Kupferpasten und ABS Bremsen; Ein Risiko ?
Hallo zusammen,
seit einigen Tagen versuche ich mit Hilfe von Kupferpasten, Bremsen und Automobilherstellern, Fachbuchautoren und Fahrzeugingenieuren eine Antwort auf die Frage zu bekommen ob man Kupferpaste an Bremsen (mit ABS) noch einsetzen darf und wenn nicht, was der Grund dafür ist. Vielleicht kennt sich jemand im Forum damit aus ?
Die ausweichende Antwort ist, daß man nur vom OEM freigegebene Schmiermittel einsetzen darf (Bei Ford z.B. nach ESE-M12A4-A).
Eine generelle Aussage keine Kupferpasten an ABS Systemen einzusetzen habe ich nicht bekommen!
Was gerade Kupfer so kritisch erscheinen läßt ist auch völlig unklar !
Vielleicht handelt es sich also wirklich um einen (unbeabsichtigten) Hoax der sich ähnlich wie die Geschichte zur "Spinne in der Yucca-Palme" verbreitet hat nachdem ein solcher Hinweis über einen ebay blog zu den Todsünden bei der Bremsenmontage erschienen ist.
Bei all den Produkten und ABS Technologien wird sich kaum jemand dazu hinreissen lassen einen einmal ausgesprochenen Sicherheitshinweis für falsch zu erklären....
Allgemein gilt:
Kupfer ist ein nicht magnetisches, weiches Metall mit guter Wärmeleitfähigkeit, sehr guter Stromleitfähigkeit und einem Schmelzpunkt über 1000 °C (Aluminium schmilzt z.B. schon bei 600 °C). Es ist toxisch für Microorganismen (antimikrobiell).
In Kupferpasten wird es oft mit synthetischen Mineral oder Silikonölen als Träger eingesetzt. Die Schmiereigenschaften sind mittelmäßig.
Früher verwendete man Nickelpasten, dort wo Kupfer nicht eingesetzt werden sollte, insbesondere auf Edelstahl oder bei extremeren Anforderungen (Ultrahochvakuum, Stickstoffkühlung). Aufgrund des toxischen Potentials (Allergien, Lungenkrebs) ist die Verwendung eingeschränkt.
Heute gibt es metallfreie keramische Hochleistungspasten die laut Werbung die anderen Pasten ablösen sollen.
Die Erklärungsversuche der "Fachleute" im Internet zur angeblichen Problematik von Kupferpaste sind vielfältig:
- Es handelt sich um eine technisch unbegründete Kampagne der Hersteller keramischer Pasten um Marktanteile gegenüber der etablierten Kupferpaste zu gewinnen.
(scheint mir mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen)
- Die mineralölhaltige Schmierstoffkomponente greift Dichtungen und Bremsschläuche an.
(Alle OEM Spezifikationen schreiben Beständigkeit von Schläuchen und Dichtungen gegen Mineralöle und Kraftstoffe vor. Außerdem hätte das weder etwas mit Kupfer noch mit dem ABS zu tun)
- Kupfer bildet ein galvanisches Element mit Aluminiumbauteilen und zerstört diese.
(Aluminium passiviert und das Korund regiert nicht mit Kupfer. Eisen Chrom oder Sauerstoff stehen in der elektrochemischen Spannungsreihe über Aluminium. Auch hier fehlt der Zusammenhang mit dem ABS. Im Automobil sind viel Bauteile anderen elektrochemischen Potentials elektrisch leitend miteinander verbunden, so daß die Gefahr nicht spezifisch für Kupfer gilt. )
- Kupferpaste hat eine schmierende Wirkung und kann deshalb verfließen und so auf die Bremsscheibe und Beläge gelangen.
(Auch andere Antiquietsch Pasten schmieren und auch Kupferpaste wird nur sehr dünn aufgetragen. Es gibt keinen direkten Effekt auf das ABS, im Gegenteil im Zweifelsfall blockieren die Bremsen auch ohne ABS garnicht...)
- Kupferpaste hat ein geringes Haftvermögen. Kupferpaste wird an die Zahnräder des ABS Sensors geschleudert, bildet Wirbelströme und ein Magnetfeld und stört damit den Hallsensor. (Frage sind Wirbelströme als ABS Störung überhaupt denkbar ? Zunächst müßten zudem größere Mengen Kupferpaste an die 4 ABS Zahnräder gelangen und dort verbleiben. Auch andere schlecht haftende metallische Schmiermittel müßten dann betroffen sein)
- Kupferpaste dringt in den ABS Stecker ein und verursacht elektrische Störungen.
