Lager Stabilsatorstange, welche Arbeitsschritte zum Ausbau? Golf 4 Cabrio 1.6 1E7, Bj. 2/99

VW Golf 3 (1H)

Für einen Bekannten versuche ich grad, einen Golf 4 Cabrio, 1.6, 1E7, Bj. 2/1999, der von den verbauten Teilen her eher ein Golf 3 als ein 4er zu sein scheint, HU-fähig hin zu bekommen.

Jetzt ist die Schelle, die das Gummilager der Stabistange am Aggregateträger fixiert, zwar gelöst. Leider erkenne ich nicht, wie das Gumilager-Teil da rauskommt. Muß der Aggregateträger gelöst oder gar ganz losgeschraubt werden? Ist eventuell zusätzlich die Getriebe-/Motoreinheit von Oben im Motorraum abgefangen werden? Oder reicht es, ohne weitere Vorbereitung, nur die hinteren Schrauben links und rechts am Geräteträger loszudrehen, falls nötig, auch die vorderen Schrauben etwas los zu drehen und den Aggregateträger ca 10-25 mm nach hinten abzusenken?

Für schnelle hilfreiche Antworten freut sich sicher auch mein derzeit armer, weil autoloser, Bekannter. 🙂

Habe ein paar Bilder eingestellt, die den Arbeitsbereich anzeigen.

Für alle, die es interessiert, zusätzlich wurden schon die Buchsen der Querlenker, Achsschenkelbolzen ausgetauscht, Einbau der Querlenker folgt. Klar wurden auch die Spurstangenköpfe mit getauscht. Ach ja, hintere Bremsscheiben, Beläge und Radlager sowie allle 4 ABS-Sensoren, Endschalldämpfer, einem neuen Bremssattel hinten, einschl. Rep-Sätzen für die anderen 3 Bremssättel, die gereinigt und lackiert wurden, neben vielen anderen „Kleinigkeiten“, waren ebenfalls fällig.

Einen Ersatz für den defekten Luftansaugschlauch (1H0129684C) zw. Luftfilterkasten und Ansaugkrümmer gibt es nach Auskunft von ClassikParts seit 2016 bei VW nicht mehr, sprich, Ersatzteilversorgung interessiert die nach 15 Jahren Produktionsende nicht mehr. Schande dem Konzern! Gebraucht nichts wirklich Gutes zu bekommen, extrem teuer und in fragwürdigem Zustand. Schlauchanschlußröhrchen des kleinen seitlichen Schlauchabganges mit der innenliegenden Membrane ignorieren, dürfte mit der Motorsteuerung kollidieren, tippe ich mal, selbst wenn mir der Motor eigentlich unbekannt ist.

Jetzt wird aus einem nicht passenden neuen Schlauch eines Polo eine „Herzverpflanzung“ vorgenommen und der alte Hauptschlauch wiederverwendet. Lediglich der Abzweig zur Kurbelwellenentlüftung mit dem kleinen Nippel zum Ansaugkrümmer wurde vom neuen Teil entnommen und soll an den alten Schlauch „angepropft werden“. Hab noch keine abschließende Idee, wie, bzw. womit ich den da dran geklebt bekomme, ohne daß es sich wieder losrappelt.

Übrigens, der Abgang ist rund 2,5 cm länger, macht aber nichts, die Abgangsschläuche lassen sich dennoch gut anschließen.

Ihr seht, es ist schon eine ein wenig aufwendige Restaurierung mit beschränkten Mitteln und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob es sich für ihn überhaupt lohnt, selbst wenn er nur die Ersatzteile finanzieren muß und ich mich für die leider nötige und aufwendigere Arbeit, als zuerst gedacht, für ihn unentgeltlich geopfert habe. Für das Geld einschl. noch zu besorgendem Verdeckbezug (neu und wirklich günstig, mit kl. Webfehlern), sind es trotzdem rund 900 bis 1000 Tocken bis zur HU und Spureinstellung sowie 2 neuen Reifen vorne. Dafür hätte er einen deutlich jüngeren, geläufigen Gebrauchten in relativ gutem Zustand bekommen können. Er war nicht davon abzubringen, nun gut, helfe trotzdem.

