Macht es überhaupt Sinn, das Mercedes HK-System nach zu rüsten?

Mercedes C-Klasse W204

Macht es Sinn, das Standard Soundsystem beim W/S204 auf HK-Komponenten hoch zu rüsten, bzw. den Verstärker nach zu rüsten?

Die Antwort ist einfach. Umrüsten auf HK System ist nur bedingt empfehlenswert, denn es gibt einige sehr gute Alternativen die zum einen deutlich preiswerter sind, und dennoch am Ende weitaus überzeugender klingen.....und darauf kommt es ja letztlich an

Das möchte ich nachfolgend detailliert erklären. Das nachfolgende Konzept gilt für alle
• W204/S204,
• W211/S211,
• W212/S212
mit APS 20/APS 50/ NTG1.0 mit Standard AGW/ NTG 2.5/NTG 4.0 und höher.

Grundbaustein ist und bleibt immer die vorhandene Audio-Elektronik. Daran wird (erst mal) nichts verändert! Leider lassen sich an diese Radios nicht so ohne weiteres die ansonsten recht guten HK- Bass Chassis direkt anschließen, denn die HK Chassis haben nur 2 Ohm Impedanz. Gleiches gilt für den HK-Center. Werden diese Chassis an das Radio angeschlossen wird es schnell zu heiß, und wird über kurz oder lang die Endstufenchips zerstören! Also bitte nicht einfach mal so anschließen.

Die HK Chassis sind grundsätzlich aber zu empfehlen, bedingen aber den Einbau eines geeigneten Verstärkers. Idealerweise eines Amps, der in der Lage ist alle Kanäle an zu steuern.. …………………aber wir sind schon mittendrin, also erst mal eins nach dem Anderen.

Ich versuche mal die wichtigsten Stepps chronologisch in der Folge der Notwendigkeit und Auswirkung auf den Klang aufzulisten:
• Im Standard Grundsystem ist kein Center vorhanden, 4 Ohm Tür Bässe, sowie 4 Hochtöner von bescheidener Performance. Eine Frequenzweiche sucht man vergeblich. Also wird auch dort zuerst angesetzt. Die 4 Hochtöner werden durch hochwertigere Typen ersetzt, die in der Lage sind ab ca. 2000 Hz sauber zu spielen. Gleichzeitig werden die Hochtöner in den hinteren Türen nicht mehr unten im Fußraum montiert, sondern weiter oben, z.B. neben dem Türöffnungshebel, oder statt dem Aschenbecher.
• Fürs „Grundsetup“ werden dann 4 meiner Weichen für den „Wunsch-Hochtöner“, und die Anpassung der vorhandenen Tür Bässe eingebaut. Optional und sehr sinnvoll ist in diesem Grundsetup die Nachrüstung des 8 Ohm Mercedes Original Centers, einer Centerweiche, und eines 5. Hochtöners möglichst gleicher Bauart, wie alle anderen.

Hier ist Stepp 1 erst mal beendet

Der klangliche Unterschied der Maßnahmen aus Stepp 1gegenüber dem Werkssetup ist schon derart markant, dass die meisten damit sehr zufrieden sein werden. Dieses Sound-Upgrade kann eigentlich jeder, der einen Schraubenzieher gerade halten kann, selber bewerkstelligen.

!........und hier scheiden sich dann die Wege.
Der eine Pfad sieht vor, dass zusätzlich zum Grundsetup mit den Standard Chassis und den Maßnahmen aus Stepp 1 der original HK Subwoofer für das jeweilige Fahrzeug aus dem HK-System nachgerüstet wird, zusammen mit einem Subwooferverstärker wie z.B. der Eton SR 500.1. Der ist preiswert und gut.
Der Subwoofer, zusammen mit dem oben beschriebenen Grundsetup, spielt schon derart gut, dass die Performance des HK-Original Systems damit locker an die Wand gespielt wird……………..und das beantwortet auch nachhaltig die Frage, ob es Sinn macht, alle HK-Komponenten „On-Block“ zu kaufen, und einzubauen. Die werden am Ende schlechter klingen als die Maßnahmen des Stepp1! Alleine schon deswegen rate ich dringendst vom Kauf und Nachrüsten des kompletten HK-Systems ab!

Der andere Pfad zieht eine vorab getroffene Entscheidung vor. Denn sollte man sich für die wirklich guten 4 HK-Tür Bässe, und den HK-Center entscheiden, gibt es dafür auch einen preisgleichen, und sehr guten alternativen Weichensatz. Wenn einem klar ist, dass damit aber zwangsweise ein Verstärker fällig ist, würde ich diesen Weg aber empfehlen.
Denn die Hochtöner sind wieder die Gleichen wie beim Grundsetup, die 5 Weichenmodule kosten das Gleiche, sind aber eben für 2 Ohm Bässe berechnet. Vorteil: die besseren HK-Tür Bässe lassen eine gegenüber dem Grundsetup (4Ohm Standard Tür Bässe) deutlich schönere und kraftvollere Performance zu.
Als Verstärker empfehle ich den Match PP82 DSP mit 8 Kanälen und integriertem DSP. Dieses Wunderkästchen bietet eine Performance mit den HK-Chassis die man nicht für möglich hält. Die vielen aktiven Kanäle (8 Stück) lassen auch den Einsatz von Rearfills in der Heckablage zu, und feuern auch den Subwoofer mit an! Alles aus einem Gerät!!!!. Der dazu nötige Weichensatz hat 2 Module mehr für die Rearfills.
Wie gesagt, alle vorgenannten Veränderungen sind überwiegend nur mit „Originalteilen“ von Mercedes realisiert, und somit also 100% integrierbar, und vor allem „unsichtbar“ Von alle dem sieht man am Ende Nix!

Eine Alternative dieses „anderen“ Pfades sieht vor, dass man eben statt der HK-Chassis, noch leistungsstärkere her nimmt. Hier empfehle ich in die Originalkörbe der vorhandenen Standard Chassis sowohl vorne als auch hinten in den Tür die „Hertz HV 165 XL“ einzubauen, oder wenn´s nach besser werden soll die Hertz Mille 1600. Die wären dann auch „Stepp by Stepp“ nachrüstbar, denn die vertragen sich mit den 4 Ohm Weichen des „Grundsetups“. Die sind preislich etwa auf dem Niveau, was man auch für die HK-Bässe hin legen müsste, sind aber klanglich eine ganze klangliche Klasse besser! ……..und das ist auch gleichzeitig meine Empfehlung.
Hauptvorteil: Man kann diese Lösung nach und nach realisieren, denn die Hertz Bässe laufen fürs erste auch mit dem Original Radio völlig problemlos, und sind trotzdem besser als die HK Teile!....und man kann dann selbst entscheiden, wann man welchen Verbesserungsschritt nach rüstet.