(Das würde Salzwasser auch tun und ein ABS System würde den Signalfehler/Kurzschluß sofort entdecken)
- Kupferpaste sammelt Metallabrieb von den Bremsscheiben, wird so magnetisch und stört dann das ABS System (Auch andere "klebrige" Pasten hätten dieses Problem. Zudem müßten große Mengen Kupferpaste an der richtigen Stelle große Mengen Scheibenabrieb binden. Entweder die Paste haftet, dann gelangt sie nicht ans ABS oder sie haftet nicht, dann bleibt sie nicht am ABS Bei manchen Pasten verkohlt der organische Träger bei der ersten Erhitzung und es bleibt nur eine dünne Metall und Graphitschicht zurück. Auch das ist nicht spezifisch für Kupferpasten.)
- Kupferpasten sind weich und federn. Deshalb schaukelt sich das ABS System auf und führt zu Störungen.
(Interessanter Ansatz aber zum Rücksetzen der Bremsbeläge nach dem Bremsen haben die Scheiben einen kleinen Schlag und der müßte ein ähnliches Phänomen auslösen. Außerdem dürfte der Effekt bei der verwendeten Schichtdicke unerheblich sein.)
Zuguterletzt: Z. B. "Bostik Never Seez Standard Grade" enthält Kupfer aber erfüllt laut Datenblatt die Ford ESE-M12A4-A.
Außerdem habe ich selber bisher keinen Warnhinweis bei Kupferpastenherstellern zum Thema ABS gefunden (vielleicht kennt jemand einen Link ?), in den Do It Yourself Werkstatthandbüchern steht kein Warnhinweis und auch sonst wollte mir (s.o.) bisher niemand ein generelles Risiko von Kupferpasten an ABS Bremsanlagen bestätigen......
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, daß "Kupferpaste" hier nur für bestimmte Eigenschaften früher gebräuchlicher Montagepasten steht (klebrig aber geringes Haftvermögen, weich) und deshalb nichts mit Kupfer selber zu tun hat und es eben auch geeignete Kupferpasten und ungeeignete andere kupferfreie Pasten gibt. Das diskreditieren etablierter Systeme bei der Produktneueinführung ist ja nicht unüblich.
Andererseits fehlt aber immer noch eine theoretische Erklärung wie denn der ABS Sensor physikalisch von Kupfer gestört wird und wie wahrscheinlich es ist, daß diese Störung auch eintritt.
Es ist für mich kaum vorstellbar, daß alle Radsensoren in vollem Zahnkranzumfang dauerhaft mit Kupferpaste belegt sind oder sogar noch grammweise Metallabrieb binden der den Hallsensor komplett außer Gefecht setzt ohne, daß das ABS System eine Signalpegelstörung meldet. Selbst dann gäbe es nur einen ABS Ausfall aber wohl keinen Totalausfall der Bremse weil das ABS diese löst ?!
Man dürfte auch meinen, daß ABS Systeme so ausgelegt sind, daß weder Salzwasser im Winter, noch das Durchfahren von Ölpfützen, Benzinlachen oder Erzsand etc. zu dauerhaften, sicherheitsrelevanten Störungen führt.
Was ist also dran am Mythos der Todsünde ?
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
seit einigen Tagen versuche ich mit Hilfe von Kupferpasten, Bremsen und Automobilherstellern, Fachbuchautoren und Fahrzeugingenieuren eine Antwort auf die Frage zu bekommen ob man Kupferpaste an Bremsen (mit ABS) noch einsetzen darf und wenn nicht, was der Grund dafür ist. Vielleicht kennt sich jemand im Forum damit aus ?
Die ausweichende Antwort ist, daß man nur vom OEM freigegebene Schmiermittel einsetzen darf (Bei Ford z.B. nach ESE-M12A4-A).
Eine generelle Aussage keine Kupferpasten an ABS Systemen einzusetzen habe ich nicht bekommen!
Was gerade Kupfer so kritisch erscheinen läßt ist auch völlig unklar !
