Kupferpasten und ABS Bremsen; Ein Risiko ?

Hallo zusammen,
seit einigen Tagen versuche ich mit Hilfe von Kupferpasten, Bremsen und Automobilherstellern, Fachbuchautoren und Fahrzeugingenieuren eine Antwort auf die Frage zu bekommen ob man Kupferpaste an Bremsen (mit ABS) noch einsetzen darf und wenn nicht, was der Grund dafür ist. Vielleicht kennt sich jemand im Forum damit aus ?

Die ausweichende Antwort ist, daß man nur vom OEM freigegebene Schmiermittel einsetzen darf (Bei Ford z.B. nach ESE-M12A4-A).

Eine generelle Aussage keine Kupferpasten an ABS Systemen einzusetzen habe ich nicht bekommen!

Was gerade Kupfer so kritisch erscheinen läßt ist auch völlig unklar !

Vielleicht handelt es sich also wirklich um einen (unbeabsichtigten) Hoax der sich ähnlich wie die Geschichte zur "Spinne in der Yucca-Palme" verbreitet hat nachdem ein solcher Hinweis über einen ebay blog zu den Todsünden bei der Bremsenmontage erschienen ist.
Bei all den Produkten und ABS Technologien wird sich kaum jemand dazu hinreissen lassen einen einmal ausgesprochenen Sicherheitshinweis für falsch zu erklären....

Allgemein gilt:

Kupfer ist ein nicht magnetisches, weiches Metall mit guter Wärmeleitfähigkeit, sehr guter Stromleitfähigkeit und einem Schmelzpunkt über 1000 °C (Aluminium schmilzt z.B. schon bei 600 °C). Es ist toxisch für Microorganismen (antimikrobiell).
In Kupferpasten wird es oft mit synthetischen Mineral oder Silikonölen als Träger eingesetzt. Die Schmiereigenschaften sind mittelmäßig.

Früher verwendete man Nickelpasten, dort wo Kupfer nicht eingesetzt werden sollte, insbesondere auf Edelstahl oder bei extremeren Anforderungen (Ultrahochvakuum, Stickstoffkühlung). Aufgrund des toxischen Potentials (Allergien, Lungenkrebs) ist die Verwendung eingeschränkt.

Heute gibt es metallfreie keramische Hochleistungspasten die laut Werbung die anderen Pasten ablösen sollen.

Die Erklärungsversuche der "Fachleute" im Internet zur angeblichen Problematik von Kupferpaste sind vielfältig:

- Es handelt sich um eine technisch unbegründete Kampagne der Hersteller keramischer Pasten um Marktanteile gegenüber der etablierten Kupferpaste zu gewinnen.
(scheint mir mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen)

- Die mineralölhaltige Schmierstoffkomponente greift Dichtungen und Bremsschläuche an.
(Alle OEM Spezifikationen schreiben Beständigkeit von Schläuchen und Dichtungen gegen Mineralöle und Kraftstoffe vor. Außerdem hätte das weder etwas mit Kupfer noch mit dem ABS zu tun)

- Kupfer bildet ein galvanisches Element mit Aluminiumbauteilen und zerstört diese.
(Aluminium passiviert und das Korund regiert nicht mit Kupfer. Eisen Chrom oder Sauerstoff stehen in der elektrochemischen Spannungsreihe über Aluminium. Auch hier fehlt der Zusammenhang mit dem ABS. Im Automobil sind viel Bauteile anderen elektrochemischen Potentials elektrisch leitend miteinander verbunden, so daß die Gefahr nicht spezifisch für Kupfer gilt. )

- Kupferpaste hat eine schmierende Wirkung und kann deshalb verfließen und so auf die Bremsscheibe und Beläge gelangen.
(Auch andere Antiquietsch Pasten schmieren und auch Kupferpaste wird nur sehr dünn aufgetragen. Es gibt keinen direkten Effekt auf das ABS, im Gegenteil im Zweifelsfall blockieren die Bremsen auch ohne ABS garnicht...)