Also noch mal meine Empfehlung zusammen gefasst:
1. 4 neue Hochtöner für 2x Spiegeldreieck, 2x Hecktüre. Meine Empfehlung: Eton CX 280HG (140.-€)
2. 1 Standard Mercedes Center 8 Ohm für knapp 20.-€
3. 1 Hochtöner für Center CX 280 HG (75.-)
4. Weichensatz Standard (5 Weichen); Alternativ wenn die Hertz Bässe geplant sind die Mundorf Highend Version mit 1,4er Backlackspulen
5. Optional Tür Bass Hertz „HV 165 XL“, oder für echtes Highend: Hertz Mille 1600 in alle 4 Türen.
6. HK-Subwoofer für die Limo in der Heckablage, oval mit Montageset und Rearfill links Lautsprecher, oder als Heckversion in den Seiten für die Kombis.
7. Entweder Eton SR 500.1 (Subwoofer), oder Match PP82 DSP (8-kanal)

Diese Aufstellung zeigt den modularen Aufbau des Konzepts, und die einzelnen aufeinander aufbauenden Stepps. Jeder Punkt bringt für sich jeweils eine weitere deutliche Verbesserung des Klangs im Wagen.

Ich liefere dabei aber nur die Weichen, und das Umbau Know-How. Ich bin Privatmann und keine Firma! Für mich ist es ein Hobby, und es soll auch Hobby bleiben. Daher mische ich mich in vertriebliche Belange nicht ein. Alle Teile für den Umbau besorgt man sich selber bei einem Händler seines Vertrauens, oder bei ACR in Borna, der alle in meiner Produktliste aufgeführten Komponenten zu vernünftigen und attraktiven Preisen liefert.

Die Liste schicke ich jedem Gerne aufs Mail. Einfach anfordern unter: mercedes.soundtuning@yahoo.de.

Die oben aufgelistete Car Hifi-Anlage ist auf einem Leistungsniveau, wie sie so mancher Highender gerne zu Hause hätte. Wer an Meßschrieben der erzielbaren Frequenzverläufe interessiert ist, schreibe mich kurz an.

Zu den HK Verstärkern
Ab APS 50 und NTG1 ist es möglich die vorhanden externen Verstärker gegen HK-Typen zu tauschen. Bei diesen Serien sogar Pin-kompatibel, ab NTG 2.5 aufwärts sind die Endstufen und das eigentliche 2radio“ wieder in der Headunit integriert. Der externe Verstärker wird über Lichtleiter mit Signal versorgt, und kümmert sich nur noch um die Verstärkung. …..glaubt man! Das ist leider nicht so. Denn zusätzlich zur Verstärkung mit zahlreichen Kanälen wird leider mittels DSP (der nicht veränderbar ist) auch massiv am Frequenzgang gebastelt, und die Kanalzuordnung bedingt bestimmte Frequenzverläufe.

Was heißt das im Einzelnen:
• Die Kanäle werden im Logic 7 Modus wie folgt verteilt:
o Front, Vollsignal
o Hecktüren: Rearsignal, weniger Bass, leiser
o Center: in fester Lautstärke eingestellt, aktiv, Mono-Summensignal VL/VR frequenzkompensiert
o Rearfill HL/HR frequenzkompensiert, nur Hallanteile
o Subwoofer: 2 Endstufenkanäle, fest in Phase, Frequenz und Bassboost programmiert, nicht veränderbar.
• Die Frequenzmanipulationen:
o VL/VR: mehr Bass um 60Hz, Hochton deutlich verstärkt, Raumanteile/Hall künstlich erzeugt dazu gemischt
o Center: Spielt ab ca. 500 Hz, mono, Summensignal VL/VR. Spielt schön, aber wegen der fehlenden Hochtöner werden alle Töne ab ca. 5000 Hz stark verfremdet wieder gegeben. Ab 9000 Hz hört man nix mehr aus dem Center,………..HT fehlt!
o HL/HR: deutlich weniger Bass, komprimierte Mitten, wenig höhen, bedämpft, und deutlich leiser als die Frontkanäle.
o Rearfill HL/HR: Nur Hallanteile im oberen Mittelton und Hochtonbereich. Dumm nur: Es gibt keinen Hochtöner im Konzept, und daher ist der an sich gut gemeinte Kanal völlig sinnlos. Erst nachträglich installierte Breitbänder oder Hochtöner bringen den an sich guten Effekt überhaupt erst zum „Hörer“/Ohr. Im Originalzustand aber überflüssig wie ein Kropf, und ein super Bespiel der „Geiz ist Geil Mentalität“. Gute Uridee, beschissen umgesetzt!

Erschwerend kommt hinzu, dass man sich beim Konzept der nachrüstbaren HK-Amps nicht wirklich viele Gedanken gemacht hat. Es gibt einen bei allen Fahrzeugen immer identischen „Grundverstärker“ (und das solte einem zu Denken geben), der durch jeweils mehr oder weniger passende Software-Aufspielungen für die jeweiligen Fahrzeuge „passend gebastelt“ wird.
Das bewirkt dann zum Beispiel, dass zum Teil zu wenig Kanäle im Amp. da sind, und man friemelt dann eben noch ein kleines Zusatzverstärkerchen dazu,………….es ist einfach nur peinlich! Schon alleine deshalb rate ich vom Nachrüsten von HK- Verstärkern grundsätzlich ab.

mit freundlichen Grüßen

Rüdiger

Beste Antwort im Thema

Macht es Sinn, das Standard Soundsystem beim W/S204 auf HK-Komponenten hoch zu rüsten, bzw. den Verstärker nach zu rüsten?

Die Antwort ist einfach. Umrüsten auf HK System ist nur bedingt empfehlenswert, denn es gibt einige sehr gute Alternativen die zum einen deutlich preiswerter sind, und dennoch am Ende weitaus überzeugender klingen.....und darauf kommt es ja letztlich an

Das möchte ich nachfolgend detailliert erklären. Das nachfolgende Konzept gilt für alle
• W204/S204,
• W211/S211,
• W212/S212
mit APS 20/APS 50/ NTG1.0 mit Standard AGW/ NTG 2.5/NTG 4.0 und höher.