Nach hoffentlich bald erteilter HU geht’s noch zum Spur u. Sturz einstellen.

Stabi re gelöst
St.-Stange von unten
Befestigung Träger vorn re
+12
Beste Antwort im Thema

Abstützen des Motors zur eigenen Sicherheit.

Die hinteren Schrauben ganz rausdrehen,die vorderen beiden soweit es
geht losschrauben aber nicht ganz herausdrehen!
Die müssen den Achsträger noch halten!

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Wenn ich mich nicht irre, so kann man den Fahrzeugteppich hochklappen (Nach Abbau von paar Verkleidungen) und hat im Bodenblech einen Stopfen/Abdeckung, der eine Öffnung in den Längsträger verdeckt. Man kann so auf die "Mutter" dieser Schraube schauen.

Kann aber auch sein, dass ich da gerade was verwechsel, aber ich meine, dass sowas bei meinem Vento vorhanden ist.

Zitat:

@Golf_3_Fahrer schrieb am 28. Mai 2019 um 16:10:35 Uhr:



Zitat:

@Arnimon schrieb am 28. Mai 2019 um 13:46:02 Uhr:


Das alte Teil war nicht verkehrt.
Du hättest die Lager besser bei VW gekauft.
Die sind nicht teuer.

ca. 5,50€/Lager

Nicht teuer ist sehr relativ und jeder wird da seinen Standpunkt aus guten Gründen haben.

Beim Bekannten, der auf Grund seiner Erkrankung nur noch Stütze bekommt, zählt jeder Euro. Die Frage ist nicht, ob Originalteile, sondern ob er das Auto wieder mit seinen bescheidenen Mitteln fahrbereit hin bekommt. Ich helfe unentgeltlich nur wegen seiner Situation, denn der Aufwand ist eigentlich unbezahlbar, von Werkstattpreisen gar nicht zu reden.

Die Teile im Netz wurden aktuell für 1,24 € pro Stück geliefert. Herstellungsaufwand für so ein Teil unter 5 ct. Den Vergoldungszuschlag von VW oder auch anderer Marken muß ich sicher nicht rechnen, oder?

Die Originalteile stammen meist aus den gleichen Quellen, werden allerdings auf die Marke gelabelt, dies weiß ich aus meiner früheren Tätigkeit als QM bei Autozulieferern. Ob das Label die Qualität steigert, gefühlt bei den meisten Käufern ganz gewiß, aber sonst?

@ rpalmer

Das wäre super. Wenn alles fertig und der Wagen abgebockt ist, schaue ich mir innen an, ob da auch der Teppich die Muttern freilegt. Von oben Rostlöser und Konservierung könnte nicht schaden, falls es bei dem Cabrio auch zugänglich wäre. Direkte Hitze darauf könnte auch Wunder wirken.

Leider gibt es keine Chance, an die Muttern der vorderen Trägerschrauben zu kommen. Es ist ein dickes Form-Blech als Abstandshalter, einschl. Aufnahme der wohl angeschweißten Mutter, auf den Hauptträgern angeschweißt. Der Schraubpunkt liegt vom Motorraum betrachtet neben dem Domlagergehäuse am Boden. Meine Freude, da einen Gummistopfen da zu finden war nur kurz, denn außer der Rückseite des Haupträgerbleches unter Spritzwand sieht man da leider nichts. Schade!

Hab das mit Bildern dokumentiert.

Der Aggregate Träger ist mit einer dickeren Gummilage, die wohl dämpfend wirken soll, an dem Haltepunkt mit der Karosse verbunden. Jetzt ist mir klar, was da beim ersten, leider vergeblichen, Überredungsversuch mit Hitzeflamme zu qualmen anfing. Nicht Innenkonservierungswachs im Träger und auch nicht der Unterbodenschutz.

Revisionsöffnungen im Fahrgastraum könnten an den hinteren Befestigungspunkten über dem Agg.-Träger unter dem Teppich durchaus vorhanden sein, ist im Moment für uns nicht relevant.

