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Aufgabe des Antiblockiersystems ABS

Themenstarteram 2. November 2012 um 9:12

Weil es jetzt wieder nass, rutschig und bald auch richtig glatt wird, habe ich noch mal aufgeschrieben, was das Antiblockiersystem eigentlich für eine Aufgabe hat. Vielleicht wusste es der ein oder andere ja noch nicht:

http://www.cbcity.de/antiblockiersystem-abs

Kommentare dazu gern auch im Blog.

Beste Antwort im Thema

Die alten Systeme haben erst den Druck abgebaut wenn das Rad kurz stand bis es sich wieder dreht, neuere und neue Systeme regeln die Räder an einem exakt definiertem Punkt an dem sich die Räder noch drehen und maximal verzögern. also nur noch minimale Änderungen bei der Radumdrehungsgeschwindigkeit.

Des Weiteren werden alle Rädern einzeln geregelt und nicht mehr wie Anfangs zusammengefasst. Anfangs wurden zwar die vorderen Räder einzeln geregelt aber Hinten Beide zusammen. Die heutigen Systeme dürften viel mehr Daten zur Regelung nutzen und deswegen erkennen wenn sich ein Keil bildet der die Bremswirkung unterstützten konnte.

Aber man darf nie vergessen das der Sinn des ABS nicht die Verkürzung der Bremswege ist sondern das man bei einer Vollbremsung weiterhin lenken kann ohne von der Bremse zu müssen. Dazu kommt das ein ABS unterschiedliche Reibwerte zwischen Links und Rechts ausgleichen kann was gerne zum Schleudern führte.

Wer noch Autos ohne ABS fuhr kennt sicher das Gefühl wie es ist wenn beim normalen Bremsen eine Seite auf Eis kommt uns sich die Kiste blitzartig drehen will, auch das ist ein Punkt den ein ABS weitgehend verhindern kann.

Zitat:

Stimmt dies tatsächlich und wenn ja, seit wann gibt es diese "neueren" ABS-Systeme und in welchen Fahrzeugen sind sie verbaut?

Sagen wirs es lieber so, im Laufe der Entwicklung wurden die Mängel die das ABS auf Schnee und Schotter haben zunehmend minimiert. Aber ein exaktes Datum ab wann kann man sicher nicht nennen da die Entwicklung ständig weitergeht und selbst ein Modell das im Jahr 2010 auf den Markt kam ein etwas anderes ABS haben kann als das gleiche Modell das 2012 ausgeliefert wird. Hardware wird dieselbe sein, aber die Software eine neuere Version. Dazu kommt das ein ABS zwar Hardwareseitig in diversen Modellen in identischer Ausführung verbaut wird, aber die Software wird individuell auf das jeweilige Modell abgestimmt. So kann es sein das ein Hersteller Wert darauf legt das die Kiste auf Schnee und Schotter sehr gut bremst, zB beim SUV. Aber beim auf derselben Plattform basierenden Coupe kann es sein das diese Punkte eher unwichtig sind und der Abstimmungsfokus auf möglichst kurze Bremswege bei trockener und nasser Strasse und Bremsstabilität gelegt wird.

Das Einzige was sicher ist ist das die Abstimmung ständig optimiert wird, aber exakte Modelle und Baujahre dürften höchstens die Hersteller wissen und die sagen nichts.

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Hallo,

danke für den Beitrag, auch wenn er für Laien ziemlich "technisch" gehalten ist.

Was mich allerdings brennend interessieren würde:

Wer noch Fahrzeuge ohne ABS kennt, der kennt auch den elementaren Unterschied mit und ohne ABS im Winter auf Schnee zu bremsen. Ohne ABS steht man da in der Regel wesentlich schneller. Erst kürzlich habe ich allerdings gelesen, dass neuere ABS-Systeme auf Schnee genauso gut abbremsen würden wie Fahrzeuge ohne ABS. Stimmt dies tatsächlich und wenn ja, seit wann gibt es diese "neueren" ABS-Systeme und in welchen Fahrzeugen sind sie verbaut?

Die alten Systeme haben erst den Druck abgebaut wenn das Rad kurz stand bis es sich wieder dreht, neuere und neue Systeme regeln die Räder an einem exakt definiertem Punkt an dem sich die Räder noch drehen und maximal verzögern. also nur noch minimale Änderungen bei der Radumdrehungsgeschwindigkeit.

Des Weiteren werden alle Rädern einzeln geregelt und nicht mehr wie Anfangs zusammengefasst. Anfangs wurden zwar die vorderen Räder einzeln geregelt aber Hinten Beide zusammen. Die heutigen Systeme dürften viel mehr Daten zur Regelung nutzen und deswegen erkennen wenn sich ein Keil bildet der die Bremswirkung unterstützten konnte.

Aber man darf nie vergessen das der Sinn des ABS nicht die Verkürzung der Bremswege ist sondern das man bei einer Vollbremsung weiterhin lenken kann ohne von der Bremse zu müssen. Dazu kommt das ein ABS unterschiedliche Reibwerte zwischen Links und Rechts ausgleichen kann was gerne zum Schleudern führte.