Grundbaustein ist und bleibt immer die vorhandene Audio-Elektronik. Daran wird (erst mal) nichts verändert! Leider lassen sich an diese Radios nicht so ohne weiteres die ansonsten recht guten HK- Bass Chassis direkt anschließen, denn die HK Chassis haben nur 2 Ohm Impedanz. Gleiches gilt für den HK-Center. Werden diese Chassis an das Radio angeschlossen wird es schnell zu heiß, und wird über kurz oder lang die Endstufenchips zerstören! Also bitte nicht einfach mal so anschließen.

Die HK Chassis sind grundsätzlich aber zu empfehlen, bedingen aber den Einbau eines geeigneten Verstärkers. Idealerweise eines Amps, der in der Lage ist alle Kanäle an zu steuern.. …………………aber wir sind schon mittendrin, also erst mal eins nach dem Anderen.

Ich versuche mal die wichtigsten Stepps chronologisch in der Folge der Notwendigkeit und Auswirkung auf den Klang aufzulisten:
• Im Standard Grundsystem ist kein Center vorhanden, 4 Ohm Tür Bässe, sowie 4 Hochtöner von bescheidener Performance. Eine Frequenzweiche sucht man vergeblich. Also wird auch dort zuerst angesetzt. Die 4 Hochtöner werden durch hochwertigere Typen ersetzt, die in der Lage sind ab ca. 2000 Hz sauber zu spielen. Gleichzeitig werden die Hochtöner in den hinteren Türen nicht mehr unten im Fußraum montiert, sondern weiter oben, z.B. neben dem Türöffnungshebel, oder statt dem Aschenbecher.
• Fürs „Grundsetup“ werden dann 4 meiner Weichen für den „Wunsch-Hochtöner“, und die Anpassung der vorhandenen Tür Bässe eingebaut. Optional und sehr sinnvoll ist in diesem Grundsetup die Nachrüstung des 8 Ohm Mercedes Original Centers, einer Centerweiche, und eines 5. Hochtöners möglichst gleicher Bauart, wie alle anderen.

Hier ist Stepp 1 erst mal beendet

Der klangliche Unterschied der Maßnahmen aus Stepp 1gegenüber dem Werkssetup ist schon derart markant, dass die meisten damit sehr zufrieden sein werden. Dieses Sound-Upgrade kann eigentlich jeder, der einen Schraubenzieher gerade halten kann, selber bewerkstelligen.

!........und hier scheiden sich dann die Wege.
Der eine Pfad sieht vor, dass zusätzlich zum Grundsetup mit den Standard Chassis und den Maßnahmen aus Stepp 1 der original HK Subwoofer für das jeweilige Fahrzeug aus dem HK-System nachgerüstet wird, zusammen mit einem Subwooferverstärker wie z.B. der Eton SR 500.1. Der ist preiswert und gut.
Der Subwoofer, zusammen mit dem oben beschriebenen Grundsetup, spielt schon derart gut, dass die Performance des HK-Original Systems damit locker an die Wand gespielt wird……………..und das beantwortet auch nachhaltig die Frage, ob es Sinn macht, alle HK-Komponenten „On-Block“ zu kaufen, und einzubauen. Die werden am Ende schlechter klingen als die Maßnahmen des Stepp1! Alleine schon deswegen rate ich dringendst vom Kauf und Nachrüsten des kompletten HK-Systems ab!

Der andere Pfad zieht eine vorab getroffene Entscheidung vor. Denn sollte man sich für die wirklich guten 4 HK-Tür Bässe, und den HK-Center entscheiden, gibt es dafür auch einen preisgleichen, und sehr guten alternativen Weichensatz. Wenn einem klar ist, dass damit aber zwangsweise ein Verstärker fällig ist, würde ich diesen Weg aber empfehlen.
Denn die Hochtöner sind wieder die Gleichen wie beim Grundsetup, die 5 Weichenmodule kosten das Gleiche, sind aber eben für 2 Ohm Bässe berechnet. Vorteil: die besseren HK-Tür Bässe lassen eine gegenüber dem Grundsetup (4Ohm Standard Tür Bässe) deutlich schönere und kraftvollere Performance zu.
Als Verstärker empfehle ich den Match PP82 DSP mit 8 Kanälen und integriertem DSP. Dieses Wunderkästchen bietet eine Performance mit den HK-Chassis die man nicht für möglich hält. Die vielen aktiven Kanäle (8 Stück) lassen auch den Einsatz von Rearfills in der Heckablage zu, und feuern auch den Subwoofer mit an! Alles aus einem Gerät!!!!. Der dazu nötige Weichensatz hat 2 Module mehr für die Rearfills.
Wie gesagt, alle vorgenannten Veränderungen sind überwiegend nur mit „Originalteilen“ von Mercedes realisiert, und somit also 100% integrierbar, und vor allem „unsichtbar“ Von alle dem sieht man am Ende Nix!

Eine Alternative dieses „anderen“ Pfades sieht vor, dass man eben statt der HK-Chassis, noch leistungsstärkere her nimmt. Hier empfehle ich in die Originalkörbe der vorhandenen Standard Chassis sowohl vorne als auch hinten in den Tür die „Hertz HV 165 XL“ einzubauen, oder wenn´s nach besser werden soll die Hertz Mille 1600. Die wären dann auch „Stepp by Stepp“ nachrüstbar, denn die vertragen sich mit den 4 Ohm Weichen des „Grundsetups“. Die sind preislich etwa auf dem Niveau, was man auch für die HK-Bässe hin legen müsste, sind aber klanglich eine ganze klangliche Klasse besser! ……..und das ist auch gleichzeitig meine Empfehlung.
Hauptvorteil: Man kann diese Lösung nach und nach realisieren, denn die Hertz Bässe laufen fürs erste auch mit dem Original Radio völlig problemlos, und sind trotzdem besser als die HK Teile!....und man kann dann selbst entscheiden, wann man welchen Verbesserungsschritt nach rüstet.