- Kupferpaste hat ein geringes Haftvermögen. Kupferpaste wird an die Zahnräder des ABS Sensors geschleudert, bildet Wirbelströme und ein Magnetfeld und stört damit den Hallsensor. (Frage sind Wirbelströme als ABS Störung überhaupt denkbar ? Zunächst müßten zudem größere Mengen Kupferpaste an die 4 ABS Zahnräder gelangen und dort verbleiben. Auch andere schlecht haftende metallische Schmiermittel müßten dann betroffen sein)

- Kupferpaste dringt in den ABS Stecker ein und verursacht elektrische Störungen.
(Das würde Salzwasser auch tun und ein ABS System würde den Signalfehler/Kurzschluß sofort entdecken)

- Kupferpaste sammelt Metallabrieb von den Bremsscheiben, wird so magnetisch und stört dann das ABS System (Auch andere "klebrige" Pasten hätten dieses Problem. Zudem müßten große Mengen Kupferpaste an der richtigen Stelle große Mengen Scheibenabrieb binden. Entweder die Paste haftet, dann gelangt sie nicht ans ABS oder sie haftet nicht, dann bleibt sie nicht am ABS Bei manchen Pasten verkohlt der organische Träger bei der ersten Erhitzung und es bleibt nur eine dünne Metall und Graphitschicht zurück. Auch das ist nicht spezifisch für Kupferpasten.)

- Kupferpasten sind weich und federn. Deshalb schaukelt sich das ABS System auf und führt zu Störungen.
(Interessanter Ansatz aber zum Rücksetzen der Bremsbeläge nach dem Bremsen haben die Scheiben einen kleinen Schlag und der müßte ein ähnliches Phänomen auslösen. Außerdem dürfte der Effekt bei der verwendeten Schichtdicke unerheblich sein.)

Zuguterletzt: Z. B. "Bostik Never Seez Standard Grade" enthält Kupfer aber erfüllt laut Datenblatt die Ford ESE-M12A4-A.

Außerdem habe ich selber bisher keinen Warnhinweis bei Kupferpastenherstellern zum Thema ABS gefunden (vielleicht kennt jemand einen Link ?), in den Do It Yourself Werkstatthandbüchern steht kein Warnhinweis und auch sonst wollte mir (s.o.) bisher niemand ein generelles Risiko von Kupferpasten an ABS Bremsanlagen bestätigen......

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, daß "Kupferpaste" hier nur für bestimmte Eigenschaften früher gebräuchlicher Montagepasten steht (klebrig aber geringes Haftvermögen, weich) und deshalb nichts mit Kupfer selber zu tun hat und es eben auch geeignete Kupferpasten und ungeeignete andere kupferfreie Pasten gibt. Das diskreditieren etablierter Systeme bei der Produktneueinführung ist ja nicht unüblich.

Andererseits fehlt aber immer noch eine theoretische Erklärung wie denn der ABS Sensor physikalisch von Kupfer gestört wird und wie wahrscheinlich es ist, daß diese Störung auch eintritt.

Es ist für mich kaum vorstellbar, daß alle Radsensoren in vollem Zahnkranzumfang dauerhaft mit Kupferpaste belegt sind oder sogar noch grammweise Metallabrieb binden der den Hallsensor komplett außer Gefecht setzt ohne, daß das ABS System eine Signalpegelstörung meldet. Selbst dann gäbe es nur einen ABS Ausfall aber wohl keinen Totalausfall der Bremse weil das ABS diese löst ?!

Man dürfte auch meinen, daß ABS Systeme so ausgelegt sind, daß weder Salzwasser im Winter, noch das Durchfahren von Ölpfützen, Benzinlachen oder Erzsand etc. zu dauerhaften, sicherheitsrelevanten Störungen führt.

Was ist also dran am Mythos der Todsünde ?

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen,
seit einigen Tagen versuche ich mit Hilfe von Kupferpasten, Bremsen und Automobilherstellern, Fachbuchautoren und Fahrzeugingenieuren eine Antwort auf die Frage zu bekommen ob man Kupferpaste an Bremsen (mit ABS) noch einsetzen darf und wenn nicht, was der Grund dafür ist. Vielleicht kennt sich jemand im Forum damit aus ?

Die ausweichende Antwort ist, daß man nur vom OEM freigegebene Schmiermittel einsetzen darf (Bei Ford z.B. nach ESE-M12A4-A).

Eine generelle Aussage keine Kupferpasten an ABS Systemen einzusetzen habe ich nicht bekommen!

Was gerade Kupfer so kritisch erscheinen läßt ist auch völlig unklar !

Vielleicht handelt es sich also wirklich um einen (unbeabsichtigten) Hoax der sich ähnlich wie die Geschichte zur "Spinne in der Yucca-Palme" verbreitet hat nachdem ein solcher Hinweis über einen ebay blog zu den Todsünden bei der Bremsenmontage erschienen ist.
Bei all den Produkten und ABS Technologien wird sich kaum jemand dazu hinreissen lassen einen einmal ausgesprochenen Sicherheitshinweis für falsch zu erklären....

