Da es überwiegend kleinere Dinge sind bin ich trotzdem mit dem Fahrzeug zufrieden.
Bei der Geschichte mit dem Kühlwasserstutzen zeigte man sich mir gegenüber Kulant, daher habe ich die Sache dann auch ohne Murren akzeptiert und bezahlt.
Trotzdem hoffe ich das ich nun erst einmal Ruhe habe, denn Nerven tut schon ständig irgendwelche Kleinigkeiten am Fahrzeug zu haben.
Übrigens, vorher hatte ich einen Audi A3, auch dieses Auto hatte viele kleinere und auch größere Mängel. Audi hat sich hier meist kulant gezeigt. Damit möchte ich nur sagen, jeder Hersteller hat so seine Probleme 😉
Zum Schluss:
Ich gehe mit dem Fahrzeug sehr schonend um, soll heißen:
- fahre immer warm bevor ich über 3000 U/min drehe. (Turbolader / Motor schonen)
- fahre nie lange Vollgas (Turbolader schonen)
- verwende ausschließlich hochwertige Markenprodukte (Öl, Kühlmittel usw.)
- Garagenfahrzeug
- fahre ausgeglichen kurze und längere Strecken.
- Schalte sauber und lasse die Kupplung nicht schlagartig "aufflitschen"
So, nun seit ihr an der Reihe, habt ihr die gleichen oder ähnlichen Probleme am F20 gehabt?
Freue mich über Berichte.
26 Antworten
Zitat:
@F20Fahrer schrieb am 13. April 2018 um 12:48:09 Uhr:
Ok. Verstehe. Kannte ich anders von früher bei Ford. Dort war der Motor innen, unweit der Auslassdüsen. Selbstverständlich hat der nur Saubere Luft abbekommen. BMW scheint ja auch zunehmend keine Entwickler zu haben die Ingenieur Tugenden haben.
Nicht falsch verstehen, der Motor ist innen, er befindet sich auf der Beifahrerseite im Fußraum.
Aber der Motor saugt nun einmal Luft von außen an & Laub ist nicht sonderlich schwer und wird mit "angesaugt". Deswegen finde sich das Laub im Motor der ca. 30-50cm von der Außenwelt entfernt ist. 🙂
Zitat:
@Mileg schrieb am 10. April 2018 um 10:53:27 Uhr:
Leider ist mein Fahrzeug recht alt (Hat zwar erst 52.000km gelaufen, aber das interessiert BMW eher weniger), somit blieb ich auf fast allen Problemen selbst sitzen.
Leider auch meine Erfahrung: Nach spätestens 5 Jahren bzw. 100tkm (je nachdem was zuerst eintritt) verkaufe ich die Autos.
Auch mit Gebrauchten (Leasingrückläufer etc) habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht.
Mit den neu gekauften Wagen hatten wir null Probleme!
Zitat:
@dieselschwabe schrieb am 13. April 2018 um 13:06:15 Uhr:
Zitat:
@Mileg schrieb am 10. April 2018 um 10:53:27 Uhr:
Leider ist mein Fahrzeug recht alt (Hat zwar erst 52.000km gelaufen, aber das interessiert BMW eher weniger), somit blieb ich auf fast allen Problemen selbst sitzen.Leider auch meine Erfahrung: Nach spätestens 5 Jahren bzw. 100tkm (je nachdem was zuerst eintritt) verkaufe ich die Autos.
Auch mit Gebrauchten (Leasingrückläufer etc) habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht.
Mit den neu gekauften Wagen hatten wir null Probleme!
Natürlich hat man bei Neuwagen bzw. die ersten 1-3 Jahre wenig bis gar keine Probleme, und wenn was passiert, dann ist die Kulanz meistens da.
Problem an der Sache ist nur: Die Gesamtrechnung geht niemals auf, Neuwagen zu fahren und nach 3-5 abzustoßen wird immer teurer sein als z.b. einen Jahreswagen zu kaufen und diesen dann bis 150k-200k zu fahren.
Aber das muss jeder selbst wissen. Ich verstehe auch nicht wie Leute Leasing bzw. Finanzierungsraten von 200-500 Euro JEDEN Monat ausgeben. Man sollte sich mal ausrechnen was das für immense Kosten sind. Für micht gilt, gebraucht kaufen und keine monatlichen Raten haben, damit fahre ich unterm Strich am günstigsten.
Die Rechnung kann ganz schnell aufgehen bei so teuren Autos. Zf Getriebe kaputt? 10.000 Euro. Dpf kaputt samt Turbo? 6.000 Euro. Klima kaputt 2.000 Euro. Gibt so einige Schocker.
Wenn man gut einkauft und gut verkauft, muss es n Neufahrzeug nicht viel teurer sein als ein Gebrauchter. Vor allem bei solch durchwachsener Haltbarkeit wie ich sie mit meinen gebrauchten bmw erlebt habe.