Also noch mal meine Empfehlung zusammen gefasst:
1. 4 neue Hochtöner für 2x Spiegeldreieck, 2x Hecktüre. Meine Empfehlung: Eton CX 280HG (140.-€)
2. 1 Standard Mercedes Center 8 Ohm für knapp 20.-€
3. 1 Hochtöner für Center CX 280 HG (75.-)
4. Weichensatz Standard (5 Weichen); Alternativ wenn die Hertz Bässe geplant sind die Mundorf Highend Version mit 1,4er Backlackspulen
5. Optional Tür Bass Hertz „HV 165 XL“, oder für echtes Highend: Hertz Mille 1600 in alle 4 Türen.
6. HK-Subwoofer für die Limo in der Heckablage, oval mit Montageset und Rearfill links Lautsprecher, oder als Heckversion in den Seiten für die Kombis.
7. Entweder Eton SR 500.1 (Subwoofer), oder Match PP82 DSP (8-kanal)

Diese Aufstellung zeigt den modularen Aufbau des Konzepts, und die einzelnen aufeinander aufbauenden Stepps. Jeder Punkt bringt für sich jeweils eine weitere deutliche Verbesserung des Klangs im Wagen.

Ich liefere dabei aber nur die Weichen, und das Umbau Know-How. Ich bin Privatmann und keine Firma! Für mich ist es ein Hobby, und es soll auch Hobby bleiben. Daher mische ich mich in vertriebliche Belange nicht ein. Alle Teile für den Umbau besorgt man sich selber bei einem Händler seines Vertrauens, oder bei ACR in Borna, der alle in meiner Produktliste aufgeführten Komponenten zu vernünftigen und attraktiven Preisen liefert.

Die Liste schicke ich jedem Gerne aufs Mail. Einfach anfordern unter: mercedes.soundtuning@yahoo.de.

Die oben aufgelistete Car Hifi-Anlage ist auf einem Leistungsniveau, wie sie so mancher Highender gerne zu Hause hätte. Wer an Meßschrieben der erzielbaren Frequenzverläufe interessiert ist, schreibe mich kurz an.

Zu den HK Verstärkern
Ab APS 50 und NTG1 ist es möglich die vorhanden externen Verstärker gegen HK-Typen zu tauschen. Bei diesen Serien sogar Pin-kompatibel, ab NTG 2.5 aufwärts sind die Endstufen und das eigentliche 2radio“ wieder in der Headunit integriert. Der externe Verstärker wird über Lichtleiter mit Signal versorgt, und kümmert sich nur noch um die Verstärkung. …..glaubt man! Das ist leider nicht so. Denn zusätzlich zur Verstärkung mit zahlreichen Kanälen wird leider mittels DSP (der nicht veränderbar ist) auch massiv am Frequenzgang gebastelt, und die Kanalzuordnung bedingt bestimmte Frequenzverläufe.

Was heißt das im Einzelnen:
• Die Kanäle werden im Logic 7 Modus wie folgt verteilt:
o Front, Vollsignal
o Hecktüren: Rearsignal, weniger Bass, leiser
o Center: in fester Lautstärke eingestellt, aktiv, Mono-Summensignal VL/VR frequenzkompensiert
o Rearfill HL/HR frequenzkompensiert, nur Hallanteile
o Subwoofer: 2 Endstufenkanäle, fest in Phase, Frequenz und Bassboost programmiert, nicht veränderbar.
• Die Frequenzmanipulationen:
o VL/VR: mehr Bass um 60Hz, Hochton deutlich verstärkt, Raumanteile/Hall künstlich erzeugt dazu gemischt
o Center: Spielt ab ca. 500 Hz, mono, Summensignal VL/VR. Spielt schön, aber wegen der fehlenden Hochtöner werden alle Töne ab ca. 5000 Hz stark verfremdet wieder gegeben. Ab 9000 Hz hört man nix mehr aus dem Center,………..HT fehlt!
o HL/HR: deutlich weniger Bass, komprimierte Mitten, wenig höhen, bedämpft, und deutlich leiser als die Frontkanäle.
o Rearfill HL/HR: Nur Hallanteile im oberen Mittelton und Hochtonbereich. Dumm nur: Es gibt keinen Hochtöner im Konzept, und daher ist der an sich gut gemeinte Kanal völlig sinnlos. Erst nachträglich installierte Breitbänder oder Hochtöner bringen den an sich guten Effekt überhaupt erst zum „Hörer“/Ohr. Im Originalzustand aber überflüssig wie ein Kropf, und ein super Bespiel der „Geiz ist Geil Mentalität“. Gute Uridee, beschissen umgesetzt!

Erschwerend kommt hinzu, dass man sich beim Konzept der nachrüstbaren HK-Amps nicht wirklich viele Gedanken gemacht hat. Es gibt einen bei allen Fahrzeugen immer identischen „Grundverstärker“ (und das solte einem zu Denken geben), der durch jeweils mehr oder weniger passende Software-Aufspielungen für die jeweiligen Fahrzeuge „passend gebastelt“ wird.
Das bewirkt dann zum Beispiel, dass zum Teil zu wenig Kanäle im Amp. da sind, und man friemelt dann eben noch ein kleines Zusatzverstärkerchen dazu,………….es ist einfach nur peinlich! Schon alleine deshalb rate ich vom Nachrüsten von HK- Verstärkern grundsätzlich ab.

mit freundlichen Grüßen

Rüdiger

856 weitere Antworten
856 Antworten

Hi,

danke für deine Antwort. Dann werde ich das vermutlich vorerst genauso machen und dann im neuen Jahr mal bei Gelegenheit die Lautsprecher wechseln.
Hast du auch das 20er System verbaut gehabt? Meine ja gelesen zu haben dass das regulär keinen Center hat.
(der Vollständigkeit halber, es wird bei mir ein Mopf S204)

Hallo zusammen

Danke Andy, für deine Vorabinfo. Sorry, das war tatsächlich etwas missverständlich mit den 140.-€. Ich hätte noch dahinter schreiben müssen fürs "Paar". Aber logisch zuende gedacht ergibt sich bei dem Stück-Preis von einem für ca. 70 -75.-€ kein Setpreis für 4 Stück,....von 140.-€.

Hallo "Dasgute". Wie dein Name schon sagt,...................das Gute hat seinen Preis. Billig wäre schön, geht aber nur, wenn die gewünschten Paramerter des HT´s eingehalten werden. Sprich die sollten schon ab rund 2000 Hz richtig sauber laufen. Diese Art (bezahlbarer) HT kannst du an einer Hand abzählen. Ich habe im Verlauf der Weichenentwicklung sicher schon über 100 Ht auf dem Tisch gehabt und gemessen, und anschließend ausgiebig gehört. Alleine die Meßschriebe sagen ja nichts über den zu erwartenden Klang aus. 