Vielleicht handelt es sich also wirklich um einen (unbeabsichtigten) Hoax der sich ähnlich wie die Geschichte zur "Spinne in der Yucca-Palme" verbreitet hat nachdem ein solcher Hinweis über einen ebay blog zu den Todsünden bei der Bremsenmontage erschienen ist.
Bei all den Produkten und ABS Technologien wird sich kaum jemand dazu hinreissen lassen einen einmal ausgesprochenen Sicherheitshinweis für falsch zu erklären....
Allgemein gilt:
Kupfer ist ein nicht magnetisches, weiches Metall mit guter Wärmeleitfähigkeit, sehr guter Stromleitfähigkeit und einem Schmelzpunkt über 1000 °C (Aluminium schmilzt z.B. schon bei 600 °C). Es ist toxisch für Microorganismen (antimikrobiell).
In Kupferpasten wird es oft mit synthetischen Mineral oder Silikonölen als Träger eingesetzt. Die Schmiereigenschaften sind mittelmäßig.
Früher verwendete man Nickelpasten, dort wo Kupfer nicht eingesetzt werden sollte, insbesondere auf Edelstahl oder bei extremeren Anforderungen (Ultrahochvakuum, Stickstoffkühlung). Aufgrund des toxischen Potentials (Allergien, Lungenkrebs) ist die Verwendung eingeschränkt.
Heute gibt es metallfreie keramische Hochleistungspasten die laut Werbung die anderen Pasten ablösen sollen.
Die Erklärungsversuche der "Fachleute" im Internet zur angeblichen Problematik von Kupferpaste sind vielfältig:
- Es handelt sich um eine technisch unbegründete Kampagne der Hersteller keramischer Pasten um Marktanteile gegenüber der etablierten Kupferpaste zu gewinnen.
(scheint mir mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen)
- Die mineralölhaltige Schmierstoffkomponente greift Dichtungen und Bremsschläuche an.
(Alle OEM Spezifikationen schreiben Beständigkeit von Schläuchen und Dichtungen gegen Mineralöle und Kraftstoffe vor. Außerdem hätte das weder etwas mit Kupfer noch mit dem ABS zu tun)
- Kupfer bildet ein galvanisches Element mit Aluminiumbauteilen und zerstört diese.
(Aluminium passiviert und das Korund regiert nicht mit Kupfer. Eisen Chrom oder Sauerstoff stehen in der elektrochemischen Spannungsreihe über Aluminium. Auch hier fehlt der Zusammenhang mit dem ABS. Im Automobil sind viel Bauteile anderen elektrochemischen Potentials elektrisch leitend miteinander verbunden, so daß die Gefahr nicht spezifisch für Kupfer gilt. )
- Kupferpaste hat eine schmierende Wirkung und kann deshalb verfließen und so auf die Bremsscheibe und Beläge gelangen.
(Auch andere Antiquietsch Pasten schmieren und auch Kupferpaste wird nur sehr dünn aufgetragen. Es gibt keinen direkten Effekt auf das ABS, im Gegenteil im Zweifelsfall blockieren die Bremsen auch ohne ABS garnicht...)
- Kupferpaste hat ein geringes Haftvermögen. Kupferpaste wird an die Zahnräder des ABS Sensors geschleudert, bildet Wirbelströme und ein Magnetfeld und stört damit den Hallsensor. (Frage sind Wirbelströme als ABS Störung überhaupt denkbar ? Zunächst müßten zudem größere Mengen Kupferpaste an die 4 ABS Zahnräder gelangen und dort verbleiben. Auch andere schlecht haftende metallische Schmiermittel müßten dann betroffen sein)
- Kupferpaste dringt in den ABS Stecker ein und verursacht elektrische Störungen.
(Das würde Salzwasser auch tun und ein ABS System würde den Signalfehler/Kurzschluß sofort entdecken)
- Kupferpaste sammelt Metallabrieb von den Bremsscheiben, wird so magnetisch und stört dann das ABS System (Auch andere "klebrige" Pasten hätten dieses Problem. Zudem müßten große Mengen Kupferpaste an der richtigen Stelle große Mengen Scheibenabrieb binden. Entweder die Paste haftet, dann gelangt sie nicht ans ABS oder sie haftet nicht, dann bleibt sie nicht am ABS Bei manchen Pasten verkohlt der organische Träger bei der ersten Erhitzung und es bleibt nur eine dünne Metall und Graphitschicht zurück. Auch das ist nicht spezifisch für Kupferpasten.)
