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Kurbelgehäuseentlüftung defekt bei E 200K?

Mercedes E-Klasse W211
Themenstarteram 4. Oktober 2011 um 12:04

Guten Tag,

 

ich habe bei meinem E 200 Kompressor - Facelift - festgestellt, daß der Motor bei Leerlaufdrehzahl an der geöffneten Öleinfüllöffnung sehr starker Überdruck herrscht. - geprüft bei Betriebstemperatur -

Ich gehe eigentlich davon aus, daß hier ein ständiger leichter Unterdruck herrschen soll, andernfalls ist die KGE - Kurbelgehäuseentlüftung - defekt. Ein ständiger Überdruck ist doch eine zusätzliche Belastung für alle Dichtungen, die davon tangiert sind. Eigentlich sollen doch die Abgase aus dem Kurbelgehäuse getrennt werden von Öl und Luft, das Öl fließt wieder in die Ölwanne + die Luft wird wieder über den Ansaugtrakt - hier wohl nach dem Kompressor - erneut durch den Motor geschickt.

Da ich an der Druckluftleitung an einer Verbindungsstelle im Bereich der Lichtmaschine etwas Öl gesehen hatte (kann doch eigentlich nur bei einem Turbolader und nicht bei einem Kompressor sein) erklärt sich mir das so, daß die KGE nicht richtig arbeitet + auch noch etwas Ölnebel zurück zum Motor schickt.

normal oder nicht ?

Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, daß der Verschleiß an den Kolbenringen so groß ist, daß die KGE das nicht mehr schafft.

Mein Mercedes-Annahmemeister meint, daß der Überdruck nach seiner Einschätzung doch eigentlich normal sei bei allen Fahrzeugen aber er würde das mal mit einem vergleichbaren Fahrzeug prüfen + sich wieder melden.

Ich glaube nicht, daß dies in Ordnung ist - so habe ich auch im Laufe der Zeit Informationen aus den Foren verstanden (nicht MB)

Was meint ihr ?

Gruß

PS: Ölverbrauch ca. 1,5 l /10.000 km - Kilometerstand 80.000

 

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von wolplu234

 

Hallo Günter,

der Druck drückt den Verschlußdeckel nach dem Öffnen sofort hoch, er springt dann auf und ab.

Wenn ich die Hand mit Abstand über der Öffnung halte, merke ich deutlich einen kräftigen Luftstrom mit Rauch.

Gruß

Machmal eine Kompressions Messung, besser noch eine Druckverlust Prüfung.

Der hohe Volumenstrom bei geöffneten Öleinfülldeckel, gefällt mir garnicht!

MfG Günter

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Zitat:

Original geschrieben von wolplu234

Guten Tag,

 

ich habe bei meinem E 200 Kompressor - Facelift - festgestellt, daß der Motor bei Leerlaufdrehzahl an der geöffneten Öleinfüllöffnung sehr starker Überdruck herrscht. - geprüft bei Betriebstemperatur -

Merkst du beim "leichten" Hand auflegen, das dort permanent viel Gas ausströmt? Oder baut sich der Druck erst nach einigen Sekunden des zu haltens so stark auf?

MfG Günter

Themenstarteram 4. Oktober 2011 um 21:15

Original geschrieben von 4matic Guenni

 

Merkst du beim "leichten" Hand auflegen, das dort permanent viel Gas ausströmt? Oder baut sich der Druck erst nach einigen Sekunden des zu haltens so stark auf?

MfG Günter

Hallo Günter,

der Druck drückt den Verschlußdeckel nach dem Öffnen sofort hoch, er springt dann auf und ab.

Wenn ich die Hand mit Abstand über der Öffnung halte, merke ich deutlich einen kräftigen Luftstrom mit Rauch.

Gruß

ich würde die Kompression mal messen oder messen lassen.

Themenstarteram 6. Oktober 2011 um 18:56

Hallo,

da ich noch keine Rückinfo von meinem Annahmemeister bei MB gehört habe + das Forum recht ruhig reagierte, habe ich mal weitergeschaut.

Probleme bei der Kompression will ich mir bei einem Kilometerstand von 80.000 nicht vorstellen - obwohl ich bei meinem MB schon mehr Schwächen festgestellt habe, als ich mir von MB + erst recht von einem Premiumprodukt wünsche.

