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Bremsen durch "Flüssigsalz" defekt!?

Themenstarteram 18. Dezember 2012 um 11:50

Moin!

Ich war gerade in der BMW-Vertragswerkstatt, da die Bremsleistung meines 120d etwas zu wünschen übrig lässt.

Der Meister hat den Wagen dann auf den Bremsenprüfstand gefahren: Alles in Ordnung.

Allerdings ist auch gar nicht die "Endleistung" der Bremsen eingeschränkt, sondern das "flüssige" Bremsen. Ich habe das Gefühl, die Bremsleistung setzt spät ein und ich benötige viel Energie im Fuß, um die volle Bremsleistung abzurufen.

Der Meister hat sich dann die Bremsen noch einmal genau mit einem Kollegen angesehen. Ergebnis: Alle vier Bremsscheiben und alle Belege müssen gewechselt werden, da sie durch "Flüssigsalz" beschädigt sind. Nach dem Motto: Mal dicht neben/hinter einem Streuwagen gefahren?

Ich fahre im Jahr etwa 50-60000 km und das schon seit Jahren - so etwas habe ich noch nicht gehabt oder gehört. Was kann das sein?

Viele Grüße und ein großer Dank im Voraus, Markus.

P.S. Ich war bei einer anderen Werkstatt, der dortige Meister sagt: "Da ist nix, fahren Sie einfach weiter."

Ich: "Was ist denn hier los?!?"

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von der_tutor

Der Meister hat sich dann die Bremsen noch einmal genau mit einem Kollegen angesehen. Ergebnis: Alle vier Bremsscheiben und alle Belege müssen gewechselt werden, da sie durch "Flüssigsalz" beschädigt sind. Nach dem Motto: Mal dicht neben/hinter einem Streuwagen gefahren?

So ein Blödsinn!

Bremse einfach 3-4 Mal gescheit, dann ist die Bremse auch wieder frei. Maximal sind die Beläge verglast, das passsiert wenn man nie richtig, sondern nur schleifend bremst. Da braucht es dann neue Beläge, wenn gar nichts mehr hilft. Aber einen Blödsinn wie "Flüssigsalz" habe ich schon lange nicht mehr gehört. Wechsel die Werkstatt.

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Zitat:

Original geschrieben von der_tutor

Der Meister hat sich dann die Bremsen noch einmal genau mit einem Kollegen angesehen. Ergebnis: Alle vier Bremsscheiben und alle Belege müssen gewechselt werden, da sie durch "Flüssigsalz" beschädigt sind. Nach dem Motto: Mal dicht neben/hinter einem Streuwagen gefahren?

So ein Blödsinn!

Bremse einfach 3-4 Mal gescheit, dann ist die Bremse auch wieder frei. Maximal sind die Beläge verglast, das passsiert wenn man nie richtig, sondern nur schleifend bremst. Da braucht es dann neue Beläge, wenn gar nichts mehr hilft. Aber einen Blödsinn wie "Flüssigsalz" habe ich schon lange nicht mehr gehört. Wechsel die Werkstatt.

Themenstarteram 18. Dezember 2012 um 12:15

Zitat:

Original geschrieben von MUC6666

Zitat:

Original geschrieben von der_tutor

Der Meister hat sich dann die Bremsen noch einmal genau mit einem Kollegen angesehen. Ergebnis: Alle vier Bremsscheiben und alle Belege müssen gewechselt werden, da sie durch "Flüssigsalz" beschädigt sind. Nach dem Motto: Mal dicht neben/hinter einem Streuwagen gefahren?

So ein Blödsinn!

Bremse einfach 3-4 Mal gescheit, dann ist die Bremse auch wieder frei. Maximal sind die Beläge verglast, das passsiert wenn man nie richtig, sondern nur schleifend bremst. Da braucht es dann neue Beläge, wenn gar nichts mehr hilft. Aber einen Blödsinn wie "Flüssigsalz" habe ich schon lange nicht mehr gehört. Wechsel die Werkstatt.

Danke für die Antwort.