1 Träger vorn Re am Halteblech Karosse
2 Schraube, nicht zu lösen
3 Seitenansicht Trägerbefestigung
+2

Zitat:

@artkos schrieb am 29. Mai 2019 um 14:13:38 Uhr:


Leider gibt es keine Chance, an die Muttern der vorderen Trägerschrauben zu kommen. Es ist ein dickes Form-Blech als Abstandshalter, einschl. Aufnahme der wohl angeschweißten Mutter, auf den Hauptträgern angeschweißt. Der Schraubpunkt liegt vom Motorraum betrachtet neben dem Domlagergehäuse am Boden. Meine Freude, da einen Gummistopfen da zu finden war nur kurz, denn außer der Rückseite des Haupträgerbleches unter Spritzwand sieht man da leider nichts. Schade!

Hab das mit Bildern dokumentiert.

Der Aggregate Träger ist mit einer dickeren Gummilage, die wohl dämpfend wirken soll, an dem Haltepunkt mit der Karosse verbunden. Jetzt ist mir klar, was da beim ersten, leider vergeblichen, Überredungsversuch mit Hitzeflamme zu qualmen anfing. Nicht Innenkonservierungswachs im Träger und auch nicht der Unterbodenschutz.

Revisionsöffnungen im Fahrgastraum könnten an den hinteren Befestigungspunkten über dem Agg.-Träger unter dem Teppich durchaus vorhanden sein, ist im Moment für uns nicht relevant.

Welche Mutter meinst du denn genau? Kann dir nicht folgen 😕
Was genau willst du tun?

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Es sind die beiden vorderen Schrauben, die den Aggregate-Träger mit der Karosse verbinden. Mutter in dem Halte-oder Abstandsblech auf dem Hauptträger, siehe Bild 1, letzter Beitrag.

Problem ist in einem früheren Beitrag beschrieben worden. Konkret läßt sich die rechte auf Beifahrerseite nicht lösen, weil der Rost zwischen innenliegender Mutter im Abstandsblech und Schraube wohl ganze Arbeit geleistet hat. Im Beitrag vor Deinem in Bild 2 zu sehn.

Hoffe, jetzt nachvollziehbar oder ich muß neu deutsch lernen. 🙂

Zitat:

@artkos schrieb am 27. Mai 2019 um 22:31:39 Uhr:


Na ja, mit Träger ganz frei, war ein Satz mit X, eben nix. Die rechte vordere Schraube bewegt sich zum Verrecken nicht. Erst nur mit langem Rohr auf Ratsche, dann mit Hitzeflamme und anschl. auch noch zusätzlich mit WD 40 durch die Öffnung des Trägers in Richtung Schraube nach oben geflutet. Weder mit abwechselndem kurzen Anziehen, Lösen noch mit brachialer Gewalt auch nur ein Quentchen Bewegung. 🙄

...

Auf der rechten Seite habe ich den Träger hinten so weit wie möglich nach unten geknippt. Wenn ich Glück habe, werde ich es vielleicht schaffen, Gummilager von der Seite auf der Stabistange rein zu schieben, ohne daß die Schraube vorne vom Träger gelöst wird. Elende Zirkelei bleibt es, nicht nur mit der Schellenbefestigung.

Falls Jemand eine Idee hat, wie ich die Schraube von der vorderen Trägerbefestigung zerstörungsfrei doch noch gelöst bekomme, her damit. Sonst laße ich die so drin, selbst wenn es eine Würgerei mit dem linken Gummilager wird, denn ein durchgedrehtes Gewinde oder eine abgerissene Schraube in der Karosse möcht mir doch ersparen.

Oh du armer.. mein Beileid. Exakt dieses Problem stellte sich mir auch dar.

Es gibt die ganze Konsole als Ersatzteil bei classicparts, da ist die Mutter eingeschweißt.

Wenn du den Unterbodenschutz am Träger entfernst, siehst du die Schweißpunkte. Ich Stelle dir nachher Mal Bilder rein wie die Reparatur bei mir aussah.

... Und hier kommen schon die Bilder von dem Drama..

Du kannst sehen, wie ich den Achsträger zerschnitten habe um den überhaupt mal da wegzubekommen.
Weiterhin sieht man die aufgeschnittene Konsole am Langsträger sowie die rechteckige Platte mit Gewinde wo der Rest der Schraube drinsteckt.