Übrig geblieben von allen denen sind gerade mal 3 Stück:

  • der Eton CX 280 HG für ca. 140.-€ das Paar,
  • Der Focal TNK K242 für ca. 85.-€ das Paar,
  • und der Monacor DT 284 S für ca. 80.-€ das Paar

Das war´s!

Mein Weichenlayout ist jeweils für einen der 3 gewünschten Typen optimiert, und damit garantiere ich auch die entsprechende Verbesserungen/Ergebnisse.

Es ist ja Jedem frei gestellt, das Ganze Stepp by Stepp auf zu bauen. In jedem Fall gilt aber: Wenn ich am HT schon sparen muss, dann sollte man es lieber lassen! Man hat ein Auto im Wert von 50.000 - über 100.000.-Euro (Je nach Modell und Ausstattung) gekauft, man tankt für über 100.-€ (mit der Faust in der Tasche) das "Bewegelchen" voll,...................aber wenn es mal um wirklich sinnvolle Ausgaben geht, wird am Pfennig/Cent rum geeiert. Man hat ja schließlich bei jeder einzelnen Fahrt und Autolebenslang was davon,.....................

da würde ich mal drüber nach denken!

mfg
Rüdiger

mfg
Rüdiger

Hallo Rüdiger,

erstmal Danke für die Antwort und die ganze Mühe die Du dir mit der Thematik machst.

Deine Argumente sind prinzipiell richtig, aber leider muss ich als Fahrer hier auch zwischen nötigen (ein ordentliches Auto für deutlich unter den von dir angesprochenen Preisen, Sprit, Versicherung, Winterräder...) und schönen aber eben nicht überlebensnotwendigen Investitionen untescheiden.

Ja, toller Sound ist schon einiges Wert, aber nach meinen ganzen Anschaffungskosten ist es eben für mich momentan einfach nicht möglich, soviel Geld in ein nice-to-have zu stecken.

Wenn ich darüber so nachdenke, bleiben eigentlich auch nur zwei Möglichkeiten übrig, entweder jetzt die Weichen und Standardlautsprecher behalten und nächstes Jahr ordentliche HTs nachrüsten, oder direkt mit dem Upgrade bis zum nächsten Jahr zu warten und das dann alles gemeinsam zu machen.

Zum Glück kann ich noch ein paar Nächte über die Entscheidung schlafen, das Baby kommt ja erst mitte nächster Woche und dann muss das ja auch nicht sofort passieren 😉
Machen werde ich da aber auf jeden Fall was... irgendwann (tm)

Schöne Grüße,
dasGute

...spart nicht am Hochtöner, die knapp 100€ sind bestens angelegt, nur damit hört man auch wirklich hohe Töne...habe die Focal TNK ist wie eine andere Welt. Diese passen 1A in die vorhandenen Blenden.
Grüße Stefan

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Ich habe genau das Komplettpaket verbaut, was Rüdiger (Danke nochmal für alles 🙂) im ersten Posting empfiehlt.

Wenn wer im Raum Ruhrgebiet Probehören möchte - einfach ne pm schreiben.

gruß Sebastian

Hallo Zusammen,

auch ich habe lange überlegt, mich aber dann doch für einen Umbau entschlossen. Schließlich habe ich einen W204 Mopf BJ 2013 mit HK-System. Frei nach dem Motto: Wenn schon denn schon, habe ich entschieden folgende Komponenten zu verbauen: Hochtöner Eton CX 280 HG, Endstufe Match PP 82DSP, Endstufe Eton MA500.1 und selbstverständlich die Weichen von Rüdiger. Bestellt waren die Teile dann recht schnell, und das zu genau den Preisen wie Rüdiger es mir geschrieben hat!

Da ich dann doch eine absolute Niete in Elektrik bin, hat es sehr viele E-Mails und Nerven von Rüdiger gekostet, bis das Projekt beginnen konnte. Als erstes habe ich die Hochtöner getauscht und die Weichen ins System eingebunden. War nicht ganz so einfach, da die Eton doch ein ganzes Stück größer sind als die Standard. Aber wo ein Wille ist … An den Center bin ich durch das obenliegende Gitter ran gekommen, welches ich dann auch „Löchern“ musste. Bei den vorderen Türen musste ich nicht mal die Verkleidung abnehmen. Hier kann man alles von der Öffnung aus bewerkstelligen, welche ans Armaturenbrett anschließt. Hinten musste die Verkleidung ab, und erst mal Platz für den Hochtöner in der Verkleidung geschaffen werden. Auch hier mussten die Gitterdreiecke „gelöchert“ werden. Der Heckbereich war dann recht einfach. Platz neben den werksseitigen Lautsprechern schaffen, und rein mit den Hochtönern.

Dann kam das Einbauen der beiden Verstärker. Diese habe ich beide im Kofferraum links bei dem AGW untergebracht und mit Strom versorgt. Das Anschließen war dann wieder eine Sache für sich! Aber dank Rüdigers unermüdlicher und absolut professioneller Hilfe habe selbst ich das geschafft. Zum Schluss noch den Laptop an den PP82, die Konfig aufgespielt und fertig.

Der Klang ist ein Traum!!!!

An dieser Stelle nochmals besten Dank an Rüdiger! Er hat mir ständig, auch bei noch so „dummen“ Fragen geholfen und das Projekt erst möglich gemacht!

LG
Andy

Zitat:

Original geschrieben von Rhoenerle


Hallo Zusammen,

auch ich habe lange überlegt, mich aber dann doch für einen Umbau entschlossen. Schließlich habe ich einen W204 Mopf BJ 2013 mit HK-System. Frei nach dem Motto: Wenn schon denn schon, habe ich entschieden folgende Komponenten zu verbauen: Hochtöner Eton CX 280 HG, Endstufe Match PP 82DSP, Endstufe Eton MA500.1 und selbstverständlich die Weichen von Rüdiger. Bestellt waren die Teile dann recht schnell, und das zu genau den Preisen wie Rüdiger es mir geschrieben hat!