Wer noch Autos ohne ABS fuhr kennt sicher das Gefühl wie es ist wenn beim normalen Bremsen eine Seite auf Eis kommt uns sich die Kiste blitzartig drehen will, auch das ist ein Punkt den ein ABS weitgehend verhindern kann.

Zitat:

Stimmt dies tatsächlich und wenn ja, seit wann gibt es diese "neueren" ABS-Systeme und in welchen Fahrzeugen sind sie verbaut?

Sagen wirs es lieber so, im Laufe der Entwicklung wurden die Mängel die das ABS auf Schnee und Schotter haben zunehmend minimiert. Aber ein exaktes Datum ab wann kann man sicher nicht nennen da die Entwicklung ständig weitergeht und selbst ein Modell das im Jahr 2010 auf den Markt kam ein etwas anderes ABS haben kann als das gleiche Modell das 2012 ausgeliefert wird. Hardware wird dieselbe sein, aber die Software eine neuere Version. Dazu kommt das ein ABS zwar Hardwareseitig in diversen Modellen in identischer Ausführung verbaut wird, aber die Software wird individuell auf das jeweilige Modell abgestimmt. So kann es sein das ein Hersteller Wert darauf legt das die Kiste auf Schnee und Schotter sehr gut bremst, zB beim SUV. Aber beim auf derselben Plattform basierenden Coupe kann es sein das diese Punkte eher unwichtig sind und der Abstimmungsfokus auf möglichst kurze Bremswege bei trockener und nasser Strasse und Bremsstabilität gelegt wird.

Das Einzige was sicher ist ist das die Abstimmung ständig optimiert wird, aber exakte Modelle und Baujahre dürften höchstens die Hersteller wissen und die sagen nichts.

ich kann mir nicht vorstellen das es ABS-Systeme gibt die auf Schnee ein non-ABS Fahrzeug in Sachen Bremsdistanz auf einem Level sind.

Denn der "auftrümenden" Schnee vor dem Reifen bremst das Fahrzeug und den gibt es bei keinem ABS System.

Auf nässe, ja die neueren ABS Systeme sind besser. Porsche und Co waren die ersten die solche Systeme hatten. Schimpfte sich gerne "sportabs".

Ist halt ein sehr fein geregelte ABS was weniger an einer "stotterbremsung" erinnert als die alten Systeme.

Schnee ist nicht gleich Schnee. ABS hat auf lockerem Schnee noch Nachteile. Auf einer festgefahrenen Schneedecke siehts schon wieder anders aus.

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365

ich kann mir nicht vorstellen das es ABS-Systeme gibt die auf Schnee ein non-ABS Fahrzeug in Sachen Bremsdistanz auf einem Level sind.

Denn der "auftrümenden" Schnee vor dem Reifen bremst das Fahrzeug und den gibt es bei keinem ABS System.

Auf nässe, ja die neueren ABS Systeme sind besser. Porsche und Co waren die ersten die solche Systeme hatten. Schimpfte sich gerne "sportabs".

Ist halt ein sehr fein geregelte ABS was weniger an einer "stotterbremsung" erinnert als die alten Systeme.

Das ABS ist nicht wegen einem kürzeren Bremsweg vorhanden, sondern um auch bei einer Vollbremsung bei schlechten Strassenverhältnissen( Schnee, Nässe) Lenkbar zu bleiben, denn wenn man bei dann bei einer Vollbremsung ausweichen kann um einen Auffahrunfall zu vermeiden ist die länge des Bremsweges egal!

So ganz egal ist die Länge des Bremswegs auch dann nicht. Es ist allerdings richtig, dass das Entwicklunsgziel von ABS die LEnkbarkeit und die Spurstabilität war. Heute erreichen moderne Systeme auf festen Untergründen aber durch die Bank kürzere Bremswege als Fahrzeuge ohne ABS.

Zitat:

Original geschrieben von i-bose

Das ABS ist nicht wegen einem kürzeren Bremsweg vorhanden, sondern um auch bei einer Vollbremsung bei schlechten Strassenverhältnissen( Schnee, Nässe) Lenkbar zu bleiben, denn wenn man bei dann bei einer Vollbremsung ausweichen kann um einen Auffahrunfall zu vermeiden ist die länge des Bremsweges egal!

Und mein Bremsen sind aber vorne größer als hinten.

Sorry wo ist denn der Bezug zu meinem Beitrag??? ich habe überhaupt nichts davon gesagt warum ABS sinnvoll ist oder nicht auch nicht welche vorteile es hat.

Ich habe nur die Länge des Bremsweges erwähnt.

Aber gut wo wir beim "sinn" des ABS sind: Die offizelle Aussage ist "auto bleibt lenkbar" ....

Ich stimme dem allerdings nicht zu.

Denn der Hauptgrund ist: Peter, Franz und Emil können einfach voll ins Pedal treten ohne nachzudenken.