Werde aber unabhängig aus Neugierde die Kompression prüfen.

---------------------------------------------------------------------------------

am 5.9.2006 hat Sterndocktor u.a. zu dem Thema geschrieben:

Wenn der Motor läuft u. der Öldeckel (von der Einfüll-Öffnung) nicht drauf oder nicht richtig zugedreht ist, dann dampft es da etwas raus - stimmt das so? Oder meinst Du, dass es da etwas rausdampft, wenn Du den Motor abstellst u. dann den Deckel abnimmst?

Letzteres wäre ganz normal.

Falls aber ersteres, dann kann das im konkreten Fall nur daran liegen, weil die Kurbelgehäuse-Entlüftung nicht funktioniert.

Dass es daran liegt, weil an den Kolbenringen vorbei viel zu viel Gase ins Kurbelgehäuse geblasen wird, sollte man auschließen können, wenn der Motor keinen erhöhten Ölverbrauch hat.

Also erstmal Kurbelgehäuse-Entlüftung prüfen!

 

Wenn die richtig funktioniert, dann sollte da nicht nur nichts raus kommen, sondern im Gegeteil sogar ein leichter Unterdruck herrschen. Also wenn der Motor im Stand läuft u. Du den Deckel aufdrehst, solltest Du merken, dass der sogar etwas an die Öffnung gesaugt wird.

Funktioniert die KGE nicht u. es herrscht im KG ein hoher Unterdruck, dann verliert der Motor normalerweise auch deutlich Öl nach außen, weils das Öl dann eben durch die Dichtungen drückt.

Gruß

Schau mal bei Rückschlagventil 113.

 

Ist aber sehr schlecht ranzukommen. Der  :)  baut dazu den Kompressor aus.

 

(Und vorher die Ansaugbrücke etc.)

 

Bei dieser Gelegenheit unbedingt die Schläuche prüfen.

 

Mehr dazu:  Forum W211 > SuFu > MKL beim M 271

 

Gruß

 

M-271-entlueftung-2
M-271-entlueftung-3

Zitat:

Original geschrieben von wolplu234

 

Hallo Günter,

der Druck drückt den Verschlußdeckel nach dem Öffnen sofort hoch, er springt dann auf und ab.

Wenn ich die Hand mit Abstand über der Öffnung halte, merke ich deutlich einen kräftigen Luftstrom mit Rauch.

Gruß

Machmal eine Kompressions Messung, besser noch eine Druckverlust Prüfung.

Der hohe Volumenstrom bei geöffneten Öleinfülldeckel, gefällt mir garnicht!

MfG Günter

Themenstarteram 7. Oktober 2011 um 9:19

Hallo,

vielen Dank für die bisherigen Infos.

fr348ts

Frage:

Die graphische Darstellung zeigt mir ja nur einen Teil der gesamten Kurbelgehäuseentlüftung- im wesentlichen die 3 Schläuche + das Rückschlagventil.

Gibt es denn bei diesem Motor keinen Filter bzw. Zyklonabscheider ?

Hast Du davon evtl. auch noch eine Ansicht ?

danke

Gruß

 

Zitat:

Original geschrieben von wolplu234

Hallo,

vielen Dank für die bisherigen Infos.

fr348ts

Frage:

Die graphische Darstellung zeigt mir ja nur einen Teil der gesamten Kurbelgehäuseentlüftung- im wesentlichen die 3 Schläuche + das Rückschlagventil.

Gibt es denn bei diesem Motor keinen Filter bzw. Zyklonabscheider ?

Hast Du davon evtl. auch noch eine Ansicht ?

danke

Gruß

Ich denke mal, da ist kein Filter vorgesehen. Es sammelt sich auch ein Ölfilm

im Ansaugtrakt. Der obere Schlauch führt z.B. direkt zur Drosselklappe.

Wenn wir hier schon bei der Thematik "Öl" sind wollte ich mal kurz nachfragen wann denn bei dem Fahrzeug im Display ein Warnhinweis kommt, dass der Ölstand zu niedrig ist bzw. dass dieser geprüft werden soll?

Anbei ein Bild von der Daimler Homepage, ggf. kann mir einer dazu was sagen.