Allgemein gilt:

Kupfer ist ein nicht magnetisches, weiches Metall mit guter Wärmeleitfähigkeit, sehr guter Stromleitfähigkeit und einem Schmelzpunkt über 1000 °C (Aluminium schmilzt z.B. schon bei 600 °C). Es ist toxisch für Microorganismen (antimikrobiell).
In Kupferpasten wird es oft mit synthetischen Mineral oder Silikonölen als Träger eingesetzt. Die Schmiereigenschaften sind mittelmäßig.

Früher verwendete man Nickelpasten, dort wo Kupfer nicht eingesetzt werden sollte, insbesondere auf Edelstahl oder bei extremeren Anforderungen (Ultrahochvakuum, Stickstoffkühlung). Aufgrund des toxischen Potentials (Allergien, Lungenkrebs) ist die Verwendung eingeschränkt.

Heute gibt es metallfreie keramische Hochleistungspasten die laut Werbung die anderen Pasten ablösen sollen.

Die Erklärungsversuche der "Fachleute" im Internet zur angeblichen Problematik von Kupferpaste sind vielfältig:

- Es handelt sich um eine technisch unbegründete Kampagne der Hersteller keramischer Pasten um Marktanteile gegenüber der etablierten Kupferpaste zu gewinnen.
(scheint mir mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen)

- Die mineralölhaltige Schmierstoffkomponente greift Dichtungen und Bremsschläuche an.
(Alle OEM Spezifikationen schreiben Beständigkeit von Schläuchen und Dichtungen gegen Mineralöle und Kraftstoffe vor. Außerdem hätte das weder etwas mit Kupfer noch mit dem ABS zu tun)

- Kupfer bildet ein galvanisches Element mit Aluminiumbauteilen und zerstört diese.
(Aluminium passiviert und das Korund regiert nicht mit Kupfer. Eisen Chrom oder Sauerstoff stehen in der elektrochemischen Spannungsreihe über Aluminium. Auch hier fehlt der Zusammenhang mit dem ABS. Im Automobil sind viel Bauteile anderen elektrochemischen Potentials elektrisch leitend miteinander verbunden, so daß die Gefahr nicht spezifisch für Kupfer gilt. )

- Kupferpaste hat eine schmierende Wirkung und kann deshalb verfließen und so auf die Bremsscheibe und Beläge gelangen.
(Auch andere Antiquietsch Pasten schmieren und auch Kupferpaste wird nur sehr dünn aufgetragen. Es gibt keinen direkten Effekt auf das ABS, im Gegenteil im Zweifelsfall blockieren die Bremsen auch ohne ABS garnicht...)

- Kupferpaste hat ein geringes Haftvermögen. Kupferpaste wird an die Zahnräder des ABS Sensors geschleudert, bildet Wirbelströme und ein Magnetfeld und stört damit den Hallsensor. (Frage sind Wirbelströme als ABS Störung überhaupt denkbar ? Zunächst müßten zudem größere Mengen Kupferpaste an die 4 ABS Zahnräder gelangen und dort verbleiben. Auch andere schlecht haftende metallische Schmiermittel müßten dann betroffen sein)

- Kupferpaste dringt in den ABS Stecker ein und verursacht elektrische Störungen.
(Das würde Salzwasser auch tun und ein ABS System würde den Signalfehler/Kurzschluß sofort entdecken)

- Kupferpaste sammelt Metallabrieb von den Bremsscheiben, wird so magnetisch und stört dann das ABS System (Auch andere "klebrige" Pasten hätten dieses Problem. Zudem müßten große Mengen Kupferpaste an der richtigen Stelle große Mengen Scheibenabrieb binden. Entweder die Paste haftet, dann gelangt sie nicht ans ABS oder sie haftet nicht, dann bleibt sie nicht am ABS Bei manchen Pasten verkohlt der organische Träger bei der ersten Erhitzung und es bleibt nur eine dünne Metall und Graphitschicht zurück. Auch das ist nicht spezifisch für Kupferpasten.)

- Kupferpasten sind weich und federn. Deshalb schaukelt sich das ABS System auf und führt zu Störungen.
(Interessanter Ansatz aber zum Rücksetzen der Bremsbeläge nach dem Bremsen haben die Scheiben einen kleinen Schlag und der müßte ein ähnliches Phänomen auslösen. Außerdem dürfte der Effekt bei der verwendeten Schichtdicke unerheblich sein.)

Zuguterletzt: Z. B. "Bostik Never Seez Standard Grade" enthält Kupfer aber erfüllt laut Datenblatt die Ford ESE-M12A4-A.

Außerdem habe ich selber bisher keinen Warnhinweis bei Kupferpastenherstellern zum Thema ABS gefunden (vielleicht kennt jemand einen Link ?), in den Do It Yourself Werkstatthandbüchern steht kein Warnhinweis und auch sonst wollte mir (s.o.) bisher niemand ein generelles Risiko von Kupferpasten an ABS Bremsanlagen bestätigen......