Die Sache ist, dass ich auf der letzten Fahrt (Ludwigshafen - Hamburg) mehrfach gebremst habe, und zwar nicht nur schleifend. Allerdings hat sich am oben beschriebenen Zustand nur wenig geändert. Gestern morgen habe ich den Wagen dann umgeparkt und wäre fast auf unseren anderen Wagen gefahren, weil die Bremse nicht gegriffen hat.

Der Meister in meiner aktuellen Werkstatt hat in jedem Fall gesagt, dass *alle* Bremsen getauscht werden müssen. Das finde ich einigermaßen verwunderlich, da die Bremsen doch auch für den Winterbetrieb geeignet sein sollten. Ich habe dann nach Kulanz oder Beteiligung von BMW gefragt. Da sagte der BMW-Kollege: Bei Fremdeinwirkung auf Verschleißteile gibt es keine Beteiligung der BMW AG. Ich frage: Fremdeinwirkung? Er: Ja, Salz ist Fremdeinwirkung.

Müssen wir uns demnächst Angst um unsere Autos machen, wenn es auf der Straße nass ist? Oder gar die Sonne scheint? Ist ja schließlich auch "Fremdeinwirkung" ;-)

Ich bin etwas verunsichert ...

Ein riesen Quatsch, wie MUC schon schrieb! Der reinste Betrugsversuch, was für ne beschissene Werkstatt!

Außerdem macht es keinen Unterschied, ob das Salz jetzt als normales Salz oder Sole aufgebracht wird, das klatscht dir bei nasser Straße genauso unter den Unterboden...

Lass mal eine andere, hoffentlich kompetente Werkstatt über die Bremsen schauen, wenn du ein komisches Gefühl bei der Sache hast...

Eins kannst du vielleicht noch versuchen, bei freier Autobahn ein paar mal von höherer Geschwindigkeit recht eindrücklich runterbremsen (z.b. von 160 auf 100 runter)... Natürlich nicht direkt hintereinander, damit die Beläge nicht komplett runterglühen.

An den Scheiben kann ja prinzipiell nix groß sein, sonst könnte nur was an den Sätteln sein-auch unwahrscheinlich, oder das ABS spinnt rum.

Also, ich bin kein Profi, aber das kommt mir doch auch recht merkwürdig vor.

Wenn denn die Scheiben/Beläge nicht mehr in Ordnung sind, müsste nicht die Bremsleistung darunter leiden?

Wenn sich tatsächlich irgendeine Salzkruste gebildet hat, kann man die doch einfach wieder runter Bremsen.

Und selbst wenn nicht, würde das vielleicht das späte ansprechen der Bremse nicht jedoch die gefühlte "Schwergängigkeit" der Bremse erklären. Dafür müssten ja dann die Kolben durch "Flüssigsalz" beschädigt worden sein und wenn das stimmt dann kannst die Beläge und Scheiben tauschen bis du schwarz wirst.

Ich hätte bei dem Fehlerbild ja eher an ein Problem mit dem Bremskraftverstärker/Verteiler gedacht.

Zitat:

Original geschrieben von der_tutor

Zitat:

 

Gestern morgen habe ich den Wagen dann umgeparkt und wäre fast auf unseren anderen Wagen gefahren, weil die Bremse nicht gegriffen hat.

Das klingt allerdings sehr bedenklich. Hole Dir noch bei einer anderen Werkstatt eine Meinung ein. Da stimmt etwas mit dem Bremssystem (kann auch am Bremskraftverstärker liegen) nicht. Aber es liegt bestimmt nicht am Salz.

Themenstarteram 18. Dezember 2012 um 12:46

Danke für Eure Antworten.

Ich hatte ja schon bei einer anderen Werkstatt ganz offen um eine Meinung gebeten. Der Meister dort sagte: "Weiterfahren."

Ich werde das mal im Auge behalten und nach einigen kürzeren und langsamen Fahrten dann die nächsten Schritte einleiten.