- Kupferpasten sind weich und federn. Deshalb schaukelt sich das ABS System auf und führt zu Störungen.
(Interessanter Ansatz aber zum Rücksetzen der Bremsbeläge nach dem Bremsen haben die Scheiben einen kleinen Schlag und der müßte ein ähnliches Phänomen auslösen. Außerdem dürfte der Effekt bei der verwendeten Schichtdicke unerheblich sein.)
Zuguterletzt: Z. B. "Bostik Never Seez Standard Grade" enthält Kupfer aber erfüllt laut Datenblatt die Ford ESE-M12A4-A.
Außerdem habe ich selber bisher keinen Warnhinweis bei Kupferpastenherstellern zum Thema ABS gefunden (vielleicht kennt jemand einen Link ?), in den Do It Yourself Werkstatthandbüchern steht kein Warnhinweis und auch sonst wollte mir (s.o.) bisher niemand ein generelles Risiko von Kupferpasten an ABS Bremsanlagen bestätigen......
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, daß "Kupferpaste" hier nur für bestimmte Eigenschaften früher gebräuchlicher Montagepasten steht (klebrig aber geringes Haftvermögen, weich) und deshalb nichts mit Kupfer selber zu tun hat und es eben auch geeignete Kupferpasten und ungeeignete andere kupferfreie Pasten gibt. Das diskreditieren etablierter Systeme bei der Produktneueinführung ist ja nicht unüblich.
Andererseits fehlt aber immer noch eine theoretische Erklärung wie denn der ABS Sensor physikalisch von Kupfer gestört wird und wie wahrscheinlich es ist, daß diese Störung auch eintritt.
Es ist für mich kaum vorstellbar, daß alle Radsensoren in vollem Zahnkranzumfang dauerhaft mit Kupferpaste belegt sind oder sogar noch grammweise Metallabrieb binden der den Hallsensor komplett außer Gefecht setzt ohne, daß das ABS System eine Signalpegelstörung meldet. Selbst dann gäbe es nur einen ABS Ausfall aber wohl keinen Totalausfall der Bremse weil das ABS diese löst ?!
Man dürfte auch meinen, daß ABS Systeme so ausgelegt sind, daß weder Salzwasser im Winter, noch das Durchfahren von Ölpfützen, Benzinlachen oder Erzsand etc. zu dauerhaften, sicherheitsrelevanten Störungen führt.
Was ist also dran am Mythos der Todsünde ?
122 Antworten
Mit den Wirbelströmen wurde vorn im Thread auch behandelt! Wird aber vom Schreckschraubaer komplett ignoriert!
@Schreckschraubaer: Erkläre bitte Sensor 1. & 2. Generation! Was bedeutet dies für den Laien! 😁
MfG
http://www.ate.de/.../rds_praesentation_pdf_de.pdf
Der Fall dass ABS, ESP oder was auch immer gerade dann ausfallen wenn sie eingreifen sollen ist ungefähr so wahrscheinlich wie 2 mal hintereinander einen 6er im Lotto zu haben. 😉
Bei Sensorproblemen, unplausiblen Signalen usw.. gehen die Systeme schon vorher auf Störung. Da wird z.B. bei normaler Geradeausfahrt verglichen ob alle vier Radsensoren die gleiche Geschwindigkeit ausgeben und ähnliche Plausibilitätsberechnungen. Teilweise fehlt auch 1 Zahn auf den Rädern so dass man nicht nur das normale Drehzahlsignal hat sondern auch jede Umdrehung den einen Aussetzer, so kann beispielsweise detektiert werden ob das Signal eine induzierte Störgröße ist wo der Aussetzer bei jeder Umdrehung nicht auftreten würde.
Ganz so einfach wie "Sensor gibt kein Signal, Rad steht, Bremse bleibt auf" ist das System dann auch wieder nicht. Da sollen Leute mitentwickelt haben die ein bisschen weiter gedacht haben. Ok, gerüchteweise. 😛
Willst du das echt so knallhard fedt machen? Das geht doch nicht! Da bleibt kein Raum für Horrorstorys von durch das ABS verursachte Unfälle und Bremsscheibenwirbelstromgeneratoren!