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, daß "Kupferpaste" hier nur für bestimmte Eigenschaften früher gebräuchlicher Montagepasten steht (klebrig aber geringes Haftvermögen, weich) und deshalb nichts mit Kupfer selber zu tun hat und es eben auch geeignete Kupferpasten und ungeeignete andere kupferfreie Pasten gibt. Das diskreditieren etablierter Systeme bei der Produktneueinführung ist ja nicht unüblich.

Andererseits fehlt aber immer noch eine theoretische Erklärung wie denn der ABS Sensor physikalisch von Kupfer gestört wird und wie wahrscheinlich es ist, daß diese Störung auch eintritt.

Es ist für mich kaum vorstellbar, daß alle Radsensoren in vollem Zahnkranzumfang dauerhaft mit Kupferpaste belegt sind oder sogar noch grammweise Metallabrieb binden der den Hallsensor komplett außer Gefecht setzt ohne, daß das ABS System eine Signalpegelstörung meldet. Selbst dann gäbe es nur einen ABS Ausfall aber wohl keinen Totalausfall der Bremse weil das ABS diese löst ?!

Man dürfte auch meinen, daß ABS Systeme so ausgelegt sind, daß weder Salzwasser im Winter, noch das Durchfahren von Ölpfützen, Benzinlachen oder Erzsand etc. zu dauerhaften, sicherheitsrelevanten Störungen führt.

Was ist also dran am Mythos der Todsünde ?

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Zitat:

Wenn es "nachweislich" Unfälle durch einen Komplettausfall der Bremse ausgelöst durch das ABS gibt, hätte ich diese Nachweise gerne mal aufgezeigt! Solange tue ich das als Spinnerei ab!

MfG

Dann tu mal als Spinnerei ab, was ich erlebt habe...

Das war bei dem Auto Dauerfehler, also nicht nur einmal, sondern reproduzierbar...

Zitat:

Original geschrieben von Johnes


Das mit dem 300er glaube ich nicht! Ich kenne nicht einen Fall, wo das ABS Ursache für ein Bremsversagen war. Zumal das ABS von allen mir bekannten Konstruktionsvarianten dazu nicht in der Lage ist.

Bitte erklärte mir das doch mal, wie das funktionieren sollte!

Kupferpaste ist eben nicht leitfähig, wie bereits geschrieben und beeinflusst das Signal auch nicht, wenn der Sensorkranz zu 100% gefüllt ist!

Wenn es "nachweislich" Unfälle durch einen Komplettausfall der Bremse ausgelöst durch das ABS gibt, hätte ich diese Nachweise gerne mal aufgezeigt! Solange tue ich das als Spinnerei ab!

MfG

Nun aber mal langsam! Was Du hier schreibst - oder besser, wie Du es schreibst- klingt sehr nach "rechthaberischer Lernresistenz"!

Wieso ist Kupferpaste nicht leitfähig? Woraus besteht Kupferpaste, und was macht sie nicht leitfähig?
Welche Nachweise hättest du gerne? Gespräche mit den Toten? Oder kannst Du auch mal dein Hirn "anschalten"?

Wenn Ihr also mal die Polemik hier aussen vor lasst und anfangt schachlich zu diskutieren erkläre ich es. Aber auf das momentan veherrschende Niveau lasse ich mich nicht nicht herab.

Argumentiert gefälligst sachlich!

Die fuehrende US Marke von Kupferpaste ist LEITFAEHIG es sagt direkt auf der Dose: Provides good electrical conductivity

Es gibt spezielle Pasten (auch Kupfer) die nicht Leitfaehig sind, die findet man aber in der Regel nicht im Autoteileladen.

Pete

ob es wohl wurstegal ist, ob die kupferpaste leitfähig ist?
der gesamte sensorkranz ist leitfähig, da aus blech. bei den 'eingearbeiteten' im radlager desgleichen. und wer sich den kranz zuschmiert, gehört eh eher in behandlung denn an seine bremsen.

und der sensor ist verkapselt in plastik. wenn hier drähte offenliegen, hast du ein anderes problem😛
also thema leitfähigkeit abgehakt...