Der Meister in meiner aktuellen Werkstatt hat übrigens tatsächlich behauptet, dass das "hochdosierte" Salz direkt nach dem Aufbringen auf die Straße, wenn es dann auf die Bremsen trifft, diese schädigt. Das konnte ich mir auch als Laie nicht vorstellen, da die Autos ja doch zum Fahren auf der Straße gebaut wurden.

Naja, wenn ich weitere Schritte mache, halte ich Euch auf dem Laufenden.

am 18. Dezember 2012 um 13:17

Vertraue deinem Gefühl, und lasse dies unverzuglich richten,vertraue nicht der Wekstatt,dass die Bremsen in Ordnung sind.

Die haben nur keine Lust vor den Feiertagen noch Geld zu verdienen

Bopp19

Dann spuele die Bremsen mit frischen Wasser und bremse ein paar mal, dann sollte das Salz weg sein. :o

Allerdings habe ich sowas noch nie gehoert...

Zitat:

Original geschrieben von der_tutor

 

Ich hatte ja schon bei einer anderen Werkstatt ganz offen um eine Meinung gebeten. Der Meister dort sagte: "Weiterfahren."

Wenn ich deine anden Post allerdings richtig verstehe/interpretiere, ist weiterfahren alsob nix wäre nicht die Antwort, die du "brauchst".

Immerhin bremst der Wagen nicht wie erwartet bzw beginnt die Bremswirkung mit unüblicher/zuviel Zverzögerung.

ich kenne das von Golf meiner Frau auch, dass an der Autobahnabfahrt, wenn zum ersten Mal gebremst werden muss, die wirkung der Bremsen etwas verzögert eintritt und dann auch noch etwas mehr Pedalkraft benötigt um wie üblich zu bremsen. ABER danach funktioniert die Bremse wie immer.

Das wissen wir nun und bremsen die Bremse entsprechend trocken nach der AB. So halten wir die Auswirkung in Grenzen. Ich schieb das auch aufs Salz, weil im Sommer, wenns nur nass ist, ist das nicht. Und wir haben die Info auch im Hintergrund permanent da, weil es ja auch bei einer evtl (Not)bremsung auf der AB so sein würde (entsprechende Abstände)

Hast du das schon mal ausprobiert, bzw ist deine Bremse (bzw Bremswirkung/Ansprechverhalten) jetzt im trockenen Alltag auch beeinträchtigt?

 

Hat jemand die Bremsflüssigkeit kontrolliert? Vielleicht ist auch der Bremskraftverstärker hin oder ist etwas undicht. Das könnte die schwache Bremsleistung erklären.

Die Bremsen bestehen nicht nur aus Scheiben und Belägen. Da sind noch ein paar mehr Komponenten dazwischen. Eine vernünftige Werkstatt sollte sowas aber eigentlich ernst nehmen.

Das mit den Belägen hört sich eher nach Blödsinn an. ;-)

Wg. Flüssigsalz und vor allem dann, wenn man öfters mal direkt hinter einem Streuwagen herfährt,

sollt man seine Bremscheiben ja auch regelmäßig dünn (!!!) einfetten, dann rosten die auch nicht!

SCHERZ!

Sorry, aber schon wirklich irre, was man so geboten bekommt in einigen Werkstätten.

Huch, da ist Flugrost auf ihren Bremsscheiben, die müssen aber ganz fix neu.

Erinnert mit an den recht flachen Witz von Jürgen von der Lippe:

Er befeuchtet seine Fingerkuppe, tippt damit einer Dame seines Geschmacks auf deren Schulter und sagt:

Puh, Sie sind ja ganz nass, jetzt aber mal ganz fix raus aus den feuchten Klamotten, Sie holen sich sonst ja den Tod!

Mal ganz was anderes:

Ist die Erde jetzt eigentlich eine Scheibe oder doch der Rückenpanzer einer Schildkröte?

Und was sagt uns "42" in der Gesamtdiskussion?