Ähnliche Themen
Zitat:
@dieselschwabe schrieb am 13. April 2018 um 17:29:57 Uhr:
Die Rechnung kann ganz schnell aufgehen bei so teuren Autos. Zf Getriebe kaputt? 10.000 Euro. Dpf kaputt samt Turbo? 6.000 Euro. Klima kaputt 2.000 Euro. Gibt so einige Schocker.Wenn man gut einkauft und gut verkauft, muss es n Neufahrzeug nicht viel teurer sein als ein Gebrauchter. Vor allem bei solch durchwachsener Haltbarkeit wie ich sie mit meinen gebrauchten bmw erlebt habe.
Das Risiko ist natürlich beim Leasing deutlich geringer, da stimme ich dir zu. Aber die "Schocker" die du ansprichst haben Auto´s selten bis 200.000km, kommt halt auch immer darauf an wie ich damit umgehe.
Also bei o.g. Mängeln hätte es nicht mal einen Thread gebraucht, zumal teilweise selbst verschuldet oder von BMW übernommen (Kühlwasserstutzen). Darüber hinaus gibts 118i im Leasing so günstig, dass deine Rechnung kaum aufgehen kann.
Hallo ,
Das war der Einstieg in die Prämiumklasse !!!!!!!!!
Habe leider ähnliche Erfahrungen gemacht BMW 1.16i - Bjh.2012 - 79000 km !!!!
Geräuche Lüftung - Ursache Blätter im Lüftungsgitter ca.90 Euro.
Wasserverlust - Dichtung Kühlwasserstutzen ca 580 Euro keine Kulanz seitens BMW !!!!!!!
Hecklappenschloss defekt - selber gewechselt ca 89 Euro bei Amazon
Schaltknauf lose - selber gewechselt ca 115 Euro
Und jetzt 2020 kommt das aktuelle Problem dazu :
Diverse Rostblasen am Kofferraum und an der Alu Zierleiste am Dach.
Nach neusten Erkenntnissen handelt es sich nicht um Rost sondern um Zinkoxidationen.
Keine Chance das durch Lackieren hin zu bekommen.
BMW scheint ein echtes Qualitätsproblem zu haben !!!!!!!
Laut Gutachter muss da eine neue Hecklappe verbaut werden.
Kulanzantrag BMW abgelehnt !!!!!!!!
Ich gehe jetzt zum Anwalt und werde klagen.
Mach das, bin gespannt, wie du eine freiwillige, gesetzlich nicht geregelte Leistung wie Kulanz einklagen willst.
Blätter im Lüftungsgitter. Klar die Schuld von BMW. Und dann BMW auf eine freiwillige Leistung verklagen.
Ich schmeiß mich weg!
Er klagt doch wegen der Heckklappe und nicht wegen den Blättern...
Eindeutiger kann man es nicht schreiben aber verstehen wollen/können das dennoch manche nicht...
Erstens steht das in dem Post nicht eindeutig, zweitens konnte ich mir das nicht verkneifen. War unsachlich, klar. Ebenso unsachlich, wie der Ansatz Kulanz einzuklagen.
Zitat:
5. Lüftung macht laute Geräusche bei höheren Drehzahlen.
Ursache: Laub kann wegen eines falsch konstruierten Schutzgitters in die Lüftung kommen und sich festsetzen, dadurch entstehen die Geräusche.
Lösung: BMW hat ein neues Schutzgitter konzipiert und verbaut.
Ich habe das bisher nicht machen lassen, daher keine Ahnung was das kostet.
Fehler Verursacher: BMW
So ganz als sicher würde ich Laub und Gitter nicht als alleinigen Grund annehmen wollen. Als meiner noch recht jung war ist mir bei schwülem Wetter folgendes passiert, je höher ich das Gebläse gestellt habe um so weniger Luft kam und das Armaturenbrett rappelte um so mehr. Ich habe dann für die restlichen 200 km nach Hause Klima und Lüftung abgeschaltet um mich am kommenden Tag über eine große Wasserlache unter dem Auto zu wundern, die Anlage funktionierte aber wieder einwandfrei. Beim nächsten Service habe ich das moniert und das Auto mit dem Vermerk zurückbekommen, "an der Lüftung haben wir gar nichts gemacht". Ein paar Teile waren aber so blitzsauber, nur mit Putzen kriegt man das nicht hin. Ein paar Jahre später trat das wieder auf (und seitdem sporadisch immer mal wieder), dieses mal habe ich nur die Klima weggeschaltet und das Gebläse weiter laufen lassen, nach 1 km kam wieder (zunächst natürlich feuchtwarme) Luft, das Geräusch normalisierte sich, ein paar km weiter habe ich die Klima wieder zugeschaltet und alles funktionierte wieder. Ich meine da ist der Verdampfer vereist, irgendein Sensor soll da ungünstig sitzen, Laub oder Schmutz habe ich jedenfalls keinen gefunden, woher auch, das Auto steht zu Hause und im Büro in Garagen, also fast immer.