'angeblich' soll die kupferpaste zu kontaktkorrosion an aluteilen führen.
ok, wenn ich im watt parke, vielleicht. aber auch nur, wenn ich bei ebbe parke...

ich nehme seit 1989 kupferpaste an abs-bremsen (gti 16v). null ausfälle durch paste.
die neueren bremsbeläge haben eh teflonpads auf die rückseite geklebt; ein tupfer kupferpaste an die halter (gibts überhaupt welche aus alu?) und gut.

in einer der letzten oldtimerzeitschriften war das ganze ebenfalls thematisiert- resultat in kurzform: bullshit 😁
soll wohl wieder was teueres 'spezielles' verkauft werden....

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Also an den Komplettausfall der Bremse bei einer alten Bosch 3-Kanalanlage glaube Ich auch nicht. Zum Einen weil damals das ABS quasi nur an den herkömlichen Bremskraftverstärker angeflanscht wurde und bei ABS Ausfall immer noch die konventionelle Bremse zur Verfügung stand. Zum Anderen weil es meiner Meinung nach vorgeschrieben ist das die Bremse auch bei defektem ABS noch funktionieren muß, zwar nicht mit der vollen Leistung aber doch funktionieren.

Aber da hat man wohl eine komplett verbastelte Dauerbausstelle gekauft und das ABS zum Sündenbock gemacht.
😉 Vielleicht hätte das ABS schon wieder funktioniert wenn man vier neue zugelassene Reifen aufgezogen hätte?

In meiner Stammwerkstatt nehmen Sie seit rund 20 Jahren keine Kupferpaste mehr. Hatten mal gemeint das weisse Zeug sei besser zu verarbeiten und würde weniger Ärger machen. Was das für Zeug war konnten Sie damals nicht mehr sagen da die Beschriftung der Tube nicht mehr lesbar war.😁
Billiger als die Kupferpaste sei Es auch noch gewesen.

Der Pfusch mit den Pasten um das Quietschen der Bremsen zu lindern oder verhindern, wird in vielen Werkstätten seit Jahren und Jahrzehnten durchgezogen, egal ob Kupfer Teflon oder ähnliches Dämpfungsmittel verwendet wird.
Nicht jeder Belag neigt zum Quietschen, um dem vorzubeugen wird oft geschmiert was das Zeug hält.
Manchmal reicht es, die Fuge in m Belag zu überarbeiten oder den Belag zu Phasen, das er die Scheibe nicht mehr schwingen lassen kann und somit, die Bremse nicht mehr quietschen kann..
Die Bremskolben nehmen es übel, wenn sie mit Resten der Pasten zurück geschoben werden, nach einigen Jahren kommen sie nicht mehr raus und verklemmen.
Das Gängigmachen der Kolben wird schwierig bis unmöglich, wenn sie mit Bremsstaub und Pastenresten verbacken festhängen.

@ Sir Donald:
Es gibt, rein technisch gesehen, nur eine einzige Begründung warum man Kupferpaste nicht verwenden sollte. Und das ob du es glaubst oder nicht. Die wirklich einleuchtende Lösung war bisher leider noch nicht darunter.

@ Hartgummifelge:
Es bestreitet niemand das es nicht auch andere Lösungen gibt. Und wie du richtig beschreiben hast wurde lange Kupferpaste verarbeitet nach dem Motto "viel hilft viel". Das ist aber nicht die Antwort auf die Frage des TE.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald



In meiner Stammwerkstatt nehmen Sie seit rund 20 Jahren keine Kupferpaste mehr. Hatten mal gemeint das weisse Zeug sei besser zu verarbeiten und würde weniger Ärger machen. Was das für Zeug war konnten Sie damals nicht mehr sagen da die Beschriftung der Tube nicht mehr lesbar war.😁
Billiger als die Kupferpaste sei Es auch noch gewesen.

Wahrscheinlich Teflon Paste. Habe ich auch im Schrank. 😉

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker


Wahrscheinlich Teflon Paste. Habe ich auch im Schrank. 😉

Vermutlich, aber damals war das Problem das Derjenige dem der Vertreter die Tube in die Finger drückte gerade ausser Haus war. Die in der Werkstatt haben sich eigendlich nie damit beschäftig was es war, Sie wussten nur das Es besser war als die Kupferpaste.

Dort experimentieren Sie immer wieder mal mit den supertollen Sachen die die Vertreter bringen, aber wenn Es nichts taugt fliegt es dem Vertreter beim nächsten Besuch auch gleich wieder um die Ohren.😁

@ Schreckschraubaer.
Zur Nor reicht die Begründung das es seinen Zweck mindestest genaussogut erfüllt wie Kupferpaste aber keine so sichtbare Sauerei wie Diese wenn man zuviel nimmt.
Letztlich dürfte es halt so sein das das Bessere des Guten Feind ist.
Verschieden Metalle die Kontakt miteinander haben sind immer ein Problem und Kupfer auf Stahl ist definitiv schlechter als Teflon oder Keramik auf Metall da es bei Kupfer auf Stahl zwangsläufig zu Stromfluß kommet, wenn auch minimal aber ausreichend um Korrosion zu fördern. Vermeidet man das zwei unterschiedliche Metalle direkten Kontakt haben hat man dieses Problem elegant gelöst. Wenn dann das metallfreie Produkt keine Nachteile in der Funktion hat gibt es keinen Grund mehr am Alten festzuhalten.