Da ich dann doch eine absolute Niete in Elektrik bin, hat es sehr viele E-Mails und Nerven von Rüdiger gekostet, bis das Projekt beginnen konnte. Als erstes habe ich die Hochtöner getauscht und die Weichen ins System eingebunden. War nicht ganz so einfach, da die Eton doch ein ganzes Stück größer sind als die Standard. Aber wo ein Wille ist … An den Center bin ich durch das obenliegende Gitter ran gekommen, welches ich dann auch „Löchern“ musste. Bei den vorderen Türen musste ich nicht mal die Verkleidung abnehmen. Hier kann man alles von der Öffnung aus bewerkstelligen, welche ans Armaturenbrett anschließt. Hinten musste die Verkleidung ab, und erst mal Platz für den Hochtöner in der Verkleidung geschaffen werden. Auch hier mussten die Gitterdreiecke „gelöchert“ werden. Der Heckbereich war dann recht einfach. Platz neben den werksseitigen Lautsprechern schaffen, und rein mit den Hochtönern.

Dann kam das Einbauen der beiden Verstärker. Diese habe ich beide im Kofferraum links bei dem AGW untergebracht und mit Strom versorgt. Das Anschließen war dann wieder eine Sache für sich! Aber dank Rüdigers unermüdlicher und absolut professioneller Hilfe habe selbst ich das geschafft. Zum Schluss noch den Laptop an den PP82, die Konfig aufgespielt und fertig.

Der Klang ist ein Traum!!!!

An dieser Stelle nochmals besten Dank an Rüdiger! Er hat mir ständig, auch bei noch so „dummen“ Fragen geholfen und das Projekt erst möglich gemacht!

LG
Andy

Hi an Alle,

verfolge mit Interesse diesen Post.... danke an alle für die Infos.

Bin an der Sache auch interessiert, will aber wie man andere da geldlich die Kirche im Dorf lassen... alles so Stepp by Stepp...

Habe gerade mal hinter die Abdeckung der Seite von den vorderen Türen geschaut wie es Andy beschrieben hat... Sehe zwar fast alles aber irgendwie bis an die Lautsprecher komme ich nicht ran... bräuchte dazu Spinnenhände :-)..... habe einen S204... irgendjemand Erfahrungen ob man troztdem ohne Abbau der ganzen Türverkleidung arbeiten kann ?

Danke

Thomas

Hallo Thomas,
dir und allen anderen kann geholfen werden,................schau mal:

W204 / S204 Soundupgrade der beiden Hecktüren
Was ist zu tun?

Es hätte so schön sein können,………………..ist es aber nicht. Ursprünglich waren konzeptionell sicher mal Hochtöner an den beiden Hecktüren links bzw. rechts von den Ausstiegs/Türöffnungshebeln gedacht. In der Großserie ist diese Hochtöner-Blende aber einem Dummy ohne Schallöffnungen gewichen, und auf der Gegenseite der Blende gibt es nicht etwa eine verwaiste Hochtöner-Halterung, sondern durchgehendes Plastik, ca. 6mm dick und äußerst spröde!
Was ist passiert? Man weiß es nicht, aber man muss nun damit leben. Es überkommt einen immer so eine ohnmächtige Wut, die basierend auf dem „Geiz ist Geil Denken“ und von der Profitgier der Konzerne genährt, solche Stilblüten überhaupt erst entstehen lassen!
Die Hochtöner sind nach unten in den Fußraum gewandert, da wo man sie bei einem Oberklasse-Fahrzeug auch erwarten würde ;-). Paktisch als Koax Chassis in dem 16er Tiefmitteltöner, der sinnigerweise, damit auch bloß keiner dran rum fummelt, von hinten!!! Genietet wurde. Sprich: Der Koax sitzt mit dem Korb auf einer Aluplatte, und diese hält mit 3 Nieten den Chassiskorb von hinten fest. (s. Foto) Da muss man auch erst mal drauf kommen!

Sei´s drum. Wir wollen ja positiv denken, und das Beste draus machen.