Sachlich:

Ja, es gibt Fahrzeuge und Fahrwerke und deren Bremsanlagen, die auf die Streusalzgischt bei nasser Straße offenbar empfindlicher reagieren. Dieses Problem hatten m.W.n. auch unsere damaligen Audi A4 Avant Dienstwagen. Liegt wohl an der spezifischen Anströmung der Bremsen (schließlich kann man sie ja nicht kapseln, wg. Wärmetransport) und ggf. auch an der Materialpaarung Bremsscheibe / Belag.

Man hat dann da herstellerseitig Änderungen vorgenommen, u.a. kleine Minispoiler vorm Rad an der Frontschütze bzw. noch dahinter etc., die verhindern sollen, dass sehr viel Gischt auf die Bremse gerät.

Zudem gibt es ja immer mehr Bremssysteme (ABS bzw. ESP), die automatisch trockenbremsen bei Nassfahrt, welche aber wohl via Scheibenwischer und/oder RS erkannt wird, nicht über Feuchtigkeitsfühler in Bremsnähe, sofern jedenfalls ich weiß.

Will sagen: Bremse nass, Scheibe trocken: kein automatisches Trockenbremsen.

Aber das kann man ja auch selbst vornehmen, indem man bei solchen Straßenverhältnissen mal leicht die Bremse antippt und diese Salzschmiere von der Scheibe schiebt, man muss ja nicht gleich massiv verzögern und den Hintermann seinerseits zu einer Gewalt=Notbremsung nötigen...: Rückspiegel hilft!

Salzablagerungen auf der Scheibe setzen die Bremswirkung herab, wenn man die Bremse schleifen lässt, ist das Salz runter und die Bremse ist für einige Zeit wieder ok, bis wieder Salz auf der Scheibe klebt.

Themenstarteram 18. Dezember 2012 um 16:30

Zitat:

Original geschrieben von kev300

Hat jemand die Bremsflüssigkeit kontrolliert? Vielleicht ist auch der Bremskraftverstärker hin oder ist etwas undicht. Das könnte die schwache Bremsleistung erklären.

Die Bremsen bestehen nicht nur aus Scheiben und Belägen. Da sind noch ein paar mehr Komponenten dazwischen. Eine vernünftige Werkstatt sollte sowas aber eigentlich ernst nehmen.

Das mit den Belägen hört sich eher nach Blödsinn an. ;-)

Bremsen sind auf dem Bremsenprüfstand getestet, die Bremswirkung ist insgesamt in Ordnung. Genau genommen hatte ich das auch sagen wollen: Bremsen funktionieren, aber eher so im 0 oder 1 bzw. Digital-Modus. Man kommt wohl auf die volle Bremskraft, allerdings der Weg dahin ist anders als sonst - "weichgespült" könnte man sagen, und man muss voll drauflatschen, um die volle Leistung zu erreichen.

Ich hatte gedacht, dass die Kollegen in der Werkstatt durch die Bremsprüfung auf dem Prüfstand das getestet hätten ...

Zitat:

Original geschrieben von der_tutor

Ich hatte gedacht, dass die Kollegen in der Werkstatt durch die Bremsprüfung auf dem Prüfstand das getestet hätten ...

Wie hätte das denn bitte ermittelt werden sollen?

Bremspedalkraft zzz N (wie und womit zu messen? Kann man diese aus der OBD auslesen? Oder nur den Bremspedalweg?)

= Verzögertes Ansprechen des Bremsenprüfstandes nach 1,25 s (wie zu messen?)

= erreichte Bremskraft gem. Anzeige des Bremsenprüfstandes und in Abhängigkeit von der Bremspedalkraft = xxx N

Die Bremse bremst ja, aber sie bremst eben nicht gleich, weil sie sich erst von Nässe und Salzschmiere befreien muss. Aber konkret wie will man das genau messen und wie sind dann hier die Referenzwerte für o.k. oder nicht? Alles < 900ms ist o.k, darüber aber nicht, oder wie? Bei welcher Bremspedalkraft, welcher prozentualen Benässung womit (Süßwasser, Salzwasser mit wieviel % Salzgehalt)?

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