Die Lösung:

Der Sensor erzeugt ein Magnetfeld und gibt die Impulse des Ringes an den Steuergeräte-Eingang.
Diese Impulse sind eine sog Rechteckspannung. Der Steuergeräte- Eingang analysiert lediglich die Impulslänge. Die Störgrössen wie zB Intensität und unsaubere Signale werden ausgeblendet. Es wird also lediglich der Peak und die Peaklänge ausgewertet, was dann ein Öffnen der Bremse zur Folge hat.

Das Magnetfeld ist vom Sensor her fest definiert und abhängig von dem Sensor umgebenden Metallen.

Kommt nun Kupferpaste in die Nähe des Sensors, so wird das Magnetfeld verändert bis völlig ausgelöscht. Das heißt: Der vom Steuergeräte-Eingang zu interpretierende Peak bleibt aus.

Was dann passiert habe ich oben erläutert: Das Steuergerät öffnet die Bremse!
Bleibt der Peak aus öffnet das Steuergerät die Bremse- und das womöglich bei einer eben eingeleiteten Vollbremsung.

Metallabrieb von der Bremsscheibe richtet sich lediglich am Sensor dem Magnetfeld nach aus. Und wird bei der nächsten Autowäsche oder dem nächsten Platzregen weg gewaschen.
Kupferpaste hingegen "erdet" das Magnetfeld dauerhaft gegen den Achsschenkel.

Obiges isst die einzige gültige physikalische Erklärung für das Phänomen, wenn bei einer Vollbremsung die Bremse öffnet. Dies ist auch der Grund, warum die Sensorbohrung nie mit Schleifpapier nachgearbeitet werden darf- es darf lediglich eine Ahle zur Rostentfernung verwendet werden. Riefen verändern in hohem Maße das Magnetfeld und sorgen somit zu einem geänderten, schlechteren Bremsverhalten.

Auf die Schnelle: Deine Erklärung ist falsch! Der Sensor kann durch CU-Paste nicht beeinflusst werden, sodass er ausfällt!! Warum, steht weiter vorn im Thread!

Zum Rest, aüßere ich mich später nochmal. Am WE hatte ich 12h Dienste und keine Zeit dazu... Jetzt bin ich auch schon wieder arbeiten. (Und vom Handy zu tippen ist mühevoll!)

MfG

----- ------- ------ -----

Zitat:

Original geschrieben von Schreckschraubaer



Zitat:

Original geschrieben von Johnes


Das mit dem 300er glaube ich nicht! Ich kenne nicht einen Fall, wo das ABS Ursache für ein Bremsversagen war. Zumal das ABS von allen mir bekannten Konstruktionsvarianten dazu nicht in der Lage ist.

Bitte erklärte mir das doch mal, wie das funktionieren sollte!

Kupferpaste ist eben nicht leitfähig, wie bereits geschrieben und beeinflusst das Signal auch nicht, wenn der Sensorkranz zu 100% gefüllt ist!

Wenn es "nachweislich" Unfälle durch einen Komplettausfall der Bremse ausgelöst durch das ABS gibt, hätte ich diese Nachweise gerne mal aufgezeigt! Solange tue ich das als Spinnerei ab!

MfG

Nun aber mal langsam! Was Du hier schreibst - oder besser, wie Du es schreibst- klingt sehr nach "rechthaberischer Lernresistenz"!

Wieso ist Kupferpaste nicht leitfähig? Woraus besteht Kupferpaste, und was macht sie nicht leitfähig?
Welche Nachweise hättest du gerne? Gespräche mit den Toten? Oder kannst Du auch mal dein Hirn "anschalten"?

Wenn Ihr also mal die Polemik hier aussen vor lasst und anfangt schachlich zu diskutieren erkläre ich es. Aber auf das momentan veherrschende Niveau lasse ich mich nicht nicht herab.

Ja, ich möchte mit den Toten sprechen! (Wenn es denn

nachweislich

welche gibt!) Zeig mit mal einen Pressebericht oder besser einen Bericht von einem Sachverständigen oder ähnliches! Nur einen logischen Bericht!