Fangen wir also vorne an.
Wer sich also mit dem Gedanken trägt, die Bass-Chassis der Hecktüren gegen Bessere, wie den Hertz HV 165 „L“ oder „XL“ zu tauschen der hat 2 Möglichkeiten. Die eine heißt: Verkleidung entfernen, alle Nieten des Zwischenblechs ausbohren, die drei Nieten des Lautsprecherkorbes ausbohren, und dann in einem passenden Montagerahmen der dann von außen auf dem Blech montiert werden kann das neue Chassis dort ein zu setzen.
Die zweite Möglichkeit ist da etwas pragmatischer: Man entfernt die Türverkleidung (2 Torx Schrauben unterhalb des Türgriffs/Armauflage entfernen und dann die ca. 10 Haltepins mit einem geeigneten Werkzeug aufhebeln. Die elektrischen Verbindungen am Türsteuergerät lösen, den Türöffner Bowdenzug aushängen) Liegt das Chassis nun frei, also von außen zugänglich, wird mit einem Dremel/Stichsäge oder Mini Flex der Kranz des Hochtöner-Halters entfernt. Ist der weg, schneidet man mit einem scharfen Teppich Messer die Gummiaufhängung/Wölbung der Membran außen ringsum ab. Dann kam man diese nach vorne weg ziehen, zusammen mit der Schwingspule. Mit einem Seitenschneider werden die beiden geflochtenen Anschlussfähnchen durchgeschnitten. Jetzt liegt der Kunststoffkranz der Magnethalterung frei. Diese Halterung wird so nah wie möglich an den 4 Haltepunkten auf gefräst, und zusammen mit dem Magnet des „Altchassis“ entfernt. Nun hat man eine Bombenfest sitzende und 100% passende Halterung mit passendem Abstrahlwinkel für die neuen Chassis. Ich empfehle, die Aluplatte gleich etwa mit zu erweitern, da die „XL“ Bässe einen recht großen Magneten haben, und der braucht Platz. Dann wird die Front der Halterung schön Plan geschliffen, und das neue Chassis eingeklebt. Mit 4 Schrauben lässt sich das Chassis zusätzlich befestigen. Wer möchte kann aber auch auf diesem Wege an die 3 Innennieten kommen, ohne dieses große Alu Zwischenblech ringsum ausbohren zu müssen. Bei abgenommener Membran kann man die 3 Nieten sauber ausbohren, und einen Montage Kranz von vorne auf setzen. Ist also alles halb so wild wie es aussieht. Wer es ganz perfekt machen will, verbindet die Anschlussfahnen des neuen Chassis mit den „Original“ Steckanschlüssen des alten Lautsprecherkorbes und kann so die bestehende technische Infrastruktur weiter nutzen.
Nun geht es an die Hochtöner. Die werden, wie bereits eingangs besprochen oben in die Dummyblenden montiert. Auch hier gibt’s wieder 2 Optionen. Entweder, man bohrt mit einem Kreisschneider von vorne ein passendes Loch, und setzt die neuen Hochtöner sichtbar, und akustisch vorteilhafter im mit gelieferten Einbaugehäuse des Hochtöners ein, schraubt diese von hinten fest, und gut ist´s. Oder man macht es „anständig“, sprich unsichtbar, von hinten montiert. Dazu wird der Durchmesser des Hochtöners auf einen vorab aufgeklebtem Klebeband übertragen, mit scharfer klinge ausgeschnitten, und dann mit (neuem!!!) scharfem 0,8mm Bohrer aufgebohrt. Da kommen dann schon etliche Löcher zusammen. Sauberes und sorgfältiges Arbeiten ist hier unumgänglich. Ich empfehle es am häuslichen Küchentisch mit viel Licht, oder in der Werksstatt mit satt aufliegender Tür Verkleidung. Man hat nur einen Versuch! Vergeigt man das durch „Schnell-schnell“ wird’s ein teueres Späßchen, denn es muss eine neue Türverkleidung her. Die Blende lässt sich nämlich nicht entfernen! Gut gemeinter tipp: Also vorher Pause machen, Käffchen trinken, und dann erst entspannt los legen!
Ist das erledigt, und alles wieder sauber gesaugt ist, muss von hinten der Durchbruch für den Hochtöner geschaffen werden. Sofern man hat, geeignete Kreisbohrer, Dremel Trennscheiben, o.ä. sollte das kein Problem darstellen. Es wäre auch möglich von hinten unten, also aus Blickrichtung der Armlehnen-innenseite einen geraden Schnitt mit einem Trennschleifer zu machen, und den Hochtöner in diesen Hohlraum einzuschieben, und dann zu fixieren. Dann ist der Hochtöner vollends integriert.
Wenn man die notwenigen Schritte mal durch geht und etwas handwerklich geschickt, dann ist das alles wirklich keine Hexerei, und sollte von jedem zu handeln sein! Die Weiche wird dann final zwischen Fensterheber Motor und Türelektronik eingeklemmt, und mit Kabelbindern fixiert. Die Kabel entlang des bestehenden Kabelbaums verlegt. Dann die Türverkleidungen wieder aufsetzen, und es ist vollbracht.
Anbei einige Bilder des Montage, - Umbauprozesses.

mfg
Rüdiger

07-dummy-blende-in-der-hecktuer-hl-fuer-den-ht
07b-dummyblende-rechte-hecktuer-ht
Vorbereitung-zum-anzeichnen
+9

Danke Rüdiger mal wieder für die Mühe !! Ist echt Hammer !!!

Könnte man theoretisch ohne Weichen von Dir anfangen und erstmal aus Geldgründen vorne die Eton HV165 L und die Eton Hochtöner einbauen... dann irgendwann hinten und dann für diese 6 Boxen die Weichen von Dir ?

Klingt zwar doof würde aber für mich die Sache finanziell überschaubarer machen....

Würde man sich bei dieser Step by Step Sache dann schon jedesmal gegenüber dem Standart leicht verbessern ? Damals von Standart Hochtöner vorne auf die HK Hochtöner hat man direkt einen Einbauerfolg gehört...

Dann noch eine Frage zum Eton Hochtöner... passt der so wie die Orginal HK Hochtöner oder halt die Standarthochtöner direkt ins Spiegeldreieck ? Ich will so wenig wie möglich "basteln"

Danke

Thomas ( ich weiß ich mach es Dir nicht leicht ) :-)

Hallo Thomas

Da muss man auch erst mal drauf kommen, "Weichentuning" nur ohne Weichen. Sorry, so wird das nix.

Der kleinstmögliche Stepp heißt 2x Fronttürweichen, 2x anständige Hochtöner. Dann den Center für Stepp 2, dann die Hecktürweichen mit neuen HT als Stepp 3. .......und dann final erst neue Türchassis. Erst vorne, dann hinten. Genau in dieser Reihenfolge, und keinesfalls anders.

Jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, mal eben so "behelfsweise" die Harman Logic 7 HT einzubauen, weil die so schön passen, dem sei mit auf den Weg gegeben, dass ich den Werks-HK-Hochtönern mit meinen Weichen keine lange Lebenszeit beschere. Der Grund ist rein "elektrisch" bedingt.
Der Logic 7 HK-HT läuft bauartbedingt erst ab oberhalb von 5500 Hz. Das gilt auch, wenn man ihm weit tiefere Töne einspeist. Meine Weichen belasten den HT schon ab knapp über 2000 Hz, um die Bühne nach oben zu bekommen, und dass das Gemurmel aus dem Fußraum verschwindet.
Diese für den HK-HT viel zu tiefen Frequenzen setzt er zwar nicht in hörbaren Schall um, aber die Schwingspule verarbeitet den Strom zwangsweise, erhitzt sich sehr schnell, und wird relativ zügig durchbrennen. Für kleine Lautstärken, als Übergangslösung bis die "Neuen" geliefert sind ok und akzeptabel, als Lösungsalternative völlig ungeeignet!!!

Ich warne hier also dringend den HK-HT an meine Weichen an zu schliessen.

Beim unkontrollierten Durchbrennen der Schwingspule können Kurzschlüsse entstehen, die die sensiblen Endstufen des Radios zerstören könnten! Das wird dann ein richtig teueres Späßchen.

Also erst sparen, dann "richtige" HT bestellen, dann erst einbauen. Bitte nie anders!

mfg
Rüdiger

Wer ohne HK mit relativ wenig Investition noch ein recht gutes Ergebnis erreichen will, kann z.B. das wirkungsgradstarke, wenn auch weichenlose Eton POW172 System in der Front verbauen. Das habe ich, genau so wie auch Rüdigers Komponenten, bei einigen Leuten verbaut und der Unterschied ist bei Weitem nicht so dramatisch, wie es die preisliche Differenz vermuten lassen könnte. Ist natürlich eine subjektive Beurteilung.