Trotz intensiver Suche im Internet, konnte ich keine Berichte von Unfällen ausgelöst durch einen Bremsenausfall wegen "defektem/gestörtem ABS" finden. Unser Dekra-Prüfer kennt auch keinen Fall! (Seine Kollegen auch nicht!)
MfG
Ohne ABS funktioniert die Bremse wie jede andere Bremse auch, dann können auch die Räder blockieren und die Reifen rauchen, wie bei einem Auto ohne ABS.
Zieh die Sensoren ab und mach eine Vollbremsung, fahren wie in 80ern, als sowas noch nicht Serie war, oder wie bis in die 70er als es sowas noch gar nicht gab.
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von Hartgummifelge
Ohne ABS funktioniert die Bremse wie jede andere Bremse auch, dann können auch die Räder blockieren und die Reifen rauchen, wie bei einem Auto ohne ABS.
Zieh die Sensoren ab und mach eine Vollbremsung, fahren wie in 80ern, als sowas noch nicht Serie war, oder wie bis in die 70er als es sowas noch gar nicht gab.
Immer diese Halbwahrheiten. Mach Dich mal mit ABS- Bremssystemen vertraut, dann verstehst du auch die Problematik. Das ABS
öffnetdie Bremse- es schließt sie nicht. Denn nur durch ein drehendes Rad kann ein Richtungswechsel erfolgen.
Zitat:
Original geschrieben von Johnes
Mit den Wirbelströmen wurde vorn im Thread auch behandelt! Wird aber vom Schreckschraubaer komplett ignoriert!@Schreckschraubaer: Erkläre bitte Sensor 1. & 2. Generation! Was bedeutet dies für den Laien! 😁
MfG
Liest du hier nach:
http://www.lehmanns.de/.../...ntionelle-und-elektronische-bremssystemeDa drin werden Deine Fragen beantwortet.
Deine Suche nach Unfällen ist genauso wie die nach einem Lottogewinner:
Ich kennen keinen. Mein Nachbar auch nicht. Und der Freund meines Vaters ebenso nicht.
Folglich: Alles nur Lügen! Lotto behält alles ein und zahlt nie was aus.
Ich denke: Mit deinem Problem bist Du hier an der völlig falschen Adresse. Schnapp Dir einen Inschinör von Bosch, ATE, Zimmermann, Brembo... und recherchiere dort. Danach kannst Du über Dein Ergebnis uns hier, und in Deinem Blog, berichten.
Zitat:
Original geschrieben von Schreckschraubaer
Immer diese Halbwahrheiten. Mach Dich mal mit ABS- Bremssystemen vertraut, dann verstehst du auch die Problematik. Das ABS öffnet die Bremse- es schließt sie nicht. Denn nur durch ein drehendes Rad kann ein Richtungswechsel erfolgen.Zitat:
Original geschrieben von Hartgummifelge
Ohne ABS funktioniert die Bremse wie jede andere Bremse auch, dann können auch die Räder blockieren und die Reifen rauchen, wie bei einem Auto ohne ABS.
Zieh die Sensoren ab und mach eine Vollbremsung, fahren wie in 80ern, als sowas noch nicht Serie war, oder wie bis in die 70er als es sowas noch gar nicht gab.
Und wie wird die Bremse bitte offen gehalten? Erkläre!
---
Mein eigener Titel langt da nicht? So nen Mist! Jahre verplempert!
PS: Ich kenn einige Lottogewinner! Nur eben alles keine Millionäre... Ein Kollege hat 250t€ gewonnen und sein Haus damit gebaut! Nur noch die ABS-Verunfallten (wegen Bremsenöffnung) bleiben Fabelwesen!
Du hast nichts bewiesen, kannst unsere Begründungen nicht widerlegen, behauptest dennoch das Gegenteil! 🙄
Anbei noch der verlangte Test mit der Teflonscheibe und dem Heißluftfön... Die Paste kocht nicht aus, da das synthetische Fett bis über 500°C in der Paste bleibt!! Der Sensor ist geschmolzen, bevor die Paste auskocht! Das Teflon selber ist schon verbrannt! (Siehe schwarzen Streifen auf der Scheibe!)
MfG
Zitat:
Original geschrieben von Schreckschraubaer
Mach Dich mal mit ABS- Bremssystemen vertraut, dann verstehst du auch die Problematik.