Hintergrund: Ich bin ca. 10.000 km gefahren (Fahrprofil hat sich von Landstraße auf Autobahn geändert) und hab dann mal wieder den Ölstand geprüft und war lt. Bild nur noch an der untersten Aufdickung, also deutlich unter MIN und es wurde NIX angezeigt. Habe daraufhin 1L nachgefüllt und bin nun auf Höhe des kleinen schwarzen Punktes.

D.h. auch bei mir: 1.2 -1,4L auf 10.000km. Früher warens noch 0,2 auf 10.000 km.

200 Kompressor - BJ 2008 - 50.000 km

Imgddbf96f2f9757ca4351f190e1780f600-1-jpg72

Ich habe das heute mal an meinem 2L K überprüft.

Es ist tatsächlich so das im Kurbelgehäuse ein leichter Unterdruck herrscht, der gelöste Öleinfülldeckel wird leicht angesaugt.

Entfernt ich den Deckel bemerke ich einen "leichten" Volumenstrom aus dem Motor heraus.

Also irgend etwas ist bei deinem nicht i.O., entweder Motor o. Entlüftung.

Die frage ist, was du am schnellsten/ einfachsten Überprüfen kannst.

Vielleicht als fleißaufgabe für das verregnete Wochenende die KGE zerlegen?

MfG Günter

Bei einem Saugmotor herrscht in der Regel Unterdruck im Ansaugtrakt.

Atmosphäre nur bei Vollast.

Wird die KGE nun hinter der DK abgeführt, so wird ja regelrecht abgesaugt,

es entsteht Unterdruck im Kurbelgehäuse.

 

Bei einem Kompressor- oder Turbomotor sind die Druckverhältnisse anders.

Je nach Last liegt der Druck zwischen Unter- oder Überdruck.

 

Daher das Rückschlagventil in der KGE.

 

Vielleicht sind diese Überlegungen ja hilfreich...

 

 

Themenstarteram 8. Oktober 2011 um 16:40

erstmal danke für die zahlreichen Hinweise

Mittlerweile glaube ich, daß ich einem Irrtum aufgesessen bin.

Ich habe mal bei Leerlaufdrehzahl über die Öleinfüllöffnung eine Folie gespannt - und siehe da, die Folie wurde angesaugt.

Offensichtlich kann man bei offener Öleinfüllöffnung einer Täuschung unterliegen, da bemerkt man diesen Luftstrom + vermutet, daß da etwas nicht in Ordnung sein könnte/müßte, aber man sollte doch besser eine geschlossene Situation simulieren.

Das Ergebnis erscheint mir im Moment überzeugender (naja, und auch in diesem Falle beruhigender)

Ich werde es erstmal hiermit bewenden .

Mich hatte die Meinung meines "MB-Betreuers" irritiert, der davon ausging, daß ein gewisser Überdruck doch eigentlich normal wäre, er hätte das bei 3 M271-Motoren vergleichsweise geprüft.

Naja, und diesen Sprachgebrauch halte ich für falsch.

Gruß

 

Themenstarteram 31. Oktober 2011 um 12:26

Hallo,

noch eine nachträgliche Frage zur korrekten Kompressionsdruckprüfung.

bei warmen Motor ca. 5 - 10 Motorumdrehungen + Gaspedal auf Vollgas ?

Frage: Wird während der Zeit eigentlich Kraftstoff eingespritzt, oder erfolgt über das Motorsteuergerät eine Abschaltung ?

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von fr348ts

Bei einem Saugmotor herrscht in der Regel Unterdruck im Ansaugtrakt.

Atmosphäre nur bei Vollast.

Wird die KGE nun hinter der DK abgeführt, so wird ja regelrecht abgesaugt,

es entsteht Unterdruck im Kurbelgehäuse.

Bei einem Kompressor- oder Turbomotor sind die Druckverhältnisse anders.

Je nach Last liegt der Druck zwischen Unter- oder Überdruck.

Daher das Rückschlagventil in der KGE.

Vielleicht sind diese Überlegungen ja hilfreich...

Ist ja alles ziemlich einleuchtend. Aber wohin wird das Kurbelgehäuse entlüftet, wennn das Rückschlagventil bei hohem Ladedruck schließt? Wie hoch ist eigentlich der max. Ladedruck?

xedeix25

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