Also ich habe gestern abend mal just for fun die 3,3uF Hochpass-C´s, welche einer ungefähren Trennfrequenz von ca. 12kHz entsprechen müßten bei 4 Ohm Impedanz, durch 10uF ersetzt. Das wären dann um die 6kHz und ich muß sagen, daß dadurch logischerweise auch schon eine Vebesserung zu erzielen ist. Allerdings sind die orig. Hochtöner aufgrund ihrer Sparbauweise und Minischwingspule mehr als Superhochtöner zur Unterstützung ganz oben gedacht und dadurch nicht gerade geeignet dafür. Darum werden die auch erst so hoch eingesetzt, dafür dann mit 6db/Oktave. D.h., mit der flachen 6dB Kurve kriegen die bei halber Frequenz immer noch ordentlich (eben nur 6dB weniger) was mit usw usw....aber für niedrige Pegel zum testen, ob dann schonmal "mehr" kommt hab ich das mal eben schnell gemacht.

Allerdings hatte ich keine bipolaren Elkos mehr, sondern in dieser Bauform mit 2,54 Rastermaß nur normale Elkos, weil ich die in die orig. Halterung machen wollte ...aber egal...denke, ich werde mir wohl auch mal diesen Focal bestellen, weil der ja ganz gut passen müßte ins orig. Gehäuse und dann mal testen mit versch. Weichensetups zw. 2 und 3 kHz, evtl. auch 12dB.

Nur wie hier schon oft erwähnt wurde, der orig. Hochtöner ist wirklich nicht der Bringer. Das scheint ein Miniatur Polycarbonat HT zu sein. Nicht unbedingt schlecht und "wasserfest" dazu, aber zum Mucke nach oben kriegen aus dem Fußraum ungeeignet und die klingen auch härter und zischig, wenn sie Frequenzen abkriegen, die weiter unten liegen. Ist mehr ne Art Superhochtöner, die ab 10-15 kHz eingesetzt werden, deshalb hört man da auch nicht wirklich was...lach. ICH zumindest nicht mehr mit meinen 45 Lenzen 🙂

Hallo zusammen

Jeder möge gerne mit eigenen Mitteln experimentieren.
Wie 2 Berichte zuvor beschrieben, fließt allerdings bei größer dimensionierten Kondensatoren, auch entsprechend mehr Strom durch die "armen" HT Chassis. Je weiter die Soll-Trennfrequenz des HT und die durch die "selbst" getüftelte Weiche vorgegebene Trennfrequenz auseinander liegen, umso größer ist die Gefahr nicht nur den HT in kürzester Zeit zu killen, sondern auch Rückwirkungen aufs Radio zu generieren, bis hin zum Kurzschluss durch verbackene Schwingspulen, deren Isolation heiß wird und abraucht.
Daher warne ich nochmals ausdrücklich davor, wahllos zusammen gestellte Bauteile zu verwenden, dei nicht vorab durch Messungen als tauglich, bzw. wirksam verifiziert wurden.

Man kann mehr kaputt machen, als es am Ende bringt.

Die Chance und Wahrscheinlichkeit durch zufällig gewählte Bauteile den richtigen Wert zu finden ist gleich Null! Außerdem solltem an den TT nicht vergessen, der produziert ab 1500 Hz reichlich massivste Verzerrungen.

mfg
Rüdiger

Hallo Minuszeit

Ich bin ja auch ständig auf der Suche, nach neuen geeigneten Komponenten. Daher habe ich den Tipp mit dem Eton POW 172 gleich mal recherchiert.
Ich weiß ja nicht, was jetzt an diesem Set so besonders sein soll, außer dass man sich (fast) das Gleiche wieder rein baut, was man im Standard System ohnehin geliefert bekommt. Eine "Ein-Bauteil-Weiche" mit einfachen bipolaren Elkos und 6 dB, ca. 7000 Hz Trennfrequenz und einem Pegelunterschied von immerhin 13dB!! zwischen der Trennfrequenz und dem Maximalpeak des HT gibts mit dem Benz HT (leider) auch. Dem TT werden mittels 2,5 Ohm Schwingspule etwas mehr Druck (dB) entlockt, aber es ist ein gewöhnlicher Bass, mit ab 1KHz steigendem Frequenzpeak. Ein gewöhnlicher billiger Blechkorpus. Übrigens Vorsicht! Nicht jedes Radio kommt mit den 2,5 Ohm des TT so ohne weiteres zurecht. Leider fehlen im Netz sämtliche Angaben zum Impedanzverlauf im Wiedergabefrequenzgang, so dass die 2,5 Ohm durchaus auch unterschritten werden könenn, je nach gerade spielender Frequenz.

..........übrigens bei 7000 Hz Trennfrequenz wird sich das Meiste der akustischen Bühne weiterhin im Fußraum abspielen. Der für die Bühne wichtige Mittelton wird komplett vom TT übernommen, spielt folglich also im Fußraum.

Anbei der Meßschrieb des POW 172 Sets, und ein Bilde der "Kabelweiche". Wer die Meßschriebe lesen kann, sieht gleich was ich meine. Möge sich daher jeder selbst beantworten, ob man sich so etwas für immerhin rund 145.-€ pro Paar kaufen will.

mfg
Rüdiger

Weiche-pow-172
Eton-pow-172-messschrieb

Hallo,

ich kann aus eigener Erfahrung sagen, nach dem Einbau der Weichen vorne werdet ihr den Orginal Basslautsprecher nicht wiedererkennen. Er klingt im Bass so sauber dass man meint es wär ein anderer.
Ein AT sehe ich in der Konfiguration für wenig Geld nicht. Die Weichen mit den Hochtöner bringen den Unterschied. Das ist von den Kosten her nicht viel. Auch mechanische Aufwand ist in Grenzen.
Die Weichen vorne kann man ohne Entfernen der Türpappe einbauen. Wenn der Halteclip an dem sichtbaren Steuergerät in der Tür gelöst worden ist kann man die Weichen nach oben in die Tür verschieben. Die Kabel sind lang genug. Dann den gelben Stecker vom Steuergerät lösen, die "richtigen Adern" auftrennen verdrahten, Steuergerät wieder einclipsen fertig. Natürlich die vorher verbauten Hochtöner auch anklemmen. (Der Focal passt mechanisch exakt in die Aussparung)
Anschließend Musik an und freuen

Gruß Stefan

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