Außerdem zu sehen die neue Konsole zum einschweißen wo die Mutter eingelegt ist und die fertig eingeschweißte Konsole vor dem versiegeln.

Überlegs dir gut ob du dir das antun willst..

Img-20171124-171701
Img-20171216-123141-1
Img-20171216-131049
+2

Ach du Sch.....!😰
Naja ich hoffe bei mir passiert da nix mehr....hab ja zum Glück alle Schrauben soweit aufbekommen 🙂

Was ist denn das für eine "Buchse" im 1. und 2. Bild?
Wird hier die Schraube durchgesteckt bzw. dient diese als Führung des Achsträgers?

Sowas befürchte ich bei dem Wagen meines Bekannten auch. Hab rechtzeitig aufgehört, die Schraube raus drehen zu wollen, weil ich sah, daß die Verlängerung sich bereit machte, mit noch mehr Krawumm die Grätsche zu machen.

Hab halt mit etwas sehr viel Gewürge trotzdem das Gummilager von der Seite rein gezwungen und jetzt doch mit der WAPU-Zange mit mehreren Anläufen die Schelle passend zur Lochbohrung beigedrückt, bis die Befestigungsschraube die Schelle im Gewinde greifen konnte. Die weiter oben empfohlene, sicher kräftigere Rohrzange paßte bei dem geringen Abstand v. Träger zum Wagenboden nicht rein. Insoweit noch Glück gehabt, alles gut gegangen, wehe es muß mal der Träger runter, dann droht diese finale Arbeit auch bei diesem Wage, fürchte ich.

Hab mich gefragt, auch wenn es offiziell nicht erlaubt sein sollte, ob es nicht einfacher wäre, das weggeflexte Teil wieder mit eingepaßtem dicken Blech sauber anzuschweißen und vorher eine neue Mutter dort einzuschweißen, wenn man das Pech hat, daß die Schraube reist. Nicht schlagen, hab nur laut gedacht... 😉

Übrigens wäre es sinnvoller, den Motor samt getrieb ohne zug von oben lediglich abzufangen. Denn mit von unten abgestützten Motor u. Getriebe ließ sich der Agg.-Träger nicht nach unten drücken, weil die Motorlager den ganzen Rotz nach oben zogen. Hab dann kurzerhand am Träger vor der Stoßstange den Motor wieder schwebend gehalten, bis die Aktion mit den Gummilagern erledigt war.

In Deiner Sache sieht das Ergebnis doch gut aus, auch wenn es besser nicht nötig gewesen wäre. Glückwunsch für gelungene Arbeit! Mich beruhigt, daß es dieses Teil wenigstens noch als Ersatzteil gibt. Anders als bei dem Luftansaugschlauch, den ich mir jetzt selbst stricke. Überleg nur immer noch, womit ich das entnommene Spenderteil haltbar kleben könnte. Im ersten Beitrag schrieb ich dazu auch.

Zu

Zitat:

@Golf_3_Fahrer schrieb am 29. Mai 2019 um 16:05:18 Uhr:


Was ist denn das für eine "Buchse" im 1. und 2. Bild?
Wird hier die Schraube durchgesteckt bzw. dient diese als Führung des Achsträgers?

Sieht für mich wie ein Aufnahmedorn für sichere Verbindung mit dem Aggregate-Träger aus, durch den auch die Schraube geführt wird. Der hat mit Achse, bis auf den daran befestigtem Querlenker, m.E. nichts zu tun.

Ja genau @artkos es handelt sich um einen Teil des Aggregatträgers. hier wird die schraube lediglich geführt. Das ganze war so zusammengerostet, dass man kaum noch wußte wo die schraube beginnt und wo der Träger aufhört.

Das ganze war eine riesen Aktion (es wurde auch noch wesentlich mehr als nur die Achse gemacht) aber es ist es mir wert. Da der Wagen schon lange nicht mehr als Alltagswagen dient ist es auch egal wie lang das ganze gedauert hat. (Mittlerweile hat der Wagen ne frische HU und ist wieder unterwegs. 😉 )

Das ist sicher das wichtigste, der Aufwand hat sich gelohnt und er ist wieder im Rennen. 🙂

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