Ein eingermaßen begabter Fahrer schafft ein Ausweich und Lenkmanöver mit kürzerem Gesamtbremsweg ohne ABS (verglichen mit den "älteren" ABS Systemen).

Nur die meisten Autofahrer wissen überhaupt nicht was sie wie machen müssten oder würden im "schock" falsch reagieren.

Da will ich mich einschließen, zwar habe ich bisher auch mein Auto ohne ABS an Hindernissen vorbeilenken können und hatte mit dem "ausweichen" keine Probleme, aber man weiß nie was noch passiert.

Wobei ich auch behaupte das Personen die gleichzeitig auch Motorrad fahren besser mit Autos ohne ABS klar kommen als "normale" Autofahrer.

Als Motorradfahrer kommt man nicht auf die idee beim lenken zu bremsen und eignet sich einen anderes Bremsverhalten an.

Zumin. ist mir dieses aufgefallen, das ich egal ob ABS und ob Mopped oder Auto immer versuche nur bei stabilem grade ausgerichtetem Fahrzeug zu bremsen.

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365

Zitat:

Original geschrieben von i-bose

 

Wobei ich auch behaupte das Personen die gleichzeitig auch Motorrad fahren besser mit Autos ohne ABS klar kommen als "normale" Autofahrer.

Als Motorradfahrer kommt man nicht auf die idee beim lenken zu bremsen und eignet sich einen anderes Bremsverhalten an.

Zumin. ist mir dieses aufgefallen, das ich egal ob ABS und ob Mopped oder Auto immer versuche nur bei stabilem grade ausgerichtetem Fahrzeug zu bremsen.

Die Aussage finde ich sehr interessant, hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Allerdings muss ich dir recht geben, auch ich fahre Motorrad und versuche eigentlich immer das Bremsen in der Kurve zu meiden. Wenns n bisschen fixer gehen soll, bremst man -wie vom Motorrad gewöhnt- einmal kurz etwas stramm noch vor der Kurve, aber niemal IN der Kurve.

Mein alter GOlf 3 hatte ebenfalls kein ABS, ich bin ihn 8 Jahre problemlos gefahren, toi toi toi. Allerdings hatte das Ganze auch seine Tücken, wenn zB der Bremksraftregler der Hinterachse festgegammelt war. Da merkte man dann schon, dass er hinten -vllt auch noch einseitig- mehr bremste als vorne und schneller blockierte.

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365

Ein eingermaßen begabter Fahrer schafft ein Ausweich und Lenkmanöver mit kürzerem Gesamtbremsweg ohne ABS (verglichen mit den "älteren" ABS Systemen).

Das wage ich zu bezweifeln. Das Problem bei einem kombinierten Brems- und Ausweichmanöver ist vor allem unser Kopf. Stellen wir uns die Situation mal vor: Eine freie Autobahn, alles super, man kommt zügig um eine Kurve herum und hat plötzlich ein Stauende vor sich. Unser einigermaßen begabter Autofahrer bekommt einen ordentlichen Schreck und latscht voll in die ABS-lose Bremse. Während des Bremsvorgangs merkt er, dass sein Bremsweg ganz sicher nicht ausreichen wird. In diesem Moment kommt sein Schutzengel angeflattert, setzt sich auf seine Schulter und flüstert ihm ins Ohr "du musst die Bremse lösen, damit du lenken kannst". Genau das ist aber das letzte, was er will, denn in seinem Kopf schreit alles "BREMSEN!!!!!!".

Es ist ungemein schwierig, in einer echten Gefahrensituation den Fuß gezielt von der Bremse zu nehmen. Dazu kommt noch, dass man mit dem Lenken erst anfangen sollte, wenn die Räder sich wieder drehen. Auch ein begabter Autofahrer wird aber im Schreckmoment evtl. schon während der Vollbremsung am Lenkrad drehen, dann merken, dass sich nichts tut und schließlich von der Bremse gehen. Ergebnis: Das Auto biegt sofort dahin ab, wo die Räder gerade hinzeigen. Und wenn die Lenkung hinreichend weit eingeschlagen ist, dann endet die Nummer an der Leitplanke.

Sollte es unser begabter Autofahrer aber schaffen, den Fuß von der Bremse zu kriegen und dann erst lenken, so kann es immer noch sein, dass er die Bremse zu spät gelöst hat und das Ausweichen nicht mehr ganz schafft. Dann kracht er noch mir relativ hoher Restgeschwindigkeit ins Hindernis. Mit ABS hätte er zumindest noch etwas mehr an Geschwindigkeit abgebaut.

Ein kombiniertes Brems- und Ausweichmanöver gehört zum Anspruchsvollsten, was man an Notmanövern fahren kann. Und hier entlastet ABS in erster Linie mal den Kopf, was gerade in einer Schrecksituation enorm wertvoll ist.

Genau das hab ich im weiteren Verlauf des Textes doch geschrieben?

Das habe ich deinem Text so nicht entnommen.

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