Zum Thema Polemik habe ich da mal nen paar Hinweise:
Polemisch argumentiert jemand, der keine Nachweise liefert, aber andere scharf kritisiert oder gar beleidigt! Sprüche wie "Hirn anschalten" gehört dazu! Auch von "Toten" zu sprechen ist eine schöne Form, seine nicht belegten Behauptungen zu festigen, indem man dem Gesprächspartner unterstellt, er würde die Toten nicht würdigen oder sie gar missachten!

Zitat:

Argumentiert gefälligst sachlich!

Bring gefälligst sachliche Argumente und Belege für deine Behauptungen und unterlasse es, mich zu beleidigen! Wir haben keine Lust, uns auf das Niveau herab zu lassen!

--- ---- ----

Zitat:

Original geschrieben von Schreckschraubaer


Die Lösung: (...)

Bleibt der Peak aus öffnet das Steuergerät die Bremse- und das womöglich bei einer eben eingeleiteten Vollbremsung.

Und wenn dann das Sensorsignal nicht wiederkehrt, wird augenblicklich das ABS deaktiviert und die Bremse greift wieder. Bei Tempo 50 regelt das ABS schon sehr schnell. Die Bremse würde also nach einem Bruchteil einer Sekunde wieder funktionieren. Nur eben ohne ABS-Rattern!

Zitat:

Metallabrieb von der Bremsscheibe richtet sich lediglich am Sensor dem Magnetfeld nach aus. Und wird bei der nächsten Autowäsche oder dem nächsten Platzregen weg gewaschen.

Kupferpaste hingegen "erdet" das Magnetfeld dauerhaft gegen den Achsschenkel.

Physikalisch falsch! Wie kann ein NE-Metall ein Magnetfeld, welches durch ferromagnetische Werkstoffe, aber nicht durch NE-Metalle beeinflusst wird, kurzgeschlossen werden? Hier, bitte ich um Aufklärung! Ein Wirbelfeld, könnte Einfluss auf NE-Metalle ausüben. Aber du selbst schreibst:

"Das Magnetfeld ist vom Sensor her fest definiert"

. Daher, ist dies ausgeschlossen.

Zitat:

Obiges isst die einzige gültige physikalische Erklärung für das Phänomen, wenn bei einer Vollbremsung die Bremse öffnet.

Wie bereits mehrfach beschrieben, können Stoffe mit einer sehr geringen Permeabilität (< < 1) einen Sensor nicht beeinflussen, der mit Stoffe sehr hoher Permeabilität (> > 1) arbeitet. (CU 1:1000 Eisen)

Es ist nicht möglich, ausreichende Schichtdicken auf den Sensor aufzubringen. Dies, würde die Traglast der Achse bei weitem überschreiten.

MfG

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker


Die fuehrende US Marke von Kupferpaste ist LEITFAEHIG es sagt direkt auf der Dose: Provides good electrical conductivity

Es gibt spezielle Pasten (auch Kupfer) die nicht Leitfaehig sind, die findet man aber in der Regel nicht im Autoteileladen.

Pete

Ich habe div. Pasten ausprobiert. Ich habe bis jetzt keine gefunden, die Strom leitet. Zum Test, habe ich auch noch unser blaues Polfett und normales Batteriepolfett gemessen. Alle leiten kein Strom. Auch die Paste, die wir zwischen Kupferschienen im Schaltschrank montiert werden auftragen, bevor sie verschraubt werden, leitet keinen Strom. Sie beseitigt aber die Oxidschicht zwischen den Platten und schützt die Verbindungsstelle vor erneuter Oxidation. Sie sorgt für optimalen elektrischen Kontakt.

Ich habe mal einen Test angehängt! Die Paste hat einen CU-Anteil von >98%. Wenn diese keinen Strom leitet, welche dann?

MfG

CU-Paste
ISO-Messung

Zitat:

Original geschrieben von Johnes


Auf die Schnelle: ....[hab mir erlaubt es einzukürzen]

1.)

Du machst mindestens einen logischen Denkfehler:

Und zwar ist der bedeutenste Fehler : Es

kann

so sein- niemand sagt das es so sein muss.

Sicher ist: Damit bie Bremse öffnet müssen mehrere Faktoren zusammen kommen. Jeder für sich genügt schon um mit Kupferpaste vorsichtig zu hantieren.

Daher ist es von der Logik her besser an der Bremse eine isolierende Paste zu verwenden. Für das "kann" musst du nicht mit Toten reden, oder die Bild vertrauen, sondern Physik studieren und den Griffel spitzen. Dann setzt du dich hin und rechnest es nach.