Führst du Selbstgespräche? 😁
Das Märchen von wenn blockiert dann löst ABS die Bremse gleich ganz hält sich seit ABS auf dem Markt ist. Da steckt eine aufwendige Regelung drin, die Bremse wird schon weit vor dem Blockieren und dann auch nur etwas gelöst. Und wenn die Werte nicht zusammenpassen geht das System komplett auf Störung und löst gar nichts mehr.
@Johnes: Respekt den Versuch wirklich durchzuführen! Jetzt haben wir den Beweis - oder das war nur nachgemachte Paste in Kupferfarben, Chinaplagiat 😁
Zitat:
Original geschrieben von Moers75
@Johnes: Respekt den Versuch wirklich durchzuführen! Jetzt haben wir den Beweis - oder das war nur nachgemachte Paste in Kupferfarben, Chinaplagiat 😁
Kannst gerne vorbei kommen und wir führen den Versuch live durch! Wenn nötig, können wir auch Sensoren mit Paste beschmieren oder mit einer Kupferplatte abdecken...
Hab alles da! (Hab irgend ne Schublade genommen! Haben Schränke voll damit!!!)
MfG
Zitat:
Original geschrieben von Johnes
Und wie wird die Bremse bitte offen gehalten? Erkläre!Zitat:
Original geschrieben von Schreckschraubaer
Immer diese Halbwahrheiten. Mach Dich mal mit ABS- Bremssystemen vertraut, dann verstehst du auch die Problematik. Das ABS öffnet die Bremse- es schließt sie nicht. Denn nur durch ein drehendes Rad kann ein Richtungswechsel erfolgen.
Fuß von der Bremse, Bremse offen, Fuß drauf, Bremse zu, völlig egal, ob die Sensoren blind, defekt oder ausgebaut sind, anders wird das Fahrzeug gar nicht die KBA-Zulassung bekommen können.
Die Sensoren verhindern lediglich das Blockieren der Räder, bei einer Vollbremsung.
Ein Fahrzeug, muss unter welchen Umständen auch immer zum Stehen kommen können, das klappt sogar mit einer geplatzen Bremsleitung oder einem durchsackenden Hauptbremszylinder, mit einem oder mehreren durch Kupferpaste verpeekten klemmenden Kolben in den Bremssätteln.
Allerdings geht die anschliessende Weiterfahrt auf eigenes Risilo, da man sich bewusst ist, mit einem verkehrsunsicheren Fahrzeug unterwegs zu sein.
Was beim alleinigen Ausfall des ABS nicht weiter tragisch ist, man kommt auch sehr gut ohne aus.
Zitat:
Original geschrieben von Hartgummifelge
Die Sensoren verhindern lediglich das Blockieren der Räder, bei einer Vollbremsung.
Und wie geschieht das? Richtig, in dem die Bremse geöffnet wird.
Bremse ZU = blockierende Räder
Bremse OFFEN = normale Fahrt
Jedes ABS-System nimmt Bremsdruck vom Kolben- das typische Rattern im Hydroblock- bevor die Räder zum Stillstand kommen. Der Bremsweg wird damit verlängert, aber das Fahrzeug bleibt lenkbar.
Und das unabhängig von einer Vollbremsung, ab ca 30- 55km/h je nach Untergrund und Bremsengeneration. Heute regelt das ABS ab ~6km/h.
Ferner: pro Rad gibt es nur einen Sensor und weder eine redundante, noch eine Fehlertoleranz.
Erst ab der 5. Generation kamen Kontrollsensoren hinzu- Stichwort. EPS. Aber die intressieren uns ja nicht.
Bis incl. der 3. Generation gab es lediglich einen (in Worten: eins) Beschleunigungssensor. Danach wurde der Beschleunigungssensor redundant und durch einen Giersensor erweitert (Bestandteil des späteren ESP). Bis zur Entwicklung von ESP konnte das ABS seine Funktion durch nichts kontrollieren. Lediglich ein Fehlerselbsttest wurde durchgeführt. Bestandteile des Fehlerselbsttest:
- Funktion Elektronik
- Funktion Sensoren/ Kabel
- Funktion Mechanik/ Hydraulik
Die Tätigkeit des ABS, also das Regeln an sich, geschieht "automatisch"- nicht "voll- automatisch".