2.)
Und jetzt kommt die Praxis:
Ich habe die Sensoren der 2. Generation an der VA sowohl mit Kupferpaste als auch mit einer Alu-Kupfer- Paste montiert- zum Schutz gegen Rost. Das Ergebnis: Bei jedem Anfahren hat das Steuergerät einen hörbaren Fehlerselbtstest durchgeführt und einen Impuls an die Bremse geliefert. Dies ist reproduzierbar.

Zitat:

Original geschrieben von Johnes


Ich habe div. Pasten ausprobiert. Ich habe bis jetzt keine gefunden, die Strom leitet. Zum Test, habe ich auch noch unser blaues Polfett und normales Batteriepolfett gemessen. Alle leiten kein Strom. Auch die Paste, die wir zwischen Kupferschienen im Schaltschrank montiert werden auftragen, bevor sie verschraubt werden, leitet keinen Strom. Sie beseitigt aber die Oxidschicht zwischen den Platten und schützt die Verbindungsstelle vor erneuter Oxidation. Sie sorgt für optimalen elektrischen Kontakt.

Ich habe mal einen Test angehängt! Die Paste hat einen CU-Anteil von >98%. Wenn diese keinen Strom leitet, welche dann?

MfG

Du bist lustig! Ich bezweifle die Richtigkeit deiner Meßanordnung! Für mich misst Du da gerade den Widerstand von Naphta, da dieses ja das Kupfer "umhüllt".

Polemikmodus ON
Wetten: Wenn ich ein unter Spannung stehender Stromkabel mittig in den mit Kupferpaste gefüllten Blechpott hänge, das du als Elektriker mit Sicherheit nicht den Pott mit bloßen Händen und geerdeten Schuhsohlen anfassen wirst? 😁
Polemikmodus OFF

Der richtige Versuchsaufbau muss daher sein:
1. Paste auf einen Teflonstreifen auftragen
2. beides erhitzen bis sämtliche Lösungsmittel verdampft sind
3. den verbliebenen "Rest" auf Leitfähigkeit hin untersuchen

Bei 98% Kupfer wird 2% Naphta verdampfen und eine Schicht reines Kupfer übrig bleiben. Und das ist dann in seiner Gefügeanordnung leitend. Logisch, oder?

Alle reiten hier auf die Bremse herum, die ausfallen soll.
Schon mal einer dran gedacht, das auch das ESP und Antischlupf Seine Informationen aus den Sensoren bezieht?
Wenn da ein Fehler auftritt, so müsste auch die Motorleistung gedrosselt werden.
Ich habe, als ich einen defekten Sensor austauschte die Spannungen im Betrieb mit einem Oszi überprüft.
Leider hab ich die genauen Werte leider nicht protokoliert sondern nur mit links und rechts verglichen.
Prinzip ungefähr so:

12V Gleichspannung: Sensor hochohmig = nicht angeschlossen oder Unterbrechung
0V keine Spannung : Kurzschluss oder Sensor defekt.
Rechtecksignal: low ca 4V high ca. 8V. = Sensor OK
Sollte im Stand die Sensorspannung unter 4V oder über 8V liegen, dann wird das vom Steuergerät erkannt und die ABS und/oder DSC Lampe leuchtet. Die Bremse funkioniert dann wie bei einem Fahrzeug ohne ABS zu 100%
Wie gesagt, es ist kein Rechtecksignal mit ^12V / 0V. jedenfalls beim MX-5 nicht.

Zur Magnetfeldbeeinflussung von nicht ferromagnetischem Material wie Kupfer, Alu, Silber oder gar Gold.
Diese Metalle beeinflussen ein statisches Magnetfeld gar nicht. Allerdings wenn solch ein Metall in ein Wechselmagnetfeld gebracht wird entstehen so genannte Wirbelströme, die selbst ein Magnetfeld erzeugen und das Sensorfeld beeinflussen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wirbelstrom
Das trifft allerdings nur auf massive Metallteile zu. Kupferpaste hat zu kleine Partikel um dort Wirbelströme fließen zu lassen. Jedenfalls nicht bei Frequenzen, die bei den Sensoren eine Rolle spielen. Bei HF sieht das etwas anders aus. Aus diesem Grunde sind bei Transformatoren die Eisenkerne aus einzelnen Blechen gefertigt, um Wirbelströme zu verhindern.
Zu dem ist der Sensor zum Schutz sogar ganz in einer Metallhülle eingepackt. was außerhalb des Sensorkopfes mit Ströme, Spannungen oder Kurzschlüssen passiert ist nicht relevant.
Es sei denn es bilden sich Ansammelungen durch Eisenstaub (Bremsscheibenabrieb), da der Sensorkopf magnetisch ist.

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