Es gibt keine Funktion die die Richtigkeit des Regelns kontrolliert. Da bedeutet: selbst wenn der Hydroblock verschiedener Modellreihen baugleich ist, sind in der Regelelektronik lediglich die für das Automodell entsprechenden Werte hinterlegt. Bei einer voll- automatischen Regelung bestimmt das ABS, aufgrund vielfältiger sensorisch ermitteltem Werte, seine Fuktion selbst und kontrolliert sich dabei noch.
Bullifahrer mit ABS unterm Sitz kennen das Geräusch des Fehlerselbsttests gut. Allen anderen bleibt es im Motorraum verborgen.
Natürlich ist das ABS eine "App" für die Bremse, die auch ohne/ abgeschaltetem ABS funktionieren muss.
Epic FAIL!
Es gibt auch mit ESP keine weiteren Sensoren! Kontrollen durch andere Sensoren schon gar nicht! Kontrollsensoren Fehlanzeige!
Wozu soll es denn auch welche geben? Sie wären nutzlos! Daa System führt einen Selbsttest durch und prüft die Sensoren. Zudem, werden die Sensoren fortlaufend überwacht.
Selbst mit Kombination aus mehreren Defekten, arbeitet das System noch so zuverlässig, das es abschaltet. Selbst mit klemmenden "Ventilen" in der Hydraulik, ist der Bremsdruck nicht weg!
PS: Der Bremsweg ist MIT dem ABS i.d.R. kürzer, als mit blockierenden Rädern! 😉
MfG
Zitat:
PS: Der Bremsweg ist MIT dem ABS i.d.R. kürzer, als mit blockierenden Rädern!
Richtig und anderes ist nicht Sinn und Zweck der Übung.
Der Bremsdruck wird lediglich im Falle des Blockierens eines Rades/ der Räder zum Sekundenbruchteil gemindert, sodass das Rad/die einer Stotterbremse unterzogen wird. Daher kommt das typische Rattern, das man oft bei Nässe und auf Schnee und Eis zu hören bekommt.
Anderes wird nicht gemacht, sind die ABS Sensoren blind, abgeklemmt oder ausgebaut, hat man eine strinknormale Bremse, eines herkömmlichen Fahrzeugs..
Der Anhalteweg durch ABS verlängert sich idR auf Schnee, Split und Geröll.
Zitat:
Original geschrieben von Hartgummifelge
Richtig und anderes ist nicht Sinn und Zweck der Übung.Zitat:
PS: Der Bremsweg ist MIT dem ABS i.d.R. kürzer, als mit blockierenden Rädern!
[...]
Der Anhalteweg durch ABS verlängert sich idR auf Schnee, Split und Geröll.
Ich würde die Hauptfunktion dann doch eher in der Erhaltung der Lenkbarkeit sehen. Wo bei einer Vollbremsung ohne ABS die Räder blockieren und das Fahrzeug nicht mehr lenkbar ist, kann mit ABS dem Hinderniss noch ausgewichen werden. Ich gehe dabei davon aus, dass ein durchschnittlicher Autofahrer den Bremsdruck nicht optimal dosieren kann um einen minimalen Anhalteweg bei gleichzeitiger Lenkbarkeit zu erreichen (was meiner Meinung nach auch unmöglich ist, da beim Lenken Seitenkräfte aufgebaut werden, die die Übertragbarkeit von Längskräften herabsetzen).
Bei Schnee spielt mit rein, dass bei einem kleinen Schneekeil unter dem Reifen die Reibung erhöht wird. In den Fällen ist der Bremsweg dann ohne ABS in der Tat signifikant kürzer, Lenken kann ich aber ohne ABS trotzdem nicht mehr 😉
Hi,
was ich noch nicht verstanden habe:
Grundsätzlich hat das ABS die Möglichkeit den Bremsdruck bei Bedarf bis auf 0 zu reduzieren, um ein blockierendes Rad auf glatten Untergrund wieder zum drehen zu bringen. (Damit bei Bedarf noch Lenkkräfte übertragen werden können etc.)
Ist diese Prämisse richtig?
Falls ja: Wie ist gewährleistet, dass eine Fehlfunktion nicht dem ABS dauerhaft vorgauckelt, dass die Räder blockiert sind, so dass es dauerhaft - bis zum Einschlag irgendwo - den Bremsdruck runterregelt? Wie funktioniert so eine Sensorik, die den Brems"ausfall" bei einem gestörten ABS verhindern kann?
Gruß
Martin